• #1

Männliche Nacktheit als stetig bestehendes Tabu?

http://www.zeit.de/2012/31/Maennliche-Nacktheit/seite-1

In der Zeit steht heute ein recht interessanter Artikel über den Umgang der Medien und der Gesellschaft mit der männlichen Nacktheit. Während weibliche Nacktheit schon fast omnipräsent ist und für alle erdenklichen ästhetischen Zwecke herhalten muss. wird die männliche Nacktheit immer noch bedeckt. Ist die Frau von heute immer noch höflich-gesellschaftlich indoktriniert, uninteressiert?

Oder hat man sich an den Nichtanblick gewöhnt und denkt über das Thema schon unlängst nicht mehr nach?
 
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  • #2
So ein Käse. Als ob man überall Schamlippen sehen würde. Hier werden 2 grundsätzlich verschiedene Dinge verglichen.
Außerdem sind Frauen einfach schöner als Männer.
 
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  • #3
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  • #4
ich habe mir eben den Artikel durchgelesen. Sehr interessant - und wahr! Ich bin auf wirklich jede Antwort der Frauen im Forum gespannt. :)
m, 48
 
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  • #5
Weibliche Geschlechtsorgane sieht man noch seltener als männliche, die zB in Filmen ab und an auftauchen. Und auch sonst gibt es mehr als genug halbnackte Männer in den Medien zu sehen. Unsinn, das.
 
  • #6
So ein Käse. Als ob man überall Schamlippen sehen würde. Hier werden 2 grundsätzlich verschiedene Dinge verglichen.

Es geht ja primær um den Venushuegel und die Vulva und weniger (nur) um die inneren (oder gespreizten) Schamlippen. Und ja, natuerlich sieht man wesenlich øfters das weibliche Genital in diversen Abstaktions und Verhuellungsformen als das Mænnliche.. =)

Außerdem sind Frauen einfach schöner als Männer.
Na, genau darum gehts ja, -> wieso wird das so empfunden? Muesste nicht das jeweils andere Geschlecht ein gleichgrosses Interesse am Anblick des jeweilig anderen, bevorzugten Geschlechts haben? Sind frauen zu einem "desinteresse" erzogen worden, ist es "unschicklich" nach mehr zu fragen oder gibt es so etwas wie ein "natuerliches Desinteresse"?

Ich rede jetzt nicht vom entbløssten Penissen in der Øffentlichkeit sondern eher in der darstellenden Kunst, den "Medien" (es gibt ja noch mehr ausser Fernsehen).

=)
 
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  • #7
Ganz einfach: Männer reagieren auf weibliche Nacktheit, weil diese sie sexuell reizt. Frauen reagieren darauf, weil sie sich vergleichen. Beides läßt sich gut für die Werbung/ Aufmerksamkeit nutzen. Die Frauen interessieren sich weniger für den männlichen Körper, für sie spielen andere Reize eine wichtigere Rolle.
 
  • #8
Ja, frontal nackte Männer sind selten. Aber ohne Erektion auch langweilig, finde ich. Und die - das führt der von mir auch mit Interesse gelesene Artikel auch aus - sind ungern gesehen und zensiert.
Viele Frauen finden den Anblick männlicher Geschlechtsteile häßlich oder sind halt so erzogen, daß sie nicht genau hinsehen, denn das könnte als zu großes Interesse und Aufforderung verstanden werden. - Was sich auf Bilder überträgt, die Schamblockade ist da. Männer fühlen sich durch die Konkurrenz belästigt oder haben Angst, für schwul gehalten zu werden. Sex sells, aber das weibliche Geschlecht ist damit gemeint.
 
