• #1

Mein Freund betrinkt sich am Wochenende. Was tun?

Hallo liebes Forum,

Ich bin seit ca einem 3/4 Jahr mit meinem Freund zusammen. Die ersten Monate waren toll, ich war überglücklich.
Doch von seinem Umfeld habe ich schon oft Sprüche gehört wie: „na? Hast ihn auch schon mal besoffen die Treppe hochgetragen?“
Was mir damals natürlich schon etwas komisch vorkam, ich mir aber nichts weiter dabei dachte.
Dann nach ein paar Monaten fing er plötzlich an, sich wieder sehr viel mit seinen Kumpels zu treffen. Wir würden ja zu sehr aufeinander hängen.
Das resultierte irgendwann darin, dass er ohne mein Wissen Garagenparties feierte während ich im gleichen Haus im Bett lag und geschlafen habe (ich arbeite im Schichtdienst).
Mittlerweile trinkt er jedes Wochenende und wir machen so gut wie gar nichts mehr zusammen. Unter der Woche ist alles gut, am Wochenende soll ich am liebsten nicht da sein.
Das schlimme: im Streit macht er oft mich dafür verantwortlich. Man könne „mich ja anders nicht ertragen“, und wenn ich so „Stress mache, säuft er erst recht“.

Nun habe ich neulich meine Sachen gepackt und bin wieder zu mir gezogen.
Er wollte nur kurz alles retten. Mittlerweile scheint er aber keine Anstalten mehr zu machen mich zurückzubekommen. Obwohl ich anscheinend seine „Traumfrau“ war.

Habe ich den Schritt überstürzt? Sollte ich ihm nicht in seiner eventuell bestehenden Sucht zur Seite stehen?

LG
 
  • #2
Ich glaube, liebe FS, dir werden so gut wie alle hier, und auch ich, sagen dass der Schritt auszuziehen 100% richtig war.

Und wenn du nicht zur Co-abhängigen werden willst, versuch gar nicht erst ihm aus seiner Sucht zu helfen, das zieht dich nur runter, ich weiss wovon ich rede. Er hat ein Problem, ein grosses sogar denke ich, und alles was du tun kannst, ist Tacheles reden, und ihm evtl ein Ultimatum setzen, und das wars.
 
  • #3
. Mittlerweile scheint er aber keine Anstalten mehr zu machen mich zurückzubekommen
Dann ist doch alles gut. Sei froh.
Bedenklich finde ich nur, dass Du Deinen Entschluss tatsächlich in Frage stellst. Ihr seid nicht mal ein Jahr zusammen und er säuft sich jedes Wochenende die Hucke voll und macht Dich dann noch an.
Für mich wäre ein Alkoholiker wirklich ein absolutes Nogo. Hast Du ein Helfersyndrom? War/Ist Dein Vater Alkoholiker und Du kennst es gar nicht anders?
W,54
 
  • #4
Das resultierte irgendwann darin, dass er ohne mein Wissen Garagenparties feierte während ich im gleichen Haus im Bett lag und geschlafen habe (ich arbeite im Schichtdienst).
Mittlerweile trinkt er jedes Wochenende und wir machen so gut wie gar nichts mehr zusammen. Unter der Woche ist alles gut, am Wochenende soll ich am liebsten nicht da sein.
Nichts ist gut, warum lässt du dir das alles gefallen, wieso machst du das alles mit, mein Kopf schüttel!
Das schlimme: im Streit macht er oft mich dafür verantwortlich. Man könne „mich ja anders nicht ertragen“, und wenn ich so „Stress mache, säuft er erst recht“.
Billige Ausrede, trenne dich, was willst du mit einem Säufermann? Oder leide!
Nun habe ich neulich meine Sachen gepackt und bin wieder zu mir gezogen.
Er wollte nur kurz alles retten. Mittlerweile scheint er aber keine Anstalten mehr zu machen mich zurückzubekommen. Obwohl ich anscheinend seine „Traumfrau“ war.
Traumfrau alles nur blabla...
Habe ich den Schritt überstürzt? Sollte ich ihm nicht in seiner eventuell bestehenden Sucht zur Seite stehen?
Wieder einmal ganz typisch Frau, am Ende doch noch zu ihm zu stehen, ebenso mein Kopf schütteln! Hast du keinen Selbstwert? Du willst wie so viele Frauen diesen Mann ändern, vergiss es!
 
