G

Gast

Gast
  • #1

Mein neuer Lebensabschnitt als AE, wie weiter?

Hallo,

ich w42, war fast 19J verheiratet, mein Mann ist vor 3 Jahren plötzlich ausgezogen (hat eine 20J jüngere Frau kennengelernt). Seit dem bin ich für unsere drei Kinder komplett alleine verantwortlich. Die Kinder (alle besuchen Gym) leben durchgehend bei mir, da der Vater keine Zeit für sie hat. Weder das Gericht noch das JA konnten bewirken, dass er sich die Zeit für seine die Kinder nimmt. Jetzt wollen die Kinder auch nicht mehr zu ihm.
Ich bin Akademikerin, arbeite Vollzeit als Juristin. Vor der Scheidung habe ich eigentlich ein sehr schönes Familienleben genossen. Nette gemeinsame Freizeit, mit / ohne die Kinder, gemeinsame Ausflüge, Urlaube, den Haushalt war zu zweit relativ leicht zu bewältigen, gemeinsame Freunde...

Seit der Scheidung komme ich mir wie im schlechten Film vor. Ich arbeite praktisch durchgehend, stosse oft physisch als auch psychisch an meine Grenzen. Ich habe weder Eltern, noch Geschwister noch SchwiegerE da. Ich bin komplett auf mich alleine gestellt. Freunde sind rar geworden.

Ich komme ca 17 h nH, dann kochen, Haushalt, abends bin ich so müde, dass ich kaum sprechen kann. Fortgehen, etwas zu unternehmen, Urlaube.... das alles gibt es nicht mehr bei mir, da ich erstens extrem müde bin, zweitens auch keinen Partner dazu habe und drittes sind die Kinder im Alter, wann sie lieber mit Freunden etwas unternehmen als mit der Mutter. (durchaus verständlich).
Ich komme mir komplett alleine gelassen, mit meinen Sorgen, Verantworung.

Ich bin auch verzweifelt. Ich bin noch jung, sehe gut aus, ich könnte eigentlich ein angenehmes Leben führen, wenn da nicht diese extreme Verantworung und die enorme Menge der Arbeit wären.
Eine Haushaltshilfe kann ich mir nicht leisten, jemanden zu finden, der regelmässig, stundenweise die Zeit hätte, ist mühsam und unzuverlässig.
Am meisten wünsche ich mir einen verständnisvollen Partner zu finden, mit dem ich mich mindestens abends austauschen könnte.
Ich überlege die ganze Zeit wie ich die Rahmenbedingungen bei mir ändern könnte. Mein Arbeitspensum kann ich nicht reduzieren, mein Job geht nicht mit wenigen Studen zu bewältigen, die Kinder wohnen bei mir, einen Partner oder Eltern..kann ich nicht herzaubern.
Mir fälllt momentan nichts ein, wie ich mein Leben halbwegs angenehmer gestalten könnte. Hat vielleicht jemand einen Lösungsansatz für mich?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Das wird schon wieder, keine Sorge! Meine Lage war ganz ähnlich!
- Delegiere, was Du delegieren kannst, beschäftige z.b unbedingt eine Minijobberin für den Haushalt. Auch wenn es anstrengend ist, dafür jemanden zuverlässigen zu finden, das lohnt sich!
- Schließe Dich mit einer anderen AE zusammen. Auf diese Weise kümmert ihr Euch im Wechsel um die Betreuung, habt beide die emotional nötige Frischluft, Freizeit, und wenn es auch nur ein, zweimal pro Woche ist. Diesbezügliche Kontaktanzeigen funktionieren, aber auch das direkte Ansprechen einer anderen AE z.B. nach einem Elternabend.
- Verabschiede Dich von Perfektionsansprüchen. Egal, wie die Fenster aussehen, das Auto gesaugt ist... Leben ist wichtiger.
- Deine Kinder gehen ins Gymnasium. In diesem Alter fingen meine an, ab und zu selbst für die anderen Familienmitglieder kochen und backen zu wollen. Das geht natürlich nicht, wenn viel Stress in der Schule ansteht, aber ansonsten darfst Du doch auch darauf zurückgreifen?
- Schalte das Tempo runter! Lass Dir beim Einkaufen Zeit, genieße es, Deine Gedanken schweifen zu lassen. Nimm Dir die Zeit, schöne Musik anzuschalten, während Du abends in der Badewanne liegst.
- Fühlst Du Dich mit den Kindern wohl? Im Prinzip ist Deine Situation ideal für eine weitere, tiefe Verbindung zwischen Dir und den Kindern. Selbstverständlich wirst Du auf Abwertungen Deines Mannes verzichten, aber sie sehen ja selbst, wie er sich verhält. Nimm ihren Trost für Dich an! Was Du die nächsten Jahre leistest, werden sie nie vergessen!
- Alle Mühsal ist endlich... je größer die Kinder, desto weniger Extraarbeit hast Du. Es wird auch noch in fünf Jahren nette Singlemänner geben. Die Dauerquerelen- und Bedenkenträger, die hier im Forum anderes schreiben, kompensiere damit das Ihre... ich würde mich an Deiner Stelle jetzt schon in der Börse anmelden, die Rahmenbedingungen müssen auch dafür nicht perfekt sein... entspanne Dich!!! Es gibt auch viele Männer, die zu Deiner Lage passen würden, z.B. Kinderlose, die sich immer Kinder wünschten, diesen Wunsch aber nicht realisieren konnten, oder ebenfalls AEs, mit denen Du Dich idealerweise ergänzen könntest.
Alles Liebe Dir!!!
 
