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Gast

  • #1

Mein neuer Partner verwöhnt meine Tochter zu sehr

Mein Partner und ich sind seit rund 4 Jahren ein Paar und meine Tochter hat ihn auch schon sehr früh akzeptiert. Sie ist 14, mitten in der Pubertät und war eine Zeit auch sehr zickig.

Mein Partner hat sich immer Kinder gewünscht, ist aber aufgrund seiner Krebserkrankung nicht mehr in der Lage Kinder zu bekommen. Deswegen sag er mir immer, dass wir seine Familie sind. ich könnte mir keinen besseren Partner wünschen, da er schlichtweg perfekt ist. Er hat alles für mich getan und er ist die Liebe meines Lebens. Wir haben auch vor zu heiraten und für meine Tochter ist er praktisch wie der Vater.

Der biolog. Vater ist sehr schnell verschwunden und meine Tochter hatte leider nie das Glück einen Vater zu haben und wie andere Mädchen vom Vater verwöhnt zu werden. Jetzt ist sie deswegen überglücklich.

Mein Partner übertreibt es aber etwas meiner Meinung nach. Er verwöhnt sie wortwörtlich wie eine Prinzessin. Er kauft ihr alles was sie will. Er ist sehr reich, weswegen er ihr praktisch jeden Wunsch erfüllen kann. Sie will sehr teuere Klamotten, er kauft es...Sie will mit ihren Freundinnen einen Ausflug machen...Er zahlt sofort.

Ich liebe meinen Partner, aber ich finde, dass er sich von meiner Tochter völlig kontrollieren lässt. Er sagt mir dann immer, dass es ihm Freude bereitet, wenn sie alles hat. Er wollte immer Kinder haben und konnte es leider nicht mehr, weswegen er sie praktisch als Tochter sieht.

Mein Partner muss für 2 Wochen nach Dubai aufgrund beruflicher Angelegenheiten und unsere Tochter möchte in ihren Ferien mitkommen. Dort wird er natürlich wieder alles tun, was sie sich wünscht...

Denkt ihr, dass das gut ist? Es ist eigentlich nicht gut, wenn Kinder zu sehr verwöhnt werden. Oder übertreibe ich hier nur?
 
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Gast

  • #2
Du bist Frau und Mutter. Fühlst Du Dich zurückgesetzt? Als Frau und/oder als Mutter?
Kommt auch in hergebrachten Familien oft vor - wenn Papas kleines Mädchen verwöhnt
wird. Normal.
Ich freu mich für Deine Tochter, dass sie diese gute Männererfahrung machen kann.
Das hat sie ja Dir zu verdanken, Du hast ihn schließlich gefunden.
Bedenke, dass da ein Nachholbedarf besteht.
Du willst das Beste für Dein Kind und sie bekommt es. Zuneigung, Verwöhnproramm.
Wenn Dein Mann Dich nicht vernachlässigt und Dein Kind Dir weiter zugewandt ist - perfekt.
Denkst Du,sie schnappt über oder magst Du Dir kleinmütige Gefühle nicht selbst eingestehen?
w
 
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Gast

  • #3
Ich habe als Kind auch alles von meinem Vater bekommen ohne mit der Wimper zu zucken. Egal wie teuer es war. Auch wenn die Mutter öfters mal geschimpft hat. Daher ist das Verhalten für mich recht "normal" und nachvollziehbar. Er recht wenn der Mann viel Geld hat. Schlimm sind doch jene Leute, die ihr Geld und ihre Freuden nie teilen mögen. Daher lernen Kinder auch den Geiz und die Ignoranz, den sie dann später mal für sich selber weiter tragen, aus Angst nie genug zu bekommen. Vielleicht ist es ungewohnt für dich, weil der biolog. Vater und dein potentieller Mann nie da waren. Ich denke, ein erwachsener Mann kann entsprechend Nein sagen oder "das geht nicht", wenn es ihm reicht oder seine Mittel erschöpft sind. Darüber würde ich mir keine Sorgen machen.
Scheinbar macht es ihm ja Spaß. Und für Männer ist das auch ein Weg zu zeigen, dass sie etwas taugen, können, ein guter Ernährer sind, wenn sie mit Geld um sich werfen können. Dein Partner hat ein großes Defizit: er kann durch seine Erkrankung keine Kinder mehr zeugen. Das nagt am Stolz. Das wird also so der einzige Weg sein, wie er zeigen kann, dass er zu was gebraucht wird. Das solltest du ihm lassen.

