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  • #1

Mein Freund ist ein Einzelgänger, wie dauerhaft damit umgehen?

Hallo ihr Lieben,

Ich habe eine äußerst komplizierte "Beziehung",die mich häufig an den Rand der Verzweiflung bringt.
Kurz zu mir: ich bin 33,geschieden,Mutter von 3 Kindern und Studentin. Vor drei Jahren lernte ich einen Mann kennen,der mich so sehr in seinen Bann zog,dass ich mich,nach einem langen und schweren Kampf,von meinem damaligen Mann trennte.
Seitdem sehen wir uns nahezu täglich,wir führen tiefgründige Gespräche,haben gemeinsame Interessen und Wertvorstellungen,unsere Kinder gehen zur selben Schule...kurzum,auf den ersten Blick geben wir ein harmonisches Paar ab.Nun kommt der Haken: mein "Partner" ist im Grunde genommen ein absoluter Einzelgänger,der die Hohe Kunst beherrscht sich selbst zu genügen.Er benötigt niemanden,um glücklich zu sein. Wenn ich bei ihm bin ist es ok für ihn,da ich ein sehr unkomplizierter und anpassungsfähiger Mensch bin.Bin ich nicht da,ist es jedoch genauso ok für ihn.Wäre ich von heute auf morgen nicht mehr da,wäre es nicht schlimm für ihn.Er hätte auch keinerlei Probleme damit,wenn ich mich mit anderen Männern treffen würde/Sex hätte.Im Gegenteil- manchmal fordert er es nahezu heraus.
Ich hingegen bin ein sehr emotionaler Mensch,der leibt und lebt und sehr verletzbar sein kann. Daher treffen mich solche Aussagen immens!
Er kann das nicht nachvollziehen,denn er kennt diese Gefühle nicht. Er will doch nur mein Bestes...
Auch die Beziehung die wir haben,würde er niemals als solche bezeichnen. Er lebt im Hier und Jetzt und morgen kann alles anders sein.
Es gibt Phasen in welchen er unfassbar liebevoll und fürsorglich ist.Doch das kann sich von jetzt auf gleich ändern.Er wird sehr distanziert und meldet sich nicht mehr.
Ich habe gelernt,all diese Dinge nicht persönlich zu nehmen. Zwar weist er mich selten zurück doch im Grunde genommen ist er ein Misanthrop,der am liebsten in einer Waldhütte leben würde.Ich stelle mir zunehmend die Frage,wie ich mit einem Menschen soviel Zeit verbringen kann,für den meine Existenz im Grunde genommen unwichtig ist.Er ist vollkommen empathiebefreit, benötigt ein riesengroßes Maß an Freiheit und darf niemals das Gefühl bekommen, zu irgendetwas verpflichtet zu werden...Ich weiß wie er tickt, nur aus diesem Grunde kann die Beziehung aufrecht erhalten bleiben.Doch ich stoße immer wieder an meine Grenzen und merke, wie ich körperlich abbaue Meine Kinder und das Studium fordern mich so sehr,dass ich dringend eine Energiequelle benötige.Diese suche ich in ihm.Doch meistens nimmt er sie mir,um sie dann häppchenweise durch liebe Worte o.Ä. zurück zu geben und mir wieder einmal die Hoffnung zu geben,dass alles gut wird.
Wichtig ist mir noch zu sagen,dass mein Freund nicht im geringsten bösartig ist.Er kann nicht anders und ich würde niemals versuchen, ihn zu ändern.Meine Frage ist vielmehr,wie ich es schaffe,dauerhaft damit umzugehen?Ich hänge unfassbar an ihm,einfach zu gehen wäre für mich niemals möglich!Doch dieses ständige Auf und Ab ist kaum zu ertragen.

Danke :)
 
Z

Zsuzsa

Gast
  • #2
Hey Lyly77!
Oh mein Gott, genauso einen hatte ich ein Jahr lang!! Ich kam von Ihm nicht los, er war Einzelgänger, rundum happy, braucht niemand, emphatielos, gleichgültig, introvertiert.. 1:1 ausser, das er noch nie eine Freundin hatte oder Kinder, sondern nur liasions.. also, ich machte dass ein jahr mit,wir waren nie zusammen wie ein paar, ich war ihm zu anhänglich, eiversüchtig, seiner freiheit beraubt und aufsmal wurde es langweilig.. ich habe sehr viel energie aufgewendet.. für nichts.. entweder du akzeptierts ihn, oder geh solange du kannst. Er wird - denke ich - für immer so bleiben. Reicht dir seine zuneigung, aufmerksamkeit dir gegenüber?
 
  • #3
Hallo @Lyly77 ,

du bist an einen Mann geraten, der mir sehr ähnlich ist. Ich meine das auch nicht böse, aber ich brauche keine Frau in meinem Leben. Und jetzt kommts:
DAS HEISST NICHT, DASS ES NICHT SCHÖN IST; WENN EINE DA IST.
Mein Vater ist genau der selbe Typ. Eher extremer als ich. Ich hab wenigstens Freunde. Er will gar keine. Ist nun im Ruhestand und kann sich den ganzen Tag selbst beschäftigen. Meine Eltern sind seit fast 60 Jahren verheiratet, meine Mutter geht ihren Interessen nach, akzeptiert, dass mein Vater so ist. Und weiss nach so langer Zeit natürlich zu deuten, was es heisst, wenn mein Vater extra losgeht, um Blumen für sie zu holen. Dass er auf seine Art für sie sorgt. Und sie für ihn sehr wichtig ist. Sie gönnt ihm seine Zeit alleine.
Männer wie wir sind eigentlich einfach zu handeln, aber es fällt manchen Frauen einfach schwer, zu glauben, dass wir auch in unserer stoischen Ruhe und unserer Gelassenheit durchaus die anderen Menschen auch wahrnehmen. Wir haben nur nicht das ständige Bedürfnis nach Kommunikation.
Mein Vater hat das mal so beschrieben: Ich bin das Fundament, auf dem Mutter tanzen kann.
Wir brauchen niemanden ausser uns selber, was vielen Frauen eine fürchterliche Vorstellung ist. Aber wir wollen Menschen in unserem leben. Diese sollen genauso unabhängig sein wie wir. Wir sind freiwillig mit Ihnen zusammen. Und binden niemanden an uns. Freiheit, Freiraum, Unabhängigkeit sind wichtige Werte für uns. Und Zuverlässigkeit. Wir versprechen nur, was wir halten können und wollen. Das machen heute sehr wenige Menschen. Und wir sind auch keine Jammertypen. Das brauchen wir nicht, weils nix bringt.
Wir sagen ehrlich, was wir zu bieten haben und was wir geben wollen. Nehmen nicht viel krumm, vor allem sind wir nicht nachtragend. Und auch unter Last laufen wir rund.
Wie du siehst, du musst verstehen lernen, dass er deine Emotionalität vielleicht sogar toll findet - teilen kann er sie nicht. Und dann klappts auch mit ihm, wenn du willst.
 
  • #4
Das hört sich ja alles ziemlich kompliziert an... Konkrete Beispiele würden vielleicht helfen, sich die Situation besser vorstellen zu können. Was hat dich denn so fasziniert an ihm, dass du dich sogar deswegen hast scheiden lassen?