  • #5
Habe ich den Schritt überstürzt? Sollte ich ihm nicht in seiner eventuell bestehenden Sucht zur Seite stehen?
Seine Behauptung, mit Dir sei es nur im Suff auszuhalten, ist nur ein Vorwand primär vor ihm selbst, saufen zu dürfen; und sekundär Dir ein schlechtes Gewissen zu machen.

Einen Suchtkranken kriegt man nur trocken, indem man ihn konsequent allein lässt und auf sich selbst verweist. Das bewirkt dann evtl. einen heilsamen Schock und er ist zum Aufhören/Entzug bereit. Ihn dabei zu unterstützen wäre sinnvoll. Oder aber er säuft sich zu Tode.

Ihn zu unterstützen, solange er säuft, bewirkt nur, ihm zu ermöglichen, es sich in der Sucht bequem zu machen. Dann wirst Du zur Ko-Abhängigen.

Bleib bei Dir wohnen und warte ab, welchen Weg er einschlägt. Denk an Dein Leben.
 
  • #6
Habe ich den Schritt überstürzt? Sollte ich ihm nicht in seiner eventuell bestehenden Sucht zur Seite stehen?
Liebe FS,
nein, Du hast nichts falsch gemacht und nicht überstürzt - im Gegenteil. Du hast lange genug gewartet, um das Bild zu erkennen, hast Dich sogar runterputzen lassen und bist dann gegangen. Klugerweise hast Du wegen der kurzen Beziehungszeit Deine Wohnung nicht aufgegeben, sodass Du so einfach zurück konntest.

Sei Dir bitte selber was wert. Du bist nicht das Sozialamt oder die Caritas und somit nicht der Wohlfahrt verpflichtet. wenn er Hilfe braucht, kanner sie sich dort holen, nicht bei Dir. Er tut es nicht, weil er keine Hilfe will und braucht.

Ihr wart nur ein paar Monate zusammen und im Verlauf zeigte er seinen wahren Charakter - ein zutiefst unangenehmer Suffkopp, nicht zwingend auch ein Alkoholiker.
Aus einer gescheiterten Beziehungsanbahnung erwächst keine Pflicht einem Süchtigen zur Seite zu stehen. Die erwächst noch nicht mal aus einer 20-jährigen Ehe, wenn jemand so mit Dir umgeht:
Man könne „mich ja anders nicht ertragen“, und wenn ich so „Stress mache, säuft er erst recht“.
Nimm das ernst, lass ihn saufen. Er ist ein erwachsener Mann und kann selber entscheiden, wie er leben will.

Darüber hinaus bezweifele ich, dass er ein Alkoholiker ist/ein Suchtproblem hat. das drückt sich anderes aus und das hättest Du im täglichen Zusammenleben auch gemerkt - braucht täglich über den ganzen Tag einen Alkoholpegel.
Er ist einfach nur ein Hohlkopf, der dem Leben keinen Sinn abgewinnen kann, als sich auf Garagenpartys zu besaufen.

Er hat erkannt, dass du nicht die richtige Frau für ihn bist
Mittlerweile scheint er aber keine Anstalten mehr zu machen mich zurückzubekommen. Obwohl ich anscheinend seine „Traumfrau“ war.
Du warst nicht seine Traumfrau sondern nur irgendeine Frau, weil es mit ihr bequemer ist, wenn solange es gut läuft. Nun willst du., dass er sein Verhalten ändert und somit bist Du der Besen.