Ich denke, wer das Geld hat, ständig nach Dubai zu fliegen, den kümmert es nicht mehr, wenn er für einen Teenager paar hundert Euro mehr pro Monat locker macht.

w
 
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Gast

  • #4
Ich freu mich auch für Deine Tochter. Es sieht ja nicht so aus, dass sie dadurch eine verwöhnte Göre wird, die keine Achtung vor anderen Menschen hat. (wenn, dann wär das ja schon vorher so gewesen)

Lass ihr das doch. Wenn Du ihr zehn Jahre (also noch ohne den Mann) vorgelebt hast, was Werte sind, und das jetzt auch noch tust mit Deinem Mann zusammen, dann schadet ihr das nicht, dass sie dieses materielle Glück gerade hat.

Ich liebe meinen Partner, aber ich finde, dass er sich von meiner Tochter völlig kontrollieren lässt.
Das bezieht sich doch nur auf ihre materiellen Wünsche, ich denke nicht, dass er sich blind gegen Dich stellt, wenn es um familiäre Angelegenheiten geht, nur weil die Tochter ihn um den Finger gewickelt hat.


Denkt ihr, dass das gut ist? Es ist eigentlich nicht gut, wenn Kinder zu sehr verwöhnt werden. Oder übertreibe ich hier nur?
Ich finde, Kinder kann man nicht genug verwöhnen. Werte vermittelt man nicht durch künstliche Grenzen (durch echte dagegen schon, die sollten dann aber auch gut durchdacht und liebevoll konsequent gesetzt werden). Wenn es nötig ist, wird das Kind es schon noch lernen, mit Mangel umzugehen.

"Verzogene" Kinder "entstehen" doch nur dann, wenn man sie nicht liebt und das mit irgendwas anderem ausgleichen will. Dann denkt das Kind nämlich, dass Menschen mit weniger Geld nicht liebenswert sein können oder dass man Liebe mit Geld kaufen kann. Oder wenn man sie nur liebt, wenn sie bestimmte Leistungen erbringen. Oder wenn man unbedingt was besseres sein will und das dann auf das Kind überträgt.
Das liegt doch bei euch nicht vor, hoffe ich mal.

Ich glaube, Deine Tochter würde es nicht verstehen, warum Dein Mann plötzlich anfängt, "nein" zu sagen, obwohl das Geld da ist. Das erzeugt doch nur Frust. Falls sie jetzt nämlich anfängt zu denken, dass Geld und Klamotten ihren Selbstwert erhöhen, kriegt sie eben dies als spätere Lektion. Irgendwas lehrt einen das Leben ja immer.

Du könntest auch anders versuchen zu vermitteln, dass Geld nicht alles ist im Leben, statt jetzt die Verwöhnung zu unterbinden. Oder dass man damit Bedürftige unterstützen kann, also vorleben, wie man abgibt.
Ich habe das Gefühl, dem Geld wird viel zu viel Bedeutung beigemessen in Bereichen, wo es diese Bedeutung nicht hat. Deswegen schreit man immer in solchen Fällen auf, dass jemand verwöhnt wird oder jemand nicht "umgehen" kann mit Geld usw. Als sei es ein Heiligtum, mit dem übergroßer Schaden angerichtet werden kann.
Ich will damit nicht die Bedeutung des Geldes abstreiten, aber man richtet wohl viel mehr Schaden an mit Lieblosigkeit, wankelmütigem Gefühlsleben, das Kind als unbeschriebenes Blatt sehen bzw. "formen" wollen usw.