Meine Kinder und das Studium fordern mich so sehr,dass ich dringend eine Energiequelle benötige.Diese suche ich in ihm.
Vielleicht fühlt er sich damit überfordert, wenn er ohnehin schon ein Einzelgänger ist. Inwiefern forderst du denn Energie ein?
Bezieht sich das Einzelgängertum nur auf dich oder auch auf den gesellschaftlichen Umgang mit anderen Menschen?
 
  • #5
Der Partner ist doch nicht als 'Energie-Quelle' zu betrachten. Was für eine schreckliche Einstellung du hast. DEINE Kinder (von einem anderen), DEIN Studium, DEINE Unfähigkeit selber für ein ausgeglichenes Leben und Energiefeld zu sorgen (Yoga, Meditation, Selbstreflexion, Sport, allein Spazierengehen in der Natur, ...), DEINE Defizite, DEINE Bedürftigkeiten!
Ich bin immer froh, wenn ich einen Mann habe, der nicht wie eine Klette an mir hängt, sondern auch mal allein sein kann (nicht um fremdzugehen, sondern es genießt sich und sein Energiefeld zu reflektieren und auszugleichen). Ich war mal mit einem Mann liiert, der auch tagelang allein im Wald leben konnte (Indianer) um Wild und Natur und Sternenhimmel zu beobachten, oder Schwitzhütte zu machen und der auch im Winter im gerne im Fluss schwimmt.
Klar bin ich gern mit meinem (zukünftigen) Partner(n) zusammen. Ich bade lieber warm in meiner Wanne. Ich kann allein sein und ich kann Beziehung genießen. Vor allem weiß ich es zu schätzen, wenn ein Mensch sich auch selber genügt. Erst dann ist er ein vollständiger Mensch für mich, der seine Beziehungen nicht aus Abhängigkeit lebt, sondern aus Liebe & Freude. Nur ein vollständiger Mensch, kann aus der Fülle Leben & Geben.
Deiner allerdings scheint mir von DIR sehr wenig zu bekommen, da du deine Defizite an ihm frisst. Und dich dann wunderst, wenn er sich zurückzieht.
Übrigens: Jeder Mensch (Männer und Frauen) die sich rechtzeitig zurückziehen, um ihre Energielevel in der Natur oder beim Hobby oder auch in einer wohltuenden Arbeit zu füllen, erscheinen mir sehr reif. Die sind doch viel angenehmer, als jene, welche ständig glucken und sich aufeinander beziehen und aneinander reiben ... um einander Energie abzuringen.
Falls du mit so einem Mann nicht kannst, dann ... solltest du dir einen suchen, der so lebt wie du, mehrere Kinder hat ... dann könnt ihr erst turteln, dann glucken, ... und dann streiten .... euch wieder versöhnen ... Das monatlich zykklische Auf-und-Ab der üblichen Mittelgewichts-Ehen.
Willst du das? Nein? Dann lerne deine Energielöcher selber und sinnvoll auszugleichen.
Danke!
 
  • #6
Misanthrop. Oder Beziehungsvermeider, der er im Grunde genommen ist. Er hat sich seine Bedürfnisse nach anderen Menschen so heruntergeschraubt, dass er nicht mehr verletzbar ist. Ja, solche gibt es wirklich. Die echten Beziehungsvermeider sind kaum therapierbar, weil sie selbst keinen Leidensdruck (mehr) haben. Sie gehen daher kaum in Therapie. Und wenn sie es denn doch tun, dann sind sie harte Knochen für den Therapeuten.

Und für Dich auch liebe Fragestellerin. Du kannst das noch eine ganze Weile lang treiben. Und Du weißt, welchen Preis Du dafür zahlst. Ich glaube eher, Dir würde eine Therapie guttun. Oder warum führst Du eine solche Mangelbeziehung? Auch Du hast da Deine Anteile daran. Viel Glück.
 
  • #7
Liebe FS,

auch wenn du das nicht gern lesen wirst: in meinen Augen ist das Problem nicht die Persönlichkeit deines Partners, sondern die Tatsache, dass er dich schlicht und ergreifend nicht liebt.

Ich bin auch ein SEHR einzelgängerischer Typ; brauche viel Zeit für mich und schließe ehrlich gesagt nicht sonderlich gern Kompromisse. Aber: es gab und gibt in meinem Leben Menschen, bei denen es mir definitiv nicht egal ist/war, ob sie morgen noch da sind oder nicht. Weil sie mir was bedeuten bzw. bedeutet haben. Auch Einzelgänger sind in der Lage, gefühlsmäßige Bindungen zu Anderen aufzubauen. Der Unterschied zu geselligeren Typen liegt nur darin, wie sie diese ausleben. Als Einzelgänger kann man auch einen geliebten Menschen nicht ständig um sich haben; je nach Ausprägung und äußeren Umständen reicht vielleicht locker ein Treffen die Woche. Aber man kann sich trotzdem an Denjenigen gebunden fühlen; ihn wichtig nehmen und grundsätzlich in seinem Leben haben wollen.

Wenn er es unwichtig findet, ob du morgen noch da bist oder nicht (und das nicht nur deine Interpretation seines Verhaltens ist), dann liebt er nicht. Ob er es krankheitsbedingt nicht kann (er könnte z.B. an einer schizoiden Persönlichkeitsstörung leiden - das ist aber nicht dasselbe wie "Einzelgängertum!) oder es einfach nicht passt zwischen euch, sollte da egal sein.

Wie du damit umgehen sollst? Auch wenn du das nicht hören willst: du solltest und wirst nicht lernen, damit umzugehen. Du hast ein Bedürfnis nach Liebe, nach Spiegelung deiner Gefühle. Dieses ureigene menschliche Grundbedürfnis kannst und sollst du nicht "abstellen". Lieber solltest du dich fragen, warum du scheinbar gleichzeitig Angst vor Bindung hast - hättest du die nicht, würde dich ein derart "empathieloser", dir gegenüber indifferenter Mann kaum über so lange Zeit "in seinen Bann ziehen".
 
  • #8
Ich frage mich, WIESO Du so an ihm hängst. Was genau ist es, denn das Liebevolle kann es nicht sein. Sex?
Welche gemeinsamen Wertevorstellungen meinst Du, ich seh da eigentlich keine. Er lebt sein Leben als seelischer Einsiedler und ist unempathisch. Du stellst Dir doch eine Beziehung ganz anders vor.

Doch ich stoße immer wieder an meine Grenzen und merke, wie ich körperlich abbaue Meine Kinder und das Studium fordern mich so sehr,dass ich dringend eine Energiequelle benötige.Diese suche ich in ihm.
Ein Partner sollte zwar schon gute Energie geben, aber der Mann ist nicht dafür verantwortlich, dass Du Dich emotional wieder aufladen kannst. Das passiert, wenn man mit dem richtigen zusammen ist, automatisch, aber Du versuchst meiner Ansicht nach hier einen dazu zu bringen, der kaum mehr als ein Baum reagiert darauf. Darin seh ich den Fehler, Du erkennst, dass er das nicht kann oder will, greifst nach Strohhalmen, hoffst auf das Gute und siehst aber eigentlich schon, dass Du mit Deinen Bedürfnissen dort in der Wüste stehst. Du brauchst einen anderen Menschen, um ein Energiegefühl zu kriegen, nicht diesen in einer umerzogenen Variante, was Du sowieso nicht schaffst.

