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  • #1

Mein Ex möchte sein Sorgerecht niederlegen. Geht denn das so einfach?

Wir sind seit 5 Jahren geschieden und seitdem lebt unsere gemeinsame Tochter (15 J.) bei mir. Seit etwa einem halben Jahr weigert sie sich permanent, von ihrem Vater abgeholt zu werden. Sie begründet es damit, dass er sie immer wieder vor anderen demütige und ihr zu verstehen gäbe, dass sie nichts tauge und sich völlig falsch entwickelt habe. Dabei ist sie ein sehr liebenswertes Mädchen und auch in der Schule wieder besser, seitdem sie ihn nicht mehr trifft. Ich ermuntere sie zwischendurch immer wieder, ihm wenigstens mal eine E-mail zu schreiben und von sich zu erzählen, damit er weiß, wie es ihr geht und was sie so macht. Heute hat er mir einen Brief zukommen lassen, den er offensichtlich unserer Tochter als Mail vorab geschickt hat: Er möchte beim Jugendamt beantragen, sein Sorgerecht abzutreten. Er rechnet sicher damit, dass er dann keinen Kindesunterhalt mehr zahlen "muss".
 
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  • #2
Warum will ER das Sorgerecht abtreten? Mit welcher Begründung?

Warte ab und las ihn ruhig beim Jugendamt beantragen, das wird eh nichts. Der muss echt im Kopf ein bissel dämlich sein, so was beantragen zu wollen.

Vielleicht kannst du in diesem Rahmen ein gemeinsames Gespräch beim Jugendamt mit Tochter vorschlagen, wo er erzählen muss, warum er die Tochter früher vor anderen Menschen demütigte usw. , was dazu führte, dass die Tochter ihn nicht mehr sehen wollte.

Hast du ihn damals auf sein schädliches Verhalten angesprochen? Hast du dir damals Hilfe beim Jugendamt geholt und bist umgehend eingeschritten, nachdem du gehört hast, wie er mit eurer Tochter umgeht?

w, selber Tochter einer Mutter, die zur Kampfsau werden würde, wenn mein Kindesvater so mit unserer Tochter umgehen würde
 
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  • #3
Nein - einfach geht das nicht. Das Sorgerecht ist auch eine Pflicht. Ich kann auch nicht einfach meine "Mitgliedschaft" beim Finanzamt kündigen!
Da scheint jemand beleidigt zu sein, oder vielleicht auch zwei.
Ein moderiertes Gespräch - z.B. beim JA könnte helfen, aber vielleicht will Dein Ex auch die Tochter "mit Gewalt" erziehen - und das funktioniert nicht - zumindest nicht wirklich gut....
Vielleicht kann Deine Tochter ihn ja auch loslassen, aber dafür ist sie wohl noch zu jung...
Kommunikation wäre sicher das sinnvollste!
 
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  • #4
Du scheinst dein verzogenes Töchterchen ziemlich zu verherrlichen, sie als Prinzessin zu hofieren. Dies hat der Vater nicht gemacht und schwupps wird er von der Tochter aussortiert und weggeworfen. Nur weil der Vater nicht so funktioniert, wie ihr es gerne hättet. Das ist nicht fair dem Vater gegenüber. Und du hast nur Angst, dass er nicht mehr zahlen muss. Oh, dann verlierst du Geld - hier ist doch klar, welche Marschrichtung vorgegen ist, nicht das Wohl des Kindes, sondern das Wohl Deines Geldbeutels! Traurig, traurig.
 
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  • #5
du sie is alt genug ... wenn sie von ihm nix wissen will dann will sie nichts wissen, sie kann ihre zwischenmenschlichen angelegenheiten selbst regeln. wenn ihr weg ist, mit dem Vater nicht mehr zu reden, dann verdient er nichts anderes ... er muß kommen und den Zustand ändern - wenn er es nicht tut, hat er eben pech.

warum vertrittst du die Interessen Deines Ex gegenüber Deiner Tochter ? Weil das Problem doch ist, daß Du aus eigener Wahrnehmung nicht weißt was war - hat er sie geschlagen ? war mehr ? ich würde dem nicht trauen.

klammere mal das geld aus und sag "meine tochter weiß was sie tut - sie ist alt genug" - und fertig.
 
