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  • #1

Maggie Tapert - Monogamie Grund für Untreue?

Hallo, habe mich grade auf der Hompage von der Sexexpertin M.Tapert herumgetrieben, habe einige Videos und Artikel gelesen. sehr interessant finde ich die Seminare in denen Frauen ihre Lust entdecken. Gestört hat mit jedoch ein Artikel in dem sie behauptet die Monogamie sei Schuld an Untreue, Liebe und Sex gehören nicht zwangsläufig zusammen und letztlich würden alle Sextipps für Paare auch nicht verhindern dass sie fremdgehen. Wie seht ihr das? Wie sehen das Menschen die schon lange verheiratet sind? Ist das so dass der Sex so langweilig wird? Kann man da garnichts machen, ist das biologisch so vorgesehen? Warum versprechen sich Leute ewige Treue wenn mans nicht aushält? Ist das bei jedem so? sind wir alle Gleich?
Ich als junger Mensch finde diese Aussagen so erschreckend und ernüchternd...
W23
 
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  • #2
eines stimmt sicher: die these per se ist in sich immer wahr!
bei polygamie kann es wohl keine untreue geben.
tatsache ist wohl auch, dass für viele der reiz am neuen sexualpartner eben gerade dieser reiz per se ist. dem kann man dann in der beziehung durch das beste und ausgeklügeltste sexualleben nicht entgegenwirken.
wenn der grund des "fremdgehens" darin liegt, dass in der eigenen beziehung sexuell nichts mehr läuft oder bestimmte sexulle phantasien nicht ausgelebt werden könnnen, dann kann man dem aber sehr wohl entgegen wirken.
m45
 
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  • #3
hallo FS, ich glaube nicht daran, dass Monogamie ein Grund für Untreue ist, eher, dass es als eine Begründung für Untreue benutzt wird. Ich war mit meinem ersten Mann bis zu dessen Tod 23 Jahre monogam zusammen und nun seit drei Jahren wieder mit meinem Lebensgefährten. Ich und die Männer hatten und haben immer sehr viel Spass an Sex und das nur mit uns dann jeweils. Ich hatte überhaupt keine Ambitionen über Untreue nachzudenken. In unserer heutigen schnelllebigen und schnellerklärenden Zeit ist es klar, dass solche Aussagen im Raum sind.
Ich finde nicht, dass du dich darüber erschrecken solltest, denn es gibt Monogamie, die definitiv nicht zu Untreue führt!
Lass dich nicht verunsichern, sondern freu dich auf einen Partner, der mit dir die Zeit und dein Leben verbringt.
w43
 
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  • #4
Ich sehe das ganz und gar nicht so: ich kenne meine Frau seit 27 Jahren und wir sind seit 22 Jahren verheiratet. Eine Beziehung erfordert in jeder Hinsicht "Arbeit". Dazu gehört auch, dass man seinen Partner achtet und respektiert. Natürlich kann man Liebe nicht erzwingen, aber mann etwas dagegen tun, dass sie (allzu schnell) verloren geht. Und ein bisschen Trieb sollte auch dabei sein - auch nach längerer Zeit - und der solte sich idealerweise auf seinen eigenen Partner richten.
 
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  • #5
Dass alle Menschen fremdgehen ist nur ein von den Medien aufgebauschtes Kunstbild. Natürlich gibt es Ehen, die auch nach langen Jahren noch glücklich sind. Und wenn dies nicht so sein sollte, sind viele Paare auch in der Lage, sich sauber und ohne Untreue zu trennen. Und selbst wenn es so wäre: Du hast damit doch nichts zu tun! Selbst wenn alle es so machen würden, kannst du es ja anders machen.
 
  • #6
wenn der grund des "fremdgehens" darin liegt, dass in der eigenen beziehung sexuell nichts mehr läuft oder bestimmte sexulle phantasien nicht ausgelebt werden könnnen, dann kann man dem aber sehr wohl entgegen wirken.
m45
Wenn in der eigenen Beziehung nichts mehr läuft, dann muss man sich hinsetzen und an den eigenen Problemen arbeiten oder auch eine Paartherapie machen. Mit Fremdgehen löst man keine Probleme, schon gar auf langer Sicht. Nun das Paar hat äusserst selten, die gleichen sexuellen Phantasien und Bedürfnisse. Wenn also der Mann eine Phantasie nach Bondage hat oder den Wunsch nach einer anderen Sexualpraktik wie z.B. nach Analverkehr, aber seine Partnerin unter keinen Umständen, dann würde ihm nichts anderes übrig bleiben, als eben fremdzugehen. Oder auch in einem solchen Fall, kann er sich eine neue Partnerin suchen, die sexuell besehen ähnlich gepolt ist.

Ferner glaube ich, dass jede/r Sexualexperte/in in seinen Ratgeberbüchern genau das empfiehlt, was er selber denkt und empfindet. Hat die Sexexpertin - wie in diesem Fall - selber den Glauben und die Haltung, die Monogamie sei an der Untreue Schuld, wird sie dementsprechend für Polyamorie werben und das als naturgegeben glaubhaft machen wollen.

