• #1

Mangelnde Offenheit - was hat das zu bedeuten?

Hallo ihr Lieben!
Ich würde gern wissen, was der Begriff der Offenheit aus eurer Sicht bedeutet und welche Stellung er für euch in Partnerschaftsfragen einnimmt. Mir wurde ein Korb, mit einem einem für mich un- oder missverständlichem Inhalt, überreicht: ich wäre ihr nicht offen genug. Ich werde mir nicht klar darüber, wie das zu verstehen ist, denn tatsächlich sehe ich diese Eigenschaft eher auf ihrer denn meiner Seite, so sie in meiner Wahrnehmung in Vielem dem Schwarzweißen recht verhaftet ist. Das sei an dieser Stelle nicht abwertend gemeint - im Gegenteil. So kann es aber nicht gemeint gewesen sein. Was bliebe noch? Wir haben viel miteinander gesprochen und geschrieben, auch wenn ich mir manches Mal einen Punkt ihrerseits herbeisehnte, nicht aus Desinteresse heraus, sondern um etwas Zeit zu finden, Gesagtes zu verarbeiten. Verschlossenheit wird mir des öfteren attestiert aber ich sehe das irgendwie nicht. Was meint ihr?
 
  • #2
was der Begriff der Offenheit aus eurer Sicht bedeutet und welche Stellung er für euch in Partnerschaftsfragen einnimmt.
Je mehr Menschen man fragt umso mehr unterschiedliche Antworten wird man bekommen.

Offenheit wird in der Partnerschaft einen etwas anderen Charakter als in der Beziehungsanbahnung haben. Insbesondere wenn Offenheit vermisst wird.

In der Anbahnung geht es vielleicht darum wie authentisch man wirkt. Ob der Konterpart eher den Eindruck hat, dass man eine Rolle spielt und nicht seinen wahren Charakter offenbart.

Es kann aber auch bedeuten, dass man sich emotional nicht öffnet daher unzugänglich ist, was dazu führt, dass keine wirkliche Bindung entstehen kann.

In der Partnerschaft könnte Offenheit mit Ehrlichkeit, z.B. Probleme offen ansprechen, oder Begeisterungsfähigkeit, offen für neue Ideen und Anregungen sein, gleichgesetzt werden.

Im Fall einer Absage kann es aber auch eine von vielen möglichen Variablen, ohne tatsächlichen Bezug sein, die aus einen Strauss von nicht wirklich greifbaren Absagebegründungen gezogen wird.

Nicht greifbar ist diesbezüglich immer gut weil dies das Diskussionpotential minimiert, wenn der Abgesagte nicht locker lassen will.
 
  • #3
Offenheit bedeutet laut Duden: Aufgeschlossenheit; Bereitschaft, sich mit jemandem, etwas unvoreingenommen auseinanderzusetzen. Vielleicht bist Du verschlossen, kannst dich nicht auf eine Beziehung, auf diese Frau wirklich einlassen. Vielleicht meinte sie es in Bezug auf Sexualität, Zärtlichkeiten, Meinungsaustausch.Nur sie kann dir genau sagen, wie sie es gemeint hat.
 

Laleila

Cilia
  • #5
Naja, lieber Stoiker, wie offen Du bist, kann ich nicht beurteilen, ebensowenig, wie ich einzuschätzen vermag, in welchen der Bereiche ihr Offenheit wichtig und Deine zu gering war.

Auch für mich ist multidimensonale Offenheit sehr wichtig.
Das geht los bei Ehrlichkeit bis hin zur Transparenz, emotionale Offenheit, das offene kommunizieren von Gefühlen und Gedanken, geistige Offenheit, sich auf Perspektivwechsel und neue Erfahrungen einzulassen und natürlich Offenheit in Form von Transparenz. Auch sexuelle Offenheit ist mir wichtig. Für mich ist grundsätzlich alles okay, womit alle Beteiligten einverstanden sind. Mit persönlichen Abneigungen kann ich umgehen.mit Ressentiments möchte ich nicht umgehen.
 
  • #6
Aus meiner Sicht bedeutet Offenheit auch Ehrlichkeit. Ich erwarte dann eine ganze Wahrheit und nicht eine halbe Wahrheit. Bestimmte Eckdaten sind für mich gerade in der ersten Phase notwendig. Der Mann kann sich die Zeit nehmen um zu schauen was sich hinter meiner Fassade verbirgt, so wie ich mir auch die Zeit nehmen würde. Die Frau mit der du Kontakt hattest bevorzugt wohl eher ein gewisses Speed Dating und ist vielleicht nicht so wählerisch. Eventuell ist sie auch eher oberflächlich und plappert unentwegt um nicht langweilig rüber zu kommen. Sie ist einfach nicht der Typ Frau gewesen die auf Dauer zu dir gepasst hätte.
 
