• #61
@Süsse73
Wer mit Antworten nicht zurecht kommt, sollte keine Fragen stellen.
Bitte versuch dir vorzustellen, dass wir alle hier einige Minuten unserer kostbaren Zeit für dich aufwenden. Eine Frau, die wir nicht kennen. Um dir zu helfen - jeder auf seine Art.

Du musst nicht mit jeder Antwort konform gehen. Aber Wertschätzung hat jeder Schreiber von dir verdient, weil er Zeit in dich und dein Problem investiert hat.

Zum Thema:
Du befindest dich in bester Gesellschaft. Sicher ist es auch ganz vielen anderen Menschen so ergangen, auch mir:

Du triffst einen Menschen, der ethisch-moralisch unfair gegen andere Menschen vorgeht. Zu dir ist dieser Mensch aber super-lieb.
Du denkst, weil du was Besonderes bist, wird dieser Mensch mit dir NIEMALS so umgehen.
Falsch gedacht.
Als er so gegen seine Exfrau vorgegangen ist, hat es dich noch gefreut. Macht er mit dir dasselbe, ist es nicht okay.
Warum? Weil du irgendwie besser bist als sie?
Das können wir hier nicht beurteilen, wir kennen euch beide nicht. Das ist aber auch nicht wichtig, sondern was dein Ex-Freund denkt. Und dieser denkt ganz offenbar, dass du eben nicht besser warst. Sonst wäre er ja noch bei dir.

So was tut scheusslich weh. Du hast all die schönen Jahre als Erinnerung im Gepäck und kannst dich davon nicht lösen. Er ist im Gegensatz dazu in der Realität, in der du ausgeflippt bist, einen Suizidversuch vor seinen Augen hingelegt und völlig die Kontrolle über dich selbst verloren hast.

Der Mann hat zur ersten Frau nicht gestanden, und heute steht er nicht zu dir.
Ich weiß nicht, wo du da Lügen siehst?
Wo hat er denn gelogen?
 
  • #62
Also nochmal: ich möchte einfach nur verstehen. Wissen wollen, was ich für ihn war. Ob alles gelogen war. Die Wahrheit über ihn, über mich, über uns. Ganz einfach, um abschließen zu können....
Ich habe mich bisher nicht an dieser Diskussion beteiligt und sehe mich bisher als neutralen Beobachter, der jetzt einmalig seine Einschätzung schreibt.
Wenn du wirklich früher anders warst als jetzt, dann hat er dich damals geliebt.
Durch dein jetziges Verhalten (also so wie du dich hier gibst) hast du ihn vertrieben, wahrscheinlich liebt er dein altes Ich noch heute, aber er glaubt nicht mehr, dass du jemals wieder so wirst. Den jetzt bist du wirklich schwer erträglich. Also ich möchte mit dir nicht mal 5 Minuten face-to-face reden. Die Enttäuschung und die Verletzungen bei Ihm ob deiner Wandlung sind wahrscheinlich sehr groß und da ist auch nichts mehr zu machen.
 
S

Süsse73

  • #63
Also es war so, dass wir an einem Woe ein Geschenk für seine Tochter gekauft haben.
Am Geburtstag sah eine Freundin der Mutter, dass das Geschenk in einer anderen Stadt gekauft wurde. Als sie fragte, hat er ihr gesagt, dass er mich kennengelernt habe und sich in mich verliebt hätte und trennte sich.
Er hat 2 Monate vor unserem Kennenlernen bereits im Keller geschlafen, war also semi-getrennt.
Ich kann dir nicht sagen, was wäre wenn....

Ich weiß nur, dass er für mich viel aufgegeben hat. Ist zu mir gezogen, hat seine Job ( er ist selbstständig ) hinten angestellt, uns ein Haus gekauft, mich geheiratet.

Macht man(n) das mit einer Frau, die er nicht liebt?
Vermutlich....denn laut seiner Aussage, hat er die erste nicht geliebt und mit ihr ein Haus gebaut und 2 Kinder gezeugt.

Ich weiß es nicht.

Ich muss jetzt damit fertig werden, dass er evt. schon eine neue hat, diese Frau genauso berührt, wie mich, mit ihr zärtlich schläft, etc...... DAS ist neben meinen anderen Baustellen etwas, was ich verarbeiten muss.

Ich weiß aber nicht, wie ich dieses Kopfkino loswerde, mit den Bildern, er und eine andere Frau.
 
S

Süsse73

  • #64
Vielleicht kann ich meine Ambivalenz, ohne die BPS als Grund zu nennen, so erklären: einige von euch schreiben negativ: >>er hat dich genauso behandelt, wie seine Exfrau. Du solltest nur Affäre sein >>
Andere wiederum positiv: >> du hast Es versaut, er liebt die alte Tanja evt. noch immer >>

Ein Teil in mir sagt mir das, was die Pessimisten schreiben, der andere Teil das, was die Optimisten schreiben. Und dann seine Nachrichten, wie folgende.....

Ich will diese Gedanken nicht mehr. Ich muss wissen, woran ich war, was ich war.

Hallo, nach fünf Stunden im Auto bin ich endlich zuhause angekommen.
Du bist und warst für mich die einzig große wahre Liebe. Für ein Uns habe ich soviel geändert in meinem Leben. Mehr als für jeden anderen Menschen in meinem Leben. Ich habe dich nie betrogen und es gab nie eine andere Frau. Alle Geschichten die ich die aufgetischt hatte, waren nur dazu da dich zu verletzten. Ich habe immer um unsere Liebe gekämpft aber am Ende war nun mal Schluss. Und Aus ist aus.