Trenn Dich von dem gedenken, einem Mann die Traumfrau sein zu wollen, wenn der Mann so garnichts tut, um Dein Traummann zu sein.

Ich kann nach anhand Deiner Schilderungen nichts erkennen, warum Du ihn zurück haben willst. Die positiven Eigenschaften, auf die Du reingefallen bist, waren nur Maskerade. Sein wahres Gesicht hast Du nun kennengelernt.
Trenn Dich von dem Gedanken, dasss die Maskerade seine wahre Persönlichkeit wäre und ruf Dir in erinnerung, was seine freunde sagen - Suff ist seine Priorität im Leben.

Ruf Dir ins Gedächtnis, dass jeder Vollrausch unwiderbringlich Gehirnzellen abtötet. Ein Zeitlang kann das Gehirn den Masseverlust durch Neuverschaltungen kompensieren. Irgendwann ist da zuviel tote Masse, die nicht mehr überbrückt werden kann und dann beginnt die unangenehme und unveränderliche Persönlichkeitsveränderung des Säufers.
 
  • #7
Tja, da hat er wohl nach den ersten Monaten Honeymoon gemerkt, dass er das Leben mit dir doch nicht so toll findet und dich als Person doch nicht so schätzt wie er dachte.
Mein Rat: Nimm das so hin und such dir einen anderen Mann.
Nicht wegen seiner "Alkoholsucht", (so wie du das geschildert hast, haben wir alle zwischen 19 und 25 Party gemacht. Heute sind alle über 30 und keiner trinkt häufiger als bestenfalls 4x im Jahr. Wir hatten damals einfach Bock drauf!) sondern weil er einfach nicht will.

Nimm es nicht persönlich und lass es gut sein.
 
  • #8
Du hast den Schritt nicht überstürzt und solltest ihm auch nicht helfen aus der Sucht heraus zu kommen. Das kann er nur ganz alleine. Und wenn er das gar nicht möchte, sollte man das auch akzeptieren.

Ich habe das auch schon erlebt, bisher mein einziges Erlebnis mit einem Alkoholiker. Die ersten neun Monate waren schön. Dadurch, dass ich oft am Wochenende arbeite und wir zum Glück getrennte Wohnungen hatten, konnte er die meisten Wochenenden exzessiv trinkend mit seinem Freund verbringen. In der Woche trank er nicht oder mal zwei Bier am Abend, war aber, nachdem unsere erste Verliebtheitsphase vorbei war, depressiv und zunehmend abweisender und streitsuchend. Wollte ich ein Wochenende im Monat mit ihm verbringen, hieß es, ich klammere.

Als er dann seine Arbeit selbst kündigte, trank er auch in der Woche und wurde komplett beziehungsunfähig. Typisch ist auch der Rückzug und dass keine Emotionen mehr empfunden werden. Er wollte nur noch zuhause sein und hatte zu nichts Lust. Zuneigung konnte er nicht mehr zeigen.

Ich habe nie seinen Alkoholkonsum kommentiert, denn ich erziehe keine erwachsenen Menschen. Er selbst hat es ab und zu kritisch gesehen, dann aber doch weiter getrunken. Als er einige Wochen in Kur war (nicht wegen Alkohol) und nicht trank, war er ein komplett anderer Mensch. Viel empathischer und kommunikativer. Daran sah ich, wie Alkohol die Persönlichkeit eines Menschen verändern kann.
Mittlerweile macht er längere Trinkpausen, da er wieder arbeitet, aber eine Beziehung möchte ich nicht mehr mit ihm führen. Alkohol führt im Hirnstoffwechsel auch langfristig zu irreversiblen Veränderungen.

