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Gast

  • #1

Mein Freund trinkt und raucht !

Wir sind seit über einem halben Jahr zusammen und haben turbulente Zeiten hinter uns, da es ständig Probleme mit seiner Familie gab. Wir lieben uns und er betont immer wieder, dass ich seine Traumfrau sei und dass er mich heiraten will. Grundsätzlich wünsche ich mir das auch, aber bei der Vorstellung, dass er aufgrund seines Lebensstil womöglich gesundheitliche Probleme bekommt, lässt mich diese romantische Vorstellung schnell ernüchtern.
Er ist 62 und 12 Jahre älter als ich. Er trinkt täglich (wenn ich mit ihm zusammen bin, trinke ich auch, aber bedeutend weniger als er), mind. eine Flasche Wein, dazu 1-2 Bier und dann oft noch etwas hochprozentiges. Er raucht ca. 20 Zigarillos pro Tag. Er sieht bzgl. seinem Trinkverhalten kein Problem, bzgl. dem Rauchen schon. Er will mit dem Rauchen aufhören, aber ich erlebe ihn als sehr süchtig und traue es ihm eigentlich nicht zu.
Mir nimmt das die Perspektive für unsere Beziehung und es macht mich traurig. Wenn wir streiten, wird er auch sehr unvermittelt ziemlich vernichtend. Er war lange Zeit beruflich in einer absoluten Führungsposition und ich habe den Eindruck, er kann dann nicht unterscheiden, dass ich nicht einer seiner Untergebenen bin. Sonst ist er ein außerordentlich lieber Mensch, sehr gleichberechtigt (versorgt weitgehend den Haushalt für uns beide), kommunikativ, fürsorglich und bereit zur Reflektion.
Wir haben so schöne Zeiten miteinander, aber die negativen Dinge lassen mich immer wieder zweifeln.
Würdet ihr aufgrund des Suchtverhaltens eine Trennung erwägen, bzw. ein äußeres und inneres Zeitlimit setzen, falls es bis zu einem bestimmten Zeitpunkt keine Veränderung gibt?
Ich möchte aber auf keinen Fall, ein coabhängiges Verhalten entwickeln.
Ich fühle mich in der Zwickmühle!
 
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Gast

  • #2
Wieviel er raucht und trinkt, ist doch seine Sache. Aber zusammenwohnen würde ich mit einem Raucher nicht wollen. Es würde mich überhaupt stören, wenn in meiner Anwesenheit geraucht wird. Wenn du selbst dazu neigst, zuviel zu trinken und dich sein Verhalten dazu verleitet, mehr zu trinken als du willst/als dir bekommt, musst du dich trennen.
Ändern kann man die Menschen nicht, man kann ihnen nur aus dem Weg gehen.
 
  • #3
Mein Auto "trinkt und raucht" auch - aber das darf es.

Diese tägliche Menge Alkohol halte ich für sehr bedenklich. Damit sollte er sich mal beschäftigen, und fachkundigen Rat einholen. Das halte ich für weit gravierender, als sein rauchen.

Aber zuerst ist die persönliche Einsicht nötig, bevor man fachlich helfen kann.
Andernfalls schließe ich nicht aus, das diese Alkoholmenge irgendwann noch größer wird.
Aber ich bin weder Arzt noch Fachmann dafür.

Seine Absicht, mit dem rauchen aufhören ist m.E. ein Ablenkungsmanöver. Damit er nicht in die Situation käme, mit seinem trinken aufzuhören. Denn er weiss m.E., daß das schwerer ist. Und ein Abschied vom Alkohol wäre, wegen der Rückfallgefahr.
(wenn ich mit ihm zusammen bin, trinke ich auch, aber bedeutend weniger als er)
Damit hat er eine Verbündete bzw. "Mit-Täterin."
Sein Argument wird sein:"Warum mit dem trinken aufhören ? Sie trinkt ja auch."
....und er betont immer wieder, dass ich seine Traumfrau sei und dass er mich heiraten will. Grundsätzlich wünsche ich mir das auch, aber bei der Vorstellung, dass er aufgrund seines Lebensstil womöglich gesundheitliche Probleme bekommt, lässt mich diese romantische Vorstellung schnell ernüchtern.
Bei soviel Alkoholkonsum, welche andere Frau würde das tolerieren ?

