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Gast

  • #31
Liebe FS,
Du fragst anfangs sehr nett, ob Du richtig liegst oder auf dem Holzweg bist.
Es kommen viele Antworten, sowohl einige, die mehr Verantwortung und Zeit von Dir für das Kind erwünschen. Andere meinen, Du solltest Dir mehr Freiheiten nehmen.
Erstere Meinungen lehnst Du ab Du, zweitere nimmst Du als Bestätigung.
Also, hast Du doch schon eine vollkommen festgelegte Meinung, brauchst Du nur Bestätigung?
 
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Gast

  • #32
Hallo FS, ganz ehrlich, für Deine 33 Jahre hört sich das was Du erzählst und schlussfolgerst sehr reif an, ich weiß nicht ob ich selber in dem Alter die Dinge auch schon so gut wie von "außen" betrachten und beurteilen hätte können. Du siehst die Probleme (dass der Mann sich nur die Pflichtzeiten nimmt, alleine mit Kind in Stress gerät, Du daher als "Entlastung" eingesetzt werden könntest wie jetzt bereits die Großeltern etc. Jedoch schmeißt Du nicht alles hin weil Du weißt, dass man an und in jeder Beziehung arbeiten und lernen muss. Ich denke, zusammenziehen klappt nur wenn es in einer größeren Wohnung stattfindet, in der Du Dein eigenes (Arbeits-)Zimmer hast. Daran wie Dein Partner Deine Bedürfnisse erkennt und ihnen nachkommt wirst Du wiederum erkennen ob sich Dein Einsatz lohnt.
Ich wünsche Dir alles Gute. Frau, 48
 
  • #33
Ich finde die Idee, dass ihr eine gemeinsame, tolle 5-Zimmer-Wohnung in FFM sucht, sehr gut. Wenn es lange dauert, eine solche zu finden: Um so besser, ihr kennt euch eh erst recht kurz und könnt die Zeit nutzen, eure Beziehung noch etwas zu erproben. Du gibst ihm aber auch eine Perspektive: Zusammenziehen in einer großen Wohnung - ja gerne.

Deinen Ansatz, seine Papa-Wochenenden für dich, deine Freunde und deine Familie zu nutzen, ist ebenfalls sehr verständlich und sinnvoll. Exakt so würde ich es auch handhaben. Er kann doch froh sein, eine tolle und eigenständige Frau gefunden zu haben, die es nicht stört, dass er Unterhalt zahlen muss und jedes zweite Wochenende ein 4-jähriges Kind zu betreuen hat.

Du machst alles richtig, hier muss er sich anpassen - es ist schließlich sein Kind und nicht deins.
 
  • #34
Liebe FS,
es gibt zwei grundsätzlich unterschiedliche Konzepte, beide haben ihre volle Berechtigung:
- das Elternteil versucht mit dem neuen Partner neue, umfassende Familienstrukturen aufzubauen
- der neue Partner ist nur Partner, der Umgang mit dem Kind und seine Betreuung sind ausgeklammert.
Die Diskussion kann nicht darum gehen, welche Vorliebe für sich genommen berechtigter ist, das sind nämlich beide. Es ist für ihn hinzunehmen, dass Du die zweite Variante bevorzugst.
Damit ist allerdings sein Bedürfnis nach neuen umfassenden Familienstrukturen nicht abgedeckt. Ob dieses Bedürfnis stärker sein wird als die Liebe zu Dir, ist offen, viele Männer wünschen sich das Umfassende (das ist nicht nur bequemer, es gibt mehr gefühlte familiäre Nähe, es fühlt sich heiler an). Auch Du könntest evtl. gut ein eigenes Kind in diesen Plan integrieren. Babys freuen sich meist über Geschwister.
Wenn Du überhaupt Kinder willst, wäre eine langfristige Angleichung an sein Wunschmodell gesichert, und Du müsstest nur Verständnis für Deinen eigenen Zeitplan dafür bei ihm einfordern.

Ich selbst wäre mit beiden Varianten zurechtgekommen, hatte bei meiner Suche auch überlegt, was ich vorziehe, aber beides hat Vor- und Nachteile...
Zitat von Ann31:
Du machst alles richtig, hier muss er sich anpassen - es ist schließlich sein Kind und nicht deins.
Ja, aber hoffentlich schaut seine Anpassung nicht so aus, dass er sich langfristig für eine Frau erwärmt, bei der er beides haben kann, Partnerschaft und familiäre Ersatzstrukturen.
 