  • #7
In der Anbahnung geht es vielleicht darum wie authentisch man wirkt. Ob der Konterpart eher den Eindruck hat, dass man eine Rolle spielt und nicht seinen wahren Charakter offenbart.
Das ist eine interessante Sicht und passt zum Vorwurf der Verschlossenheit bzw. der Anregung mehr aus mir herauszukommen, wovon ich bisher noch keine richtige Vorstellung habe.
Es kann aber auch bedeuten, dass man sich emotional nicht öffnet daher unzugänglich ist, was dazu führt, dass keine wirkliche Bindung entstehen kann.
Das sah ich wieder viel mehr bei ihr - wohl auch weil sie sehr schlechte Erfahrungen im Dating gemacht hatte und deswegen auch mir gegenüber etwas distanziert wirkte. Aus diesem Grund habe ich es dann auch dabei belassen und den Kontakt freundlich aber zügig beendet.
Nicht greifbar ist diesbezüglich immer gut weil dies das Diskussionpotential minimiert, wenn der Abgesagte nicht locker lassen will.
Wäre bei ihr durchaus denkbar, aufgrund ihrer Datingvergangenheit, andererseits schien sie mir während des Kennenlernens immer sehr direkt und geradeaus.
Vielleicht bist Du verschlossen, kannst dich nicht auf eine Beziehung, auf diese Frau wirklich einlassen. Vielleicht meinte sie es in Bezug auf Sexualität, Zärtlichkeiten
Würde ich für mich erst einmal nicht so beantworten…
Das hingegen schon viel eher: ich vertrete in vielen Themen, im Gegensatz zur ihr, keine klaren Standpunkte, ergreife zudem ungern Partei
 
  • #8
Verschlossenheit wird mir des öfteren attestiert aber ich sehe das irgendwie nicht. Was meint ihr?
Also ich sehe es jetzt aktuell auch nicht.
Dein Beitrag liest sich jedenfalls offen.

Solche Begründungen als Korb müssen nicht immer auch der Grund sein. Ich würde das nicht all zu stark überbewerten.
Ging dieser Begründung die Frage voraus, woran es lag? Womöglich hat sie sich das dann mal eben einfallen lassen, statt einem "es passt einfach nicht". Manchmal kann man als Korbgeber auch selbst kaum verifizieren, weshalb es denn nicht passt.

Oder es gab irgendeine Situation wo sie dachte "Da hätte ich mir jetzt mehr Offenheit gewünscht" Mimimimimi
Zum Beispiel in Bezug auf Gespräche über die Exfreundin usw. usf. Das ist dann eher im etwas schrägen Weltbild der anderen Person verhaftet, anstatt dass du nicht offen genug wärst.
Du bist ja nicht verpflichtet, sofort alles von dir preis zu geben. Wenn du über ein Thema nicht genauer reden willst, dann ist das eben so. Die passende Partnerin akzeptiert das.

Du lässt dir lieber Zeit, andere erwarten eventuell jemanden der eine Show abzieht und quasselt wie ein Wasserfall, weil sie es so gewohnt waren in der Vergangenheit. Während sie mit einem ruhigeren und überlegteren Charakter nicht klar kommen.

Wird dir wirklich "des Öfteren" Verschlossenheit attestiert?
Bist du dir da sicher? Oder sind das Einzelmeinungen und dagegen gibt es auch einige Menschen, die das völlig anders einschätzen?

Nicht jeder, der dich kritisiert, hat auch Recht.
 
  • #9
Verschlossenheit wird mir des öfteren attestiert aber ich sehe das irgendwie nicht. Was meint ihr?
Tja, was soll man dazu sagen - alle haben Unrecht, nur Du nicht. Alle schätzen Dich falsch ein und das müsste Dir sagen: wahrscheinlich schätzt Du Dich falsch ein.
Da würde ich aber meine Sicht der Dinge hinterfragen, denn es liegt nahe, dass Du Dich irrst.
Ursache der eigenen Fehleinschätzung kann sein, dass Du früher noch viel verschlossener warst und somit den heutiigen Stand anders siehst. Referenz bist aber nicht Du früher, sondern andere heute.

Verschlossenheit wurde mir mein Leben lang von vielen Seiten attestiert und nur von ganz wenigen Menschen überhaupt nicht. Was soll ich Dir sagen? Beide haben recht:
- den einen (der Mehrheit) gegenüber bin ich sehr verschlossen, weil ich ihnen nicht vertraue
- den anderen (sehr wenigen) gegenüber bin ich relativ offen, weil ich ihnen vertraue.

Es wäre also hilfreich, wenn Du Deine Fähigkeit zur Selbstkritik etwas ausbauen würdest.

ich wäre ihr nicht offen genug. Ich werde mir nicht klar darüber, wie das zu verstehen ist, denn tatsächlich sehe ich diese Eigenschaft eher auf ihrer denn meiner Seite
siehe oben: sie irrt Deiner Meinung nach, obwohl sie Dir das Gleiche zurückmeldet wie auch andere schon.
Obendrauf kommt noch, dass Du bei ihr siehst, was sie Dir als Korbgrund nennt.

Ich kann mir bedingt vorstellen, dass Du Recht hast, dass sie sich Dir gegenüber ebenfalls nicht öffnen kann, weil Du verschlossen bist - Wechselwirkung.
Da kann man nichts machen, denn so wird das nie was.

Solange Du Dein Problem nicht siehst, kannst Du es nicht lösen.

So kann es aber nicht gemeint gewesen sein. Was bliebe noch?
Kann Dir keiner sagen. Keiner kennt Dich, keiner hat Dich in Interaktion mit ihr erlebt. Die einzige, die es konkretisieren kann ist sie.

