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  • #1

Mangelnde Empathie: was tun?

Wenn auf der anderen Seite viel Liebe (d.h. es wird viel gegeben), aber zu wenig Empathie vorhanden ist, dann wird nicht verstanden, warum einseitiges Durchsetzen auf Dauer die Beziehung kaputt macht. (Auch das Kind der anderen Seite gerät durch diese Eigenschaft in Nachteil.)

Was kann man tun? Gibt es Möglichkeiten?

Übrigens, ist es nicht der Mann, sondern die Frau mit mangelnder Empathie.
 
  • #2
Leider kann man aus deinem Text so gar nicht verstehen und nachvollziehen was wirklich los ist und wo du wirklich ein Problem hast. Kannst du deine Frage etwas konkreter stellen und die wichtigen Infos mitteilen? So führt das zu nichts
 
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  • #3
Können Sie ihre Frage so stellen das man verstehen kann worum es geht?

Sie scheinen der Mann zu sein?
Die Frau scheint viel Liebe zu geben, ist aber Empathiefrei?? - Wie meinen Sie das???
Welche Kinder werden benachteiligt und wodurch?

Nach welchen Möglichkeiten suchen Sie bzw. was wünschen Sie sich?
 
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  • #4
In Konfliktsituationen versteht sie nicht, warum ich nicht alles genauso empfinde und bewerte wie sie und ich nicht selber Meinng bzgl. der Lösung des Problems bin, weil es zu meinen Ungunsten ist. Immer wenn etwas passiert, wobei sie sich unwohl fühlt, soll ich ihr entgegenkommen, egal, wie ich mich dabei fühle, z.B. wünscht sie "Schutzräume", d.h. wirklich physische, räumliche Bereiche, die ich nicht betreten, anfassen/berühren darf etc., z.B. ein spezieller "spiritueller" Raum in ihrem Haus, "ihr" (mein!) Stuhl in meiner Wohnung etc. Meine Kinder dürfen nicht mehr in meinem Bett in meiner Wohnung mit mir kuscheln und toben, weil es jetzt "unser" Beziehungsbett ist, indem wir natürlich auch Sex haben.

Es ist nicht so, dass ich ihr kein Verständnis für ihre Gefühle entgegenbringe. Ich respektiere ihre Bedürfnisse und nehme darauf Rücksicht, aber ich muss mich dafür einschränken und meine Bedürfnisse zurückstecken, aber sie versteht überhaupt nicht meine dann verletzten Bedürfnisse und resultierenden Gefühle. Ich versuche immer wieder mich zu erklären, aber sie kann es einfach nicht nachempfinden, sich in mich hineinversetzen, wie sich solches Zurückstecken für mich anfühlt/en muss.
 
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  • #5
Die Frage ist so überhaupt nicht zu verstehen!
Da ich aber sehr empathisch bin, versuche ich mal mich einzufühlen:

Unterstellen wir mal, dass beide Partner einander lieben, einer aber über wesentlich mehr Empathie verfügt, als der andere.

Der Partner mit mehr Empathie wird dem anderen in allen möglichen Situationen mehr entgegenkommen, da er sich so gut einfühlen kann. Der Partner mit wenig Empathie merkt gar nicht, dass der andere oft zurücksteckt. Der empathische Partner und läuft Gefahr, auf Dauer den Kürzeren zu ziehen/Nachteile in Kauf zu nehmen. Auf Dauer entsteht so Frust und die Liebe leidet.
 
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  • #6
Hoppla, ihr Verhalten klingt aber sehr schräg. Hat sie eine esoterische Ader?

Ich als Frau kann verstehen, dass jemand Freiräume braucht. Soweit ok. Hat sie früher die Erfahrung gemacht, dass sie jemand zu sehr dominieren wollte und meint jetzt, durch ihre Regeln gegensteuern zu können?

Die Sache mit dem Bett finde ich schräg. Zum Familienleben gehört doch alles dazu. Sex. Liebe. Kuscheln - mit dem Partner UND den Kindern! Du schreibst DEINE Kinder, es sind also nicht eure gemeinsamen.

