• #1

Mann macht mich über Whats-App schlecht. Soll ich mich scheiden lassen?

Liebes Forum,

ich habe ein Probleme mit meiner Ehe und weiß gerade wirklich nicht, was ich machen soll. Mein Mann und ich sind beide Ende 30, seit 9 Jahren verheiratet und haben zwei Kinder (7 und 3). Weil unser Jüngstes gesundheitliche Probleme hatte und hat bin ich die letzten 3 Jahre zuhause geblieben, habe mich ganz um die Kindererziehung, den Haushalt und alles Organisatorische gekümmert, ein Leben, das mich wirklich zufrieden macht.

Mein Mann hingegen fing Stück für Stück an, sich unhöflicher und rücksichtsloser mir gegenüber zu benehmen. Immer wieder kamen abwertende Bemerkungen gegenüber Hausfrauen. Nachdem die Kleine mit 3 jetzt alt genug ist um in den Kindergarten zu gehen und sich gesundheitlich toll entwickelt hat, hatte ich vor, zunächst halbtags wieder in den Job einzusteigen. Mein Mann hingegen machte massiven Druck, wollte dass ich einen extrem stressigen Job mit mindestens 40 Stunden die Woche und langer Fahrzeit annehme. Manchmal hatte ich fast das Gefühl, er wollte mich damit quälen und mir wehtun. Ich bin ihm entgegen gekommen und habe jetzt einen Job mit 75%.

Im Haushalt bleibt aber immer noch mehr als 75 % an mir hängen und um die Kinder kümmert er sich seit ich arbeite auch kein Stück mehr, obwohl ich mich über Unterstützung wirklich freuen würde. Er war aber immer nur der "Spaßpapa", sobald es ums Windelnwechseln ging oder unangenehm wurde, waren die Kinder Frauensache und er war plötzlich müde und hatte keine Zeit.

Nachdem er die letzten Monate so kalt zu mir war, habe ich mir in einem ruhigen Moment sein Handy vorgenommen und tatsächlich- er tauscht zweideutige Nachrichten mit einer Kollegin namens "Alex" aus. Dieser schreibt er von sexueller Anziehungskraft und was für eine furchtbare, tote Ehe er zuhause hätte.

Einmal hat er sich in seinen Mails sehr abfällig über mich lustig gemacht, wie müde ich nach einem Arbeitstag wäre und keine Ahnung hätte, was wirkliche Arbeit bedeuten würde. Natürlich, ich war ja auch lange Zeit draußen und zuhause warten Haushalt und meine von mir selbst abgeholten Kinder auf mich und wenn er eine Stunde nach mir kommt, setzt er sich nur vor den Fernseher und rührt keinen Finger. Ein Teil von mir sagt, dass die Ehe am Ende ist, ein anderer bringt es nicht fertig, die Scheidung einzureichen. Wir sind immerhin 9 Jahre verheiratet und er ist der Vater unserer Kinder. Was meint ihr, ich weiß gerade wirklich nicht, was ich machen soll?
 
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  • #2
Liebe FS, ich staune immer wieder über manche Threadtitel. Ist dein größtes Problem wirklich, dass er dich über WhatsApp schlecht macht?

Mein größtes Problem wäre es, dass er offenbar versucht, mit einer Frau anzubändeln (oder es schon getan hat), indem er über seine ach so schlechte Ehe jammert (typisch Fremdgänger) und dass er dich unglaublich respektlos behandelt.

Ich denke nicht, dass du jetzt sofort die Scheidung einreichen solltest, aber räumlich trennen würde ich mich an deiner Stelle auf jeden Fall. Oder hast du es nötig, dich so behandeln zu lassen? Vater deiner Kinder hin oder her - ein Mann, der seine Frau unverschämt behandelt, liefert den Kindern auch kein gutes Vorbild für ihr eigenes Leben. Und du auch nicht, wenn du dir das gefallen lässt.
 