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Gast

  • #35
Liebe FS,
Du fragst anfangs sehr nett, ob Du richtig liegst oder auf dem Holzweg bist.
Es kommen viele Antworten, sowohl einige, die mehr Verantwortung und Zeit von Dir für das Kind erwünschen. Andere meinen, Du solltest Dir mehr Freiheiten nehmen.
Erstere Meinungen lehnst Du ab Du, zweitere nimmst Du als Bestätigung.
Also, hast Du doch schon eine vollkommen festgelegte Meinung, brauchst Du nur Bestätigung?
Die, die dir raten, dass du alles richtig machst, haben meine Erachtens keine Kinder, wäre aber interessant, das herauszufinden.
Ich habe 2 Kinder und bin getrennt. So gesehen kann ich im Gegensatz zu einigen anderen mitreden, weil ich viele Männer mit und ohne Kinder kennenlerne.
Was willst Du von dem Mann genau?
Eine Beziehung mit gemeinsamer Zukunft? Dann gehört das Kind dazu - es ist sein Kind, aber die Beziehung funktioniert nur, wenn das Kind und du eine Ebene finden und du es nicht nur zähneknirschend duldest und flüchtest, sobald es auf der Matte steht. Einen Vater bekommst Du nur ganz, wenn du sein Kind lieben lernst.

Wenn Du einfach nur eine schicke Zeit als Paar mit dem Mann willst, dann musst Du Dich nicht einbringen. Nein, dann ist es sogar besser, wenn das Kind dich gar nicht erst näher kennenlernt. Dann genieß die Zeit zu zweit, verbringt mal einen Urlaub zusammen und du blendest das Kind weitgehend aus, bleibst eine entfernte nette Tante. Eine wirkliche Beziehung mit Zukunft ist das dann natürlich nicht. Wäre aber auch kein Weltuntergang. Man kann auch eine solche Beziehung genießen, solange es nicht der Partner fürs Leben werden soll.
 
  • #36
An dem Beitrag #34 stört mich die Bezeichnung "schicke Zeit" . Natürlich lebt die FS ein ausgefülltes, sinnvolles Leben, und ich (vier Kinder, davon noch drei bei mir) hätte mir durchaus eine intensive Zweisamkeit ohne Kindereinbindung als Ergänzung zu meiner Familie vorstellen können.
Dass die Beziehung zwischen den beiden aber weniger wahrscheinlich langfristiges Potential hat, wenn sein Kind nicht Teil der Partnerschaft wird, sehe ich ebenso. Aber nur weniger wahrscheinlich, unmöglich ist es nicht.
 
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Gast

  • #37
Liebes Forum,

ich (w, 33) bitte mal mir den Kopf zu waschen und freue mich auf objektive Meinungen, vielleicht bin ich total auf dem Holzweg, vielleicht liege ich richtig?

Mein Schatz (m, 39), den ich über alles liebe, hat einen Sohn im Alter von 4 Jahren. Wir sind jetzt 3/4 Jahr zusammen und es passt an allen Ecken, bis auf folgendes:
Als ich ihn kennenlernte, fand ich die Idee nicht schlecht, dass er alle 14 Tage seinen Sohn am Wochenende hat, selten unter der Woche. Da ich sehr viel arbeite (Steuerberatung), oft auch am Wochenende und nach Feierabend Arbeit mit nach Hause nehme, war es in meinen Gedanken ganz praktisch, dass ich diese Wochenenden, wo er seinen Sohn hat, dann für meine Familie, Freunde oder eben auch Arbeit nutzen kann. Meine Freizeit ist echt rar, ich mag mein Leben aber so, meine Arbeit bringt mir auch viel Spaß!

Er sieht das leider ganz anders und wünscht, dass wir auch diese Wochenenden mit Sohn gemeinsam verbringen. Ich mag den Kleinen, aber ein ganzes Wochenende ist mir dann doch 'zuviel'. Ich möchte einfach mehr Paarzeit genießen, wenn ich schon meine knappe Freizeit einbringe. Wir verstehen uns sonst blendend, doch das ist ein totaler Streitpunkt.