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  • #9
mich - w - stört das schon seit vielen Jahren, ich empfinde es als eine Diskriminierung. Den Männern werden überall Appetithäppchen fürs Auge geboten, und wo bleiben wir heterosexuellen Frauen? Ich dachte schon öfter: Wie schade, dass ich nicht lesbisch bin, daas wäre ein schönes Leben! Immer und überall was fürs Auge, der Alltag strotzt nur so von Erotik! Als Frau wird einam da überhaupt nichts gegönnt. Aber Frauen sollen allenthalben ihre Haut zu Markte tragen (vor allem für Werbung) und ganz wörtlich den Arsch hinhalten für alles mögliche - von Autoreifen bis "Anti-Cellulite-Creme". -

Außerdem wird dadurch unterschwellig permanent suggeriert: Das einzige was bei Frauen wirklich zählt, ist ihr Körper. Absolut zweitrangig ist so etwas wie sportliche Leistung oder intellektuelle Leistung. - Aktuell: Mir fiel die Kinnlade runter als ich das Outfit der Strand-Volleyballerinnen bei der Olympiade sah. Mindestens 50% der Pobacken quollen aus den Höschen. Was soll denn bitte bewertet werden, geht es nicht eigentlich bei diesem Event um die Leistung? Aber wer achtet denn noch darauf bei solchen exhibitionistischen Outfits? Können sich da die Schiedsrichter überhaupt noch konzentrieren? - Es gibt jede Menge gelegenheiten, wo frau sich gerne zeigen kann (FKK, Sauna, Strand, etc.), wo diese Gefahr nicht besteht, dass ihre Leistungen dadurch absolut in den HIntergrund treten.

Die oft gehörte These, ein männlicher Körper sei weniger ästhetisch als ein weiblicher, ist vollkommen unberechtigt. Aktuell sieht man z.B. viele sehr schöne männliche Körper bei der Olympiade, z.B. beim Schwimmen.

Stellt doch mal einen schlanken und/oder sportlichen Mann neben eine unsprtliche/fette Frau. Wer ist denn da bitte ästhetischer?!

Und eins steht auch fest: Eine Frau, die einen männlichen Unterleib "unästhetisch" oder gar "hässlich" findet, die hat ein Problem, sorry! Und ein Mann, der dieses denkt, erst recht!

W
 
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  • #10
Ganz einfach: Männer reagieren auf weibliche Nacktheit, weil diese sie sexuell reizt. Frauen reagieren darauf, weil sie sich vergleichen. Beides läßt sich gut für die Werbung/ Aufmerksamkeit nutzen. Die Frauen interessieren sich weniger für den männlichen Körper, für sie spielen andere Reize eine wichtigere Rolle.
Zum letzten Satz: Großer Einspruch! - Und soweit es zutrifft: Genau aus dem hier angesprochenem Grund - Bitte nicht Ursache und Wirkung verwechseln!

W
 
  • #11
Komisch- ich habe da einen ganz anderen Eindruck:

Bereits beim Besuch eines Museums präsentieren sich antike, nackte, männliche Schönheiten. Heute nicht viel anders, da sieht man sich gerne mal Unterhosenmodels mit Waschbrettbauch und sich deutlich abzeichnenden Genitalien an. - Dabei ist es nach wie vor ein Tabu, völlig nackte Tatsachen zur Schau zu stellen, dies gilt jedoch für beide Geschlechter, und
natürlich, lieber Hellekeen, entspricht die zur Schaustellung des männlichen Geschlechtsteils denen der äußeren Schamlippen - von beiden bleibt der Betrachter verschont!

Alles in allem vermuten ich mal, dass das Augenmerk der Männer eher auf die weiblichen Reize gelenkt wird, als auf die männlichen, und sie deshalb der Meinung sind, davon gäbe es mehr. (?)
... und umgekehrt wohl auch...
 
  • #12
@Angela: Nein, der oben zitierte Artikel stammt von einer Frau.
 
  • #13
Ja, frontal nackte Männer sind selten. Aber ohne Erektion auch langweilig, finde ich.
Stimmt! Und mit Erektion wäre es m. E. einfach auch zu intim, nicht für die Öffentlichkeit geeignet (abgesehen davon, dass es nicht erlaubt ist).

Aber der männliche Körper besteht ja schließlich auch nicht nur aus seinen Genitalien. Mir würde auch mehr bebilderte, nackte Haut von Männern gefallen. Gut aussehende Männer, sind ebenso attraktiv wie es Frauen sind. Ich mag besonders gern ihre Rückseiten, das Gesamtbild inkl. Po.

Vielleicht liegt es u. a. auch daran, dass wir Frauen einfach nicht laut/nachdrücklich genug unsere Wünsche zum Ausdruck bringen?

