• #1

Mann wird immer dicker, lässt sich gehen

Ich und mein Mann sind jetzt 6 Jahre zusammen. Unsere Tochter kam dieses Jahr zur Welt. Als ich ihn damals kennenlernte, war es etwas ganz besonderes.. Ich habe noch nie so einen tollen Mann kennengelernt! Er war immer etwas kräftiger gebaut, dennoch war er sehr attraktiv. Es war wirklich eine wunderschöne Zeit! Das letzte Jahr war jedoch nicht so toll für uns. Jobverlust etc. Jetzt kommen wir aber zum eigentlichen Problem. Er hat sehr zugenommen. Außerdem macht er garnichts mehr aus sich. Selbst seine Zähne putzt er unregelmäßig, was ich wirklich ekelhaft finde. Am liebsten spielt er irgendwelche Spiele am pc. Ich finde es schrecklich so zu schreiben, aber es stört mich gewaltig. Das macht ihn alles so unattraktiv. Ich verlange nicht das er von jetzt auf gleich abnimmt, aber dass er motiviert ist etwas zu tun! Ich selber sehe wieder aus wie vor der Schwangerschaft (gut der Bauch ist noch nicht wieder ganz straff). Ich schminke mich, mache mir die Haare. Lasse mich also nicht gehen. Und ich habe mich immer sehr gerne für ihn schön gemacht. Aber mittlerweile merke ich, dass mir das keine Freude mehr macht. Denn er tut ja auch nichts..ich denke er ist unglücklich mit seinem neuen Job. Der macht ihm nämlich keinen Spaß. Ich hab schon so oft mit ihm geredet, aber es bringt irgendwie alles nichts. Wir streiten täglich. Küssen uns nicht mehr, wir leben wie Freunde. Ich bin so unglücklich. Denke schon an Trennung. Wieso lässt er sich so gehen? Will man denn nicht für seinen Partner attraktiv sein? Weiß nicht was ich noch tun soll...
 
G

Gast

  • #2
Liebe MinieMaus,

bitte trenne Dich bloss nicht! Es gibt sonst ein weiteres, trauriges Scheidungskind in dieser Welt.

Er macht eine schlechte Phase durch - das musst Du nun mit ihm durchstehen. So wie er Deine Schwangerschaft mit Dir durchgestanden hast.
Das wird nicht eeeewig so weitergehen, manchmal braucht ein Mensch solche Downphasen um wieder Kraft für Aenderungen zu sammeln und entsprechend hohen Leidensdruck (fett werden bis er sich selbst schämt) um was zu verändern.

Konzentiere Dich auf Dein Kind! Gib ihm das Gefühl, dass Du für ihn da bist, aber Du merkst, dass er gerade gedanklich beschäftigt ist und es ihm nicht gut geht. Sag ihm, dass Du aus Deiner Sicht alles gemacht hast, es aber nichts gebracht hat und Du nun auf seine "Rückkehr" wartest. Nur warten, mehr nicht. Du gibt ihm ohne Fragen bis Ende des Jahres Zeit, danach möchtest Du doch eine Aenderung sehen.
 
  • #3
Nunja. Könnt ihr miteinander reden? Fragen, was er hat? Ob man ihm helfen kann? Miteinander und nicht dagegen? Er macht das ja wohl nicht, um dich zu ärgern, sondern er ist unglücklich.
 
  • #4
Liebe MinieMaus, gutes Zureden scheint ja laut deiner Schilderung nichts zu bringen. Vielleicht ist er einfach mit der neuen Rolle als Vater überfordert und weiß nicht, wie er damit umgehen soll.
Ich bin kein Fan von vorschnellen Ferndiagnosen, aber versuche doch einmal, ihn behutsam zum Arzt zu manövrieren. Nicht nur Frauen können nach der Geburt eines Kindes depressive Verstimmungen entwickeln, vielleicht hat er eine depressive Episode?

Ich bin wie gesagt kein Fachmann, würde dir deshalb raten einen Arzt zuhilfe zu ziehen. Alles Gute und viel Kraft für euer Baby!
 