Sollte sich sein Gesundheitszustand verschlechtern, ist man als Ehefrau "schlechter" dran.
Weil man dann eine moralische Verpflichtung hätte, sowie das Eheversprechen, seinem Ehemann beizustehen. Evtl. wäre dann eine Scheidung schwieriger. Also vor der Hochzeit sich unbedingt fachlich beraten lassen.

Oder man will zusammen bleiben, und alles durchstehen, bis das der Tod sie scheidet = co-Abhängigkeit.
Ich möchte aber auf keinen Fall, ein coabhängiges Verhalten entwickeln.
Das tut es bereits - durch das mit trinken mit Alkohol ?

Vorschlag an die FS: Beim gemeinsamen trinken: Lass ihn trinken, aber trinke dabei stets nur Nicht-Alkoholisches. Sei konsequent, und bestehe darauf. Und dann erlebe, wie er darauf reagiert.
Das sind wichtige Erkenntnisse, besonders vor einer evtl. Hochzeit.
 
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Gast

  • #4
Meiner Meinung hättest Du die Beziehung gar nicht erst anfangen sollen.

Dass ein Nichtraucher, spätestens wenn die ersten Schmetterlinge verflogen sind, höchstwahrscheinlich ein Problem mit einem Raucher bekommt, sollte einem eigentlich der gesunde Menschenverstand sagen und auf den sollte man dann auch hören. Entsprechend hätte man das VORHER klären sollen: Entweder er hört auf, man akzeptiert es oder man schlägt ihn sich aus dem Kopf.

Ihm das jetzt anzukreiden, ist m.M. schlicht unfair, denn Du wußtest ja bereits als Du Dich auf eine Beziehung mit ihm eingelassen hast, dass er raucht und viel trinkt. Und das sage ich als Nichtraucher und Nichttrinker.

m
 
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Gast

  • #5
Als Laie würde ich sagen, bei täglich einer Flasche Wein + 1 bis 2 Bier + Hochprozentiges, dass du mit einem Alkoholiker zusammen bist. Das würde ich mir nicht antun. Es hat keine Zukunft.
 
G

Gast

  • #6
Meinst du nicht, dass du für dich die Entscheidung treffen solltest und nicht andere suchen, mit denen du dann argumentieren kannst? Wenn es dich so sehr stört, dann weißt du doch, was du für dich tun müsstest. Warum du es nicht tust, weißt nur du allein.
w/46
 
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Gast

  • #7
Man man 12 Jahre älter, 62 Jahre, trinkt, raucht, Ihr streitet, er macht Dich traurig und Du scheinst irgendwas an Dir zu haben warum Du Dich an so einen Mann vergibst. 99 von 100 Frauen würden kreischend davon rennen, Du machst Dir Gedanken und liebst Ihn (wegen der schönen Zeiten), dann soll es wohl so sein. Was für ein Theater, sorry das ist ja Slapstick pur.
 
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Gast

  • #8
Mein Ex trinkt und raucht auch. Sein starker und unangenehmer Raucherhusten scheint ihm egal zu sein und einen Liter Weinschorle zum Frühstück habe ich ihn öfter trinken sehen. Zudem neigt er dazu sich zu betrinken, wenn er sich ärgert.
Man verliert den Respekt, wenn sich jemand nicht im Griff hat, derart zu Suchtverhalten neigt und einem dann noch weismachen will er wäre Superman.

Liebe FS, überleg dir das. Es wird nicht besser. Folge unbedingt deinem Bauchgefühl!
 
G

Gast

  • #9
Liebe FS
Ihr seid seit einem halben Jahr zusammen und sprecht schon von Hochzeit. Dein Freund ist Alkoholiker (da beisst die Maus keinen Faden ab) und raucht wie ein Kamin. Frage: Warum hört er nicht jetzt schon damit auf? Zweitens: So, wie du schreibst und die Situation verharmlost, bist du bereits "co-abhängig"...