Den meisten von uns Frauen ist das aber auch nicht so wichtig. Wir brauchen nicht ständig neue, fremde sexuelle Reize. Wir können uns auch an dem Exemplar Mann erfreuen, den wir lieben. Und im Normalfall dürfen wir den dann ja auch nackt sehen, wann immer wir wollen! :)
 
  • #14
Meine persönliche Sicht auf Penisse bringt der Artikel recht gut zum Ausdruck: höfliches Desinteresse. Oder wie dort geschrieben wurde "Ein Penis wird, etwas überspitzt gesagt, für eine Frau erst nach einem persönlichen Kennenlernen interessant." Männliche Nacktheit finde ich nicht hässlich, abstoßend oder schockierend. Sie interessiert mich aber nur im Einzelfall.

Es geht ja primær um den Venushuegel und die Vulva und weniger (nur) um die inneren (oder gespreizten) Schamlippen. Und ja, natuerlich sieht man wesenlich øfters das weibliche Genital in diversen Abstaktions und Verhuellungsformen als das Mænnliche.. =)
Bitte? Es gibt keine Phallussymbole? Was ist denn mit Obelisken, Türmen jeglicher Art, Schaltknüppeln, all den Autos mit laaanggezogener Motorhaube etc.? In der modernen Kunst gibt es andauernd Penisse zu sehen - manchmal meint man, die Künstler müssten 100 gleichzeitig präsentieren, weil sich mit einem einzelnen nicht genug Aufmerksamkeit generieren lässt.
Außerdem wird weibliche Nacktheit zumeist in Form von Brüsten zur Schau gestellt. Der Unterkörper bleibt in dem meisten Fällen bedeckt oder ausgeblendet, die Schenkel bleiben so gut wie immer geschlossen. Insofern hinkt m.E. der Vergleich des Autors ein wenig - ich sehe genau so selten eine freilaufende Vulva wie einen freilaufenden Penis.
 
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  • #15
Ja, frontal nackte Männer sind selten. Aber ohne Erektion auch langweilig, finde ich.
Hm. Schwierig. Wenn Frauen mit gespreizten Beinen und geschwollenen / geöffneten Schamlippen gezeigt werden, dann nennt man das Pornographie. Bei Männern wohl analog?

Was aber ist an einem schlaffen Penis interessant oder aesthetisch? Eben.

Ach ja,ein Kumpel hatte (!) mal eine Frau, die ihn nach der Heirat und dem Bezug einer gemeinsamen Wohnung mit einem "Männerkalender" in der Küche überraschte. Vor ihm hattesie viele, später dann wieder... war ein (im Nachhinein betrachtet) schlechtes Omen von Anfang an. Ich vermute, dass viele Frauen nicht in solchen Schubladen landen wollen und dass das zusätzlich das Interesse an (nackten oder erotisch präsentierten) Männerkörpern dämpft.
 
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  • #16
Muesste nicht das jeweils andere Geschlecht ein gleichgrosses Interesse am Anblick des jeweilig anderen, bevorzugten Geschlechts haben? Sind frauen zu einem "desinteresse" erzogen worden, ist es "unschicklich" nach mehr zu fragen oder gibt es so etwas wie ein "natuerliches Desinteresse"?
Mal ganz ehrlich: Mir (als Frau) gefällt ein schöner, nackter Frauenkörper besser als ein schöner, nackter Männerkörper. Männerkörper gefallen mir höchstens bis zum Nabel, alles darunter wirkt bei dem schönsten Mann für mich irgendwie lächerlich. Ein nackter Mann ist für mich nur dann anregend, wenn sein bestes Stück erahnen lässt, was nun kommt. Aber einfach ein Gebaumel - nein, dass macht mich nicht im Geringsten an und ich finde es auch nicht schön.
Ich denke, dass der Körper einer Frau harmonischer ist und daher ästhetischer.
Ich möchte keinen völlig nackten Mann in der Werbung oder sonst in den Medien sehen. Frauen evtl. schon.
Und wenn wir uns die Kunstwerke mit nackten Männern anschauen, dann wird das männliche Geschlechtsteil doch immer sehr stark in den Hintergrund gedrängt, es ist vorhanden aber nur ganz winzig. Warum wohl? Nicht aus Scham sondern weil es das Gesamtkunstwerk stören würde, wenn da ein langer Penis hängen würde.
Ich denke, es ist ein natürliches Desinteresse.
w 55
 
  • #17
Ist doch ganz einfach- ein entblöster Männeraberkörper ist sogar wesentlich öfter zu sehen- nur halt kein primäres geschlechtsteil. Aber schau sich doch mal einer zum Beispiel Parfumwerbung an- nackte Jungs überall.