Wenn du meinst ich hätte eine neue Frau in meinem Leben, dann irrst Du. Ich bin Single und bleibe das auch. Eine neue Partnerschaft ist das letzte was ich brauche. Ich organisiere mich neu und lebe mein Leben für mich und meine drei Kinder.

LG

Mod: Bitte halten Sie sich an die Zeichenbegrenzung. Mehrteiler werden nicht veröffentlicht.
 
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  • #65
Das klingt für mich schon wie total verliebt und nicht nur Absprungaffäre, um die alte Beziehung hinter sich zu lassen. Ihr beide scheint mir sehr emotional zu sein und dass Du Dich prinzessinnenhaft gefühlt hat, klingt wenig nach Alltag, also ich könnte nicht sagen, dass ich denke, er hätte Dich nicht geliebt.

Ja, wie kann man mit der Trennung fertig werden, wenn es so war ... Seine Abschiedsbotschaft beinhaltet ja "aus ist aus". Also irgendwie klingt das, wenn es ehrlich ist, schon nach emotional völlig ausgebrannt und Reißleine gezogen.
Alle Geschichten die ich die aufgetischt hatte, waren nur dazu da dich zu verletzten.
Wozu? Hast Du ihn auch verletzt?

Das ist die Gefahr, wenn beide so emotional sind. Es ist die große Liebe, aber das kann nur gleichzeitig mit großer Verletzungsgefahr einhergehen, weil man eben so emotional offen mit dem anderen sein MUSS. Ich denke nämlich, das geht nicht anders, weil der andere sowieso zu wissen scheint, was los ist.
Ich hab mir auch schon mal Gedanken darüber gemacht, ob solche Beziehung wirklich dauerhaft lebbar sind. Ich denke, das geht nur mit großer Reife und dass man selber weggeht oder sich quasi auf die Zunge beißt, damit man den anderen nicht verletzt, weil man ja genau weiß, was man machen müsste. Und der andere wird einen ohne es zu wollen einfach auch mit seinem Verhalten verletzen können. Vielleicht geht es auch gar nicht und man braucht in einer dauerhaften Beziehung immer auch Langeweile und eine gewisse Abgeklärtheit, diese zu ertragen. Wenn beide sich dauernd im Taumel ihrer Emotionen drehen, ist zwar alles märchenhaft, aber gleichzeitig auch verletzend und schwer, weil diese emotionale Symbiose ja nicht wirklich existiert (oder nur zeitweise existiert), es sich aber in schönen Momenten so anfühlt.

Ich finde es schon tragisch, wenn die Eltern mit ihren eigenen Emotionen so zu tun haben, dass Kinder dadurch keine stabile emotionale Basis im Leben haben, weil es ja zwangsläufig nicht möglich ist, wenn die Eltern mit sich selbst beschäftigt sind, sich emotional völlig auf die Kinder einzulassen.
Du musst auf die Reihe kommen. Nicht jede Liebe kann man leben, das ist leider so. Wichtig ist nun meiner Ansicht nach Ruhe und Stabilität. Mit ner anderen Frau hätte er auch nicht dasselbe wie mit Dir, er hatte mit Dir ja auch was anderes als mit der Ex.
 
S

Süsse73

  • #66
Void: ich bin Borderliner. Wusste ich bis zum Suizidversuch aber nicht. Also kurz und knapp: emotional instabil. Ich habe mein Glück immer von seinem Umgang abhängig gemacht. Habe ihn dann beschimpft, ihm unterstellt in den .... zu gehen, mich nur zu benutzen, habe alles kaputt gemacht, was er mir geschenkt hat. Ich denke schon, dass ich ihn verletzt habe und er sich mit seinen Verletzungen "nur" gewehrt hat, da er nicht mehr konnte. Wissen kann ich es aber tatsächlich nicht.

Wir habe beide sehr viel - zu viel - geweint in den Jahren. Ich weiß nicht, ob man das so spielen kann.....

Ich habe Angst davor, ihn irgendwann glücklich mit einer anderen zu sehen. Das, was er mit mir nicht leben konnte.

Jana: er IST mein Mann, nicht mein Freund. Vielleicht hast du Recht. Das kann nur er mir sagen. Ich kann mir allerdings nur schwer vorstellen, dass es Frauen gibt, die sich auf einen Mann ein lassen, der innerhalb von 6 Jahren ein drittes Kind gezeugt hat, sich von der ersten Frau hat scheiden lassen, die zweite geheiratet hat und sich am Ende auch von der angeblich "einzig wahren großen Liebe" getrennt hat. Und wenn sie zudem auch noch ALL diese Geschichten hört.

Mod: Bitte halten Sie sich an die Zeichenbegrenzung. Mehrteiler werden nicht veröffentlicht.
 
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  • #67
nicht ICH habe mir einen verheirateten Mann gesucht, ER hat mich gefunden.
DAS ändert natürlich alles… (Sarkasmus)

2. habe ich meinen ersten Mann nicht geliebt.
Aber zum heiraten war er gut genug….
Schon ziemlich heftig, wie du so tickst.