Hat ein anderer die Meinung, die Paare hätten sich durch den Alltagsstress voneinander entfernt, wird in seinen Büchern Vorschläge und Tipps den Paaren geben, wie sie sich wieder annähern und die gemeinsame Sexualität wieder leidenschaftlich und lustvoll leben können.
 
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  • #7
ein Artikel in dem sie behauptet die Monogamie sei Schuld an Untreue

Das ist zweifellos eine zutreffende Behauptung, denn gäbe es keine Monogamie, könnte auch niemand dagegen verstoßen. Nicht zulässig ist hingegen der Umkehrschluß: Monogamie muß nicht zwingend zur Untreue führen. Denn wie heißt es so schön: „Liebe ist, wenn Treue Spaß macht”.
 
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  • #8
Wenn in der eigenen Beziehung nichts mehr läuft, dann muss man sich hinsetzen und an den eigenen Problemen arbeiten oder auch eine Paartherapie machen. Mit Fremdgehen löst man keine Probleme, schon gar auf langer Sicht.

Nun das Paar hat äusserst selten, die gleichen sexuellen Phantasien und Bedürfnisse. Wenn also der Mann eine Phantasie nach Bondage hat oder den Wunsch nach einer anderen Sexualpraktik wie z.B. nach Analverkehr, aber seine Partnerin unter keinen Umständen, dann würde ihm nichts anderes übrig bleiben, als eben fremdzugehen. Oder auch in einem solchen Fall, kann er sich eine neue Partnerin suchen, die sexuell besehen ähnlich gepolt ist.

Hat ein anderer die Meinung, die Paare hätten sich durch den Alltagsstress voneinander entfernt, wird in seinen Büchern Vorschläge und Tipps den Paaren geben, wie sie sich wieder annähern und die gemeinsame Sexualität wieder leidenschaftlich und lustvoll leben können.

1. und 3. Absatz: volle Zustimmung

2. Absatz: Wie ist es mit der Alternative "Verzicht" (zum Beispiel auf Bondage und Analverkehr)? Wenn die Liebe abhängig gemacht wird von der "Performance" im Bett, dann ist es keine Liebe und sollte bitte so nicht genannt werden. Eine Beziehung eingehen können auch zwei, die
- "nur" ineinender verliebt sind
- sich "nur" mögen
- sich gegenseitig benutzen
im Extrem:
- die sich kaum kennen, aber Sex suchen, zu "brauchen" glauben...
- usw.

Das alles hat mit Liebe herzlich wenig zu tun. Mit Monogamie KANN es etwas zu tun haben.
Ansonsten ist die Frage an sich sinnentleert, da sie sich quasi aus der Definition von "Monogamie" logisch bereits beantwortet. Die Konnotation, "Monogamie" sei ein Problem, ist gelinde gesagt absurd und passt zu einer gewissen zeitgeistigen Beliebigkeit. Wie gesagt, mit Liebe und Moral (vgl. dazu Hermann Lübbe) hat das MICHTS zu tun.
 
  • #9
2. Absatz: Wie ist es mit der Alternative "Verzicht" (zum Beispiel auf Bondage und Analverkehr)? Wenn die Liebe abhängig gemacht wird von der "Performance" im Bett, dann ist es keine Liebe und sollte bitte so nicht genannt werden. Eine Beziehung eingehen können auch zwei, die
- "nur" ineinender verliebt sind
- sich "nur" mögen
- sich gegenseitig benutzen
im Extrem:
- die sich kaum kennen, aber Sex suchen, zu "brauchen" glauben...
- usw.

Das alles hat mit Liebe herzlich wenig zu tun. Mit Monogamie KANN es etwas zu tun haben.
Ansonsten ist die Frage an sich sinnentleert, da sie sich quasi aus der Definition von "Monogamie" logisch bereits beantwortet. Die Konnotation, "Monogamie" sei ein Problem, ist gelinde gesagt absurd und passt zu einer gewissen zeitgeistigen Beliebigkeit. Wie gesagt, mit Liebe und Moral (vgl. dazu Hermann Lübbe) hat das MICHTS zu tun.
Ja hier stimme ich dir auch vollkommen zu! Man kann nicht alles im Leben haben und liebt man seinen Partner und ist glücklich mit ihm - auch sexuell - dann sollte man auf bestimmte Praktiken verzichten können oder eigene Sexualphantasien nicht ausleben wollen. Es stellt sich die Frage: was gewinne ich und was verliere ich, wenn ich meinen Partner betrüge, weil der Wunsch oder gar der "Zwang" sexuelle Phantasien auszuleben, mich völlig beherrschen? (Hinter dem krankhaften Fetischismus z.B. vermutet man eine Zwangsstörung).

Es ist auch allen klar, dass eine Beziehung nicht nur auf die Sexualität basiert. Sie ist ein wichtiger, schöner und wertvoller Bestandteil der Partnerschaft - aber eben auch andere Aspekte sind genauso wichtig, schön und wertvoll. Abgesehen davon verbringt kein Paar 24h im Bett - ausser vielleicht Verliebtheitsphase und das nur an den Wochenenden <mod Keine Emoticons gestattet.> Sexualität ist ein menschliches Grundbedürfnis und per se gesund für das körperliche und seelische Wohlbefinden. Und daher ist sie in einer - für mich - monogamen Beziehung am besten.
 
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