• #31
Und genau deswegen, weil über Leute in den Medien dann immer gesagt wird, dass dies und das und jenes studiert wurde, um denjenigen gut dastehen zu lassen, und wenn in den Medien rumgewundert wird, dass der BM von Berlin kein Studium absolviert hat und ob er sein Amt überhaupt kann, muss man sich nicht wundern, wenn Leute rumschönen wollen. Das liegt an der Gesellschaft. Deswegen machen doch auch jetzt so viele Abitur.
Tut mir leid, aber ich habe bisher noch nie jemanden persönlich getroffen, der da schwindelt. Es ist also nicht so, dass das alle so machen durch "die Gesellschaft" (das ist immer so ein schwammiger Begriff; letzten Endes sind ja einfach wir alle die Gesellschaft). Mich nervt es auch bei Politikern, wenn sie so tun, als hätten sie das und das studiert, dabei wars ein halbes Semester. Die Sache hier bleibt trotzdem eine eindeutige Lüge. Ich würde es sogar noch mehr verstehen (wenn auch nicht gutheißen) wenn er nur im Hotel arbeiten würde und überhaupt nicht studiert hätte, und daher gelogen hätte. Aber er studiert doch? Warum dem anderen vormachen, es wäre Jura und nicht Geschichte? Auf so eine Idee wäre niemand in meinem Bekanntenkreis je verfallen, und das man denkt, diese Lüge wäre irgendwie nötig, dass man auf die Idee kommt, überhaupt zu lügen, das würde mich beunruhigen. Und wenn er nur im Hotel arbeiten würde, dann müsste er auch selbstbewusst und auch realistisch genug sein, die Wahrheit zu sagen, und wenn die Frau einen dann deshalb nicht will, dann ist das eben so.
Es kann ja wirklich sein, dass das die einzige Lüge war, die von ihm kam und kommt. Dann wird sich das ja mit der Zeit rausstellen. Das Risiko, dass er entweder Selbstwertprobleme hat oder aber ein Blender ist, ist trotzdem wesentlich höher als bei jemandem, der einfach er selbst ist und die Wahrheit sagt. Auf die Gesellschaft schieben ist da immer einfach, weil dann keiner mehr selbst verantwortlich ist für sein Handeln.
 
  • #32
Dahinter steckt das riesige Problem auf seiner Seite, sich selbst nicht gut genug zu fühlen. Er will beeindrucken und erzählt dann einfach das, was er meint, dass der andere hören will.
Wer ist und war denn in den Zwanzigern der Meinung, er sei gut genug? Wer hatte da ECHTES Selbstwertgefühl, dass er sich nicht grämte, wenn er von anderen ausgegrenzt wurde, da nicht gut genug? Also die Leute, die mir gerade so einfallen, haben alle diesbezüglich Probleme gehabt und sie auf verschiedene Weise ausgelebt. Nun hat niemand ein Studium erfunden, das es nicht gab, aber das machte der Freund der FS ja auch nicht, er hat ja wohl wirklich mal Jura studiert. Wäre vielleicht auch wieder zurückgekehrt, wenn er den Geschichts-Bachelor verhauen hätte? Man weiß ja nicht, ob er gewechselt ist oder nicht klarkam.

Die meisten Leute laufen noch mit 40 selbstwertmäßig mit Krücken rum wie Karriere gemacht, Verdienst oder auch nur "ICH habe eine Beziehung, du nicht".

Was ist mit der FS, ist sie der Meinung, sie sei gut genug, schön genug, weiblich genug? Wenn nicht, hat sie wohl dasselbe Problem und könnte mit einem Mann, der es nicht hat, gar nicht in einer Beziehung sein, weil es ihn nerven würde, dauernd Bestätigung geben zu müssen. Ihr gefällt das aber, dass er dauernd sagt, dass er sie liebt.
 
  • #33
Bei solchen Aussagen stellen sich meine Nackenhaare auf. Hier wird eine Bemerkung zu seiner Tätigkeit verhackstückt, als könne er genauso gut ein Betrüger, Vergewaltiger ... oder sonst was sein.
Das habe ich weder geschrieben noch gemeint. Woher ziehst du das?

Wie es schon jemand anderes schrieb: ich denke auch, es kommt wohl auf die eigene Einstellung an, wie schlimm man solche Lügen empfindet.

Aber ich kann gerne noch eine Theorie obendrauf setzen, die glaube ich noch nicht genannt wurde:

Er hat vielleicht auch gelogen und sich besser dargestellt, weil er gar kein ernsthaftes Interesse anfangs (?)an der Fragestellerin hatte und nur sicher gehen wollte, selbst als toller Hecht dazustehen, vielleicht auch nur, um sie erstmal ins Bett zu bekommen.

Weil er selbst gar nicht damit gerechnet hat, dass es sich zu einer Beziehung entwickeln könnte oder er daran kein Interesse hatte.

Wer ein Abitur hat und sogar schonmal Jura studiert hatte, sollte ja wohl in der Lage sein, so weit vorausschauend zu denken, dass solche Lügen immer auffliegen.

Vielleicht auch eine Taktik, um jemanden wieder los zuwerden, ohne selbst Schlussmachen zu müssen.

Alles möglich...
 