Das nachträgliche Analysieren und Ruminterpretieren bringt eh nichts.
Einzig übrig und fassbar ist, dass andere Menschen Dich als verschlossen wahrnehmen.

was der Begriff der Offenheit aus eurer Sicht bedeutet und welche Stellung er für euch in Partnerschaftsfragen einnimmt.
Obwohl ich vom Typ her ein verschlossener Mensch bin, ist mir Offenheit in einer Partnerschaft sehr wichtig: dem anderen alles sagen zu können, was für uns relevant ist und auch von ihm alles gesagt bekommen.
Nur das ergibt eine gute Partnerschaft.
 
  • #10
Verschlossenheit wird mir des öfteren attestiert aber ich sehe das irgendwie nicht. Was meint ihr?
Es ist üblich und ganz typisch, dass inkompatible Gefühlswelten und Charaktereigenschaften zweier Menschen, nicht gerne gesehen werden wollen, es passt nicht! Das ist genau mein Spezialthema, es geht dabei ausschluließlich um reine Gefühle! Nicht offene Menschen geben nur das Allernötigste von sich preis, was sie eben preisgeben möchten, sie sind für mehr blockiert! Es geht wieder einmal um Defizite der berühmten "S" Werte, inkl. um die Ehrlichkeit, um die Aufrichtigkeit und um die Authentizität! Um sich anderen Menschen öffnen zu können, braucht man genügend Selbst-Werte, also "S" Werte. Es benötigt: sehr viel Vertrauen, Selbstliebe gutes Selbstwertgefühl usw. Liegt da ein Mangel, also Defizite vor z.B., durch negative Erfahrungen in der Kindheit, in der Jugend und auch danach bis heute, wird es so sein, dass man sich nicht mehr gern Menschen öffnet, um sich so vor weiteren Enttäuschungen und Verletzungen zu schützen. Offen sein, heißt für mich, ehrlich sein. An deiner Stelle hätte ich sie z. B. direkt gefragt, wie sie das konkret meint, dass ich nicht offen bin? Ein Buch z.B. kann man nur dann lesen, weil es offen ist, ein verschlossenes Buch hingegen, kann man nicht lesen, lediglich einwenig vom Bildumschlag einschätzen, was vielleicht darin stehen könnte. Zu Jemanden offen sein, heißt für mich also im Klartext: Dass man sich einem Menschen anvertrauen kann, zu dem man ein gutes Verhältnis hat und diesem Menschen fast alles sagen oder schreiben kann, bei einem guten Gefühl.
 
  • #11
Der gleiche Vorwurf wurde mir öfter gemacht, auch zu Recht. Die Vorwerfenden (ua mein Ex) erklärten mir auch genauer, was sie mit "du bist so verschlossen" und "ich wünsche mir mehr Offenheit" meinten.

Generell meine Introversion, was nun mal ein Persönlichkeitsmerkmal ist, das ich nicht ändern kann. Ich rede nicht viel und nicht gerne und ziehe mich gerne zurück, brauche viel Zeit für mich alleine.

Im Speziellen gemeint war jedoch stets meine Neigung zum Schweigen bei Problemen. Ich mache viel mit mir selbst aus, so dass mein Gegenüber im Unklaren darüber bleibt, was ich denke und was mich ärgert, so dass es dadurch zu Kommunikationsproblemen, Missverständnissen und schwelenden Konflikten kommt. Daran arbeite ich, aber es ist noch nicht wirklich besser.

Ist es bei dir ähnlich? Machst du auch nicht oder zu spät den Mund auf?

W37
 
  • #12
An deiner Stelle hätte ich sie z. B. direkt gefragt, wie sie das konkret meint, dass ich nicht offen bin?
Das bringt meiner Meinung nach nichts. Das ist doch das gleiche wenn man nach dem Trennungsgrund fragt. Meistens ist es doch so, dass man keine vernünftige und vor allem kein ehrliche Antwort bekommt. Gut sie waren in dem Fall noch nicht zusammen. Auch hier wird man in den meisten Fällen keine konkrete Antwort bekommen.
 
  • #13
Je älter ich wurde bei meinen früheren Dates, desto genauer wollte ich mein Gegenüber einschätzen.

Natürlich muss eine alte Beziehung nicht ausgeweidet werden, ich will ja keine Erörterung. Aber wenn ich viele Eckdaten erfahre fühle ich mich dem Gegenüber näher als jemandem, der seine komplette Vergangenheit unter Verschluss hält. Wie soll das mal in einer Beziehung werden? Nur bisschen von der Arbeit erzählt und das reicht? Mitnichten....

Jede Anbahnung, die innerhalb weniger Monate, egal welcherseits, beendet wurde muss für mich auch nicht weiter beachtet werden. Ich will schnell viel kennenlernen, um dann eine Verbindung aufzubauen- oder eben nicht.
 
