G

Gast

Gast
  • #1

Mein Freund hat keinen Draht zu meinen Kindern

Ich fühle mich oft zerrissen und versuche zu vermitteln zwischen meinen Kindern und meinem Freund, da sich kein ungezwungener Kontakt einstellt. Außenstehende teilen mir mit, dass er sich gegenüber meinen Kindern oft abweisend verhält. Er stellt nur mich allein in den Mittelpunkt, denkt gar nicht mal so weit, dass die Kinder auch Bedürfnisse haben. Ich wurde auch schon direkt nach kinderfreiem Wochenende gefragt. Sollte ich den Kontakt zu ihm abbrechen?
 
G

Gast

Gast
  • #2
Ja! Ich habe selber drei Kinder, die jetzt erwachsen sind. Aber auch schon früher war meine Bedingung: entweder wir alle 4 oder niemanden von uns. Ds hat manchmal eine Beziehung gekostet.

[Mod. = Signatur gelöscht! Registrieren Sie sich ggf.]
 
G

Gast

Gast
  • #3
Naja, dass er mal mit dir alleine sein möchte, ohne Kinder, das kann ich schon verstehen. Und das müsste doch möglich sein, oder? Verbring doch öfter oder wenigstens gelegentlich mal ein Wochenende mit ihm allein. Können die Kinder mal 2 Tage bei ihrem Vater sein? Oder hast du eine Schwester oder eine Mutter, die deine Zwerge mal ein Wochenende lang betreuen würden?

Ansonsten - wenn dein Freund gar nicht mit den Kids klarkommt, dann sieht es schlecht aus. Sie sind nun mal da, sie brauchen dich, du liebst sie. Letzten Endes sind sie auch wichtiger als ein Mann - und das weiss er ganz genau.

Versuch, eine Balance zu finden. Schaff dir Freiräume, in denen ungestörte Zweisamkeit möglich ist. Beobachte, ob und wie sich sein Verhalten deinen Kindern gegenüber dann ändert.
 
G

Gast

Gast
  • #4
Vergiss ihn. Die Kinder sind ein wichtiger Teil Deines Lebens und wenn er absolut keinen Drahht zu ihnen findet, sind Probleme vorprogrammiert.

Mein Partner mag meine Tochter sehr, sie ihn auch, ebenso die neue Frau ihres Vaters. Wenn das nicht so wäre, wären wir kein Paar. Und natürlich ist von Zeit zu Zeit auch bei uns ein kinderfreier Abend oder ein ebensolches Wochenende angesagt, damit wir neben dem normalen Familienleben unsere Paarbeziehung pflegen können, wir freuen uns jedesmal sehr darauf !
 
G

Gast

Gast
  • #5
Hallo,

ich bin auch der Meinung das die Kinder bevorzugt werden sollen aber warum nicht mal ein kinderfreies Wochenende? Das haben Paare in langjährigen Beziehungen auch.

Willst du einen Vater für Deine Kinder oder einen Partner für Dich? Ich gehe nicht davon aus das es nicht der leibliche Vater ist.

Einen Mann zu finden der ein fremdes Kind so liebt wie sein eigenes, ist fast augeschlossen, was sagt er denn dazu wenn du ihn darauf ansprichst?
 
G

Gast

Gast
  • #6
Wie alt sind Deine Kinder denn, wie lange kennst Du den Mann? Was verstehst Du unter einem "ungezwungenen Kontakt"? Möchtest Du, dass er alleine, also ohne Dich, Zeit mit Deinen Kinder verbringt?

Wie finden Deine Kinder ihn denn? Machen sie es ihm leicht oder schwer? Haben sie Kontakt zum leiblichen Vater?

Den Wunsch nach Zeit nur mit Dir, ohne Deine Kinder kann ich ohne Weiteres nachvollziehen, das halte ich für völlig normal. Hat er selbst eigentlich auch Kinder?
 
G

Gast

Gast
  • #7
Wer war eher in Deinem Leben - Deine Kinder oder Dein Freund?

Für ihn mit Sicherheit ein großer Schritt,der sehr viel Feingefühl,Verständnis und Toleranz voraussetzt. Verstehe ihn in sofern,dass er Dich und die damit verbundene Zweisamkeit genießen will.Das ist ein Wunsch vieler Eltern.


ABER - deine Kinder sollten an erster Stelle stehen und Deine Bedürfnisse zumindest bis sie selbständiger sind an zweiter.

Wie alt sind Deine Kinder?
 
G

Gast

Gast
  • #8
Ein Mann, der mich nur in den Mittelpunkt stellt, meinen Kindern aber keine Beachtung schenkt, nein der käme für mich persönlich nicht in Frage!