  • #34
Wahrheit und Ehrlichkeit sind insbesondere in diesem Forum stark überschätzte Eigenarten.
Das schöne an guten (Lügen)Geschichten ist, dass man sie nach dem dritten Mal erzählen, selbst glaubt.
Also ich hatte bei einen längere Berlinaufenthalt Anfang der 80ziger eine kurze heisse Affaire mit Anette Humpe. Danach hat sie den NDW-Kracher 'blaue Augen' geschrieben. Und jetzt noch habe ich die schönsten blauen Augen jenseits der Wapel (Google-Maps lässt grüßen).
@Minikong123 genieße dein Leben, genieße den Augenblick.
 
  • #35
Zu sagen, dass der Mann nicht der hellste ist, nur weil er Schwierigkeiten im Studium hat, finde ich daneben. Er wird hier bis auf kleinste analysiert, er wäre nicht fleißig, er will sich nur durchmogeln, er hätte keinen Selbstwert. Ja er ist nicht perfekt. Er hat einen kleinen Fehler begangen und sich dafür entschuldigt.
Am wichtigsten ist, zu seinen Fehler zu stehen. Und das tut er. Welcher Mann würde sich für so etwas mit Blumen entschuldigen?
Ich dulde auch keine Lügen, aber man soll schon differenzieren können.
Liebe FS, schmeiß die Beziehung nicht hin. Kein Mensch ist perfekt. Und diese Lüge hat keinen Einfluss auf eure Beziehung, es sei denn du datest nur angehende Anwälte. Ich denke, der Mann ist noch jung und muss zu sich finden, jetzt hat er die Gelegenheit dazu. Du wirst genauso wie er in der Beziehung wachsen, ggf. Fehler machen, vlt.
sogar zum deinem Selbstschutz lügen.
Dein freund hatte keine bösen Absichten und das zählt.
 
  • #36
Zum Thema 'Lügen' sag ich nichts, weil vor mir schon alles gesagt wurde.
Aber sehr gerne was zum Thema 'es ist doch vollkommen egal, welchen Beruf jemand hat, es kommt nur auf die inneren Werte an'.
Blödsinn ! Political correctnes, ächz.

Valmont sagt es weiter oben, ja, ganz sicher haben die Kandidatinnen auf Dating-Portalen eher Interesse an einem 50-jährigen Ingenieur als an einem ewigen Studenten. Dass Valmont nicht das ist, sondern ein adeliger, äußert wohlhabender, gut gebauter, großer und sehr attraktiver Privatier, zudem Mitglied in einem noblen Segelclub und dann auch noch promovierter Ingenieur ( Quelle: himself ), können sie ja nicht erkennen, wenn er lediglich 'Student' angibt.
Er macht also einen shittest, verschweigt all die wundervollen Eigenschaften und präsentiert sich als Versager.
Damit er keine Goldgräberinnen anzieht.
( Mist, jetzt bin ich doch beim Thema 'Lügen' gelandet. Nur ganz kurz: fändet ihr das genauso schlimm, wenn Valmonts Lügen nach drei Monaten rauskämen ? )

Zurück: Selbstverständlich finden wir alle, ich meine Frauen, es wichtig, welchen Beruf unser Kandidat hat. Wobei es natürlich unterschiedlich ist, was wir unter 'gut' verstehen. Und so mag sicher die ein oder andere einen Geschichtsstudenten interessanter finden als einen Jurastudenten.

Ich habe mich kürzlich mal in einer Konferenz gelangweilt, daher begann ich, herumzuphantasieren. Mir gegenüber saß einer vom Betriebsrat, ich kenne ihn lange und gut und weiß, dass in seinem Kopf vor allem Leere herrscht. Ich weiß, welchen Beruf er hat, welche Ausbildung, welchen Werdegang, sage das jetzt nicht, nur, dass es mich nicht entzückt.
Der Typ hat ein gutes, intelligentes und freundliches Gesicht und lächelte immer so wissend, souverän, milde und brebelte dauernd einzelne Wörter oder machte Geräusche wie laut Luft holen.
Ich kenne ihn und griff mir innerlich an den Kopf.
Und dann versuchte ich mir vorzustellen, er sei wirklich intelligent und souverän. Sei ein habilitierter Ingenieur, den mein Auftraggeber z.B. als Sachverständigen eingeladen hätte.
Ich sah also nochmal sein Lächeln an bestimmten Stellen der Verhandlung, hörte sein Lufteinziehen und plötzlich entzückte er mich.
Diese knappen Kommentare, diese satirische Treffsicherheit, das sich-arglos-und-dumm-Stellen, herrlich !

Der gleiche Mann, die gleichen Verhaltensweisen und dennoch zwei völlig unterschiedliche Bewertungen durch mich bei der Unterstellung eines tollen Berufs und der Kenntnis eines weniger tollen.

w 53
 
  • #37
Ich bin kein Auffanglager für Problemmänner
Tatütata. Nein du hast natürlich einen unverheirateten, gut situierten und gebildeten Mann aus gutem Hause verdient, ohne Anhang.
Wer Jura studiert, ist natürlich zukünftiger Anwalt, Notar oder sogar Richter.
Dass die Augen da sehr oft grösser sind, als der Magen, das ignorieren wir einfach mal. Studienabbrecher sind praktisch Versager, nicht wahr? Bzw. "Problemmänner".
Pah und was wird man schon mit "Geschichte"!!!!
Da endet man als Taxifahrer. Und das weiss der auch. Klarer Fall von "Problemmann".
Am Ende muss man den noch finanzieren. Aber so hat man sich das nicht vorgestellt. Eher umgekehrt!!!
Oder diese alleinerziehenden Väter mit zehn Kindern. Sowas bindet man sich doch nicht ans Bein.

