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  • #1

Mein Lebensgefährte und ich werden demnächst eine Fernbeziehung führen, kann das gut gehen ?

Mein Lebensgefährte und ich werden demnächst eine Fernbeziehung führen, kann das gut gehen ?

Ich ( 35 ) werde beruflich für vier Jahre von München nach Hamburg ziehen. Mein Lebensgefährte ( 38 ), mit dem ich sechs Jahre zusammen lebe, glaubt das nicht! Er meint, dass das das Ende unserer Beziehung wäre. Wir haben geredet und diskutiert, auf einen gemeinsamen Nenner sind wir nicht gekommen. Doch so ergibt sich die bald anstehende Konstellation: Ich fliege montags-morgens - München - Hamburg und bin Freitag Abend wieder zurück in München. Haben wir keine Chance diese paar Tage zu überbrücken? Wir sind uns sehr nah, und mir ist auch durchaus bewusst, dass es vielleicht auch manchmal erst der Samstag sein kann, um nach München zu fliegen. Kann Liebe diese Distanzen auf Dauer nicht aushalten?
 
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  • #2
**Kann Liebe diese Distanzen auf Dauer nicht aushalten?**
Kann sie! Es muss allerdings eine innige Liebesbeziehung sein. Führe selbst eine Fernbeziehung schon über 15 Monate, es ist alles andere als leicht diese Distanz *zu leben* es geht aber wenn man ein Ziel hat und diese Zeit begrenzt bleibt! Viel Glück! W/50
 
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  • #3
Klar kann sie das, ihr kennt euch gut. Die Zeit ist begrenzt. Es kann eine Beziehung auch auffrischen und neue Ideen mitbringen. Meine Fernbeziehung ist eine schöne Erinnerung, weil mein Freund sich in der freien Zeit immer was schönes überlegt hat, Geschenke usw.
Ausserdem wer sagt denn, dass du es hier im Norden aushälst? Die sind schon komisch die Hanseaten :))
 
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  • #4
1. Wo ein Wille ist, ist ein Weg.

Eine Studienkollegin von mir hat ihren Freund damals (Sohn eines US - Soldaten) in der Schule in .de kennen gelernt. Nach dem Abitur ging er in die USA, sie studierte hier. Nach dem 1. Examen war sie ein halbes Jahr bei ihm und dann war sie wieder Jahre in .de und er drüben, bis sie nach dem 2. Examen rüber ging und ihn heiratete ...

Sie wollten es und wußten es

2. Ich glaube es ist eher die Frage die dahinter steht: Was wollt Ihr in / mit Euerer Beziehung langfristig erreichen ? Wenn das klar ist, lohnt sich auch die Investition Fernbeziehung. Also entscheide Du schon mal ob Du mit ihm Kinder haben kannst & willst - wenn er es nicht ist dafür, trenn Dich gleich, wenn er es ist, sag es ihm.


Erst dann würd ich an die Details gehen wie Ihr den WE - Alltag gestaltet.

7E2176FE
 
  • #5
Das geht!
Und mit den Möglichkeiten der modernen Kommunikation erst recht. Ihr müsst dann halt nur die Zeit die Ihr zusammen sein könnt auch wirklich dafür reservieren. Also Einkäufe etc. unter der Woche erledigen. Dann kann es sogar die Verbindung noch intensivieren.

Kleiner Tip: Skype einrichten und wenn irgend möglich jeden Tag miteinander reden.
 
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  • #6
Bei mir waren es ähnliche Konstellationen. Und es hielt nicht, obwohl wir uns für immer wollten. Vorher hatten wir auch schon sieben Jahre zusammen gelebt. Das erste Jahr ging gut, danach haben wir beide nur noch gelitten (drei Jahre). Er, weil ich nicht da war, ich, weil er alles versuchte, mir das so deutlich wie nur möglich zu machen. Meine Liebe hat ihm nie gereicht, egal was ich tat. Ich war ja nicht da. Als ich heimkehrte, wurde es nur noch schlimmer. Paartherapie half nicht mehr.

