• #31
BDSMler.....möchte jemand einen Ehepartner, den es aufgeilt andere zu quälen ?
Bei BDSM u.ä. läuft es anders herum. Nicht der "Quälende" sondern der "Gequälte" hat dabei den höchsten Genuss. Der "Quälende" ist da eher Hilfestellung. Und die "Qualen" werden genau nach vorheriger Absprache dosiert.

Wenn also dieser Mann den "Herrn" und die Frau die "Sklavin" spielen will, dann verhilft der Mann dieser Frau zu diesem Erlebnis -> Genuss. Vgl. wie beim üblichen Geschlechtsverkehr (hetero)
Man geilt sich nicht so sehr daran auf, dem Anderen was anzutun. Sondern mehr daran, wie der Andere es empfindet.

Mit dieser Arbeitskollegin reden, dürfte aussichtslos sein. Denn sie will es ja so haben = sie will die Rolle der "Sklavin" spielen.

Ebenso bei diesem Ehemann. Er will nicht Andere "quälen" sondern eine Rolle als "Dominanten" spielen. Andere spielen z.B. Ritter, Batmann, etc. - Er halt auf diese Weise.

Außerdem kommt es bei BDSM m.W. kaum oder gar nicht zum GV.
Sondern das sind spezielle Praktiken, mit Rollenspielen, und dazu geeignete Utensilien. Also ein "Spielplatz"

Allerdings für Außenstehende kaum oder gar nicht zu verstehen.
Da sollte die FS Aufklärungen von echten BDSM-Praktizierenden bekommen. z.B. von (gewerblichen) Dominas.
(m,53, nicht BDSM)
 
G

Gast

  • #32
Wenn man die Sexualität nicht gemeinsam ausleben kann? Hallo, dann trennt man sich! Die gleichen sexuellen Wünsche ist doch das elementare Puzzelteil, was eine Freundschaft von einer Beziehung unterscheidet!

Nichts gegen SM, WENN es professionell gemacht wird.
Die oberste Voraussetzung ist, dass beide das wollen. Du willst das nicht, ist dein gutes Recht, zumal das die Grenzbereiche der Sexualität sind und es gehört als verantwortungsvoller dominanter Partner dazu, das zu ERKENNEN, wenn eine Partnerin nicht dafür gemacht ist.
 
  • #33
Allerdings für Außenstehende kaum oder gar nicht zu verstehen.
Da sollte die FS Aufklärungen von echten BDSM-Praktizierenden bekommen. z.B. von (gewerblichen) Dominas.
Falls die FS sich grundsätzlich in der submissiven Rolle gefällt und dabei auch sexuelle Erregung verspürt, könnte sie sich kundig machen.
Wenn nicht, dann nicht. Jedenfalls sollte sie nichts ihrem Partner zuliebe machen, was sie langweilt oder gar anwidert oder ihr Angst macht.
'Lernen' oder sich anpassen oder auf den Geschmack kommen, kann man nicht. Alle, die ich kenne, waren schon immer so, zumindest im Rückblick.

Falls also die FS wirklich selbst Interesse hat, was möglicherweise sein könnte nachdem, was sie hier schreibt, könnte sie sich in der Tat kundig machen.
Aber nicht bei einer Domina ( das sind per se Gewerbliche ), denn die macht das nicht. Warum sollte sie ? Außer natürlich, wenn die FS eine Stunde bezahlt.
Besser wäre es, erst im I-net zu gucken, dann vielleicht auf einen Stammtisch und dann in Clubs zu gehen.
Im Übrigen würde ich auch dem Mann der FS raten, sich kundig zu machen, denn der hat offensichtlichen Bedarf an Kenntnissen.

Bernd, du hast das ein oder andere gut erklärt.
Und danke für deine Toleranz, obwohl du
bist.

Sadismus zeigt sich bei den meisten bereits in der Kindheit, festzustellen daran, dass der Betreffende als Kind bereits Freude daran hat, Tiere zu quälen.
.
Ich wollte noch mal ein weitverbreitetes Vorurteil ansprechen.
Ja, das gibt es. Aber das sind in der Szene die Psychos, mit denen keiner was zu tun haben will.
Ich habe niemals jemanden gequält, auch kein Tier, früher nicht und heute nicht.
Ich habe in meinem Leben noch nie jemanden geschlagen, geknufft, gerauft, am Arm oder Kragen gepackt oder dergleichen.
Ich bin eine hardcore-Pazifistin, auch psychisch und dennoch bin ich eine Domse. Und ich nehme für mich in Anspruch, seelisch gesund zu sein.