Mein Rat? Beine in die Hand und weg!

m/39
 
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Gast

  • #10
Er wird sich NICHT ändern. Aus meiner Sicht ist er Alkoholiker. Und die Qualmerei ist Selbstmord auf Raten".."er, aber die negativen Dinge lassen mich immer wieder zweifeln."
Immer wieder, also schon länger. "..eine Trennung erwägen, bzw. ein äußeres und inneres Zeitlimit setzen,.." Kein weiteres Zeitlimit, es ist nur ein anders Wort für Deine Geduld.
Eine Trennung nicht erwägen sondern schnellstens durchführen.
Du bist 50 Jahre alt. Das musst Du Dir nicht mehr antun. Jetzt hast Du die Möglichkeit ein neues Leben zu versuchen. Und nicht an der Seite dieses "Selbstmörders". Habe Mut ! m 56J
 
G

Gast

  • #11
Hier nochmal die Fragestellerin

So verkürzt hört sich das natürlich alles schrecklich an, aber er liegt ja nicht den ganzen Tag rauchend und trinkend in der Ecke. Er trinkt tagsüber gar nichts und da ist er ganz normal. Und wenn er getrunken hat, wird er eher sehr lieb, erst wenn sein Pegel wieder sinkt, wird er gereizt (so meine Beobachtung).
Er verwöhnt mich und ist immer für mich da und wir unternehmen sehr viel, sehr schöne Dinge zusammen, lesen uns z.B. gegenseitig Bücher vor und sprechen intensiv über alles, was uns bewegt.
Er ist sehr großzügig und betont immer wieder, dass er mich glücklich machen möchte.
Ich habe ihm jetzt gesagt, daß er in meinen Augen ein ausgeprägtes Suchtproblem hat, er negiert das leider völlig. Im Gegenteil, er baut Gegendruck auf und meint, wenn er angeblich so süchtig sei, wie ich das behaupte, dann müsse ich ihn eben verlassen.
Er ist auch felsenfest davon überzeugt, daß ich weitgehenst Schuld an unseren Streitereien habe, Damit komme ich gar nicht zurecht. Das heißt ja dann, ich muß mich ändern, aber nicht er.
Im Moment ist auch Funkstille und ich habe mich komplett aus dem Kontakt zurückgezogen. Ich weiß noch nicht, wie und ob es weitergehen soll.
 
G

Gast

  • #12
Ich verstehe sehr gut, dass Du von Teilen seiner Persönlichkeit sehr stark angezogen bist. Ich hatte auch einmal einen ähnlich charismatischen Freund, der ähnliche Mengen Alkohol trank. Auch er war funktionierender Alkoholiker. So nennt man das, wenn der Alkoholiker seinen Alltag noch ohne Probleme meistert. Auch ich bemerkte dieselben Stimmungsschwankungen. Nett bei steigendem, gereizt bei sinkendem Pegel. Wenn ich nicht mittrank, war die Stimmung schlechter. Wenn ich nur was ins Glas eingießen ließ und nur nippte, das reichte ihm zur besseren Laune.
Der Mann wird Krankheiten bekommen und früher und elender sterben als gesund lebende Altersgenossen.
Wenn Du es nicht auf Hochzeit und frühes Erbe abgesehen hast, solltest Du Dich trennen.
 