  • #3
Die Scheidung gleich einzureichen stelle ich mir schwierig vor. Aber ich würde jetzt mal in mich gehen und überlegen ob du dich hinter den Kindern in der Ehe verschanzt hast. Damit meine ich nicht nur das dein Gehalt weggefallen ist, sondern, das du generell Zuviel seines Verhaltens weggedrückt und geduldet hast. Jetzt wo du ins Handy geguckt hast, hast du keine Chance mehr dazu was zu verdrängen oder laufen zu lassen. Das hat sich offensichtlich nicht gelohnt. Anstatt dankbar zu sein und dich zu respektieren, benimmt er sich wie ein blödes Kind. Eins das immer frecher aufdreht, um überflüssige Grenzen zu testen. Es wird also Zeit, dass du andere Saiten aufziehst. Und das sieht so aus, das du nicht mehr im Haushalt machst als du wirklich willst und schaffen kannst. Danach gehst du zum Sport. Oder triffst dich mal wieder mit einer Freundin. Mindestens zwei mal/Woche. Ich würde ihm vermitteln das es zu seinem Besten wäre, dann hat er mehr Zeit ungestört seien kostenlose WhatsApp Sexline zu nutzen. Manchmal wenn ich sowas lese, denke ich Frauen sind oft feige und konfliktscheu. In dem Fall gehe ich davon aus das er dich für zu naiv hält in sein WhatsApp zu gucken und da würde mir ja an deiner Stelle der Kragen platzen. Ich würde da gar nicht lange rumzanken oder Drama veranstalten. Überlege klar was du willst und mach das diskussionslos klar. Ansonsten steht der Koffer adressiert an "Alex" vor der Tür. Die will den garantiert nicht da sitzen haben für die paar Mails, sondern sich was auf deine Kosten ohne Verpflichtung amüsieren, wenn da nicht sogar mehr läuft. Und damit der nicht meint das wäre nur so ne Phase ziehst du das mindestens ein Jahr durch. Das mit der 75 % Stelle wird sich dann für dich noch als gute Basis erweisen, wenn du irgendwann auf 100 aufstocken kannst um so besser!
 
  • #4
Liebe FS, deine Ehe schliddet gerade in eine tiefe Krise. Ignorieren hilft dir nicht - ihm sagen, woher du seine Meinung kennst ( Handykontrolle) auch nicht.
Ich lese denen Text so, dass du die Ehe weiterführen möchtest aber zu geänderten Bedingungen. Er muss seinen A .... bewegen.
Ich würde mich als erstes bei einer Fachanwältin für Familienrecht erkundigen, wie die finanzhiellen Folgen einer Trennung für dich und für ihn aussehen. Klarheit bekommen ist wichtig. Dann würde ich mich zweitens bei einer Paarberatung anmelden und da alleine hingehen und mit dem Fachmenschen deine Ehe durchkauen. Ggf.
kannst du deinen Mann bitten einmal mitzukommen. Drittens würde ich zu einer Erziehungsberatung gehen - parallel zur Paarberatung
und da besprechen, was Vaterpflichten sind. Ich würde ihm nichts von Punkt eins und Punkt zwei sagen.
Was dir vielleicht auch helfen könnte - denk einmal durch, wie sich dein Leben ändern würden, wenn du alleine mit den Kindern das Leben wuppst und er auf Unterhaltszahlungen und Umgangsrecht reduziert wird. Kann es sein, dann du dann Erleichterung im Haushalt und Erleichterung im Kontaktleben und Erleichterung mit den Kindern erfährst ?
L+ G
 
  • #5
Guten morgen.

Dass man mit fast 40 Jahren noch nicht weiß, wie man sich in solchen Situationen zu verhalten hat, zeigt schon, wie es um deine geistige Reife steht

Dein Mann schreibt sexuell anzügliche Dinge mit einer Arbeitskollegin(wer weiß, was da schon passiert ist), redet dich vor anderen und vor DIR schlecht, kümmert sich kaum um die Kinder, was auch wieder das Argument von wegen "ich will den Kindern nicht den Vater wegnehmen" aushebelt, die Kinder haben so oder so nichts von ihm.

In einer Ehe bzw. Beziehung geht es um Respekt und Vertrauen; er hat vor dir keinen Respekt und du kein Vertrauen in ihn, sonst hättest du nicht in sein Handy geschaut.

In meiner Beziehung läuft es gerade auch nicht gut und ich bin leider jemand, der auch an etwas festhält, wo andere schon längst das Handtuch geschmissen haben, aber irgendwann muss jeder einsehen, wann es keinen Sinn macht, denn wir haben nur ein Leben und wer hat schon Zeit, dieses an wen zu verschwenden, der es nicht zu schätzen weiß?
Rede mit ihm, sag nun auch, dass du von dem Chat weißt, leg alles offen und klärt das/die Problem/e, sei es mit Paarberatung, zeitweilige Trennung ect. Ich bezweifle, dass er seine festgefahrene Einstellung ändern wird, da er ein Feigling ist, der bei dir im warmen bleibt, bis wer anders(vllt Alex?) für ihn frei wird, daher mach dich mental schon mal auf das Schlimmste gefasst. Am wichtigsten ist, dass du im worst case deine Kinder nicht vernachlässigst, denn die können nichts dafür, dass du diesen Affentanz solange mit dir machen hast lassen.
 