Ein Mann der sich abweisend gegenüber meinen Kindern verhält, wie soll da irgendwann Harmonie, Gemeinsamkeit entstehen?

Als ehemals Alleinerziehende stand ich auch hin und wieder vor diesem Problem. Und irgendwann sagte ich mir "ein Kind hast du nur einmal" aber einen Mann findest du immer. Danach habe ich gehandelt. Und es stimmt tatsächlich, wenn man es möchte, einen Mann findet man immer!!
 
G

Gast

Gast
  • #9
Hallo FS,

dein Problem kenne ich gut aus eigener Erfahrung. Als ich noch jung war, hatte ich unter anderem auch 3 Freundinnen mit Kind. Die Kinder haben mich nie interessiert, sie waren praktisch Luft für mich. Dass ich die Frauen mit meinem Verhalten verletzt haben muss, habe ich erst sehr viel später begriffen als ich selber gerne Kinder wollte ... aber das ist eine andere Geschichte ...

Binde deinen Freund in deine Familie mit ein. Zeige ihm die schönen Seiten. Erwarte erst einmal rein gar nichts und freue dich über jeden kleinen Fortschritt.

Viel Glück!
 
G

Gast

Gast
  • #10
Ich kann ihn irgendeineweise verstehen . Warum muß er für fremde Kinder liebe schenken , weil er dich dich liebt muß nicht automatisch deine Kinder lieben, Deine Kinder haben schon einen Vater ! Entweder akzeptiert du sein Verhalten oder suchst du anderen doofen.
 
G

Gast

Gast
  • #11
Was für ein "Drama" - und das in der heutigen Zeit wo Patchworkfamilien gang und gebe sind. Früher dachte ich mir selbst auch, keine Partnerin zu akzeptieren, welche Kinder hat die nicht von mir sind. Heute denke ich selbst anders - meine Partnerin die ich übrigens sehr liebe hat selbst 3 Kinder im erwachsenen Alter und ich habe auch zwei. Gibt eigentlich nichts schöneres als an Anlässen alle 5 zu sehen und mal einen Familientag gemeinsam zu machen.

Umdenken heißt die Devise !!!

m53
 
G

Gast

Gast
  • #12
@9
Wenn der Mann die Fragestellerin lieben solte, muß er die Kinder zumindest respektieren - sie sind keine Möbelstücke, die man mal eben in die Ecke stellt, dies tut einer normal fühlenden Mutter weh - dieser Mann scheint wenig oder kein Einfühlungsvermögen zu haben.
Die Fragestellerin hat sich keinen 'Doofen' gesucht, sondern nur einen Mann mit ein bischen menschlicher Reife.

Der Mann hat die Fragestellerin als MUTTER kennengelernt und muß das akzeptieren. Es ist schon befremdlich, dass ein erwachsener Mann (selbst wenn er keine Kinder hat) nicht auf die Idee kommt, das Kinder noch nicht auf eigenen Beinen stehen und von daher auf ihre Mutter angewiesen sind.

Es geht auch anders, wie die Beiträge von #8 und #10 zeigen.
 
G

Gast

Gast
  • #13
Kinderfreie Wochenden sind wichtig für die junge Partnerschaft. Dein Partner hat doch eine Frau gesucht und keine Familie. Es ist klar das man die Tatsachen aus früheren Beziehungen nicht wegwischen kann, deine Kinder verlierst du nie, aber er hat die Familie gratis mitbekommen, obwohl es nicht sein Ziel war. Er hat sich in dich verliebt und nicht in deine Kinder.
Versteh ihn und beschäftige dich mit Ihm auch allein, du bist dadurch keine Rabenmutter, nur weil du auch auf dich achtest. Du hat ein Recht auf ein privates Leben unabhänige von deinen Kindern und nutz diese Zeit mit deinem neuen Partner. Wenn du Ihn liebst und nicht nur einen neuen Vater für deine Kinder willst.
Sonst ist er weg, mit Recht.

und laß diese Scheiße wie, uns gibt es nur im Paket. Sei dir was wert !!!
 
G

Gast

Gast
  • #14
@#12
Deinen letzten Satz kann ich (Frau46) absolut unterstützen!
Ich habe meinen Kindern auch klar gemacht, dass ich ein eigenes Leben habe.
Natürlich gehörten sie zu mir (ca. 15 Jahre, zumal der Vater nichts von ihnen wissen wollte), aber ich habe keine Beziehung von ihnen abhängig gemacht.
Das musste auch nicht sein, da sie schnell merkten, dass auch ihr Glück vom Wohlbefinden ihrer Mutter abhing.
Sie haben während einer Zeit von 10 Jahren sehr schnell meine Freunde (3) akzeptiert (und die sie umgekehrt auch).
Ich wäre ehrlich gesagt nicht bereit, einen Vater von 2 Kindern zu nehmen.
Also kann ich den Freund der FS sehr gut verstehen.