Und weniger Penisse? Nun ja, die Schamregion wird auch bei den Damen ausschliesslich in einschlägigen Medien veröffentlicht- also Playboy und Co. Und da, nun ja hätten nackte Männer einen Markt gäbs das auch für die damen. Angebot und Nachfrage eben. das denkst sich kein böses Frauenfeindliches Monster aus.
Auch der Autorin steht es völlig frei einen Playboy für Damen herauszugeben...ich glaube das gabs sogar für ne Weile...
 
  • #18
Neulich auf der Webseite eines Fotografen, der auch private Aktfotos macht: nur Akt-Frauen! Warum?

Meine Wahrnehmung in der Kunst: natürlich auch nackte Männer, aber vor allem Frauen! Waren die Künstler vorwiegend Männer? Wenn ich den Artikel richtig verstehe, 83 % nackte Frauen, aber nur 3% weibliche Künstler? Mal angenommen es stimmt, dann ist es vielleicht erst mal klar, wieso. Und natürluch kann man fragen, warum nur 3% Frauen, aber man kann auch fragen: was bilden diese 3% Frauen ab? 100% oder 83% Männer? Oder sind es wieder 83% Frauen? ich vermute letzteres. Und dann wird die Frage bei diesen 3% interessant: warum?
 
  • #19
Weil Frauen den männlichen Penis nicht besonders anregend und erotisierend finden, er ist eher Mittel zum Zweck. Gesicht und der gesamte Körper ist eher attraktiv, aber das Geschlechtsorgan ist nun wirklich kaum was fürs Auge. Es sei denn erigiert und das geht wirklich zu weit.
 
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  • #20
Mich nervt manchmal sogar diese permanent zur Schau gestellte Nacktheit der Frauen, das muss jetzt nicht noch ergänzt werden um Penisse. Man sieht doch wenn immer nur die tollsten Frauenkörper ohne Makel, retuschiert bis zum Anschlag. Die Männer meistens Oberkörperfrei, den Sixpack heraushebend.

Wenn man Otto Normalbürger und Lisa Normalbürgerin permanent nackt ablichten würde, bzw. ihre Geschlechtsteile wären wir in Windeseile alle überdosiert und könnten es nicht mehr sehen. Also dass was wir vorgesetzt bekommen ist doch meistens weit entfernt von der Realität.

Ja, es gab auch mal ein Magazin für Frauen ich glaube es hieß Playgirl, aber sollte es das jetzt nicht mehr geben was das Interesse wohl nicht so groß. Ich kann mir aber nicht vorstellen dass man da haufenweise erigierte Penisse gesehen hat.

w46
 
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  • #21
Die Männer hatten immer das sagen in die Werbung und Marketing. Von daher viele männliche Einfluss auf was Frauen schön finden müssen.
Ich aber "ärgere" mich an die vielen Photoshop Frauen mit Man-guck-wie-sexy-ich-bin-Poses. Für mich ist das Anti-Webung. Ich vergleiche mich nicht damit und will so nicht aussehen. Eher natürlich. Ich kauf solche also Produkten auch nicht. In die Photoshop, BrustOP, Chemicalien und Botox-welt lebe ich nicht.

Ich sehe lieber viel mehr Männer in die Werbung! Natürliche Nacktheit, oder auf jeden Fall mehr Haut. Alles kann ich schön finden an Männliche Körper. Die prude Frauen die das nicht sehen haben noch viel zu entdecken ;)! Mehr nackt also, gerne aber da muss natürlich noch was geheimnisvolles bleiben...
 