N

nachdenkliche

  • #6
Liebe Miss-Biggi, Dein Problem empfinde ich als dermaßen ungeheuerlich, dass ich spontan sagen würde: Knalle ihm das Handy vor die Füße und schmeiße ihn hochkant aus der Wohnung!
Dass Du auch in seinem Handy nachgeschaut hast, finde ich völlig legitim, wahrscheinlich wirst Du wegen diesem "Vertrauensbruch" hier im Forum in der der Luft zerrissen...mach Dir nichts draus. Allerdings ist Deine Ehe sowieso am Ende, WEIL Du das Gefühl hattest, nachschauen zu müssen.
Du schreibst leider nicht, welche gesundheitlichen Probleme Eure jüngste Tochter hatte, ist aber egal. Denn er ist der Vater und trägt genau die gleiche Verantwortung!
Was wirklich unfassbar ist, dass er Dich vor Arbeitskollegen schlecht macht..da bleibt mir die Spucke weg. er hat Dein Vertrauen schwer missbraucht und jede Chance , das ganze zu kitten verspielt.
Du schreibst, dass Du Skrupel hast, nach 9 Jahren diese "Ehe" zu beenden, das begreife ich nicht...und er ist der Vater Eurer Kinder..das ist ein Witz! Also, sei mutig..ganz besonders im Interesse Deiner Kinder und beende diese Ehe.
Alles Gute!
 
N

nachdenkliche

  • #7
@Arcadius , mit der geistigen Reife ist das so eine Sache, zumindest scheint Du Dich damit "bestens" auszukennen :)
Ich hoffe, die FS lässt sich durch einen solchen Satz nicht noch zusätzlich klein machen, denn das, ob sie geistig unreif ist, müssen ganz andere beurteilen, wenn überhaupt.
Es hat vielleicht was mit mangelndem Selbstwertgefühl zu tun, liebe FS..und es geht ganz besonders um Deine beiden Kinder.
Was Dein " Mann" gerade tut ist der Entwicklungsstand eines Pubertisten. Tue Dir das nicht länger an.
 
  • #8
Er war aber immer nur der "Spaßpapa", sobald es ums Windelnwechseln ging oder unangenehm wurde, waren die Kinder Frauensache und er war plötzlich müde und hatte keine Zeit.
OK; diesbezüglich, aber auch weger seiner Anbandelns mit kolleginnen; musst Du Deinen Mann mal richtig auf den Pott setzen. So dass die Wände wackeln.

Das geht natürlich so nicht, was er da macht. Ist wohl eine kleiner Macho; Dein Mann.

Wenn Du mehr zum Familleneinkommen beiträgst, muss er auch zuhause mehr machen. Ihr müsst den Gesamtarbeitsaufwand zuhause erfassen und dann gerecht aufteilen.

Also: Nicht scheiden lassen, sondern eine "intensives Gespräch" unter erwachsenen Menschen. Notfalls sagst Du guten Freunden bescheid und lässt Dir dabei helfen.
 
  • #9
Ich würde auch sagen, dein Mann hat mehrere Grenzen massiv überschritten und benimmt sich - pardon - wie ein Arschloch. Mit Ende Dreißig ein dermaßen kindisches und schäbiges Verhalten ??? Ich muss wohl zugeben, dass ich auch nicht seit meiner Geburt erwachsen und immer souverän war, aber solche Entgleisungen wären mir nie in den Sinn gekommen ! Für mich ist übrigens deine Handyspionage in dem Augenblick legitimiert worden, als du entsprechend fündig geworden bist. Lass dir nicht einreden, so etwas würde man nicht machen, denn das, was du im Handy gefunden hast, macht man erst recht nicht !
Wie war noch mal die Frage ? Ach ja, was du machen sollst. Meine Meinung: Bei deinem Mann gibt es offenbar keine Liebe und Zuneigung mehr zu dir, nicht einmal Verantwortungsgefühl und Loyalität. Damit ist die Basis der Ehe zerstört. Vielleicht ist es ja nur eine "blöde Phase" im Leben deines Mannes. Wäre es so, wüsste ich aber auch nicht, ob und wie ich an deiner Stelle damit umgehen kann. Aber für eine "blöde Phase" dauert das einfach schon zu lange, wahrscheinlich hat sich nun herausgestellt, dass der Betreffende ein blöder Mensch ist oder ein solcher geworden ist. Eine zumindest temporäre, aber tatsächliche Trennung wäre meiner Ansicht nach geboten.
 
  • #10
Da hilft nur eins:

Er muss mal allein mit dem Beruf-Kinder-Haushalts-Alltag klarkommen. Das bewirkt, dass er seine freien Kräfte von der Kollegin weg, auf seine Familie lenkt. Und es wird vielleicht ein Umdenken in Kraft setzen, was man in einer Ehe mit Kindern zu leisten hat. Derzeit ruht er sich ja bequem aus, es geht ihm zu gut und da kann man schon mal der Kollegin schöne Augen machen.