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  • #6
@4 mitnichten ist sie mit 15 alt genug. Das ist pubertäres Machtspielchen, weil der Vater nicht funktioniert, wie Tochter will. Der Vater soll Pflichten wahrnehmen, Frau Tochter muss dies nicht? Ungerechte Welt. Natürlich muss die Mutter auch die Interessen des Vaters vertreten - man nennt das zum Wohl des Kindes. Das Kind hat ein Anrecht auf beide Parteien. Und wenn die Mutter gut heißt, was Tochter macht, heißt es noch lange nicht, dass dies richtig ist. w/42 - Mutter einer Tochter, aber in Erziehungsfragen in Rü mit dem Vater, sonst läuft es nämlich nicht rund!
 
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  • #7
@3
Was ist das denn für ein unqualifizierter und so gar nicht zielführender Kommentar?
Solche Beiträge ägeren mich! Die führen zu nichts und verzerren die Wirklichkeit!

Ich bin erstaunt, was für verquere Ansichten hier oft vertreten werden!

Hier geht es nicht um Geld, sondern um das Wohl der Tochter. Wie muss sie sich fühlen? Erst beteiligt sich ihr Vater maßgeblich daran, dass sie in die Welt gesetzt wird und zehn Jahre später hat er keinen Bock mehr auf sie??

w28
 
  • #8
Sorgerecht und Unterhaltspflicht haben natürlich nichts miteinander zu tun. Das solltest Duihm vielleicht schon mal vorab sagen, damit er sich nicht völlig verrennt.

Vielleicht wollte er aber auch nur bluffen -- immerhin ist es richtig Scheiße von Dir und Deiner Tochter, dass sie ihren Vater nicht mehr regelmäßig sieht. In intakten Familien besteht diese Wahlfreiheit seitens der Kinder ja auch nicht. Natürlich darf und muss der Erziehungsberechtigte auf die Anwesenheit und Folgsamkeit der Kinder bestehen. Es ist absurd, dass Ihr das habt soweit kommen lassen.

Also, rede ihm den Quatsch aus und dann sorge dafür, dass Vater und Tochter wieder jedes zweite Wochenende zusammen sind, so wie es sich gehört. Alles andere wäre schlechte Erziehung von Euch BEIDEN!
 
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  • #9
@6: Das Wohl der Tochter stand die ganze Zeit nicht im Vordergrund. Mutter und Vater haben einen Erziehungsauftrag - gemeinsam!!! Und zwischen beiden scheint es keine offene Kommunikation zu geben. Wie Frederika schreibt, in intakten Familien gibt es auch keine Wahlfreiheit. Ich kann nur den Kopf schütteln, wie selbstverständlich angeblich Mütter das Richtige und Väter das Falsche tun, Hauptsache die Väter zahlen ordentlich und halten sonst den Mund. w/42
 
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  • #10
Mich würde interessieren, wer denn als Vater oder Mutter so eine Situation kennt, oder wer hier nur theoretisch daherschwätzt.

Das Verhältnis Vater-Tochter scheint der Beschreibung nach zerrüttet zu sein, die Tochter zu zwingen, den Kontakt mit dem Vater zu suchen, ist Unsinn, da ER das anscheinend nicht will, sonst würde er sie nicht so abfällig behandeln und ihr eine "Ich bin hier fertig"-Mail schreiben. Der Hinweis auf die schulischen Leistungen spricht Bände, wie sehr sie das belastet.

Zum Wohle des Kindes den Kontakt mit dem Vater aufrecht erhalten, um von ihm dann gedemütigt zu werden? Würde mir als Vater das Herz zerreissen. Dein Ex braucht eine Kopfwäsche, aber eine gründliche.

So long,
m/42
 
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  • #11
@9: das Verhältnis Vater - Mutter ist zerrüttet und die Tochter redet sich nun den Vater schlecht, um die Mutter nicht zu verlieren. Die Mutter stellt sich und ihre Tochter hier als Göttliche hin, der Vater ist der Böse. Warum sollte er, wenn es keinen Grund gäbe, nach fünf Jahren (!) zu diesen Maßnahmen greifen? Vielleicht weil er keine Handhabe mehr in der Erziehung der Tochter hat (Mutter übernimmt alles und scheinbar nicht nach seinen Werten) und weil er nur noch der Zahltrottel für die Damen ist. - siehe Hinweis im letzten Satz! Ich sehe die Frau nicht schuldlos an der Misere.
 
