G

Gast

  • #1

Mein Freund trinkt zu viel

Vor einiger Zeit habe ich einen ganz wunderbaren Mann kennen gelernt. Wir passen in jeder Beziehung glänzend zusammen. Jetzt, wo wir mehr Zeit zusammen verbringengen, fällt mir auf, dass er mehrmals in der Woche betrunken ist. Das geht von leicht angetrunken bis hin zu schwer alkoholisiert. Er trinkt nicht nur in Gesellschaft, sondern auch alleine. Bisher war er in diesem Zustand immer verträglich. Müde zwar, aber lieb. Nun habe ich aber einmal erlebt, dass er durchaus auch aggressiv werden kann - wenn auch nicht gegen mich. Ich kann und will ihn nicht verlassen oder ihm ein Ultimatium stellen. Ich wüsste nur gerne, ob ich ihm irgendwie helfen kann. Wenn ich ihn darauf anspreche, gibt er natürlich nicht zu, dass er ein Problem hat. Ich habe keine Ahnung, ob er es nur nicht eingestehen kann oder ob er es selbst eben anderes sieht als ich. Er ist Mitte 50, ich Mitte 40.
 
G

Gast

  • #2
Liebe FS,
perfekt - ich meine natürlich nicht,
einen Alkoholiker (und nach deinen Ausführungen ist er einer) kann man selbst nicht helfen - er muss sich eingestehen (und zwar selbst) das ihm professionell geholfen werden muss in einer Therapie. Alkohol ist eine Sucht sowie vieles andere und daher schafft man das niemals selbst.
Ich persönlich kann von mir behaupten, ich war nie einer, trinke aber seit 30 Jahren keinen Tropfen Alkohol - daher stellt sich für mich die Frage nicht.

Wenn Du selbst "herumdoktorn" möchtest - ist es ZEITVERSCHWENDUNG - mein Tip.

Alles Gute weiterhin !
m, 53
 
  • #3
Im allgemeinen ist solchen Leuten nicht leicht zu helfen. Mein Rat wäre, sofort die Sache zu beenden und den Kontakt absolut abzubrechen. Für trinkende Kandidaten habe ich exakt Null Verständnis und Null Toleranz. Alkoholbedingte Aggressivität wäre für mich einer der besten sofortigen Trennungsgründe -- das geht wirklich gar nicht.
 
G

Gast

  • #4
Besorg dir zwei Adressen: Die eines guten Therapeuten und die der nächsten Anlaufstelle der anonymen Alkoholiker. Lass ihm beide auf dem Küchentisch oder sonstwo liegen und lege eine Nachricht bei, in der du ihn bittest, dich erst wieder bei dir zu melden, wenn er mal dort gewesen ist und sich hat beraten lassen. So lange bleibst du ihm erst einmal fern.

Liebt er dich mehr als den Alkohol, wird er es versuchen. Ruft er stattdessen bei dir an und beschimpft dich oder unterstellt dir, überzureagieren, ist es Zeit, den Kontakt ganz abzubrechen.
 
G

Gast

  • #5
Vergiss es.
So leid es mir tut, aber das wird nicht besser werden sondern schlimmer.
Wenn er es nicht zugibt, hat er noch nicht mal den ersten Schritt zur Besserung realisiert.
Du bist noch in einem annehmbaren Alter. Ab 50 wird es für Dich wirklich schwierig, einen passenden Partner zu finden.
Abgesehen von seiner Aggressivität wird er auch vom Alkohol Potenzprobleme kriegen, wenn er sie nicht bereits hat.
Du kannst und willst ihn nicht verlassen?
Sprich mit den Anonymen Alkoholikern. Die können Dir mehr darüber sagen.
 
  • #6
Du kannst ihm nicht helfen! Es ist allerdings doch schon sehr bedenklich, dass du glaubst, ihr paßt wunderbar zusammen!

Niemand paßt zu einem Alkoholiker, noch nicht mal ein Alkoholiker. Helfen kann sich auch nur der Alkoholiker selbst; aber erst dann, wenn er zugibt, dass er ein Problem hat.

Die meisten sind aber absolut labil, unfähig und unwillig ihr Problem zu erkennen.

