G

Gast

  • #1

Mein Exfreund belästigt mich inzwischen seit 2 Monaten. Bitte um sachlichen Rat!!!

Ich habe hier bei EP vor ein paar Monaten einen Mann kennenglernt. Im Sommer waren wir mit unseren 4 Kindern (jeder 2) im Urlaub. Wir hatten 2 App., die wir die ersten 4 T. gemeinsam bewohnt und dann aufgeteilt haben. Da ich nach den 4 T. das größere App. übernommen habe, hatte ich die doppelten Kosten (ist für mich aber o.k.). Die Kosten vor Ort hat durch die getr. Haushalte jeder für sich bezahlt. Bei gem. Unternehmungen mal er mal ich. Nach dem Urlaub habe ich mich von ihm getrennt. Er hat mir eine Rechnung von seinen Kosten aufgestellt, und möchte, daß ich sie ihm bezahle, ungeachtet was ich bezahlt habe. Mir ist es auch zu kleinlich jeden Cappucino aufzurechnen, wie er es tut. Für mich ist das Thema erledigt. Nun droht er mit Anwalt! Bombardiert mich mit Mails u. Anrufen. Spricht mit meinen Kindern, daß er Geld von mir will. Was soll ich tun? Weiterhin ignorieren? Auf das Schreiben seines Anwaltes warten? Oder selbst aktiv werden? Polizei oder Anwalt?
 
  • #2
Ihm geht es nicht wirklich um das Geld. Es ist ein Racheakt, weil du dich von ihm getrennt hast. Damit ist er wahrscheinlich nicht einverstanden. Wie viel Geld will er denn von dir haben? In Abhängigkeit davon, ist seine Drohung mit dem Anwalt entweder leer oder ernst zu nehmen. Vermutlich ist sie leer.

Polizei und Anwalt würde ich aus der Sache erst einmal raushalten. Statt dessen würde ich an deiner Stelle eben doch auch eine eigene Rechnung aufstellen und eine angemessene Beteiligung von ihm verlangen. Vielleicht ist es ja am Ende ein Nullsummenspiel. Dein Ziel muss sein, ihm damit die Argumente zu nehmen, von dir noch irgendwas verlangen zu dürfen, damit er dich und vor allem deine Kinder in Ruhe lässt. Wieso hat er eigentlich noch Kontakt zu ihnen?

Kläre diese Sache mit ihm am besten telefonisch und nicht per Mail oder sowas. Wenn er dann immer noch nicht locker lässt und er deine Kinder weiter belästigt, dann kannst du über weitere Schritte wie etwa Polizei nachdenken.
 
G

Gast

  • #3
Fragesteller:
Ich denke, es geht ihm schon ums Geld, jedoch hier ungerechtfertigterweise.
Aus Erzählungen weiß ich, daß er auch über einen Anwalt Geld von der Schwester und von der Mutter seiner Ex-Frau eingetrieben hat.
Aber was für eine Rechtsgrundlage hätte er in unserem Fall???
Er will pauschal 500 €. Aber wofür?
Am Anfang habe ich versucht mit ihm zu sprechen - ohne Erfolg.
Er hat auch vor dem Urlaub ca. 3 Monate überwiegend bei mir auf meine Kosten gelebt. Das stelle ich ihm doch auch nicht in Rechnung.
Die letzten Wochen habe ich seine Mails komplett ignoriert, in der Hoffnung, daß er irgendwann mal aufgibt. Heute morgen (vor Schul- und Arbeitsbeginn) rief er bei uns zu Hause an, hat mit meinem Sohn gesprochen und er sollte mir ausrichten, daß ich ihm Geld überweisen soll.

[Mod: Bitte beachten Sie, dass alle Beiträge hier im Forum aus juristischer Sicht Laienmeinungen darstellen und eine Rechtsberatung nicht ersetzen können.]
 
G

Gast

  • #4
@#2

Also ich weiss ja nicht wie weit dein Ex bereit ist zu gehen, wieviel Zeit etc. er hat usw. Was da spricht ist natürlich seine gekränkte Eitelkeit.

Wenn er jedoch eine vollumfängliche Rechtsschutzversicherung für alle Dinge hat, ist es wahrscheinlich ein leichtes für ihn den Fall einem Anwalt zu übergeben und auf Kosten der Versicherung etwas bei dir einzutreiben - vorausgesetzt natürlich er kann glaubhaft die Aufrechnung nachweisen.