Wir führen eine Fernbeziehung. Meine Kanzlei hat mehrere Niederlassungen und ich könnte in seine Stadt wechseln. Seine Wohnung ist groß, jedoch nur drei Zimmer. Er meint, das wäre doch perfekt für uns, ich sehe das anders. Für meine Arbeit brauche ich ein einzelnes Zimmer, wo ich ungestört bin. Das kann ich bei ihm so nicht haben, das dritte Zimmer ist selbstverständlich das Kinderzimmer. Mich im Wohnzimmer mit meinen Akten breit zu machen, das will ich nicht. Die Wohnung ist neu und schick, so etwas vergleichbares finden wir in FFM nicht mal eben. Streitpunkt Nr. 2. Er will das Zusammenleben, ich zögere.

Stell ich mich nur blöd an? Stelle ich überzogene Ansprüche? Oder wie seht ihr das?

Danke vorab

<mod. Signatur entfernt>
Also mal von mir als alleinerziehender Vater mit 9j. Kind mal gesagt!
Ich denke das du vorher wusstest das er ein Kind hat und das kommt alle 14 Tage zu Besuch!!
Das Kind gehört zu ihm und ich lese bei dir raus das du dich dann andersweitig beschäftigst? Also das verstehe ich überhaupt nicht!
Von Männern wird immer erwartet das wenn die Frau schon Kind/Kinder hat mit eingebunden wird aber ich lese immer das es andersrum ganz anders laufen soll.
Würde sich dein Partner nicht auch feuen wenn ihr mal etwas zu dritt macht? Ich denke schon.
 
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Gast

  • #38
Also mal von mir als alleinerziehender Vater mit 9j. Kind mal gesagt!
Ich denke das du vorher wusstest das er ein Kind hat und das kommt alle 14 Tage zu Besuch!!
Das Kind gehört zu ihm und ich lese bei dir raus das du dich dann andersweitig beschäftigst? Also das verstehe ich überhaupt nicht!
Von Männern wird immer erwartet das wenn die Frau schon Kind/Kinder hat mit eingebunden wird aber ich lese immer das es andersrum ganz anders laufen soll.
Würde sich dein Partner nicht auch feuen wenn ihr mal etwas zu dritt macht? Ich denke schon.
Ich denke dieser User hat die Gedanken der FS nicht verstanden. Ich als AE-Mutter sehr wohl. Mein Kind ist fast aus dem Haus und ich date keine Männer mit Klein-Kindern, oder Kinder, die jünger sind als meins. Probleme sind vorprogrammiert und in den meisten Fällen zahlt die Frau drauf.

Ich bin jetzt egoistisch und möchte nach 18 Jahren guter Betreuung meines Kindes, endlich wieder mehr Frau als Mutter sein. Daher suche ich einen Mann, der entsprechende Bedingungen hat, dass wir eine andere Form von Beziehung leben können, wo kleine Kinder, böse Ex-Frauen usw. keine Rolle mehr spielen.

Verstehen tue ich nicht, warum der Freund der FS sich nicht eine AE-Mutter mit Kleinkind im gleichen Alter sucht. Es wäre für ihn in vielerlei Hinsicht viel unkompliziere und erfolgsversprechender.

Also FS, bleib weiter bei deiner Einstellung, dann passt es halt nicht. Manche Dinge muss man ausprobieren, aber hinterher ist man klüger.