Den Schaden, den zu viel Freude anrichten soll, seh ich nicht.

Versuch rauszufinden, ob Du unterbewusst eifersüchtig bist und diese Bedenken bzgl. des Geldes nur ein Vorwand ist. (falls Du das nicht schon gecheckt hast)
 
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  • #5
Nein, das ist nicht gut. Du musst mit ihm reden und klipp und klar sagen, dass du das nicht willst. er soll mit dir vorab absprechen, was er ihr kaufen will und nur mit deinem Einverständnis machen. Ihr seid ein Paar, es ist aber deine Tochter und das muss er respektieren. Sonst spielt er ja deine Tochter irgendwann gegen dich aus. Wenn sie weiter in die Pubertät kommt, wird sie immer mehr einfordern von ihm. Dass sie mit ihm ohne dich in Urlaub fährt, würde ich an deiner Stelle auch nicht zulassen. Da musst du ja noch in eine andere Richtung denken, nicht, dass er noch was Sexuelles von ihr will, wäre leider kein Einzelfall. Aber selbst wenn nicht, du bist seine Frau und du stehst an erster Stele.
 
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  • #6
Ich kann deine Bedenken sehr gut verstehen und finde es auch nicht gut! Die großen Probleme werden noch kommen, sie sind schon jetzt hausgemacht! Abwarten und Tee trinken, oder was verändern. Nicht dieser Mann sondern du solltest für deine Tochter die Orientierung sein. (m)
 
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Gast

  • #7
Freu Dich doch, dass er das macht!
Aus erzieherischen Gründen verstehe ich Dich zwar, aber lass ihm die Freude!
Du kannst ihm ja sagen, er soll an seine Gaben und Geschenke zumindest eine Aufgabe knüpfen - z.B, ein besonders gutes Zeugnis, Hilfe im Garten, Haushalt o.ä. , damit sie zumindest für eine Leistung etwas bekommt und nicht IMMER alles nur so!
Aber: Es gibt härtere Schicksale, als einen großzügigen Ersatzvater für die Tochter.
Freu Dich doch auch, dass er ihren Horizont mit solchen Reisen erweitert und dass sie dadurch Türen geöffnet bekommt, die ihr sonst immer verschlossen geblieben wären...

w.40
 
  • #8
deine Tochter wird ein vollkomen falsches Männerbild eingetrichtert bekommen.

"Männer sind für Geld da" . Das wird ihr später mal schwer zu schaffen machen.

Dein Mann kann ruhig deine Tochter verwöhnen, aber so unreflektiert ist das Blödsinn.

Es ist der leichteste Weg sich schwierige Teenager gefügig zu machen.

Das Kind braucht eine männliche Bezugsperson, die ihr mit Rat und Tat zur Seite steht.
Und nicht einen wandelnden Bankautomaten.

Dein Partner hat das Mindset "mit Geld kriege ich schon alles hin" Hier ist eine Grenze.
 
G

Gast

  • #9
Deine Zweifel sind verständlich. Da ist ein schmaler Grat ob der Verklärung und Großzügigkeit
der Tochter gegenüber und einer ungesunden, übertriebenen Zuneigung, die Dich außen vorlässt.
Deine Tochter wird in spätestens 4 Jahren von anderen Dingen beeindruckt sein und Stiefpapas
Verwöhnproramm hat nicht mehr so hohen Stellenwert. Mit 14 ist Shopping natürlich Highlight im
Leben einer Schülerin, die damit auch die Freundinnen beeindrucken kann.
Ich kenne ähnliches von meiner Großmutter. An dieses Cinderellagefühl erinnere ich mich heute
noch gerne. Kaufhaustrips und simsalabim, alle Wünsche wurden erfüllt. Meiner Mutter gefiel das
auch nicht besonders.
Du kennst den Mann 4 Jahre, ihr seid nicht verheiratet, nur Du kannst beurteilen, ob Du
Deine Aufsichtspflicht verletzt, wenn Du Deine Tochter mit ihm allein nach Dubai reisen lässt.
Ich erinnere mich, dass ich mit 13 meinen 35jährigen Onkel angeschmachtet und meine
unbeholfenen Flirtversuche an ihm gestartet habe, erfolglos natürlich.
Die Intimität zu zweit in einem Hotelzimmer [Mod] wäre mir too much.
w
 
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  • #10
Sie ist 14, mitten in der Pubertät und war eine Zeit auch sehr zickig.

