• #1

Mein Freund denkt, während der Ehe gäbe es kein Sex mehr

Hallo,

wenn mein Freund etwas getrunken hat führen wir ständig eigenartige Diskussionen. So auch heute: eigentlich hatten wir einen sehr schönen Abend-wir kochten zusammen und tranken Wein (wohlgemerkt ich zwei/drei Gläser von den insgesamt zwei Flaschen). Wie aus heiteren Himmel sagte er mir, dass wenn wir erstmal verheiratet wären, wir keinen Sex mehr hätten. Denn die Frau hätte dann keine Lust, dies bestätigen immerhin all seine Kumpels. Er liebt mich und das steht seiner Meinung aber manchmal im Weg, denn er fühle sich in unseren Sexleben teilweise auch "verarscht", wenn ich ihn anderwertig stimuliere; da er den Eindruck bekomme ich habe keine Lust und versuche ihn nur zu befriedigen?? Er denkt in der Situation, "hey, sie gibt sich so eine Mühe und ich liebe sie vom ganzen Herzen, ich muss jetzt kommen"...
Mir macht es Spass, meinen Partner nicht nur durch den typischen Sexakt zu befriedigen. Nun bin ich total verunsichert...
Nur am Rande: wir haben mindestens einmal die Woche Sex und sind nun seit fast 3 Jahren liiert. Vor 1,5 Jahren hielt er um meine Hand an.
Ich bin gerade wirklich verwirrt, was ich davon halten soll???
 
M

Mooseba

  • #2
Die Frage ist nicht unbedingt, ob Ehe oder nicht, sondern wie wird es, wenn Kinder dazukommen.
 
  • #3
Klingt nach einer Ausrede um nicht heiraten zu müssen ?

Ehe allein hat sicher nichts mit viel/wenig Sex zu tun.

Kinder verändern das Sexleben das unterstreiche ich
 
G

Gast

  • #4
Hier geht es doch nicht um Sex, das Ganze ist nur eine faule Ausrede. Er will dich nicht heiraten, ist charakterlich nicht einwandfrei, möglicherweise auch psychisch instabil. Außerdem hat er ein beginnendes Alkoholproblem, kein normaler Mensch haut mal eben anderthalb Flaschen Wein alleine weg und er "trinkt" ja auch regelmäßig, nur um dann komisches Zeug zu reden. Was, um Himmels Willen willst du mit so einem für Familie, Verantwortung und Ehe doch vollkommen untauglichen Mann?!

Er ist zu feige, sich selbst zu trennen und versucht dich darum mit besonders ekelhaftem Verhalten loszuwerden. Mach du den ersten Schritt, sag ihm, wie sehr du dich in ihm getäuscht hast und wie sehr er dich enttäuscht hat und gib ihm dann einen endgültigen Tritt.

Bessere Kandidaten als Zuviel-Trinker-Zuviel-Dummes-Zeug-Reder und infantile, unzuverlässige Chaoten findest du an jeder Ecke- bei so vielen negativen Eigenschaften wie sie dein Noch-Partner hat, ist das ja auch nicht sonderlich schwer.
 
G

Gast

  • #5
Das liegt nicht an der Institution Ehe an sich, sondern daran, dass dann der totale Streß losgeht. Kinder bekommen und großziehen, Haus bauen usw. usw. und Frauen haben unter Streß oft keine Lust auf Sex.
Wenn du dir Kinder anschaffst, vergeht dir das Bedürfnis ihn unbedingt befriedigen zu wollen, garantiert. Dann hast du die ersten Jahre hauptsächlich das Bedürfnis nach Ruhe und Schlaf und empfindest sexuelle Avancen als zusätzliche Belastung bzw. Arbeit, Belästigung o.ä.

Das ist hauptsächlich bei denen extrem, die sich zu viel aufbürden, alles nur nach den Kindern ausrichten und keine Hilfe von außen haben (Omas, Kita, Kindergarten, Au Pair, Putzfrau o.ä.)
 
  • #6
Ich glaube Lustlosigkeit stellt sich oft ein, wenn ein Paar schon wirklich lange Zeit zusammen ist (10-15Jahre od länger). Egal ob verheiratet oder nicht.
 
G

Gast

  • #7
(wohlgemerkt ich zwei/drei Gläser von den insgesamt zwei Flaschen).
Drei Gläser sind die Hälfte von 2 Flaschen - Tipp: achte auf Deine Wahrnehmung von Sachverhalten.

Wie aus heiteren Himmel sagte er mir, dass wenn wir erstmal verheiratet wären, wir keinen Sex mehr hätten.....
...denn er fühle sich in unseren Sexleben teilweise auch "verarscht", wenn ich ihn anderwertig stimuliere;...
Er ist unsicher, fühlt sich von Dir überfordert (hätte es lieber simpel?), meint das wäre kein Sex und wenn ihr erst mal heiratet dann gibts den garnicht mehr???
Du solltest mit ihm darüber reden, wenn ihr beide nüchtern seid. Alles andere ist Kaffesatzleserei und führt zu noch mehr Missverständnissen.