w 50
 
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Gast

  • #39
Lieber Vater mit Kind,
die Fragestellerin wusste dass der Partner Kinder hat - sie wusste nicht, dass sie die neue Mutter der Kinder sein soll. Der Vater in diesem Diskurs ist kein Alleinerziehender Vater sondern ein Wochenendvater, der seine Pflichten möglichst gerne auf Null reduziert und andere die Kinderbetreuung übernehmen lässt. Dass ist hier der Knackpunkt. Dann - die FS selbst ist in einem Beruf tätig, in dem sie ein Arbeitszimmer braucht. Stichwort Schweigepflicht. Außerdem ist es ineffizient, Aktenarbeit im Wohnzimmer, in dem alle 5 Sekunden eine Störung erfolgt zu machen.
Ich bin ebenfalls W, selbständig und mit Kind und weiss, wovon ich rede. Und als alleinerziehende Mutter habe ich Kontakte mit anderen A-Klasse-Müttern, und die sagen alle : In den ersten ein bis drei Jahren einer möglichen Beziehung halte ich es so, dass meine Kinder nichts von dem möglichen neuen Partner sehen. Es ist die Kennenlernphase. Der Mann den die Fragestellerin datet, der will ihr das Arbeitszimmer wegnehmen, der will ihr sein Kind aufdrängen und der will nach einer unangemessen kurzen Zeit des ersten Kennenlernens eine gemeinsame Wohnung. Es ist von der Fragestellerin sehr tolerant und zeigt wie kompromißbereit sie ist, dass sie trotz dieser drei Negativpunkte versucht mit dem Mann eine Partnerschaft aufzubauen ! W
 
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Gast

  • #40
FS:

Fortbildung hat mich am Antworten gehindert, aber da bin ich wieder.

@ Gast 30: Nein, ich finde gerade die unterschiedlichen Ideen bereichernd. Um mich selbst zu bestätigen, brauche ich nicht fragen. So war es mir zum Beispiel vorher nicht bewusst, dass es weniger das Thema ist Kind oder nicht Kind, sondern die Grundtendenz mehr Richtung zwei Persönlichkeiten mit sehr unterschiedlichen Nähe-Distanz-Bedürfnissen geht.

@ Gast 31: Ich habe gelernt nicht zu schnell aufzugeben. Der perfekte Mann ist für mich eine Illusion, ich bleibe daher am Ball, weil er mir sonst als Partner sehr viel gibt.

@ Ann31: Es wird eine Zeit dauern etwas passendes zu finden, wahrscheinlich hast du Recht, dies ist eine gute erweiterte Zeit zum Erproben....

@ Michaela 71: Love is not a choice.
Vor mir waren ambitionierte Frauen um ihn herum, die es gar nicht erwarten konnten, seinen Sohn zu umsorgen. Von denen wollte er aber keine. Es durchblickt auch jeder Mann, wenn frau versucht sein Herz über Mütterlichkeit zum Kind zu erobern. Das Kind hat aber schon eine Mutter.
Sich heiler anfühlen, ich verstehe, was du meinst, doch ich weiss nicht, ob ich das bieten kann. Für die heile Familie waren meines Erachtens er und seine Ex verantwortlich, sie haben es nicht auf die Reihe bekommen, ich sehe mich hier nicht in der nachrückenden Position um eine Lücke zur heilen Familienwelt aufzufüllen. Es wird nie das gleiche sein wie eine intakte Familie mit Mutter, Vater, Kind.

@ Gast 34: Von zähneknirschend tolierien war nie die Rede. Es geht einfach um die zeitliche Komponente:
Wir verbringen jedes Nicht-Papa-WE gemeinsam.
Wenn wir auch noch jedes Papa-WE gemeinsam verbringen, bleibt für meine Familie, Arbeit und Freunde kein einziges WE mehr übrig. Ich müsste alles auf unter der Woche schieben. Das geht leider nicht.
Zwischenlösung wäre Fr und Sa für mich, So mit ihm Papa-Sohn-WE. Nur die vollen WEs kann ich einfach nicht investieren, das wird auf Dauer nicht funktionieren, es würde mich mental sehr runter ziehen den Kontakt zu Freunden und Familie so zu vernachlässigen.

@ Gast 35:
Natürlich wusste ich das seit dem ersten Treffen. Nur wusste ich eben nicht, wie er sich einen gemeinsamen Alltag vorstellt und ich hatte auch keinerlei Einblick, wie er mit dem Kleinen umgeht, wieviel (oder besser gesagt: wie wenig!) er der Mutter abnimmt und so weiter.
Ich habe es ein paar Zeilen weiter oben geschrieben: es geht nicht darum sich mal einzubinden, es ist mir schlicht nicht möglich immer dabei zu sein.
Wie den Antworten zu entnehmen war, so habe auch ich den leisen Verdacht, dass ihm ein ganzes Papa-WE schlicht zu langweilig ist. Natürlich ist es dann zu dritt schöner. Aber primär wäre es eben schon SEINE Aufgabe. Die Privilegien seiner vorherigen Versorgerehe hat er nicht mehr, jetzt muss er aktiv an sein Kind.
 