G

Gast

Gast
  • #3
Tja...jetzt heisst es nur noch auf Suche gehen und den richtigen Freund finden.
Aber müssen wir das nicht alle als Singles?
Das kann dir nun mal keiner abnehmen.
Ich musste mich auch nach der Scheidung rappeln, neue Freunde finden, neuen Mann suchen.
Es kommt nun mal keiner vorbei geflattert.
Mach dir Zeit frei und dann los!
 
G

Gast

Gast
  • #4
Liebe FS,

aus eigener Erfahrung kann ich Dir empfehlen: nimm Zeit für Dich. Auch wenn der Tag so voll ist. Es muss nichts grossartiges sein, Hauptsache Du tankst dabei Energie und positive Gefühle.
Zum anderen: der Wunsch nach einer Partnerschaft ist nachvollziehbar. Aber mach Dich von dem Gedanken nicht abhaendig. Wie sieht es mit Deinem Freundeskreis aus? Triffst du Dich noch mit deinen Freunden?
Alles Gute
 
G

Gast

Gast
  • #5
Liebe FS,

das schaffst Du!
Ich war 13 Jahre lang alleinerziehend, war beruflich dabei viel unterwegs, beruflich auch sehr eingespannt.
Wenn es geht, dann denke evt an eine Leihoma oder ein Aupair.
So wie es scheint, sind Deine Kinder auch in einem Alter, in dem sie Kleinigkeiten mit übernehmen können. Gut würde da ein Plan helfen. Die Kinder passen dann schon auf, dass jeder seinen kleinen Aufgaben nachkommt. Schule geht aber vor :)
Dass Du am Abend müde bist, ist klar. Das war ich auch. Aber auch das vergeht.
Falls Du in einem neuen Umfeld lebst, dann versuche, ein gutes Verhältnis zur Nachbarschaft zu haben. Es gibt unheimlich oft von ihnen auch Angebote, wenn mal Not am Mann ist.
Und der Haushalt muss nicht perfekt sein. Das schafft man nicht. Meine Prioritäten waren: Kinder, Arbeit, Haushalt.

w, 47
Nicht verzweifeln :)
 
G

Gast

Gast
  • #6
Ich antworte mal vollkommen unemotional, da deine Schreibweise mir echt vorkommt wie der letzte Akt vor einer Kapitulation. Deine Kinder sind keine Babys mehr und auch wenn der Vater nix mit ihnen am Hut hat, musst du dich nicht schuldig fühlen und sie in Watte packen. Organisiere den Alltag zusammen mit deinen Kindern neu. Kein Mensch steht heute mehr am Waschbrett, sondern die Maschine erledigt das nach Befüllen + Aktivieren und die Lebensmittel können problemlos aus dem Supermarkt beschafft werden, meines Erachtens nach wie vor ohne Altersbeschränkung. Freunde die jetzt nicht mehr zu dir stehen, waren nicht wirklich Freunde, vielleicht bist du aber auch einfach nur furchtbar anstrengend geworden. Wenn du einen täglichen 17 Stunden Arbeitstag hast, machst du definitiv etwas falsch, Punkt! Organisation ist keine Zauberei und NEIN sagen auch nicht! Mach ein kleines Experiment, setz dich in ein hübsches Cafè, schalte alle elektronischen Gerätschaften mit Nerveffekt aus, bestell dir einen Cappu und ein leckeres Stück Kuchen und lass dich für eine halbe Stunde durch NICHTS aus der Ruhe bringen. Und? Du stellst fest, dass die Welt sich weiterdreht und während du das feststellst, huscht vielleicht wieder mal ein kleines Lächeln über dein Gesicht und du gewinnst eins wieder, Ausstrahlung .... und das sehen auch die Männer....
 