Man weiß nicht, was er erlebt hat, also warum er so denkt. Es klingt nach einer psychischen Eigenart wie Asperger (?) oder nach einer schweren Lebenskrise wie Elternteil verloren in der Kindheit, entweder durch Tod oder Scheidung, was nicht verarbeitet wurde. Deswegen hat er vielleicht seine Emotionen gelernt wegzuschieben. Vielleicht hat ihn so ein Verlust mal so schockiert, dass er sich nie wieder an einen Menschen emotional binden wollte, denn er könnte ihn auch überraschen damit, dass er morgen weg ist.

Du hast damals Deinen Mann verlassen für diesen. Das wirkt vielleicht auch nicht gerade zuverlässig? Aber ich denke, das wird es nicht sein, weshalb er so ist. Hattest Du schon eine Affäre mit ihm, bevor Du Dich trenntest, und war Dir nicht bewusst, dass der Mann so ist wie er ist? Fasziniert Dich genau das an ihm, was jetzt zum Problem wird, also wolltest Du einen Eisblock für Dich zum Schmelzen bringen oder die Eine sein für den einsamen Wolf?
Wenn Du sowas bei Dir entdeckst, ist es eine Projektion. Soll heißen, die ganze Beziehungsgrundlage und der Beziehungswunsch wird vermutlich weg sein, wenn Du rausfindest, welcher Partner Dir wirklich guttut, und nicht mehr auf diese Eigenschaften, die der Einsiedler hat, anspringst als Beziehungsaufgabe.

Ich sehe keinen Weg, damit umzugehen. Du hoffst auf Änderung, Du versuchst, ihn zu ändern, aber Du kriegst in dieser Bez. nicht, was Du emotional brauchst. Jammere nicht, dass Du daran kaputt gehst, sondern nimm es entweder so hin, wenn Du kannst, oder beende das und suche einen Mann, der Dir mehr von dem gibt, was Du wirklich brauchst.
 
  • #9
Du suchst eine Energiequelle in ihm? Dann bist du ja ein Energievampir! Kein Wunder, dass dein Freund in einer Waldhütte abschalten will.

Dass dein Freund ein Einzelgänger ist, finde ich an sich nicht schlimm. Das sind doch die meisten Menschen heute. Sich nur auf die Beziehung zu konzentrieren, schadet der Beziehung viel mehr.

Das Ziel einer guten Beziehung ist, dass man sich selbst genügt und das Glück erstmal in sich findet und nicht andere darum bittet, einen glücklich zu machen.

Andererseits musst du auch verstehen, dass dein Freund in einem ganz anderen Flow lebt. Er wirkt für mich wie ein Single neben dir als Familienfrau (verheiratet gewesen, 3 Kinder). Er kennt das alles nicht.

Ich denke, dein Freund ist einfach ein sehr ausgeglichener Mensch, der mit sich zufrieden ist und vor allem auch mit dir zufrieden ist, dich nicht ändern zu müssen.


4 Dinge würde ich jetzt machen:

1. ein klärendes Gespräch mit deinem Freund suchen: Seid ihr wirklich ein Paar oder sieht er sich eher als Single und du bist vielleicht eher die Frau, die ihm nachdackelt? Klär die Fronten zur Absicherung, bevor du in einer Traumblase lebst. Wohin möchte er mit dir in Zukunft?

2. Du musst dich ändern. Dein Freund ändert sich nicht, es ändert sich später nichts und es wird auch nichts "gut". Das wissen wir alle. Männer bleiben wie sie sind.

3. Reflektiere nochmal deine Vergangenheit mit deinem Ehemann. Du tatest dich schwer mit der Trennung und hast viel gelitten. Willst du das selbe jetzt noch mal durchmachen? Grenzen setzen, statt Grenzen überspannen! Frauen, die ihre eigenen Grenzen missachten, deren Männer überspannen auch deren Grenzen masslos, bis sie ausgepowert sind. Er kann es ja mit dir tun!

4. Dieses "niemals ohne ihn leben" würde ich mir abgewöhnen. Es ist eine Unreife, die dich nur behindert im Leben.
 
  • #10
Liebe FS
Wenn ich das lese, muss ich dich leider fragen: Willst du was Schönes hören oder die Wahrheit?
Wenn es für dich möglich wäre, dich dauerhaft mit seinem Charakter abzufinden, dann wäre dir das innerhalb der letzten 3 Jahre gelungen. Das ist es aber nicht, weil er dir noch nie wirklich gegeben hat, was du brauchtest. Und auch nicht gewillt ist, es dir jemals zu geben. Denn du suchst emotionale Nähe und er flieht sie oder geht damit haushälterisch und kalkulierend um. Du warst am Anfang einfach zu verliebt und die Sache war zu neu, um das zu merken. Vielleicht ist er am Anfang auch kurz aus seiner Komfortzone herausgekommen oder er hatte die gewünschte Distanz noch, weil du nebenbei verheiratet warst.
Ob es ein Fehler war, deinen damaligen Mann zu verlassen, kann ich nicht beurteilen. Ich glaube aber, dass das aktuelle Arrangement ein Fehler ist. Darum gibt's keine Tipps von mir diesbezüglich, ich rate stattdessen dringend zur Neuorientierung.
 
  • #11
Liebe Lyly,

dein "Freund" bringt Attribute eines Narzissten mit. Fehlende Empathie, egoistisches Verhalten, keine Rücksichtnahme auf andere, kaum Fähigkeit zu Lieben. Dass es ihm egal wäre, wenn Du von heute auf morgen weg wärst und dass es für ihn okay wäre, wenn Du Sex mit anderen Männern hättest, nun damit beantwortest Du dir deine Frage doch selber. Damit kommt man niemals klar. Er sieht sich nicht mal in einer Beziehung mit Dir. Du gibst permanent, bist emotional anhängig von Ihm. Und er? Was gibt er Dir? Ausser schlaflosen Nächten, wenn er mal wieder abtaucht? Ausser einer emotionalen Achterbahnfahrt? Er wird Dir auf Dauer nur weh tun. Da du nicht gehen möchtest und Menschen sich nicht ändern, kannst Du nur so weiter machen bis Du nicht mehr kannst, bis er dich zerstört hat. Er nimmt gerne was Du ihm gibst, aber er gibt dir nichts zurück. Du suchst eine Energiequelle? Er ist ein Energievampir! Das ist eine äusserst ungesunde Konstellation.

Auch wenn du es nicht hören magst: er wird dich dauerhaft abgrundtief unglücklich machen! Erstaunlich dass Du das schon drei Jahre durchhältst, dein Herz ist sehr leidensfähig.

Wenn Du glücklich werden willst, gibt es nur einen Weg, das weisst Du.

Von Herzen alles Gute!
 
  • #12
Was hat ER denn TATSÄCHLICH gesagt?
Und was hast DU gehört?
Hast du ihn vielleicht gefragt, '... was wäre wenn ich mal einen anderen hätte' ??
Und hat er vielleicht geantwortet, ' ... naja, so was kann passieren ... wenn es so wäre, dann wäre es halt so ...' ??
Ist er vielleicht aus einem völlig anderen Blickwinkel an dieses Thema herangegangen ... etwa im Sinne der Hingabe an das Leben und dessen was geschehen könnte .. ??
Menschen welche in sich ruhen, die malen sich keine Dramen aus!
Sie sind deswegen nicht gleichgültig.