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Gast

  • #41
Lieber Vater mit Kind,
die Fragestellerin wusste dass der Partner Kinder hat - sie wusste nicht, dass sie die neue Mutter der Kinder sein soll.W
Sie soll doch gar nicht die neue Mutter des Kindes sein, denn das Kind HAT eine Mutter! Aber wenn sie eine gemeinsame Zukunft anstreben und vielleicht sogar irgendwann ein gemeinsames Kind planen, dann sollte sie schon auch zeigen, dass sie an seinem Kind Interesse hat. Das ist ja schlimm! Wenn der mann einen Hund hätte, würde sie sich mehr integrieren als bei einem Kind!

Und wieso soll der Mann sich eine AE mit Kind suchen? Die beiden haben sich nunmal gefunden und lieben gelernt. Nur weil Du keinen Mann mit Kleinkind mehr willst, heißt das ja nicht, dass das für jede 33 jährige Frau gilt. Nur gibt es sicher andere 33jährige, die die beiden "Männer" lieben lernen würden. Einzeln gibt es den Mann eben nicht. Ich weiß nicht, wieso sich die FS beschwert, es hört sich so an, als ob sie mit dem Kind nichts zu tun haben wollte, am liebsten hätte sie das Kind ganz weg, denn es stört sie.
So kann das nichts werden!?
Ich habe auch 2 Kinder. Wenn ein Mann als wirklicher Partner in Frage käme, dann würde er sich natürlich auch mit den Kids beschäftigen - und zwar gerne. Deswegen ist er nicht Ersatzpapa, aber vielleicht könnten sie Freunde werden und vielleicht sogar mehr.
Wenn ein Mann die Kinder aber als störend empfinden würde, wäre es natürlich nur eine Affäre auf Zeit. Ich würde sie ihm dann allerdings gar nicht mehr "zumuten", dann machen wir eben nur noch etwas zu zweit. Eine Beziehung ist es dann allerdings nicht mehr.
Liebe FS: Es sind Ausflüchte, wenn du sagst, dass du die Papa-WEs für Deine Freunde brauchst und für Deine Familie. das weißt Du auch!
Du könntest durchaus deine Familie inkl. Papa und Kind besuchen, ihr könntet tagsüber einen Ausflug in einen Tierpark machen und abends gehst Du mit ner Freundin was essen und er bringt das Kind ins Bett, ihr könntet aber auch zu dritt essen gehen - oder auch inkl. deiner Freunde. Du klinkst Dich total aus der Vater-Sohn-Beziehung aus.
Vielleicht hast du ja auch ein bisschen Angst? Es ist ja doch etwas heikel, deine Rolle als neue Frau an Papas Seite!? Entweder, der Mann ist Dir die Mühe wert, auch mal sein Kind und ihn als Vater kennenzulernen oder nicht. Du schreibst, dass ihm das wichtig wäre. Keine Zeit zu haben ist eine Ausrede. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und in einer Paarbeziehung hat man immer weniger Zeit für Familie und Freunde anfangs. Das legt sich irgendwann, wenn alle deinen Neuen und das Kind kennengelernt haben.
Du musst sicherlich nicht IMMER dabei sein, du hast natürlich auch Dein eigenes Leben, an das auch er sich etwas anpassen muss.
Aber ab und zu wäre ich an Deiner Stelle am Papa-WE einfach dabei. Wenigstens einen Nachmittag.

w,40
 
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Gast

  • #42
FS:

@ Gast 40:

Es sind keine Ausflüchte, du kennst weder mein Leben noch meinen Arbeitsalltag, der sicher weit über das normale Zeitmaß hinaus geht.
Unabhängig vom Kind: ich brauche Zeit. Für mich. Allein. Mit meinen Freunden. Mit meiner Familie. Ich will gar nicht alles gemeinsam machen, diese Form der Partnerschaft oder nennen wir es besser Symbiose strebe ich nicht an. Und genau das ist der Kern, was ich mit ihm zu klären habe.
So wie einige meinen, man wisse doch vorher, dass er ein Kind hat, so könnte auch ich jetzt spöttisch sagen: er kannte vorher meinen Job. Vermutlich hat er es sich trotzdem "anders" vorgestellt.