Ich weiss: Du fühlst dich im Recht, jedoch gilt auch meist: Recht haben und Recht bekommen ist etwas anderes.
Aber willst du dir das wegen EUR 500 antun. Ich würde noch einmal versuchen mit ihm zu kommunizieren und mal eine Gegenrechnung aufzumachen. Ansonsten ... zahl die EUR 500 und vergiss ihn endgültig.
 
G

Gast

  • #5
Liebe FS,

leider gibt es solch unangenehme Menschen.

Auch wenn es Dich nervt ohne Ende: Mach bitte zeitnah eine Gegenrechnung, in der Du ALLE Deine relevanten Ausgaben auflistest. Zudem eventuell ein Gedächtnisprotokoll mit Euren Absprachen und eine Liste seiner belästigenden Aktivitäten, eventuell mit Zeugen (v.a. unbeteiligte Dritte).

Leider musst Du tatsächlich mit einer juristischen Auseinandersetzung rechnen, vor Allem, wenn er früher mit dieser üblen Strategie schon einmal Erfolg hatte. Zahle ihm auf jeden Fall Nichts, er käme dann nur an und hätte neue Forderungen.
 
G

Gast

  • #6
@FS
Ich schätze du bist enttäuscht und verletzt weil dein Ex mit einem Rosenkrieg beginnt.

Gehe einmal tief in dich und frage dich: ist mir dein Seelenfrieden 500 € wert? Ja? Dann schreib es unter Lehrgeld ab.

Willst du auf Prinzipien reiten, oder Recht haben, oder ihm zeigen du bist die Stärkere, oder ihm noch einmal sagen er ist ein Idiot - ja dann - das volle Programm! Rosenkrieg! Rache, Briefe, Verleumdungen, üble Nachrede, Belästigung, schlaflose Näche, Polizei, Anwälte, Unterlassungsklagen ... das volle Programm!

In 1-2 Jahren kommst du danach vielleicht zu Ruhe und wirst dich wieder fragen: war mir das 500 € wert? Immer noch?

Dann nutze diese willkommene Gelegenheit dich zu streiten! Wer weiss wann die nächste so gute Gelegenheit sich ergibt ...

... oder finde noch heute deinen Seelenfrieden, und schreibe die 500 € unter Lehrgeld ab!
 
  • #7
Du kannst ihm - auch bezüglich deiner Kinder - Kommunikationsverbot erteilen. Das bedeutet, dass er dann nur noch anwaltlich mit dir verkehren darf - oder dich verklagen oder dir einen Mahnbescheid zustellen lassen. Er darf dich (und deine Kinder) dann weder anschreiben, noch anrufen, noch anmailen, noch ansimsen, noch ansprechen.
 
G

Gast

  • #8
Hier nochmal FS:
Diese 500,- hat er pauschal genannt, aus heiterem Himmel. Wie gesagt, wir haben im Urlaub nur 4 Tage gemeinsam gewohnt und 10 Tage getrennt, somit hatte auch jeder für den Haushalt eigene Kosten. Die App. haben wir jeder für sich bezahlt, und ich habe freiwillig das große, doppelt so teure übernommen und selbst bezahlt, obwohl wir uns urspünglich die Kosten teilen wollten. Warum sollte ich jemanden 500,- überweisen? Da kann ja jeder kommen.
Nein, ich bin nicht verletzt. Ich möchte einfach nur von ihm in Ruhe gelassen werden. Ich mag mich auch in keinster Weise mehr mit ihm abgeben. Das ist für mich niedrigstes Niveau.
PS: Übrigens ist er hier bei EP noch aktiv auf Suche!!
 
  • #9
Die Drohungen sind doch leer, wenn er sie nicht beweisen kann. Er soll eine Rechnung aufstellen und Kopien der Belege beifügen. Ohne Belege keine Zahlung, ganz einfach. Kann er die geforderten Beträge nicht belegen, kann er sie auch vor Gericht nicht belegen und somit nicht eintreiben. Fordere ihn SCHRIFTLICH auf a) Rechnung zu stellen und Belege beizufügen, b) untersage ihm den Umgang und den Kontakt mit Deinen Kindern, c) untersage ihm den persönlichen Kontakt mir Dir und bitte um ausschließlich schriftlichen Kontakt. Übergebe ihm diese Forderung in Anwesenheit eines Zeugen mit offenem Dokument, so dass der Zeuge weiß, was Du übergeben hast. Am besten ein kräftiger Mann als Zeuge. Mache ihm klar, dass ohne rechtskräftige Belege nichts geht und dass Du bei Verstoß gegen das Kommunikationsverbot durchaus beret bist, Polizei und Anwalt einzuschalten.