BDSM heißt nicht zwangsläufig Gewalt, wenn es auch von den meisten praktiziert wird.
Von mir nicht. Ich bin definitiv keine Sadistin. Ok, ich gebe zu, ich besetze eine schmale Nische.

w 48

P.S. ich beteilige mich so ausführlich an diesem Thread, weil ich nicht möchte, dass die Leser Stammtisch-Halbwissen von Unkundigen für die Wahrheit nehmen.
 
G

Gast

  • #34
Hat schon mal irgendjemand hier darüber nachgedacht, dass es sich bei dieser Frage auch um eine Art Test-Offenbarung einer Männerphantasie (also von einem Mann) handeln könnte? Mir kommt die Frage nicht stimmig vor, ist nur so ein Bauchgefühl...
 
  • #35
Ganz einfach. Wenn er nicht darauf verzichten will und du damit nicht nicht leben kannst bzw. dich permanent unwohl fühlst, musst du die Ehe beenden. Solche (sexuellen) Besonderheiten gehören meiner Meinung nach auf den Tisch, bevor man heiratet und nicht erst im Nachhinein. Von deinem Mann war das dir gegenüber sehr unfair.
Falls ihr Partner tatsächlich im Sinne der SM dominant ist, so war er das auch vorher und ob die FS das realisierte oder er ihr sich selbst offenbarte, wissen wir leider nicht.

Es kann sein, dass die FS selbst die Sub ist jedoch nicht alle Praktiken mit ihm ausleben will und kann bzw. ihre Grenzen hat und er sie jedoch braucht und will, um zu seinem Höhepunkt zu kommen, weil er mit ihr nicht kann?

Damit auch ein sexuell dominanter Mann im oben genannten Sinne auch eine Partnerschaft bekommt und führen kann, so muss er vermutlich einige Einzelheiten verschweigen ansonsten hätte er nie eine Chance, eine Frau abzubekommen.

Liebe FS informiere uns doch genauer, was du erstens mit dem Psychospielchen meinst und ob er sie nur mit dir treibt und ob er das im gesamten Alltagsleben so betreibt und zweitens wenn er eine Sklavin neben dir haben möchte, ob es um konkrete Praktiken geht, welche die andere Frau bereit ist zu leben aber nicht du?

Dein Mann ist nicht nur egoistisch, ich glaube sogar narzisstisch gestört, denn sehr häufig haben Menschen mit dieser sexuellen Neigung Persönlichkeitsstörungen. Auch die Psychospielchen sind typisch für an dieser Persönlichkeitsstörung erkrankten Menschen. Denn sie verdrehen oft die Tatsachen und das vom anderen Gesagte.
Du leidest und das bereitet dir auch Sorgen und Kopfzerbrechen und raubt dir den Schlaf. Ein deutliches Zeichen, dass du unter psychischem Stress steht und das ist alles andere als gesund. Ich erlaube mir zu sagen, dass du in einer destruktiven Beziehung (eine Missbrauchsbeziehung) steckst.
 
G

Gast

  • #36
...und es ist gar nicht lange her, da galten solche sexuellen Abweichungen als kodierbare Störungen nach ICD.
.... und es gibt gute Gründe dafür, dass es nicht mehr so ist.

Davon abgesehen las ich schon lange nicht mehr so einen geballten Unfug. Natürlich sind die meisten Menschen mit Freude an diesen Spielarten völlig normal, aber es würde zu weit führen hier eine umfassende Einführung in die Thematik zu geben.

Liebe FS, Dein Mann ist auf diesem Gebiet mit Sicherheit schon weiter, als er vorgibt. Sehr wahrscheinlich ist er sich mit der betreffenden Dame schon einig. Sein Vorgehen dabei, sich Dir zu öffnen ist persuasiv.
Zu Deiner eigentlichen Frage, theoretisch kann eine solche Sub/Dom Geschichte auf Vertrauen und Sympathie basieren, meist entwickeln sich aber, mit der Zeit, tiefere Gefühle zwischen den Akteuren, da diese "Spiele" weitaus mehr Vertrauen brauchen und deutlich intimer sind, als normale Sexualität.