Also:
Ziehe dich für eine Weile aus eurem Familienalltag komplett zurück!
Mach mal Urlaub!
Kündige an, dass du 14 Tage weg bist. Sage ihm nicht, was er zu tun haben wird (á la: hol die Kleine vom KiGa ab, mach den Kindern essen etc.) sondern lass ihn ganz allein machen. Er konnte sich ja jahrelang bei dir abschauen, wie das geht.

Mach kein Gezeter, keine Vorwürfe, sondern handle souverän und überlegt. Behandle ihn wie einen Erwachsenen, der seinen Job und sein Leben im Griff hat. Das bisschen Haushalt und Kinder kriegt er da sicher auch hin.

Nutze diese besonnene Strategie um eure Ehe grundlegend in eine zukunftsfähige Bahn zu lenken.
 
  • #11
Das was Chocolate schreibt, ist wirklich das Einzige, was ihm zeigen kann, wie schlimm sein Verhalten ist. Reden hilft garantiert nichts.
75% Job mit zwei kleinen Kindern stellt eine Überforderung dar - erst recht, da der Mann ja zu Hause nichts tut.
Sein Verhalten wirkt sehr lieblos, auch dass er das Hausfrau-Sein schlecht gemacht hatte, und dass er dich zur aushäusigen Mehrarbeit gezwungen hat. Dass er zu Hause nicht hilft. Unmöglich ist das. Und die Krönung ist noch das Anbaggern der Kollegin und dass er über dich abfällig schreibt an sie - das ist wirklich übel.
Ich würde diesen Versuch machen wie von Chocolate beschrieben, so als letzten Versuch aber nur. Falls das nichts bewirken sollte, dann würde ich mich trennen. Wenn er es nicht noch kapiert. Dann hat er keine liebe Frau plus zwei Kinder verdient.
 
  • #12
Liebe FS,

was Du über Deinen Mann schreibst, wie er sich verhält, geht aus meiner Sicht gar nicht: Keine Achtung, keinen Respekt, kein Wohlwollen.

Das es so weit gekommen ist, liegt natürlich auch an Dir. So etwas sollte frau sich nicht bieten lassen.

Daher finde ich den Vorschlag sehr gut:

Da hilft nur eins:

Er muss mal allein mit dem Beruf-Kinder-Haushalts-Alltag klarkommen. Das bewirkt, dass er seine freien Kräfte von der Kollegin weg, auf seine Familie lenkt. Und es wird vielleicht ein Umdenken in Kraft setzen, was man in einer Ehe mit Kindern zu leisten hat. Derzeit ruht er sich ja bequem aus, es geht ihm zu gut und da kann man schon mal der Kollegin schöne Augen machen.

Also:
Ziehe dich für eine Weile aus eurem Familienalltag komplett zurück!
Mach mal Urlaub!
Kündige an, dass du 14 Tage weg bist. Sage ihm nicht, was er zu tun haben wird (á la: hol die Kleine vom KiGa ab, mach den Kindern essen etc.) sondern lass ihn ganz allein machen. Er konnte sich ja jahrelang bei dir abschauen, wie das geht.

Mach kein Gezeter, keine Vorwürfe, sondern handle souverän und überlegt. Behandle ihn wie einen Erwachsenen, der seinen Job und sein Leben im Griff hat. Das bisschen Haushalt und Kinder kriegt er da sicher auch hin.

Nutze diese besonnene Strategie um eure Ehe grundlegend in eine zukunftsfähige Bahn zu lenken.
Dann bist Du eben mal weg!

Viel Kraft und Mut!

M47
 
  • #13
Ich würde als betroffene Frau diesem Mann das Angebot machen,
ihn von dieser Ehe und Kindern zu erlösen = Trennung.

Anscheinend ist für ihn diese Ehe, und mit Kindern mehr Last als Lust. Also will man ihn von dieser Last befreien.

Schon um zu testen, wie er darauf reagiert ?

Auf mich macht es den Eindruck, dass seine Ehefrau = seine Haushälterin sein soll. Und die gemeinsamen Kinder für ihn nur interessant, solange ER damit Freude hat. Also insgesamt ein Egoist.

Besonders krass, wenn er verlangt, dass die Frau mit Kindern in diesem Alter (7 J.und 3 J.) trotzdem Vollzeit arbeiten gehen soll.
Wie dann die externe Kinderbetreuung ? Bei Beiden ganztags möglich ? Als ob die Kinder das Privatvergnügen der Frau wären, und sie auch noch finanziell dafür aufkommen soll ?