Ich übersetze jetzt mal, was ich verstehe an ihrem Verhalten: Sie hat Angst, dominiert zu werden. Sie ist eifersüchtig auf deine Kinder, fühlt sich ggf. ausgeschlossen, und versucht so, ihren Anspruch an dich geltend zu machen. Einerseits will sie einen Freiraum, vielleicht, um dir trotzig klarzumachen, dass sie dich nicht braucht, im übertragenen Sinn. Wünscht sich vielleicht aber mehr Nähe von dir. Dazu würde dann andererseits die Betten-Geschichte passen: hier will sie die Hauptrolle spielen.

Ich könnte mir vorstellen, dass sie ein schwaches Selbstwertgefühl hat. Wenn sie schon argumentiert oder du das Gefühl hast, sie gibt mehr als sie zurück bekommt, dann scheint irgendwo bei euch ein Ungleichgewicht zu herrschen, sonst müsste man über sowas nicht sprechen.

Wo könnte sie sich subjektiv zurückgesetzt fühlen? Ich finde es gut, dass du versuchst, sie zu verstehen, ist nicht selbstverständlich für viele Männer. Aber ich denke, es ist weniger die Empathie, die ihr fehlt, sondern die Eigenwarnehmung und die Fähigkeit, dir auch zu vermitteln, was Sache ist. Sie versteckt sich vielmehr hinter solchen Auslöser-Themen. Hauptthema dürfte sein, dass sie sich nicht wertvoll genug fühlt. Auch, wenn das vielleicht nicht an dir liegt.
 
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  • #7
In Konfliktsituationen versteht sie nicht, warum ich nicht alles genauso empfinde und bewerte wie sie und ich nicht selber Meinng bzgl. der Lösung des Problems bin, weil es zu meinen Ungunsten ist. Immer wenn etwas passiert, wobei sie sich unwohl fühlt, soll ich ihr entgegenkommen, egal, wie ich mich dabei fühle,

Lieber FS, das würde mir mächtig auf den Geist gehen, manno ist das anstrengend mit dieser Frau. Ganz ehrlich, ich frage mich, warum solche abgedrehten Frauen immer einen netten Kerl abbekommen und ich dagegen unkompliziert bin, aber solche netten Männer nicht kennenlerne und dazu noch ein großes Kind habe.

Warum gehst du mit so einer Frau überhaupt eine Beziehung ein? Der Sex muss mit ihr aber gut sein....

Mit mir hättest du es viel einfacher, aber gut, ich stehe nicht auf Männer mit kleinen Kindern ,-).

w 48
 
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  • #8
Du musst sie aus der Rolle der Betroffenen herausholen. Spiele die Situation mit zwei Stofftieren nach, dann kann sie es verstehen, weil die Stofftiere und nicht ihr betroffen seid!
 
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  • #9
Wo könnte sie sich subjektiv zurückgesetzt fühlen? Ich finde es gut, dass du versuchst, sie zu verstehen, ist nicht selbstverständlich für viele Männer. Aber ich denke, es ist weniger die Empathie, die ihr fehlt, sondern die Eigenwarnehmung und die Fähigkeit, dir auch zu vermitteln, was Sache ist. Sie versteckt sich vielmehr hinter solchen Auslöser-Themen. Hauptthema dürfte sein, dass sie sich nicht wertvoll genug fühlt. Auch, wenn das vielleicht nicht an dir liegt.

Ich stimme dem zu, aber es gibt mir wieder zu denken, wenn die Frau tatsächlich so wenig selbstbewusst ist, dass bei dir FS ja irgendwas an ihr interessiert haben muss, dass du mit ihr eine Beziehung eingegangen bist.

Vielleicht solltest du dir das nächste Mal eine Frau als Freundin nehmen, die mehr Selbstbewusst ist, mit sich im reinem ist, wie wir Frauen gerne sagen, damit solche Verhaltensweisen und Konflikte nicht entstehen. Aber dann ist die Frau vielleicht für dich uninteressant bzw. du hast Schiss vor solchen Frauen, wie viele andere Männer halt ticken.