Es ist doch egal, ob er dich geliebt hat, den es ändert nicht was DU getan hast. Du schimpfst auf die Ex, bist aber selber nicht besser, da du emotional absolut abhängig von ihm warst (bist).
Auch schimpfst du auf ihre Dominanz, ohne zu erkennen das er eben starke Frauen (wie du es einmal warst) mag.
In all den Jahren hast du nicht an dir gearbeitet (Weiterbildung) um "mithalten" zu können und dich selber wohl zu fühlen. Stattdessen hast du ihn emotional unter Druck gesetzt… Das du das nicht siehst?
 
  • #68
Durch dein jetziges Verhalten (also so wie du dich hier gibst) hast du ihn vertrieben, wahrscheinlich liebt er dein altes Ich noch heute, aber er glaubt nicht mehr, dass du jemals wieder so wirst
Sehe ich auch so und wenn hier jemand aggressiv ist, dann die FS und nicht die anderen User.
Und wie sagt hier immer @Tina-HH: Aus Versehen wird heutzutage keine Frau mehr schwanger.
Dies war eher nur berechnend von der FS und jetzt muss Sie damit leben, dass die Berechnung nicht aufgeht. Eventuell ist dies auch ein Faktor, dass der Mann sich trennt.

Die FS gehört für mich in die Kategorie, dass solange man ihr Recht gibt, es alles OK ist und jedes Post, was negativ in ihren Augen ist, ist auch gleich beleidigend. Die längeren User kennen dies auch von anderen Usern, die genauso in der Vergangenheit hantierten. Geholfen hat diese Methode wahrscheinlich weniger, aber eventuell fühlten Sie sich danach besser und somit hat ja das Forum seinen Dienst getan.
 
  • #69
Wenn ich so die Beiträge aus dem Jahr 2015 lese und dann die aktuellen der FS, dann scheint sich ein Wandel bei der FS vollzogen zu haben. 2015 war sie nicht so aggressiv und hat auch nicht betont, dass sie ihren Mann bei der Heirat nicht geliebt hat. Ob jetzt dies an der Zeit oder an dem Therapeuten liegt, weiß ich natürlich nicht.

Für mich ist es jedenfalls ein Zeichen, dass die FS sich gewandelt hat, ob jetzt positiv oder negativ sei einmal irrelevant. Vielleicht sollte sich auch die FS einmal überlegen, was sie zu diesem Wandel brachte. Die Trennung alleine war es nicht und nur der Therapeut ist mir zu simpel. Vielleicht ist auch nur eine Mischung von beiden und höchstwahrscheinlich wird es nur noch schlimmer und frustrierter.

Was ist jetzt am Ende authentisch.
Das Erscheinungsbild von 2015 oder das Aktuelle.
 
S

Süsse73

  • #70
Lest doch bitte mal mit Bedacht!! Den ersten Mann habe ich nicht geliebt!! Getrennt hat sich nun mein 2. Mann, den ich sehr wohl liebe und geliebt habe!! #kopfschüttel#
 
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S

Süsse73

  • #71
@Magnus
@silencea

Ihr beide scheint keine Ahnung zu haben und nur Auszüge gelesen zu haben. Ansonsten würden von euch beiden nicht so völlig unpassende Äußerungen kommen.
Ihr dürft verurteilen aber wenn ich das tue, wird entweder sofort zurückgeschossen oder meine Antwort gar nicht erst freigeschaltet.

Kurz zur Erklärung: jeder macht in seinem Leben nicht immer alles richtig. Auch ihr.
Ich habe meinen ersten Mann geheiratet, weil ich schwanger war und er eben da war. Ich war 31.

Die Schwangerschaft meiner letzten Tochter war ganz sicher nicht aus Berechnung. Sowas unverschämtes. Er wollte das Kind und hat sich sehr gefreut. Ich eher nicht, zu dem Zeitpunkt. Wie könnt ihr über Menschen urteilen, die ihr nicht kennt?
Ich bin gebildet genug, @silencea, das mein Mann mich so nehmen wollte, wie ich bin. Er hatte nie ein Problem mit mir, diesbezüglich. ICH habe aufgrund meiner Krankheit mein Selbstbewusstsein mit der Zeit verloren.
Wenn man keine Ahnung hat, sollte man sich einfach besser zurückhalten.
 
  • #72
Süsse73,

Ich lese hier auch still mit. Und allzu viel möchte ich nicht sagen, weil ich denke
  • Es ist alles gesagt, @Darling hat es positiv formuliert
  • Du wirst die Denkanstöße nicht annehmen.
Ich möchte ganz wertfrei spiegeln.
Alle Posts Deinerseits sind widersprüchlich, mal annehmend, bis wieder hoch aggressiv.
Dein Verhalten, von den Du schreibst, ist sehr ähnlich.

Süße, die Diagnose Borderline ist komplex, das was Du hier zeigst, ist gerade ein Paradebeispiel dafür.

Trennungen sind immer ein schwieriges Thema, Trennungen zu verarbeiten, wenn man psychische Probleme gerade im Beziehungsbereich hat, bedeutend schwieriger. Realitätskonform hinzusehen, damit entsprechend umzugehen fast unmöglich.

Als Laienforum sind wir vollständig überfordert, Borderline mit der generellen und der individuellen, akuten Gesamtsymptomatik ist ein Thema für fachlich qualifizierte, professionelle Unterstützung.
Ob ambulant Psychotherapeut / Psychiater bzw. stationär psychiatrisch / psychosomatisch oder eine Kombination.