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  • #22
Mal ganz ehrlich: Mir (als Frau) gefällt ein schöner, nackter Frauenkörper besser als ein schöner, nackter Männerkörper. Männerkörper gefallen mir höchstens bis zum Nabel, alles darunter wirkt bei dem schönsten Mann für mich irgendwie lächerlich.
Die Ansicht teile ich überhaupt nicht. Ich mag den männlichen Körper und auch den Penis. Weibliche Körper interessieren mich nicht. Ich mag nur nicht diese extrem-trainierten Männer, die uns als Sexsymbole hingehalten werden. Schlank und Muskeln ist natürlich gut. Aber die männlichen Models haben zuviel davon.

w27
 
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  • #23
Naja, wenn man von 83% Frauendarstellungen spricht, sind ja nicht 83% Schamlippen gemeint, schon gar nicht feuchte, sondern 83% Frauendarstellungen. Und da könnte es ja zumindest auch 50% Darstellungen mehr oder weniger nackter Männer(-körper) geben. Aber auch das gibt es nicht. Und so überaus überragend interessant sind die äußeren Geschlechtsmerkmale der Frau ja nun auch wieder nicht. Das ist meines Erachtens keine gute Erklärung für das krasse Missverhältnis und die Frage ist durchaus berechtigt/interessant. Die 3% Künstlerinnen würden ggfs. evtl. antworten: weil es fast nur weibliche Aktmodelle gibt oder gar: weil es schon immer so war.
 
  • #24
Höfliches Desinteresse von Seiten der Frauen... mon oeil. Alles an- bzw. aberzogen.
Da haben wohl die meisten die Doktorspiele aus der Kindheit vergessen.

Die Gründe werden doch bereits im Artikel selbst genannt. Noch ein Aspekt: In Zeiten, da die männliche Allmacht gesellschaftlich ein kleines bisschen ins Wanken geraten ist, ist die Erektion wichtiger denn je (in diesem Zusammenhang: es gibt auch immer mehr Protest-Impotenz in deutschen Betten). Aber die Darstellung einer Erektion ist nun mal verboten. Dreimal darf man raten, warum. (Vielleicht, weil Frauen ja so gar nicht daran interessiert sind?)
 
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  • #25
Die 3% Künstlerinnen würden ggfs. evtl. antworten: weil es fast nur weibliche Aktmodelle gibt oder gar: weil es schon immer so war.
Weil es in die Kunstwelt auch fast nur um Männer drehte, männliche Künstler. Für Frauen war es lange Zeit verboten oder nicht 'nett' um Künstlerin zu sein. Die Kunstlehrer waren auch Männer und hätten sich auch eher für Frauen interessiert: also vor allem weibliche Modellen. Von wegen Aesthetic... (oder geilheit, lassen wir mal ehrlich sein).
Oft sind aber durch homosexuelle Künstler, in Zeiten das es noch Tabu war, männliche Modellen benutzt die aber als FRAU abegebildet sind. Auch weil es damals mal schwer war ein Frau als Model zu bekommen.
Es gab auch immer viel mehr männliche Käufer von Gemälde und Foto's. Die Interesse der Käufer lag, als Mann, dann auch eher bei der Frau als abgebildete. Jetzt bekommen die Frauen mehr Geld, verdienen mehr, also ändert sich das warscheinlich auch. *Marktlocke*

Auch heute gibt es bei Aktkursen fast nur weibliche Models und wenig männliche. Das, obwohl vielen Frauen hier im Westen auch Kunst studieren oder Aktkurse folgen. Ich denke aber das sich da schnell was ändert... wenn mehr Frauen mehr Macht haben - früher lag fast alles außerhalb das Haus in Handen der Männer. Jetzt wird es immer besser gleichmäßig verteilt. Und das ist gut so, es dauert nur eine Weile... Und sehe da in 2022: viel mehr Männliche Nackheit. Nur Geduld, Damen :)
 
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  • #26
Schlanke, gepflegte Männer sind schön. Hingucken und sich am Ggesamtbild erfreuen: machen Männer doch auch mit den Frauenbildern. Indoktrination sehe ich da keine. Weil es ungewohnt ist, kommt vllt. bei den Jüngeren ein verlegenes "Hihihi". So what? Das Idealbild des Medienmannes (Athletentyp) nimmt aber nur einen Bruchteil der Präferenzen ein. Ich schaue mir die Nackedeis gern an, wirklich sexy finde ich schlankere und feingliedrige Männer. Meinentwegen auch mit Penis. Haha.
 