  • #5
Ganz ehrlich gesagt, würde ich unter solchen Umständen eine Beziehung unterhalten, ich würde gehen, wenn meine Bedenken nicht ernst genommen werden! Mein Selbstwert ist zum Glück weitaus höher als so behandelt zu werden und Punkt. Nicht Worte zählen, sondern Taten!
 
  • #6
Ich schätze, er hat persönlichen Frust. Von dem er Ablenkung sucht, z.B. (mehr) essen oder Spiele. Aber z.B. mehr Bewegung ist für ihn keine Ablenkung, sondern Stress = Frust.

z.B. weil er jetzt in diese Lage gekommen ist.
Einen Job, den er machen muß, obwohl ihm keinen Spass macht.
Es ist sehr öde, wenn der Job schon morgends um 9 Uhr ankotzt, aber man ihn noch den ganzen Tag arbeiten muß.
Aber er nun seine Familie ernähren muß.

Also den ganzen Tag Frust aufgestaut, den er dann abends abbauen muß. z.B. durch die PC-Spiele.

Oder Glücksgefühl durch essen, statt Zweisamkeit. Weil die Frau weniger Zeit dafür hat, weil sie sich z.B. um das Kind kümmern muß.
Während die Frau ihre Glückserlebnisse durch das Kind bekommt. Und dafür keine Ersatzbefriedigung braucht.

Vorschlag: Eher miteinander küssen - als naschen.
Ein Kuss verbraucht sieben Kalorien und mehr, pro Person - das naschen ist aber das totale Gegenteil.

Andere mögliche Ursache: Änderung des eigenen Stoffwechsels.
Früher konnte ich jede Menge essen, ohne dick zu werden. Ab 30 kippte mein Stoffwechsel um. Danach muß ich aufpassen, bis heute, um nicht zuzunehmen.
 
  • #7
Hallo Fs,

deine Frage antwortest du dir doch eigentlich schon selbst.
Er lässt sich gehen, weil er im Moment in einer "Phase" steckt,
in der er nicht glücklich ist.
Versuch für ihn da zu sein, ihm Mut zu machen, ihn aufzubauen in dieser schwierigen Zeit, wenn du ihn liebst!?
Sein Gewicht etc. bekommt er schon in Griff, wenn er eine starke Partnerin an seiner Seite hat, die für ihn da ist in seiner schweren Zeit. Sprich es bloß nicht jetzt an, denn er hat andere Probleme die für ihn gravierender sind, als deine "oberflächlichen".
 
  • #8
Hallo Fs,

deine Frage antwortest du dir doch eigentlich schon selbst.
Er lässt sich gehen, weil er im Moment in einer "Phase" steckt,
in der er nicht glücklich ist.
Versuch für ihn da zu sein, ihm Mut zu machen, ihn aufzubauen in dieser schwierigen Zeit, wenn du ihn liebst!?
Sein Gewicht etc. bekommt er schon in Griff, wenn er eine starke Partnerin an seiner Seite hat, die für ihn da ist in seiner schweren Zeit. Sprich es bloß nicht jetzt an, denn er hat andere Probleme die für ihn gravierender sind, als deine "oberflächlichen".
Welche schwierige Zeit denn? Er ist nicht arbeitslos, sondern hat einen neuen Job. Wenn jeder viel zunehmen würde, seine Körperpflege vernachlässigen und nur noch am PC hängen würde, der keinen Spaß in seinem Job hat, dann gute Nacht! Das Leben ist kein Ponyhof. Der Mann ist junger Vater und Partner für seine Frau. Es zeugt von Respektlosigkeit und Lieblosigkeit, sich derart gehen zu lassen. Nicht mal regelmäßiges Zähneputzen, igitt! Dann empfiehlt hier jemand "Küssen statt Naschen". Eklig, sage ich da nur. Liebe FS, mach eine klare Ansage und setze dem Mann eine Frist. Du lässt Dich auch nicht gehen und hast garantiert mit einem so kleinen Kind gut zu tun. Ihr seid ein Paar, er ist Familienvater und sollte sich nicht benehmen, wie ein bockiger unreifer Teenager.
 