... Der biolog. Vater ist sehr schnell verschwunden und meine Tochter hatte leider nie das Glück einen Vater zu haben und wie andere Mädchen vom Vater verwöhnt zu werden.

... Mein Partner übertreibt es aber etwas meiner Meinung nach.

... Ich liebe meinen Partner, aber ich finde, dass er sich von meiner Tochter völlig kontrollieren lässt.

... Denkt ihr, dass das gut ist? Es ist eigentlich nicht gut, wenn Kinder zu sehr verwöhnt werden. Oder übertreibe ich hier nur?
Ich denke, du machst dir das zu leicht. Du beklagst die bestehenden Zustände, und analysierst die bestehenden Schwächen aller (anderen) Beteiligten.

Dein Fehler ist es, dass du offensichtlichtlich nur von außen zusiehst, wie sich die Dinge falsch entwickeln, und du nicht regelnd eingreifst. Es liegt an dir, die Dinge anzusprechen, und deine Tochter entsprechend zu erziehen, dass sie nicht so fordernd ist, und es liegt ebenfalls an dir, mit deinem Partner über die Erziehung deiner Tochter zu reden, und gemeinsame Vereinbarungen zu treffen.

Ich denke, es ist noch nicht zu spät, aber du bist es, die handeln muss. Die Erziehung deiner Tochter liegt maßgeblich in deiner Verantwortung, und nicht beim Ersatz-Vater.
 
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Gast

  • #11
Er hat alles für mich getan und er ist die Liebe meines Lebens.
Ich liebe meinen Partner, aber ich finde, dass er sich von meiner Tochter völlig kontrollieren lässt.
Mein Partner muss für 2 Wochen nach Dubai aufgrund beruflicher Angelegenheiten und unsere Tochter möchte in ihren Ferien mitkommen. Dort wird er natürlich wieder alles tun, was sie sich wünscht...
Hallo FS,
mit den hervorgehobenen Passagen würde ich dich gerne auf etwas hinweisen.
Du hattest sicherlich eine schwere Zeit, nachdem der Vater deiner Tochter verschwand. Dann kam dieser Mann des Weges, der "alles für dich tut". Wie wichtig ist dir jenes "alles für mich getan"? Vielleicht lebst du deiner Tochter bereits vor, dass du jemanden gerne "alles für dich tun lässt".

Er ist (?) schwerkrank und zieht Befriedigung daraus, "alles zu tun". Wohin das führen kann, wird dir nun unangenehm deutlich am Beispiel deiner Tochter vor Augen geführt.

Es ist in eurer Konstellation an der Zeit, die unausgesprochene Ursprungsübereinkunft (Mann gibt alles und bekommt Frau mit Tochter) zu modifizieren. Mit voller Absicht trenne ich in dieser Antwort an dich euren "Deal" von der Liebe, die ihr füreinander empfindet. Weil die Möglichkeit besteht, dass deine Tochter auf lange Sicht einiges verwechseln wird: Liebe = grenzenloses Geben, auch in materieller Hinsicht.
deine Tochter wird ein vollkomen falsches Männerbild eingetrichtert bekommen.
"Männer sind für Geld da" . Das wird ihr später mal schwer zu schaffen machen.
Dein Mann kann ruhig deine Tochter verwöhnen, aber so unreflektiert ist das Blödsinn.
Es ist der leichteste Weg sich schwierige Teenager gefügig zu machen.
Das Kind braucht eine männliche Bezugsperson, die ihr mit Rat und Tat zur Seite steht.
Und nicht einen wandelnden Bankautomaten.
Ein Hinweis, der goldwert ist. Wenn du ihn berücksichtigen willst, bleibt nun die schwierige Aufgabe an dir hängen, mit deinem Partner den Wertekanon hinsichtlich Kindeserziehung abzugleichen und mit ihm Details der Vater-Tochter-Beziehung zu reflektieren. Mehrere Gäste haben darauf hingewiesen, dass auch du deine Vorstellung von guter Vater-Tochter-Interaktion (eigene Prägung) unter die Lupe nehmen solltest.