  • #14
Das bringt meiner Meinung nach nichts. Das ist doch das gleiche wenn man nach dem Trennungsgrund fragt.
Ernsthafter Widerspruch! Doch bringt sogar sehr viel, möchte das erklären! Wer mir was unterstellt oder destruktiv kritisiert, der muss bei mir mit adäquaten Konter-Gegenfragen rechnen. Wir werden allgemein und überall genug täglich belogen, wer mich belügen möchte, der kann es gerne tun, denn der macht das sowieso und kriegt das alles irgendwann einmal selbst um die Ohren geschlagen!
Die weitaus wichtigere Frage ist doch, ob ich persönlich das bemerke und entsprechend mutig nachhake und sofort reagiere!
Meistens ist es doch so, dass man keine vernünftige und vor allem kein ehrliche Antwort bekommt. Gut sie waren in dem Fall noch nicht zusammen. Auch hier wird man in den meisten Fällen keine konkrete Antwort bekommen.
Zusammen sein oder noch nicht zusamnen sein, hat doch nichts mit offen sein zu tun, entweder man ist offen oder man ist nicht offen, das hat ausschliesslich mit gefüllten und gefühlten "S" Werte, mit Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und mit Authentizität zu tun!
 
  • #15
Dein nickname spricht Bände: „…beschreibt Menschen, die sich durch nichts aus der Ruhe bringen lassen, stets beherrscht und weitestgehend frei von emotionalen Schwankungen sind.“
Wenn das auf dich zutreffen sollte, kann ich ihre Aussage nachvollziehen. Vielleicht hat sie sich von dir mehr Emotionen, Begeisterungsfähigkeit und weniger Gelassenheit in der Datingphase erhofft.
w/55
 
  • #16
Verschlossenheit wird mir des öfteren attestiert aber ich sehe das irgendwie nicht. Was meint ihr?

Dein Name lässt mir erahnen, dass Du vielleicht emotional deutlich flacher atmest wie andere. Vielleicht ist es das, was sie und andere Dir vorhalten?

Ich würde weitgehend bei @Ejscheff bleiben. Er schreibt von Authenzität. Das ist vielleicht das, was im Kontakt mit Dir fehlt. Man hat das Gefühl, dass Du nicht offen bist, nicht aufmachst, Dich nicht traust, Dich versteckst. So würde ich es mir vorstellen.

Ich habe vor ca. 3 Jahren zwei Menschen fast parallel kennengelernt, die beide auf mich von Anfang an nicht authentisch gewirkt haben. Beide agieren manipulativ, mauern, (müssen) lügen, sich verstecken, weil beide - so unterschidelich sie auch sind - nicht das Selbstvertrauen haben, sich so zu zeigen, wie sie wirklich sind. Und das spürt man einfach. Das verunsichert, weil man nicht weiß was das ist. Und dann beendet man in der Anbahnungsphase den Kontakt, weil es sich nicht gut anfühlt. Immer irgendwas (nicht greifbares) fehlt.

Und da gebe ich dem @INSPIRATIONMASTER in seinem Beitrag Recht

Es geht wieder einmal um Defizite der berühmten "S" Werte, inkl. um die Ehrlichkeit, um die Aufrichtigkeit und um die Authentizität! Um sich anderen Menschen öffnen zu können, braucht man genügend Selbst-Werte, also "S" Werte. Es benötigt: sehr viel Vertrauen, Selbstliebe gutes Selbstwertgefühl usw. Liegt da ein Mangel, also Defizite vor z.B., durch negative Erfahrungen in der Kindheit, in der Jugend und auch danach bis heute, wird es so sein, dass man sich nicht mehr gern Menschen öffnet, um sich so vor weiteren Enttäuschungen und Verletzungen zu schützen.

Und das könnte der Punkt sein, der Dritte im Kontakt mit Dir verwirrt.

Könnte, hätte. Wenn und aber. :cool:
 
  • #18
Hallo ihr Lieben!
Ich würde gern wissen, was der Begriff der Offenheit aus eurer Sicht bedeutet
Für mich bedeutet es, dass jemand sagt was er denkt. Mit unter auch dann, wenn es unbequem für mich wird. Das ich nicht erst mühsam eine Schale knacken muss. Das ich mich nicht an einer Fassade abarbeiten muss. Ich mag Menschen die authentisch sie selber sind. Menschen die gerne über sich und ihr Leben erzählen und mit denen ich schnell auf ein tiefes Niveau in der Kommunikation gerate. Menschen die sehr kontrolliert sind, jedes Wort abwägen, möglichst wenig von sich Preis geben, sind mir zu anstrengend.
und welche Stellung er für euch in Partnerschaftsfragen einnimmt.
Ganz oben auf der Liste.
Mir wurde ein Korb, mit einem einem für mich un- oder missverständlichem Inhalt, überreicht: ich wäre ihr nicht offen genug. Ich werde mir nicht klar darüber, wie das zu verstehen ist, denn tatsächlich sehe ich diese Eigenschaft eher auf ihrer denn meiner Seite,
Das ist das Spiegelprinzip. Das was man am anderen zu erkennen glaubt, hat oft mehr mit einem selber zu tun als einem lieb ist.
Wir haben viel miteinander gesprochen und geschrieben, auch wenn ich mir manches Mal einen Punkt ihrerseits herbeisehnte, nicht aus Desinteresse heraus, sondern um etwas Zeit zu finden, Gesagtes zu verarbeiten.
Da liegt möglicherweise das Problem. Sie hatte ein höheres Sendungsbedürfnis als du. Du musst alles bedenken, hast nicht aus dem Bauch heraus reagiert und kommuniziert. Dieses unspontane ist mir bei zu kontrollierten Menschen auch immer "unheimlich".
Es sorgt bei mir für ein Gefühl, auf dem Verhöhrstuhl zu sitzen. Informationen werden verarbeitet und dann innerlich "archiviert", ohne Gedanken und Emotionen direkt zu teilen.
Verschlossenheit wird mir des öfteren attestiert aber ich sehe das irgendwie nicht.
Wenn dir das öfter begegnet, solltest du die Menschen fragen, die dir wirklich nahe sind. Vielleicht brauchst du wirklich länger Informationen zu verarbeiten? Dann lässt sich das nicht ändern.
Es verhindert aber eine spontane Kommunikation, die mir persönlich sehr wichtig ist. Solltest du gesagtes sezieren, würde ich mich fragen warum und ob das immer notwendig ist. Bist du jemand, der über sich Dinge teilt und frei erzählt oder hast du immer Sorge, was du preisgeben kannst und willst?
 