Lieber Vater mit Kind,
die Fragestellerin wusste dass der Partner Kinder hat - sie wusste nicht, dass sie die neue Mutter der Kinder sein soll. Der Vater in diesem Diskurs ist kein Alleinerziehender Vater sondern ein Wochenendvater, der seine Pflichten möglichst gerne auf Null reduziert und andere die Kinderbetreuung übernehmen lässt. Dass ist hier der Knackpunkt. Dann - die FS selbst ist in einem Beruf tätig, in dem sie ein Arbeitszimmer braucht. Stichwort Schweigepflicht. Außerdem ist es ineffizient, Aktenarbeit im Wohnzimmer, in dem alle 5 Sekunden eine Störung erfolgt zu machen.
Ich bin ebenfalls W, selbständig und mit Kind und weiss, wovon ich rede. Und als alleinerziehende Mutter habe ich Kontakte mit anderen A-Klasse-Müttern, und die sagen alle : In den ersten ein bis drei Jahren einer möglichen Beziehung halte ich es so, dass meine Kinder nichts von dem möglichen neuen Partner sehen. Es ist die Kennenlernphase. Der Mann den die Fragestellerin datet, der will ihr das Arbeitszimmer wegnehmen, der will ihr sein Kind aufdrängen und der will nach einer unangemessen kurzen Zeit des ersten Kennenlernens eine gemeinsame Wohnung. Es ist von der Fragestellerin sehr tolerant und zeigt wie kompromißbereit sie ist, dass sie trotz dieser drei Negativpunkte versucht mit dem Mann eine Partnerschaft aufzubauen ! W
Es ist natürlich besonders interessant das Feedback von Müttern zu hören, danke!
 
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Gast

  • #43
Liebe FS,

ich sage dir ganz klar. Dann passt es nicht. Du brauchst viel Freiheit für dich, er will Nähe, er will ne Neue um auf Familie zu machen. Das willst du doch gar nicht.

Es wird auf eine Trennung raus laufen.

Manchmal muss man solche Beziehungen eingehen, um richtig zu lernen, was man will. Dann ist man das nächste Mal klüger.

AE-Mutter, die so ähnlich tickt
 
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Gast

  • #44
FS:

So wie einige meinen, man wisse doch vorher, dass er ein Kind hat, so könnte auch ich jetzt spöttisch sagen: er kannte vorher meinen Job. Vermutlich hat er es sich trotzdem "anders" vorgestellt.
Die meisten haben aber einen anstrengenden und keinen 9-to-5-job. Das gibts heutzutage nicht mehr! Aber sein Kind gehört nunmal zu ihm. Ich merke eben, dass du ehrlich gesagt einfach keine Lust hast auf Unternehmungen MIT Kind und ihm.
Du willst Dein Leben so wie es war behalten und ihn an den kinderfreien Wochenenden dazu. Das ist aber eben keine Beziehung. Ich glaube, ein Mann ohne Kind wäre besser für Dich.
Nun magst Du ihn aber eben schon sehr...
Also musst Du Dir überlegen, ob Du Dein Leben für ihn ändern würdest oder lieber ohne ihn leben!?
Was hat dein Job denn mit Eurer Beziehung zu tun? Und wenn Du wenig Zeit hast, wieso müssen dann grundsätzlich die Kinderwochenenden daran glaube, wenn Du weißt, dass es ihm wichtig wäre, dass du den Teil seines Lebens auch kennenlernst!?
Ein Mann stellt sicher nicht jeder Frau seine Kinder vor, das ist schon auch ein Zugeständnis an Dich.
Wenn Du weiter so stur bist und nicht verstehen willst, dass es wichtig ist, dass du Zeit mit ihm UND dem Kind verbringst, dann passt es eben nicht. Keine Zeit ist trotzdem eine Ausrede. Man kann das Wochenende auch zerstückeln und am Vormittag Arbeiten, nachmittags zu Freunden und den Abend mit dem Kind und dem Mann verbringen - oder andersrum.

Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe!

w,40, Mutter von 2 Kindern