"mit der kann man´s machen, die dumme Kuh verzeiht alles"
Genau das denken die. Die denken "Gott ist die doof! Ich lüge, dass sich die Balken biegen und die bleibt trotzdem da!!!!"
 
  • #38
Bei solchen Aussagen stellen sich meine Nackenhaare auf. Hier wird eine Bemerkung zu seiner Tätigkeit verhackstückt, als könne er genauso gut ein Betrüger, Vergewaltiger ... oder sonst was sein.

Vielleicht war er beim ersten (!) Rendez-vous einfach nur aufgeregt, wollte »möglichst toll wahrgenommen werden«, griff in die Kiste des einmal angestrebten Studiums? Frauen legen ja sooo großen Wert auf den gesellschaftlichen Erfolg des Zukünftigen, dass sie sich mit ihren Vorerwartungen oft schon selbst ihr Grab schaufeln.

Dann konnte er nicht so einfach zurück ... wartete also erst mal das Ergebnis seiner Geschichtsprüfung ab und korrigierte damit seine erste, unwahre Studienangabe. Himmel !!! Ist das so schlimm?

Problematischer finde ich das Verhalten der FS: einen ganzen Absatz lang singt sie das Hohelied ihrer tollen Beziehung - und dann fragt sie UNS, ob sie sich nach dieser (in meinen Augen zu vernachlässigen) Erstaussage ihres so geliebten Mannes nun von ihm trennen sollte.
Sollte sie unbedingt - wenn sie nicht in der Lage ist, hier zu differenzieren und nur auf »das Außen« achtet. Am schlimmsten scheint für sie ja zu sein, dass sie seine Berufung schon weiter kommuniziert hat.

Einmal hinter den Vorhang schauen, liebe @Minikong123 wäre vielleicht angesagt. Falls die täglichen (oh, DAS würde mich ja nerven!) Liebesbeteuerungen euch etwas wert sind!
Danke meine liebe. Ich habe mich nicht getraut und hätte es nicht ansatzweise so prickelnd ausdrücken können.
M49
 
  • #39
Liebe FS,
setz Dich in eine Ecke und strukturiere Deine Gedanken.


Du schätzt ihn als ehrlich ein weißt aber, dass er lügt. Du solltest aufhören Leute einzuschätzen, weil Du das nicht kannst sondern Dich an den Fakten orientieren:
- Die Fakten sagen: er ist unehrlich. Daran ist nunmal nichts zu rütteln.
- Die Fakten sagen auch: er ist ein Aufschneider, denn selbstverständlich ist ein Jura intellektuell und arbeitsmäßig deutlich fordernder als ein BA-Studium in Geschichte. Darum versucht er sich als Jurist in spe zu verkaufen, um mehr herzumachen als er ist.
- Darüber hinaus stand ja sogar sein BA-Abschluß in Geschichte auf der Kippe - der Fleißigste und Hellste ist er also auch nicht.

Laut Deiner Angaben ist der Mann (je nach dem wie alt er war, als er im Jurastudium gescheitert ist) mindestens Mitte 20. In dem Alter ist sein Charakter gefestigt, d.h. all die o.g., schon jetzt ersichtlichen Probleme ziehen sich durch den Rest seines Lebens.

Die Frage ist, ob Du so einen Mann längerfristig als Partner haben willst oder ob es Dir ausreicht:
Nur, dass das, was Du als "Fakten" zusammenfasst zum überwiegenden Teil überhaupt keine Fakten sind.

Die FS hat nirgends geschrieben, dass sein BA-Abschluss auf der Kippe stand. Sie hat geschrieben, dass er Angst hatte, die Arbeit nicht bestanden zu haben. Das ist etwas völlig anderes. Übrigens bei uns Juristen auch sehr häufig, selbst wenn man am Ende mit Prädikat rausgeht. Bei Durchfallquoten von 60% im Examen auch nicht unbedingt erstaunlich. Und auch Studenten anderer Fächer dürfen Angst haben, ohne "Nieten" zu sein.

Sie hat auch nicht geschrieben, dass er im Jura-Studium gescheitert ist, sondern, dass er gewechselt hat. Das klingt nicht nach Exmatrikulation durch die Uni, weil er durch die Klausuren bzw. das 1. Examen gerasselt ist. Es ist auch kein Zeichen von Charakterschwäche, wenn man sich einmal entscheidet, den Studiengang zu wechseln, insbesondere, wenn man den anderen dann erfolgreich absolviert. Selbst ein gescheiterter Jurist, der dann notgedrungen etwas anderes macht, ist keine Schande.