Wenn dieser Schritt 1 nicht wirkt, musst Du Dir wohl wirklich einen Anwalt nehmen, der das durchzieht. Ich würde an Deiner Stelle mit Schritt 1 nicht zögern!

Der Mann blufft und ist gierig. Hätte er die entsprechenden Belege, müsste er keinen Pauschbetrag fordern. Schon der Pauschbetrag zeigt doch, dass seine Drohungen höchstwahrscheinlich leer sind. Es handelt sich möglicherweise um einen Betrüger.
 
G

Gast

  • #10
Ich gebe meinen Vorgängern nur zum Teil recht.
Dieser Mann verwechselt Geld mit Gefühlen; das tun viele Menschen.
Geld kann man zählen, wiegen oder beschreiben.
Gefühle sind eher indefinierbar.
Er ist verletzt, und daher will er Rache! Gemein, aber wahr!
Eines verstehe ich nicht! Du schreibst, dass du aus seinen Berichten erfahren hast, wie er früher mit Menschen umgesprungen ist. Er hat auch andere Menschen vor dir schlecht behandelt. Hast du geglaubt, dass es mit dir besser sein würde?
Ich schaue und höre mir immer sehr genau an, wie ein Mensch andere behandelt.
Was sagt er über andere Menschen? Gibt er zu erkennen, dass er immer schlecht behandelt werde? Wenn ja, warum? Meistens zeigt es sich, dass solche Menschen pure Egoisten und Egozentriker sind, ja manchmal eine Persönlichkeitsstörung im psychozozialen Spektrum haben.
Sie nehmen andere Menschen nicht wahr. Nur sie selber und ihre eigenen Interessen sind im Zentrum.
Es sind ja nun mal nicht immer nur die anderen, die Fehler begehen. Bei Konflikten sollte man sich immer fragen, welchen Anteil man selber hat an dem Schlamassel - und was kann man zukünftig besser machen?!
Es ist besonders gemein und hinterhältig, wenn er deine Kinder kontaktiert.
Ich würde ihm NICHT die 500 € geben, wenn wer weiß, ob du dann deine Ruhe kriegst?!
Tausche eventuell deine Telefonnummer in eine neue, die du nur ganz wenigen Menschen gibst, und das mit der Auflage, sie niemandem presizugeben. Das deutsche Datenschutzgesetz gibt diese Möglichkeit.
Sei sachlich, gebrauche nur Logos-Argumente. Zähle auf, was du selber ihm gegenüber finanziell geleistet hast, gerne mit Dokumentation. Stelle eine Gegenrechnung auf, wo du (pro forma) eine Summe von ihm verlangst. Vielleicht bringt ihn das zum Schweigen, eher nicht.
Vielleicht (aber auch nur vielleicht!) könnte man andere Schritte erwägen. Seinem Arbeitgeber auf geschickte und korrekte Weise Bescheid geben, was das für ein Kerl ist. Möglicherweise auch andere Personen, mit denen er verkehrt. Wir Frauen sind sehr geschickt im Intrigieren!
Rede auch mit deinen Kindern. Je nach Alter sollten sie dazu angehalten werden, den Kontakt mit ihm konsequent zu vermeiden. Hörer auflegen, kein Wort mit ihm zu reden (auch wenn sie ihn "zufällig" in der Stadt oder vor der Schule treffen). Es ist schwer; besonders die Kinder tun mir leid.
Und du solltest lernen, die Kerle schon im Vorfeld besser zu sortieren.
Viel Glück!
 
G

Gast

  • #11
bist Rechtsschutzversichert ? Wenn ja, dann geh zu einem RA, sag ihm, daß er vorab die Deckung durch die Versicherung klären soll und dann macht er ein Schreiben.

Laß ihn doch zum Anwalt gehen. Wenn nichts vereinbart ist, muß er die Vereinbarung beweisen. Und ohne Gericht - samt gerichtlichen Beweis - ist auch der Anwalt machtlos.
 
G

Gast

  • #12
Sollte er Dich und vor allen Dingen Deine Kinder nicht in Ruhe lassen, drohe ihm mit einer Anzeige wegen Stalking und tu's auch, wenn er keine Ruhe gibt. Das bist Du Deinen Kindern schuldig und sei nächstes Mal vorsichtiger.
 