G

Gast

  • #13
Hier nochmal die Fragestellerin

So verkürzt hört sich das natürlich alles schrecklich an, aber er liegt ja nicht den ganzen Tag rauchend und trinkend in der Ecke. Er trinkt tagsüber gar nichts und da ist er ganz normal. Und wenn er getrunken hat, wird er eher sehr lieb, erst wenn sein Pegel wieder sinkt, wird er gereizt (so meine Beobachtung).
Er verwöhnt mich und ist immer für mich da und wir unternehmen sehr viel, sehr schöne Dinge zusammen, lesen uns z.B. gegenseitig Bücher vor und sprechen intensiv über alles, was uns bewegt.
Er ist sehr großzügig und betont immer wieder, dass er mich glücklich machen möchte.
Ich habe ihm jetzt gesagt, daß er in meinen Augen ein ausgeprägtes Suchtproblem hat, er negiert das leider völlig. Im Gegenteil, er baut Gegendruck auf und meint, wenn er angeblich so süchtig sei, wie ich das behaupte, dann müsse ich ihn eben verlassen.
Er ist auch felsenfest davon überzeugt, daß ich weitgehenst Schuld an unseren Streitereien habe, Damit komme ich gar nicht zurecht. Das heißt ja dann, ich muß mich ändern, aber nicht er.
Im Moment ist auch Funkstille und ich habe mich komplett aus dem Kontakt zurückgezogen. Ich weiß noch nicht, wie und ob es weitergehen soll.
Das nennt sich auch Spiegeltrinker. Davon gibt es anscheinend sehr viele. Sie fallen eben nicht auf, weil sie den Tag über vor anderen nichts trinken, oder sie halten sich in der Mittagspause draußen mit einem Bier bei Laune, wogegen ja niemand was sagen darf. Natürlich meint er, dass du Schuld an den Streitereien hast, denn aus seiner Sicht stellst du dich ja an und willst ihm eine Sucht unterschieben. Es ist übrigens ernst gemeint, wenn er sagt "dann sollst du ihn verlassen". Süchtigen kommt die Sucht zuerst. Und die, die dran rütteln wollen, fliegen zuerst. Das ist der Grund, weshalb Alkoholiker und andere Süchtige erst mehrfach total fertig am Boden sein müssen, bis sie überhaupt was einsehen oder gar ändern wollen. Ich kennen jemanden, der hat sich genauso über viele Jahre verhalten. Auf meine Warnungen hin, dass er schwer krank würde, kam immer nur: "Na und? Dann sterbe ich ein paar Jahre früher, ist doch prima". Da hilft auch das Argument, dass es so einfach mit dem Sterben nun auch nicht geht, nichts. Überlege dir, ob du so jemanden noch 20 Jahre pflegen willst. Aus ihm ist ein beidseitig beinamputierter mit Erblindung durch Schlaganfall geworden. Mit 65. Mindestens 20 Zigarillos am Tag und Diabetes vom ewigen Alkohol. Eines dieser Dramen, die sich hinter verschlossenen Türen abspielen, weil man die Schwerkranken ja auch auf der Straße nicht sieht. Die Sucht hat ihre Selbstschutzmechanismen. Vernunft zieht da nicht. Es ist, als wäre sie ein fremdes Wesen, das ihre Opfer mit Überlebenswillen und Verblendung im Griff hält. Dafür werden Beziehungen und Familien oft locker geopfert.
w46
 
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Gast

  • #14
Du bist also 50. Überlege dir gut, was du mit deiner Zukunft machst.
Schreib doch einfachmal auf, was du an ihm magst und was du nicht magst. Welche Vorzüge hat eine Beziehung mit ihm, welche Nachteile. Und dann entscheide. Nach 6 Monaten kannst du noch die Notbremse ziehen, wenn du mal verheiratet bist, geht das nicht mehr.
Ist schon klar, dass er in seinem Alter noch gerne eine so junge Frau heiraten möchte, aber was kommt auf DICH zu?
Ich war mit einem Alkoholiker verheiratet und kann dir versichern, seine Trinkgewohnheiten sind bedenklich und dass er leugnet, ein Alkoholproblem zu haben, ist auch bedenklich und spricht eben genau dafür, dass er es hat. Zusätzliches Rauchen zeigt eigentlich nur, dass er eben zu einer Abhängigkeit neigt.
Also schau mal in die Zukunft, in 15 Jahren, wenn du dich langsam auf die Rente vorbereitest:
Er geht langsam auf die 80 zu und wird jede Menge gesundheitliche Probleme haben. Seine Macken (Dominanz) werden sich im Alter verstärken, als untätiger Rentner wird er sich nicht zum Hausmann wandeln sondern wird Möglichkeiten finden, dich auch weiterhin als eine Untergebene zu behandeln.
Überlege dir gut, ob du das bauchst....