Verstehst du, was ich aussagen will?

w 48
 
  • #10
O-o, das klingt nur nach mangelnder Empathie, sondern nach einer ziemlich ausgewachsenen Klatsche.
Du darfst in ihrem Haus bestimmte Bereiche nicht betreten, Gegenstände nicht benutzen. Außerdem verbietet sie die, daß deine Kinder in deinem Bett mit dir kuscheln. Sie verfügt also über deinen innersten, intimsten Bereich und schließt dich außerdem aus bestimmten Bereichen ihres Lebens aus. Sie saugt sich in dein Leben rein ohne dir gleiches zu ermöglichen, ein recht einseitige Symbiose, wie ich finde.
Ich bin zwar auch eigen und mag es nicht, wenn jemand mein Handtuch oder meine Zahnbürste benutzt, aber Kinder wegzubeißen...
 
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  • #11
@5: wow, Du scheinst wirklich sehr nahe dran zu sein! Vielen Dank. Wäre über einen weiteren Austausch sehr dankbar.

Ja, sehr esoterische Ader! Dominanz durch Vorgänger kann sein, sagt sie mir aber nicht genau, sie kann sich nicht überall öffnen. Auch Vater war wohl dominant. Ja, viele viele Regeln, die ich für sinnlos halte, die ich trotzdem ihr zu Liebe zu berücksichtigen versuche. Ja, Patchwork von ihr und mir. Ja, sie gesteht Eifersucht auf Kinder ein. Ja, sie stellt Anspruch an mich. Sie will die erste Geige sein in meinem Leben.

Mich nicht braucht "im übertragenen Sinn"?

Ja, wünscht sich mehr Nähe, gebe ich ihr, so viel es geht. Habe meine Kinder 30% der Zeit, mindestens an den Schultagen bin ich mit den Kindern in anderer Stadt, 50 km. Das gefällt ihr nicht. Ich würde mich dann regelmäßig von ihr "trennen" und sie verhält sich beim nächsten Wiedersehen bei ihr auch so.

Bettengeschichte: sie geht sehr mit Freud und sieht die Kinder als Subjekte mit unbewussten Konkurrenzinteressen zu ihr.

Schwaches Selbstwertgefühl könnte passen. Wenn sie abends loszieht mit ihrer Freundin setzen sie sich immer an den markantesten Barplatz. Wenn ich das wiederum nicht mag, dass sie dann ständig von Typen angequatscht wird, sagt sie: Männer sind halt so, sie könne nix dafür. Gleichzeitig kann sie unheimlich viel, ist sehr intelligent, hat eine deutliche Führungsposition im Job, kriegt von mir viel Bewunderung und Bestätigung, aber wahrscheinlich reicht es nicht oder nicht überall.

Subjektiv zurückgesetzt? Keine wirkliche Ahnung. Die Probleme eskalierten als ich schnell die zweite Wohnung nehmen musste, weil die Mutter meiner Kinder den Umgang reduzierte und nur die Wognung dies stoppen konnte, und sie nicht darüber mitentscheiden konnte, mit dem Ergebnis nicht zufrieden war.

Was unterscheidest Du bei Empathie von "Eigenwahrnehmung und Vermittlungsfähigkeit"? Was heißt bei Dir "hinter Themen verstecken"? Welche Wertvollgefühle könnten fehlen und was kann man dagegen tun. Therapien aller Beteiligten sind denkbar.
 
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  • #12
Gibt es gute Bücher für Frauen, die sich nicht wertvoll genug fühlen? Das würde sie vielleicht lesen. Sie ist durchaus offen für solches.
 