G

Gast

  • #13
Wenn du den eindruck hast, dass er nur das Geld will, und danach ruhe gibt, dann gib ihm die 500 eur und schließ alles ab. Du solltest ihn das beim Notar unterschreiben lassen, dass er die 500 eur von dir bekommen hat, und dich danach nie wieder anrufen wird.
Wenn du den Eindruck hast, dass er sich rächen will, und davon gehe ich aus, denn 500 euro sind nicht wirklich einen Streit wert, dann solltest du dich bei einem Anwalt beraten lassen.
 
G

Gast

  • #14
Liebe FS,

nein, kein Geld an den Typen. Das mit dem Kommunikationsverbot aussprechen ist eine gute Idee.

Du willst dich mit ihm nicht mehr abgeben? Richtig so, der Mann ist keine Mühe wert.

Rede umgehend mit deinen Kindern, dass sie den Hörer auflegen sollen, wenn er wieder anruft.

Ansonsten bleib stark, zahle nicht!, dieser Mann hat überhaupt keine Handhabe gegen dich vorzugehen. Auf welcher Grundlage denn?

Wenn du dem jetzt das Geld zahlst, macht er das gleiche Spiel bei der nächsten Frau wieder. Wo ist dein Stolz, dein Selbstbewußtsein?

Du musst die ganze Spannung nur aushalten, aber daran kannst du wachsen und das nächste Mal bist du einfach klüger.

Den anderen guten Tipps hier kann ich nur zustimmen.

w (46)
 
G

Gast

  • #15
@12. Ich finde, das ist ein ganz schlechter Rat. Auch, wenn mich € 500,-- nun wahrlich nicht umbringen würden: Nie und Nimmer würde ich auch nur 1 Cent rausrücken, wenn er nicht berechtigt wäre. Ich würde Niemanden besch....., will es aber auch nicht werden! Und schon gar nicht von so einem kranken Typen, der doch damit nur in seinem Verhalten bestärkt wird, es wieder und wieder zu fordern. Hat ja bisher auch schon 2 x -und wenn die Fragestellerin Deinem Rat folgen würde, ein drittes Mal- funktioniert!

Ich würde ihn auch anzeigen, schon wegen der Kinder!
 
G

Gast

  • #16
Also nach meiner Meinung hat der Mann nicht die geringste Chance, Geld von dir zu bekommen!
Gib ihm bloß kein Geld!

So wie du es schilderst, wart ihr zusammen als 2 Familien im Urlaub, jeder hat im Wesentlichen die Kosten für seine eigene Familie bezahlt.
Selbst wenn er deine gesamten Kosten mitbezahlt hätte! - Solange es nirgends etwas Schriftliches gibt, auch keine privaten Emails vor dem Urlaub zwischen euch zu dem Thema, dass DU ihm Kosten zurückzahlen wirst/sollst, wenn sein Hotelzimmer nicht auf deinen Namen gelaufen ist usw. ... - hat er doch überhaupt keine Handhabe, Kosten von dir zu fordern!
ER ist freiwillig mit seiner Familie in den Urlaub gefahren und hat die Kosten dafür bezahlt - Punkt!
Wenn er euch als befreundete Familie, oder sonstwen, im Urlaub zum Cappuccino, Eis, Essen oder sonstwas einlädt - ist das doch seine EINLADUNG gewesen. Ich schätze, kein Richter wird das so entscheiden, dass DU da noch was an ihn zahlen musst!

Ich würde sagen, wenn es wirklich nichts Schriftliches oder anders Beweisbares (Sprüche auf der mailbox usw.) von vor oder während des Urlaubs gibt, was den Anschein erwecken könnte, dass es eine Kostenvereinbarung zwischen euch gab, musst du ihm nicht mal eine Auflistung deiner Kosten machen! Die Arbeit kannst du dir sparen und ganz entspannt sein.
Keiner von euch hat dann Zahlungsansprüche an den anderen, die rechtlich relevant wären!

w42
 
G

Gast

  • #17
Ignorier ihn mit seiner Forderung einfach und warte, ob tatsächlich irgend etwas vom Anwalt kommt. Hunde, die bellen, beissen meistens nicht. Untersage ihm aber, dass er dich oder deine Kinder kontaktiert, da Du keinen Kontakt zu ihm möchtest. Außerdem ist es ein Unding, dass er deine Kinder mit Geldforderungen an dich belästigt. Wenn er es weiter macht, bei der Polizei anzeigen.