Für mich hat sich dieses "Problem" eh erledigt, wie o.g..
Kinder sind nicht immer Kinder, nur nett und lieb, sondern auch mal anders, je nach Erziehung.
Liebe FS, ich will nichts unterstellen ..... wie verhalten sich Deine Kinder Deinem Freund gegenüber, kommt er gegen eine geballte Ladung (wozu die Mutter natürlich auch gehört ....) an?.
 
G

Gast

Gast
  • #15
Die Beziehung zu einem fremden Kind ist ein Problem, das in vielen Fällen nicht gelöst, sondern nur ausgesessen wird, weil es nicht lösbar ist.

Um diese Probleme nach Möglichkeit zu vermeiden, kannten unsere weisen Altvorderen die Institution eines unlösbaren öffentlichen Treugelöbnisses, das der Geburt des ersten Kindes vorausgehen soll. Wie dem auch sei, ich rate in solchen Fällen dazu das Kind aus dem Fokus zu nehmen, denn es ist nicht sein Fleisch und Blut, deshalb kannst du von deinem Partner nicht erwarten, dass er die Angelegenheit mit Enthusiasmus aufnimmt.
 
G

Gast

Gast
  • #16
Ich bin ein Kind, was in einer Patchworkfamilie aufgewachsen bin und möchte das 'Problem' mal aus dieser Perspektive beleuchten.
Natürlich haben die getrennten Eltern auch ein Recht auf ein eigenes Leben mit eigener Partnerschaft. Bei meiner Mutter war es so, dass wir Kinder ihr sagten, dass solang sie mit dem neuen Partner glücklich ist, es für uns auch ok ist. Wir haben ihr Wohl über unseres gestellt. Im Laufe der Jahre konnte dieser Partner (der sich eben nur für meine Mutter und nicht für uns Kinder interessierte) nicht mit uns als Kinder anfreunden. Es war über Jahre ein Kampf darum, wen meine Mutter jetzt mehr lieb hat und wer nun auf Nummer 1 steht.
Was ich damit sagen will: Man kann keine Frau mit Kinder unabhängig von diesen sehen. Das mag für ein paar Jahre funktionieren, aber nicht für eine lange Partnerschaft.
Ich finde es auch vermessen den neuen Patner gleich mit neuem Vater gleichzusetzen. Mal überspitzt formuliert, würde man ja auch nicht alle Hobbies für einen neuen Partner aufgeben und seine annehmen. Ich find es Schade, dass es da nach wie vor eine schwarz-weiß-Denke gibt.
Ich finde weiterhin, dass man von einem erwachsenen Menschen erwarten kann, dass er sich dessen bewußt ist, was es bedeutet eine Frau mit Kindern zu wollen. Ich finde es unglaublich, dass das auch immer als Bürde dargestellt wird. Kinder können auch einem neuen Partner eine Bereicherung im Leben darstellen.

Mein Resümee wäre in diesem Fall den Fokus lieber auf die Kinder zu legen und zwar aus dem Grund, dass diese eben noch nicht erwachsen sind und daher auf Schutz und Geborgenheit in der Familie angewiesen sind.
 
  • #17
Der Mann verliebt sich in die Frau, nicht in die Kinder. Falls er sie dennoch in sein Herz schließt, ist das glücklich gelaufen, wenn nicht auch nicht schlimm. Nur weil ein Mann sich in eine Frau verliebt, liebt er deswegen nicht ihre Kinder, Eltern, Hunde oder sonstwas.

Ab und zu kinderfreie Wochenenden sind absolute Grundvoraussetzung, um als Alleinerziehende einen Mann kennenzulernen und eine vollwertige, erfüllende Partnerschaft aufzubauen. Selbstverständlich darf und soll der Mann Interesse an Zweisamkeit mit seiner Partnerin haben. Dies ist sogar absolut notwendig und natürlich.

Wenn Du als Alleinerziehende nicht willens bist, auch Deinem Partner eine vollwertige Freundin zu sein, sondern das Muttersein über alles stellst, dann solltest Du Dich im Interesse ALLER einfach trennen. Das ist nämlich kein partnerschaftstauglicher Ansatz.
 