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  • #13
Lieber FS,
ich versuche zu interpretieren was ich aus deiner Frage verstanden habe. Zunächst glaube ich, dass mangelnde Empathie im hohen Erwachsenenalter nicht mehr änderbar ist. Was deine Freundin in ihrer Kindheit nie vermittelt und vorgelebt bekommen hat, prägt heute ihre Persönlichkeitsstruktur.
Ich empfinde das Verhalten deiner Freundin sonderbar bis grotesk. Es zeugt von einem Macht- und Dominanzstreben über dich. Sie zieht Grenzen, völlig unrealistische, du darfst bestimmt Räume in ihrem Haus nicht betreten! Welche Heiligtümer befinden sich dort, die nur sie und sonst kein anderer Mensch berühren und betreten darf? Das erinnert mich an das Märchen Dornröschen, dem unter Strafandrohung untersagt wurde, eine bestimmte verschlossene Kammer zu betreten.
Sie hat sich einen Stuhl (am Tisch) in deinem Haus ausgesucht, auf dem kein anderer sitzen darf, denn es ist IHR Stuhl! Auch das gemeinsame Bett ist von ihr markiert worden: ihr Reich, ihre Intimsphäre fühlt sie verletzt, wenn dein Kind (während ihrer Abwesenheit) dort mit dir tobt und schmust. Derartiges Verhalten und Begehren ist infantil und egozentrisch und zeugt nicht von einem gesunden Selbstbewusstsein.
Es ist ein Machtspiel um Dominanz und Unterordnung, du sollst parieren wie ein Hund, erst dann fühlt sie sich dir überlegen, ohne dass sie einen Gedanken daran verschwendet was sie dir da eigentlich zumutet! Mit "Liebe" hat dieses Gebaren nichts zu tun! Ich denke, auf Dauer kann man mit einem emotional rücksichtslosen Menschen nicht friedlich existieren.
Vor geraumer Zeit habe ich mich von einem solchen Menschen getrennt, weil er nicht begreifen konnte welche Gefühle seine Zumutungen in mir immer heftiger auslösten.

Suche das Gespräch mit ihr, ruhig, sachlich und falls sich nichts ändert ziehe die Konsequenzen, bevor sie dich weiter dedrimiert.
 
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  • #14
@12: kann sein, dass Du Ähnliches erlebt hast und Dich schützen musstest und ich mich auch schützen muss. Ich passe auf. Aber es ist nicht "nicht Liebe". Das mag vielleicht nicht der richtige Weg sein, deswegen soll er sich ja auch ändern. Kann sein, dass es nicht mögluch ist.

@w, 48: wäre auch mit einer "pflegeleichten" Frau zufrieden, aber die müsste nicht nur die eine positive Eigenschaft haben, die Du genannt hast, sondern viele, die meine Liebe hat, die ich hier nicht aufgezählt habe. ;-)

Übrigens selbst wenn im Kern Mangel an Selbstwert herrschen sollte, wirjt sie äußerlich als sehr starke Frau, was ich sehr mag. Aber wenn das mit der Innenwelt nicht ganz übereinstimmt, kann das natürlich zu Problemen führen, weil man auf falschen Annahmen über sie mit ihr agiert.
 
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  • #15
Die #5: Du klingt reflektiert, im positiven Sinnen kontrolliert. Du weißt, was du willst, und bist trotzdem ein einfühlsamem Mann, der nicht nur neben seiner Frau herleben will, sondern MIT ihr. Kannst mit Gefühlen umgehen. So mein Eindruck.

Solche Männer werden dann auch gern von Frauen gewählt, die Halt und Stabilität im Leben über andere suchen. Die aber auch immer Angst haben, man könnte ihnen das Zepter aus der Hand nehmen. Viele Menschen reflektieren dann aber nicht, welche Anteile sie selber haben. Sie gehen durchs Leben, wiederholen immer wieder die gleichen Muster, wissen aber nicht, wo die Lösung liegt. Nämlich bei ihnen selbst. Dann überlegen sie sich Lösungen, die sie nicht selbst tangieren. In deinem Fall eben diese Regeln. Egal, wie die aussehen, sie haben alle einen Grund: sie versucht auf diese Art, ihrer offenbar vorhandenen Angst vor einem Kontrollverlust entgegen zu wirken. Sie setzt sich nicht mit sich auseinander, spiegelt aber ihre Probleme in dir. Deshalb dieses Nähe-Distanz Thema. Auf diese Art kann sie der Mittelpunkt sein, sich endlich wichtig fühlen, endlich stark sein. Denn dein Anteil ist ja, dass du versuchst, darauf einzugehen. Das gibt ihr den Halt, den sich sucht, aber nur vermeintlich. Denn egal, was du tust, wie du auf sie eingehst, die Angst, es könnte nicht reichen, hört bei ihr nie auf. Also immer neue Regeln, immer wieder der Versuch, wie weit sie gehen kann. Das ist wie bei einem Hundewelpen, der testet auch so lange, bis ihm der Alpha sagt, wo es langgeht.

