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Gast

  • #31
Ob er seinem Kind schadet das kann man immer noch sehen. Bis jetzt deutet rein gar nichts darauf.
Ich bin natürlich auch nicht für Kindsentzug, das ist klar.Zumal das auch nicht legitim ist, und der Vater das Umgangsrecht einklagen kann, auch gegen den Willen der Mutter.Aber die FS macht mir auch keinesfalls den Eindruck als wolle sie Vater und Kind trennen.

Wenn das Kind alt genug ist, und es mit "diesem" Vater nichts zu tun haben möchte, weil es realisiert, was der Typ für ein (sorry) "Drecksack" ist, wird es sich eh von sich aus distanzieren.Habe ich damals ebenso gemacht, als ich den Charakter meines Vater erfasst habe (Ehebrecher, Lügner, Betrüger, Geizhals, immer den Weg des geringsten Widerstands gehen, selbstmitleidig, etc.)

ABER geschadet HAT dieser Vater seinem Kind bereits JETZT, sollte das Neugeborene von ihm sein, da beißt die Maus keinen Faden ab!
 
  • #32
Zur Fs: Es wäre schön zu hören, wie es bei Dir weitergegangen ist. Deine nachfolgenden Posts waren im Grunde nur kurze Wutschnauber. Hoffe, Du konntest mittlerweile Dich ein wenig sammeln und nachdenken! Alles Gute.
Hallo,
Also erstmal ja sammeln ja aber es gibt immer wieder Stress zwischen uns...
Vaterschaftstest wird in den nächsten 3 Wochen gemacht bis die Antwort kommt kann also noch dauern also muss ich leider abwarten... =/ schlimm aber danke für die Frage =) lg
 
  • #34
Also zum finanziellen.. Er verdient 1800€ und muss wenn er der "Vater" ihres Kindes ist Unterhalt von 300€ zahlen und ihr ledigenunterhalt von 300-600€ das würde drauf ankommen was er verdient...
Die Ausgangssitiuation ist hart. 1800.- € Einkommen für:
  • eine Ehefrau mit Kind, z. Z. ohne Einkommen
  • ein weiteres Kind gewünscht
  • eine 2. Frau mit Kind, ebenfalls ohne Einkommen
  • einen Mann, seine Ziele, und seine Zukunft
Das wird ohne Ausschöpfung aller möglichen Sozialleistungen nicht funktionieren, weder für die Stammfamilie, noch für die 2. Mutter und das uneheliche Kind. Falscher Stolz wäre hier für alle Beteiligten fehl am Platz.
Liebe FS, Geld ist nicht das Maß aller Dinge und kein Garant für Glück. Du solltest dich mit dem Gedanken anfreunden zukünftig Pragmatiker zu werden, und unkonventionelle Lösungen zu finden abseits der bequemen Bezahl-Gesellschaft. Es gibt da 1001 Möglichkeiten.
Falls die Vaterschaft bestätigt wird, und davon gehe ich aus, solltest du mit dem außerehelichen Kind deinen Frieden machen. Tatsachen sollte man akzeptieren. Dein Mann wird Vater beider Kinder sein, gleichermaßen. Es wäre falsch und anmaßend zu forden, das eine zu bevorzugen, und das andere zu benachteiligen. Seine Zeit gehört beiden, und er ist für die Versorgung beider Kinder verantwortlich.
Ich wünsche dir, dass dein Mann sich emotional eindeutig zu dir bekennt, seine beiden Kinder gleichermaßen liebt, und es dir zukünftig leicht fällt die 2. Mutter als Bekannte zu sehen, ohne negative Gefühle dabei zu haben.
 
  • #35
Liebe Mybabylove22,

ich war geschockt, als ich gelesen habe, dass du erst 22 bist und in einer solchen Situation steckst! Das tut mir so leid für dich!

Welches Problem ist krasser für dich
1.) Die emotionale Familienkonstruktion oder
2.) Die finanzielle Belastung durch das "halbfremde" Kind?

1.) Für den emotionalen Part würde ich jetzt eine Paartherapie machen. Unterschätz es bitte nicht. Kinder werden gerne als Druckmittel "benutzt", was sehr belastend sein kann, dem gilt es vorzubeugen. Sprich unbedingt mit deinem Mann, wie er sich die Betreuung und Alltagsorganisation mit dir, eurem gemeinsamen Kind, der anderen Frau und seinem und ihrem gemeinsamen Kind vorstellt. Allein Betreuung gibt schon Chaos genug. Hat sie genug Unterstützung von seiten ihrer Familie? Vermutlich wird er die meiste Zeit bei dir sein, da ihr beide ja jetzt wieder ein Paar seid, die Frau wird also überwiegend alleinerziehend sein. Wie soll der Alltag mit zwei Familien aussehen, wie stellt dein Mann sich das vor? Er ist am Zug und sollte sich jetzt äußern. Das zu planen, kann dir einigen Druck und Ungewissheit nehmen.