Nebenbei: Er muss auch keinesfalls schon Mitte 20 sein. Mit 17-18 angefangen, ist man selbst bei 8-9 Semestern Studium noch kein Mitte 20. Und dass Männer im Hinblick auf die Reifeentwicklung etwas hinter den Frauen zurückbleiben, ist keine Geheimnis. Daraus zu schließen, dass ein Mittzwanziger, der nicht fehlerfrei durchs Leben geht, ein
untaugliches Männerexemplar ist, ist nicht nur realitätsfern, sondern auch ziemlich überheblich.

Es ist nicht hilfreich für die FS, wenn man seinen Ratschlag auf einen Haufen unzutreffender Schlussfolgerungen stützt und diese einfach als "Fakten" bezeichnet.
 
  • #40
Ich würde an deiner Stelle ihm diese Lüge verzeihen. Fehler machen alle Menschen. Die Frage ist, ob es dir geschadet hat. Wenn du diese Frage mit Nein und die nächste Frage, ob du ihn liebst mit Ja beantworten kannst, dann ist für mich der Fall gelöst. Niemand kann dir sagen - Ja, trenn dich war scheiße von ihm oder Nein, war nicht so wild. Du allein musst dich bewusst entscheiden. Möchtest du niemals angelogen werden, egal um was es geht? Dann beende es und bleib deinem Prinzip treu. Ansonsten differenziere genau, was kannst du gut verkraften und was geht gar nicht. Alles was er tun konnte, hat er getan. Er hat einen Fehler gemacht, er bereut es und hat es dir geschildert, er hat sich verbal und materiell bei dir entschuldigt. Was soll er denn nun noch tun? Sich vor dir in den Staub werfen? Ich bin mir sicher, du wirst für dich die passende Antwort finden. Nimm dir einfach Zeit und denke in Ruhe darüber nach. :)
 
  • #41
Vielleicht war er beim ersten (!) Rendez-vous einfach nur aufgeregt, wollte »möglichst toll wahrgenommen werden«, griff in die Kiste des einmal angestrebten Studiums? Frauen legen ja sooo großen Wert auf den gesellschaftlichen Erfolg des Zukünftigen, dass sie sich mit ihren Vorerwartungen oft schon selbst ihr Grab schaufeln
Dies würde bedeuten, dass diesem "grundsätzlich ehrlichen " Mann während des dates die Einsicht überfallen hat, dass er der anspruchsvollen Datepartnerin ( reine Spekulation unsererseits) mit seinem popeligen Bachelorabschluss im Fach Geschichte nicht gewachsen sei und deshalb wird mal eben das Jurastudium erfunden. Also entweder ist dieser ehrliche Mensch tatsächlich ein Blender oder er ist einfach blöd. Entweder sieht man sich danach nie wieder, dann ist es auch egal, was er wann und wo studiert hat, oder er hat ein Problem .
An die Wahrscheinlichkeit, dass er dies absichtlich macht, um die Frau nur ins Bett zu bekommen, glaube ich eher nicht. Dazu passt das Blumenarrangement nicht.

Okay, auch ich habe mittlerweile kapiert, dass anscheinend bei der holden Weiblichkeit der Jurist gesellschaftlich höher angesiedelt ist als der Bachelor in Geschichte, aber dadurch wird sein Verhalten m.E. nicht entschuldigt. Aber ich habe auch was gegen Leute, die zu 80% ihre Doktorarbeit abkupfern oder Ex- Bundespräsidentengattinnen, die behaupten Kommunikationsmarketing studiert zu haben. Ja hat sie auch, nur leider ohne Abschluss. Ich habe übrigens nichts gegen "abgebrochene" Studenten. Okay, im Vergleich zum Herrn von und zu ist der Freund der FS doch noch ein kleines Licht.
Ich wäre vor 30 Jahren nicht auf die Idee gekommen bei meinem Studienfach zu lügen, zu flunkern oder was auch immer und ich würde auch bei meinem heutigen Job nicht lügen, und dies obwohl er im gesellschaftlichen Ranking mal gerade über der Prostitution steht - wenn überhaupt.
Und mir sind in meinem Leben schon einige dämliche Juristen unter gekommen, aber noch keine blöden Historiker. Letztere waren zahlenmäßig natürlich unterlegen.
Ich würde sagen, dass sich das Interesse, gegenüber der alten Berufsangabe "Ingenieur", fast halbiert hat!
Das wundert Dich jetzt nicht wirklich. Na ja, aber für Deine privaten, empirischen Studien vermutlich ganz interessant.
W,55
 
  • #42
das ist immer so ein schwammiger Begriff; letzten Endes sind ja einfach wir alle die Gesellschaft
Naja, eben drum. Meinungsmache und das Bild, das es in der Gesellschaft gibt von "hat Abitur", "hat kein Abitur", das ist doch kein Persönliches, das auf Erfahrungen der Leute beruht. Es wird geprägt und übernommen.

Warum dem anderen vormachen, es wäre Jura und nicht Geschichte?
Es war ja mal Jura.
Das Risiko, dass er entweder Selbstwertprobleme hat oder aber ein Blender ist, ist trotzdem wesentlich höher als bei jemandem, der einfach er selbst ist und die Wahrheit sagt.
Ja klar. Ich finde Blender auch daneben. Aber wieso ist er einer? Weil ER Jura höher bewertet und sich auf sein früheres Studium beruft, in dem er wohl keinen Abschluss mehr machen wird, oder weil "wir alle", also die Gesellschaft, Jura höher bewerten?