Dir zuliebe, suche Dir geeignete Hilfe, damit Du Dich akut stabilisieren kannst, dauerhafter stabil wirst und adäquate Methoden lernst, mit Borderline zu leben und umzugehen.

Und eine ganz große Bitte, Du liebst Dehne Kinder.
Google mal Kinder von Borderline - Müttern, möchtest Du das Deinen Kindern zumuten?
Ihnen zuliebe, such Dir Hilfe für sie, ggf. mit den Vätern, es gibt sehr kompetente Beratungsstellen.
Willst Du, dass Deine Kinder ihr Leben lang an den Folgen Deiner Krankheit leiden, selbst mindestens psychische Störungen entwickeln, wenn nicht mehr? Eigene Bindungsproblematiken?

Das ist keine Schwarzmalerei, ich hatte eine psychisch kranke, instabile, unberechenbare Mutter...

Erlaube Dir den Mut, Dir Deine Probleme einzugestehen und gehe die notwendigen Schritte.

Hier zu schreiben und vor allem zu schimpfen ist nicht der Weg.

Alles Gute.
 
  • #73
Kurz zur Erklärung: jeder macht in seinem Leben nicht immer alles richtig. Auch ihr.
Das stimmt. Ohne Frage. Aber Du hast hier eine Frage eingestellt, die anderen nicht.
Gut, die Sache mit der Berechnung finde ich nun auch unglücklich, aber das wird hier Frauen gerne mal unterstellt, wenn sie ein Kind bekommen haben. Du differenzierst nicht, welche Antworten für Dich hilfreich sein können und welche nicht, Du haust sehr aggressiv zurück. Muß doch gar nicht sein, lies Dir die Beiträge durch und sortiere, was Du brauchst.
Natürlich haben wir von Deinem Leben keine Ahnung, man kann nur auf das antworten, was Du hier so preisgibst.
Das ist allerdings eine Menge.
Kein Mensch braucht einen anderen, der ihm das Leben durch regelmäßige Ausraster schwer macht, Dinge zerstört, Ring weg....Dein Mann hat aus Deinem Verhalten sehr wahrscheinlich die Konsequenzen gezogen.Du scheinst eine unbändige Wut in Dir zu haben, die Du offensichtlich nicht im Griff hast. Impulskontrollstörung.
Ich kann Dir auch nur raten, Dich um Dich selbst zu kümmern, um das Problem in den Griff zu bekommen. Ich bin mit so einer Mutter aufgewachsen, völlig unkontrollierte Wutausbrüche und Verhaltensweisen. Tu Deinen Kindern das nicht an, das ist zerstörerisch.
Mich wundert, dass Dein Mann die Kinder so bei Dir lässt, mein Vater war auch so, er hat es gewusst und nicht gehandelt. Und Dein Mann weiss auch, was los ist.
Irgendwie ganz schön furchtbar und zwar für alle.
W
 
S

Süsse73

  • #74
@Lionne69 beim Lesen deiner Worte, sind mir die Tränen gekommen. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass mir keiner von euch helfen kann, bzgl. meiner Krankheit. Dafür habe ich auch meinen Therapeuten.

Ich brauche euren Rat, um ihn - meinen Mann - verstehen zu können. Ich weiß nicht, ob er gelogen hat und ich gar nicht seine große Liebe bin. DAS kann nur er mir sagen, ich weiß. Aber Außenstehende können objektiver einschätzen, als Betroffene.

Glaub mir, für mich ist es ganz furchtbar, mit diesen Aggressionen leben zu müssen. Sie sind nicht permanent da, sonst könnte ich kaum als Krankenschwester arbeiten aber sie sind belastend.

Ja, ich habe mich intensiv mit dem Thema "Kinder von Borderlinern" beschäftigt. Und ich habe große Angst davor, dass meine Kinder schon einen irreparabelen Schaden genommen haben.

Ich bin in Behandlung und hoffe, irgendwann wieder gesund zu sein.
 
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  • #75
Süsse,

Wir können nur bzgl. Deines Mannes interpretieren, Du hast schon verschiedene Varianten gelesen.
Fazit ist, es war nicht mehr stimmig, vielleicht für Euch beide sogar ungesund / destruktiv.
Deinen Suizidversuch hast Du nicht grundlos unternommen.
Vielleicht könntest Du mit ihm ein moderiertes Gespräch führen, frage mal Deinen Therapeuten.
Reden müsst ihr sowieso dringend miteinander, auch da am besten moderiert (Beratungsstelle), wegen Euer Tochter.
Ansonsten - bitte nochmal
STOPP
Ganz konkret, raus aus diesen Gedankenkarusell!
Es ist absolut irrelevant, warum er gegangen ist, es ist vorbei. Es hilft Dir nicht, darüber zu grübeln.

Einziges, ganz primäres Ziel
für Dich - werde wieder stabil, intensiviere die Therapie, kläre mit Deinem Therapeuten, was machbar ist. Dir entgleitet gerade alles, das ist das, was bei mir ankommt aus Deinen Zeilen.
Lass Dir bitte helfen, Dein Umfeld ist Dir nicht böse gesinnt, auch wenn es sich so anfühlt.
  1. Halt finden, Stabilität
  2. Abschließen
  3. Zukunftsperspektiven aufbauen, Ressourcen, Methoden
Parallel, schau nach Lösungen für Deine Kinder, gerade jetzt in der Krisenzeit.
Wenn Du für Dich wieder stabil bist, eine solidere Basis hast, kannst Du ihnen die Mutter sein, die sie brauchen.
Manchmal ist man mehr Mutter, wenn man sich eingesteht, dass man diese Rolle gerade nicht erfüllen kann.