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  • #12
#8: Der Vater demütigt seine Tochter vor Dritten und sagt ihr, dass sie nichts tauge. Wie man bei einem solchen Verhalten davon ausgehen kann, dass dann die Tochter das verwöhnte Prinzesschen ist und der Vater nur als Zahlvater missbraucht wird, erschließt sich mir nicht. Auch in intakten Familien gibt es Streit, aber auch da versuchen die Eltern, den Kontakt zu den Kinder zu halten und nicht einfach das Sorgerecht abzugeben. Warum sollte die Tochter allein an der Situation schuld sein?!

#FS: Er kann Dir das alleinige Sorgerecht übertragen, Vater des Kindes ist er damit immer noch und muss infolgedessen auch Kindesunterhalt leisten. Die Wahrnehmung und Ausübung des Sorgerechts hat nichts mit der Unterhaltspflicht zu tun, auch nicht, ob er sein Umgangsrecht wahrnimmt oder eben nicht.
 
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  • #13
@11 Wir wissen nicht, ob er die Tochter wirklich demütigt oder ob sie tatsächlich nichts taugt und vielleicht nahe dem Flittchen ist?!? Nehmen wir an die Mutter hat selbst Probleme mit dem Alter und zieht sich aufreizend an. Dann macht Tochter in ihren Augen alles richtig, der Vater bekommt den Horror und sieht seine Tochter vergewaltigt in der Ecke liegen. Hallo nur Möglichkeiten - aber trotzdem denkbar. Er hat wahrscheinlich eine andere Auffassung von Erziehung. Und Mädels in diesem Alter probieren aus, provozieren, lügen auch mal, spielen Machtspiele, insbesondere mit dem Vater - dem männlichen Wesen zum ausprobieren. - das gehört alles zum pubertären Verhalten dazu. Und dass dann die Mutter die Tochter so diskussionslos in Schutz nimmt und der Vater schuld sein soll - bitte hinterfragen und bei einer 15jährigen nicht alles als bare Münze nehmen.
 
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  • #14
Also ich hatte eine ähnliche Situation. Meine Tochter wollte/will auch nicht so gerne zum Vater aus verschiedenen Gründen.
Ich war dieses Jahr in Kur und habe 3 Wochen lang mit einer Therapeutin alles durchgeredet, und zum Schluß sind wir dazu gekommen und ich habe das dann auch so hingenommen... Vater und Tochter müssen gemeinsam kommunizieren. Ab einem gewissen Alter braucht sich Mutter da nicht mehr einmischen. Es gibt Gründe, wieso sie nicht hin will und hat Ihrem Vater das gesagt, er gelobt immer, etwas zu ändern, weil er zugibt, dass sein Verhalten nicht korrekt ist, ändert aber nichts. Wenn unsere Tochter nun nicht mehr hin will, zwinge ich sie nicht. Ich sage ihr zwar oft, das ist doch immer noch dein Papa, er hat Dich doch lieb. Er hat zu manchen Dingen eine andere Meinung, aber sie hat kein Vertrauen mehr zu ihm, weil er Dinge verspricht und sie nicht hält, weil sie öfter verschlafen haben, weil er schonmal nachts einfach weg gefahren ist (war zwar nur kurz, aber sie wurde wach). Schlichtweg, sie fühlt sich einfach total unwohl und deswegen lasse ich ihr auch etwas freie Hand, ob sie hin will oder nicht. Denn ich fühle mich auch unwohl, wenn ich weiß, dass meine Tochter die ganze Zeit Bauchschmerzen hat.

@12 - selbst, wenn eine 15 jährige, Nähe Flittchen wäre, was ich jetzt einfach mal nicht annehme, kann man als Erwachsener dies auch anders regeln, als der Tochter das genauso vor den Kopf zu sagen und sie damit zu demütigen. Damit bewirkt man doch eh nur das Gegenteil von dem, was man eigentlich will.

Naja und Sorgerecht niederlegen ist ja wohl völliger Humbug. Allerdings schön für Dich, Du kannst dann alles selber eintscheiden. Sorgerecht hat aber nichts mit dem Unterhalt zu tun.
 
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  • #15
zu #12

Meine Tochter ist in dem Alter und spielt solche Spielchen mit ihrem Vater nicht. Warum sollte sie es tun? Sie spielt solche Spielchen auch nicht mit mir, aber.... wir haben auch rechtzeitig, also schon vor Jahren dafür gesorgt, dass sie nicht anfängt Mutter und Vater gegenseitig auszuspielen.

Ich finde es unfassbar, wie die Mutter hier als Schuldige der Situation hingestellt werden. Tja, da werden wieder fiese Argumente herein geschrieben, um den Thread am laufen zu halten.