Sollte der Knabe tatsächlich einen Anwalt einschalten, unbedingt auch einen konsultieren. Ich denke aber nicht, dass er mit irgend etwas durchkommen wird. Das ist für deine Nerven und würde ich dann komplett dem Anwalt überlassen. Wenn Du rechtschutzversichert bist, ist es eh keine finanzielle Belastung.
 
G

Gast

  • #18
Mein erster Gedanke war: Gib ihm das Geld, dann hast du deine Ruhe.
Das ist natürlich immer noch eine Überlegung wert. Aber es ist auch dein Seelenfrieden, auf den du achten musst, und dieses Ziel würdest du wohl mit nachgeben nicht erreichen.

Inzwischen denke ich aber, du solltest es auf keinen Fall tun, investiere das Geld lieber in einen Rechtsanwalt! Selbst wenn die ganzen 500 € auf diese Art auch weg sind, wirst du dich besser fühlen.
Viel Glück und gute Nerven für dich!
 
  • #19
Zahle ihm keinen müden Cent! Im Gerichtssaal versuche ich zwar die Parteien auch zum wechselseitigen (!) Nachgeben zu bewegen, um ihnen weiteren Streit und weiteren Verlust an Lebensfreude zu ersparen. Hier aber würdest Du Dich bis an Dein Lebensende ärgen, wenn Du nachgibst. Außerdem geht es ihm nicht um Geld, sondern um gekränkte Eitelkeit. Wenn Du zahlst, denkt er sich den nächsten Stumpfsinn aus, um sein Mütchen zu kühlen. Lasse ihn also ins Leere laufen und ignoriere ihn.

Zum einen gilt im deutschen Recht, daß - von Sonderfällen abgesehen - nach einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft keiner etwas vom anderen bekommt. In Eurem Fall dürfte nicht einmal eine nichteheliche Lebensgemeinschaft vorgelegen haben, umso weniger gibt es etwas rückabzuwickeln. Die Gerichte gehen davon aus, daß, wenn für den Partner etwas bezahlt wird, dies nicht unter dem Vorbehalt des Fortbestandes der Beziehung steht. Folglich gibt es auch keinen Vermögensausgleich nach der Beziehungsbeendigung. Wer solche Ansprüche möchte, muß heiraten; wer nicht heiratet verzichtet auf einen rechtlichen Beziehungsrahmen. Zum anderen - selbst wenn es einen Anspruch gäbe-, müßte er als Anspruchsteller seinen Anspruch beweisen. Er müßte also beweisen, welche Cola er wann bezahlt hat, obgleich Du sie getrunken hast. Also ignoriere seine Mails und Anrufe. Soll er Dich doch verklagen. Dem Rechtsstreit kannst Du mit Gelassenheit entgegenblicken. Außerdem sehe ich schon das begeisterte Gesicht seines Rechtsanwaltes vor mir, wenn er mit so einem Schwachsinn und einem Streitwert von 500 Euro in der Türe steht. So ein Mandat nimmt kein normaler Rechtsanwalt an. Derzeit solltest Du Dir selbst noch keinen Rechtsanwalt nehmen, um keine Kosten auszulösen, auf denen Du sitzen bleibst (es sei denn, Du hättest einen Rechtsanwalt im Freundeskreis - aber dann würdest Du nicht hier Rat suchen). Nimm Dir aber sofort einen Rechtsanwalt, wenn eine Zustellung vom Gericht kommt oder wenn er sich anwaltlich vertreten läßt.

Den Kontakt zu Deinen Kindern kannst Du ihm verbieten, gegebenenfalls auch gerichtlich (§ 1632 Abs. 2 BGB). Das würde ich auch durchziehen. Deine Kinder in den Trennungskonflikt zu ziehen, ist inakzeptabel. Fordere ihn nachweisbar (per Einschreiben auf) keinen Kontakt mehr zu Deinen Kindern aufzunehmen. Tut er es dennoch, gehst Du zum Anwalt und läßt bei Gericht eine einstweilige Anordnung erwirken. Das hat den schönen Nebeneffekt, daß Du in diesem Verfahren einen Anwalt konsultieren kannst und er für die Kosten aufkommt. Bei dieser Gelegenheit kannst Du mit dem Anwalt auch die anderen Fragen besprechen.