G

Gast

Gast
  • #7
Nimm Deine Kinder mit ins Boot. Jedes soll eine Aufgabe übernehmen, reihum. Jeder muss 1x pro Woche fürs Abendessen sorgen, also dafür einkaufen und es auf den Tisch bringen. Ein anderer übernimmt das Staubsaugen. Der nächste Wäsche sortieren, waschen, in den Trockner. Überlege Dir, wo Dir die Kinder etwas abnehmen können, schreibe die Aufgaben auf Kärtchen und lass sie jede Woche aussuchen, wer was übernimmt. Können sie sich nicht einigen, wird blind gezogen. Erkläre den Kindern dass Du an Deine Grenzen kommst und auf ihre Hilfe angewiesen bist. Wenn sie meckern, ertrag es. Auch Du hast nicht jeden Tag drauf Lust und man muss sich durchbeißen lernen. Mit 13 war meine Tochter eine gute Köchin und am WE haben wir abwechselnd den unteren bzw. oberen Stock geputzt. Sie hat dann sogar angefangen ihre Freundinnen zu bekochen. Frau, 48
 
G

Gast

Gast
  • #9
Ich bin noch jung, sehe gut aus, ich könnte eigentlich ein angenehmes Leben führen, wenn da nicht diese extreme Verantworung und die enorme Menge der Arbeit wären.

So jung bist du nun wirklich nicht mehr, machen wir uns nichts vor... Die Verantwortung wirst du halt nicht los, einfach weitermachen - ist bei mir genau so auch wenn ich nur ein Kind habe.

w 36
 
G

Gast

Gast
  • #10
Liebe Juristin,

liest sich irgendwie depressiv und dass du wenig Zeit für dich selber hast. Wie willst du da Zeit für einen neuen Mann an deiner Seite haben?

Was ist mit Sport, gesunder Ernährung, vielleicht zusätzliche Vitamine, Eisenwert bzw. den Ferritinwert mal überprüfen lassen. Vitamin B 12 Mangel?

Mir ging es frühe einige Jahre gesundheitlich und psychisch nicht gut. Ich habe dann selber rausgefunden, dass ich ein Magenproblem hatte und dadurch konnte mein Körper alle notwendigen Vitamine usw. nicht richtig aufnehmen. Daher fühlte ich mich auch so augelaugt usw. Ich nehme nun zusätzlich Vitamine usw., das Magenproblem ist gelöst, ich achte mehr auf mich und meine Auszeiten und mir geht es viel viel besser als früher, vor allen Dingen psychisch.

Sei froh, dass du einen Job hast, deine Kinder sind nicht mehr so klein, hole dir notfalls prof. Hilfe, um neu zu strukturieren, damit du mehr Erholungsphasen für dich gewinnen kannst.

Befreie dich von dem Gedanken, dass es dir besser geht, wenn du einen Mann an deiner Seite hast. Als Vollzeitberufstätige Mama, dazu noch Juristin mit 3 pupärtierenden Kindern ist man nicht der Knaller auf dem Singlemarkt. Du hast doch jetzt kaum Kraft für den Alltag, wie willst du da Kraft und Zeit für die schönen Stunden zu Zweit haben?

Sei mal realistisch und sieh, was du hast, wie du das erstmal in Ordnung bringen kannst, damit du dich psychisch und phyisch erholst. Dann strahlst du auch wieder mehr aus und dann wird Frau für Männer wieder interessanter. Ich weiss, wovon ich rede....