Macht aus dem Mädchen keine "Gefalltochter" ("wenn ich Papa gefalle, dann gibt er mir alles").
Und in Dubai könnte dein Partner, anstatt für das junge Mädchen in Shopping Malls Glitzermärchen wahr werden zu lassen und stereotypes weibliches Verhalten von vorne bis hinten zu bedienen, ihr eine Einführung in die Welt hinter all dem TamTam zu geben: Knallhartes Business, ein paar Gewinner und ein Haufen Verlierer. Irgendwie ist dein Partner ja zu all dem Geld gekommen, kindgerecht geteiltes Weltwissen (what makes the world go round) wird deiner Tochter unendlich viel mehr bringen als die ersten Gucci-Highheels.
w
 
G

Gast

  • #12
Zu 7
Falsches Männerbild eingetrichtert bekommen?
Wenn hier ein Suchraster geprägt wird - großzügiger Mann, der auf Wünsche eingeht und sich freut,
wenn die Frau zufrieden ist und sich das auch leisten kann - was ist daran negativ?
Die Tochter sucht später bestimmt keinen Verlierertypen, an dem sie ein Helfersyndrom ausleben
kann. Eine bedürftige Männerseele, für deren Glück,sie sich erfolglos verantwortlich fühlt (vgl.Forum).
Sie entwickelt Ansprüche und das ist auch gut so. Natürlich nicht für die Nieten in der Lostrommel.
w
 
  • #13
Macht aus dem Mädchen keine "Gefalltochter" ("wenn ich Papa gefalle, dann gibt er mir alles").
Und in Dubai könnte dein Partner, anstatt für das junge Mädchen in Shopping Malls Glitzermärchen wahr werden zu lassen und stereotypes weibliches Verhalten von vorne bis hinten zu bedienen, ihr eine Einführung in die Welt hinter all dem TamTam zu geben: Knallhartes Business, ein paar Gewinner und ein Haufen Verlierer. Irgendwie ist dein Partner ja zu all dem Geld gekommen, kindgerecht geteiltes Weltwissen (what makes the world go round) wird deiner Tochter unendlich viel mehr bringen als die ersten Gucci-Highheels.
w
Es wird noch mehr passieren. Die Tochter verhält sich dem Stiefvater gegenüber nett, wenn das Geld fliesst. Sie wird konditioniert. Nettigkeit (kein pubertäres Verhalten, etc) gegen Geld.

Wenn sie erwachsenen ist, hat sie gelernt "ich muss nur zu Männern nett, dann kriege ich meine Wünsche erfüllt". (Gerade in der vulnerablen Phase der Pubertät!) Das nimmt sie aus der Eigenverantwortung.

Nett sein und salopp formuliert Beine breit machen anstatt Eigenverantwortung und selbst an der Karriere basteln. Zu mal das bis 28 auch noch ganz gut klappt. Bloß danach wird es schwierig und die eigene Karriere ist verbaut.

Deine Tochter soll sparen lernen und sich einen kleinen Nebenjob holen (Zeitungen austragen),
dann lernt sie, dass die Gucci-Hose Arbeit bedeutet und nicht 3 Stunden nett sein.

Ich würde die Dynamik knallhart umdrehen. Sonst wird deine Tochter eine verwöhnte, unreflektierte Göre. (Zumal dein Mann wahrscheinlich Jahrzehnte hart gearbeitet hat, um überhaupt so viel Geld
zu haben)

Man kann seinem Kind etwas nettes zu besonderen Anlässen kaufen (Geburtstag) oder
bei besonderen Leistungen (Zeugnis), aber den Rest sollen sie selbst finanzieren.