Ich weiß nicht, wie dein Leben bisher war, aber, wenn du wirklich wissen willst, was Probleme sind, dann bleibe mit diesen Man zusammen. Die einzige Alternative ist Laufen - und zwar so schnell und weit, wie du nur kannst.

Auch ich habe Null Toleranz/Verständnis für Menschen, die sich selbst krank machen und damit der ganzen Bevölkerung schaden.
 
G

Gast

  • #7
Du wirst es nicht schaffen, ihn vom Alkohol wegzubekommen. Frauen neigen zwar (manchmal) dazu, sich das zuzutrauen, aber Du wirst scheitern. Ich hab das auch mal ein paar Jahre ausgehalten, alles versucht, irgendwann habe ich traurig aufgegeben.

Später kam ich mir doch etwas blöd vor - schon wegen der verlorenen Jahre, die ich besser anders genutzt hätte. Dein Bekannter ist ja offensichtlich auch noch weit davon entfernt, sein Problem selbst zu sehen, um am Ende eigeninitiativ (und nur so geht es!) professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Gib auf (auch wenn das sonst nicht Dein Fall ist)! w
 
G

Gast

  • #8
Nein, Du kannst ihm nicht helfen, wenn Du nicht bereit bist, Konsequenzen zu ziehen, sprich Ultimatum oder Trennung.

Wenn er mehrmals die Woche alkoholisiert ist, betreibt er zumindest Alkoholmißbrauch. Das Problem dürfte ihm bewußt sein, wenn er das abstreitet, WILL er es nicht sehen, geschweige denn etwas verändern.

Ich rate Dir dringend, ihn zu verlassen (wohnt ihr zusammen?), bevor er handgreiflich wird. Lieber ein Ende mit Schrecken, als der hier vorprogrammierte Schrecken ohne Ende.

w, 49, Ärztin
 
G

Gast

  • #9
Trenn dich! Ich habe den Fehler gemacht und einen Mann geheiratet, der exakt der Beschreibung deines Partners entsprach (was das Trinkverhalten angeht). Anfangs waren wir sehr glücklich, aber dadurch wurde das Alkoholproblem nicht besser. Im Gegenteil, nach einigen Jahren richteten sich seine Aggressionen auch gegen mich. Da habe ich mich sofort scheiden lassen. Wenn du die Beziehung fortführst, bestärkst du ihn in seinem Trinkverhalten. Warum sollte er es ändern. Wahrscheinlich willst du das nicht wahrhaben (wollte ich damls auch nicht). Zumindest könntest du dich bei den anonymen Alkoholikern informieren. Ich denke, die wären die richtigen Ansprechpartner mit genügend Erfahrung.
 
G

Gast

  • #10
Liebe FSin,

ich finde sein Problem sollte nicht zu deinem werden. Du kannst ihm nicht helfen. Trinken ist eine Sucht. Ließ mal im i-Net. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. So du auch für dich. Es sollte dir gut geht und gut geht es dir damit bestimmt nicht. Du machst dir etwas vor.... das nennt man Idealisierung des Partners.

Denk mal drüber nach.

w43
 
G

Gast

  • #11
Du solltest wissen: Du kannst nichts tun. Er wird immer weiter trinken. Stell Dich darauf ein das Du einen Partner hast der mehrmals in der Woche betrunken ist und das seine Aggressionen sich verstärken und sich auch gegen Dich richten werden.
Er wird auch dann weiter trinken wenn er Dir hoch und heilig verspricht nie wieder ein Glas zu trinken.So sieht es aus.
Das einzige was ihm hilft ist, wenn er ganz alleine von dem Stoff wegkommen will. Und das will er nur dann wenn er innerlich an einen Lebenstiefpunkt angelangt ist.
Ja, so siehts aus mit Deinem Partner. Herzlichen Glückwunsch.

Es gibt noch eine 2te Möglichkeit. Trenn Dich von ihm, konsequent, und werde glücklich.

Ich drück Dir jedenfalls die Daumen.

M44
 
G

Gast

  • #12
Viele Männer trinken im Alter. Meistens steckt ein unbewältigtes Problem dahinter.

Da die Regel gilt, dass die Summer aller Laster konstant ist, wäre vielleicht viel Sex eine Alternative.

Spaß beiseite: Er geht zur Entziehung oder Du gehst.
 