Ich sehe mein fast volljähriges Kind kaum noch, bin viel unterwegs, bin schlank, klein, zierlich, attraktiv, wie mir oft gesagt wird, aber da draussen läuft ne Menge männlicher Schrott rum, der für eine gesunde und postive Beziehung nicht geeignet sind. Da bleibe ich lieber Single, bis ich auf den Mann treffe, der halbwegs genauso stabil lebt wie ich und seine negativen Altlasten soweit geklärt hat, dass er sehr positive Beziehungs-Basics hat, genauso wie ich. Alles andere bringt nichts.

w 49
 
G

Gast

Gast
  • #11
Tut mir sehr leid für Dich, dass Du so etwas Verletzendes erleben musst. Aber das passiert vielen Männern und Frauen täglich - zu gleichen Teilen.
Ich habe meinen Mann rausgeschmissen, nachdem er mich mit der ca. 5. Frau betrogen hat - in unserem Ehebett auch noch. Ich habe 2 kleine Kinder und bin Ärztin, war gerade noch im Mutterschutz und habe zu der Zeit noch gestillt.
Er ist übrigens nicht mehr mit dieser Frau zusammen.
Zu Deinem Problem: Das ist zu viel für einen alleine!
Zahlt denn den Mann an Dich Unterhalt?? An die Kinder?
Ich denke mal, dass er sicher auch nicht schlecht verdient!
Auch wenn Du selber Juristin bist, brauchst Du eine Familienanwältin, die dich berät.
Ich würde sagen, dass Dir im Trennungsjahr auf jeden Fall Trennungsunterhalt zusteht, dazu muss dein Mann Kosten für eine Nanny übernehmen, vielleicht könntest Du auch ein Au Pair zu Dir aufnehmen, damit lästige Aufgaben wie einkaufen, kochen, putzen nicht alle auf Dir lasten oder Du nur noch die meckernde Mama bist, die ihren Kindern sagt, dass sie alles aufräumen müssen.
Zum Thema depressiv: Natürlich ist sie depressiv, aber das ist eine reaktive Depression, eine völlig normale Reaktion und mehr als verständlich! Warst Du mal bei einer Therapeutin? Das gibst auch auf Kassenrezept, private zahlen es sowieso.

Als erstes solltest Du schauen, dass dein Mann Betreuungskosten für eine Nanny übernimmt. Das ist das Mindeste! Es können nicht alle Kosten auf Dir lasten. Lass Dich anwaltlich beraten, man kann sich schlecht selber vertreten!
@w36: Natürlich ist sie noch jung! Zumindest zu jung, um nur noch zu arbeiten und zu putzen! Und mit 42 sehen zumindest Juristinnen in der Regel noch ziemlich sexy aus. Ihr Mann war auch nicht mehr so jung, macht jetzt aber einen auf zweiten Frühling! Peinlich! Wenn er pech hat, wird seine Neue auch noch schwanger und er muss nochmal durch den ganzen Babyquatsch durch!

Hast Du denn Freundinnen in ähnlicher Situation? Dein Freundeskreis wird sich ändern, verheiratete wollen mit AE nichts zu tun haben.
Wenn Du das erste Jahr überstanden hast, wird dir eine Affäre sicher guttun! Aber so weit bist Du noch nicht.
Du musst Verantwortung abgeben - eine Putzfrau und eine Nanny oder ein Au Pair. Das entlastet schon ganz schön. Dann eine Therapeutin - da reichen ein paar Sitzungen, Freundinnen, die getrennt sind kontaktieren, rausgehen, Freunde treffen, zum Sport...das hilft!
Aber Dein Mann muss unbedingt Putzfrau und Nanny bezahlen - das kriegst Du schon hin!
ich sehe mit 40 besser aus, als mit 35 und verheiratet, weil ich wieder viel mehr auf mich achte - mehr Sport, coolere Outfits, neue Männer. Das Leben ist noch lange nicht vorbei, Du musst Dich nur neu ordnen. Vielleicht will Dein Mann ja irgendwann zurück - meiner wollte. Ich hoffe, du bist dann soweit, nein zu sagen!

Alles Gute!

w,40
 
G

Gast

Gast
  • #12
Hallo,

oh jeh - das ist aber echt viel, was du da um die Ohren hast.

Wenn deine Kinder alle schon auf dem Gym sind, können Sie dich aber auch etwas unterstützen.