  • #9
Lieeb FS,
vorab: zu einer Partnerschaft gehört auch das gemeinsame Durchstehen von schwierigen Zeiten, nicht nur Zusammensein, wenn es nach Deinem Gusto läuft.
Aktive Beziehungsgestaltung heißt nicht, dass Du alles erdulden musst, was er Dir bietet, sondern, dass Du ein Auge für seine Situation hast, die Schwierigkeiten würdigst und ihm zeigst, dass Du ihm zur Seite stehst.
- ermutige ihn, nach einem neuen Job zu suchen. Es hat keinen Sinn auszuharren und zu leiden. darunter geht Eure Ehe kaputt. Was ist mit Deiner Berufstätigkeit? Bist Du berufstätig, kannst Du aufstocken, um Last von ihm zu nehmen?
- setze ihm im Hinblick auf seine körperliche Verwahrlosung Grenzen. Nenn' Die Dinge beim Namen: sein Übergewicht macht ihn zu einem unattraktiven Mann, auch für Dich und verbessert seine Lage bei der Jobsuche nicht. Ungeputze Zähne sind schlichtweg ekelhaft und so küßt Du ihn nicht.
- Schieb' ihm Aufgaben in der Kinderbetreuung und Haushalt zu. Zeig' ihm, dass Du einen Partner brauchst und willst, kein Spiele zockendes Kind. Erinner' ihn daran, dass er ein mann ist und seines Glückes/Unglückes Schmied.
- frag' ihn, wie Du ihn unterstützen kannst

Und dann sehen, wie er damit umgeht
 
  • #10
Das ist jetzt wahrscheinlich die erste Krise, die Ihr bewältigen müsst. Ich würde Dir auch raten, das jetzt anzunehmen und nicht alles hin zu schmeißen.

Versetze Dich doch mal in seine Lage: er hatte seine Arbeitsstelle verloren. Damit gehen meist krasse existenzielle Ängste einher. Habituell schlanke Menschen werden in solchen Zeiten dünner, habituell dickere können sehr schnell richtig fett werden (Cortisolwirkung, verändertes Essverhalten, vor Angst wie gelähmt und bewegungslos). Jetzt hat er zwar wieder eine Stelle, aber eine ungeliebte. Jeden Tag acht Stunden (mit Fahrtzeiten wird's schnell wesentlich mehr) an einem unangenehmen Ort sein zu müssen ist schon schwer. Zusätzlich hat er auch noch den Druck eine Familie ernähren zu müssen. Für dieses Gefühl ist es übrigens unerheblich, wenn Du arbeitest und Geld verdienst. Er wird trotzdem diese Last spüren. Es wäre ein schöner Anfang, wenn Du zunächst mal diese Empathie aufbringen würdest.

Dann solltest Du positiv auf ihn eingehen (Nörgeln verstärkt nur den Cortisoleffekt). Geht bspw. abends nach der Arbeit eine Stunde spazieren. Das macht den Kopf frei und verbrennt Kalorien. Danach nur ein leichtes Abendessen und kein Bier oder Wein dazu. Versuch einen freien Abend in der Woche mit ihm zu haben, wo ihr bewusst wenig zu Abend esst, weil Ihr danach noch Schwimmen und Saunieren geht.... Alles was ein liebevolles und wertschätzendes Angebot ist, hilft. Druck und Enttäuschung verschlimmern die Problematik.
 
  • #11
Oje, mit diesem Problem tust du mir sehr leid, es ist mitunter eines der schlimmsten Beziehungsprobleme die einem begegnen können. Habe das ganze in umgekehrter Version am eigenen Leib erlebt. Ich denke langsam es ist schon eher die Regel, dass sich beide Partner (bzw. einer besonders) nach 5-6 Jahren Beziehung gehen lässt. Mit dem Job hat das mMn nichts zu tun, man ist entweder ein Typ der versucht das beste/was gutes aus sich zu machen oder ist es eben nicht.
Machst du dich wirklich "für ihn" zurecht oder eigentlich für andere? Habe das nämlich auch schon erlebt dass die Partnerin meinte sie mache sich "für mich" hübsch, war aber immer nur wenn wir außer haus gegangen sind oder freunde besuchten, sobald wir unter 4 Augen waren war wieder schlabberlock und Natur pur inkl. Wildwuchs angesagt :) von lückenhafter Hygiene möchte ich garnicht erst anfangen.
Leider kann ich dir hier keinen guten Rat geben, ich glaube dass viele Menschen den gerne hätten aber keiner hat einen, deshalb kommt das sooft vor. Ich wünsche dir nur viel Geduld und Leidensfähigkeit, mach aber nichts mit was dich ekelt! Mit (extra) gutem Beispiel voranzugehen ist auch nie falsch, wenn du dich extra pflegst kann es sein, dass es ihm irgendwann zu blöd wird der Lappen zu sein und sich mehr anstrengt.
Wegen dem Übergewicht könntest du ihm sagen, dass dir seine Gesundheit am Herzen liegt weil du ihn so sehr liebst.
Viel Erfolg
M30
 