Dein "Problem" ist, dass du ihr das Forum bietest, das auch auszuleben. Das meine ich keinesfalls als Kritik, aber wie gesagt, du bist ihr Spiegel. Auf diese Art versucht sie, dich um sie kreisen zu lassen. Das stärkt sie, aber dir raubt es langfristig Lebensenergie, und wenn du nicht stark bist, weißt du am Ende nicht mehr, was richtig und was falsch ist.

Wenn sie dir wichtig ist, wäre eine Therapie vielleicht ein Ansatz, ich fürchte aber, sie wird sich nicht so einbringen, wie es nötig wäre. Das setzt voraus, dass sie weiß, dass auch sie an sich arbeiten muss. Tut mir leid, wenn ich das so sage, aber meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass das Jahre deines Lebens kostet, wo du versucht, IHRE Probleme zu lösen. Aber immer, wenn du an den Casus Knacksus rührst, zieht sie sich zurück. Solche Menschen suchen sich dann lieber den nächsten, bei dem sie Welpe spielen können, weil ihnen die Kraft fehlt und das Verständnis, was der andere ihnen vermitteln will.

Irgendwo haben dann die vermeintlich starken Partner wie du und ich wiederum schwache Elemente, die sie solche Menschen überhaupt erst wählen lassen. Meine Anteile kenne ich, leider habe ich noch keinen echten Lösungsansatz für mich gefunden, weil mir auch die Konsequenz fehlt, den letzten Schritt zu gehen - nämlich, dass es nicht um Aufgeben ginge, wenn ich gehe, sondern um Eigenschutz.

Ich hoffe, du findest eine Lösung. Pass auf auf dich.
 
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  • #16
Die #5 nochmal mit einem anderen Aspekt, den du beschreibst: es ist einfacher, im Job die ganze Frau zu stehen. Das ist aber auch bei Männern oftmals so. Fachlich hoch-kompetent, aber mit massiven inneren Problemen.

Man schafft es einfach, den Menschen an der Pforte abzugeben, 8 Stunden den Profi rauszukehren, und das erfolgreich - denn im Berufsleben fragt selten jemand, wie es hinter der Fassade aussieht. Gerade dann, wenn man mit der beruflichen Anerkennung etwas kompensieren kann, ist man oft noch erfolgreicher. Das gibt einem wiederum Stärke. Leider verwechseln viele dann, dass die Anerkennung nichts mit ihrer Person, sondern nur mit ihrer Position zu tun hat. Und fallen dann umso tiefer, wenn sie das einmal lernen müssen.

All das bedingt sich und resultiert im gleichen Problem. Ich weiß, du willst kämpfen und bist noch nicht so weit wie ich. Aber mein Vorredner hat schon Recht - pass auf, dass du dich nicht aufarbeitest an der Sache. So hart das klingt.
 
  • #17
Ich denke mit Empatiefreiheit hat das nichts zu tun. Alles was du beschreibst klingt eher wie eine psychische Störung. Ein Kontrollzwang und tiefer liegende Ängste. Du scheinst zu ihr nicht durchzudringen und damit das du diese unsinnigen Regeln befolgst, sogar in deiner Wohnung, machst du die Situation nur schlimmer. Ich denke nicht, dass deine Freundin das alleine überwinden kann. Du hast nur die Chance ihr deutlich zu machen, dass weder ihr Verhalten noch die Regeln normal und nachvollziehbar sind. Ds scheinst du ohne Erfolg versucht zu haben. Entweder du nimmst sie wie sie ist, du bringst sie zu der Überzeugung das sie professionelle Hilfe braucht oder du trennst dich.
 
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  • #18
@14: Danke.