Manche nutzen Alkohol übrigens als Selbstmedikation, weil sie depressiv sind. Andererseits führt Alkohol auch zu Depressionen. Bei meinem Ex-Freund sah man das sehr gut: ohne Alk saß er oft stumm und mit versteinertem Gesicht herum. Nach dem ersten Bier wurde die Laune wieder besser, das Gesicht hellte sich auf und er konnte lachen. Sehr traurig das ganze.
Alkoholiker sind oft sehr sensible und nette Menschen, aber komplett unfähig, eine gesunde Beziehung zu führen. Wenn du länger mit ihm zusammen sein würdest, kämen auch vielfältige körperliche Veränderungen hinzu. Das ist auch nicht besonders sexy. Ich habe mir das erspart.

Die Beziehung bereue ich trotzdem nicht. Die ersten Monate waren verrückt und intensiv, wie ich es nie erlebt habe. Auch habe ich viel über mich gelernt. Danach sollte man sich aber schnell verabschieden, zumindest wenn man kein helfersyndrom hat.
 
  • #9
Nein das war nicht überstürzt, sondern die einzig richtige Entscheidung. Sicherlich bist du sehr enttäuscht, weil du dich in eine ganz andere Person verliebt hattest. Du hattest ein anderes Bild von ihm anfangs. Diese Vorstellung von diesem Mann liebst und vermisst du. Aber die Realität ist anders. Er hat ein gravierendes Problem und er sucht auch nach Ausreden dafür. Gibt anderen die Schuld. Wenn er sagt, du wärst nur so erträglich, ist das ein absolutes No-Go. Es ist verletzend. Ein unmögliches Verhalten. So solltest du nicht mit dir reden lassen. Seit etwas erhabener.
Es war richtig auszuziehen. Bleib dabei. Das hat so keine Zukunft mit diesem Mann.
Leider. Ja ist traurig.
Aber Alkoholsucht ist eine Lebensaufgabe. Das willst du sicher nicht.

Sollte ich ihm nicht in seiner eventuell bestehenden Sucht zur Seite stehen?
Die Sucht besteht. Wer regelmässig trinkt, ist davon abhängig.
Nein das solltest du nicht. Wie sollte dieses zur Seite stehen auch aussehen? Er ist ja nicht im Ansatz bereit sich ein Problem einzugestehen. Er ist zudem erwachsen. Lass die Muttergefühle bei Seite, wenn er mit Hundeblick wie ein Häufchen Elend angekrochen kommt. Es führt dich nicht zu einem angenehmen Leben.

Du wirst nicht glücklich, wenn du deine Vorstellungen, deine Ziele im Leben nicht anstrebst, sondern dich auf so einen schlechten Kompromiss einlässt.
Freu dich doch darüber, dass dir nun alle Wege offen stehen. Es warten neue spannende Erlebnisse auf dich.
Geh den weissen Pfad entlang und verharre nicht im Dunkeln.
 
  • #10
Er doch klar gesagt, wo seine Prioritäten liegen:
Saufen und Feiern. Du sollst die Füße stillhalten, nicht nerven und zur Verfügung stehen, wenn es ihm passt.
Er hat ja gar kein Problem mit seinem Verhalten, du hast ihn da nur gestört. Wobei willst du ihm also "helfen"?
Du bist gekränkt, dass er nicht "kämpft" und lieber so weitermacht.
 
  • #11
Dass er keine Anstalten macht, dich zurück zu bekommen, ist auch so typisch. Alkoholiker sind oft total passiv und lethargisch. Er ist froh, dass er sich jetzt ohne Störung dem Alkohol widmen kann und ihm keiner nervt. Selbst wenn du seinen Konsum nie kritisieren und ihm nie Vorwürfe machen würdest; er weiß ja, was in einer Beziehung eigentlich erwartet wird (z.B. Zeit miteinander verbringen, liebevoll, aufmerksam und zugewandt sein). Da er dies nicht kann und auch keinen Zugang mehr zu seinen Gefühlen hat, machst du ihm durch deine Anwesenheit ein schlechtes Gewissen. Den Druck möchte er für sich nicht mehr und ist nun froh frei zu sein.
 