G

Gast

  • #12
Einige sind hier offensichtlich nicht in der Lage den Post der FS richtig zu lesen oder denken, weil sie eine Frau ist, handelt es sich bei ihr um einen "bedürfnislosen Untermenschen"!
Die FS ist erst vor wenigen Monaten Mutter geworden und dieser Typ lässt nicht nur sie, sondern auch sein Kind im Stich und hier wird ernsthaft gefordert, die FS solle bloss nicht "nörgeln", den ekeligen Typen mit seinen ungepflegten Zähnen auch noch küssen und immer schön Verständnis zeigen????
Ich glaube, es hakt!!!!!
Der Mann kann sich sicher mal hängen lassen, aber doch nicht in so einer Situation, in der sein Einsatz wirklich gefragt ist. Die FS und sein Kind brauchen seine Unterstützung und seine Teilnahme JETZT und nicht irgendwann in einer unbedeutenden Schönwetter-Phase. Der Mann steht als junger Vater vor seiner ersten großen Tauglichkeitsprüfung im Sinne von "in guten wie in schlechten Tagen" und er versagt!
Was willst du, liebe FS mit einem Mann, der dich und dein Kind hängen lässt, auf den du dich in schwierigen Zeiten nicht verlassen kannst, weil er zu sehr beschäftigt ist mit seinen eigenen Problemen und seinem dicken A***?
Mach klare Ansagen und gib ihm noch einmal drei Monate und wenn sich dann nichts ändert, dann nimm Anlauf, verpass ihm einen Tritt in seinen dicken Hintern und schmeiß ihn aus eurem Leben raus. Auch deinem Kind zuliebe. Was soll es denn mit einem Erzeuger, auf den es sich in schwierigen Zeiten oder auch einfach wann immer es für den Herrn unbequem wird nicht verlassen kann? Sobald du dich getrennt hast, wird es euch beiden besser gehen.
Dir und deinem Kleinen alles Gute.
 
G

Gast

  • #13
Ich frage mich, warum sich so viele Menschen so viel Leid antun? Meine Antwort: weil sie nicht genügend gelitten haben, nicht genügend Reife haben, nicht genügend Persönlichkeitsentwicklung haben, nicht genügend Erfahrungen im Leben gesammelt haben!
"Mir ist meine Zeit mein wertvollstes Gut in meinem einmaligen Leben!" Zeit - u. Energievampire haben bei mir heute 0,000 Chance!
Und anstatt mit solchen über irgendeinen wiederholten und wiederkehrenden Nonsens kostbare Zeit vergebens zu diskutieren, bin ich lieber allein, lege ich mich viel lieber auf meinen Balkon, lese ein gutes Buch, höre eine inspirierende Musik und genieß die Sonne und das Leben und Punkt!
So einfach. So simpel!
Und genau das gleiche kann ich auch DIR nur empfehlen:
Jede Minute, die du mit solchen Leuten Idioten verplemperst, ist eine verlorene Minute.
Und du bekommst sie NIE wieder zurück! Wie alt muss man denn werden, um das zu kapieren?
Habe genügend SELBSTWERT und genügend SELBSTBEWUSSTSEIN!

Also entferne solche Miesepeter aus deinem Leben und ziehe statt dessen coole Leute in deine Umgebung, die dich nach vorne bringen und die dir Energie geben.
Ich frage mich schon sehr lange, warum bestimmte Menschen soo viel Leid ertragen, ohne dass sie bereit sind daraus zu lernen und lieber die Unfähigkeit weiterhin behalten und sich deshalb massiv weigern, das eigene Verhalten umzustellen?
 