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  • #27
Ich finde es lustig, dass davon ausgegangen wird, dass männliche Nacktheit nicht gerne (von Frauen) gesehen wird. Mich als Frau (die nackte Männer gerne sieht)beschäftigt viel mehr die Frage: Wieso wollen sich Männer nicht nackt zeigen? Ich habe mich einige Zeit in Kreisen der erotischen Fotografie bewegt und musste auch da feststellen, dass zu 95% Frauen abgebildet werden. Und ich meine keine Pornografie sondern die kunstvolle Darstellung von Nacktheit. Es ist verdammt selten, dass ein Mann bereit ist sich nackt fotografieren zu lassen, noch dazu wenn diese Fotos dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Männer haben im Laufe der Jahrhunderte unzählige Möglichkeiten entworfen ihre Männlichkeit darzustellen, doch ihren nackten Körper zu zeigen zählt nicht dazu, und das obwohl es die einfachste Art wäre um zu sagen "sieh mich an- ich bin ein MANN!".

Nackt zu sein bedeutet schutzlos zu sein, es vermittelt daher auch einen gewissen Grad an Schwäche. Eine Schwäche die jedem Menschen ,egal ob Mann oder Frau, anhaftet. Diese Schwäche zu zeigen entspräche aber wohl nicht dem hochstillisiertem Bild vom starken Geschlecht. Immerhin hatten Künstler noch nie ein Problem menschliche Schwäche, Versagen, Hässlichkeit darzustellen, ganz im Gegenteil ist Kunst ein beliebtes Mittel um eben diese sichtbar zu machen. Auch männliche Schwäche wird dargestellt, aber vorwiegend in Form von Handlungen. Nur die männliche Nacktheit bleibt ausen vor, und wenn sie doch gezeigt wird, dann wird eine Fokusierung auf das männliche Glied, dem Symbol von Männlichkeit schlecht hin, tunlichst vermieden, es wird sogar gerne in den Hintergrund gestellt. In den Vordergrund kommen Muskeln, Kraft, Lebensenerige- aber das Glied wird jeder Bewertung entzogen. Alles Zufall? Glaube ich nicht.

Frauen sind uninteressiert? Ist es nicht viel eher so, dass ein Interesse an nackte Tatsachen gar nicht erwünscht ist? Männer tun doch viel eher alles dafür, dass sich Frauen für die Symbole der Männlichkeit interessieren, ja, eine Frau die wissen will was er IN der Hose hat ist sogar oberflächlich. Dafür darf sie sich bitte erst interessieren wenn das Objekt der Unsicherheit mit Härte und Ausdauer glänzen kann- das passt wieder wunderbar zum starken Geschlecht.

Ich würde also sagen: Liebe Männer, steht zu eurer Nacktheit und gesteht euch endlich ein was Frauen schon seit jeher wissen- ihr habt Schwächen! Ihr seid nicht das starke Geschlecht und wir sind nicht das Schwache. Der größte Feind eurer vermeindlichen Unzulänglichkeiten seid ihr selbst.
 
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  • #28
Es wundert mich immer wieder von Frauen zu hören, Frauenkörper seien schöner als männliche. Schon als junge Frau empfand ich dieses Desinteresse als suspekt und den offen gesprochenen Ekel für die männlichen Geschlechtsteile als extrem seltsam. Die gehören zum Mann dazu, sind für mich auch einen Blick wert aber nicht höher bewertet als die sonstigen Körperteile.

Ich freue mich auf schöne Männerbilder in der Werbung und die männlichen Skupturen der Antik sind pure Ästhetik (hier wurden die Geschlechtsteile eines Jugendlichen als ideal angesehen). Ein sportlicher Mann mit V-Oberkörper, muskulösen Armen und Beinen, runder Knackpo, glatter Haut und gepflegtem Haarwuchs ist eine wahre Augenweide und sehr erotisierend. Ein Glück, dass Männer zunehmend auf ihren Körper achten!

w48
 
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  • #29
Das würde ich als Frau so nicht sagen. Gerade hier im Umkreis von Köln sehe ich in Saunen und an FKK Plätzen sehr!! viele nackte Männer, die kahl rasiert (ihre Frauen meist auch), beringt sind oder/und einen Penisring tragen. Und ich sehe in ihren Augen ihren Stolz, sich so zu zeigen.