Was hat diese Ehe noch mit Liebe zu tun ???
Mir scheint...... gar nicht (mehr).
So geht man nicht mit einer Frau um !!!
(m,53)
 
  • #14
Hier die FS

Habe mir seinen Mailverlauf gerade noch mal vorgenommen und stehe gerade vollkommen neben mir. Habe noch mehr Mails von ihm an diese Frau gefunden. Vor ein paar Wochen war er mit unserer Kleinen im Krankenhaus zu einer ihrer Routinekontrollen- ich war damals so froh, dass er sich endlich einmal bereit erklärt hat, sie auf einen Krankenhausbesuch zu begleiten. Das macht er sonst nie, Krankenhäuser "lägen" ihm nicht. Jetzt habe ich eine Mail gefunden, die belegt, dass er sich nach dem Krankenhaus und mit unserer Tochter mit ihr getroffen hat. Hat einen auf super fürsorglichen Vater gemacht, der die Kleine zu allen Untersuchungen begleitet, wann immer es ihm möglich ist. In Wahrheit sind ihm beide Kinder nicht mehr als eine halbe Stunde am Abend und ein oder zwei Stunden am Wochenende wert- höchstens.

In einer andern Mail schreibt er, dass er mich ja so gerne verlassen würde und mit ihr zusammenleben- "aus Liebe zu seinen Kindern," die bei ihm "über allem" stehen, könnte er das aber nicht machen, denn ich würde ihm aus Rache sicher die Kinder wegnehmen und überhaupt hätte ich ihn damals bewusst über die Kinder "eingefangen".Die Wahrheit ist, unsere Kinder sind beides Wunschkinder, von uns beiden gewollt und damals auch von uns beiden geplant. Habe die Mails auf meinem Handy gespreichert und bin gerade wirklich am Ende.

Dieser Mann hat mir fast elf Jahre meines Lebens geklaut, mich in seinem Charakter getäuscht und mich über seine wahren Absichten belogen. Unseren Kindern gegenüber ist er ein verantwortungsloser, schlechter Vater und verbringt nur dann seine Freizeit mit ihnen, wenn er damit bei einer anderen Frau punkten kann. Gerade eben empfinde ich für diese Person nichts als grenzenlosen, alles überlagernden Hass. Ich werde den vollen Rahmen des Gesetzes ausschöpfen und ihm so lange, bis er für jeden einzelnen, geklauten Tag abgebüßt hat, das Leben zur Hölle machen. Seine Kinder soll er tatsächlich niemals wiedersehen dürfen, die sind ohne ihn besser dran. Ob er mit der Büroschickse eine Affaire hat, ist dabei gerade sowas von egal. Ich danke allen, abgesehen von dem Herr, der sich verbal nicht so ganz unter Kontrolle hat, für ihre Ansichten und für ihren Rat.
 
  • #15
Ich werde den vollen Rahmen des Gesetzes ausschöpfen und ihm so lange, bis er für jeden einzelnen, geklauten Tag abgebüßt hat, das Leben zur Hölle machen. Seine Kinder soll er tatsächlich niemals wiedersehen dürfen, die sind ohne ihn besser dran.
DAS solltest Du auf gar keinen Fall machen!!

Jetzt räume ihm doch nicht noch den Weg frei, damit er mit der anderen Frau tun und lassen kann, was er will.

Sondern genau im Gegenteil: Er soll endlich lernen, sich um seine Kinder zu kümmern.

Also Scheidung und geteilte Betreuung, Er 14 Tage , Du 14 Tage.

Beide arbeiten bei dem Modell 75 oder 100 %.

Er soll jetzt mal spüren, was es wirklich heißt, Vater zu sein.....

Also suchst DU Dir eine Wohnung in der Nähe und betreust die Kinder nur, solange er sein Arbeitsverhältnis nicht geändert hat.

Lasse Ihn da wohnen , wo ihr seid....
 
  • #16
Und wieder haben Leute geheiratet, die nicht hätten heiraten sollen.
Wasser auf meine Mühlen.

Liebe FS

Hast Du denn damals nicht gemerkt, was für ein Macho-Idiot das ist ??

Und erzähle nicht, dieser Einstellung hätte er damals nicht gehabt ... solche Einstellungen verändern sich im laufe des Lebens überhaupt nicht mehr.
 
  • #17
Liebe Miss-Biggi, es ist im Prinzip alles gesagt. Es ist sehr schlimm, was Du gerade erlebst. Es ist so schwierig zu verstehen, dass ein Mensch auf einmal so anders ist als man es Jahrelang gedacht hat. Woran soll man da noch glauben. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit.
 