Ich denke, wer bleibt, hat es schwerer. Wer geht, behält sein zu Hause, zu dem er am WE heimkehren kann, aber derjenige der bleibt, kehrt jeden Tag in ein leeres zu Hause ein. Dazu gibt es dann Unterschiede zwischen den Menschen; Menschen, die gut alleine sein können und Menschen, die das nicht können. Dummerweise war ich auch noch die, die besser alleine sein konnte.
Wir haben uns dadurch verloren und manchmal weine ich noch heute deswegen, denn obwohl das nun vier Jahre her ist, bin ich bislang nicht wieder bei einem Mann angekommen. Wir waren 17 Jahre zusammen... Vielleicht hätte ich am Anfang mehr auf seine Ängste eingehen sollen. Ich war so überzeugt, dass WIR das schaffen, dabei ging ich wohl zu sehr von mir aus. Aber ich wollte ja unbedingt den Job. Aber das ist meine Geschichte...ich wünsche Euch alles Gute
 
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  • #7
@ 4 (bin Nr. 3) genau ... webcam vor allem DSL machts möglich
 
H

habilly

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  • #8
Ja - es kommt ausschließlich darauf an, ob es euch gelingt, räumliche Distanz nicht zu ,,gefühlter Ferne" werden zu lassen, sondern die Zeit der Gemeinsamkeit verstärkt zu genießen. Ich bin seit geraumer Zeit etwa dreimal pro Monat von München aus in Hamburg, meine Freundin zusätzlich ein- bis zweimal von Hamburg aus in München - manchmal nur für gut 24 Stunden, oft auch länger. Wir hätten nie geglaubt, wie einfallsreich man sein kann, um da ein ,,Mehr" zu erreichen. Und dann gibt es ja auch gemeinsame Urlaube und bald zusätzlich Feiertage.
Die Kinder meiner Partnerin (15 und 17) sollen bis zum Weg in die Eigenständigkeit ihr gewohntes Umfeld behalten, damit gilt es für uns, rund drei Jahre zu überbrücken. Eine solche ,,Perspektive" macht die ,,Zwischenzeit" gewiss leichter organisierbar als völlige Ungewissheit in dieser Hinsicht.
Ich wünsche euch bestes Gelingen!
 
V

VirginiaWoolf

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  • #9
ich denke, dass das gut gehen kann. "Er meint, dass das das Ende unserer Beziehung wäre. "
Dieser Satz gibt allerdings zu denken - für mich ein vages, als ob er den Ausstieg aus der Beziehung schon im Kopf hat. Wie begründet er das?
Alles Gute
7E20CD34
 
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  • #10
Klar kann das klappen. Aber leichter wird es auch nicht, das ist auch klar. Dabei spielen nicht nur organisatorische Aspekte eine Rolle, das kann man hinbekommen.

Für den, der bleibt, ist es wie ein Stück verlassen werden: "Dein berufliches Fortkommen ist Dir wichtiger als mit mir zusammenzuleben", "Du liebst mich nicht mehr so, wie früher". Das mag völlig irrational sein, dennoch kann es sehr verletzend sein. Du hast eine schwerwiegende Entscheidung getroffen, die nicht nur Dein Leben, sondern auch das Deines Freundes massiv verändert. Diesen Kontrollverlust über das eigene Leben und die Abhängigkeit von jemand anderen an sich selbst auf diese Weise festzustellen, kann ebenfalls sehr verletzend sein.
Dabei kommt es auch auf den Zeitraum an. Vier Jahre sind eine lange Zeit.
 
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  • #11
Der Mann wird aussteigen.Männer warten nicht auf Frauen und vertragen harte Zeiten schlechter als Frauen.Schon mal überlegt ob da nicht eine versteckte Erpressung dahintersteckt?Motto: entweder Beziehung oder Job, weil der Mann schlicht neidisch/eifersüchtig auf den berufl. Erfolg der Frau ist.Gibts alles, selbst erlebt. w,36
 
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  • #12
DIE FRAGESTELLERIN:
Ich weiß, es wird eine schwierige Zeit, doch ich glaube daran, dass wir es schaffen werden!
Mein Lebensgefährte befindet sich jetzt schon im Trennungsschmerz, in jedem Gespräch spüre ich indirekt Vorwürfe, wie schön doch jetzt alles ist und warum ich diesen Schritt unbedingt gehen wollte!? Uns verbindet eine sehr enge und nahe Beziehung, die Nächte, die wir ohne den Anderen verbracht haben, kann ich an meinen fünf Fingern abzählen, vielleicht gerade mal drei!

Beruflich hat sich eine ganz neue Perspektive für mich aufgetan, ein enormer Schritt auf der Leiter nach oben, da konnte ich einfach nicht nein sagen - ich hoffe nicht auf Kosten unserer Liebe!
Natürlich ist das abendliche Telefonieren nicht das, was man hat, wenn man abends gemeinsam zusammen ist, eine richtige Liebe sollte diese Zeit jedoch überstehen!
Nun sind die Koffer gepackt und es geht in wenigen Tagen nach Hamburg in den kühlen Norden.

Die Stadt ist wunderschön, und freue mich auf meine neuen Aufgaben und auf den Besuch meines Liebsten, wenn ich es mal nicht nach München schaffen sollte.
Abends, um nicht so alleine zu sein, schaue ich dann öfters hier ins Forum vorbei.
 