  • #18
Zunächst habe ich mich mal in den Partner und nicht in die Kinder verliebt!

Die Kinder sind in dem Fall auch nicht meine und ich möchte nicht für weitere Kinder eine Ersatzmutter sein! Ich bin und bleibe die Partnerin ihres Vaters und für meine eigenen ist es genau so!

Schön, wenn es gut läuft mit den Kindern, aber wenn nicht, dann ist eben Gesprächsbedarf angesagt. Kinderfreie Wochenenden sind erwünscht und das kann man planen!

Ich bin ich und nicht nur Mutter meiner 3 Kinder, deshalb gibt es mich nicht nur im Paket, das wäre lächerlich, vor allem wenn die Kinder nicht mehr ganz klein sind.


Respektvoller und wertschätzender Umgang miteinander und auch mit den Kindern des jeweiligen Partners muss natürlich selbstverständlich sein aber nicht mehr!

Ich vertaue auf die Zeit und irgendwann wird es schön sein, wenn alle 5 zu Feiertagen zu uns heim kommen, aber wenn sie dies nicht wollen...dann ist es ihre zu respektierende Entscheidung!
 
G

Gast

Gast
  • #19
Liebe FS,

wie lange bist du denn schon mit deinem Partner zusammen. Hat ihr genug Zeit euch ohne die Kinder kennenzulernen? Das ist für eine Partnerschaft in der Konstellation enorm wichtig.
Dein neuer Partner sollte sich zumindest den Kindern gegenüber nicht abweisend verhalten, für die Kinder ist die Situation mit einem neuen Partner der Mutter auch nicht gerade die einfachste. Sie sind ein Teil von dir. Er muss die Kinder nicht lieben, aber er sollte sie akzeptieren, ansonsten wird so eine Beziehung auf Dauer nicht funktionieren.

Versuche die Partnerschaft nicht nur unter dem Aspekt Familie zu leben, nimm die Zeit mit deinem Partner.

Wünsche dir viel Glück

w (45)
 
G

Gast

Gast
  • #20
@FS

Ich kann die ganze Situation aus der Sicht Deines Partners durchaus verstehen. Die Angst davor hat mich seinerzeit verannlasst Frauen mit Kindern auszuschließen.
Erstens wollte ich nicht daran beteiligt sein, wenn einem anderen Mann so mitgespielt werden würde wie mir. (Meine Ex verweigert mir den Umgang mit meinen Kindern und der Trennungsgrund hat sich im wahrsten Sinne des Wortes ins gemachte Nest gesetzt).
Zweitens hätte ich auch eine gewisse Scheuu vor Konfliktsituationen. Die Kinder haben bereits eien Vater. Auf Sätze wie "...Du hast mir gar nichts zu sagen ..." hätte ich keine Lust.
Drittens komt auch noch der Aspekt zum tragen, dass eine zu starke emotionale Bindung an Deine Kinder für ihn im erneuten Trennungsfall auch wieder tiefe Wunden reißen. Vermutlich hat er das Alles schon einmal mit seinen eigenen Kindern durch und möchte sich das kein Weiteres mal antun.

Was ich nun nicht nachvollziehen kann, sind Deine Bedenken.
Ich gehe mal davon aus, dass er die Kinderproblematik von Anfang an so angesprochen hat. Hast Du ernsthaft geglaubt Du könntest ihn umerziehen?

(m/44)
 
G

Gast

Gast
  • #21
Man(n) kann es sich auch einfach machen und einfach darauf plädieren das die Kinder hinten anstehen müssen, da sonst die Beziehung nicht funktionieren kann. So ein Unfug!!! Wo ein Wille von allen, da ein Weg. Und mit good will ist jedes Kinderherz zu gewinnen! Ich kann dieses: Das Kind hat zu machen was ich sage, weil ich der Erwachsene bin und etwas zu sagen habe und das Kind nicht, satt! Ein Erwachsener hat absolut die Pflicht sich um das Kind der Partnerin/ des Partners zu kümmern und sich alle mögliche Mühe für dessen Wohlbefinden zu geben. Ansonsten ist Mann oder Frau wohl ein verkappter Egoist ( hauptsache ich komme mit dem/ der Partner/in klar und uns geht es gut), das geht echt gar nicht!!!

Ein Mann oder eine Frau die sich so verhalten, sollten "Duos" absolut meiden, da so eine Einstellung nur negativ im Errinnerungsvermögen des Kindes hängen bleibt. Und soetwas braucht kein Kind. Also, entweder kann man es vernünftig im Gespräch klären und Barrieren einreißen, oder das macht absolut keinen Sinn.
 
Top