  • #14
Die FS ist erst vor wenigen Monaten Mutter geworden und dieser Typ lässt nicht nur sie, sondern auch sein Kind im Stich und hier wird ernsthaft gefordert, die FS solle bloss nicht "nörgeln", den ekeligen Typen mit seinen ungepflegten Zähnen auch noch küssen und immer schön Verständnis zeigen????
Ich glaube, es hakt!!!!!
Es ist eben nicht immer alles schwarz oder weiß im Leben! Wenn die Fs trotz der nah zurückliegenden Geburt noch Kraft und Energie hat (was bewundernswert ist), dann sollte sie um ihre Ehe kämpfen. Und das heißt selbstverständlich nicht, dass sie jeden schlimmen Zustand für immer akzeptieren muss. (Das hat ihr keiner geraten, das willst Du nur so wahrnehmen, damit Du Dich aufregen kannst.) Wichtig ist aber schon, sich in seine Lage zu versetzen und zu überlegen, wie man wieder in Kommunikation kommen kann, wie man wieder füreinander begehrenswert wird und einen liebevollen Umgang findet.
Das geht aber nicht indem man den anderen entwertet und beschimpft. Das ist dann der Anfang vom Ende. Ich finde es lohnt sich in einer Liebesbeziehung (eine Ehe sogar mit Kind!) auch mal langen Atem zu haben. Wer das nicht hat oder will, kann ja gern Single bleiben.
 
G

Gast

  • #15
Ich frage mich, was manche hier, die der FS gut zureden, wohl schreiben würden, wenn ein Mann hier geschrieben hätte, dass seine Frau den Job gewechselt hätte, nun immer dicker wird, nicht mal die Körperpflege hinkriegt und sich nur noch mit PC-Spielen befasst.
Hinzu kommt noch, dass die FS gerade ein Kind bekommen hat. Diese Ratschläge sind doch "spiel die Mutti, sei verständnisvoll, blabla".

Liebe FS, Dein Mann wirkt auf mich, als sei er depressiv. Wenn er Ende 20, Anfang 30 ist, hat er vermutlich eine Krise. "Soll mein Leben so weitergehen", "was habe ich erwartet, was bekommen" usw.
Ich würde ihn fragen, ob er in seinem Job unglücklich ist und warum er nicht wechselt. Vielleicht rückt er raus mit der Sprache.
Wenn das nicht das Problem ist, was ich vermute, denn ich denke, es liegt daran, dass ihr nun ein Kind habt und die Zeit ganz anders aufgeteilt werden muss bzw. er sich festgenagelt fühlen könnte, dann kannst Du das Problem entweder aussitzen, Dich um Deinen Kram kümmern und ihn nicht "nerven", oder Du setzt ein Ultimatum. Allerdings eins ohne Druck, sondern eher eins, dass er machen soll, was er will mit der Arbeit und keine Rücksicht nehmen soll. Vielleicht kommt er dann von selber drauf, dass er die Arbeit wechselt, oder aber er findet einen Grund, warum ER die Arbeit machen will. Hat also nicht mehr das Gefühl, vom "Schicksal" dazu gedrängt zu werden.

Zitat von Gast:
bitte trenne Dich bloss nicht! Es gibt sonst ein weiteres, trauriges Scheidungskind in dieser Welt.
Weißt Du, wieviel unglückliche "Ehe"-Kinder es gibt auf dieser Welt? Weil sie Eltern haben, die sich dauernd streiten oder schweigen oder unglücklich mit sich selbst beschäftigt sind statt mit dem Kind? Was ist gut daran, wenn Kinder statt einer guten Trennung und nachfolgend guten Verhältnissen zu ihren Elternteilen dauernd Disharmonie, Ablehnung oder gar Hass mitkriegen? Gar nichts!
 