Dir noch einen anderen Gedankenanstoß
Als Krankenschwester brauchst Du gewisse Grundeigenschaften, Verantwortung, die Konfrontation mit Krisensituationen, überlegtes Handeln.

Aktiviere bitte diese ganzen Fähigkeiten für Dich selbst, Du brauchst das jetzt.
Versuche, Dich, Deine Situation, Dein Handeln von außen zu betrachten, als hättest Du eine Patientin vor Dir, mit professioneller Distanz.

Was hast Du dann für Themen, alle.
Wo gibt es welche Unterstützung?
Was wären konkret die ersten Maßnahmen?
Was machst Du jetzt konkret als nächstes?

Aber
STOPP zu dem Gedankenkarusell bzgl. Deines Ex!
 
S

Süsse73

  • #76
Godot: mir lief es beim Lesen deiner Worte, eiskalt den Rücken runter. DAS hat er mir auch so gesagt.

Wo er gelogen hat, vermutlich? Nun ja, es klingt schon ziemlich seltsam, eine Frau 15 Jahre weder begehrt, noch geliebt zu haben. Er hat diese Frau auch geheiratet und 2 Kinder mit ihr gezeugt. Er behauptet, beruflich mit ihr verbunden gewesen zu sein - was sogar stimmt. Sie war Angestellte - und sich mit seinem "Schicksal" arrangiert zu haben. Einige Monate vor mir hatte er wohl Kontakt zu einer Frau, die er im Internet kennenlernte und behauptet, nichts mit ihr gehabt zu haben. Er habe bei ihr übernachtet und es hätte sich aber nichts geregt. Ungewöhnlich, wenn Mann angeblich schon Jahre keinen GV mehr und noch nie leidenschaftlichen Sex hatte. Angeblich - das muss ich immer betonen - kann er ohne Gefühle nichts machen.
Er hätte vor mir noch nie mit Zunge geküsst!? Alles so unrealistische Geschichten.....

Ich nahm irgendwann Kontakt zu ihr auf, weil ich das alles nicht glauben konnte. Als ich sie kennenlernte und sie mir ihre Version mitteilte, gab es schon einige Parallelen. Und irgendwie glaubte ich ihm. Denn diese Frau ist sehr dominant und maskulin im optischen. Wirkt kühl und bösartig. Sie hat mir gesagt, sie habe ihn erschaffen und ich solle es nicht versauen. Irgendwie ungesund, so eine Äußerung.

Beweise gibt es nicht. Es steht Aussage gegen Aussage.
Allerdings hat er in unserer Zeit auch sehr häufig gelogen, was mich betrifft. Also nichts mit seinem Vorleben zu tun hat.
Mein Bauchgefühl sagt mir, dass er mich betrogen hat und auch jetzt längst eine neue hat. Das alles, was er mir gesagt hat "ich kann keine Frau so lieben wie dich", "ich bin nicht so ein typischer Mann, wie die Männer, die du kennst", "du bist die Liebe meines Lebens", usw.

Ich muss die Wahrheit wissen, um endlich abschließen zu können!

Ich danke euch allen für eure Zeit und eure Ratschläge. Und ich entschuldige mich für den Tonfall.
 
  • #77
Ich brauche euren Rat, um ihn - meinen Mann - verstehen zu können. Ich weiß nicht, ob er gelogen hat und ich gar nicht seine große Liebe bin.
Das ist Klammern an seine Gefühlswelt und er soll Dir einen Wert geben. Warum ist das wichtig für Dich, ob Du es warst? Ich meine, es kann sein, dass Du es nie erfahren wirst. Dann musst Du trotzdem mit allem ins Reine kommen.
Ich kenne die Gedanken, wenn der andere nicht will. Man wünscht sich, dass er weiß, was er verpasst oder in Deinem Fall verlassen hat.
Ich denke, wenn einer nicht (mehr) will, hat er nur eher erkannt, dass nicht beide glücklich sein können miteinander.

Ich habe Angst davor, ihn irgendwann glücklich mit einer anderen zu sehen. Das, was er mit mir nicht leben konnte.
Als ich mal in einen verheirateten Mann verliebt war, bekam ich auch ein bisschen mit von seiner Ehe. Der naive Gedanke erstmal ist ja "mit mir kann er es viel besser haben". Nur: Er lebt sein Leben, seinen Alltag und seinen Trott, der nicht so schlimm ist, dass er ihn verlassen musste, schon seit Jahren bzw. sogar zwei Jahrzehnten. Also muss das ja irgendwie zu ihm passen. Und will ICH aber die passende Person zu so einem Leben sein? Und hier musste ich sagen "nein". Ich wollte das Leben der Gattin nicht und hätte es niemals führen können. Passt halt nicht. Das wird schnell vergessen, weil man nicht mehr auf sich guckt, sondern nur auf das, was man nicht haben kann, weil eine andere es hat.