Es wäre gut wenn DU zum einen dich um deine Energiefelder kümmerst (z.B. eine interessante Arbeit mit Byron Katie 'the work': Mein Partner sollte sich mehr um mich kümmern = ICH selbst sollte mich mehr um mich kümmern!) ... Du selbst musst RECHT&ZEITIG spüren, wenn deine Energien schwinden und Möglichkeiten finden, welche dir helfen. Dies musst du ein Leben lang tun, und erst recht als Mutter oder im Berufsleben. Schaffe Freiraum! Das ist heutzutage möglich. Du selber musst rechtzeitig den Griffel hinlegen und aufstehen und in die Sonne gehen. Jedes Tier würde das tun!

Desweiteren dass du die Kommunikation genauer beobachtest. Denn auch im Berufsleben oder mit den Kindern wirst du das brauchen, und natürlich in der Partnerschaft.
Was wurde tatsächlich gesagt? Und was habe ich gehört?
Wie interpretiere ich das, was mein Partner oder mein Kind oder meine Angestellten gesagt haben?

Weißt du, diese Bereiche ... die muss jeder ohnehin irgendwann integrieren und verfeinern.
Dein Partner hat dir nur den Anstoß dafür gegeben.
Du kannst mit ihm zusammenbleiben.
Oder dir einen anderen nehmen und mit einem anderen deine Bereiche verfeinern ... oder alleine dein Selbst stärken.
Diese Freiheit hast du in unserer Gesellschaft.

Wenn er so ist, wie ich es vermute, dann wird er es akzeptieren.
Auch wenn es weh tut, wird er dir kein Drama machen, sondern seinen Schmerz selber heilen.
Wenn die Frau nicht mehr will, legt sie ihm Bogen und Mokassins vor das Zelt. Das genügt. Sie muss nicht einmal begründen.
 
  • #13
Männer wie wir sind eigentlich einfach zu handeln, aber es fällt manchen Frauen einfach schwer, zu glauben, dass wir auch in unserer stoischen Ruhe und unserer Gelassenheit durchaus die anderen Menschen auch wahrnehmen. Wir haben nur nicht das ständige Bedürfnis nach Kommunikation.
Es ist was anderes, nicht ständig das Bedürfnis nach Kommunikation zu haben und empathielos zu sein. Der, der nur kein Bedürfnis nach Kommunikation hat, versteht ja schweigend, was der Partner braucht, Umarmung, Umsorgung, körperliche Nähe. Die anderen verstehen und brauchen das genau nicht, warum auch immer - charakterlich, Angst vor emotionalen Verpflichtungen, seelische Krankheit, .... Der, der es charakterlich ist, vermisst nichts und braucht einen ebensolchen Partner, aber die mit der Angst z.B. könnten sich genau so einen Partner suchen, der anhänglich ist, weil er den Part übernimmt für sie, den sie aus Angst nicht einnehmen wollen. Bei denen, die es krankheitsbedingt sind, würde ich sagen, kriegen die es nicht mal mit, wie sehr ein anderer leidet. Die Charakterlichen sind genervt und machen Schluss mit einer Person, die sie dauernd mit Beschlag belegt, weil sie es für alle Beteiligten das Beste finden.

Es geht ja nicht nur darum, andere Menschen wahrzunehmen, sondern emotional ihnen aufgeschlossen sein zu können. Nur als Staffage ist ja was anderes als Nähe des anderen wollen und schätzen.

Wie du siehst, du musst verstehen lernen, dass er deine Emotionalität vielleicht sogar toll findet - teilen kann er sie nicht. Und dann klappts auch mit ihm, wenn du willst.
Ich denke zwar, dass die FS zu fordernd ist mit ihrem Bedürfnis nach einem Partner, der ihr genau die Energie gibt, die sie gerade braucht, aber ich seh das nicht so, dass der Freund von ihr ein Partner sein kann für eine Frau, die auch Verbindlichkeit und Gefühl haben will. Das würde er ihr auch nicht geben, wenn sie sich emotional reifer verhalten würde. Von daher denke ich, dass sie es nicht schaffen kann, sich so umzumodeln, dass sie zu ihm passt.

Eine Frage an Dich: Würde Dir eine Frau als Partnerin gefallen, die sich so wie der Freund der FS verhält - Du hättest das Gefühl, Du wärst ihr quasi egal, phasenweise aufmerksam, dann wieder nicht, sie meldet sich nicht mehr? Kannst gern Sex mit anderen haben und sie würde euch nie als Paar in einer Beziehung bezeichnen?
Wäre eine solche Frau anziehend für Männer, oder dürfen das nur Männer und die Frau muss das typische Bild abgeben von der empathievollen Frau, die immer um Gemeinsamzeit fragt? Ich habe nämlich den Verdacht, dass Männer schlecht damit umgehen können, wenn eine Frau sich selbst genügt und dem Mann das Gefühl gibt, nicht "gebraucht" zu werden.
 
  • #14
Also, für mich hört sich Dein Freund autistisch an.

Ich habe zwei Autisten gedatet und mit beiden fühlte ich mich furchtbar alleine, total unbefriedigt, ausgenutzt. Sie wollten ihre Bedürfnisse befriedigt haben, vor allem sexuelle, und dann wollten sie ihre Ruhe.

Dann hatte ich das Gefühl einer Dienstleisterin. Null Liebe auch wenn sie das bestritten und beigeistert waren von mir. Aber Liebe ist nun mal nicht kalte Berechnung und Versorgtsein.

Es geht uns Frauen um eine tiefe seelische Verbindung zwischen zwei Menschen und das konnten sie nicht nachempfinden (weil mit ihrer Logik nicht nachvollziehbar).

Es ist einer emotionalen Frau unmöglich mit einem solch kalten Mann zusammen zu leben, weil Deine Seele dabei verkümmert.
 
  • #15
Ich Danke euch für die zahlreichen Beiträge!
@Tom: Für einen Moment habe ich überlegt, ob mein Freund hinter deiner Nachricht steckt ;) Du beschreibst Dich genau so, wie ich ihn beschreiben würde und es hilft mir immens, deine Worte zu lesen. In schwierigen Zeiten werde darauf zurück kommen.
Meine Hoffnung war, genau so einen Menschen in diesem Forum zu finden, der sich für mich öffnet und mir hilft zu verstehen, wie mein tickt. Das hast du mit deinem Beitrag geschafft. Danke :)
Ich empfinde ihn genauso, wie du Dich beschreibst. Für einen emotionalen Menschen wie mich ist es nicht ganz einfach, sich in einen völlig konträren Charackter hinein zu versetzen. Auch ich brauche meine Freiheit, ich komme ebenfalls sehr gut mit mir alleine zurecht, dennoch vermisse ich ihn, wenn wir uns eine längere Zeit nicht gesehen haben.
Darf ich Dich fragen, ob du das Gefühl des "Vermissens" kennst?
Es fühlt sich gerade tatsächlich so an, als würde ich Dich kennen, deine Worte kamen auch schon aus seinem Mund: "Es ist trotzdem schön, wenn ich bei ihm bin". Ich denke, dass auch der Punkt mit der Emotionalität zutrifft. Er schätzt es sehr, dass ich meinen Gefühlen freien Lauf lasse, ohne ihn dadurch unter Druck zu setzen. Ich bin lediglich ein sehr offener Mensch, der sich stets seiner Gefühle entladen muss, da sie mich sonst auffressen. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, dass er ebenfalls gerne mehr Emotionen besäße. Er kann es aber nicht, sie wurden ihm in seiner Kindheit genommen.
So unterschiedlich wir sind, so sehr glaube ich dennoch, dass wir zusammen passen, gerade WEIL wir uns so stark unterscheiden. Zumindest was das Innenleben betrifft.
Das Leiden muss ich in den Griff bekommen und versuchen, mehr Vertrauen in ihn zu bekommen. Vielleicht schaffe ich es irgendwann...
 