w 55
 
G

Gast

  • #15
Liebe FS
Was du machen sollst? Den Kontakt einschlafen lassen oder aktiv einen Schlussstrich ziehen. Du hast eine sehr klischeehafte Vorstellung von Alkoholikern. Weisst Du z.B., dass viele Ärzte (Chirurgen genauer) an der "Flasche hängen"? Mein Exfreund wurde in unserer Beziehung spielsüchtig. Ich habe es lange nicht bemerkt, seine Tarnung war genial. Ich habe seine Schwester mit ins Boot geholt. Meine Ansage, dass ich gehen würde, falls er nicht aufhöre zu spielen gereichte ihm zu einem : "Du musst wissen, was Du tust, es hält Dich hier nichts..." Ich bin gegangen. Tu das auch, Dir und Deinem Seelenfrieden zu liebe.

w, 36
 
G

Gast

  • #16
Liebe FS, du solltest dringend mal in dich gehen und dich fragen, warum du dich an so einen Mann klammerst! Er ist viiiiiel zu alt für dich und dann noch drogenabhängig. Hast du Angst vorm Alleinsein? Ich wäre schon wegen des Alters, auch wenn er nicht rauchen und trinken würde, längst über alle Berge, denn ich suche keinen Job als Altenpfleger und was meinst du wie gebrechlich der in 10 Jahren sein wird, bei dem Drogenkonsum?!?
 
  • #17
Liebe FS, den Warnungen von weiter oben möchte ich mich unbrdingt anschließen!

Falls du selbst auch Bedenken hast, er könnte Alkoholiker sein, dann bitte ihn doch, für ein paar Wochen auf Alkoholisches zu verzichten. Ich möchte fast die Hand ins Feuer legen, dass er dies ablehnt - mit der Begründung, er könne dies, theoretisch, ohne Probleme, aber wolle es nicht, weil bla, bla...

Er raucht, er trinkt viel zu viel, das ist wahrlich nicht gesund, und Potenz erhaltend ist es auch nicht gerade... - dazu ist er viel älter als du. Da sind die Zukunftsaussichten für dich persönlich und für die noch frische Liebe, äußerst düster.
 
G

Gast

  • #18
Hallo FS

Du schreibst das ich euch liebt..Wenn das stimmt Frage ich mich wo das problem ist..

Viele Partner würden sie wünschen das sich lieben..

Frag dich doch mal warum Du ihn liebst obwohl er diese allüren und Süchte hat.
Ist es letztendlich nicht das Gesamtpaket?

Wenn ich und mein Partner uns wirklich Lieben das finden wir so ziemlich für jeden Konflikt gemeinsam eine Lösung..Ansonsten wäre es für mich keine Liebe..

m48
 
  • #19
Liebe FS

wieso nur meint Ihr Frauen oft dass Ihr die Kerle schon so hinbekommt wie Sie denn sein sollten? Wieso sucht Ihr Euch keinen der Euch so fasziniert wie er ist und nicht wie er sein sollte. Ich verstehs nicht.

Er hat doch schon geraucht und gesoffen als Ihr Euch kennengelernt habt. Ex-Boss war er damals auch schon also das Paket war bekannt und dennoch wolltest Du Ihn.

Du musst Nur entscheiden ob Du Ihn trotz seiner Krankheit liebst und alles was das so mit sich bringt aushalten willst (und kannst). Ändern wird er sich nicht- und schon gar nicht auf Druck von aussen.

Und ganz klar- er IST Suchtkrank bei dem was Du das so beobachtest. Nicht jeder besoffene wird aggressiv, aber er braucht offenbar seinen Pegel, dazu die 20 Rillos....

Take it or leave it. Ändern wird er sich NICHT.
 
G

Gast

  • #20
Ich erzähle dir mal die harten Fakten:

Der Mann ist 62, fast Rentner oder schon Rentner, er wird sich nicht mehr ändern und nicht mehr ändern lassen, sondern jetzt so richtig das Leben genießen. Er wird sicher schon das halbe Leben trinken und rauchen, das wird nicht mehr aufhören. Und 20 Zigarillos für einen exzessiven und lebenslangen Raucher sind eigentlich nichts! Normal kann es in dem Alter schnell mal 1-2 Schachteln mehr pro Tag sein. Rauchen gibt man in dem Alter nicht mehr auf und Alkohol auch nicht mehr. Er genießt nun seinen Lebensabend, wenn man das so sagen will und das macht jeder wie er will (auch wenn ich seinen Lebensstil nicht gut heiße, aber da kann man nunmal niemandem reinsprechen).

