G

Gast

  • #1

Mein Freund trinkt öfters zuviel, was kann ich tun?

Hallo! Ich bin jetzt seit 1 1/2 Monaten mit meinem neuen Freund zusammen, den ich hier bei EP kennengelernt habe. Ich bin sehr in ihn verliebt und ihm geht es genauso. Wir haben ähnliche Hobbys und verstehen uns sehr gut. Allerdings hat er es in den letzten Wochen öfters mit Alkohol übertrieben, am schlimmsten war letztes WE ein toaler Filmriss. Wir haben darüber gesprochen und er hat gemeint, dass es das letzte Mal war, er wolle mich nicht verlieren. Aber ich glaube es ihm nicht. Seine letzte Beziehung ist nämlich auch an seinem Alkoholproblem gescheitert. Wie soll ich mich weiter verhalten? Ich wil ihn nicht verlieren. Vielen Dank schon vorab für eure Ratschläge.
 
  • #2
Wenn er sich nicht in Behandlung begibt, dann mußt du ihn verlassen. Ansonsten wirst du zum Co-Abhängigen. Sprich machst dich selbst nur kaputt. es ist hart, aber was anderes hilft bei Alkoholikern nicht. Du bist keine/ Therapeutin und nicht seine Mama.
 
G

Gast

  • #3
Liebe Fragestellerin!

Wenn er wirklich ein Alkoholproblem hat, gibt es nur "ent" oder "weder". Butter bei die Fische.

Entweder Therapie, bei der Du ihn ja unterstützen kannst, oder Beziehungsende. Laß' Dich nicht auf Diskussionen ein, reden bringt da nichts mehr. Glaube auf keinen Fall seinen Beteuerungen, er hat das alles im Griff! Das ist Wunschdenken seinerseits. Wenn er allerdings tatsächlich Krankheitseinsicht hat, sehe ich schon Chancen für euch.

Und verliere keine Zeit. Sag ihm, was Du beobachtet hast, und das Du das auf keinen Fall mitmachtst. Erkundige Dich beim Kreuzbund oder den anonymen Alkoholikern danach, wie und wo man eine Therapie beginnen kann. Und dann los. Je schneller, desto besser.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!

Liebe Grüße, die kleine Kaktee
 
G

Gast

  • #4
Du kannst etwas tun - KONSEQUENT sein!! Nicht hinnehmen, sondern von ihm verlangen, dass er sich in Therapie begibt.
Wichtig: den ersten Schritt muß er selbst tun!!

Was NICHT hilft: ewig und drei Tage drüber sprechen!!
 
G

Gast

  • #5
Du könntest Dich konsequent zurückziehen, sobald er trinkt und dabei ein gewisses Level überschreitet - sprich Dich in diesem Augenblick verabschieden. Entweder lässt er dann bei Eurem nächsten Treffen das Trinken, oder eben nicht. Falls nicht, weißt Du immerhin, wie ernst sein Alkoholproblem wirklich ist. Und wenn sich das nicht bessert, bleibt Dir wohl nur der endgültige Rückzug - vielleicht mit dem hoffnungsvollen Hinweis, dass er sich gerne wieder bei Dir melden darf, sobald er trocken ist.

Viel Glück
deBaer
 
G

Gast

  • #6
Bei 1 1/2 Monaten ?

Trennen. Lieber in so einem Fall zu früh trennen als zu spät. Ich hab irgendwann mal die Doku gesehen, wie alkoholkranke Männer die Frauen schlugen. Die fürchteten entsprechend um ihr Leben und viele sagten "Wenn ich nicht gegangen wäre hätte er mich umgebracht."

Wozu all der Streß ? Du weißt nicht wie lange es geht und wie tief. Die Beziehung ist kurz, seine Lebenspartnerin bist nicht ....
 
G

Gast

  • #7
Hallo!

Ich habe eine fast 3 jährige Partnerschaft mit einer Bulimikerin hinter mir, in der ich auch immer geglaubt habe, ihr helfen zu können, aber sie hat die Sucht über unsere Liebe gestellt.

Ich weiss nicht, was Dein Weg ist und sein wird, mich hat das da erfahrene Leid sehr viel weitergebracht, ich möchte keine Sekunde missen, aber ich möchte in meinem Leben kein Drama mehr.

Es gibt 2 Seiten, die Dir raten wollen:

Die Eine sagt:

Wenn Du nicht sehen kannst, was er im Außen tut, was Du im Innen mit Dir tust, obwohl Du es nicht merkst, dann schau Dir das an.

Nach was bist Du süchtig oder wovor hast Du Angst oder wo / warum lebst Du Deine Einzigartigkeit und Großartigkeit nicht und lerne daraus für DICH.

Gibs auf, ihn zu ändern - Lernelernelerne für Dich!

Schätze ihn wert, er ist in seinem Tun ein guter, wenn nicht sogar der beste Lehrer für Dich!

Was lehrt er Dich?

und die Andere sagt:

Geh! SOFORT! Heute noch! Mache ernst!!!

Und deklariere Dich als Preis, den er bekommt, wenn er eine bestimmte Zeit (z.B. ein Jahr) trocken ist.

Er wird Dich nie glücklich machen, er wird Dich nur unglücklich machen.

Du kannst ihn nur gewinnen, indem Du bereit bist, Dich Dir selbst zu gewinnen und ihn zu verlieren.