Es ist kein Wert, für einen anderen Menschen allumfänglich "die Welt" zu sein, weil das eine so große Anpassung erfordert, damit er glücklich ist, dass man sich selbst verliert. Eine Beziehung kann nur funktionieren, wenn beide auch noch gucken, was sie jeweils für sich selber sind. Ich will damit sagen, dass diese andere Frau, mit der er eventuell irgendwann richtig glücklich ist, einfach besser passen wird als Du und auch umgedreht er nicht zu Dir passte und Du Dich verloren hättest, wenn Du versucht hättest, so zu werden, wie er es braucht.
Wenn Du seine große Liebe warst, wird es mit ihr vielleicht ganz schön und harmonisch, aber es wird was fehlen. Nur wirst Du das nicht erfahren und das bedeutet auch nicht, dass er Dich zurück will. Wie gesagt, nicht jede Liebe ist lebbar. Manchmal ist das zu anstrengend dauernd mit der ewig offenen Gefühlswelt und der emotionalen Symbiose.
 
S

Süsse73

  • #78
@void ich war es doch! Ich war genauso, wie er sich seine "Traumfrau" gewünscht hat, mit allem drum und dran. Nur leider bin ich, wie erwähnt, irgendwann entartet. Und das konnte er nicht mehr ertragen. Verständlicher Weise!

Jetzt ist es zu spät, ich weiß. Dennoch ist der Gedanke allgegenwärtig und macht mir Angst.

Geht das überhaupt? Kann man mit einem Menschen so glücklich werden, wenn man die große Liebe verloren hat?
 
  • #79
ich war es doch! Ich war genauso, wie er sich seine "Traumfrau" gewünscht hat, mit allem drum und dran.
Nein, DU warst es nicht.
Er hat sich von Aspekten Deiner Borderlinepersönlichkeit angezogen gefühlt, in dem Irrglauben Du seist so.
Bist Du aber nicht, genauso wie die anziehenden Merkmale gehören die abstoßenden zu Dir und Deiner Störung.
Und wenn Du das nicht anerkennst, Dich auf eine umfassende Verhaltenstherapie einlässt, dann wird sich all das was Du erlebst und die Menschen in Deinem nächsten Umfeld erleiden müssen, immer schlimmer.
Du machst Dir etwas vor... er hat nicht Dich geliebt, sondern das, was er glaubte, dass Du es wärest. Was aber nur die halbe Wahrheit war.
Auch bist Du nicht an der Beziehung erkrankt, Du warst bereits borderlin, wahrscheinlich ist durch die Beziehungsdynamik Deine Emotionsregulationsstörung völlig ausser Kontrolle geraten.
Wie gesagt, bemühe Dich ernsthaft um eine Verhaltenstherapie, untherapiert bist Du Gift für die Entwicklung Deiner Kinder.
Und nur die sind nun wichtig.
 
S

Süsse73

  • #80
Morgen kommt er, um unsere Tochter ein paar Tage zu sich zu nehmen. Ich habe ihn schon wochenlang nicht gesehen und habe Angst. Angst, wieder schwach und jammernd zu wirken.
 
S

Süsse73

  • #81
Nein, DU warst es nicht.
Er hat sich von Aspekten Deiner Borderlinepersönlichkeit angezogen gefühlt, in dem Irrglauben Du seist so.
Bist Du aber nicht, genauso wie die anziehenden Merkmale gehören die abstoßenden zu Dir und Deiner Störung.
Und wenn Du das nicht anerkennst, Dich auf eine umfassende Verhaltenstherapie einlässt, dann wird sich all das was Du erlebst und die Menschen in Deinem nächsten Umfeld erleiden müssen, immer schlimmer.
Du machst Dir etwas vor... er hat nicht Dich geliebt, sondern das, was er glaubte, dass Du es wärest. Was aber nur die halbe Wahrheit war.
Auch bist Du nicht an der Beziehung erkrankt, Du warst bereits borderlin, wahrscheinlich ist durch die Beziehungsdynamik Deine Emotionsregulationsstörung völlig ausser Kontrolle geraten.
Wie gesagt, bemühe Dich ernsthaft um eine Verhaltenstherapie, untherapiert bist Du Gift für die Entwicklung Deiner Kinder.
Und nur die sind nun wichtig.

Woher willst DU das wissen?
 
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  • #82
Was genau meinst Du Süße?
Das untherapierte Borderliner die Entwicklung ihrer Kinder gefährden?
Mit dem Thema hast Du Dich doch, D.A.n., schon beschäftigt, weisst es also.

Oder dass Dein Mann nicht Dich, sondern, dass was er von Dir am Anfang sah, liebte?
Das war kein Angriff, es ist nur eine sehr sachliche Erklärung gewesen.
Du wolltest verstehen, was da passierte. Zum Teil hast Du es ja schon selbst eruiert.
Was ich Dir darlegen wollte, ist die Dynamik, welche entsteht, wenn ein Mensch auf einen Borderliner trifft.
Dieser zeigt, bewusst und/oder unbewusst erst einmal seine glitzernden Seiten. Meist verbunden mit einer tollen Ausstrahlung und Faszination für andere Menschen.
Diese denken nun GENAU SO ist der Borderliner und verlieben sich in genau diese Aspekte seiner Persönlichkeit, nicht aber in den ganzen Menschen. Den kennen sie ja nicht.
Deinem Mann ist diese Dynamik nicht bewusst.
Er sagt und meint: "Ich liebte Dich, Du warst meine Traumfrau"
Und nochmal, nicht böse gemeint, unabhängig von dem was er sagt (und ganz sicher auch genauso meint) musst Du Dir, für Dich, Deine Zukunft und Deine Kinder klar machen, dass Du dieses 'entartete' (wie Du es nennst) Verhalten, nicht einfach durch guten Willen abstellen kannst, sondern dringend eine Verhaltenstherapie benötigst.