Ihr geht den einfachen Weg, geht lieber den langen und schwierigen Weg über Werte und Eigenverantwortung. Am Ende hat man mehr davon.
 
  • #14
Zu 7
Falsches Männerbild eingetrichtert bekommen?
Wenn hier ein Suchraster geprägt wird - großzügiger Mann, der auf Wünsche eingeht und sich freut,
wenn die Frau zufrieden ist und sich das auch leisten kann - was ist daran negativ?
Die Tochter sucht später bestimmt keinen Verlierertypen, an dem sie ein Helfersyndrom ausleben
kann. Eine bedürftige Männerseele, für deren Glück,sie sich erfolglos verantwortlich fühlt (vgl.Forum).
Sie entwickelt Ansprüche und das ist auch gut so. Natürlich nicht für die Nieten in der Lostrommel.
w
Was spricht gegen ein Putzeimer voller Nutella? Ist doch lecker. Man muss auch mal die Konsequenzen sehen.

Wie wäre es denn mal mit Eigenverantwortung? Das man im Leben selbst etwas erreichen kann?

Was meinen sie stolz sie sind, wenn sie sich vom ersten erarbeiteten Geld was leistet. Dann kann sie den wahren Wert der Sache schätzen lernen.

Ihre Argumentation hat auch einen gewaltigen Haken. (Selbst wenn sie recht hätten) Was ist wenn sie nicht das Aussehen, die Ausstrahlung und Liebenswürdigkeit hat, um einen solventen Herren
für sich zu begeistern?

(Dieses Gesamtpaket haben nur ein Bruchteil aller Frauen, obwohl alle denken, sie hätten es und
sich dann wundern, warum ihnen die Männer nicht die Bude einrennen)

Mit ihrer Einstellung lieber Gast 11 bleibt da als Plan B eigentlich nur Prostituierte.
 
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Gast

  • #15
Die Tochter sucht später bestimmt keinen Verlierertypen, an dem sie ein Helfersyndrom ausleben
kann. Eine bedürftige Männerseele, für deren Glück,sie sich erfolglos verantwortlich fühlt (vgl.Forum).
Sie entwickelt Ansprüche und das ist auch gut so.
FS, hier noch einmal Gast 10:31, wie o.g. Zitat zeigt, scheiden sich die Geister in diesen Thread in einem essentiellen Punkt: Trägt das grenzenlose Fördern materieller Ansprüche zur Herausbildung eines Männerbildes bei, mit dem deine Tochter später erfolgreiche Beziehungen mit Männern eingehen kann?
Nach wie vor bin ich wie Gast 7 der Meinung, dass es nicht Sinn der Sache sein kann, auf der traditionellen Vorstellung vom Weibchen, dass vom Manne umsorgt werden soll, zu beharren: Die Prinzessin, der er seinen hart erarbeiteten Wohlstand zu Füssen legt. Das Forum ist voll mit Geschichten über und von Männern, die anfangen, sich gegen derartige weibliche Ansprüche aufzulehnen oder - althergebracht - gezielt den sugar daddy spielen, um sich das Weibchen zu kaufen.

Verwöhnen geht auch ohne das Zücken von Kreditkarten, im emotionalen Sinne. Wie bereits von Gast 7 erwähnt, "mit Rat und Tat zur Seite stehen", verlässlicher Ansprechpartner in allen Lebenssituationen sein, Zeit und Geduld schenken.

Abschließend ein Zitat aus dem leider sehr kurzen Artikel (s. Link unten):
„Das war schon toll“, sagte sie mal. „Mein Vater hat mir immer jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Da kommt so schnell kein Mann ran, daran müssen sich alle messen lassen.“ Greta ist es gewohnt, dass sie es wert ist, verwöhnt zu werden.
https://www.elitepartner.de/magazin/vom-papa-prinzessinnen-problem-in-einer-vater-tochter-beziehung.html

w
 
G

Gast

  • #16
Zu 7
Sie entwickelt Ansprüche und das ist auch gut so. Natürlich nicht für die Nieten in der Lostrommel.
w
Ihr Ziel sollte es sein sich ihre Ansprüche später selber erfüllen zu können und nicht einen Zahlmeister als Partner zu nehmen. Nur dann weiß sie zu schätzen was sie hat. Was hast du denn für ein verqueres Männerbild?