FS, gehe zum Jugendamt, hole dir proffessionelle Hilfe, dann kann dir weder der Kindesvater noch deine Tochter was vorwerfen. Stelle doch einen Antrag auf Familientherapie, dann wird sich ja raus stellen, inwiefern der Kindesvater seinen Erziehungspflichten nachkommen will.

w 47
 
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  • #16
Es ist völlig illusorisch, zu glauben, dass man eine 15-Jährige zum Umgang mit einem Elternteil zwingen kann, wenn wirklich Dinge vorgefallen sind, die sie sehr stören. Und die FS sagt ja, dass sie die Tochter ermuntert hat, den Kontakt zum Vater zu halten. Hier sehe ich auch nur eins : versuchen, einen Mediatoren zu finden, z.B. Jugendamt, Psychologe, Familienberatungsstelle, damit die beiden wieder lernen, besser miteinander umzugehen. Und nein, weibliche Teenies halten normalerweise nicht zur Mutter, sondern eher zum Vater, da sie sich ja vom gleichgeschlechtlichen Enternteil abgrenzen müssen, deshalb kann man schon annehmen, dass die Situation nicht die Schuld der Mutter ist.
 
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  • #17
@11
> "Der Vater demütigt seine Tochter vor Dritten und sagt ihr, dass sie nichts tauge."
Das kann man so nicht stehen lassen. Korrekt muss es heissen: Die Mutter erzählt, dass die mitten in der Pubertät stehende, bei der Mutter lebende Tochter sage, ihr Vater würde sie demütigen.
Das mit dem Demütigen kann stimmen, muss aber absolut nicht.
Könnt Ihr Euch noch erinnern, wie Ihr selbst die Taten und Entscheidungen von Euren Eltern gesehen und kommentiert habt als Ihr noch in diesem Alter wart?

FS klingt aber sehr vernünftig (abgesehen davon, dass Sie der Tochter aufs Wort zu glauben scheint. Zumindest schreibt sie hier nichts darüber, ob sie deren Darstellung verifiziert hat.):
Keine Hasstiraden auf den Mann, Willen und Versuch, die Situation gerade zu biegen.
Es tut richtig gut, hier einmal von einer Nachscheidungsbeziehung zu lesen, die nicht auf gegenseitigem Vernichtungswillen aufgebaut ist.
 
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  • #18
@14: siehst du, ihr habt gleich den Riegel vorgeschoben, dass Vater und Mutter gegeneinander ausgespielt werden. Ich auch, viele kommunizieren aber nicht mehr. Aber wir wissen nichts vom Umgang der FS mit dem Kindsvater. Das Gespräch hätte viel früher stattfinden müssen. Die Familientherapie finde ich gut, doch ich befürchte, die FS wird dazu nicht bereit sein. Denn da werden alle Fehler aufgedeckt. Gruß #12 - wäre schön, von der FS nochmals etwas zu lesen
 
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  • #19
Ganz langsam:

Zwei Menschen, die geschieden sind und ein gemeinsames Kind haben, sind verpflichtet, zusammen zu arbeiten und sich beide um eine möglichst gute Beziehung zu dem Kind zu bemühen.
Die Eltern sind erwachsen und müssen die Initiative ergreifen um Probleme aus dem Weg zu räumen.
Die Mutter sollte bei Umgangsproblemen das Gespräch mit dem Kind und dem Vater suchen und versuchen zu vermitteln. Bei Kindern über 12-14 Jahren ist das oftmals schwierig, da helfen manchmal Dritte (Verwandte, Jugendamt etc) mehr.
Der Vater sollte sich ebenfalls um die Beziehung bemühen, das Gespräch mit dem Kind suchen, ggfs Dritte einschalten.

Vorausgesetzt, die Schilderung der FS stimmt, hat sie sich bemüht- mit dem Kind gesprochen, sie hält die Tochter dazu an, via Mail den Kontakt zu halten.

Sicherlich ist es nicht überprüfbar, ob die von der Tochter angeführten Gründe für ihre hartnäckige Weigerung stimmen- außer andere Menschen würden entsprechende Beobachtungen liefern.
Aber wenn Kinder eine tiefe innere Beziehung zu dem getrennt lebenden Elternteil haben, sich wohl und geborgen fühlen, dann wünschen sie sich auch den Kontakt. Mit 15 kann das wegen anderer Interessen weniger werden, aber solch eine komplette Verweigerung deutet m.E. schon auf heftige Konflikte hin.
Die Reaktion des Vaters ist indiskutabel- Du willst mich nicht sehen, Du funktionierst nicht, also sortiere ich Dich aus.