Wie gesagt, ich kenne niemanden, der mit Mitte 20 keine Selbstwertprobleme hatte. Klar haben die keine belegten Studiengänge erfunden, aber drumrum wurde viel "so getan als ob". Manche waren sogar sehr geschickt und plapperten Aussagen von anderen nach, als sei es ihre eigene durchdachte Meinung.

Was ich mir gut vorstellen könnte: Er wollte nicht sagen, dass er Geschichte studiert, weil er Angst vor dem Ergebnis der Bachelor-Arbeit hatte.
Wenn die nicht geklappt hätte und er hätte es erzählt, wäre er ja in Jura UND Geschichte gescheitert. Ich glaube, das wollte er vermeiden, auch wenn am Ende doch sowieso alles erzählt worden wäre, weil sie ja so verliebt sind ineinander. Das wusste er doch vorher aber nicht und dann war die Aussage in der Welt.

Naja, ich würde sagen, Reden hilft. Wenn er es erklären kann und nicht versucht hat, toller dazustehen, würde ich das abhaken.
 
  • #44
Liebe FS,
ich würde mit ihm zusammen darüber lachen. Und meine eigenen kleinen Angebereien zu Beginn der Beziehung auspacken. Im übrigen wäre mir ein Historiker wesentlich näher als ein langweiliger Jurist oder Ingenieur.

w, 53
 
  • #45
Wie gesagt, ich kenne niemanden, der mit Mitte 20 keine Selbstwertprobleme hatte. Klar haben die keine belegten Studiengänge erfunden, aber drumrum wurde viel "so getan als ob". Manche waren sogar sehr geschickt und plapperten Aussagen von anderen nach, als sei es ihre eigene durchdachte Meinung
Ja, kenne ich auch :) Aber diese Leute waren mir damals schon unsympathisch. Da bin ich nicht der Typ für. Ich habe hier manchmal gedacht, das ist auch so eine Ost-West-Auswirkung. Im Osten musste man nicht flunkern oder sich besser dastellen; im Westen ist Selbstdarstellung aufgrund des Systems schon wichtig. Ich habe hier viel mehr Männer kennengelernt, die sich mit Sachen schmücken „mussten“. Meine Eltern hatten nach der Wende Probleme, als selbstständige Künstler Fuß zu fassen, da sie das heiße Luft produzieren nicht beherrschten (auch wenn sie glücklich über das Ende der DDR waren). Mir geht das aber eben deshalb wohl gegen den Strich. Ich war sehr unsicher mit Anfang 20. Aber habe mich zurückgehalten statt zu lügen. Wie gesagt, dass man auf die Idee kommt, ein anderes Studium zu nennen - also dass man das bewusst macht, kommt mir komisch vor. Die Vermutung von dir am Ende könnte natürlich sein; das wär dann durchaus eine etwas mildernde Erklärung für mich.
Ich finde, er hätte ihr die Gründe auf jeden Fall genauer erläutern müssen. Das ist er ihr schon schuldig. Und dann wird die Zeit es eben zeigen.
 
  • #46
Vielleicht war er beim ersten (!) Rendez-vous einfach nur aufgeregt, wollte »möglichst toll wahrgenommen werden«, griff in die Kiste des einmal angestrebten Studiums? Frauen legen ja sooo großen Wert auf den gesellschaftlichen Erfolg des Zukünftigen, dass sie sich mit ihren Vorerwartungen oft schon selbst ihr Grab schaufeln.
Vielen Dank für diese gesunde und menschliche Sicht der Dinge.
Etwas Ähnliches habe ich mir nämlich auch gedacht ......

Alle, die nun hier in "moralischer Entrüstung" auf seiner Lüge - die er selbst korrigiert hat - herumreiten, sollten sich bitte überlegen, wann und mit welchem Hintergrund sie selbst schon gelogen haben und es täglich weiterhin machen bis an ihr kühles Grab. Die Doppelmoral wird zum grössten Übel unseres Jahrzehnts ....

Übrigens - als Jurist müsste er täglich lügen und Tatsachen verschweigen.
 
  • #47
Ich habe hier manchmal gedacht, das ist auch so eine Ost-West-Auswirkung.
Ist auch meine Erfahrung gewesen mit einigen Bekannten und wer gut blenden kann, der kommt dann zu was, das auch als "redlich" gilt. Ich finde auch, dass wenn z.B. Ein Finanzberater, der gar nicht bei der Sparkasse arbeitet, über diese aber einen Termin mit einem machen will und die Räume dort nutzen darf, so ein Fake ist. Soll heißen, es ist sogar legitimiert. Klar, er hat einen Vertrag mit der Sparkasse, aber es steht nirgends, dass die Sparkasse damit gar nichts zu tun hat.

Wenn man den Freund der FS ansieht - womit hat er schon geblendet. Er hat gesagt, er studiere Jura, nicht, dass er schon einen Abschluss hat (hab ich so verstanden). Den hat er jetzt in Geschichte. Das ist doch mehr als keinen Abschluss in Jura, auch wenn mir natürlich bewusst ist, dass Jura bei vielen nach was Besserem klingt.