Die Kleinigkeiten machen die Menge:

Abwasch/Spühlmaschine
Unterwäsche zusammen legen
Aufräumen
usw.

Je nach Alter deiner Kinder würde ich mich mit denen einmal zusammen setzen und Ihnen sagen, dass du das nicht schaffen kannst.

Da musste mein Sohn mit seinen 15J auch durch. Er konnte sich ein paar Sachen raussuchen, die er die Woche über macht. Die aber zuverlässig und er ist auch dafür verantwortlich.

Wenn er seine Wäsche nicht aus seinem Zimmer raus räumt, wasche ich halt nur mein Zeug und er muss eine Woche warten, bis ich wieder wasche.

Die Kinder können dich dabei unterstützen, auch wenn sie sich da erst einmal etwas dran gewöhnen müssen. Vor der Trennung von meiner Frau hat er ja auch alles vor den Hintern getragen bekommen.

Für dich ist wichtig, auch was außerhalb von Arbeit und Haushalt zu machen. Nimm dir jeden Tag auf jeden Fall 1 Stunde und gehe Radfahren/walken oder sonst etwas aktives. Das tut dir gut (auch dem Kopf - du kannst einmal abschalten und bist an der frischen Luft).

Ich gehe auch immer walken und wenn man immer zur gleichen Zeit läuft lernt man sogar da Leute kennen, trifft sich dann um zusammen zu laufen und vielleicht auch mal abends auf ein Bierchen.

So ging es mir zumindest und so ganz nebenbei wird man auch noch fitter dabei und die Kinder wissen auch was du alles an der Backe hast, wenn du einmal von einer Woche alles zusammen schreibst.

Alles Gute!!

m47
 
G

Gast

Gast
  • #13
Liebe Fragestellerin,
dein Mann ist noch unterhaltspflichtig für die Kinder, du bekommst Kindergeld - und du bist - wie ich Juristin. Mit diesen Einnahmen kann es nicht sein, dass du kein Geld für ein Putzfrau freischaufeln kannst. Sorry wenn das ein Problem ist - dann lass dich von einer Hauswirtschafterin coachen. Ich empfehle dir auch, wenn du den Haushalt nicht bewältigen kannst ein Coachinggespräch. Damit wäre mal die eine Baustelle aufgeräumt.

Dann - hör auf deinem Ex nachzujammern und kümmere dich darum, dass du 1 x im Monat - dies ist der Anfang - etwas für dich machst. Kann einfaches ins-Schwimmbad-gehen sein, kann Kino sein. Aber 1 Termin im Monat muss sein.

Glückwunsch, wenn deine Kinder aufs Gymnasium gehen und du nicht die Hilfslehrerin der Nation bist - damit hast du schon eine Menge Freizeit. Es gibt viele Alleinerziehende Akademikerinnen, deren Kinder auf Gesamtschulen / Stadtteilschulen gehen und die damit eine tagtägliche Verpflichtung zur "Nachhilfe" haben, weil die Leistung der staatlichen Schule nicht ausreicht. Am Gymnasium sind die besten und bestbezahlten Lehrer- Also da hast du eine Baustelle gar nicht die andere Mütter bewältigen.

Viertens - erst wenn du dein Leben im Griff hast - kannst du mit der Partnersuche anfangen. Mir scheint dein erstes Problem darin zu liegen, dass du nie gelernt hast die Verantwortung für dich und dein Wohlergehen zu tragen. Nur wer auch alleine leben könnte ist Partnerschaftsfähig!
Diese Baustelle muss auch vor der Partnersuche abgeschlossen sein.

Danach kannst du dich bei irgendeiner Onlinesingle-Börse anmelden und den Stress der Online-partnersuche bewältigen.
W, Juristin, A-Klasse-Mutter, Berufstätig mit Haushalt und Hobbys
 
G

Gast

Gast
  • #14
Liebe Fs,

wie früh hast du denn geheiratet? Kann es sein, dass du noch nie alleine gelebt hast und noch nie alleine auf dich gestellt warst? Die Trennung von deinem Ex ist ja schon 3 Jahre her, sie war hart, aber inzwischen hätte sich doch alles einpegeln können.