Wie gesagt- ER ist erwachsen, er muss nach Wegen aus der Krise suchen, sich beraten lassen, evtl begleitete Gespräche suchen.
Dabei sollte er konstruktiv von der Mutter unterstützt werden, die insbesondere auf die Tochter einwirken sollte. Sie sollte ihr die Wichtigkeit der Vater-Tochter-Beziehung verdeutlichen, sie ermutigen dem Bemühen des Vaters zu vertrauen, sich auf die Gespräche einzulassen.

Leider kann die Mutter aber nicht das Bemühen des Vaters initiieren, sie kann ihn nur darum bitten.
Das Kind müsste glaubhaft spüren, dass es dem Vater noch wichtig ist, dass dieser großen Wert auf die gemeinsame Zeit lebt und dazu bereit ist, sich selbst zu hinterfragen und offen und ernsthaft an einer besseren Beziehung zu arbeiten. Kinder spüren ganz genau, wie wichtig sie für ihre Eltern sind- eine Show bewirkt überhaupt Nichts.
Liebe FS, bitte versuche zu vermitteln- ein Vater ist sehr, sehr wichtig und vielleicht lässt sich die Krise überwinden.
 
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  • #20
#7. Du schreibst: "Vielleicht wollte er aber auch nur bluffen -- immerhin ist es richtig Scheiße von Dir und Deiner Tochter, dass sie ihren Vater nicht mehr regelmäßig sieht. In intakten Familien besteht diese Wahlfreiheit seitens der Kinder ja auch nicht. Natürlich darf und muss der Erziehungsberechtigte auf die Anwesenheit und Folgsamkeit der Kinder bestehen. Es ist absurd, dass Ihr das habt soweit kommen lassen. "

Auf welcher Grundlage und mit welchem Recht kommst du eigentlich zu solchen Bewertungen? Natürlich besteht für 15 jährige Kinder die Möglichkeit, den Umgang mit ihren Eltern zu verweigern. du kannst sie ja nicht dazu zwingen, miteinander zu reden usw. Es ist aber nicht gut für die Kinder, den Kontakt abzubrechen. auch wenn das kurzfristig eine Erleichterung sein mag - irgendwann holt sie das immer wieder ein. Hier geht es aber nicht um "Anwesenheit" und "Folgsamkeit", sondern um das Wohl der Kinder. Dafür braucht es aber auch Eltern, die sich angemessen verhalten. Du und wir alle wissen NICHTS über die detaillierten Hintergründe dieses Konflikts. Meine 15 jährige Tochter hatte sich z.B. auch nach der Trennung durch meinen Ex sich komplett geweigert, ihren Vater zu treffen. Ich habe dann versucht, sie zu einer psychologischen Beratung zu kriegen (1 Treffen hat sie mitgemacht), wir Eltern haben beide Geduld gehabt., ich durfte dazu überhaupt nichts sagen, dann war totales Theater (Einmischung), und jetzt, nach einem guten Jahr, beginnt sie langsam wieder den Kontakt. In der Zwischenzeit hat ihr Vater einiges begriffen und auch sein Verhalten deutlich verändert. Ein Hinschmeißen des Sorgerechts wegen des "Boykotts" durch seine Tochter hätte die Kontaktmöglichkeiten auf Dauer oder auf lange Zeit verhindert.

Eltern sind diejenigen, die rational handeln müssen, auch wenn sie tief verletzt sind durch das Verhalten ihrer Kinder. Das sind wir ihnen aber schuldig, gerade angesichts einer Trennung, egal, wer sie verursacht hat.

Liebe FS: hole dir Rat bei einer Beratungsstelle. und versuche, deine Tochter zu überzeugen, auch selber Gespräche zu führen. Habe Geduld. Und versuche, deinen Ex in diesen Beratungsprozess einzubeziehen. Wegen eurer Tochter.
w
 
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  • #21
Ein Kind das 14 Jahre alt wurde wird vom Gericht angehört, wenn es um das Umgangsrecht mit dem Elternteil geht, bei dem es nicht wohnt. Selbstverständlich darf ein Kind nicht gezwungen werden, zu dem anderen Elternteil zu gehen. Dann müssteja auch ein Kind mit einen pädophilen Vater Umgang haben!