  • #19
Wenn du eher verschlossen bist , dann ist das so. Verschlossenen Menschen öffnen sich nicht beim ersten Date, müssen sie auch nicht . Denn eigentlich trifft man dort auf wildfremde Menschen , eine Verbindung und Vertrauen kann es noch nicht geben . Mir wurde schon oft vorgeworfen ich sei zu offen. Ich habe erkannt dass Offenheit auch manchmal zu wenig Schutz bedeutet und Mauern auch einen Sinn haben . Daher habe ich mich verändert , aber nicht weil meine Art manchen Menschen nicht gefallen hat . Einen Mann, der mir auch nach Monaten nichts anvertraut würde ich nicht wollen, denn dann würde mir die Nähe fehlen . Letztendlich muss es zwischen zwei Menschen passen , dass jeder den anderen so frei leben lässt wie es seiner Persönlichkeit entspricht . Daher ist es eigentlich gut , wenn die Frau gemerkt hat , dass deine Art nicht zu ihrer passt . Ändern würde ich mich nicht aber mich erklären beispielsweise dass man Zeit braucht bevor man sich öffnet . So denkt die Frau nicht dass es an ihr liegt .
 
  • #20
Das hingegen schon viel eher: ich vertrete in vielen Themen, im Gegensatz zur ihr, keine klaren Standpunkte, ergreife zudem ungern Partei
Hm 🤔, es kann sein, dass sie es anders interpretiert hat. Vielleicht dachte sie, dass du sehr wohl eine Meinung zu den Themen hast aber diese, warum auch immer, nicht preis geben möchtest und das hat sie als Verschlossenheit wahrgenommen. Ich weiß allerdings nicht was besser ist? Keine Meinung über die Themen zu haben, ist auch nicht so sexy. Eher eine Art Upper Class Mentalität. Das ist aber nur meine Meinung 🤷🏻‍♀️.
 
  • #21
Offenheit heißt für mich, dass über alles geredet wird. Es gibt kein Thema, worüber man nicht reden will. Das fängt von Blähungen an bis über Impotenz oder Schulden oder was man so erlebt hat, aber auch über Bedürfnisse, Ängste, Traumas und Sex, um den anderen verstehen zu können. Man will schließlich eine gemeinsame Zukunft aufbauen und da liegt ein riesen Berg Arbeit vor einem.

Ohne Offenheit wird es bei mir gar nicht zu mehr als 5 Gesprächen kommen, denn ich merke doch, ob jemand meine Fragen beantwortet oder ob er ausweicht.

Verschlossenheit wird mir des öfteren attestiert aber ich sehe das irgendwie nicht.

Mangelnde Offenheit heißt für mich, der Gegenüber spricht nur nebulös über sich und seine wahren Intensionen oder auch Erfahrungen. Viele Dinge werden im Geheimen gehalten, um sich Vorteile zu verschaffen oder mich im Nebel zu lassen.
 