  • #12
Was erwartest du? Die Welt ist voller Asozialer, die noch nicht einmal eine vernünftige Antwort geben können. Zeit ist Mangelware geworden, jeder hat Ausreden, alles sind A.löcher geworden. Dein Freund ist keine Sonderausnahme, sondern das gleiche Problem Mensch, das überall herumzulaufen scheint, wenn man in die aggressiven und gleichgültigen Gesichter der Herren und Damen schaut, die man besser kaum unterwegs ansprechen oder was fragen sollte, wenn man Problemen aus dem Weg gehen will.

Uns völlig egal, ob du überstürzt handeltest, wenn dein Kerl nach 3/4 Jahren so fungiert, dann ist es vielleicht in der Tag besser, keine Beziehung zu führen. Säufer heute mit 30 wird ein Problemfall mit 50 oder 60. So etwas kann man weder ertragen, noch sich mit ansehen.

Du störst an seinen Wochenenden, er möchte noch lieber feiern, hat sonst keine Ziele im Leben oder muss sich erst mal ausleben. Kommt vor, aber solche Menschen meidet man.
 
  • #13
Take it or leave it. Was Anderes gibt es nicht. Entweder du erträgst es und siehst darüber hinweg oder du trennst dich. Er wird auch noch mit 50 saufen und feiern, dessen musst du dir bei deiner Entscheidung bewusst sein.
 
  • #14
Das ist schlimm!
Nicht nur dass er saeuft und sich Dir besoffen zumutet...er sagt auch noch Du seist schuld??!!
Ich hoffe sehr Du hast Dir den Schuh nicht angezogen??!!

Es gibt so schoene Begrifflichkeiten wie toxische Beziehung, Guilt shift, co Abhängigkeit etc PP

Nimm die Beine in die Hand (hast Du ja schon :) und bleib dabei!!

Kleiner Tip: wenn ein Mann der Dich kaum kennt, Dich als "Traumfrau" bezeichnet: schreien, Hände in die Luft werfen und wegrennen
(So manipulieren eierlose Typen Frauen schnell ins Bett und die "emotionale Versorgern" Rolle..)

Alles Gute vom Meerrettich
(PS: es ist ein Ritterschlag für Dich, wenn er Dich nicht zurück will!! Es heisst nämlich er merkt Du durchschaust das Spiel und bist psychisch zu gesund, wehrhaft und klar in Deiner Abgrenzung, um Dich ihm auszuliefern. So Menschen sind ja nicht bloed. Die wissen ja, dass sie sich missbräuchlich verhalten. Und sobald Du das Spiel nicht mitspielst, bist Du draussen. Also Bravo!!)
 
  • #15
Es geht nicht per se ums Trinken, sondern dass er Partys feiert und die wird er weiterhin feiern wollen. Vielleicht noch viele Jahre, so lange er jung ist.

Man könne „mich ja anders nicht ertragen“
Tja, eine gute Basis für eine lebenslange Alkoholiker-Ehe. Die Frau bleibt in der Regel bei solchen Männer und der Mann betäubt seinen Schmerz mit Alkohol um sich zu beglücken. Am Ende des Tages sind beide wieder glücklich. Beide sind irgendwie zufrieden in solcher Konstellation.

Habe ich den Schritt überstürzt? Sollte ich ihm nicht in seiner eventuell bestehenden Sucht zur Seite stehen?
Ich denke nicht, dass du dafür Respekt erntest, wenn du dich statt einer freien, begehrbaren Frau als aufopfernde Mutti, die ihm hilft, anbiederst.
 
  • #16
Habe ich den Schritt überstürzt? Sollte ich ihm nicht in seiner eventuell bestehenden Sucht zur Seite stehen?
NEIN!
Trennung, abhaken, radikal Kontaktabbruch.
Jeden Tag dankbar sein, dass das an Dir vorbei gegangen ist.