  • #16
@Samtima:
Danke für deinen Beitrag, ich habe jedoch nicht den Eindruck, dass du den Kern der Sache erfasst hast.
Natürlich ist es MEIN leben, MEIN Studium und sind es MEINE Kinder. Was willst du mir damit sagen?
Der Punkt mit der Klette und der Glucke erschließt sich mir ebenfalls nicht. Ich bin eine Frau, die mit beiden Beinen im Leben steht und sich weder an jemanden dran hängt, noch auf romantische Techtel-Mechtel Geschichten steht. Dieses Alter habe ich wahrlich überschritten.
Vielemehr geht es darum, dass das Leben, so wie ich es führe, sehr anstrengend ist. Doch ich liebe es so, wie es ist, so habe ich es mir ausgesucht.
Energie in meinem Freund zu finden bedeutet nicht, dass ich ihn permanent sehen muss, wir wöchentlich Sex haben (im Gegenteil, wir haben sogar relativ wenig Sex, was mich aber nicht weiter stört) und ich täglich von ihm angerufen werden möchte. Es bedeutet vielmehr, dass ich morgens aufwache und sobald meine Gedanken zu ihm schweifen, ich mich darüber freue, dass er da ist. Dass wir uns kennen. Oder er vielleicht sogar neben mir liegt...oder ich während stressiger Prüfungsphasen oder, oder....mich einfach daran freuen kann, dass wir uns begegnet sind und ich weiß, dass wir uns wieder sehen werden. Alleine die Vorfreude darauf macht mich glücklich. Ich galube, dass du mich ziemlich falsch einschätzt ...Danke Dir trotzdem
P.s. Meditation gehört für mich zum Alltag, dabei kann ich mich wunderbar sammeln und finde für 15 min Ruhe...
 
  • #17
Du beschreibst Ihn als absoluten Einzelgänger, der sich selbst genügt...Schwierig zu beurteilen, ob er nur Einzelgänger ist, oder ein Asperger. Ich kann mir natürlich gut vorstellen, dass er als Einzelgänger mit Deinen drei Kindern überfordert ist. erstaunlich genug, dass Du diese Situation nun schon drei Jahre mitmachst und insgeheim unter seinem Charakterzug leidest, ändern wirst Du sein Wesen wohl nie, er wird immer ein Einzelgänger bleiben. Entweder, Du akzeptierst die Situation und leidest weiter, oder Du trennst Dich von ihm, aber auf Dauer ist doch sein Verhalten ziemlich verletztend, weil Du niemals von ihm bekommen wirst, was Du Dir wirklich wünscht.

Angeblich ist es ihm egal, wenn Du morgen verschwinden würdest (so habe ich es zumindest Deinem Thread entnommen) dann liebt er Dich nicht oder aber er kann nicht lieben, wie fühlst Du Dich bei diesem Gedanken?

Scheinbar bist Du sehr leidensfähig, ich könnte so eine Situation nicht ertragen.

Im Grunde genommen, weisst Du, dass Eure Beziehung auf einem wackeligen Fundament steht, denn "lernen" damit umzugehen, wird nicht funktionieren, weil Du Dir an ihm Deine Zähne ausbeissen wirst.
 
  • #18
Liebe Lyly, mir würde der Mann wohl ziemlich gut gefallen! Ich mag und bewundere Menschen, die sich selbst genügen und wirklich frei sind. Ihr verbringt viel Zeit miteinander, er scheint durchaus liebevoll und zugewandt zu sein, ihr könnt euch gut austauschen, teilt eure Interessen und Werte. Das tönt für mich schon nach einer Beziehung. Was (von seiner Seite) fehlt, ist das ganze Drama - ich liebe dich, ich brauche dich, du gehörst mir, wenn du mich verlässt, sterbe ich. Bei diesem Mann kannst du dafür sicher sein, dass er mit dir zusammen ist, weil er es wirklich aus tiefstem Herzen will, und nicht aus Bedürftigkeit oder Bequemlichkeit oder Langeweile oder warum auch immer.

Wie du damit umgehen kannst? Du bist nicht glücklich. Verändern kannst du ihn nicht. Verlassen willst du ihn nicht. Ein Weg könnte sein, selber innerlich unabhängiger und freier zu werden, emotional weniger abhängig von ihm. Ihn ein Stück weit loslassen. Bei den Buddhisten ist Habenwollen (oder Nichthabenwollen, Ablehnung) die Ursache allen Leides. Wenn das Habenwollen (oder Nichthabenwollen) überwunden wird, hört das Leiden auf.

Frau 50
 
  • #19
Aus eigenen Erfahrungen kann ich deine Gefühle gut nachvollziehen.

Erst einmal solltest du dir wirklich klar werden, ob du auf Dauer mit ihm zusammenbleiben möchtest. Falls ja:

Der Mann kann und darf nicht deine einzige Energiequelle sein. Diese Herangehensweise ist schon für eine Beziehung mit einem Extrovertierten ungesund. Mach dir bewusst, was dir wirklich fehlt.
Wenn es Kommunikation ist, dann können Freunde oder Freundinnen etwas davon abfedern.
Falls deine Work-Life-Balance schief hängt, könntest du dir neue Interessengebiete für deine Freizeit erschließen.
Verteile deine Bedürfnisse auf mehrere Säulen.

Und beruhige deine inneren Ängste, die dich jedesmal heimsuchen, wenn er sich wieder einmal distanziert. Er kommt doch jedesmal wieder, darauf kannst du auch ein wenig vertrauen und dich etwas entspannter zurücklehnen, wenn es wieder soweit ist.
Warum sollte er dich verlassen, wenn du ihn nicht gerade mit zu viel Anhänglichkeit und Klammern nervst? Er weiß doch auch, dass er eine Frau wie dich, die mit seiner Besonderheit klarkommt, nicht an jeder Straßenecke findet.
Du musst ihm auch nicht zwingend glauben, dass es ihm völlig egal ist, ob du nun da bist oder nicht. Ihr habt viele Gemeinsamkeiten, führt eine harmonische Beziehung. Er würde das schon vermissen, wenn du tatsächlich weg wärst. Auch Einzelgänger haben Gefühle. Ich würde mal tippen, da liegt mindestens ein Teil Schutzbehauptung in seinen Worten.

Misanthrop passt übrigens nicht mit "liebevoll" und "fürsorglich" zusammen.
 
  • #20
.. ich habe sehr viel energie aufgewendet.. für nichts.. entweder du akzeptierts ihn, oder geh solange du kannst.

Liebe FS,
Diesen Rat würde ich dir auch geben und zwar weil ich genau so eine Erfahrung auch einmal gemacht habe.