G

Gast

  • #16
Liebe FS, es bestünde auch die Möglichkeit einer Weiterbildung für ihn, um dem ungeliebten Job zu entkommen, d.h. ER kümmert sich u das Kind, lernt und hat die Zeit, ein wenig für seinen Körper zu tun, so wie du jetzt, DU ernährst die Familie.
Es geht ihm schlecht, der Job ist mies, er neigt zum Frustfressen - dich stört das, was ich gut verstehen kann.
Warum also nicht lösungsorientiert agieren anstatt zu jammern und die Trennung anzudenken? In guten wie in schlechten Zeiten....
 
  • #17
[mod] Ihr Mann leidet möglicherweise an einer Depression, eine Krankheit, bei der man einen Experten zu Rate ziehen sollte, und hier wird ihr geraten, sich zu trennen oder noch mehr Druck auf ihn auszuüben. Ja, ich glaube auch, dass es hakt, und zwar bei denen, die einen möglicherweise kranken Menschen als "Idioten" bezeichnen und mit ihren "so einfachen, so simplen" Ratschlägen vollkommen an der Situation vorbeigehen und damit drei Menschen unglücklich machen, statt ihnen zu helfen, glücklich zu werden. Der Ehemann braucht eine Therapie, keine "klaren Ansagen", die vor allem Druck aufbauen sollen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #18
Danke für eure vielen Antworten. Vielleicht ist das hier auch falsch rüber gekommen. Er ist wirklich ein ganz toller Papa und kümmert sich sehr gut. Aber in seiner freien (damit meine ich auch baby freien ;) ) Zeit liebt er nun mal den Computer. Braucht das wohl um runter zu kommen. Auch ist er so ein ganz toller und lieber Mensch!! Ja ich denke er ist sehr unglücklich mit seinem Job. Wir reden oft. Er kann nicht so einfach wechseln, da dass was er macht nicht so häufig gesucht wird. Er sagt mir oft das er es bereut nicht studiert zu haben (er ist wirklich sehr gebildet und hätte viiiel mehr aus sich machen können)
Ja ich denke das macht ihn mit und mit wirklich depressiv. Weiß aber auch nicht wie ich da helfen kann. Er könnte ein Fernstudium machen aber das alles unter einen hut zu bringen würde sehr schwer..
 
G

Gast

  • #19
Liebe MinieMaus,

bitte trenne Dich bloss nicht! ....Er macht eine schlechte Phase durch - das musst Du nun mit ihm durchstehen. So wie er Deine Schwangerschaft mit Dir durchgestanden hast.
.
Wer solche Ratgeberinnen hat, braucht keine Feinde mehr!
Die Schwangerschaft war ja wohl eine gemeinsame Entscheidung und die damit verbundenen körperlichen Veränderungen unvermeidlich. Dafür, dass der Ehemann immer fetter und verwahrloster wird, ist er dagegen ganz alleine verantwortlich!

Liebe FS, wenn Ihr Pseudonym auf Ihren Charakter weist, dann wird es Zeit, nicht mehr nur zu piepen, sondern mit der Faust auf den Tisch zu hauen! Machen Sie Ihrem Mann unmißverständlich klar, dass Sie nicht gedenken, die nächsten 20 Jahre an einen verfressenen Computer-Nerd zu verschwenden, der sich nicht einmal mehr die Zähne putzt. Mit "schlechten Zeiten" hat das nichts zu tun, das ist eine Charakterfrage. Und Ihr Gatte hat da scheinbar ein schweres Defizit.
 
E

Elissa

  • #20
Was würde im umgekehrten Fall wohl einem geraten, dessen Frau sich nicht mehr pflegt und nur noch vor der Glotze/Computer hockt? Da wäre es mit Verständnis sehr schnell vorbei. Einige Männer denken ja schon an Trennung, wenn sie mal eine Woche keinen Sex hatten.

Wenn einem der Beruf nicht (mehr) gefällt, dann muss man nach Lösungen suchen. Nicht jeder arbeitet in seinem Traumberuf (wahrscheinlich sogar nur die allerwenigsten). Sollen die jetzt alle frustriert und ungewaschen vor dem PC sitzen? Wenn man einen ungeliebten Beruf (aus finanziellen Gründen) nicht so einfach aufgeben kann, dann muss man halt Berufs- und Privatleben strikt trennen (Beruf = Geld, Privatleben = Familie, schöne Hobbies, Vereine, Ehrenamt etc.). Gejammer bringt jedenfalls gar nichts, höchstens , dass dieFfrau samt Kind die Flucht ergreift.
 