Er ist süchtig, nicht eventuell, sicher. Er ist aggressiv.
Er hat kein Krankheitserkenntnis, keinen Leidensdruck.
D.h. Dieser erste wichtige Schritt zur Veränderung fehlt. Die Erkenntnis muss von ihm aus gehen, dann muss er die Veränderung wollen. Und dann erst folgt der lange Weg aus der Sucht.
Rückfallquote bei Alkohol über 90%.

Google das Thema Co-Abhängigkeit.

Du hast die einzig richtige Konsequenz gezogen. Bleibe dabei.

M, 54
 
  • #17
Mittlerweile trinkt er jedes Wochenende und wir machen so gut wie gar nichts mehr zusammen. … im Streit macht er oft mich dafür verantwortlich. Man könne „mich ja anders nicht ertragen“, und wenn ich so „Stress mache, säuft er erst recht“.
Was willst du mit so einem Mann @Rikeakr?
Dass du deine Sachen gepackt hast und ausgezogen bist, war das Beste, was du tun konntest.

Anscheinend ist er auch froh dich los zu sein, denn für ihn bist du eine Spaßbremse, die ihm bloß ein schlechtes Gewissen macht.

Wenn du deinen Schritt für überstürzt hältst, ist dir nicht mehr zu helfen, eher solltest du keinen Gedanken mehr an ihn verschwenden.
 
  • #18
Sei froh, dass du es recht schnell beendet hast. Wer will so einen Partner? Immer feiern als wär man 16 und keine Zeit für die Freundin. Ne, das ist ein Hohlkopf.
Ob er ein Alkoholproblem hat, kann man von außen nicht sicher sagen; ich kenne durchaus Männer, die auch so sind, ohne Alkoholproblem. Die wollen einfach ewig jung und unabhängig bleiben auf eine kindische Partyart und wundern sich, dass die Frauen das nicht mitmachen und auch die mitfeiernden Kumpels immer weniger werden.
Du hast nichts falsch gemacht. Spätestens bei seinen Aussagen, dass man dich nur saufend ertragen kann, wäre ich weg. Solche respektlosen Aussagen nach kurzer Zeit verschlimmern sich nur in den nächsten Jahren.

W, 35
 
  • #19
Liebe FS,
wenn er trinkt um Dich zu ertragen hast Du das einzig Richtige getan, nämlich ihn von Dir zu befreien....Ironie off......
wie Du von seinen Freunden weißt gab es das Problem ja schon lange vor Dir, und es ist typisch für Menschen die ein Problem mit Alkohol haben, den Partner, die Gesellschaft, den Stress im Betrieb oder was auch immer dafür verantwortlich zu machen. So müssen sie sich nicht mit sich selbst auseinander setzen. Und gerade im partnerschaftlichen Bereich finde ich es unfair und äußerst verletzend, den /die PartnerIn dafür verantwortlich zu machen, denn wenn ich trinken muss um eine Situation zu ertragen, was liegt dann näher als selbige zu beenden ?
Zieh Dir den Schuh nicht an, Du hast richtig und verantwortungsvoll gehandelt.
 
  • #20
Es geht nicht per se ums Trinken, sondern dass er Partys feiert und die wird er weiterhin feiern wollen. Vielleicht noch viele Jahre, so lange er jung ist.
Och, das ist keine Frage des Alters.
Das macht der dritte Ehemann meiner Mutter immer noch so und ist inzwischen Anfang 70.
Bei ihm heißt das 'in die Kneipe gehen', ist aber identisch mit dem, was man euphemistisch 'feiern' nennt.
Diese Begriffswandlung gibt es seit etwa 20 Jahren, schätze ich.
Seitdem gibt es die Nebenbedeutung, die 'Alkohol trinken mit Freunden in einer dafür ausgelegten Location, z.B. Disco oder Bar' lautet, während die Hauptbedeutung 'ein besonderes Ereignis, z.B. Geburtstag, Hochzeit oder Beförderung begehen', ebenfalls noch existiert.
Mein 'Stiefvater', alias 'Kotzbrocken', ihr erinnert euch ?, geht also ebenfalls mit seinen Buddys feiern, und das nahezu täglich.
Naaa, liebe FS, schöne Zukunftsaussichten ?