Dabei ist es unerheblich ob Dein Mann Dich hin und wieder belog. Menschen lügen... manchmsl weil sie keine Liäust auf Diskussionen haben, manchmal weil sie niemanden verletzen wollen, manchmal weil die Lüge bequemer ist.

Dir wird es nicht besser gehen, wenn Du Dich daran aufreibst.

Und nimm nicht alles als persönlichen Angriff, ja?
 
S

Süsse73

  • #83
@Laleila

Selbstverständlich, dass er mich nicht geliebt haben kann. Lächerlich.....

Du kannst nur vermuten und solltest deine Vermutungen auch bitte betonen. Alles andere klingt für mich nach "wissen". Und das würde bedeuten, du kennst meinen Mann, wovon ich eher nicht ausgehe.
Für konstruktive Kritik bin ich auch dir dankbar.

Du scheinst dich mit der Krankheit seltsam gut auszukennen. Bist oder warst du selbst Betroffene?
 
  • #84
@Süsse73 Ich kann nicht nachvollziehen, wo dein Verständnisproblem liegt. Welche Wahrheit suchst du denn so verzweifelt?

Er hat dich mal geliebt (Vergangenheit). Dann hast du dich verändert, und das hat dazu geführt, dass er dich nicht mehr liebt (Gegenwart).

Ist es für dich unmöglich zu begreifen, dass man sich ent-lieben kann?

Das hat er doch in der Nachricht, die du hier zitiert hast, genau so geschrieben. Es war mal Liebe, und nun ist es aus (keine Liebe mehr).

Ferner schreibt er: "Eine neue Partnerschaft ist das letzte was ich brauche."
Eure Beziehung hat ihn zu viel Kraft gekostet. Im Moment hat er keine Motivation, etwas Neues anzufangen.
"Du bist die Liebe meines Lebens" hat er damals gesagt, als er mit dir noch glücklich war. Bevor du ihn terrorisiert hast.
Ich denke, nach den Erfahrungen mit der ersten Frau und dir wird er erstmal keine große Lust haben, sich in die nächste Beziehung zu stürzen. Er wird vermutlich auch nicht sofort die nächste "große Liebe" finden.

Das verschafft dir Zeit, dich zu stabilisieren und mit deinem Therapeuten zusammen an einer Verbesserung deines seelischen Zustandes zu arbeiten. Darauf - und auf deinen Kindern - sollte im Moment dein Hauptaugenmerk liegen. Du hast eine schwere Arbeit vor dir und wirst alle Kraft dafür brauchen.
 
S

Süsse73

  • #86
@Jana_09/15: das habe ich begriffen. Er schreibt aber nicht von der Vergangenheit. Denn "du bist meine große Liebe..." bedeutet für mich Gegenwart. Und die Nachricht kam erst letzte Woche. Vor Wochen war ich noch Zitat "mein Fabergé Ei, was mir leider abhanden gekommen ist"!?

Geht das? Kann man mehrmals im Leben die Liebe des Lebens treffen? Für MICH unvorstellbar.

Ihr habt ja Recht.... Die Wahrheit ist irrelevant. Ich sollte das Jetzt akzeptieren und die Hoffnung besser aufgeben.

@Laleila das war nicht böse gemeint. Ich reagiere so, da ich selbst immer Behauptungen aufgestellt habe und damit gegen eine Wand lief. Deshalb bin ich persönlich vorsichtiger geworden. Aber danke, dass du dich korrigiert hast. ;-)

Ich möchte einfach nur mit der Realität zurechtkommen. Versuchen, ihn aus meinem Herzen zu bekommen, damit die Therapie auch erfolgversprechend ist.

Morgen sehe ich ihn nach 6 Wochen wieder und ich habe Angst!
 
  • #87
@Jana_09/15: Denn "du bist meine große Liebe..." bedeutet für mich Gegenwart. Und die Nachricht kam erst letzte Woche. Vor Wochen war ich noch Zitat "mein Fabergé Ei, was mir leider abhanden gekommen ist"!?
Naja, @Süsse73 , er ist sicher auch traurig, dass es mit euch so geendet ist. Er war ja auch glücklich mit dir. Er hasst dich ja heute nicht. Er kann nur nicht mit dir leben, wenn du so ausrastest.

Wenn er es sich aussuchen könnte, würde er sich bestimmt auch wünschen, dass dein Terror niemals stattgefunden hätte und ihr immer noch so glücklich seid wie damals zu Beginn eurer Beziehung.

Er hat aber realisiert, dass du ein sehr kranker Mensch bist. Borderline ist kein kleiner Schnupfen.

Mit einem nicht-therapierten Borderliner zusammen zu sein, ist die Hölle für die meisten Partner. Erst wenn der Kranke sich stabilisiert hat, und wieder beziehungsfähig ist, kann man an eine Partnerschaft denken. Vor dir liegen Jahre der Arbeit an dir selbst. Dein Mann weiß das. Im Moment ist eine Partnerschaft zwischen euch beiden unmöglich.