Du siehst es weiterhin völlig richtig bzw. so sehe ich es auch genauso und tatsächlich ist unsere Situation schon weiter eskaliert als hier dargestellt. Wenn es etwas zu retten gibt, dann muss man aber an die Ursache heran und die ist hier vereinfacht wiedergegeben und diskutiert. Ich betrachte die Zeit nicht als "verloren", dafür gibt es auch zu viel Großartiges. Aber leider reicht es dann wohl nicht für "immer".

Kontrolle ist ein ganz wichtiger Punkt. Im Zweifel fühlt sie sich nur sicher, wenn sie die Kontrolle an sich reißt und versteht nicht, dass ich das vielleicht mal dulde, aber nicht als Dauerzustand und stattdessen Klärung der sich wiederholenden Situationen einfordere, sodass die regelmäßigen Prozesse kooperativ ablaufen können.

Sie kriegt ihr Leben seit Jahren organisatorisch auch sehr gut und sehr "reichhaltig" allein hin und holt sich darüber viel für sich selbst, aber natürlich ist es schöner nicht allein und da wird es dann schwierig, weil die Erwartungen und der Umgang anders werden als in weniger engen Beziehungen, die sonst in ihrem Leben existieren und die reibungsloser verlaufen.

Genau beim Reflektieren hängt es schon mal. Ich habe mit ihr eine beidseitige Selbstreflexion versucht. Ich habe einen Konflikt ohne Bezug zu ihr erklärt, sie hat den Konflikt ausschließlich auf mich zurückgeführt. Da wird nicht wirklich auf sich selbst geschaut, schwierig.

Ja, die Regeln werden wohl bei jeder Bedürfnisverletzung spontan neu als "Lösung" kreiert und als "vernünftig/logisch/sinnvoll" hingestellt und da fehlt es, zu sehen, wie schräg sie mitunter tatsächlich sind.

Ja, mein Anteil ist, einzugehen und Zeit zu geben, aber dann daran zu ziehen und darüber zu reden und es wirklich zu lösen. Und da hängt es wieder. Wenn ich versuche, mich zu erläutern, gibt es kein Verstehen ihrerseits mehr. Wenn ich versuche, ihre Hintergründe zu verstehen, um ihr mögliche Lösungsalternativen aufzuzeigen, öffnet sie sich nicht wirklich und verweigert mitunter sogar regelrecht.

Gewisse Therapieversuche gab es schon, aber Du hast genau Recht. Sie bringt sich nicht öffnend und konstruktiv klärend ein, sondern völlig destruktiv. Die Anschuldigungen, Verdrehungen bis hin zu Lügen auf jeden Fall an den unanzweifelbaren Fakten vorbei, hauen mich dermaßen aus dem Sessel, dass ich danach oft erst einmal Abstand benötigte. Es war nicht lösungsorientiert, sondern schuldfragenorientiert.

Ich habe mir das "schwache" Element ihrer Seite nicht "gewählt". Im Gegenteil, sie wirkte stark und ich musste erst lernen und darauf Rücksicht nehmen, dass es auch das "schwache" gibt. Und nun dominiert es die Beziehung. Das will ich nicht.

Vielen Dank für diesen Austausch, er hilft mir, noch besser zu verstehen, was passiert und entsprechend besser damit umzugehen, die Grenzen zu erkennen und zu ziehen. Ich habe keine Sorge, die Grenze zwischen "richtig" und "falsch" zu verlieren.

Pass auch auf Dich auf! :)
 
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  • #19
@16: Danke, grob gesehen, hast Du ja Recht.
 
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  • #20
lieber fs,

die frau hat nicht nur ein problem.
was du schreibst, klingt nach zwanghafter und narzißtischer störung. die wahrnehmung ihrer interessen, so absonderlich die auch seien, ist, was sie interessiert. du interessierst dabei nicht.

das psychologisch aufzudröseln kann ganz interessant sein, bringt dich aber gar nicht weiter. du kannst ihre vergangenheit nicht ändern und da sie keinerlei einsicht zeigt, wird sie sich von sich aus auch nicht ändern.