w 52
 
  • #21
Nichts gegen Parties, aber der Drops ist einfach damit gelutscht, das er das hinter deinem Rücken tut und dich absichtlich ausschließt. Auch stellt er dich als unerträglich dar, weil du dir nicht angucken magst wie er sich jedes Wochenende volllaufen lässt. Der Alkohol verändert den Charakter ins schlechte. Um nicht auf Bier verzichten zu müssen, wird diese Wahrheit aber verdrängt. Alkohol schiebt Depressionen an und allzu oft sollte man einen Vollrausch seinem Körper besser nicht zumuten. Es wird wohl extrem schwer, jemanden der vorweisen kann, dass er sich die Woche über zusammen nimmt, davon zu überzeugen das es sich um Sucht handelt. Das sehen andere, die z. B. Kette rauchen, übertriebenen Extremsport treiben und hungern, oder sich mit Essen und Limo vollhauen auch nicht ein. Und jeder hat seine eigene Meinung warum, das wa er da macht nicht schlimm ist. Wie schlecht das ist, merkt man halt nicht denn es tut lange Zeit nicht weh. Ob das wirklich schon Alkoholismus ist kann wohl nur ein Arzt einschätzen. Da wird er wohl nicht hingehen. Er macht das wohl immer so. Sonst hätten seine Freunde nicht solche Bemerkungen fallen lassen. Du bist ihm nicht wichtig genug, wahrscheinlich ist das niemand, der nicht mittrinkt. Das wäre dann schon ein Suchthinweis. Geh nicht wieder zurück, es ist zwecklos. Du hast alles richtig gemacht. Und nimm es nicht persönlich,. Alkohol siegt grundsätzlich immer bei solchen Menschen, da lässt man im Ernstfall lieber die Familie zerbrechen und verliert die Wohnung. w52
 
  • #22
Liebe FS,

ihr habt euch ein paar Monate kennengelernt und dann ist eure Kennenlernphase gescheitert. Sowas passiert eben, wenn man nicht zusammen passt. Mach dir keinen Kopf, dass du ihn retten musst. Er ist im Kopf noch nicht erwachsen und nicht bereit, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Ich hab auch mal so jemanden kennengelernt. Unter der Woche hat er normal gearbeitet und wirkte seriös. Am Wochenende war dann Party angesagt, wo ich am besten auch nicht dabei sein sollte. Der Grund war keine andere Frau, sondern ebenfalls seine Sauftouren mit seinen Kumpels. Das lief dann mehrere Male so, dass ich am Tag danach bei ihm war, gerne etwas mit ihm unternommen hätte, aber er lieber in seiner Wohnung bleiben wollte bzw. auch noch genug Restalkohol intus hatte. Ich hab mir das ein paar Wochen angeschaut und dann war ich weg. Wozu mit ihm in seiner Bude hocken, wenn ich draußen mit Freunden im Park und Co. bei bestem Wetter Spaß haben kann? So hatte ich mir die Beziehung nicht vorgestellt und du solltest dir das auch nicht antun.

W33
 
  • #23
Trenn Dich von dem gedenken, einem Mann die Traumfrau sein zu wollen, wenn der Mann so garnichts tut, um Dein Traummann zu sein.
Ein sehr kluger Satz.
So viele Frauen (und auch Männer) hadern damit, nicht mehr geliebt zu werden. Sie suchen nach ihren Fehlern und finden tatsächlich Gründe, warum jemand, der selbst nichts tat, sie verließ.
Und so viele strengen sich an, um einen unzufriedenen, ätzenden, abweisenden Menschen wieder liebenswürdig und nett zu erleben.
"Wenn ich lieb bin, ist er es auch wieder".
Gerade die Abweisenden scheinen diese absurde Verbiegung herauszufordern. Der/die Abgewiesene glaubt, er könne das beeinflussen.
Also: Nicht glauben und hoffen, was sein könnte. Sehen, was ist.