Meine Eltern hatten nach der Wende Probleme, als selbstständige Künstler Fuß zu fassen, da sie das heiße Luft produzieren nicht beherrschten
Das war bestimmt sehr schwer. Gerade bei Künstlern ist es in der westlichen Welt so wichtig, dem Käufer noch irgendwas mitzuliefern, wie "nur mit Hut" zu gehen oder schon mit 2 die Mona LIsa perfekt kopiert zu haben. Ich könnte mir auch vorstellen, dass die ostdeutschen Künstler dann reduziert wurden darauf, ob man in ihren Werken den Widerstand rauslesen konnte. Das gesamte DDR-Leben wurde ja darauf reduziert.
 
  • #48
Im übrigen wäre mir ein Historiker wesentlich näher als ein langweiliger Jurist
Das sehe ich auch so.
Im TV schaue ich selten Anwaltsprogramme mir an und dann lieber die Historiker.

Da fällt wir eine Bericht über Ötzi ein.
Ötzi musste ja ein Deutscher sein, wer sonst geht in die Berge in Sandalen. I´m just joking.

Die Anwälte können ja dann die Österreicher und Italiener verklagen, weil sie nicht Schnee geräumt haben.
 
  • #49
Übrigens - als Jurist müsste er täglich lügen und Tatsachen verschweigen.
Herzchen, ich hab ja den Beitrag von unten hochgescrollt und nur diesen Satz gelesen, wusste also noch nicht, wer den Beitrag geschrieben hat, und wusste gleichzeitig, der ist von Dir!....
Liebe FS, es kann so einiges in Männerköpfen vorgehen. Wir sind eine extreme Leistungsgesellschaft, und das wissen auch Männer ganz genau. Jurist hört sich in "vielen" Ohren einfach "potenter" an, ich denke für ihn und für Dich ist es viel besser, dass er nun hoffentlich, etwas studiert hat, mit dem er für sich im Reinen ist.
Ich würde folgendes tun: Mein Herz soweit aufmachen wie ein Scheunentor! Ihn fragen wie und warum und dann Schwamm drüber, sehr hoffen, dass er jetzt hoffentlich glücklich ist. Ein glücklicher Mensch ist ein guter Partner.
Es kommt darauf an, ob Dir wichtig ist, ob er Jurist gewesen wäre.
w45
 
  • #50
Wenn jemand nach 2 oder 3 Monaten einen Partner gefunden hat, dann ist derjenige für mich eher der Renner.
Kann sein, muss aber nicht. Genausogut könnte es jemand sein, der sich mit dem/der Erstbesten zufrieden gibt und keine Ansprüche stellt. Hauptsache wieder in einer Beziehung!
Die Dauer der Partnersuche sagt nichts darüber aus, wie begehrt jemand ist. Vielleicht verteilt er oder sie ja auch Körbe am laufenden Meter und ist somit sehr begehrt.
 
  • #51
Alle, die nun hier in "moralischer Entrüstung" auf seiner Lüge - die er selbst korrigiert hat - herumreiten, sollten sich bitte überlegen, wann und mit welchem Hintergrund sie selbst schon gelogen haben und es täglich weiterhin machen bis an ihr kühles Grab. Die Doppelmoral wird zum grössten Übel unseres Jahrzehnts ....
Nun, es gibt Lügen ... und Lügen.
Wenn ich mir mit einer Lüge einen Vorteil verschaffen will oder einem anderen bewusst Schaden zufüge, ist es für mich eine nicht akzeptable Lüge. (Beispiel: Familienstand, Alter, Beruf, Krankheiten, Schulden - alles , was evtl. bei der Beziehungsanbahnung eine Rolle spielt.)
Wenn ich dagegen nicht die Wahheit sage, um einen anderen nicht zu verletzen, finde ich es nicht so schlimm (Beispiel: Ich muss einer Kollegin nach dem zweiwöchigen Urlaub nicht sofort ins Gesicht sagen, "Mein Gott, bist du fett geworden" - auch wenn es die reine Wahrheit ist. Dann sage ich lieber nichts.)
 
  • #52
Mit Verurteilungen sind hier ja viele gern schnell bei der Hand ...

Im Zweifel FÜR den Angeklagten.

Mein Lebensgefährte hatte "Akademiker" angekreuzt. Ja, er hat studiert. Allerdings nie bis zum Abschluss. Da ich ihn anhand seiner Art zu schreiben aber ohnehin hätte kennenlernen wollen und er mir beim Austausch unserer Lebensgeschichten im Verlauf der ersten Wochen von seinem abgebrochenen Studium erzählt hat, war mir diese "Lüge" egal.

Er hat sich auch im Verlaufe von über drei Jahren erstaunlicherweise trotz dieser Sache nicht als notorischer Lügner herausgestellt 😝, sondern erzählt mir, was ihm in den Sinn kommt, von seinen Kontakten, von der Arbeit, über Finanzen. Und wenn ich Wert darauf legen würde, könnte ich das alles jederzeit nachprüfen.

Also, liebe FS, falls du ihn nicht gerade ausgewählt hast, WEIL er Jura angegeben hatte, dann sieh es ihm nach, wenn ihr wirklich so verliebt seid. Immerhin hat er es von sich aus richtiggestellt.