  • #18
Du solltest dich nun erst einmal wieder einfangen. Für dich selbst. Deine Wut und Trauer ist total nachvollziehbar. Aber glaube mir. Wut macht blind und angreifbar. Du musst jetzt versuchen cool zu bleiben. Hass ist nur ein Gefühl welches dich blockiert. Er ist ein dummkopf. Ein Krieg wird nicht nur dir sondern auch deinen Kindern schaden. Sei dir im klaren darüber das eure Ehe zerbricht. Denn das wirst du nie verzeihen können. Richte dich neu aus. Suche einen neuen Weg für Dich und die Kinder. In der Ruhe liegt die Kraft. Schritt für schritt. Und lass dich nicht von deiner Wut treiben. Alles Gute dir.
M44
 
G

Ga_ui

  • #19
Es ist nun mal so, dass man sich als Frau seinen Respekt bewahren muss vor einem Mann. Ist der einmal weg, dann geht das Schlechtmachen los! Wenn du "nur" Hausfrau bist, wirst du an seinem Respekt erst wieder was schrauben können, wenn du "aufgestiegen" bist. Und dann wird er dich verhöhnen, weil du mehr arbeitest als er. Auch dann hat er keinen Respekt mehr.
Es geht dann nichtmal mehr um die Arbeit, sondern Hauptsache, um dich niederzumachen.

Ja, eine Scheidung wäre höchstens angebracht.
 
N

nachdenkliche

  • #20
Liebe Biggi, wirklich, gib ihm wirklich keine Chance mehr und bleibe stark jetzt. Jetzt wird er natürlich alles in den Dreck ziehen, damit es so aussieht, was für ein toller Vater er ist. Deine Wut jetzt wird Dir helfen!!!
Nach Deinem 2. Post fehlen mir wirklich die Worte.
Alles, alles Gute für Dich!
 
  • #21
@ Schön zu lesen, dass du dir das nicht mehr gefallen lässt. Du wirst nun deinen eigenen Weg gehen und dazu auch einen besseren, als deinen jetztigen.

So, aber nun mal zu meiner Verteufelung hier:
Du möchstest dich an ihm rächen und ihm das Leben zur Hölle machen? Wer von uns beiden hat sich verbal nicht unter Kontrolle?
Die 11 Jahre, die ihr zusammen seid, hat er dir gestohlen? Das heißt für mich letztlich, dass ihr in dieser Zeit keine schönen Momente hattet, sonst wären sie nicht verschwendet gewesen, aber mit diesem Mann hast du zwei Kinder gezeugt?
Ich weiß, dieses Forum nimmt gerne betrogene Frauen in Schutz und verteufelt dann die Männer, aber wenn jemand offensichtlich betrogen/ schlecht gemacht wird und dann nicht weiß, was er tun soll, kann für sich wohl keine Verantwortung übernehmen oder ist einfach zu bequem. All das und ihn jetzt noch bluten lassen zu wollen, ist ja wohl mehr als aussagekräftig und unterstreicht nur meine obige Aussage.

Trotzdem alles Gute für dich und deine Kinder, vielleicht besinnt er sich und wünscht sich zumindest später doch Umgang mit seinen Kindern.
 
  • #22
Ziehe dich für eine Weile aus eurem Familienalltag komplett zurück!
Mach mal Urlaub!
Kündige an, dass du 14 Tage weg bist. Sage ihm nicht, was er zu tun haben wird (á la: hol die Kleine vom KiGa ab, mach den Kindern essen etc.) sondern lass ihn ganz allein machen. Er konnte sich ja jahrelang bei dir abschauen, wie das geht.
Guter Tipp, wird aber nicht funktionieren, weil er sich Unterstützung von den Eltern, Verwandten und Freunden holen wird und gleichzeitig jammern über die böse Ehefrau die ihn einfach sitzenläßt und auf Urlaub fährt. Mach das lieber nicht! Ein offenes Gespräch unter Erwachsenen sollte auch was bringen, und wenn nicht sind sowieso andere Konsequenzen fällig.
 
  • #24
Also Scheidung und geteilte Betreuung, Er 14 Tage , Du 14 Tage.