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  • #13
Nüchtern betrachtet frage ich mich, ist es realistisch am Weekend während 4 Jahren(!) hin und her zu pendeln? Tough! "Familienplanung" scheint bei euch kaum ein Thema zu sein, oder?
 
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  • #14
Ich teile #10 Beitrag. Ich glaube nicht, dass der Mann, der zudem laut Fragestellerin von der Fernbeziehung nicht überzeugt ist, sie tragen wird. Über kurz oder lang. Man kann das verstehen: irgendwo oben steht, dass es für die Person schwerer ist, die bleibt. Wenn er das ist, wird es noch schwerer. Und: wer sagt denn, dass nicht auch die Fragestellerin auf diese Weise das Ende vorbereitet? Ich misstraue Fernbeziehungen aus beruflichen Gründen generell, außer, es sind schon Kinder da, die man nicht entwurzeln will. Wenn es aber nur um ein Paar geht, noch nicht um eine Familie, frage ich mich eher: warum kommt die zweite Person nicht auch mit? Also, jedenfalls bei solch einem langen Zeitraum. Bei einem halben Jahr würde ich nicht so schreiben. Andererseits: es gibt auch Paare, die schätzen diese Distanz und führen dann allerdings zwei Haushalte und "besuchen" sich wechselseitig, so dass jede und jeder beim anderen die (neuen) Freunde, Kontakte, Sehenswürdigkeiten etc. miterleben kann. Ich persönlich finde dies fairer, beiden gegenüber. Meine begonnene Fernbeziehung sah so aus: mal er zu mir (ich war weggezogen), mal ich zu ihm. Es scheiterte dann nicht die Beziehung, sondern der Job. Ich kehrte dann nach "Hause" zurück, das es dann aber nicht mehr für mich gab: er hatte keinen Bock mehr (hatte allerdings vorab die Trennung auf Zeit aus beruflichen Gründen mitgetragen, forciert und unterstützt). Tja, so kann es kommen. Amanda
 
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  • #15
@10 Das ist Blödsinn, was das Thema Eifersucht und Neid angeht. Eine 4 jährige Fernbeziehung treibt ein Paar nicht auseinander. Es sei denn, es stimmt heute schon nicht mehr. Dann wäre es ein willkommender Anlass. Für wen auch immer. Männer sind keine Eisschränke. Wie oft muß man Euch Frauen das noch sagen? Deine persönlichen Erfahrung flächendeckend über alle Männer zu streuen, zeugt nicht gerade von ....(würde von den Mods gestrichen)
 
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  • #16
zico,m
#10 Totaler Quatsch,der Erfolg der Frau macht die meisten Männer Stolz-nur sollte Erfolg zur Stärkung der Beziehung verwendet werden,nicht nur für das eigene "Ego"!Starke Seiten haben und Schwäche zeigen können,....!
Klar kann man diese Zeit überbrücken,dazu gehört aber Selbstdisziplin und vor allem Liebe-die nicht nur Zweckgemeinschaft ist.Die Entfernung ist eine Herausforderung für Beide,da könnt ihr zeigen was ihr euch bedeutet-macht was draus es Schweißt zusammen oder trennt.Klar hat jeder Angst,nur kleinlich darf man dann auch nicht sein--weil jetzt seid ihr vielleicht zu oft zusammen nun werdet ihr mit unterschiedlichen Freizeitaktivitäten und mit Veränderung der persönlichen Reife konfrontiert.Aber es ist zu Schaffen,...
 
  • #17
Liebe Fragestellerin, es wird dir hier keiner einen sinnvollen Ratschlag für dein Problem geben können, weil keiner dein und das Nähebedürfnis deines Partners kennt. Und genau darauf kommt es bei der Frage an.

Wenn ihr bislang auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen seid, dann scheint sein Nähebedürfnis so eine Fernbeziehung nicht tolerieren zu können. Oder er hat einfach nur Angst davor, damit nicht klarkommen zu können. Hat er sich in anderen Bereichen schon öfter mal einen Kopf gemacht und hinterher war alles ganz harmlos? Wenn ja, dann hast du ein Argument in der Hand. Ich gebe ansonsten Folgendes zu bedenken:

1. Ist so eine berufliche Veränderung wirklich so wichtig, dass du deine Beziehung damit belasten willst? Was genau bringt dir das Engagement in HH? Bist du sicher, dass der erwartete Vorteil wirklich ein tritt? Oder bist du nur das Bauernopfer deines Chefs, das jetzt zum weit entfernten Kunden muss? Kannst du diesen Vorteil nicht auch durch einen Jobwechsel innerhalb Münchens erreichen?