Wenn es dir seelisch so schlecht geht, dann hole dir Hilfe oder du musst einen Weg finden, deine Arbeitszeit zu reduzieren. Nicht dass du einen Burnout bekommst, aus welchen Gründen auch immer.

Alle anderen Beiträgen kann ich nur zustimmen. Hole dir Hilfe. Es gibt Möglichkeiten, andere Frauen schaffen es ja auch. Ich habe es auch geschafft, habe sogar 2 Jobs, aber den ersten nur in Teilzeit, das werde ich sobeibehalten, auch wenn mein Kind ausser Haus ist. Dafür gehe ich dann lieber abends nochmal arbeiten, wobei das eher Sport ist, als arbeiten. Wird gut bezahlt und so komme ich gut über die Runden.

w 49
 
  • #15
Viertens - erst wenn du dein Leben im Griff hast - kannst du mit der Partnersuche anfangen. Mir scheint dein erstes Problem darin zu liegen, dass du nie gelernt hast die Verantwortung für dich und dein Wohlergehen zu tragen. Nur wer auch alleine leben könnte ist Partnerschaftsfähig!
Diese Baustelle muss auch vor der Partnersuche abgeschlossen sein.

Danach kannst du dich bei irgendeiner Onlinesingle-Börse anmelden und den Stress der Online-partnersuche bewältigen.
Ich bin völlig Deiner Meinung.
Das Leben alleine geniessen zu können ist eine Basis für eine Partnerschaft.
Deshalb möchte ich jetzt noch nicht eine Partnerin suchen.
Meine Energie werde ich mir, meinem Sohn, meinem Haus und meiner Arbeit widmen.

Ich möchte nicht, wie meine noch Frau gemacht hat, sich einen Freund innerhalb 1-2 Woche in Flirt-Seiten suchen und finden, dann ihre Energie in dieser neuen Beziehung hineinwerfen und die zwei Töchter, die mit ihrer gehen wollen, zum Teil vernachlässigen.

Das Pflegen der eigenen Hobby und die Kinder sind sehr wichtig.

Der Fragestellerin wünsche ich alles Gute.


m56
 
G

Gast

Gast
  • #16
Fragestellerin,
hör auf zu jammern. Du hast einen 8-to4 Job denn du schreibst, dass du gegen 1700 zuhause bist.
also Punkt 1) Tagesplan, jeden Morgen !
Punkt 2) Auf dem Nachhauseweg einkaufen
Punkt 3) alleine was unternehmen- dazu braucht eine 42-jährige Frau keinen Partner mehr!!
Puunkt 4 ) Mit den Kindern oder in der Zeit in der die Kinder alleine Urlaub machen in Urlaub fahren
- dazu braucht eine 42jährige Frau ebenfalls keinen Partner.
Du kommtst hier in deinem Schreiben rüber mit jammer - jammer - jammer. Schlecht geht es dir nicht - du hast einen qualifizierten Beruf, du hast eine Wohnung, du hast drei gesunde Kinder.
Du musst weder von Harz IV leben noch auf Arbeitssuche sein noch bist du obdachlos.
 
G

Gast

Gast
  • #17
Dieses Gejammer ist ja unerträglich - ja, das Leben ist hart mit Arbeit und Kind(ern), aber es ist zu meistern, wie viele hier zeigen. Du bist es gewohnt, nett zu leben und Zeit zu haben. Doch jetzt zeigt dir die Realität mal, was viele andere über Jahre hinweg wuppen müssen. Also Hintern hoch und los. Deine Kinder sind schon groß, sie organisieren sich auch mal selbst. Also was willst du denn noch?
Du musst lernen, dich zu organisieren, jammern hilft dabei nichts. Und eine jammernde AE will KEIN Mann, warum auch! w/44, ein Kind und liebevoller LG - trotz Vollzeit-Selbständigkeit!
 
  • #18
Du kommtst hier in deinem Schreiben rüber mit jammer - jammer - jammer.