Im übrigen dürfte das Ganze von Stalking noch weit entfernt sein. Natürlich hat er das Recht, auch vermeintliche Ansprüche geltend zu machen. Sollte er aber Nachstellungen und ähnliches intensivieren, so kannst Du natürlich dagegen etwas unternehmen. Unter #17 [https://www.elitepartner.de/forum/wie-wuerdet-ihr-als-potentieller-partner-reagieren-wenn-ihr-erfahrt.html] habe ich relativ ausführlich geschrieben, welche Möglichkeiten es gegen Stalking gibt.
 
G

Gast

  • #20
auch ich kann nur raten, kein Geld zu geben. Mein Mann war ähnlich. Ich habe immer wieder (weil ich friedlich bin und meine Ruhe wollte) nachgegeben. In der Ehe schon, seit der Trennung am Anfang auch. Je mehr ich nachgegeben habe, je mehr kamen neue Forderungen. Sowohl was Geld, Kinder etc. angeht. Einfach, weil er seine eigenen Gesetze macht und meist damit durchkam. (bei mir leider über Jahre)
Als ich dann emotional endlich so gefestigt war und nur noch nein gesagt habe, sämtliche Kommunikation nur noch über RAE laufen lasse, funktioniert es besser. Er versucht noch hin und wider sein Machtspielchen (nichts anderes ist das nämlich), aber lange nicht mehr so oft.
Einmal war ich wieder eingeknickt und prompt folgte wieder was.
Daher, nicht nachgeben. Dann wirst du erst recht nie Ruhe vor ihm haben. Dann weiß er, er kann es mit dir machen und wird es dann auch machen.
Viel Glück
 
G

Gast

  • #21
Liebe FS
das ist ja schrecklich! Ich stimme voll und ganz allen zu, die gesagt haben: gib ihm kein Geld.
Ignorieren geht m.M.n. aber auch nicht. Du musst dich wehren - und eine Menge konkrete und hilfreiche Vorschläge dazu gab`s ja schon. Ich wünsche dir jedenfalls viel Kraft und Durchhaltevermögen. Alles Gute! w45
 
G

Gast

  • #22
Liebe FS,

Du musst dem Mann sehr deutlich, aber in sachlichem Ton SCHRIFTLICH untersagen, Deine Kinder zu kontaktieren. Gib ihm auf gar keinen Fall Geld oder gehe inhaltlich auf seine Forderungen ein, die sind lächerlich und nur ein Vorwand. Im gegenteil könnest Du seinen Ehrgeiz erwecken, wenn Du versuchst, ihm "zu beweisen" dass er keine Ansprüche hat bzw. Du auch Geld ausgegeben hast. Sein Problem liegt darin, von Dir verlassen worden zu sein. Er scheint ja eine Mega-Klatsche zu haben.

Sprich aber auch mit Deinen Kindern darüber, dass er kein Recht auf das Geld hat und sag Deinen Kindern, wie sie reagieren sollen, wenn er anruft oder sich sogar persönlich an sie wendet. Wie Alt und verständig sind Deine Kinder? Am besten wäre es, wenn sie Datum und Uhrzeit des Anrufes notieren und kurz den inhalt des Gespräches festhalten. Sie selbst sollten aber gar nichts zur Sache sagen, sondern einen "einstudierten" Satz (z.B. Wir haben damit nichts zu tun, halt uns bitte aus der Angelegenheit heraus") und dann auflegen. Wirklich wichtig ist, dass Du den Kindern eine Strategie vorgibst, wie sie damit umgehen können, weil die Situation für sie sicherlich stark belastend wenn nicht sogar beängstigend ist.

Alles Gute und versuche, Dich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen!
 
G

Gast

  • #23
Hallo FS, ich stimme dem Kollegen Volljurist absolut zu, ich würde das Schwachsinnsmandat von Deinem Ex auch nicht annehmen. Übrigens: Selbst wenn er beweisen könnte, dass er eine Cola gezahlt hat, die Du getrunken hast, hätte er meiner Ansicht nach keineswegs zwingend einen Anspruch auf Erstattung der Kosten. Eure Gesamtkonstellation zeigt schon klar, dass mal der eine, mal der andere gezahlt hat und man sich somit wechselseitig eingeladen hat. Selbst wenn er also seine Zahlungen eins zu eins belegen kann, hat er noch lange keinen Anspruch auf Rückzahlung. Falls Du ebenfalls noch Belege hast, würde ich die sicherheitshalber aufheben, um die wechselseitigen Einladungen belegen zu können. Ich fürchte, er ist ein klassischer Querulant. Ich finde den Rat, ihn schriftlich vor Zeuge aufzufordern, Deine Kinder in Ruhe zu lassen, sehr gut! Wehr Dich und zeig ihm, dass Anwälte nicht nur für ihn da sind!
 