  • #22
Ich würde auch denken, dass du beim Date einfach verschlossen gewirkt hast und je nachdem, wie der andere so drauf ist, kann ihn das sehr stören oder eben eher nicht.
Offenheit in der Beziehung würde ich auch anders interpretieren, eher Richtung Ehrlichkeit; Offenheit beim Dating ist wohl eher eine offene Art, Körperhaltung, Interesse am Gegenüber und offenes Reden über das, was dich bewegt, was du denkst und fühlst. Für mich wäre es auch ein Grund, das Kennenlernen abzubrechen, wenn der andere sehr verschlossen ist. Wenn das schon mehrere Menschen angemerkt haben, wird wohl was dran sein, auch wenn du das nicht glauben magst. Dann wirkst du auf jeden Fall so.
Generell meine Introversion, was nun mal ein Persönlichkeitsmerkmal ist, das ich nicht ändern kann. Ich rede nicht viel und nicht gerne und ziehe mich gerne zurück, brauche viel Zeit für mich alleine.
Mmh, ich bin ja auch introvertiert, aber ich hätte das nie damit in Verbindung gebracht. Introversion hat ja nicht direkt was mit verschlossen sein zu tun? Jedenfalls nach den Büchern, die ich dazu gelesen habe? Introversion bedeutet ja nur, dass man viel Zeit für sich braucht, Gruppen meidet, Smalltalk meidet, Infos anders verarbeitet, also mehr in sich reinschaut und nachdenkt; aber nicht, dass man alles mit sich selbst ausmacht oder über seine Gedanken und Gefühle nicht redet. Ich treffe mich ja am liebsten nur mit einer anderen Person, um dann aber tiefschürfend zu reden. Das muss nicht viel reden sein, aber durchaus offen. Im Dating-Prozess kann natürlich Introversion als Verschlossenheit eher ausgelegt werden, wenn man mehr Zeit zum "erwärmen" benötigt, um mit dem anderen offen reden zu können - das geht mir aber z.B. gar nicht so. Bin ich mit dem anderen "in Schwingung", habe ich kein Problem, sofort sehr persönliche Dinge zu besprechen, dabei bin ich auf dem extra-intro-Spektrum schon sehr weit intro.
Vielleicht hat es bei ihr aber auch einfach nicht gefunkt und sie hat nach einem Grund gesucht, um dir das zu erklären und du interpretierst da jetzt zu viel rein?
Das hingegen schon viel eher: ich vertrete in vielen Themen, im Gegensatz zur ihr, keine klaren Standpunkte, ergreife zudem ungern Partei
Wäre für mich gar nichts; dann hätte ich das Gefühl, der andere 1) verschweigt mir seine echten Gedanken, will sich bedeckt halten --> eben nicht offen oder 2) er hat wirklich keine eigene Meinung zu vielen, ist also so ein Wischiwaschi-Typ, der keinen eigenen klaren Kurs kennt. Würde auf mich also auch negativ wirken, allerdings bin ich sehr meinungsstark bei vielen Dingen und liebe Diskussionen.
w, 38
 
  • #23
Für mich bedeutet es, dass jemand sagt was er denkt. Mit unter auch dann, wenn es unbequem für mich wird.
Stimme deinem gesamten Beitrag ohne Einschränkung voll zu! 👍 Unnahbare Menschen tragen in sich ganz tief die Ursache für dieses Phenomen, meist ohne es selbst sich dessen bewusst zu sein, weil es ihnen niemand sagt! Die Frage also lautet: warum verhält sich ein Solcher so? Es kann dafür verschiedene Gründe geben, warum ein Mensch eine unnahbare Ausstrahlung an den Tag legt. Seine Distanziertheit kann häufig eine Reaktion auf aktuelle Lebensumstände sein. Und/oder hat noch mit vergangenen Enttäuschungen und Verletzungen zu schlucken und nicht abgeschlossen, oder ist beispielsweise gerade frisch getrennt und daher nicht offen für eine Begegnung und mehr!
Wenn du eher verschlossen bist , dann ist das so. Verschlossenen Menschen öffnen sich nicht beim ersten Date, müssen sie auch nicht
Die Anfängen sind entscheidend, so wie man startet, so liegt man im Rennen. Wer schon zu Beginn nicht offen ist, wird es auch nicht beim 2. oder 3. Date sein können! Ein solcher Mensch hat Probleme mit sich, mit seinen enttäuschten und verletzten Gefühle, darüber zu sprechen! Das nennt man Alexithymie! Alexithymie bedeutet übersetzt: keine Worte für Gefühle zu haben. Das heißt, solche Menschen haben Probleme, ihre Emotionen differenziert wahrzunehmen und in eigenen Worte zu fassen. Menschen mit dieser Belastung, spüren zwar ihre angezogene Handbremse, können sich jedoch selbst dabei nicht helfen, sie stehen sich selbst im Wege. Da gab es in der Vergangenheit itgend etwas Großes, wo das Selbstvertrauen zerstört wurde, um nicht mehr fähig zu sein, anderen Menschen zu vertrauen. Eine kompetente, fremde Hilfe sollte hier in Anspruch genommen werden, um dabei zu helfen, diese Probleme als Blockade zu bearbeiten und aufzulösen, damit diese Fähigkeit zu Vertrauen wieder zu erlangen, so dass derjenige wieder offen sein kann, keine einfache Sache, jedoch machbar!
 
  • #24
Mmh, ich bin ja auch introvertiert, aber ich hätte das nie damit in Verbindung gebracht. Introversion hat ja nicht direkt was mit verschlossen sein zu tun?
Mein Ex zumindest hat mir direkt vorgeworfen, er habe noch nie Jemand so introvertiertes getroffen wie mich und er wolle wissen, was in meinem Kopf bloß vorgeht. Vielleicht hat er auch Introversion und Verschlossenheit verwechselt?

Ich neige stark zum Tagträumen und versinke oft dermaßen in Gedanken, dass ich gar nicht merke, wenn ich Löcher in die Luft starrend länger nichts gesagt habe und mein Gegenüber nicht an den Gedanken habe Teil haben lassen, denen ich gerade so nachhänge.