G

Gast

  • #13
Hallo FS, begib dich nicht in Co-Abhängigkeit (googlen!), glaube nicht, dass sich das mit der Zeit schon geben wird, wenn du ihm nur ordentlich hilfst, sag ihm, dass wegen des Trinkens nichts aus euch wird und werden kann - Letztes ist die einzige hilfreiche Tat, die du ihm angedeihen lassen solltest.
 
G

Gast

  • #14
ich hatte auch mal einen partner, der war quartalstrinker.
die einsicht ist natürlich der erste schritt, aber kein heilmittel. denn wenn er regelmäßig trinkt, kannst du von einer sucht/ krankheit ausgehen. rückfallquoten liegen um die 98%, die frage ist also vor allem an dich gestellt, ob du damit auf dauer umgehen könntest.
mein damaliger freund konnte sich gut reflektieren und seine geschichte ließ mich ihn ein wenig verstehen. wahrscheinlich ist er sich seines suchtartigen konsums bewusst.
vielleicht solltest du dich etwas über die krankheit informieren, was auch dir helfen kann im umgang mit ihm. interessant fand ich zb das verlaufskurvenmodell nach fritz schütze.
 
G

Gast

  • #15
Sehr schwere Situation! Aus leidvoller Erfahrung weiß ich: Wenn es so weiter läuft und Du ihn unterstützt und die Beziehung aufrechterhälst, geht das geht auf Deine seelischen und gesundheitlichen (und ggf. finanziellen) Kosten.

Wenn Du es Dir zutraust und ihn liebst, biete ihm an, ihm bei einem Entzug zur Seite zu stehen - natürlich nur mit professioneller Hilfe. In seinem Stadium ist er handfester Alkoholiker, so wie du das beschreibst, und braucht seinen regelmäßigen Rausch. Aber auf einem Entzug würde ich unbedingt bestehen.

Um es klar zu stelen: Du hast KEINE CHANCE, ihn durch Verständnis oder sonstige Maßnahmen zu ändern. ER MUSS ES WOLLEN.

Falls nicht, würde ich die Beziehung beenden, zumindest auf Abstand gehen. Er kann noch so lieb und klug und intelligent etc sein. Als Alkoholiker wird er zunehmend unschöne Züge zeigen und unberechenbar.
Da hier viele Meinungen im Forum kommen werden und die meisten nur Laien sind, lasse Dich im Zweifelsfall professionell beraten. Es gibt genügend Anlaufstellen.

Ganz viel Glück!
w
 
G

Gast

  • #16
<MOD>

Da ich mit "sowas" selber Erfahrungen habe, kann ich dir ganz Salopp sagen , dass das so nicht funtioniert. Wenn er tatsächlich so viel Alkohol konsumiert, muss der Wunsch des aufhörens bei ihm selber entstehen. Ein Ultimatum deinerseit's wäre ein heisser Tropfen auf den heissen Stein, Rückfall vorprogrammiert. Aber sag niemals nie ....

Ich wäre da eher skeptisch.
 
G

Gast

  • #17
Liebe Fragestellerin!
Schwieriges Problem der Alkohol, Beziehungen scheitern hauefig an dieser Volksdroge. Wenn Du ihm wie Du sagst helfen moechtest, vielleicht hilft Dir ein Beratungsgespraech bei einer Anonymen Alkoholiker Gruppe. Dort gibt es auch Hilfestellung fuer Angehoerige von Alkoholikern. Waere vielleicht eine Idee als erster Schritt.

Alles Gute!
 
G

Gast

  • #18
Lass Dir jetzt nicht von den ganzen Abstinenzlern erzählen, wie furchtbar das doch ist und dass Du ihn auf jeden Fall verlassen sollst - das ist wirklich kein guter Rat. Du scheinst ihn zu lieben und bleibst bei ihm, und das ist gut so.

Er ist noch lange kein Trinker, nur weil er ab und zu mal einen Rausch hat. Ich kenne genug Leute, die ab und zu einen über den Durst trinken und trotzdem beruflich ihren Mann stehen. Ich will das nicht schönreden, aber viele von uns trinken abends hin und wieder einfach zuviel. Ob das gut und gesund ist, sei mal dahingestellt - wohl eher nicht. Aber es ist für viele auch einfach gemütlich, abends was zu trinken. Manch einer ist es eben so gewöhnt und findet nichts dabei. Ich auch nicht. Wer sein Leben auf die Reihe kriegt und keinem auf die Nerven geht, soll machen, was er für richtig hält. Er ist EINMAL aggressiv geworden - das kann auch ohne Alkohol passieren!