Der Vater kann das Sorgerecht niederlegen - ob das dann vom Familiengericht - das ist für die Entscheidung zuständig - akzeptiert wird und damit rechtens wird ist ein anderes paar Schuhe.

Der Vater kann bis zur Volljährigkeit bzw. Ausbildungsabschluß des Kindes seine Unterhaltspflicht - die hat er, weil er der Vater ist - nicht niederlegen. Das Kind hat gegen den Vater immer einen Erbanspruch - mindestens das Pflichtteil.

Liebe FS, lass dich hier von den unqualifizierten Ratschlägen nicht beinflussen. Besprich die Rechtslage mit einem auf Familienrecht spezialisierten Anwalt.
Jugendämter sind nicht an sich Ansprechpartner - das sind sie nur bei Nicht-Leisten des Unterhalts.
 
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  • #22
Zuerst einmal:
Sorgerecht ist etwas anderes als Umgangsrecht und Unterhaltspflicht!

Ich verstehe überhaupt nicht, wo hier das Problem ist!
Alle 3 Beteiligten haben kein besonders großes Interesse, dass der Vater Umgang mit seiner Tochter hat. Die Tochter nicht, der Vater nicht, die Mutter auch nicht! Welchen Grund hast du, liebe FS, auf den Umgang und das Sorgerecht deines Exmannes eurer Tochter gegenüber zu bestehen?!
Dass eine 15-Jährige keine Lust mehr hat, ihren Vater zu treffen, ist nicht ungewöhnlich. Wenn der Vater da jetzt auch nicht mehr scharf drauf ist und auch kein Sorgerecht mehr ausüben will, sind sich doch alle einig! Macht doch nicht solch ein Problem daraus! Andere Mütter wären froh, wenn ihr Exmann freiwillig auf das Sorgerecht verzichtete! Seht es ganz pragmatisch: der Verzicht auf das Sorgerecht erspart einige Absprachen und Zustimmungen bei grundlegenden Entscheidungen!

Unterhalt muss der Vater selbstverständlich trotzdem zahlen und seine Erbin bleibt sie selbstverständlich auch! Auch Umgang können sie natürlich trotzdem jederzeit wieder miteinander haben, wenn sie wollen.
Beim Sorgerecht geht es lediglich darum, dass bei wichtigen Entscheidungen, die das Leben und die Entwicklung des minderjährigen Kindes betreffen, beide sorgeberechtigten Elternteile zustimmen müssen. Lass doch den Vater diese Sache niederlegen, wenn er das will! Sehr viele getrennte Eltern haben NICHT das gemeinsame Sorgerecht.

Bitte schreib nochmal, weshalb dir, liebe FS, am gemeinsamen Sorgerecht, oder auch nur am Umgang des Vaters mit der Tochter gelegen ist, wenn BEIDE es gar nicht wollen! Das erschließt sich mir einfach nicht!

w42
 
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  • #23
Das mit dem Unterhalt kann er knicken, der zahlt er unabhängig vom Sorgerecht.

Ansonsten würde ich mich als Mutter aus dem Thema raushalten. Signalisier Deiner Tochter, das sie von Dir aus gern jede Art von Kontakt mit ihrem Vater haben kann, signalisier ihr, dass es ok ist, wenn sie ihn liebt als ihren Vater oder dass sie ihn hasst in ihrer Pubertät, aber lass sie machen und respektiere und unterstütze ihre Entscheidungen. Was er will, interessiert Dich nicht, ihr seid nicht mehr zusammen. Soll er doch seiner Tochter sagen "ich will dich nicht mehr". ER wird seine Tochter verlieren, nicht Du!
 
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  • #24
Liebe #7, das möchte ich sehen, wie Du die "Folgsamkeit" Deiner 15jährigen Tochter erzwingst, gerade bei einem solch emotional besetzten Thema. Vielleicht kannst Du sie durch knallharten Druck dazu zwingen, solche Termine wahrzunehmen. Wenn sie kein Rückgrat hat, macht sie es vielleicht auch längere Zeit mit, geht hin, lächelt und hasst jede Sekunde des Treffens und hasst Dich dafür, dass Du sie dazu gezwungen hast.

Nur zu, erzieh Deine Kinder nach solchen Prinzipien. Eine Fünfzehnjährige muss schon eine eigene Meinung haben und diese vertreten können, sie muss spüren können, was ihr gut tut und dies mit den Bedürfnissen Anderer abstimmen können. Wenn sie das nicht schafft, haben die Eltern versagt.
 