Mit 62 noch von Traumfrau zu sprechen, in Kombination von Heirat (in dem Alter, wirklich?) und den Infos, die du hier ablieferst, halte ich das alles für eine Scheinheiligkeit, um dich bei Laune zu halten.

Fakt ist auch, wer soviel trinkt, ist durchgehend nicht mehr klar im Kopf und erzählt viel bis der Tag lang ist, von schönen Reisen, einem Porsche in der Garage und Reichtümern die man nicht hat. Ich kenne das. Die Stimmung kann morgen aber auch wieder umschlagen. Wenn du ihm krumm kommst oder Änderungen in seinem Leben bewirken willst, könnte die momentan lustige "Bierlaune" schnell in aggressives unkontrolliertes Verhalten ausarten.

Ich schließe mich Kalle an. Du wußtest schon beim Kennenlernen, dass er trinkt, raucht und als Ex-Boss eine gewisse Machtposition hat, die sich auch immer ins Private überträgt. Entweder du kommst damit klar und duldest diese Unannhemlichkeiten oder du gehst besser, bevor du da nicht mehr raus kommst.

Für mich wäre das definitiv nichts. Im Alter kommt dann noch die unangenehme Alterssturheit bei Männern dazu, da muss man sich dann beschimpfen lassen, weil der Herr eine Zigarette in der Wohnung rauchen will.
 
G

Gast

  • #21
Hier nochmal die Fragestellerin.

Danke für eure kritischen Hinweise. Sicherlich haben viele recht, mit dem was sie schreiben, das ist mir schon bewußt!

dennoch bin ich nicht bereit, gleich alles hinzuschmeissen.
Heiraten werde ich so allerdings nicht und das habe ich ihm auch klar gesagt.

Wir hatten mittlerweile noch ein ganz offenes Gespräch.
Und er hat dann eingestanden, dass er wohl Alkoholiker oder auf dem Weg dorthin sei.
Er möchte jetzt versuchen, nicht mehr zu trinken, wenn er alleine ist, da er da das größte Problem sieht.
Er wollte mir das dann versprechen, dass er das tun werde. Das Versprechen habe ich abgewiesen. Ich sagte ihm, dass das seine Sache sei, wie er das jetzt handhaben wolle. Ich bat ihn nur, mich darüber zu informieren, wenn er merkt, dass er mit seinen Bemühungen auf Dauer nicht erfolgreich sei. Denn dann sei ein stationärer Aufenthalt notwendig. Aber die Entscheidung dazu müsse er auch ganz alleine treffen.

Hat jemand noch konstruktive Vorschläge oder Erfahrungen für dieses Vorgehen?

Und, ja, wir lieben uns.
Eine Trennung kommt für uns beide nicht in Frage.
Solange er aber ein aktiver Süchtiger ist, werde ich nicht heiraten.
 
G

Gast

  • #22
Als Laie würde ich sagen, bei täglich einer Flasche Wein + 1 bis 2 Bier + Hochprozentiges, dass du mit einem Alkoholiker zusammen bist. Das würde ich mir nicht antun. Es hat keine Zukunft.
Dem stimme ich zu. Warum nimmt eine Frau einen so viel älteren Mann, der soviel trinkt und raucht zum neuen Mann?

Gesundheitliche Probleme (psychische) sind jetzt schon da, er säuft und raucht nicht ohne Grund, weitere gesundheitliche Probleme sind vorprogrammiert.