folglich muss du dich fragen, ob du das so akzeptieren kannst - insbesondere den ausschluss deiner kinder vom kuscheln, denke ich musst du vom wohl der kinder und nicht der frage, was du persönlich noch akzeptierst, abhängig machen -

ich rate dir dringen, vorgaben wie "ihr" stuhl und dgl. zu ignorieren und ihr das zu sagen. dass sind verhaltensweisen, die durch eine schieflage in ihrer psyche zustande kommen und keinesfalls normal sind sind. wenn du dich darauf einlässt und mitmachst, wirst du teil eines kranken systems mit der auswirkung, dass du einerseits ihre macke mit am laufen hältst und andererseits auf normalität verzichtest. das kann und wird nicht gut gehen. ihre schrägen bedürfnisse werden zu deinem problem und da musst du die grenze ziehen. mache einfach nicht mit. das gibt stress und vermutlich bist du sie dann los, dann sei froh.

dir alles liebe

w 55
 
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  • #21
Es gibt zwei Persönlichkeitstypen: diejenigen, die Verantwortung grundsätzlich erstmal außerhalb ihrer selbst sehen, und diejenigen, die zuerst die Schuld bei sich selbst suchen. Was ich beschreibe, ist eine Tendenz. Diese ist bei Deiner Partnerin offenbar sehr ausgeprägt. Natürlich wird jeder Mensch im Laufe seines Lebens einen objektiven Blick dafür bekommen, wo er selbst in der Verantwortung steht, und wo die Verantwortung des anderen beginnt.
Eine derartige Blindheit für den anderen wie bei Deiner Partnerin trifft man häufig bei unverarbeiteten Beziehungs-Traumata an. Diese münden unbehandelt oft in einer Persönlichkeitsstörung. Hier findet man typischerweise wenig Einsicht, und Therapien sind langwierig bis erfolglos.

Wenn Du es nicht mehr aushältst, ist eine Trennung die einzige Lösung.
Tut mir leid, das so deutlich sagen zu müssen.
 
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  • #22
ich, weiblich, würde auf eine narzisstische persönlichkeit tippen. Warum? Zwei jahre Beziehung mit einem Mann, der paranoide narzisstische Züge vom Feinsten hatte, es war die Hölle!!!! Und ich bin kein junges unerfahrenes Mädchen, sondern eine gestandene Frau von 52 Jahren.
Lieber Fs, tu es dir und deinen Kindern nicht an!
 
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  • #23
Die Regeln, die Deine Freundin aufstellt, sind skurril und absolut nicht normal.
Wenn Du Dich auf diese Regeln einläßt, bist Du genau so verrückt wie sie !
Es ist Deine Wohnung, es sind Deine Stühle und es ist Dein Bett.
Es sind auch Deine Kinder.
Willst Du im Auftrag Deiner irren Freundin Deine eigenen Kinder verraten ?
Wenn Du Pech hast, werden die Kinder Dir das sehr lange übel nehmen.

Wenn Du weiter Ihr kranken Spiel mitspielst, machst Du Dich zum Affen.
Ihr hilft es nichts. Sie fühlt sich in ihrer verdrehten Welt bestätigt, das ist alles.
 
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  • #24
@19, 20: Danke, ist soweit klar. Das Problem ist ja nicht nur, dass ich sie so nehmen müsste, wie sie ist, sondern sie mich nicht so lässt wie ich bin. Und deswegen gibt es ja schon Stress. Besonders deutlich wird das Verhältnis, wenn man sich klar macht, welchen doppelten Maßstab sie anlegt. Es ist eine Riesenliste an Punkten, die sie von mir fordert, aber selbst nicht einhält und ihr habt Recht, dass es in Schieflage gerät, wenn man es zulässt. Weich aber zurückfedernd finde ich im Gegensatz zu knallhart generell richtig, aber auch das funktioniert bei ihr nicht.
 
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  • #25
Hier erkenne ich keine notwendige Kompatibilität, die in einer harmonischen Partnerschaft notwendig ist. Ich sehe für dich keine Chance für eine Zukunft mit ihr.
 