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  • #25
An seiner Stelle würde ich das Sorgerecht auch abtreten, er hat keinen Einfluß auf die Tochter, da diese - so scheint es - von der Mutter isoliert und gedeckt ist. Vordergründig geht es wohl hier um Geld des Vaters. m/45
 
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  • #26
@24
Hast Du den Beitrag der FS richtig gelesen? Wer möchte schon von einem Elternteil in Anwesenheit anderer gedemütigt werden? Ist doch gut, wenn eine 15-Jährige so selbstbewusst ist, sich das nicht länger gefallen zu lassen. Soll die Mutter sie unter diesen Umständen in Handschellen zum Vater führen? Wie stellst Du Dir das vor? Auch ich wollte meinen Vater eine ganze Zeitlang nicht mehr sehen, weil er unserer Familie Unglaubliches angetan hat.
 
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  • #27
Hier ist die Fragestellerin: Vielen lieben Dank für all Eure Ratschläge. Ich bin ja richtig erstaunt über die viele Mühe, die sich viele von Euch gemacht und mir die Augen damit geöffnet haben.

Lieber #9: Schön, wenn alle Männer so denken würden wie Du:)

Liebe #21, bin auch 42: Verblüfft war ich über Deinen Beitrag, denn grundsätzlich hast Du Recht mit Deiner Meinung, dass man nichts erzwingen kann, weder von seiten der Tochter noch des Vaters.
Nach einem langen Gespräch mit meiner Tochter heute Vormittag habe ich beschlossen, meine Missionarstätigkeit ab sofort einzustellen. Ich stehe ständig zwischen den beiden, versuche zu vermitteln und lasse mir von meinem Ex andauernd die Ohren vollheulen, dass unsere Tochter unter meinem "schlechten Einfluss" steht" und mein einziges Bestreben darin bestehe, sie ihm zu "entfremden". Was für ein Unsinn!

Aber dass er uns das Leben früher zur Hölle gemacht hat, davon will er nichts mehr wissen. Damals habe ich immer schön klein beigegeben um des lieben Friedens willen. Als ich dann an Brustkrebs erkrankte, hat er immer noch nichts begriffen. Ich habe 1 Jahr Psychotherapie gebraucht, um zu kapieren, dass ich mich von ihm schleunigst trennen muss, damit ich nicht vor die Hunde gehe. Damals war meine Tochter erst 8 Jahre alt und für sie wollte ich weiter leben.

Er hat sich in der Zwischenzeit nicht geändert und deshalb wundert es mich nicht, dass er unsere Tochter so schäbig behandelt. Es passt zu ihm.

Ein Jahr nach unserer Scheidung hat er eine wesentlich jüngere Frau geheiratet, weil ein Kind unterwegs war...

Das einzige, was ich wirklich möchte:ENDLICH MEINE RUHE. Für mich und meine Tocher.
Sie ist ein wunderbares Mädchen, das andauernd damit beschäftigt ist, Ihr Selbstwertgefühl, mit viel Mühe, auch mit meiner Hilfe, zu stabilisieren.

Ab und an ertappe ich mich dabei, dass wieder diese Angstgefühle in mir hochkommen.

Was meint Ihr: Soll ICH ihm antworten auf seinen Brief? Meine Tochter hat diesen Brief, der ja an sie persönlich gerichtet ist, zeitgleich als Mail von ihm bekommen. Soll SIE ihm ein paar Zeilen schreiben? Im letzten Absatz schreibt er: "Wenn du die Kraft hast, dich von ihrer (also meiner!) Umklammerung zu lösen, so rühr dich - hoffentlich ist es dann nicht schon zu spät".

Herzlichen Dank im Voraus für Eure Hilfe. Liebe Grüße
 
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  • #28
Sorry, FS, aber du bist angeknackst, brauchst Therapie, klammerst dein Mädel an dich und meinst auch noch, es tut ihr gut. Du hast Angstgefühle und wirst deiner Tochter die ganzen Jahre unmissverständlich klar gemacht haben - an deiner Krankheit ist der Papa schuld -. Also was soll sie tun? Ihren Vater weiter lieben darf sie doch offiziell garnicht, sonst fällt sie bei dir in Ungnade. Also tut sie alles, um dir zu gefallen, damit es dir gut geht - immerhin wolltest du damals für Sie leben. Meinst du nicht, diese Bürde, die du deinem Kind aufbindest, ist ein bißchen arg groß? Zu groß in meinen Augen. Wie kann sie mit deiner Hilfe ihr Selbstwertgefühl stabilisieren, wenn du selbst nur wenig hast? Du gibst deinem Mann noch heute die Schuld, diese Art des Denkens und Handelns überträgt sich auf deine Tochter. Dies ist ganz klar deutlich im letzten Satz der email des Vaters. Reflektiere bitte dein Verhalten, zum Wohl deiner Tochter!
 