Worauf ich schauen würde: Keine harten Sachen! Schnäpse, Klarer, Wodka usw. sollten gar nicht erst im Haus sein, obwohl ich einen erfolgreichen und körperlich sehr fitten Unternehmer kenne, der nach dem Essen regelmäßig seine 4-5 Körner schluckt und Wein noch obendrauf. Das fand ich auch ziemlich daneben. Und achte darauf, dass er wirklich nur abends was zu sich nimmt und sonst bestenfalls ein Bierchen zum Essen. Wer morgens oder mittags schon trinkt, hat in der Tat ein massives Problem, bei dem ich dann auch keinen Spaß mehr verstehen würde.
w
 
G

Gast

  • #19
Willst du zur Co-Alkoholikerin werden? Wenn er das Problem selber noch nicht erkannt hat, dürfte noch eine lange Strecke vor euch liegen. Ich hätte damit ein riesengroßes Problem, vor allem wenn Aggression mit im Spiel ist. Irgendwann bist du emotional schon so weit darin verstrickt, dass er dich mit runter in den Sog zieht. Und du weißt nicht welche Ausmaße es noch annimmt.

Ich würde die Reißleine ziehen, aber letztendlich liegt es an dir, ob du hier den rettenden Engel spielen willst.

Ich wünsche dir eine gute Entscheidung!

w (45)
 
G

Gast

  • #20
Wie sagt man so schön: Alkohol macht die Birne hohl... Wo siehst du Gemeinsamkeiten, wenn er mehrmals die Woche betrunken ist?

Tja, habe von 2 ähnlichen Fällen gehört (im Bekanntenkreis): es gibt offenbar Frauen die das brauchen; über mehrere Jahre... Helfersyndrom? Abhängigkeit? Resonanzprinzip? Good luck! m, 41
 
  • #21
@ #17:

Sehr schlechte Ratschläge, die du hier verteilst. Die sind sogar für einen Laien fatal und blauäugig!

Niemand hier hat sich als Abstinenzler bezeichnet.

Du scheinst selbst ein Alkoholproblem zu haben (oder dicht dran zu sein) und dich dem nicht stellen wollen.

Wenn sie ihm nicht klar machen kann, dass sie weg ist, wenn er sich dem Problem nicht stellt, wird das nix. 'Suchtkranke' müssen tief, ganz, ganz tief fallen, bevor sie evtl. wieder aufstehen, sofern sie einen Rest von Charakterstärke haben.

Im Augenblick hat er es doch bequem, warum sollte er etwas ändern wollen?
 
G

Gast

  • #22
Ich hab mal einen Film im Fernsehen (ARD oder ZDF) gesehen wo es um das Thema Alkohol und Beziehung / Kinder ging.

In der Diskussion mit betroffenen Frauen hieß es dann von denen "Wenn ich nicht gegangen wäre, hätte er sich umgebracht."

Deswegen schütze Dich lieber selbst. Trenne Dich und sei hart zu ihm. Entweder er sagt "ich ändere mich" oder er tut es nicht. Aber es muß ein einschneidendes Ereignis sein.

Was wenn Du einfach den Nachweis von ihm willst, daß er nicht süchtig ist und mal eine Woche lang auf das Zeugs verzichtet ? Das solltest du ihm wert sein.
 
G

Gast

  • #23
Du wirst ihn nicht vom Alkohol abbringen können, nicht im Guten und nicht im Schlechten. Er muss selbst erkennen, dass er ein Alkoholproblem hat und es dann auch selbst ändern wollen. Der Weg dahin ist aber leider oft sehr lang und sehr steinig. Die meisten erkennen das Problem erst, wenn schon alles den Bach hinunter ist, andere nie.
Ich würde an deiner Stelle einen sehr großen Bogen um diesen Mann machen. Meine Jugendliebe und späterer Mann wurde schleichend zum schweren Alkoholiker. Ich habe ihn nach 14 Jahren schweren Herzens verlassen, weil ich sonst mit kaputt gegangen wäre. Die Einsicht und Genesung kam bei ihm dann auch erst einige Jahre später, da waren wir schon lange auseinander.
Für mich gilt heute: Ich ziehe sofort die Bremse, wenn ich bemerke, dass ein Mann regelmäßig viel trinkt. Nie wieder möchte ich damit zu tun haben bzw. in so eine Geschichte hineingezogen werden!
w54
 