(Und schraubt das mit den täglichen Liebesbekundungen zurück, das ist ja gruselig ... )
 
  • #53
Wenn ich so die Antworten durchlese, dann wird mir bange selbst weitere Fragen in diesem Forum zu stellen. Hier tummeln sich doch recht viele Nutzer, die ihre Meinung zu wichtig nehmen und letztendlich mit ihren Reden sich von dem Anliegen der FS entfernen. Die FS hat nicht nach einer Beurteilung des Partners gefragt, sondern lediglich eine Problematik geschildert und möchte unsere Haltung dazu lesen. Punkt.
Darüber zu mutmaßen und zu urteilen, wieso, weshalb und warum ist unwesentlich. Vor allem, was bringt es der FS? Bleibt doch bitte bei der Kernfrage...
 
  • #54
Braucht jedoch jemand 2 oder 3 Jahren um einen Partner zu finden, dann ist derjenige nicht der Renner. Ein Renner ist schon viel schneller weg vom Markt.
Haha huhu, dann hätte frau bei einem der ersten zehn oder zwölf Interessenten bleiben sollen, auch wenn es nur mäßig passt? Nur um schnell wieder vom Markt zu sein? Ganz toll, ein echtes Rezept für lebenslanges Unglück......

In Bezug auf Lügen muss ich sagen, dass ich differenziere. Ich reagiere völlig allergisch auf Unwahrheiten, die im wichtigen persönlichen Bereich liegen, kleine Beschönigungen im sozusagen öffentlichen Bereich finde ich undramatisch, das interessiert mich so wenig, dass ich es mir nicht merke und einen Lügner kaum "überführen" könnte.

Bei dem jungen Mann irritiert mich der Mangel an Selbstwertgefühl, der sich in der Lüge ausdrückt. Wann und wo kommt das wieder zum Vorschein, welche Manöver startet er dann wieder und würde er mich dann in irgendwelchen Schlamassel mit hinein ziehen?

SEHR unbehagliches Gefühl.

(Ich bin gebranntes Kind, meine erste Ehe ist maßgeblich daran gescheitert, dass mein Ex nicht zu sich und seinen Bedürfnissen stehen konnte und mir über Jahre hinweg Theater vorgespielt hat. Das endete ganz, ganz übel, leider.)

Liebe FS, ich hätte ein Problem mit dieser Lüge und dem, wofür sie steht. Ich fürchte, dass ich Dir aus meiner Erfahrung heraus zur Trennung raten würde.
 
  • #55
Hier kann jeder bei der Kernfrage bleiben soweit es ihm beliebt bzw. die Moderatoren ihn lassen. Allzu zart besaitet sollte man nicht sein, wenn man hier einen thread eröffnet. Manche tauchen daraufhin ab und auch nie wieder auf und Andere werden pampig, wenn sie verwirrte Fragen stellen, die kein Mensch versteht. Logischerweise spekuliert das Forum dann, weil es auch nicht in die Glaskugel schauen kann. Die FS hier taucht mal direkt ab. Natürlich wird spekuliert um was es sich für einen Typen handeln könnte. Blender, Lügner, kleiner Schussel oder was auch immer. Daraus resultieren dann die Vorschläge, die da lauten: Trennung, Weiterführung oder "es kommt drauf an". Letztendlich muss die FS das für sich entscheiden. Soviel erhellender als die übrigen Vorschläge war Deiner jetzt auch nicht Aisubeki. Fragen stellen ist freiwillig, es ist nur für die Restbevölkerung hier einfacher eine Antwort zu finden, wenn die Frage verständlich formuliert wird und sich die Fragesteller nicht in Hieroglyphen flüchten.
Ach ja, wie war noch mal die Kernfrage?
W,55
 
  • #56
Bei dem jungen Mann irritiert mich der Mangel an Selbstwertgefühl, der sich in der Lüge ausdrückt.
Das ist ja das Ding. Die Lüge an sich ist ja nicht so dramatisch.

Aber ich komme eben auch nicht umhin sofort zu schauen, warum denn derjenige lügt. Was der Hintergrund sein könnte.

Und meine Lebenserfahrung ist eben, das da generell bestimmte Verhaltensmuster dahinterstehen, die ich nicht in meinem Leben haben wollte.
 
  • #57
Das ist ja das Ding. Die Lüge an sich ist ja nicht so dramatisch.

Aber ich komme eben auch nicht umhin sofort zu schauen, warum denn derjenige lügt. Was der Hintergrund sein könnte.
Das geht mir dabei genauso.

Und damit weichen wir auch nicht vom Kernthema ab - die Frage hieß ja, ob die FS sich trennen soll, wegen der Lüge.

Da geht es dann schon darum, was hat es für eine Lüge und was die ein Motiv steht dahinter.

Und so ist dann auch meine Erfahrung, ich möchte niemandem in meinem Leben, der sich vermeintlich "mehr" machen will. Oder es sich leichter machen möchte.
Ob er ein Selbstwertproblem hat, interessiert mich dabei dann weniger.

Aber ich war auch beim Daten konsequent, falsche Angaben - Alter öfters, Größe auch öfters, Beruf, etc. - führten bei mir zum Abbruch.