Mir ging es wie dir und ich kann nachempfinden, dass du dich nicht trennen willst, denn du hast ,ganz tief drinnen in dir, die Hoffnung dass sein Gefühl zu dir irgendwann doch anders wird, dass du die erste Frau sein wirst die er nicht verlieren will, ohne die er nicht leben kann und die in ihm Gefühle weckt die er vorher nicht kannte! Stimmts?
Das wird aber niemals passieren! Auch wenn es für dich kaum vorstellbar ist, aber dein Freund ist glücklich und zufrieden wie es ist. Er genießt die Zeit mit dir, den Moment, aber er ist nicht geschaffen für eine dauerhafte Beziehung. Irgendwann wird es ihm reichen und die Zeit dir er mit dir verbringen will wird immer weniger, zudem wird dir die Zeit mit ihm dann nicht mehr so viel geben, ER wird dir nicht mehr so viel geben und du wirst leiden, weil du dich nach ihm sehnst. Ich habe genau diese Erfahrung gemacht und deshalb rate ich dir, dich zu trennen, denn es wird nicht leichter für dich. Ihr habt beide eine inkompatible Vorstellung von Beziehung und vom Leben, dass du auf der Strecke bleiben wirst.
Wäre ich von heute auf morgen nicht mehr da,wäre es nicht schlimm für ihn.
Das ist leider genau so. ER fühlt so, weil seine Art zu lieben nicht deiner entspricht!
Willst du nicht lieber einen Mann an deiner Seite haben, der sich ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen kann? Dann musst du dich trennen, so schwer es ist.

Ich weiß du hast dir sicher einen anderen Rat erhofft, aber du willst doch ehrliche Meinungen und was ist ehrlicher als ein Erfahrungsbericht. Ich damals auch unendlich gelitten als ich mich vom meinem Freund getrennt habe, aber ich wüsste ich muss es tun, wenn ich glücklich werden will. Glücklich mit einem anderen Mann. Und heute bin ich glücklicher als ich es mir hätte träumen lassen mit meinen Mann und ER (der Ex) ist bis auf ein paar Affären immer noch allein und glücklich. Ich habe noch Kontakt mit ihm und heute weiß ich, dass meine Art Beziehung zu leben für ihn viel zu anstrengend ist und er damals gehofft hat, dass ich mich trenne, weil ihm sehr wohl bewusst war, dass ich auf Dauer unglücklich mit ihm werde. Deshalb lässt dein Freund dir die Freiheit andere Männer zu treffen. Ja, er will nur dein Bestes und er weiß, dass er nicht das Beste für dich ist.

Ich hoffe dir hilft diese Erkenntnis weiter und du triffst die richtige Entscheidung.
Alles Liebe für dich
 
  • #21
Also ich bin seit 10 Jahren mit einem wie von TOM beschriebenen Mann zusammen und wir sind glücklich damit. Einem solchen Mann Nazissmus zu unterstellen oder Bindungsunfähigkeit oder fehlende Liebe zur Partnerin ist genau das, was solche Männer dazu bringt, sich zu verabschieden. Ich finde ein Bild ganz wunderbar, welches mir mein Freund vor kurzem via whatsapp weitergeleitet hat. Da sitzt eine fröhliche Person vor einem großen Topf, auf dem GLÜCK steht - fragt ein anderer ganz erstaunt "wo hast du denn das gefunden, ich habe schon so lange danach gesucht?" gibt sie die Antwort "das hab ich mir selber gemacht". - Und das ist das Einzige was mehr wird, wenn man es teilt.
 
  • #22
Interessant, wie die Antworten hier von einem Extrem zum anderen gehen.
Ich sehe das so: Er hat sehr spezielle Vorstellungen von eurer/einer "Beziehung" und du bist da sehr unkompliziert und bereit lässt ihn so sein wie er ist. Soweit, so gut, anders würde es zwischen euch auch nicht funktionieren. Allerdings, wenn er dich wirklich liebt, wenn er nur das Beste für dich will, dann wird auch er sich auf dich einstellen müssen. Wenigstens ein kleines bisschen, dafür muss er sich ja nicht verbiegen. Er weiß nun, dass du nicht mit anderen schlafen möchtest, da braucht er das nicht herausfordern (wie macht man das eigentlich? ), zumal dich das verletzt. Wenn er das Gefühl hat, abtauchen zu müssen, kann er dir trotzdem eine Nachricht schicken um dir das mitzuteilen, weil dir das wichtig ist. U.s.w.
Und um mal wieder ein lustiges Sternzeichenraten zu betreiben - Ist er vielleicht Wassermann?
 
  • #23
Ich habe da jetzt länger drüber nachgedacht und ich denke, ich bin auch so ein Exemplar.
Ich finde mich in Toms Beschreibung zu 95% wieder.

Das Vermissen... hm, nein, ich vermisse meinen Freund nie. Wenn wir zusammen sind, ist es schön und wenn ich mit anderen Leuten zusammen bin, ist es schön und wenn ich allein bin, erst recht.
Ich bin am liebsten allein.
Ich habe mal ein Buch gelesen, in dem eine junge Frau allein in der Wildnis auf sich gestellt ist. Da wird ausführlich beschrieben, wie sie sich eine Höhle baut, wie sie lernt, Nahrung zu beschaffen usw. Sie ist da jahrelang allein, hat nur die Gesellschaft einiger Tiere.
Und ist so unfaßbar frei.
Mich hat das ungeheuer fasziniert, ich konnte dieses Buch nicht weglegen.
Es endet damit, dass sie wieder Menschen trifft. Das fand ich traurig, denn ich fand, dass sie das Paradies gefunden hatte.

Wenn mein Freund mich heute verließe, wäre ich einen Tag geschockt, dann würde ich drei Nächte heulen und dann würde ich nach vorn blicken. Nach zwei Wochen wäre ich wieder glücklich.
Mein Freund ist der beste, den ich je hatte. Ich blicke ihn mit warmen Gefühlen an. Ich streichele ihn ganz oft, ich will, dass er glücklich ist.
Und ich bin auch glücklich, aber auch ohne ihn. Mit ihm noch ein bißchen mehr.
Aber wenn er mich verließe, wäre ich immer noch glücklich, weil ich dazu keinen anderen Menschen brauche.
Ist das ein Zeichen von mangelnder Liebe ?
Ich würde erst mal 'nein' sagen, aber vielleicht doch.
Es gibt nämlich einen Menschen, den ich ganz sicher, ohne den leisesten Zweifel liebe, das ist meine Tochter.
Wenn sie stürbe, wäre ich nicht nach zwei Wochen wieder glücklich.
Vielmehr wäre ich niemals wieder glücklich.
Wahrscheinlich würde ich mich umbringen, denn mein Leben wäre zuende mit dem Tod meiner Tochter.

Also hängt es wohl doch mit Liebe zusammen.

Übrigens vermisse ich meine Tochter im Alltag auch nicht.
Wenn sie da ist, ist es schön, wenn nicht, ist es auch schön.
Wenn sie kommt, freue ich mich, wenn sie wieder wegfährt, macht es mir nichts aus und ich bin noch am gleichen Tag wieder glücklich.

Der Tod, der dem Verlassen ähnelt ist eben doch eine sehr spezielle Sache in dieser Frage.

Übrigens: ich tippe mal, dass dieser Mann dich nie verläßt ( außer du nervst ihn mit klammern ).
Ich jedenfalls möchte für immer mit meinem Freund zusammen bleiben, ungeachtet dessen, dass ich ihn nie vermisse.