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  • #26
aber sie kann es einfach nicht nachempfinden, sich in mich hineinversetzen, wie sich solches Zurückstecken für mich anfühlt/en muss.

du hältst sehr viel auf Therapie und Gespräche, aber manches läßt sich nie und nimmer herbeireden

Meine Kinder dürfen nicht mehr in meinem Bett in meiner Wohnung mit mir kuscheln und toben, weil es jetzt "unser" Beziehungsbett ist, indem wir natürlich auch Sex haben.

Ich frage mich gerade, ob dir auffällt, wie du gerade Gefahr läufst deinen Kindern deine Liebe und Empathie zu entziehen, in dem du solche Übergriffe beginnst fein säuberlich in Worthülsen zu verpacken.

M48
 
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  • #27
Gibt es gute Bücher für Frauen, die sich nicht wertvoll genug fühlen? Das würde sie vielleicht lesen. Sie ist durchaus offen für solches.

Ja!

Liebe dich selbst und es ist egal wenn du heiratest....... leicht zu googlen

Der Titel ist etwas irritierend, finde ich jedenfalls, aber der Inhalt dafür sehr lehrreich, mir hat es in vielen Dingen die Augen geöffnet. Das Buch sollte Pflichtlektüre in der Ausbildung/Studium werden.

w 48
 
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  • #28
FS, nochmal die #5: bitte pass auf, dass sich nicht alles zu sehr um sie und ihre Befindlichkeiten dreht. Genau das will sie ja. Aber so wird es nicht besser werden, nachdem sie ja ihre eigenen Anteile nicht erkennen will oder kann.

Einer der lusten Psycho-Ratgeber wird da kaum helfen, ihr die Augen zu öffnen.

Aber DIR empfehle ich, dich einmal mit passiv-aggressiver Persönlichkeitsstörung zu befassen. Ich selber habe so einen Menschen auch schon hinter mir, mir hat damals ein Buch die Augen geöffnet, das aber leider für Frauen geschrieben ist, da dieses Thema offenbar eher umgekehrt thematisiert wird: "Warum Männer mauern" von Scott Wetzler. Mit etwas Abstraktionsvermögen kann man ja ignorieren, dass er von Männern schreibt, denn die Aussagen sind für beide Geschlechter zutreffend. Ich garantiere dir, du wirst dich und sie wiederfinden.

Es gibt dazu auch einen wunderbaren Blog einer bekannten deutschen Zeitung mit "A"... Schau mal im Internet, da gibt es hervorragende Erfahrungsberichte. Es geht ja darum zu sehen, was die Ursache sein könnte und dass du damit nicht allein stehst. So kannst du das Thema vielleicht eingrenzen.

Diese Art der Störungen ist sehr schwer therapierbar, das habe ich inzwischen gelernt, weil die Einsicht in den meisten Fällen nicht da ist. Lieber dreht man Tatsachen nach eigenem Gutdünken so zurecht, dass sie für einen selbst passen. Auf Kosten des Partners, der mehr und mehr anfängt, an sich selber zu zweifeln. Ich finde es wirklich interessant, deine Berichte zu lesen, weil eben die Geschlechter vertauscht sind.
 
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  • #29
@25: genau, Worthülsen sind ein Problem, dessen ich mir absolut bewusst bin, deswegen auch die vielen Anführungszeichen, die signalisieren, dass es ihre Worte/Zitate sind, nicht meine. Viele, teilweise Schlimmere, habe ich hier gar nicht genannt. Ich akzeptiere sie auch nicht, versuche ihr zu erklären, warum.

@26: richtig. Das sind die einzigen, maximalen Mittel, die zur Verfügung stehen, wenn man es Ernst meint. Sie können nicht alles, aber man kann sie ausreizen. Genauso wie alle medizinischen Mittel bei hoffnungslosem Krebs ausgereizt werden sollten, auch die psychischen und esoterischen, aber Garantien gibt es keine. Und jeder hat die Wahl, wann er aufgibt.
 
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  • #30
So wie ich es vermute und verstehe macht sie Dich zum Pantoffelhelden und traktiert Dich mit einem Nudelholz. Sinnbildlich. "Was kann man tun? Gibt es Möglichkeiten?"
Ich glaube, nichts. Früher oder später werdet ihr euch trennen. M 55J
 
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