Du musst lernen, deine Impulse, deinen Zorn und deine Angst zu kontrollieren. Das wird sehr lange dauern. Für dich selbst, für deine Kinder. Zuletzt vielleicht auch für ihn. Vielleicht wird in ein paar Jahren eine Partnerschaft wieder möglich sein, das kann niemand voraussagen. Aber davor steht die Arbeit, Süsse. Das musst du allein bewältigen, mit deinem Therapeuten. Dein Mann kann und wird dir dabei nicht helfen.
 
S

Süsse73

  • #88
@Jana_09/15 wie Recht du hast. Mir selbst war gar nicht bewusst, was genau ich habe. Und als die Diagnose von 3 unabhängigen Ärzten gestellt wurde, ist für mich eine Welt zusammengebrochen. Ich und Borderline? Never ever.
Borderline ist nicht gesellschaftsfähig, ähnlich wie Depressionen. Die Betroffenen werden teilweise wie Aussätzige behandelt.
Ich habe mich noch nie geritzt, wurde auch nie missbraucht. Und ich komme auch nicht aus einer sozial unterschichtigen Familie. Ganz im Gegenteil.... Es kann jeden treffen......

Angelina Jolie ist eine Prominente von uns.

Ich arbeite an mir, glaube mir. Weil ich will! Für mich und für meine Kinder in erster Linie.

Danke, liebe Jana, das tat gut.....
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #89
Naja, Du fragst das ja hier, also dachte ich, Du bist Dir nicht sicher.
Ich denke nicht, dass es so schnell eine andere große Liebe geben kann. Einfach weil man das nicht schafft, nach so kurzer Zeit nochmal eine so emotional grenzenlose und aufreibende Beziehung zu haben.

Ich war genauso, wie er sich seine "Traumfrau" gewünscht hat, mit allem drum und dran. Nur leider bin ich, wie erwähnt, irgendwann entartet.
Hm. Also ich weiß, dass man, wenn man für den anderen perfekt sein will, das nur eine begrenzte Zeit lang schafft. Er wird Dir viel vermittelt haben, wie seine Traumfrau ist, ich könnte mir vorstellen, dass Du das aufgenommen hast und versuchtest, für ihn "alles" zu sein. Das ist aber eine Falle, weil dazu ja auch gehört, dass man Teile von sich verleugnet. Die wehren sich dann. Ein weiterer Punkt ist, dass man was dafür will, dass man sich so anstrengt - dass der andere einem immer huldigt, immer da ist, dass er in jeder Sekunde vermittelt, dass man Nummer Eins ist.
Vielleicht bin ich auf dem Holzweg - das, was ich beschreibe, ist eher in Richtung Narzissmusstörung, glaube ich. Jedenfalls denke ich, dass das schon auch viel Illusion war, was ihr als Liebe bezeichnet habt, weil es ja so gecrasht ist. Also dem ganzen fehlte anscheinend die Lebensfähigkeit im Alltag.
Interessant wäre, warum Du ausgetickt bist. Ich meine, vielleicht liegt es ja daran, dass er sich langsam aus der Beziehung entfernt hat und Du anfingst zu rotieren, weil Du es spürtest?
Aber wenn Dir Borderline diagnostiziert wurde, stößt Du ja Menschen wegen Deines eigenen emotionalen Innenlebens weg und vor den Kopf, die Dich lieben, statt auf deren Reaktionen zu reagieren. Von daher liege ich vermutlich daneben.
Ich würde aufhören zu grübeln, was er nun empfunden hat. Ob es nun Liebe war oder Illusion, es hilft Dir nichts. Manche Liebe ist zerstörerisch, manche freundschaftlich-solide, manche kurz und schmerzvoll.
Du musst nicht die Traumfrau für irgendwen (gewesen) sein, es wird immer was an Dir geben, das nicht passt, und das soll auch akzeptiert oder toleriert werden in einer Beziehung.

Menschen, die emotional unberechenbar sind, sind total anstrengend. Ich hatte mal so ne Freundin. Ich würde mich darauf konzentrieren, das zu behandeln an Deiner Stelle, einmal für Deine Kinder, dann auch für die nächste Beziehung.
 
S

Süsse73

  • #90
@void nein, er hat mir nicht vermittelt, wie seine "Traumfrau" sein sollte. Er hat mir nur unentwegt gesagt, wie sehr er mich liebt. Ich habe mich nicht verstellt in meiner Art. Musste ich nicht, da er mich angehimmelt hat, ohne Ende.
Ok, optisch macht man natürlich einiges, um dem anderen zu gefallen und weiterhin attraktiv zu bleiben. Aber nicht meine Persönlichkeit verändern...
Als meine Krankheit deutlicher zum Vorschein kam - nach ca. 2,5 Jahren - wurden durch die starke Verlustangst meinerseits, meine Unsicherheit, Eifersucht, Kontrollsucht, etc. immer stärker. Dadurch wurde die Ambivalenz der Gefühle auch deutlicher. Ich war unsicher, ob er mich tatsächlich noch weiterhin lieben wird. Habe ihn mit Streit provoziert, um ihn zu testen. Er hat all das ertragen und gelebt, bis er selbst daran zerbrach.
Mit der Zeit starb dann seine Liebe zu mir. So hat er es mir erklärt. Und nur, weil ich seine große Liebe bin, heißt das aber nicht, dass er mich immer noch so liebt.
Er war lange, bis vor ein paar Wochen, noch unendlich traurig darüber, das wir es nicht geschafft haben, unsere einzigartige Liebe und besondere Geschichte bis zum Ende zu leben. Meiner Krankheit geschuldet. Leider.....