G

Gast

  • #24
Lieber "Volljurist" und ihr anderen Juristen hier!

Ich bin nicht die FS, sondern #15, habe aber anknüpfend an das Thema mal eine Frage.

Um es vorweg nochmal zu betonen - im Fall der FS ist die Rechtslage ganz klar:
Der Exfreund der FS hat keine rechtliche Handhabe, von ihr Geld für den Urlaub zu verlangen!

Nun meine Frage:
Wie wäre es in einer nichtehelichen Beziehung, wenn z.B. der Mann seiner Partnerin eine Geldsumme gibt. Für diese Geldsumme, sagen wir 1000 Euro, kauft sich die Partnerin einen Computer.
Dann wird die Partnerschaft beendet. Der Mann mahnt seine Expartnerin, ihm nun die 1000 Euro, die er ihr für den Computer "geborgt" hatte, zurückzuzahlen. Die Expartnerin behauptet, die 1000 Euro waren nicht geborgt, sondern eine "Ausgleichzahlung" für andere Ausgaben, die SIE innerhalb der Beziehung bezahlt habe.
Nehmen wir an, über diese Angelegenheit haben sich die beiden nach Ende der Beziehung per Email ausgetauscht. In den Emails gibt die Expartnerin zu, 1000 Euro vom Expartner bekommen zu haben, diese aber nicht gewillt ist zurückzuzaheln, da SIE während der Beziehung sehr viel mehr Ausgaben für gemeinsame Unternehmungen, Urlaube, Restaurantbesuche usw. bezahlt habe.

Wie wäre hier die Rechtslage? Und warum?
Können überhaupt irgendwelche Ansprüche zwischen zwei Unverheirateten (rechtswirksam) geltend gemacht werden, wenn es keinen "Schuldschein" gibt?

w42
 
G

Gast

  • #25
Find es traurig und armseelig das hier gleich mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird -statt dessen ein ehrliches offenes Gespräch unter Erwachsenen würde ich vorziehen. mal nachdenken wäre angebracht -Er ist verletzt -völlig normal - den richtigen Zeitpunkt finden für ein Gespräch ist das beste -ist meine Meinung :)
 
G

Gast

  • #26
Also ich würde Pkt. 1: die Tel. Nr./Mail Adr. sofort in geheim ändern.Pkt. 2 keine Reaktion ihm schenken, also ignorieren und natürlich niemals einen Cent verschenken! Punkt. Mehr gibt es nicht zu sagen! Wo sind wir denn? m
 
  • #27
@#24: Finde ich nicht... wenn die Kinder belästigt werden, geht es eindeutig zu weit und pasuchale Forderungen glatter Summen wie 500 Euro sind einfach nur lächerlich. Der Bursche ist ein Betrüger und sollte eigentlich... lassen wir das, ist nicht erlaubt.

@#25: Nun, vielen ist ihre Telefonnummer ans Herz gewachsen und nicht einfach so austauschbar, nur weil so ein Betrüger und Armleuchter einen belästigt. Da würde ich lieber erst einmal schriftlich abmahnen, nur zu Not mit Anwalt. Immerhin will man ja nicht noch Geld hinterherwerfen, sondern das gerade schonen.
 
  • #28
@#23

Der Grundsatz ist, daß jeder die Tatsachen darlegen und beweisen muß, die für ihn günstig sind und auf die er sich beruft. Hintergrund ist, daß es jedem obliegt, sich um die Belegbarkeit der für ihn günstigen Tatsachen selbst zu kümmern (Verträge schriftlich abschließen, Quittung verlangen, Schriftstücke per Einschreiben schicken) und daß man keine negativen, sondern nur positive Tatsachen beweisen kann (niemand kann beweisen keine 1.000,- Euro bekommen zu haben, durch Zeugen, Quittung, Bankbestätigung etc. kann man aber beweisen, daß man 1.000,- €uro bezahlt hat).