Vor 1,5 Jahren hielt er um meine Hand an.
Ich bin gerade wirklich verwirrt, was ich davon halten soll???
Er versucht sich aus dem Eheversprechen rauszuschleichen?
Sorry, Du solltest ihn fragen. Es liest sich so, als wäre Kommunikation nichts worin ihr besonders geübt seid. Das solltet ihr ändern.
 
  • #8
Anscheinend haben ihm seine Kumpels Angst gemacht, indem sie über ihre "sexlose" Ehe berichten. Ihr habt einmal die Woche Sex, dass ist nicht wahnsinnig viel aber wahrscheinlich ziemlich nahe am Durschschnitt. Warum sollte sich das ändern, wenn ihr heiratet und euer Leben ansonsten gleich bleibt? Das ändert sich wohl erst, wenn ihr Kinder habt.
Darum macht er sich anscheinend Sorgen, dass du (jetzt schon!) keine Lust auf ihn hast, wenn du versuchst, ihn anders zu befriedigen und wie es dann erst nach der Hochzeit sein wird. Lässt du dich denn in diesen Situationen auch von ihm befriedigen? Ich meine, Sex muss nicht immer mit Penetration einher gehen, aber wenn du ihn abwehrst, während du ihn befriedigst, sieht es tatsächlich so aus, als hättest du keine Lust und würdest es nur für ihn tun.
Würde er gern öfter die Woche, oder seid ihr euch da einig? Wenn es ihm eigentlich zu wenig ist und er Angst hat, dass es irgendwann noch weniger wird, werdet ihr beide es irgendwann satt haben, auf den anderen Rücksicht zu nehmen.
 
  • #9
Davon mal abgesehen, dass 1,5 Flaschen Wein viel zu viel sind, finde ich ich das, was er sich da im betrunkenen Kopf zusammenreimt unsäglich. Erst mal frage ich mich, warum er sich von der Meinung anderer abhängig macht und ob er keine eigene hat, die hätte er sich längst bilden müssen. Zweitens würde ich an deiner stelle beim Thema "verarscht fühlen" ganz gewaltig aufhorchen. Das wird sich noch zuspitzen. Der Mann taugt nichts: potentieller trinker, von der Meinung seiner Kumpels beinflussbar und abhängig und frech und unreif was sein Sexualleben anbelangt. er findet nicht mal im nüchternen Zustand eine brauchbare Erklärung, warum er nicht heiraten will, obwohl er dich selber danach gefragt hat. Da hätte nach so langer Zeit längst was geregelt werden müssen, wann und wie man heiratet, umzieht, kinder ja oder nein, usw.
 
  • #10
Seit 1 1/2 Jahren seit ihr nun nicht verheiratet obwohl er das will ?

Wenn Ihr verheiratet seit, habt Ihr lt. Deinem Verlobten keinen Sex mehr - warum will er dann heiraten ?

Wenn er seinen Kumpels - auch im Suff - mehr vertraut als Dir, dann ist er in Gedanken mit seinen Kumpels verheiratet.

Er trinkt - wenn auch mit Dir; aber das Trinken kommt öfters vor. Probleme mit Alkoholsucht samt Gewalt gegen Frauen hatten wir hier schon.

Überleg Du Dir, warum es genau dieser Mann sein muß.
 
A

Ars_Vivendi

  • #11
In den meisten Beziehungen lässt die Häufigkeit beim Sex nach. Die Qualität sicher oft auch. Millionen Männer und Frauen, die fremdgehen, würden das sicher nicht tun, wenn es nicht so wäre. Und ich lehne mich sicher nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich schreibe, dass das eher an nachlassender Lust der Frauen liegt, wenn auch die Männer daran sicher ihren Anteil haben. Insofern hat Dein Freund berechtigte "Zweifel" und Du solltest seine Überlegungen ernst nehmen. Nur liegen die sicher nicht an Dir als Person.
Ob man daraus direkt folgern muss, dass er "charakterlich nicht einwandfrei" ist, ob man zum Abendessen zwei Flaschen Wein leeren muss, damit man ehrlich wird und über "Probleme" redet und ob man heutzutage noch unbedingt heiraten muss, steht auf einem anderen Blatt. Ich denke schon, dass es Männer wie Frauen gibt, die nach der Heirat meinen, sie hätten Partnerin oder Partner jetzt sicher und könnten langsam aber stetig "nachlassen".
 
  • #12
Betrunkene und kleine Kinder sagen die Wahrheit. Der Mann möchte Dich nicht heiraten. Er verpackt das in der Aussage, dass es in der Ehe keinen Sex mehr gibt. Keine Ehe=Sex, Ehe=kein Sex.
Sorry, aber seinen Antrag kannst Du Dir in die Haare schmieren. Er hat es sich anders überlegt.
 