G

Gast

  • #21
Dafür, dass der Ehemann immer fetter und verwahrloster wird, ist er dagegen ganz alleine verantwortlich!

Mit "schlechten Zeiten" hat das nichts zu tun, das ist eine Charakterfrage. Und Ihr Gatte hat da scheinbar ein schweres Defizit.
Sehe ich ebenso. Ein Kind verändert natürlich auch die Eltern-Paar-Beziehung und da zeigt sich oft der wahre Charakter eines Mannes. Nicht umsonst gehen viele Ehen bzw. Beziehungen nicht lange nach der Geburt eines Kindes zu Ende, weil sich da oft erst zeigt, wie Mann mit der nun neuen Belastung umgehen kann, oder nicht.

Wenn der Mann weiter so macht, dann ist er den neuen Job bald los und wird so abgeschlafft und ungepflegt kaum einen neuen Job finden.

Daher tippe ich auch auf eine Depression und die FS sollte mit ihrem Mann zu einem Arzt gehen, um sich gemeinsam helfen zu lassen. Eine Paarberatung ist sicherlich angeraten, oft hilft es, wenn ein Paartherapeut als Mann zu einem Mann sagt, was Sache ist und welche Möglichkeiten es gibt, das Ruder rumzureissen.

w 53
 
G

Gast

  • #22
Er sagt mir oft das er es bereut nicht studiert zu haben (er ist wirklich sehr gebildet und hätte viiiel mehr aus sich machen können)
Das habe ich gemeint mit "Bilanz ziehen, was wollte ich im Leben, was habe ich". Ich kann ihn gut verstehen, dass er darüber sehr deprimiert ist.

Ich würde ihn an Deiner Stelle dazu ermutigen, doch noch zu studieren im Fernstudium. Ein direktes wäre vermutlich finanziell nicht drin, denke ich mal.


# 14
 
  • #23
Habe ihm Schon oft zu einem Fernstudium geraten. Aber wir wissen beide, er würde es nicht durchziehen.. Klar das wäre auch erstmal extrem anstrengend.. Aber von nichts kommt nichts.
Ich denke tatsächlich momentan oft ab Trennung :(
Wir streiten einfach zu oft. Gerade eben schon wieder. Die kleine bekommt das ja auch bald mit und das möchte ich nicht :(
 
  • #24
Lieeb FS,

vorab: zu einer Partnerschaft gehört auch das gemeinsame Durchstehen von schwierigen Zeiten, nicht nur Zusammensein, wenn es nach Deinem Gusto läuft.

Aktive Beziehungsgestaltung heißt nicht, dass Du alles erdulden musst, was er Dir bietet, sondern, dass Du ein Auge für seine Situation hast, die Schwierigkeiten würdigst und ihm zeigst, dass Du ihm zur Seite stehst.

Jepp!


Er ist wirklich ein ganz toller Papa und kümmert sich sehr gut. Aber in seiner freien (damit meine ich auch baby freien
) Zeit liebt er nun mal den Computer. Braucht das wohl um runter zu kommen. Auch ist er so ein ganz toller und lieber Mensch!! Ja ich denke er ist sehr unglücklich mit seinem Job. Wir reden oft.


Von einem tollen Menschen trennt man sich nicht wenn er in einer Krise steckt, man hält zu ihm ohne wenn und aber. Ich finde du geht es genau richtig an. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit das ihr die Rollen tauscht. Du wieder arbeiten gehst und er den tollen Papa, Haushalt und Co. macht. Vielleicht könnte er ja dann auch ein Fernstudium durchziehen. Also sozusagen als Übergangszeit. Er könnte dann vielleicht danach auch besser beruflich Wiedereinsteigen. Besonders wichtig wenn ihr noch ein weiteres Kind haben möchtet. Dann bist du eben wieder bei den Kinder. Also stellt einen Plan zusammen. Einen langfristigen. Dein Mann braut ein Ziel. Er lieb euch sicher über alles, aber den Versorger zu machen ist nicht immer leicht. Kenne es von meinem Bruder. Mieser Job, 2 kleine Kinder. Stress! Also setzt euch zusammen und ran an den Plan. Ich bin mir sicher bei euch geht noch einiges.
 