Viele Frauen an Deiner Stelle, die nicht gegangen sind, sind irgendwann mal grün und blau geschlagen im Frauenhaus gelandet, weil sie abhängig von ihm waren und ihn nicht verlassen konnten. Und dann ging es nicht mehr anders.

Aber was Dein WEg damit ist - ich weiss es nicht....

Frage Dein Herz, Deinen Bauch und Dein Hirn...

Ich lese immer gerne Paulo Coelho, der hat mich schon oft sehr gefördert...

Elmar

7E19E460
 
G

Gast

  • #8
Lass die Finger von ihm, wenn du dir selber etwas Gutes tun willst. Alkoholiker sind krank und ändern sich kaum.

Er beweist es dir ja dadurch, dass er dir eingesteht, dass bereits seine letzte Beziehung daran zerbrochen ist..

Vergiss ihn. Je schneller um so besser für dich.

w/47
 
G

Gast

  • #9
Du hast Recht damit, dass du ihm nicht glauben kannst. Alkoholiker versprechen das Blaue vom Himmel, nur aufhören mit dem Trinken können sie nicht. Sie brauchen professionelle Hilfe und die kann nur greifen, wenn der Betreffende einsieht, dass er ein Suchtproblem hat und es aktiv bekämpfen will, um trocken zu werden.

Ich habe aus nächster Nähe diese Problematik erlebt, mit allen schlimmen Folgen und ich würde
nach diesen Erfahrungen ganz schnell das Weite suchen, weil ich mich solchen Sachen nicht aussetzen möchte.
 
G

Gast

  • #10
Ich kann mich nur der Mehrheit hier anschliessen!
Lasse es nicht zu, dass bei Dir das Helfersyndrom durchkommt.
Du kannst ihm nicht helfen, schon gar nicht durch Gespräche.
Dieser eine Satz sagt schon alles: ........ er hat gemeint, dass es das letzte Mal war, er wolle mich nicht verlieren ......
Wie oft wird er das wohl in seiner vorherigen Beziehung schon gesagt haben?
Die Frau hat anscheinend den Absprung geschafft, jetzt bist Du halt an der Reihe.

Glaube einer Frau, die jahrelang an der Seite eines Alkoholikers gelebt hat (obwohl leben absolut nicht der richtige Ausdruck dafür ist), hunderte Suff-Versprechen immer wieder geglaubt, sich den Mund fusselig geredet hat etc..
Kurzum, die Trennung war das einzig Richtige, ich habe sie in den letzten 10 Jahren nicht einmal bereut!!
44w
 
G

Gast

  • #11
Vielleicht könnte sein Alkohlproblem durch andere Sachen kompensiert werden. Das bedeutet für Dich aber Arbeit, Arbeit, Arbeit.
Warum suchst Du Dir hier einen neuen ohne Alkoholproblem?
 
G

Gast

  • #12
als ex-frau eines alkoholikers kann ich dir nur raten: weg, ganz schnell weg!!!!!!!!!!!!!!!
 
G

Gast

  • #13
Sofort Schluss machen!
Alkoholiker(innen) geben nichts zurück. Sie können und wollen auf Dauer nach meiner Erfahrung nichts zurückgeben.
Jede erbrachte Zuneigung, Zuwendung und Liebe geht verloren.
m/49
 
G

Gast

  • #14
zico,m
Nicht jede/r der Alkohol trinkt ist ein Alkoholiker und wer hat nicht schon mal einen über den Durst getrunken...?Manchmal liegt die Erklärung aber auch in der Nichtbeachtung und in der langweiligen(Änderungsunwillig) Lebenseinstellung des Partners----was ja sicherlich mit gemeinsamen Zielen kompensiert werden könnte.Versuche eure Beziehung in eine Beziehung des aktiven Lebens zu verwandeln,geht weg,macht Ausflüge mit dem Auto(und er muß-hin und zurück fahren)-unternehmt etwas und das nicht zu knapp--was euch-aber vielleicht ihn noch mehr begeistert----nur raus aus dem Trott!
Sprecht darüber,was jeder so für Wünsche an sein und an euer Leben hat-----der Alkoholkonsum kommt manchmal aus nicht verstanden werden und der daraus resultierenden Resignation.
Versuche es,gehe aber dabei nicht zuviele Kompromisse ein-----manchmal trinken Männer mehr mit Partner als ohne----woran liegt das.Bitte keine Schuldzuweisungen---an den Lösungen muß gearbeitet werden.
Viel Erfolg und alles Gute
 
G

Gast

  • #15
Hallo,

ich kann Dir aus eigener Erfahrung nur raten so schnell wie möglich die Reißleine zu ziehen!
Wenn es eng wird versprechen diese Menschen alles und sie glauben daran ... aber die Sucht holt sie ein ... Ich selber habe in einer ähnlichen Situation gesteckt. Habe seinen Versprechungen geglaubt, habe mich aufgerieben und bin geblieben - war das was man Co-Abhängigkeit nennt.
Bei stärkerem Alkoholgenuss kam es zu Agressionen ...
Ich bin mit sicheren Schritten auf ein Burnout-Syndrom zugesteuert - wusste was ich tun musste, konnte es nicht umsetzen - habe über ein Jahr gebraucht um mich endgültig zu trennen.
Bin stolz, dass ich es geschafft habe. Ich habe viel über mich gelernt in dieser Zeit, bin gereift.
Trotzdem: Auf so eine Erfahrung kannst Du verzichten!!
Ich drücke Dir die Daumen, Du wirst Dich entscheiden wie es für Dich richtig ist.

LG