Ich sehe für Dich genau 3 Wege:
  • Du schaust ob Du Dich vorsichtig und sanft auf neue erotische Wege einlässt. (Es kann sehr reizvoll sein, die Kontrolle und Führung ab und zu, abzugeben.
  • Du lässt Deinen Mann gewähren, erduldet die aufkommenden Eifersuchtsgefühle und verzichtest auf das Glück einer monogamen Beziehung, mit dem Risiko, dass er diese Frau lieben lernt, dafür, dass sie sich ihm hingibt, bereit ist "seins" zu sein, mit ihm seine intimsten Fantasien auslebt und es ihr such noch Freude macht.
  • Du trennst Dich.
Alles Gute, welche Entscheidung auch immer Du triffst.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #37
Hat schon mal irgendjemand hier darüber nachgedacht, dass es sich bei dieser Frage auch um eine Art Test-Offenbarung einer Männerphantasie (also von einem Mann) handeln könnte?
Guter Tipp - mag ja sein.
Das ein Mann testen will, wie seine Frau reagieren könnte, wenn er ihr diese Wünsche offenbaren würde ?
Aber dafür wäre dieser Thread und seine Antworten auch hilfreich.
 
S

Studie2015

  • #38
Bevor jemand weitere bizarre und unappetitliche Vorschläge unterbreitet, wäre zu fragen:
An Männer: wie würdet ihr euch fühlen, wenn ihr wisst, dass eure Partnerin womöglich kurz zuvor von ihrem Sub, Dom oder was auch immer benutzt wurde?
An Frauen: wolltet ihr wirklich so einen Mann behalten?
 
  • #39
klargemacht ?
Weißt du was ?
Ich denke, die Sklavin in spe weiß gar nichts von ihrem Glück.
Frag sie doch einfach. Ich denke, dein Typ spielt ein mieses Spiel mit dir. w 48
Das war auch mein erster Gedanke.. Er will die FS nur weiter psychisch quälen und klein machen..
Ich würde die " Sklavin in spe" persönlich darauf ansprechen - und IHN in die Wüste schicken wo er hingehört...
 
  • #40
Wäre schön, wenn die FS sich mal wieder melden würde- so können wir hier lange spekulieren. Falls der Beitragkein Fake ist, scheint sie sich eh psychisch und körperlich in den Fängen ihres Mannes zu befinden...
 
  • #41
Da ich mich auch schon intensiv mit BDSM auseinandergesetzt habe:
Ich weiß nicht, wie es sich in Deinem Fall verhält, aber was mir aufgefallen ist: Es treiben sich in diesem Bereich sehr viele Leute herum, die mit BDSM im eigentlichen Sinn nichts am Hut haben, sondern die Konstellationen im BDSM quasi dazu mißbrauchen, z.B. persönliche Defizite auszugleichen - z.B. auf Kosten anderer.
Klassisches Beispiel: Ein angeblicher Dom mit aufgesetztem Selbstbewußtsein tatsächlich aber mit Minderwertigkeitskomplexen, der eine(n) sub braucht, um sein Ego aufzumöbeln. Ich würde das auf 100km Entfernung erspüren.
Oder zum Beispiel Menschen, die keine Grenzen fühlen bzw. akzeptieren. Die können sich dann als Dom im BDSM austoben.
Oder subs auf dem Selbstzerstörungstrip. usw.
Wo ich immer hellhörig werde ist, wenn jemand aus seiner jeweiligen Rolle nicht mehr wirklich herausfindet bzw. wenn das zwanghafte und absolute Züge bekommt. Manche besonders kreative nennen das dann ihren "lifestyle" - wenn man es nüchtern betrachtet, bedeutet dann dieser "BDSM", möglichst letztklassig zu agieren. Aber das kann man sich natürlich auch alles schön reden. Menschen, die keine Grenzen akzeptieren, werden sich natürlich auch nicht durch den Hinweis aufhalten lassen, daß es letztklassig ist, was sie tun. Meistens hinterlassen solche Leute eine Schneise der menschlichen Verwüstung - zumal es leider auch Menschen gibt, die sich vieles viel zu lange gefallen lassen bzw. die Destruktivität nicht erkennen.

Ich glaube gesunden BDSM kann es nur geben, wenn alle Beteiligten eine ausgegliche Persönlichkeit und ein gesundes Selbstwertgefühl haben. Es ist ja z.B. einer der größten Irrtümer, daß ein sub ein möglichst kleines Selbstwertgefühl hat/ haben sollte - das genaue Gegenteil sollte der Fall sein.
Und natürlich setzt es auch voraus, daß alle, die da eingebunden sind, auch damit klarkommen bzw. Lust daraus ziehen. Dazu gehörst in dem Fall aber auch Du selbst.