Und ja, ich stimme hier demjenigen zu, der gesagt hat, dass du dir sicher sein kannst, dass dieser Mann wirklich dich will und meint.
Dass er nicht nur deswegen mit dir zusammen ist, weil er nicht allein sein kann, weil er regelmäßigen Sex will oder täglich eine warme Mahlzeit.
So gesehen hast du doch ein Riesenglück mit diesem Mann.

w 49
 
Z

Zsuzsa

Gast
  • #24
@Stern12345

Du hast es sofort erkannt!! Ich will ja hier nicht lyly das Thema wegnehmen(meine Frage hat nicht funktioniert - wollte auch ein thread starten...)
Aber ja, du hast sowas von recht... wie lyly sagt, er hat mir auch immer gesagt (30j keine kinder übrigends) ob ich da bin oder nicht, who cares... wir waren nie zusammen, diese "komische" beziehung ging 1 jahr.. vor einem monat beendete er es, weil ich ihm zu eiversüchtig war, er seine freiheit vermisst und es "langweilig" wurde.. keine verpflichtungen, oder rechtfertigungen oder kompromisse.. geschweige rücksicht etc. nein, no empathie. Ich bin auch sehr emotional, eher anhänglich, ja war schon mal bissel eiversüchtig. Er gab mir nie das was ich je gebraut hätte.. er ist happy mit sich und allem. Könnte auch wochen allein auf eine insel... ich googelte diese charakterzüge, einzelgänger(hat aber kumpels wöchent. Kontakt/party) asperger, autist,schizoide pers. störung- viel zu heftig. Introvertiert, man weiss nie woran man ist.. ich wäre auch froh wenn sich menschen die so sind, hier im gespräch öffnen würden, ich möchre es so gerne verstehen. Ich leide noch sehr, da er mich sooo anzieht, wie in einen bann. Warum? Absolut keine ahnung.. narzisten ziehen frauen an, die eher unsicher sind, weil wir genau das selbstbewusstsein hätten..
 
  • #25
Das hast du mit deinem Beitrag geschafft. Danke :)
Gerne, @Lyly77 ,
ich bin wirklich nicht dein Freund, sondern ein Mann von numehr 55 Jahren und wohne bei Stuttgart.
Das gefühl des vermissens ist zumindest bei mir nicht besonders ausgeprägt. Eher mal so ein Gedanken, wäre eigentlich schön, wenn meine Freundin diesen Moment mit mir geniessen kann. Was manchmal etwas "lieblos" rüberkommt, aber im Grunde genommen aussagt : ich denke an dich. Du bist mir nicht egal, auch wenn ich in mir ruhe. Ich bin da. Komm zu mir, wenn du magst.
Die Umarmungen, die du dir wünscht - die bekommst du, wenn du folgendes machst: Schmieg dich so richtig an ihn an, dann macht er mit und hält dich fest. Ein Teil unserer Persönlichkeit ist eben die Lösungsorienteierung. Wenn du fertig bist, gehen wir davon aus, du willst erst mal deine Ruhe. Weil wir das von uns kennen. Zum Entspannen bringen wir dir beispielsweise ein Glas Wein und Nüsse. Weil das hilft. Wenn du dir nun angewöhnst, dieses Glas Wein genauso als Liebesbezeugung zu sehen wie die Trostworte und Umarmungen eines emotionalen Menschen - dann bist du auf dem richtigen Dampfer.
Ein Wesenszug ist eben, dass man sich nicht aufdrängt. Ich habe zum Beispiel immer eine Schachtel Zigaretten ihrer Marke im Auto und in meiner Wohnung. Das ist ungefähr so zu werten, wie wenn dir ein emotionaler Mensch eine Viertelstunde seine Liebe gesteht, wie wichtig du bist etc. Ja, die Gesten sind sparsam. Hast du ja recht. Kannst du sie aber lesen, dann sind sie auf ihre Art genauso liebevoll wie die der anderen Männer.
Und es hat ja auch Vorteile, dass wir so sind, wie wir eben sind. Du kannst 15 Minuten toben, Dampf ablassen, ohne dass wir beleidigt sind. Weil wir wissen, wir sind ja gar nicht gemeint. Du lässt jetzt eben mal raus, was dich bedrückt.
Gefühle spiegeln o.ä. können wir nicht. Emotionen zeigen auch eher wenig. Dafür darfst du umso mehr Emotionen haben und zeigen.
Alles hat eben 2 Seiten. Du kannst dir sicher sein, ein Mann wie ich oder dein Freund kettet dich nicht an den Herd. Lernt mit dir Buchführung. Aber er schickt keinen Smiley vor der prüfung. Denkt dennoch an dich. Diese Sicherheit darfst du haben- ohne dass wir das grossartig betonen.
 
  • #26
Bzgl. deines 'Leidens, wenn die Emotionen sehr intensiv werden'
kann ich dir noch sagen, dass mein Exmann (nicht der Indianer) auch seine Emotionen nicht zeigen konnte und ich diese für ihn 'gefühlt und getragen und zum Ausdruck gebracht habe' ... das war sehr sehr anstrengend. Er konnte zum Beispiel nicht weinen, als sein Vater plötzlich starb, während ich die gesamte Wolke der Trauer in jener Familie wie Blei spürte, und geheult habe für zwei, obwohl ich seinen Vater kaum kannte. Aber damals konnte ich nicht erkennen was zwischen uns beiden ablief. Das Erkennen war mir erst nach der Scheidung und im sicheren Abstand möglich.
Er war auch ein Schweiger. Aber sein Schweigen war nicht vergleichbar, mit der inneren Ruhe eines Menschen der in der Kraft ist. Es war ein Schweigen der Hilflosigkeit bzw. ein Schweigen der Sprachlosigkeit durch schwere Erlebnisse. Und keine Schweigen des Friedens.
Es ist ein Unterschied.
Dennoch rate ich dir weiterhin, dich nicht im Außen zu verlieren.
DEINE Belastungen ... du brauchst ziemlich viel, um etwas zu 'sein'.
Es ist nicht gut für dich als Frau, wenn du nicht im Zentrum deiner selbst bist.

15 Minuten hält die Meditation an ... und dann rotierst du wieder in deinen Pflichten? Das ist nicht gut.

Es geht jetzt nicht um eine Trennung aus Frust. Sondern nur, falls er es nicht schafft Zugang zu seinen alten Emotionen zu finden.
Ob es dir besser geht, wenn du zu ihm Abstand nimmst?
Anfangs sicherlich nicht, weil Trennungen ja auch wieder Emotionale Ladungen sind. Langfristig vielleicht?
Aber was ist, wenn du dann immer noch zu viel von anderen spürst?
Es gibt Menschen die 'reinigen' andere, indem sie wie ein Staubsauger deren Emotionen aufnehmen und zum Ausdruck bringen. Du brauchst sicherlich mehr Schutz für deine Sensitivität ... vielleicht solltest du öfter mal in den Wald gehen ... wenn er es dir spiegelt?
Es ist nicht spitzfindig gemeint. Wir können hier jeder nur bei-tragen an Perspektiven.
 