Liebe Fs, erkläre uns bitte, was an diesem Mann so toll ist.

w 50
 
G

Gast

  • #23
Und, ja, wir lieben uns.
Eine Trennung kommt für uns beide nicht in Frage.
Solange er aber ein aktiver Süchtiger ist, werde ich nicht heiraten.
Liebe FS,

ich arbeite seid fast 20zig Jahren mit solchen Männern zusammen. Er ist erst am Anfang seines Weges. Man braucht sehr sehr lange, um den Weg zur Gesundung zu gehen. Damit ist Therapie, Klinikaufenthalt usw. verbudnen. Das wird Jahre dauern. Ob er es schafft, steht auf einem anderen Blatt.

Wenn du dein Leben damit verbringen willst, an der Seite eines psychisch kranken Mannes zu leben, dann sei dir die Entscheidung gegönnt.

Ich kann dir nur sagen, dass du dann selber Hilfe brauchst und jetzt schon Co-Abhängig bist. Eine psychisch gesunde Frau hätte sich mit so einem Mann nicht eingelassen, geschweige den, würde sie aus Liebe mit ihm keine Beziehung weiter führen.

w 50
 
  • #24
Er möchte jetzt versuchen, nicht mehr zu trinken, wenn er alleine ist, da er da das größte Problem sieht.
Er wollte mir das dann versprechen, dass er das tun werde.
Vergiss es liebe FS- versuchen nicht mehr zu trinken....Mädel so wird man eine Sucht nicht los. Ohne Ärztliche Anleitung und/oder der Hilfe einer Selbsthilfegruppe (AA) wird es beim Versuch bleiben. Er hat noch lange kein Problembewusstsein. Das würde heissen "Ja, ich bin Suchtkrank", es würde Heissen "Ja, ich mache was" und es würde heissen "ich lasse mir helfen".

Versuchen ist all das nicht.
 
  • #25
@ FS: Ja, ich habe da Erfahrungen gemacht, der Ehemann meiner Freundin war Alkoholiker.

Ich habe während ihres jahrelangen Leidensweges mit ihrem Partner zusehen müssen, wie eine ganze Familie durch diese Krankheit zerstört wurde.

Natürlich ging sie das Problem zunächst genau so an, wie du es beschreibst: Mit guten Worten, mit Beschwörung der Liebe zueinander, mit dem Appell an Ehrlichkeit und Vertrauen.
Er, seinerseits, mit Versprechungen, mit Liebesschwüren, mit der Bestätigung (zunächst) weniger zu trinken, (später) ganz abstinent bleiben zu wollen.

Nchts hielt er durch! Es waren nur hohle Worte, die seine Frau immer wieder ruhig stellen sollten - er konnte wohl nicht anders, und wurde immer wieder rückfällig, bis die gesamte Familie psychisch krank war.
Um es kurz zu machen, er starb an dieser Krankheit.

Ich sehe es sehr kritisch, wenn dein Partner verspricht, weniger zu trinken, wenn er allein sei. Gerade dann? Ich halte das für Augenauswischerei! Auch wenn ich mich irren kann glaube ich nicht, dass er das schafft. Leider. Der normale Fortgang einer Alkoholiker- "Karriere" ist üblicherweise Heimlichtuerei, Verstecken der alkoholischen Getränke im ganzen Haus, lügen, vertuschen, heulen, Besserung versprechend. Immer und immer wieder!
Die liebende Partnerin verzeiht ihm und hofft...

Du wünschst dir natürlich, dass es bei deinem Partner ganz anders verläuft...
Weiter oben habe ich dir bereits geraten, von ihm zu verlangen, für längere Zeit absolut gar keinen Alkohol zu trinken. Ein Nicht - Alkoholiker wird dich daraufhin lächelnd mit der Ansage beruhigen:
"Mach ich, wenn du dann beruhigt bist!" (Und es dir beweisen!)

Ein Alkoholiker wird das nicht tun, er wird zumindest heimlich weiter trinken, und dich, trotz großer Liebe, gründlich hinters Licht führen.

Ich würde mich, an deiner Stelle, nicht auf Kompromisse einlassen!
 