Lasse Ihn da wohnen , wo ihr seid....
Ganz sicher werde ich nicht ausziehen, ihm die Wohnung und das halbe Sorgerecht überlassen, ich glaube, es hakt! Die Wohnung wird er nur noch in Begleitung und nach Vorweisen bestimmter Dokumente betreten dürfen, um seine Sachen abzuholen. Sorgerecht wird er genau wie Umgangsrecht 0 erhalten. Wer sich nicht um seine Kinder kümmert, irgendwelchen Schicksen das Gegenteil vorlügt, sich vor Krankenhausbesuchen seiner eigenen Kinder drückt, "weil Krankenhäuser Beklemmungen in ihm auslösen", aber plötzlich kein Problem mehr damit hat, wenn er bei einer anderen Frau punkten will, der beweist einen Charakter, der ihn keineswegs geeignet für den Umgang mit Kindern macht. Was kommt denn als nächstes, bitteschön? Setzt er die Kinder als Pfand beim Glücksspiel ein oder verwettet sie auf der Pferderennbahn?! Am besten nimmt er sie noch mit auf seine Schäferstündchen und in irgendwelche zwielichtigen Stripschuppen Ich müsste ja jede einzelne Minute Angst haben, die er mit den Mädchen verbringt.

Rufe jetzt meine Mama an. Sie schafft es bestimmt, mir ein bisschen den Kopf zu waschen und mich wieder runterzubringen. Außerdem kann sie mir vielleicht bei der Anwaltsfrage helfen. Mein Stiefdaddy ist Anwalt, zwar im anderen Fachbereich, aber vielleicht kennt er ja einen guten "Kampfanwalt" für Familienrecht.
Und noch zu dem Einden, der gemeint hat, ich hätte seinen Charakter doch vorher sehen müssen. Natürlich war er nicht von Anfang an offensichtlich so, ist erst mit der Zeit und besonders die letzten drei Jahren immer schlimmer geworden. Viel zu viel habe ich mir in der Zeit gefallen lassen, aber gut, dafür wird er jetzt seine Quittung erhalten!
 
  • #25
Immer wieder kamen abwertende Bemerkungen gegenüber Hausfrauen. ... Mein Mann hingegen machte massiven Druck, wollte dass ich einen extrem stressigen Job mit mindestens 40 Stunden die Woche und langer Fahrzeit annehme. Manchmal hatte ich fast das Gefühl, er wollte mich damit quälen und mir wehtun.
Und Dein Gefühl täuscht Dich nicht. Er ist der Meinung, dass Du nichts tust und Dich ausruhst, während er nur krückt für Dich und das Kind. Sobald Du einen zufriedenen Eindruck machst, wird er Dir verbal eine verpassen, weil er mit seinem Leben unzufrieden ist.

Dieser schreibt er von sexueller Anziehungskraft und was für eine furchtbare, tote Ehe er zuhause hätte.
Befreie ihn davon. Wirklich, wer sowas sagt, hat ausgespielt. Oder willst Du jemandem aufzwingen, Dich zu ertragen?

Ein Teil von mir sagt, dass die Ehe am Ende ist, ein anderer bringt es nicht fertig, die Scheidung einzureichen. Wir sind immerhin 9 Jahre verheiratet und er ist der Vater unserer Kinder.
Ja, und diese neun Jahre darf man nicht wegwerfen, denkst Du vermutlich. Ich frage mich immer wieder, warum das ein Wegwerfen sein soll. Es klingt nicht nach einer besonders schönen Zeit, die ihr miteinander verbringt, es klingt auch nicht bei ihm danach, als wäre er gern mit Dir verheiratet. Du kannst ihm das natürlich jetzt absprechen und sagen, er meint das nicht so. Dann lebst Du aber weiter mit ihm und kannst Dich daran klammern, dass ihr so lange verheiratet seid.
Der Vater der Kinder, ja, aber na und? Ich verstehe diese ganzen "Argumente". Aber mit ihnen wird jegliche Beziehung gerechtfertigt. Und nach weiteren 5 Jahren in dieser Ehe kannst Du sagen: Immerhin sind es nun 14 Jahre und er ist immer noch der Vater der Kinder. Was ist das aber für eine Leistung? Was ist das für ein Leben aufgrund dieser zwei Sachverhalte - Vater und Zeit?
Je länger man verharrt in einem schlechten Zustand, umso mehr Zeit verbringt man in einem schlechten Zustand. Das ist doch keine Leistung und vor allem sind die Gründe solche Nicht-Gründe.

Was sollen Kinder mit einer gedemütigten Mutter, die sich minderwertig fühlt? Die kriegen doch nur vermittelt, dass man miese Zustände in einer Beziehung nicht ändern darf.
 
  • #26
Ich habe gerade Deinen zweiten Beitrag gelesen. Deine Wut ist verständlich. Der Mann verleugnet sein Leben ja komplett, um bei der anderen Frau zu landen.
Ich möchte trotzdem raten, einen kühlen Kopf zu behalten bei Deinen nächsten Schritten.