2. Kannst du überhaupt so einen langen Zeitraum von 4 Jahren abschätzen? Warum vereinbarst du mit deinem Arbeitgeber/Auftraggeber nicht kürzere Intervalle mit Verlängerungsoptionen?

3. Gibt es nicht die Möglichkeit, dass dein Freund in absehbarer Zeit auch nach HH zieht, so dass ihr wieder zusammenleben könnt?

Kurzum: Ich würde eine gut funktionierende Beziehung nicht leichtfertig für den Job auf's Spiel setzen. Ein paar Monate oder ein Jahr kann man mal ein auswärtiges Projekt annehmen, aber 4 Jahre ist schon sehr heftig. Ich kann deinen Freund verstehen.
 
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  • #18
Berlinerin, 41 J

Ich kenne ein Paar, das über 7 Jahre eine Fernbeziehung geführt hat. Inzwischen sehr glücklich verheiratet und mit zwei Kindern.

Sie hatten die Regel, dass sie sich spätestens alle 6 Wochen ein Wochenende sehen müssen.
Es begann gleich nach 3 Monaten Beziehung, dass sie fern voneinander waren. Erst innerhalb Deutschlands, dann Auslandspraktika etc.... Die Urlaube verbrachten sie zusammen aber für jedes Wochenende war schlicht zu wenig Geld da, um immer zum anderen zu fliegen.
Jeder hat den anderen besucht, um auch die Freunde im fernen Land bei Auslandspraktika kennen zu lernen.

Bei Euch ist das völlig anders. Ihr kennt Euch seit 7 Jahren und lebt zusammen.
Kann es sein, dass Dein Freund sehr verwöhnt wird von Dir?
Du machst den Haushalt, das Essen, die Wäsche und er lässt sich von vorne bis hinten bedienen?
Dann fehlt im natürlich etwas an seiner Bequemllichkeit, wenn Du weg bist.

Wenn ihm etwas an Dir liegt, fliegt er so oft er kann zu dir nach Hamburg und interessiert sich für Deine Wohnung dort, die Stadt und wie Du dort lebst.
Eine Beziehung muss wachsen können. Wenn Du ein Stückchen wächst in Richtung Hamburg muss er mitwachsen, sonst ist er irgendwann nicht mehr auf Deiner Höhe.

Er will gerne im selben Trott bleiben, Du bist offen für Neues. Kann sein, dass diese Charaktereigenschaften eine Trennung auslösen. Seine Reaktion erinnert eher an ein dreijähriges Kind, das trotzig ist, weil es seinen Willen nicht kriegt. Erkläre ihm, dass Du ihn liebst und seine Unterstützung brauchst.
Viele Paare leben in Wochenendbeziehungen, auch mit Kindern. Das ist kein Trennungsgrund.

Du machst das richtig, Hamburg ist ne super Stadt und die Bewohner sind toll. Sehr feiner Humor und sehr herzliche Menschen! Wenn er das nicht kennenlernen will, verpasst er was!

Alles Gute
 
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  • #19
Da er anzweifelt, dass dies die Beziehung übersteht, dürfte er von sich selbst ausgehen.
Er würde also zu sehr leiden will er evtl damit sagen.

Ich denke, es gibt unterschiedliche Menschen.
Wenn dein Freund so ist wie ich und viel und oft Körperkontakt möchte, dann wird ER es vermutlich nicht überstehen. Sprich er wird bei einer anderen schwach, obwohl er dich eigentlich viel lieber hätte.

Warum sucht er nicht auch eine Möglichkeit für sich in München?
Er könnte doch mit dir ziehen. So wohnt ihr die vier Jahre komplett in München und geht nur ab und zu mal heim in den Norden?!
 
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  • #20
was ich noch dazu sagen wollte, bezüglich Körperkontakt;

ich hatte selbst nämlich eine Fernbeziehung. In dieser habe ich oft darunter gelitten, ihn nicht spüren zu können. Alsbald kam ein anderer der mir sehr gefiel, schaute mich hübsch an und dann war es um mich geschehen.
Mit letzterem bin ich heute noch zusammen.

Aus dem Grunde habe ich dir auch geraten, lass ihn mitziehen wenn es geht.
 
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  • #21
@15 Das ist ja schön dass der erfolg der frau dich stolz macht-gratuliere.Mein Ex-Partner hat mir meine erfolge nicht wirklich gegönnt, der hatte angst,dass er ins hintertreffen gerät und sein lichtlein nicht mehr so hell leuchtet neben meinem.Schlechtes Selbbewusstsein, aber frau muss sich auch nicht kleiner machen als sie ist,nur um das schwache Ego des Partners zu päppeln,oder?
 
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