Ich kann die Fs sehr gut verstehen. Sie hat wirklich eine massive Kränkung erfahren und fühlt sich wie ein angeschossenes Tier, das sich nur noch so halblebendig durch den Wald schleppt. Ihr Mann mit dem sie den Großteil ihres Lebens verbracht hat, mit dem sie ihre Weiblichkeit entwickelt und erfahren hat (schließlich waren sie seit ihrem 23. Lj verheiratet!), hat sie wegen einer Jüngeren sitzen gelassen und sie hat die ganze Arbeit am Bein. Vielleicht ist sie objektiv ja nicht mehr belastet als es andere AE sind, und natürlich hat sie das Glück einer gute Arbeitsstelle und anderer guter Rahmenbedingungen. Ich denke aber, was ihr am meisten zu schaffen macht, ist das Trauma des Verlassen Werdens und die damit verbundenen Verletzungen. Womöglich würde ihr eine kürzere Psychotherapie oder ähnliches gut tun!
 
G

Gast

Gast
  • #19
Ich schließe mich denjenigen an, die der Ansicht sind, dass Kinder auch mitmachen können. Betrachte mal deine Haushaltsorganisation - irgendetwas läuft schräg, wenn du damit viel Arbeit hast.
Meine Mutter hat sogar noch gejammert, als wir Kinder das meiste übernommen hatten. Ich frag mich bis heute wieso.
Am meisten fehlt dir jemand zum Reden, gibt es professionelle Personen für dich? Hast du keine netten beruflichen Kontakte?
Dieses Überarbeitungsgefühl kann andere seelische Ursachen haben, klär das doch mit einem Arzt ab. Wenn du nicht mehr an die Sonne kommst, entsteht auch ein Vitaminmangel, das musst testen lassen.
Jemand neues kennen lernen in der Verfassung ist m. E. fast unmöglich, aber auch das gibt es.

Du fühlst dich alleingelassen, jetzt musst du entdecken wie du damit umgehen kannst. Gestalte die Tage bewusst. Warte nicht auf jemanden, der hilft, nicht mal auf ein Gespräch. Ich musste das auch entdecken. Ich hatte oft die Haltung, dass meine Kontakte doch anders sein müssten als sie waren, dass jemand für mich Zeit hat, Lust auf ein Gespräch usw. War aber nicht so. Für mich wurde es leichter, es einfach zu akzeptieren. Dabei habe ich andererseits entdeckt worauf ich keine Lust habe im Kontakt mit anderen. Da bin ich konsequenter geworden.
Warte nicht auf irgendetwas gemeinsames mit anderen.
 
G

Gast

Gast
  • #20
1. du hast einen fantastischen Arbeitstag, bist schon 17 Uhr zu Hause! Freu Dich, so was haben die wenigsten.
2. du hast 3 normale problemfreie Kinder. Keines ist auffällig, dumm oder kriminell. Sie gehen alle aufs Gymnasium!
3. Du bist Juristin, solltest also 40 Euro im Monat für eine Putzfrau haben
4. Du hast 3 große Kinder die alle vernünftig im Haushalt helfen können. Wäsche waschen, putzen, aufräumen, einkaufen, Müll etc.
5. Wenn du jeden Tag kochen musst, selbst schuld. Ein gedeckter Tisch (vom Kind) mit Brot und Aufschnitt tut es auch.
6. fehlende Freunde: glaub mir wahrscheinlich liegts leider wirklich an dir und deinem Dauergejammer. Sie sind genervt.
(Ich versteh dich ja, du bist verletzt ausgebrannt, etc keine Frage, aber wenn sich deine Freunde seit Monaten/ Jahren? das anhören müssen, ist es einfach zu viel)
7. Freizeit und Urlaub: ohne Kinder, baue neue Freundschaften auf
8. Pfeif auf den Vater, sei froh dass du ihn los bist.
9. Sieh dir einen Horrorfilm oder Drama an: anderen geht es noch schlechter und nicht überall ist rosarote Zuckerwattenliebe. (hat mir wirklich geholfen)
 
G

Gast

Gast
  • #21
Liebe FS,
ich kann Dir leider nachempfinden (w36, jahrelang betrogen und es nimmt kein Ende).
Aber sei froh, dass du ihn los bist und nun doch unabhängig von ihm leben kannst. Problempunkt: Freunde. Ausgerechnet wenn man sie braucht, sind sie nicht da. Mir hat da eine professionelle Zuhörerin geholfen. Viele entwerfen mit dir auch gemeinsam einen neuen Lebensplan. Diese Möglichkeit solltest Du unbedingt nutzen.
Das Buch, "Eat, Pray,Love", ist empfehlenswert.
Wenn Du die Kraft hast zu warten, bis Du einen echten Partner findest, dann ist das natürlich besser, als sich in eine kurzlebige Affäre zu stürzen.
Gerade in solchen Situationen hilft beten und an eine bessere Zukunft zu glauben.
Alles Gute! Ich bin mir sicher, dass Du glücklich wirst.
 