Das passiert niemals in intensiven Zweiergesprächen - die liebe ich! Wenn ich mich mit Jemandem unterhalte, bin ich offen und intensiv dabei. Sondern so im Alltag wenn gerade kein Gespräch stattfindet (zB sitze ich nachdenkend auf dem Sofa rum, das wirkt komisch auf Jemanden, der sich auch gerade im Raum aufhält) oder in größeren Gruppen. Da klinke ich mich oft aus. Das ist nie böse gemeint und auch kein bewusster Akt, kommt aber nicht gut an, da schweigsam und abwesend in dem Moment, in dem ich tagträumend meinen Gedanken nachhänge. Versuche ich das zu unterbinden, platzt mir irgendwann der Schädel. Ich brauche diesen innerlichen Rückzug wenn gerade kein äußerlicher (eine Zeit alleine sein) möglich ist. Das ist dann der Aspekt, der so verschlossen an mir rüberkommt.

Das ist aber eher ein Problem in Beziehungen, nicht beim Dating, da führe ich ja ein intensives Gespräch. Passt also wohl nicht zu @Stoiker s Situation.

W37
 
  • #25
Mein Ex zumindest hat mir direkt vorgeworfen, er habe noch nie Jemand so introvertiertes getroffen wie mich und er wolle wissen, was in meinem Kopf bloß vorgeht. Vielleicht hat er auch Introversion und Verschlossenheit verwechselt?
Ach; ich würde jemanden, der tagträumt, nie als verschlossen wahrnehmen :D Verschlossen ist für mich wirklich nur jemand, der nicht darüber reden möchte, was in ihm vorgeht. Dann war der einfach blöd :D Gut, dass es der Ex ist.
 
  • #26
Nehmt bitte meinen Nickname nicht allzu ernst ;-)
Viele interessante Beiträge von euch, die mir etwas Klarheit verschaffen.
Ging dieser Begründung die Frage voraus, woran es lag?
Nein, wir haben uns verabredet und es hat, auch in meinen Augen, nicht gefunkt. Ich fand es toll von ihr, dass sie sich nicht wortlos verabschiedet sondern klar gesagt hat, dass ich ihr nicht passe. Deswegen, und vor dem Hintergrund ihrer schlechten Erfahrung mit aufdringlichen Männern hab ich nicht weiter nachgebohrt.
Vielleicht hast du viel geschwiegen, wenig von dir erzählt, wenig gelacht und gelächelt, keine Icebreaker eingebaut, warst nicht locker genug etc.
Ich war sehr entspannt aber am Schweigen ist was dran: Der Kommunikationsstil hat wohl nicht gepasst. Sie konnte viel und lang reden, womit ich per se kein Problem habe. Wenn ich nun aber über mich etwas erzählen sollte, und dazu brauche ich Zeit, fühlte ich mich von ihr (ungewollt) etwas abgewürgt. Ich kam nicht richtig zum Zug mich mitzuteilen.
Im Speziellen gemeint war jedoch stets meine Neigung zum Schweigen bei Problemen.
Ja, das ist eine absolute Baustelle bei mir. Gerade wenn mich etwas stört, dann teile ich mich sehr ungern mit. Ich dachte lange, dass dies eine gute Eigenschaft ist (da scheinbar konfliktarm) aber dem ist natürlich nicht so. Das hat sie bestimmt gerochen. Der Punkt ist, dass mir momentan etwas die Gelegenheit fehlt daran zu arbeiten, da es im einzelgängerischen Alltag selten auftaucht.
Es wäre also hilfreich, wenn Du Deine Fähigkeit zur Selbstkritik etwas ausbauen würdest.
Welche Möglichkeiten gibt es gute Selbstkritik zu üben?

Ach; ich würde jemanden, der tagträumt, nie als verschlossen wahrnehmen :D Verschlossen ist für mich wirklich nur jemand, der nicht darüber reden möchte, was in ihm vorgeht. Dann war der einfach blöd :D Gut, dass es der Ex ist.
Nun es ist keineswegs so, dass ich nicht darüber reden will, was in mir vorgeht - allerdings neige ich wirklich dazu mir die Würmer aus der Nase ziehen zu lassen. Wie kommt man davon weg? Denn meine, offensichtlich falsche, Selbstwahrnehmung war beim Date, dass ich ein offenes Buch sein müsste.
 
  • #27
Wäre für mich gar nichts; dann hätte ich das Gefühl, der andere 1) verschweigt mir seine echten Gedanken, will sich bedeckt halten --> eben nicht offen oder 2) er hat wirklich keine eigene Meinung zu vielen, ist also so ein Wischiwaschi-Typ, der keinen eigenen klaren Kurs kennt. Würde auf mich also auch negativ wirken, allerdings bin ich sehr meinungsstark bei vielen Dingen und liebe Diskussionen.
Ich glaube, dass du einige Ähnlichkeiten zu der betreffenden Frau hast. Sie weiß was sie will, kann das klar ausdrücken handelt sehr zielgerichtet und verfügt über ein festes Wertesystem. Demgegenüber bin ich wirklich „Wischiwaschi“ - ohne Frage. Meine Lieblingsantwort (etwas überspitzt): Es ist kompliziert. Ist das nicht eine typisch weibliche Eigenschaft? Ich spreche sehr ungern bestimmt sondern viel lieber fragend. Ob sich Gegensätze wohl doch nicht anziehen?
 