Verkürzt unpassende Verbindungen ungemein.
 
  • #24
Liebe FS,

willst du wirklich bei der ersten Schwierigkeit aufgeben? Dein Platz als gute Frau/Freundin ist an seiner Seite. Er braucht dich jetzt! Hilf ihm, weil du es kannst. Ihr beide werdet glücklich und du wirsd dafür belohnt werden. Viel Kraft.
 
  • #25
Liebe FS,

willst du wirklich bei der ersten Schwierigkeit aufgeben? Dein Platz als gute Frau/Freundin ist an seiner Seite. Er braucht dich jetzt! Hilf ihm, weil du es kannst. Ihr beide werdet glücklich und du wirsd dafür belohnt werden. Viel Kraft.
Ist das ironisch gemeint oder möchtest du noch etwas "Stimmung" machen... ?Es geht hier ja wohl kaum um recht harmlose erste Schwierigkeiten, sondern der Mann trinkt zu viel und zu oft, beschimpft die FS und benimmt sich daneben.
Wohlgemerkt alles noch in einem frühen Stadium der Beziehung. So etwas muss sich kein Mensch ans Bein binden, er will sein Problem nicht sehen und kann sich nur selbst helfen.
Liebe FS, in meinen Augen hast du alles richtig gemacht. Ich würde es gesunden Selbstschutz nennen. Schau nach vorne und hadere nicht, ein schlechtes Gewissen ist nicht angebracht.
 
  • #26
Hallo Rike,

ob er wirklich zu viel trinkt, gar ein Problem hat .... wissen wir aus der Ferne nicht.
Was wir aber sehen können: Es passt für dich nicht. Und da immer 2 dazu gehören ist nun eben das Ende erreicht.
Du bist den für dich richtigen Schritt gegangen - mehr sollte dich nicht interessieren.
Kopf hoch
 
  • #27
Hallo! Ich kann dir von meinen eigenen Erfahrungen erzählen: Ich war fast 3 Jahre mit einem Mann zusammen der definitiv viel zu oft getrunken hat. Ich dachte damals auch, dass ich ihm vielleicht beistehen sollte. Ich dachte auch, er möchte sich wirklich ändern doch das wollte er natürlich nicht. So viel zur Sucht (in meiner Verwandschaft und Familie sind viele Alkoholsüchtige): Wenn er nicht von sich selbst auf die Idee kommt etwas dagegen zu tun und er dies nur machen würde für dich, dann wird es nie geschehen. Ein Süchtiger kann nur etwas ereichen wenn er es wirklich für sich selbst tut. Das heisst nicht, dass man da nicht beistehen kann und sollte, wenn aber der eigene Wille von ihm aus fehlt, dann wirst du nichts bewirken können. Es wird dich wirklich sehr ermüden und frustrieren.
Ich habe es damals leider erst nach 3 Jahren eingesehen, dass sich nichts ändern wird und habe bis dahin sehr viel Kraft geopfert.

Wie gesagt: Es kommt auf seine Einstellung an. Will er etwas ändern dann bleib und hilf ihm, wenn nicht solltest du gehen und dich nicht noch mit runterziehen lassen.
 
  • #28
Wenn der Mann sich nur am WE betrinkt, dann ist er ein sogenannter WE-Alkoholiker. Davon gibt es ja auch genügend. Siehe nur die einzelnen Sportveranstaltungen. Von Mo-Fr arbeiten manche schon brav in der Bank und am WE lassen sie in div. Stadien die Sau heraus.

Ich würde anstelle der FS den Mann einfach empfehlen den Alkohol bis zum 01.07 sein zu lassen. Schaft er dies, dann hat er kein Problem mit den Alkohol und schafft er dies nicht, dann ist er schon ein Alkoholiker.