Dieser Mann hat mir fast elf Jahre meines Lebens geklaut, mich in seinem Charakter getäuscht und mich über seine wahren Absichten belogen.
Naja, ich denke mal das hat sich alles so entwickelt. Seinen Charakter hatte er ja schon vorher, aber die Ausprägung wird erst später gekommen sein.
Wo Du jetzt so aufgebracht bist, hat es vermutlich keinen Sinn, Dir zu raten, mal zu gucken, was Du selber dazu getan hast im Sinne von: Wieso kam ich mit so einem zusammen. Warum habe ich dies und das übersehen.

Das kommt sicher erst später, dass Du die Anzeichen, die es vorher schon gab, sehen kannst. Das ist wichtig, falls Du wieder einen Mann kennenlernst.
Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit.
 
  • #27
Wenn nicht was ganz Gravierendes vorgefallen ist,werdet Ihr das gemeinsame Sorgerecht behalten und er hat selbstverständlich auch ein Umgangsrecht.
Ich wünsche dir viel Kraft .
 
  • #29
Es ist nun mal so, dass man sich als Frau seinen Respekt bewahren muss vor einem Mann.
Gilt umgekehrt aber erst recht. Und dieses Problem ist mindetens so häufig.
Ich bin umgeben von lauter Frauen die schon immer alles wussten und quasi noch Fehler gemacht haben. Und die FS hat auch welche gemacht. Offenschtlich hat sie ihren Mann nie richtig gekannt, oder (was ich vermute) auch nie richtig hingehört. Sie hätte ihn aber auch in die Hausarbeit und Kinderbetreuung (vor allem das damals kranke Kind) mit einbeziehen müssen. Naja jetzt ist es egal.

Die FS muss jetzt erstmal stark sein und nach Vorne schauen, bevor sie sich irgendwann mal selbstkritisch fragt, was sie (damals ) zu dem Geschehen beitrug.

Wie ich sehe, willst Du ihn jetzt rauskatpultieren. Nun, ich habe keine Mitleid mit dem Mann. ich glaube aber auch, Du legst Die selbst ein Ei ins nest. Denk doch mal an später....
 
  • #30
Du solltest dich nun erst einmal wieder einfangen. Für dich selbst. Deine Wut und Trauer ist total nachvollziehbar. Aber glaube mir. Wut macht blind und angreifbar. Du musst jetzt versuchen cool zu bleiben. Hass ist nur ein Gefühl welches dich blockiert. Er ist ein dummkopf. Ein Krieg wird nicht nur dir sondern auch deinen Kindern schaden. Sei dir im klaren darüber das eure Ehe zerbricht. Denn das wirst du nie verzeihen können. Richte dich neu aus. Suche einen neuen Weg für Dich und die Kinder. In der Ruhe liegt die Kraft. Schritt für schritt. Und lass dich nicht von deiner Wut treiben. Alles Gute dir.
M44
Danke, das tut gerade wirklich gut. Versuche gerade auch wieder runterzukommen- meine Mama war leider nicht zu Hause- und auf dem Boden der Tatsachen anzukommen. Ehen können scheitern, das ist ganz klar. Meine Schuld, immer nur den Kopf in den Sand zu stecken und mir viel zu viel gefallen zu lassen. Aber weißt du was ich glaube, was mich gerade so entsetzlich wütend macht?

Er hat sich ihr ganzes Leben nicht anständig um unsere kleine, 3 jährige Tochter gekümmert. Ihre schwache Gesundheit und ihre vielen Krankheiten und Krankenhausbesuche würden ihn so fertig machen. Er war von um die hundert Arztbesuchen vielleicht bei zwei oder drei Mal dabei, weil er "das nicht könnte" und der Anblick des so geliebten Kindes beim Arzt ihn "unglaublich belasten würde."
Ich habe ihm geglaubt und es ihm durchgehen lassen. Als es darum ging, sich mit einer anderen Frau zu treffen, hatte er von einem Moment auf den anderen damit plötzlich kein Problem mehr, mehr noch er stellt sich gezielt durch Lügen als Superdaddy dar.

Ist wahrscheinlich nicht besonders rational, aber ich glaube es ist dieser eine Punkt von dem ich mir nicht vorstellen kann, dass ich ihn ihm jemals verzeihen werde und für den ich ihn mit allen zur Verfügung stehenden legalen Mitteln metaphorisch einmal quer durch die Hölle jagen werde. Weil er unsere Kinder um Liebe und um einen sie liebenden Vater betrogen hat. Weil ich zu blöd war, zu erkennen, was für ein Mensch er ist und es jahrelang zugelassen habe. Weil ich als Mutter total versagt habe und einen ****** in ihr Leben geholt habe. Danke für deinen Post, neverever, kann wieder ein bisschen klarer denken und langsam klappt es auch mit dem Heulen.