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Wahrscheinlich tragen beide Partner gleichermaßen zu solchem Misstrauen bei.
Meiner Überzeugung nach funktionieren Partnerschaften zwischen Selbständigen und Angestellten nicht. Es läuft immer auf eine Asymmetrie hinaus, die ihre Ursache in der „freien” Zeiteinteilung des/der Selbständigen hat: er/sie soll frei nehmen, wenn der angestellte Partner frei hat, er/sie soll Erledigungen übernehmen, während der Partner arbeiten muß. Trotz dieser je nach Beruf mehr oder minder starken Beeinträchtigungen wird aber ein adäquates Einkommen erwartet bzw. liegt Unfrieden in der Luft, wenn einer Auftragsarbeit Vorrang vor privaten Angelegenheiten eingeräumt oder erwirtschaftetes Geld re-investiert werden soll. Oder es wegen der Partnerkonflikte zu Einbußen kommt – die durchaus gravierend sein können, wenn z.B. ein Hauptkunde genervt wegbricht.

Im vorliegenden Fall könnte es durchaus sein, daß der Mann sich zwischen Kunden und Partnerin in die Enge getrieben fühlt und längst keine Lust mehr hat, immer und immer wieder rechtfertigen zu müssen, daß er keineswegs „immer frei” hat.
 
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