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  • #29
Hallo FS, ich bin selbst geschieden und Mutter, kenne die Situation also vom Grundsatz her. Auch meine Kinder hatten eine Phase, in der sie ihren Vater nur sehr selten sehen wollten, was im wesentlichen daran lag, dass sie mit seiner jeweiligen Freundin nicht gut zurechtkamen und ihren Vater auch einmal für sich selbst haben wollten, ohne Freundin und deren Kinder. Verständlich, denn sie haben ihn ja sowieso nur alle 14 Tage gesehen (= sein Wunsch, nicht meiner). Wenn also Kinder den Kontakt zu ihren Vätern nicht oder seltener wünschen, hat das natürlich auch immer mit den Vätern zu tun! Und man muss sich klarmachen: Kinder sind Kinder, und Väter sind erwachsen und sollten sich dann bitte auch so verhalten. Wenn es einen Konflikt gibt, setzt man sich als Erwachsener an einen Tisch und spricht darüber.
Dass dein Exmann eurer Tochter per E-Mail mitteilt, sie solle sich von deiner Umklammerung lösen, spricht nicht dafür, dass er sich erwachsen verhält. Und eure Tochter kann mit der Situation offensichtlich nicht umgehen - verständlich, sie ist 15, und er ist ihr Vater. Sie vor die Wahl zu stellen: Löse dich von deiner Mutter, oder ich kümmere mich nicht mehr um dich, ist harter Tobak. Das geht nicht. Offensichtlich sucht er aber auch nicht das Gespräch zu dir. Nicht mehr?
Wenn ihr nicht miteinander sprechen könnt, hole dir professionelle Hilfe. Es gibt viele gute und günstige Beratungsstellen. Wenn dein Exmann Interesse an einer guten Lösung auch für eure Tochter hat, wird er eine professionelle Beratung nicht ausschlagen.
 
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  • #30
Liebe FS,

ich lese deine Zeilen anders. Du gibst m.E. dem Kindesvater nicht die Schuld an deiner Erkrankung, aber du siehst schon seinen Anteil daran. Immerhin scheint er dich früher auch nieder gemacht zu haben.

Hast du eigentlich nie daran gedacht, dass deine Tochter auch eine Therapie machen könnte/sollte? Jetzt, die Geschichte mit der Mail/Brief wäre doch ein guter Anlass, damit anzufangen, ihr Selbsbewusstsein zu stabilisieren. Eine Familientherapie rate ich immer noch an. Selbst wenn du und deine Tochter zusammen eine machen, ist das auf jeden Fall ne ganze Menge mehr, als wenn gar nichts gemacht wird.

Diese Therapie könnte dir auch helfen, von deinen Angstgefühlen runter zu kommen, die deine Tochter ja seid zig Jahren, eigentlich fast seit der Geburt ungesunden Verhältnissen ausgeliefert war.

Sollte dir dein EX wieder die Ohren vollheulen wollen, würde ich darauf nicht mehr eingehen, sondern würde ihm sagen, das du dir Unterstützung beim Jugendamt einholst und er gerne mit zu einer Familientherapie kommen kann, auch im Interesse seines zweiten Kindes und seiner zweiten Ehe, damit seiner großen Tochter geholfen wird. Ich wette mir dir, der wird dann Ausflüchte finden, aber vielleicht lässt er dich/euch dann auch in Ruhe.

zu#20
Zum Jugendamt! Selbstverständlich helfen die nicht nur in Fragen der Klärung des Unterhaltes sondern auch in all anderen Fragen, wo es um das Wohl von Kindern geht.

Also, FS, du musst eine ander "Taktik" anwenden, auch wenn du vielleicht derzeit nicht viel Kraft hast, aufgrund deiner Erkrankung. Ganz verstehen tue ich nicht, dass du dich mit deiner großen Problematik an ein Single-Forum wendest, anstatt an eine Familienberatungsstelle, die es in jeder größeren Stadt gibt. Hier in Berlin ist sie kostenlos und annonym und hat mir früher viel geholfen, wenn ich Tipps und Hinweise von Fachleuten brauchte.

w 47
 
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