In dem von Dir geschilderten Fall müßte der Mann - sofern es die Frau bestreitet - beweisen, daß er seiner Partnerin 1.000,- Euro gegeben hat, daß es sich um ein Darlehn gehandelt hat (und nicht etwa um eine Schenkung oder Ausgleichszahlung, wie die Frau behauptet) sowie daß das Darlehn fällig, das heißt abgelaufen oder gekündigt ist. (Allerdings liegt in einer Klageerhebung im Regelfall eine konkludente Kündigungserklärung.) Kann er nicht beweisen, daß es eine darlehnsweise Hingabe des Geldes war, würde seine Zahlungsklage abgewiesen.

Stünde dagegen die darlehnsweise Hingabe fest und die Frau würde sich darauf berufen, daß sie schon zurückgezahlt habe oder ihr die Rückzahlung durch den Mann erlassen worden sei, müßte sie dies als für sie günstige Tatsache beweisen.

Alles andere ist irrelevant, insbesondere wer ansonsten was bezahlt hat. Es erfolgt keine Abrechnung der nichtehelichen Lebensgemeinschaft. Nur wenn über das gemeinsame Wirtschaften hinaus Verträge geschlossen werden, wie vorliegend ein Darlehnsvertrag oder ein Partner hat etwas an den anderen verkauft oder vermietet, sind diese Verträge natürlich unabhängig vom Bestand der Lebensgemeinschaft zu erfüllen. Wenn in der Partnerschaft ein "Schuldschein" (schriftliches Schuldanerkenntnis) ausgehändigt würde, wäre dies natürlich ein Beleg dafür, daß die Schuld unabhängig von der Partnerschaft bestehen soll. Wenn also aus irgendeinem Grund eine Rechtsbeziehung über die Partnerschaft hinaus begründet werden soll, empfielt es sich, dies schriftlich zu tun. Dann bestehen bei Beendigung der Beziehung keine Zweifel, daß ein Geldbetrag zurückgezahlt werden muß.
 
G

Gast

  • #29
zu 23: Ist das jetzt reine Spekulation oder tatsächlich so geschehen? (Wir könnten theoretisch auch einen Spekulationsthread über Erpressung beginnen.) Wenn es wirklich so geschehen ist, würde ich mir trotzdem nochmal anwaltlichen Rat holen (sorry, volljurist, ich zweifle deinen fachlichen Hintergrund keinesfalls an). Einfach deshalb, weil du dann u. U. rechtsgültige Unterlagen vorweisen kannst. Hier im Forum werden teilweise gute Ratschläge gegeben, bestimmt auch von Fachleuten. Dennoch ersetzt das Forum keinen Anwalt oder Arzt.
 
G

Gast

  • #30
Hier die #23:

Vielen Dank, Volljurist, für die ausführliche Antwort!

@#28: Der von mir geschilderte Fall ist nicht mir selbst passiert, sondern einem Bekannten.

Ich habe das hier gefragt, weil in nichtehelichen Beziehungen sicher häufig solche "Fälle" vorkommen und sie der Ausgangsfrage des Threads auch ähnlich ist: Ein Partner bezahlt eine etwas teurere Anschaffung (das kann ja bis zum Auto gehen ...) für den anderen. Solange die "Liebe noch groß" ist, wird einfach nur gesagt: Das kannst du mir ja mal zurückzahlen, wenn du das Geld hast! Etwas Schriftliches wird über das "Darlehn" nicht hinterlegt.
Wenn es dann eine zeitnahe Trennung gibt, besinnt sich der vorher "großzügige" Partner und möchte das Geld für die teure Anschaffung zurück. Nun gibt es Streit darüber: war es ein Geschenk, war es ein Darlehn, war es im Rahmen von "mal zahl ich was, mal zahlst du was"?

Ich habe übrigens auch schon gehört, dass Geschenke, wie ein teures Schmuckstück oder ein teures Kleid, die kurz vor einer Trennung gemacht wurden, dann vom Mann zurückgefordert worden sind. Selbstverständlich kann der Mann anhand der Rechnung "beweisen", dass er das Kleid gekauft hat, aber ob es ein Geschenk oder ein Darlehn war - ist doch im Regelfall nicht "beweisbar"?!

So, wie ich es jetzt bei Volljurist verstanden habe, muss es tatsächlich einen (möglichst schriftlichen) Beweis geben, dass es sich bei dem verauslagten Geldbetrag um ein Darlehn gehandelt hat. Die Quittung allein reicht nicht aus.
Da dieser Beweis schwer zu erbringen ist, wird z.B. der Mann seine 1000 Euro für den Computer der Exfreundin kaum zurückbekommen.

w42