G

Gast

  • #26
Liebe FS
Du hast offensichtlich noch nicht bemerkt, dass in diesem Thread schon zig konstruktive Vorschläge und Erfahrungen gepostet wurden! Du möchtest nicht co-abhängig werden? Weisst du genau, was der Ausdruck eigentlich bedeutet oder hast du ihn mal so eben benutzt um zu zeigen, dass du über all dem Ganzen stehst? Du willst der Wahrheit einfach nicht ins Gesicht schauen. Mein Tipp: Bleib bei ihm, er wird ganz sicher aufhören zu rauchen und zu trinken, er wird sein Chefgehabe ablegen, ihr werdet nie mehr streiten und gesund und in Frieden leben, bis dass der Tod euch scheidet. Du musst nur fest daran glauben, ihm alle Rückfälle verzeihen, Dich beschimpfen lassen, wieder verzeihen und LIEBEN, denn Liebe versetzt Berge!

w, 44, tablettensüchtig

Falls es jemand nicht gemerkt hat, mein Post ist sarkastisch gemeint!
 
  • #27
Ich bin in einer ganz ähnlichen Situation. Nach 8 Jahren Beziehung bin ich ausgezogen. Er hat immer wieder versprochen mit dem Rauchen aufzuhören(1-2 Pakete pro Tag) aber ausser aggressiven rumschreien schon auf vermeintliche Blicke von mir ist nichts passiert. Dazu jeden Abend eine Flasche Wein. Ich habe auch mitgetrunken, aber an meinem Weisswein hatte ich 3 Abende, er an seiner einen. Mehr gestört hat mich aber die rauchiger.bjedes Gespräch wurde unterbrochen weil er rausmusste eins rauchen. In Restaurants ist er zwischen vor und Hauptspeise rausgean
 
G

Gast

  • #28
Ich fühle ich an meinen Ex erinnert. Mehrere Packungen Zigaretten am Tag, dazu dieser peinliche. nervtötende Raucherhusten und jede Menge Bier oder Weinschorle. Ich kenne diesen Mann nur mit Zigarette in der Hand und mit der Ausrede, er würde doch gar nichts trinken, um sich im gleichen Atemzug ein Bier ("nur jetzt, das eine!", O-Ton) zu bestellen. Ich bin geflohen.
Seit ich ihn verlassen habe, habe ich abgenommen und wieder mein Normalgewicht, mein Hautbild hat sich gebessert und meine Kleider stinken nicht mehr. Wunderbar!

Was genau hält dich bei diesem Mann, liebe FS? Mich würde sein Befehlston genauso stören, wie sein Trink- und Rauchverhalten. Den Haushalt können andere liebe, jüngere Männer auch.
 
  • #29
jedes Gespräch wurde unterbrochen weil er rausmusste eins rauchen. In Restaurants ist er zwischen vor und Hauptspeise rausgean
Da sollte doch jedem Menschen bewusst werden, dass er ein "Sklave" des Nikotins geworden ist. Oder psychische Gründe, für so viel rauchen. (z.B. "Schnuller-Ersatz").

Jeden Tag eine ganze Flasche Wein scheint m.E. Alkoholiker zu sein. Einfacher Test: Ihn auffordern, mal eine Woche oder einen Monat lang auf Alkohol zu verzichten.

Ich vermute, dass er beim Verlangen, seinen Zigaretten- und Weinkonsum mal einzuschränken, er aggressiv reagiert hätte, und wieder rum geschrien hätte. Das zeigt mir, wie abhängig er bereits ist, und er daran nichts ändern will oder kann. Das scheint dann aussichtslos, und die Trennung die einzige Lösung.

Als Partnerin ist man keine Therapeutin. Das wäre zuviel verlangt.
Wer mit seiner Sucht nicht aufhören will, der wird sich nie ändern.

Ich kenne einen Mann (59) der 15 Jahre lang Alkoholiker war, und noch länger Raucher. Dann bekam er einen Schlaganfall, und trank und rauchte mehrere Monate lang nicht. Wir hofften, dass er davon los gekommen ist. Aber inzwischen raucht er wieder, und wollte sogar wieder Alkohol trinken.

Es scheint ihm nicht zu interessieren, wie sehr ihn das Zeug kaputt macht. Und auch nicht, wie sehr die Ärzte um sein Leben gekämpft haben, als er seinen Schlaganfall hatte. Und auch nicht, wie sehr seine Ehefrau darunter leidet.