Da bin ich definitiv gebranntes Kind.

Was ist ernsthaft dabei, zu sagen - Ich studiere Geschichte?
Eine Frau, die das nicht akzeptiert, wird früher oder später auch gehen.
Die Frau, die damit kein Problem hat, ist dann evtl. die Richtige, wenn sie nicht aufgrund der überflüssigen und albernen Lüge gegangen ist.

Es hieß in dem Parallelthread, Vertrauen muss man sich verdienen. Ich gebe Vertrauensvorschuss - aber wenn es sich nicht bestätigt, ist es dann auch vorbei.

W, 51
 
  • #58
Was ist ernsthaft dabei, zu sagen - Ich studiere Geschichte?
Wie wäre es denn damit:
Er sagt beim ersten Date Jura - weil er weiss, welche Fragen bzgl. Geschichte auf ihn zu kommen. Er will aber das Mädle kennen lernen - und nicht über sein Fach dozieren.
Und dann verselbständigt sich das Ganze - sie erzählt überall, sie date einen Juristen. Und er ?? Wartet ab ....
Ja, ein Fehler eines jungen Mannes. Und ? Aus Fehlern lernt man. Hat er getan, hat auf die "richtige Gelegenheit" gewartet ....

Wer von EUCH hat noch nie einen Fehler gemacht ?
Und wer hat noch nie gelogen ?
Ich kann zu beiden Fragen nicht "HIER" schreien.
Und - sieht man von Babys ab - wohl niemand.
Jaja, ich weiss .... politisch korrekt heisst das nicht lügen. Sondern die Realität ein wenig geschönt, aufpoliert, Fakten waren kurzfristig entfallen, es war pädagogisch wertvoll, politisch sinnvoll .... oder ... oder .... Am besten gefällt mir immer noch: Ich habe gelogen, um der Moral zu dienen.
Und der IM ? Nein der lügt nicht - der schreibt nur in seinen Bericht, was die Partei lesen will .... freie Dichtung. Fakten sind ihm eh nicht bekannt.
 
  • #59
Wenn ich so die Antworten durchlese, dann wird mir bange selbst weitere Fragen in diesem Forum zu stellen. Hier tummeln sich doch recht viele Nutzer, die ihre Meinung zu wichtig nehmen und letztendlich mit ihren Reden sich von dem Anliegen der FS entfernen.
Wo ist das Problem?
Erstens kann hier im anonymen Forum jeder das kommentieren, was er will und wie es ihm beliebt. Dazu ist ein Forum im Internet da.

Zweitens ist es völlig irrelevant, ob sich hier vom Thema entfernt wird, das ist doch in den meisten Threads so, dass man vom Hunderdsten ins Tausendste kommt. Wer das nicht will, kann doch einfach den Rechner oder das Smartphone ausschalten. Oder wie hier im Nachbarthread zwei Foristinnen schon angekündigt haben, jetzt eine Pause zu brauchen, da sie vom Forum „überfordert“ seien.

Drittens ist mir unverständlich, wie man dieses Forum so ernst nehmen kann. Es ist doch wie interaktives Fernsehen. Hier läuft irgendein Film ab, zu dem man seinen Senf abgibt, oder es sein lässt, je nach Interessenlage. Manchmal ist es ganz amüsant, und manchmal verärgernd und manchmal auch traurig - schmalzig wie in einer Seifenoper. Und manchmal kommt halt Trash. Nichtsdestotrotz stellen doch die Themen und Foristen nur einen verschwindend geringen Anteil an der Realität dar, insofern hat doch jeder auch noch ein echtes soziales Umfeld, was im Zweifel zu Rate gezogen wird. Das Forum ist doch nur eine Ergänzung.

Viertens ist jeder Mensch wichtig.

Zur Fragestellung:
In meinen Augen ist das keine Lüge, höchstens Geflunker, was er selbst richtig gestellt hat. Ich würde da keine riesen Sache draus machen. Aber wen interessiert schon, was ich machen würde? Wichtig ist doch, dass es für die FS ne riesen Sache ist, und da kann man das auch gleich lassen. Wie soll das denn weitergehen? Soll er jetzt erstmal 10 Jahre zu Kreuze kriechen, oder was soll er tun!?
 
  • #60
Ich kann hier gar nicht beurteilen, wie ich reagieren würde, weil ich beim : wie hat er gelogen, bzw wie hat er agiert...nicht dabei war.

Wenn ich zb aus meiner Vergangenheit Rede, fallen auch Sätze wie: ich während des Studiums, mal Radio gemacht.
Und kommt sofort eine Frage zum Radio, dann ist der Moment für: ich habe nicht zu Ende studiert, manchmal schon vorbei.
Oder meine Mama morgel ich heute noch an, bei den Preisen zb für Schuhe.

Wäre der Student völlig nervös , bei Aufdeckung und sagt wirklich: hatte Angst, dass Dir Geschichte zu unsexy ist...
Also wie sind Gesten, Mimik etc..dann glaub ich das einmalige Mogeln, schmückt er seine Geschichte sehr aus, dann beschleicht mich beim wie, dass Gefühl: der ist geübt im lügenund die Geschichte von Vollzeit Job und Co ist die wieder eine Mär