  • #13
Der Mann hat Sie einfach sehr gut im Griff, warum soll er wegen einem Würstchen eine ganze Kuh kaufen? Es läuft doch! Er muss nicht kämpfen um Sie oder sich in irgendeiner Weise anstrengen - er signalisiert ich will keine Verantwortung übernehmen müssen ich will keine Ehe - denke bloß nicht daran!
Sie habe zwei Möglichkeiten : ist nur eine Meinung ohne Anspruch auf Richtigkeit -
1. einen sauberen Cut machen und sich neu orientieren.
2. oder eigene Verhaltensweisen ändern (was uns Frauen bekanntlich schwer fällt, weil wir anders "ticken") und sich zurück ziehen - dem Partner sagen du das was du mir gesagt hast geht mir nicht aus dem Kopf - ich möchte mir die Zeit nehmen und mir Gedanken darüber machen, wie es weiter gehen soll... Ich würde dann auch in allen Bereichen auf Distanz gehen (emotional, körperlich, geistig , mental).

Geben Sie sich selbst die Zeit und die Möglichkeit Ihr Leben neu zu ordnen. Was entspricht Ihrem Wunsch? Werden Sie mit dieser Situation auf Dauer glücklich sein? Wie sehen Sie Ihre Zukunft?
 
  • #14
Die Ehe gibt eine gewisse Sicherheit, da es sehr mühsam ist (und oft auch finanziell kostspielig), da wieder herauszukommen.

Leider ist das für viele (sowohl Männlein als auch Weiblein) eine gute Möglichkeit, sich gehen zu lassen. Zur Sofakartoffel zu werden, die sexy Unterwäsche und lange blonde Haare gegen Omaschlüpper und Kurzhaarschnitt (da pflegeleichter) zu tauschen, eine Bierwampe anzusetzen. Schließlich hat man den anderen ja sicher. Dass das natürlich auf die Libido schlägt, ist klar.

Eventuell meinten seine Freunde das.
 
  • #15
So oft wie man dieses "Gerücht" als Mann hört, wer kann da verdenken, dass der Eindruck entsteht, da müsste was dran sein?
Wobei die "Sexlessgarantie" so recht erst nach dem ersten Kind kommt, mit einer Pause kurz vom nächsten Kinderwunsch. Bei meinem Bruder erlebt, bei Bekannten erlebt, bei Freunden. Da helfen dann auch meist ein paar Beteuerungen, es wäre doch gar nicht so, wenig.
 
G

Gast

  • #16
In unser Beziehung war das effektiv so, dass nach der Heirat unser Sexleben signifikant sowohl qualitativ als auch quantitativ stark gelitten hatte, so dass ich schon über eine Trennung ernsthaft nachdachte. Die Gründe lagen sicherlich auf beiden Seiten, aber das Ergebnis war eindeutig. Es hat sich zum Glück nachher zum Besseren gewandelt, auch durch meine Selbstreflexion und Veränderung meines Verhaltens. Es wurde aber lange nicht mehr so wie vor der Hochzeit.

Nachhinein, hätte ich nochmal die Wahl, würde ich eine andere Partnerin für die Ehe suchen, denn so richtig glücklich in der Beziehung war ich nie. Ob ich sie gefunden hätte steht allerdings auf einem anderen Blatt. Sex war und ist für mich der höchste Akt der Gemeinsamkeit und Zugehörigkeit der Partner und wenn er nicht so toll ist oder gar ausbleibt, dann ist die Beziehung in meinen Augen unvollkommen.

Ich glaube, ihr passt nicht zusammen und irgendwann wird es zum Problem werden.
 
M

Meeresrauschen

  • #17
Auch ich finde den Alkoholkonsum beachtenswert. Menschen, die unter Alkohol solche Themen anschlagen, sind in der Realität unglücklich und zu feige, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und ihr Leben in die Hand zu nehmen. An deiner Stelle wäre ich massiv verletzt und würde mich von dem Mann trennen. Er wird nämlich nicht den A in der Hose haben, um sich sauber von dir trennen. Er schleicht die Beziehung aus, damit du von selbst gehst. Wenn er keinen bessere Frau mehr zu finden glaubt, wird er dich vielleicht doch noch heiraten. Aber was hast du von so einem Mann?
 
  • #18
Was mich dabei erstaunt: Vor eineinhalb Jahren hielt er um Deine Hand an und ihr seid noch nicht verheiratet? Woran liegts? Wolltest Du damals nicht? Hast du ihn hingehalten? Was war deine Antwort damals?

Im übrigen ist das Klischee, dass der Sex in der Ehe weniger wird und schließlich ganz aufhört keines, es ist eine in der Praxis oft vorkommende Entwicklung. Kein Wunder, dass er sich Sorgen macht.
 
Top