G

Gast

  • #24
Liebe Fragestellerin,

wenn du den Mann liebst und ihm helfen willst, gibt es die Möglichkeit, dass du erst einmal eine Beratungsstelle für Angehörige von Alkoholikern aufsuchst.

An vielen Universitätskliniken gibt es solche Stellen, aber sicher auch anderswo. Psychologen beraten dort in mehreren Sitzungen zunächst einmal den Angehörigen, später kann dann der Betroffenen dazukommen bzw. sich allein beraten lassen.

Ich weiß, dass man beispielsweise in der Uni Lübeck damit große und auch dauerhafte Erfolge erzielt hat.

Und natürlich muss dein Freund noch kein Alkoholiker sein. Viele Männer gewöhnen sich in Singlezeiten an, sehr viel zu trinken, wenn sie dann in einer Partnerschaft leben, schaffen sie es glücklicherweise sehr oft, ohne professionelle Hilfe den Alkoholkonsum wieder auf ein normales Maß zu reduzieren. Allein schon die Tatsache, dass bei einem betrunkenen Mann die Potenz zu wünschen übrig lässt, hilft oft schon.

Wie dem auch sei. Vielleicht lohnt es sich ja, dass du selbst dich erst einmal beraten lässt, dann kannst du immer noch entscheiden, ob du den schweren und vielleicht erfolglosen Weg auf dich nehmen willst.

Alles Gute
w53
 
G

Gast

  • #25
Liebe FS:

Bitte schütze Dich selbst.
Ich war mit genauso einem Mann 8 Jahre zusammen, vier davon verheiratet.
Es ging nicht gut, zuletzt ist er auch gewalttätig geworden und damals hat die Polizei noch kein Wegweiserecht angewandt - das gabs noch nicht.

Ich habe auch geglaubt, mit Liebe und noch mehr Liebe würde ich ihm helfen können.
Vergiss es! Und lies bitte das Buch: "Wenn Frauen zu sehr lieben" von Robin Norwood.
Da geht es um Co-Abhängigkeiten usw. was das bedeutet - bitte googeln, das Thema ist zu umfangreich.
Allerdings muss ich schon zugeben: Hätte mich damals jemand vor einem wie ihn gewarnt, ich hätte auch nicht darauf gehört. Ich war noch nicht reif für die Einsicht.
Und wenn Du vielleicht etwas früher - vor einer Heirat jedenfalls - draufkommst, dann hat sich mein Brief hier und die Warnung gelohnt.
Denn glaub mir: so eine Beziehung verändert das eigene Leben und den Glauben an Vertrauen usw. ganz drastisch und man ist nie wieder eine normale Frau - nicht mit sooo einer Erfahrung.
Ich bin seit 16 Jahren von ihm geschieden, aber wirklich vergessen kann ich das Drama nie.

Sobald jemand eine "Fahne" hat, dann raste ich aus und bin weg............
Und bei der lockeren Handhabung heutzutage, mit der mit Alkohol-Missbrauch umgegangen wird, hat bald einmal jemand eine "Fahne" und ich muss rennen............

Und ich hatte auch seither keine feste Beziehung mehr - zuviel Angst.
Also lass Dich warnen vor so einem Mann - er zerstört Dein Leben, glaube mir.

herzlichst: gebrannte Frau / 47
 
G

Gast

  • #26
#17 Nein, das stimmt so nicht. Alkoholiker lügen sich selbst etwas in die Tasche und glauben das auch noch. Und es ist alles andere als angenehm, mit jemand betrunkenem zusammen zu sein. Das ist nicht witzig! Schon gar nicht so regelmäßig und in der Partnerschaft, wo man sich nicht ausweichen kann.

Es müssen nicht nur hochprozentige Getränke sein. Auch regelmäßige Wein- oder Bierkonsum macht krank.
 