Ich finde es echt krass von dir, dass du in einer solchen Situation noch Vernunft bewahren und alles durchdenken kannst, Respekt!!!

2.) Die Finanzen würde ich jetzt kurz- UND langfristig planen.
Zu ihm:
Warum verdient er nur 1.800,-? Hat er keine Ausbildung/ Studium?
Wie alt ist er?
Kann er eine Fortbildung oder berufsbegleitendes Studium machen, damit er mehr verdient? Ich sehe da echt schwarz, was die Finanzen angeht, wenn sich nichts dran ändert.
Zu dir:
Hast du schon Ausbildung/ Studium?
Wenn nicht, traust du dir zu, Ausbildung/ Studium in Teilzeit zu machen (gibt's extra für Eltern, wird sogar staatlich gefördert)
Ihr braucht ein wesentlich höheres Einkommen, vor allem, wenn du noch ein Kind möchtest.

Es ist echt bewundernswert, wie du das alles packst, ich würde aber mehr an dich denken! Wie stellst du dir dein Leben in den nächsten 16-20 Jahren vor, was willst du erreichen?

Kenne Mütter in Teilzeit-Ausbildung bzw. Studium, frag gerne etwas für dich nach, wenn es dir hilft.

GLG
Lena, 30 Jahre

P.S. Hast du dich auf Geschlechtskrankheiten/ Chlamydien testen lassen?!? Wenn nicht – nachholen, du willst ja langfristig noch ein Kind...
 
  • #36
Liebe FS,
es geht mir sehr nahe, dass du erst 22 Jahre alt bist und in einer solchen Situation. Und du denkst an dein Kind, das ist toll. Du darfst aber auch an dich denken, das solltest du sogar, denn nur dann kannst du gut für dein Kind sorgen.
Du sagst, dass du deinen Ehemann liebst – das glaube ich dir auch, dass du das so meinst. Und du siehst dich in einer Verpflichtung, ihm als Ehefrau zur Seite zu sein (in guten wie in schlechten Zeiten). Mir scheint, dass du niemanden so recht hast, an den du dich wenden kannst, es war bisher noch keine Rede davon. Und mir scheint auch, dass du ihn darum trotz allem als die Stütze siehst, die du gerne hättest und machst es ihm jetzt einfach mal vor, indem du zu ihm stehst, auch und gerade in dieser schwierigen Situation. Deine (verständliche) Wut und Enttäuschung zeigen aber, wie es wirklich in dir aussieht. Hier entladen sich deine Emotionen, die nicht in die heile Wunsch-Welt passen, die du so gerne hättest.
Und genau hier liegt der Hase begraben.
Ihr hattet eine Beziehungspause, das heißt, es lief einiges nicht rund. So unrund, dass dein Ehemann zu einer anderen Frau ging. Ich halte nicht viel davon, andere zu verurteilen, du hast auch einen Anteil daran gehabt, aber ich frage mich, ob er mit einem solchen Verhalten geeignet ist, eine Familie zu versorgen, besser gesagt, wahrscheinlich sogar 2.
Frage dich, warum du wirklich mit ihm zusammen sein willst. Ist es er oder willst du eine schöne Familie haben? Und erscheint es dir nur als richtig, weil er schon dein Ehemann ist und der Vater deines Kindes? Wenn du ohne Wenn und Aber zu ihm stehst, (was ich bezweifle), dann bleibe bei ihm und stehe alles durch. Wird kein Zuckerschlecken, so viel ist sicher.
2. solltest du trotz allem erst mal abwarten, ob er wirklich der Vater des anderen Kindes ist. Wenn nein, würde einiges ja erst mal leichter. Wenn doch (wovon ihr ja auszugehen scheint), dann nimm es an. Klingt zwar schwer, wird aber leichter. Denn es ist dann da (auch wenn du es – logischerweise - nicht wahrhaben möchtest).
Und 3.: Rede dir deine Situation nicht schön, weil du sie gerne schön hättest (harmonische Familie), gerade weil du es vielleicht bisher nicht so erlebt hast. Manchmal sind die Dinge anders, als man sie gerne hätte und es gilt sie dennoch anzunehmen. Für dich wird es sicher leichter sein als alleinerziehende Mutter, aber es ist deine Entscheidung. Bleibe bei ihm, wenn du das möchtest, aber glaube nicht, dass du das musst!
Alles, alles Gute!!