G

Gast

Gast
  • #22
Ich habs grad hinter mir. Ich hatte als AE sofort einen neuen Partner gesucht. Mit 3 pubertierenden Kindern, Vollzeit mit Schichten, Haus und Hund.ich wollte mit 43 nicht alleine bleiben. Es war hart, mein Alltag bestand aus mehr Arbeit als ich bewältigen konnte. Ich hatte 1 kurze Beziehung und als die zerbrach, hab ich mich 2 Wochen krank schreiben lassen, da ich nicht mehr konnte. Hab mich mit den Kindern zusammen gesetzt und gesagt, wir vier sind jetzt die Familie. Wir halten zusammen und ich werde immer da sein. Dann hab ich mir einen neuen Job und einen neuen Partner gesucht. Immer Vollzeit arbeitend. Jetzt sind meine 3 erwachsen, mit meinem Freund ziehe ich in ein schönes Haus, wir heiraten jetzt nach 4 Jahren Beziehung in ein paar Wochen. Unsere insgesamt 6 erwachsenen Kinder kommen uns hoffentlich oft besuchen und bescheren uns einen Haufen Enkelkinder!! Mein Freund ist mit mir durch diese stressige Zeit gegangen. Ich mit ihm durch seine stressige Scheidung. Alles nun Schnee von gestern! Und: wir haben so schöne Verhältnisse zu allen Kindern, weil ich für meine und er für seine die Basiselternteile gewesen sind. Das kriegen wir nun alles in Liebe zurück.
Lass Dich nicht verunsichern. Du packst das schon!
W48
 
G

Gast

Gast
  • #23
Na da scheint ja dein Fast-Ex das Gros an Haushalt usw. geleistet zu haben, wenn es dir jetzt als so viel vorkommt.
Was ich absolut nicht verstehe, ist, dass du bei diesen Arbeitszeiten keine Zeit mehr für dich hast. Du schreibst doch selbst, dass die Kids sich lieber anderweitig vergnügen als bei Mama Händchen zu halten.. Ich habe eher den Eindruck, du weißt mit deiner Zeit nichts anzufangen.
Also, schieb mal dein Gekränktsein auf Seite, besinne dich mal auf dich selbst und mach dir klar, dass du selbst für dein Glück verantwortlich bist. Und vor allem: lerne, Verantwortung zu übernehmen.
Schreibt eine 46jährige, die trotz 20jähriger Ehe immer für Haushalt, Kinder und Co. komplett allein verantwortlich war, weil dem Ehemann und Vater der Kinder nur sein berufliches Weiterkommen wichtig war - also eine de-facto-AE mit Trauschein
w/46
 
G

Gast

Gast
  • #24
Liebe w42

1) die Kinder sind gross genug dich zu unterstützen. Das entlastet dich auch. Sie werden es dir eines lieben Tages doch danken.

2) Du hast einen guten Job. Sei froh! Nur der untreue Mann ist weg, der Job noch da. Bei mir war beides weg: erst war der Job nicht verlängerbar, dann ging mein Freund ab (er dachte er müsse mich finanziell durch die Flaute tragen der Dummerjan) und dann sass ich auch noch krank (heliobacter pylori) und allein gelassen sehr weit entfernt von Freunden, Bekannten, Familie und allem was mir irgendwie die Stimmung aufgehellt hätte. Aber ich habe mich keine Sekunde bedauert. Versuch nicht dauernd vergleich zu ziehen. Früher habe ich ... jetzt habe nur noch... Das macht nur traurig.
 
G

Gast

Gast
  • #25
Ohne fundamentale Änderungen im Lebenstil und Alltag wird es nicht gehen. Wieso arbeitest Du 17h wenn es für keine Haushaltshilfe reicht. Dann besser auf einen Halbtagsjob gehen.
Gibt es die Möglichkeit ein oder zwei Kinder auf ein Internat zu geben?
Ca. 60% aller AE Mütter beziehen Hartz4. Und das aus gutem Grund. Mal darüber nachdenken.
 
Top