Ansprüche kann man dann stellen wenn man mal selber was auf die Reihe bekommen hat. Und erst dann und nicht Kraft seines Geschlechts.

Die Mutter sieht das schon richtig und äußert Bedenken die durchaus ihre Berechtigung haben.

w45
 
  • #17
wir haben immer die Jugendlichen beneidet, denen die Eltern freitags 50€ in die Hand gedrückt
haben mit den Worten "Wir sehen uns dann Montag Nachmittag". Die konnten machen was sie wolten
und hatten noch eine Menge Kohle.Klar war das cool zu der Zeit. Eltern waren doof und Geld
immer knapp.

Letztendlich waren es aber ganz arme Seelen. Weil sich die Eltern nie wirklich gekümmert haben.
Die sind durch die Bank gescheitert.
 
G

Gast

  • #18
Nach wie vor bin ich wie Gast 7 der Meinung, dass es nicht Sinn der Sache sein kann, auf der traditionellen Vorstellung vom Weibchen, dass vom Manne umsorgt werden soll, zu beharren: Die Prinzessin, der er seinen hart erarbeiteten Wohlstand zu Füssen legt.
Sicher stimmt das. Aber ich frage mich, ob hier dieser Fall vorliegt. Das Kind ist 14 und hat diese Verwöhnung erst seit 4 Jahren. Wenn also in dem Mädchen das Gefühl entsteht, dass Männer dazu da sind, hat ihr die Mutter das auch vorgelebt.
Ich sehe ein Problem darin, denn wenn die Mutter sagt, "er hat alles für mich getan", ist DAS das Leitbild des Mannes für die Tochter. Ein Mann, der alles für sie tut. Ergänzend: Was sie will.

Und ich gehe mal davon aus, dass die Mutter durchaus auch materiell verwöhnt wurde, weil der Mann seine Liebe anscheinend gern so ausdrückt.
Es ist meiner Ansicht nach wichtig, WER hier beurteilt, dass es zu viel ist, und inwieweit die Selbsteinschätzung da ist, ob man nicht genauso behandelt werden wollte.

Ich würde das genauso mit Partner und seinem Kind tun, wenn ich einen Haufen Geld hätte. Dabei bliebe aber der Rest nicht auf der Strecke, wie man Liebe gibt und Werte vermittelt. Dazu gehört übrigens auch, WIE man sein Geld verdient hat.

Ich finde es absurd, wenn ein Kind von 14 JETZT lernen soll, wie toll es ist, wenn man sich was selbst erarbeitet. Es geht noch zur Schule und bislang was es ja nicht nötig. Ich nehme mal an, dass irgendwann eine Lehre gemacht werden soll oder Abitur.

Und was passiert wohl, wenn es dann lernt, dass seine Arbeit gar nichts wert ist. So geht es ja vielen Praktikanten und Leuten, die mal ein halbes Jahr auf Probe eingestellt werden usw. Dann kommt das Konzept "reicher Mann" sowieso wieder auf den Tisch.
 
G

Gast

  • #19
Nochmal 11
Für eine emanzipierte Erziehung wird die FS wohl sorgen.
Erfolgreicher Mann erfüllt meine Wünsche ist die eine Seite der Medaille.

Die andere gehört dazu: das Mädchen lernt vom reichen Daddy, wer sich
ein Standing erarbeitet, kann sich was leisten. Diese Intelligenz setze ich voraus.

[Mod]

w
 
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  • #20
Ich finde dieses Verwöhnprogramm auch unmäßig.
Dein Partner meint es sicher nur gut, aber Du solltest ihm klarmachen, warum in diesem Fall Gutmeinen und Guttun verschiedene Dinge sind.