  • #28
Nun es ist keineswegs so, dass ich nicht darüber reden will, was in mir vorgeht - allerdings neige ich wirklich dazu mir die Würmer aus der Nase ziehen zu lassen. Wie kommt man davon weg? Denn meine, offensichtlich falsche, Selbstwahrnehmung war beim Date, dass ich ein offenes Buch sein müsste.
"Müssen" muss man gar nichts. Aber wenn dir schon mehrfach gesagt wurde, dass du verschlossen wirkst, dann ist das eben für viele Leute wohl etwas, was sie stört. Auch für mich wäre ein Partner, dem ich alles aus der Nase ziehen muss, nichts. Ich hätte nach den ersten Dates auch (berechtigte) Sorge, dass das vom Kommunikationsstil so weiter geht, d.h. dass die Beziehung ohne viel Reden abläuft, ich nie weiß, was der andere denkt und fühlt und vor allem: Dass der andere bei Problemen dann auch nicht den Mund aufmacht und das anspricht, sondern sich stillschweigend emotional abkapselt.
Es gibt durchaus Frauen, die das nicht stört, sondern die es vielleicht sogar als männlich empfinden, wenn der Mann eher ein "Schweiger" ist. Dann müsstest du nach so einer Frau suchen. Wenn du aber merkst, dass du dich gern mehr mitteilen würdest, du dich aber gehemmt oder unsicher fühlst und daher nicht redest, wäre eine Veränderung vielleicht nicht das schlechteste. Das musst du für dich selbst entscheiden.
Eine Freundin ist auch sehr verschlossen, selbst bei mir, und ich kenne sie seit dem Kindergarten. Daran sind ganz viele Dates gescheitert, weil die Männer das als unangenehm empfunden haben, dass sie die ganze Zeit reden und unterhalten mussten (ich weiß das von zweien, mit denen ich auch bekannt war, und vermute nach ihren Erzählungen stark, dass das bei anderen ähnlich war). Dran blieben dann meist leider nur die Schwätzer, die sich selbst gern nonstop reden hören. Ich denke, ihr selbst ist das gar nicht so klar, wie sie wirkt, aber ich möchte ihr das auch nicht sagen, da das einfach ihr Persönlichkeit ist. Ich glaube nicht, dass sie sich dazu zwingen könnte, das anders zu machen; ihre ganze Familie ist so.
 
  • #29
Nehmt bitte meinen Nickname nicht allzu ernst ;-)
Ich schon, da steckt viel mehr dahinter, als du nur denken kannst!
Nun es ist keineswegs so, dass ich nicht darüber reden will, was in mir vorgeht - allerdings neige ich wirklich dazu mir die Würmer aus der Nase ziehen zu lassen. Wie kommt man davon weg? Denn meine, offensichtlich falsche, Selbstwahrnehmung war beim Date, dass ich ein offenes Buch sein müsste.
Mit den nötigen "S" Werten, besonders mit SELBSTWERT, käme es nicht dazu, dir Würmer aus der Nase ziehen zu lassen!
 
  • #30
Ich glaube, dass du einige Ähnlichkeiten zu der betreffenden Frau hast. Sie weiß was sie will, kann das klar ausdrücken handelt sehr zielgerichtet und verfügt über ein festes Wertesystem. Demgegenüber bin ich wirklich „Wischiwaschi“ - ohne Frage. Meine Lieblingsantwort (etwas überspitzt): Es ist kompliziert. Ist das nicht eine typisch weibliche Eigenschaft? Ich spreche sehr ungern bestimmt sondern viel lieber fragend. Ob sich Gegensätze wohl doch nicht anziehen?
Es gibt ja genug Frauen, die auch nicht so diskussionsaffin sind wie ich oder die Frau, die du gedatet hast :D Aber ich weiß nicht, ob es bei vielen gut ankommt, wenn du nie eine klare Aussage machen kannst und immer sagst, es ist kompliziert. Bei welchem Themen denn? Echten komplizierten, wie Politik oder Wissenschaft? Oder bei der Frage, wie du dir deine Zukunft vorstellst, was für dich eine gute Beziehung ist etc.? Du hast kein festes Wertesystem in deinem Alter...? Wenn du auch bei solchen persönlichen Fragen "wischiwaschi" bist, dann macht das selten einen guten Eindruck, egal auf wen. Dann hat man das Gefühl, der andere kennt sich selbst und seine Wünsche gar nicht.
Gegensätze ziehen sich durchaus an, aber halten tun Beziehungen statistisch viel häufiger, wenn beide sich ähnlich sind. Habe ich selbst miterlebt. Wenn man in bestimmten Punkten sehr gegensätzlich ist, das aber durch gegenseitigen Respekt und durch andere Punkte mit ähnlichen Vorstellungen aufgefangen wird, kann es sehr gut funktionieren. Aber würdest du denn eine Partnerin wollen, die auch zu nichts eine klare Meinung hat und immer nur "fragend spricht"...?
Meine Lieblingsantwort (etwas überspitzt): Es ist kompliziert
Das fände ich übrigens nicht schlecht, aber nur, wenn danach die Erklärung kommt "einerseits sehe ich das so und so aus den und den Gründen; andererseits muss man aber auch das und das bedenken" Dann sehe ich, du hast darüber ausführlich nachgedacht und hast dazu durchaus eine Meinung, die du begründen kannst. Wenn du aber nur "es ist kompliziert..." sagst und danach kommt nicht viel mehr, da würde ich doch sehr mit den Augen rollen.
 
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