  • #27
Liebe Fragenstellerin,
du platzierst einen recht verzweifelten Post im Form und alles was es braucht, ist die Antwort eines unbekannten Mannes -Tom26 (dessen Hintergrund den regelmäßig anwesenden Forist*innen etwas bekannter ist) - um dich glücklich zu stimmen. Du bist froh, weil du nun meinst, deinen Partner besser verstehen oder "handeln" zu können. Geht es dir nur darum? Dann dürfte doch mit Antworten wie von Tom26 für dich der große Frieden einkehren. Ist dem so? Du bist 33 Jahre alt, hast drei wunderbare Kinder, dein Partner gibt dich frei für Sex/Intimität mit anderen Männern - weil er doch so ein "Freigeist" ist - und bestimmt, in welchem Rhythmus ihr euch als Paar findet. Du leidest und versuchst durch Befragung des Forums deinen Schmerz zu relativieren. Für dich gibt es eigentlich nur eine Kernfrage: Warum dieser Mann? Andere Männer - wie der meine - sind auch autark und können "ohne Frau" und ohne gesellschaftliche "Konventionen" gut leben, dennoch ist da eine stärkere Sehnsucht nach der Ebene vorhanden, die sich "Liebe" nennt: Ein wirkliches Einlassen auf den anderen, mit all den Widersprüchen, Irrungen und Zweifeln, die sich auf dieser Ebene finden. Ich habe das starke Gefühl, dass dein Partner dieses meidet. Er ist frei zu tun, was ihm genehm ist - doch was lernst du dabei? Aus meiner Sicht passt du dich einem Menschen an, der dir eine "Lektion" (im spirituellen Sinne) erteilen soll, doch sobald du diese verstanden hast, wird es Zeit einen Mann zu finden, mit dem du um rein gar nichts "ringen" musst.

w, selbst noch involviert in Lernprozesse, initiiert durch den Partner
 
  • #28
Wäre ich von heute auf morgen nicht mehr da,wäre es nicht schlimm für ihn. ...
Meine Frage ist vielmehr,wie ich es schaffe,dauerhaft damit umzugehen?Ich hänge unfassbar an ihm,einfach zu gehen wäre für mich niemals möglich!Doch dieses ständige Auf und Ab ist kaum zu ertragen. Danke :)

Wie du es schaffst weiterhin damit umzugehen? Indem du Substanz verlierst, denn du kannst es ja kaum ertragen, wie du schreibst. Du willst ihn niemals und unter keinen Umständen verlassen, er kann aber nur so sein wie er ist. Also wirst du weiter mit seinem Verhalten leben und ggf. darunter leiden müssen, was wieder einmal zeigt, dass jeder sich sein Paradies oder seine Hölle selber schafft.

Wie kommen deine Kinder mit dieser Situation klar?
Was, wenn sich, durch jahrelangen näheren Kontakt mit ihm, sein Verhalten auf eines von ihnen überträgt?
 
  • #29
Liebe FS,

Ich hatte 6 Jahre einen solchen Partner, allerdings noch mit ein paar anderen Eigenschaften die für mich erschwerend waren. Das erwähne ich, weil ich heute den Teil verstehe, der deinem Partner ähnlich ist.

Somit finde ich, dass Du es wirklich sehr reif und wertfrei beschreibst.
Ich habe es damals viel persönlicher genommen und gedacht, dass er vielleicht nur bei mir so ist. Deshalb Chapeaux!

Letztendlich ist die Beziehung zwischen Distanz.-und Nähemenschen schwierig.
Das hat nichts mit richtig oder falsch zu tun aber mit dem anders sein.
Das Du ihn nicht ändern und verbiegen möchtest, ist auch eine reife und erwachsene Einsicht.

Allerdings solltest Du darauf achten, dass Du es auch nicht bei Dir tust.
Im Moment liest es sich aber nicht so.
Natürlich sollte man kein Energievampir sein, so sehe ich deine Zeilen auch nicht.
Bei mir kommt es eher so an: Du bist ein Nähemensch, der viel Energie verbraucht um mit einem solchen Partner zusammen sein zu können.

Man liebt selbst immer ein bißchen, wie man selbst geliebt werden möchte.
Oft wird das mit Erwartungen verwechselt und das ist negativ behaftet.
W
Eine schöne Beziehung gibt immer automatisch Energie und korrigiere mich wenn ich falsch liege: die scheint Dir zu fehlen.
Es wäre sehr schön, wenn Du auf seinem Fundament tanzen kannst.
Aber Du hast genau eine solche Berechtigung für Dein "Sein", wie er für das Seine.
Und im Moment scheinst Du zu lieben aber nicht glücklich zu leben.
Und niemand sollte gegen sein Naturel leben oder dieses für den anderen opfern.
Im Notfall kannst Du nicht mehr von Dir selbst verlangen, als von ihm.

Wichtig ist, dass Du Dich selbst reflektierst und gerade positionierst.
Dann solltest Du in Ruhe mit ihm reden.
Eine gute Basis wäre schon mal, wenn er Dich so wertfrei akzeptiert, wie Du ihn.
Er muss nicht alles " nachfühlen " können aber wichtig ist das ihr Euch " versteht".
Du ihn verstehst wo er anders ist und er Dich auch.
Wenn das Anderssein wirklich von beiden verstanden wird, dann können auch beide Schritte aufeinander zu machen ohne sich zu verbiegen...
 
  • #30
Liebe Lyly,

Energiequelle ist etwas unglücklich gewählt, und kam vielleicht deswegen bei einigen Foristinnen so an.
ich interpretiere nun aus meiner subjektiven Warte.
Energie kommt für mich aus dem Erleben einer Partnerschaft, in der ich mich wohl fühle, wo ich sehe, wie der andere zufrieden ist, wo ich merke, wie mein Geben positives beim anderem auslösen.
Und meine Seite, wenn ich auch Nehmen darf, Nähe, Anlehnen, die vielen WIR Facetten.
Wenn ich mich mit einem Partner gut fühle, sich die Partnerschaft stimmig anfühlt, meine Grundbedürfnisse für Partnerschaft erfüllt sind, dann tanke ich daraus Energie.

Habe ich aber einerseits Gefühle für den Partner, erlebe aber immer wieder Mangelsituationen, innerlich gefühlte Zurückweisungen, Ambivalenzen, dann geht es mir an die Substanz.
Meine Bedürfnisse lassen sich ja nicht verleugnen, und bei jedem positiv erlebten Signal kommt wieder Hoffnung, wieder ein Gefühlsverstärker. Es könnte ja vielleicht doch - auch wenn die Ratio anderes sagt.

Liebe Lyly, wie Du schreibst, er ist wie er ist, er wird sein Verhalten, seine Einstellungen nicht ändern - es gibt keinen Anlass.
Aber was ist mit Dir?
Du willst Dich ihm anpassen.
Also Deine Bedürfnisse negieren, Deine Gefühlsseite - sind diese nicht wichtig?

Es geht Dir an die Substanz, Dir geht es nicht mehr gut.
Das hat vor allem damit zu tun, dass Du Dir selbst nicht erlaubst, so zu sein, so zu fühlen, wie Du bist. Du verleugnet Dich.
Es ist hart, Du liebst ihn, Liebe ist nicht rational, aber - Du leidest daran.

Dir wird auf Dauer nur bleiben, Dich selbst ernst zu nehmen, und diese Beziehung zu beenden. Auch wenn es immens weh tut, und die Gefühle sich nicht einfach so abstellen.

Und nimm Dir 5 min Zeit, überlege mal, ob Du Dich selbst liebst, wieviel Du Dir selbst wert bist (und warum Du dies anscheinend nicht tust und zugestehst).

Alles Gute.
 
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