G

Gast

  • #27
Ich muss #21 absolut recht geben... so traurig und schwer das für dich auch sein mag.
Ich habe selbst eine Esstörung hinter mir (auch eine Suchterkrankung, wenn auch anders gelagert) und habe den Alkoholismus im weiteren Familienkreis mitbekommen. Die meisten Suchtkranken gestehen sich ihre Erkrankung nicht ein, für sie ist es auch keine Erkrankung und kein Problem. Der Leidensdruck muss shcon enorm groß sein, dass sie sich die Erkrankung eingestehen und dann auch zu einer Therapie bereit sind.
In unserer Familie ist dies leider nicht gelungen. Die Frau hat zwar dafür gesorgt, dass keine harten Sachen im Haus sind, hat die Menge versucht zu kontrollieren... letztlich vergebens. Und sie war nicht stark genug, ihm ein Ultimatum zu setzen: Entweder du machst eine Therapie oder ich gehe samt den Kindern. Das wäre wohl die einzige Möglichkeit gewesen, ihm klar zu machen, was auf dem Spiel steht, ihm klar zu machen, dass andere unter seiner Erkrankung leiden und dass er sich zwischen Familie und Alkohol entscheiden muss. So ist sie zur Co-Abhängigen geworden, er hat sich erst den Verstand mit dem Alkohol zerstört und ist dann daran gestorben und sie ist an diesem "Leben" auch zugrunde gegangen.
Also: Ultimatum stellen, konsequent sein, dich selbst schützen - und weil das schwer ist: hol die Hilfe! z.B. AA, aber vielleicht auch bei allg. Beratungsstellen (Sozialpsychiatrische, Psychologische, oder wie die auch immer heißen... die gibts in der Regel in einer Stadt, das Angebot ist oft kostenlos, du kannst das Problem schildern und bekommst von Fachkundigen Möglichkeiten vor Ort aufgezeigt)
Alles Gute
 
G

Gast

  • #28
Fast alle Alkoholiker merken erst, dass sie ein Problem haben, wenn sie alles verlieren und drohen, in der Gosse zu landen. selbst das merken manche nicht und ´landen eben da.
Liebe FS, enn Du ihm helfen willst, muss Du "böse" zu ihm sein und ihm ein Ultimatum stellen - entweder Therapie oder Du gehst.
Wenn er emint, dass er nicht abhängig ist, kann er es Dir ja mal beweisen, indem er 2 Wochen (oder länger) nicht trinkt - er wird es nicht schaffen bzw. heimlich trinken.

@17 als Student mag es "normal" sein, andauern zu saufen. Ansonsten ist es das definitiv nicht! Ich trinke auch gerne mal, aber sicher nicht alleine und nicht jede Woche! deine sorglose Einstellung spricht nicht gerade dafür, dass Du verantwortungsvoll mit Alkohol umgehen kannst...
 
G

Gast

  • #29
Bin Nr. 21.

Es ist ein Schreibfehler drin. Es muß richtig heißen:

"Wenn ich nicht gegangen wäre hätte er MICH (= die Frau) umgebracht" - nicht: "Sich - den Mann" (Sorry).


Google doch mal nach Alkoholkrankheit und im Zweifel: schütze Dich selbst und trenne Dich, so hart es ist. Und es muß vor allem Linie geben: Nicht mal ein Gläschen hier, ein Gläschen dort und nur nichts hartes sondern Alkohol ist Alkohol.

Und entweder - oder. Sei egoistisch und denk mal nur an Dich: Die Trennung macht Dir kurzen schmerz, aber der Alk - Streß, der immer schwieriger wird, dauerhaft.

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Nr. 20 schreibt es ja: "Er hat es bequem" - also tu ihm richtig weh und laß ihn leiden.
 
G

Gast

  • #30
Ich kann die Antworten (AUSSER #17) unterstreichen. Ich war mal - wenn auch nur kurz - mit einem seit 10 Jahren trockenen Alkoholker zusammen. Die Sucht hatte seine Persönlichkeit schwer angeschlagen. Ich glaubte damals auch "Liebe schafft das". Irrtum!

Finger weg - kann ich nur raten. Warum soll sein Problem (was er wohl offensichtlich ignoriert) nun Deines werden?