  • #25
Liebe FS,
zum einen: er arbeitet, er unterstützt Dich, er kümmert sich um Euer Kind und wenn er endlich frei hat, macht er Spiele. Was ist jetzt falsch daran?
Ich finde, wenn es ist egal und absolut seine Sache, was er in seiner knappen Freizeit macht, auch wenn ich Computerspiele idiotisch finde. Jeder hat das Recht auf die Entspannungsmaßnahmen, die bei ihm wirken, auch wenn Yoga vielleicht poitisch korrekter wäre.
Du solltest in seinen persönlichen Bereich nicht so eingreifen.

Dein Mann ist an der Grenze zur Depression - beginnend mit körperlicher Verwahrlosung und beruflicher Demotivation. Die Rumwühlerei in Gedankenkreiseln (hätte, wäre, wenn...) ist ein typisches Anzeichen dafür.
Ich weiß nicht, ob Du Dir eine Vorstellung davon machen kannst, was es heißt jeden Tag widerstrebend zur Arbeit zu gehen - was für ein Krafträuber das ist. Dein Mann kann sich deswegen schon die Zähne nicht mehr regelmäßig putzen und dann soll er nebenbei noch das Kind betreuen, Dich im Haushalt unterstützen und ein Fernstudium absolvieren, ist aber seit einer mittleren Ewigkeit aus dem schulischen Lernen heraus. Wie bitte soll er da noch ein Fernstudium wuppen?

Setz' Dich mal hin und mach' Dir einen Plan, wie Du ihm Freiräume für eine einfachere berufliche Zusatzqualifikation schaffst, damit er beruflich mehr Breite bekommt und zwar mit Präsenzveranstaltungen (2 mal abends und samstags ist er dann weg und Geld kostet es auch noch), d.h. er muss sich nicht selber motivieren allein zu lernen. Das ist nämlich superanstrengend.
Und wenn Du rausgefunden hast, was geht, was Du ihm ermöglichen kannst, dann stell ihm das vor - so geht sich gegenseitig unterstützende Partnerschaft.

Ich denke, es ist vorab wichtiger, dass er erst mal körperlich fit und mental stärker wird: Sport, gesunde Ernährung, Ruhe in der Familie, vielleicht auch eine Gruppentherapie für Burnout, bevor er beruflich noch mehr zu schultern hat.
Das kann man schaffen, wenn man die Aussicht hat, dass sich was ändert und der Partner am gleichen Strick in die gleiche Richtung zieht.
 
G

Gast

  • #26
Liebe FS, Du brauchst die Kraft für Euer Kind und auch für Dich. Niemandem ist gedient, wenn Du jetzt auch zusammenklappst während er sich in jeder Hinsicht gehen lässt. Euer Kind braucht stabile Verhältnisse und nicht zwei psychische Wracks. Nur eine Frage der Zeit, wann auch Du Dich gehen lässt und ihr beide tiefer in den Sumpf versinkt und die Kleine irgendwann vernachlässigt wird.
Wer bessere Arbeitsbedingungen haben will oder besseren Job, der muss etwas dafür tun. Er macht gerade alles, dass eine Verbesserung niemals eintritt, lamentiert vor sich hin, was er alles hätte lieber tun sollen. Nützt keinem was. Und ändert nichts an den Tatsachen.
Setz dich mit ihm zusammen und sag ihm, dass du erwartest (ja, genau, erwartest, böses Wort hier im Forum), dass er sich Gedanken macht in den nächsten zwei Wochen, wie es für ihn weiter gehen soll. Dass er zum Arzt geht, um feststellen zu lassen, ob eventuell eine Depression vorliegt und sich dann helfen zu lassen. Ansonsten verliert er seine Familie. Dieses Betüdeln was hier einige so großzügig propagieren, bringt rein gar nichts, außer dass es für alle schlimmer wird. Ein Süchtiger zB hört auch nicht mit seiner Sucht auf wenn ihn die Umstände nicht dazu zwingen weil das liebe Umfeld auch noch coabhängig wird und ihn bis zum bitteren Ende für alle beschützt.