Du willst aus ethischen Gründen, dass Deine Tochter nicht so viel Geld für Konsum verschwendet?
Dann Begründe es auch entsprechend vor Deiner Tochter und Deinem Partner
- Verschwendung contra ethischer Verpflichtung zur Mäßigung,
- Bescheidenheit contra Zurschaustellung vor weniger begüterten Mädchen

Du hast Bedenken, dass Deine Tochter in Dubai nur vom Protz der Oberschicht beeindruckt wird?
Dann zeige ihr Berichte von Zwangsarbeitern, die mit 30 an den unmenschlichen Arbeitsbedingungen krepieren. Lies ihr Berichte von (deutschen) Sanitätern vor, die zusehen müssen, wie Töchter von ihren Vätern am Abtransport ins Krankenhaus gehindert werdn, verbluten, ins Diabeteskoma fallen etc., weil sie keine männliche Person sehen darf, weibliche Sanitäter aber nicht in fremde Häuser dürfen etc. mach sie GANZ OHNE (ihr gegenüber) ERHOBENEN ZEIGEFINGER sensibel für die Schattenseiten, empöre Dich mit ihr, spürt gemeinsam den (kaum vorhandenen) Möglichkeiten nach, das zu ändern...

Wichtig wäre auch: Du bist selbst entsprechend aktives Vorbild?
Jemanden "alles für einen tun lassen" sollte, so gut es geht, auf Gegenseitigkeit beruhen.
Ich verstehe Dein Dilemma gut, Deiner Tochter diese Art von väterlicher Liebe nicht verwehren zu wollen, Dein schlechtes AE- Gewissen zu beruhigen, ich kenne es... oder auf ethische Werterziehung zu verzichten. Aber Du darfst nicht als Mutter runtergedimmt zusehen, wie Deine Tochter einen Weg nimmt, den auch ich ziemlich abstoßend finde.

Nebenbei kommen (soviel zu Gast 11/ 18) diese Konsumprinzessinnen später auch nur bei einer ganz bestimmten Sorte Mann gut an, ich würde mir sie für keine meiner Töchter wünschen: das sind ideell orientierungsschwache, oberflächliche Männer, bei denen die Frauen auch oft eine kurze Halbwertszeit haben.
 
G

Gast

  • #21
Ich hätte ich nicht gedacht, irgendwann einmal mit bigger einer Meinung zu sein...

Man sollte nicht vergessen, dass die FS ihren Partner erst kennenlernte, als die Tochter schon zehn war. In diesem Alter treten die Kinder in die Pubertät ein und beäugen sich und die Mitmenschen kritisch.
So positiv die FS und ihr Kind den Mann in ihrem Leben auch empfinden mögen, ist es doch naiv anzunehmen, dass er von der Tochter als das wie selbstverständlich anwesende, geschlechtslose Wesen "Papa" wahrgenommen wird. Sie sieht ihn - und wenn er für sie ein noch so guter Kamerad ist - als das was er ist: Den Lover der Mutter, mit dem der Wohlstand eingezogen ist.

Wenn sie in hohem Maße an dem materiellen Zugewinn partizipiert, hätte auch ich die Befürchtung, dass hier eine Golddiggerin herangezüchtet wird. Und die angedachte Zweier-Reise nach Dubai finde ich in diesem Kontext regelrecht schräg.

Ich unterstelle in keiner Weise, dass der Partner der FS und ihre Tochter aneinander sexuelles Interesse hätten, aber hier liegt nun einmal kein natürliches Eltern-Kind-Verhältnis vor, bei dem der Vater vielleicht ebenso verwöhnt, aber gegebenenfalls auch deutlich und ohne Rücksicht auf Verluste Grenzen aufzeigen wird.
 
  • #22
In drei Worten: Sag es ihm!

Gerade für nicht-biologische Väter, welche sich doppelt so hart anstrengen müssen um von dem "adoptierten" Kind akzeptiert und respektiert zu werden ist es schwer die Grenze zu sehen.