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  • #1

Meine Art des Umgangs mit Geld der Freundin aufdrängen?

Hallo zusammen,

ich bin mir gegenüber ein relativ geiziger Mensch. Ich kaufe zwar hochwertige Sachen, dann jedoch gebraucht oder im Sonderangebot. Gegenüber meiner Freundin sieht es jedoch ganz anders aus, ich habe das Gefühl sie immer einladen zu müssen was ich auch meistens tue. Sie hat deutlich weniger Geld als ich, aber sie gibt ihrs trotzdem voll aus, ohne zu sparen.
Daher schlägt sie auch häufiger mal vor essen zu gehen, jedoch ohne besonderen Anlasse. Ich sehe mich dann gezwungen zu bezahlen, obwohl mir persönlich das Ganze zu teuer ist, da wir auch zu Hause essen könnten. Das ganze endet dann häufiger im Streit, wir gehen trotzdem essen und ich bezahle. Wir sind beide Studenten, verfügen daher nicht über größere Einkommen. Ich habe gelernt mit Geld umzugehen, sie eher nicht.

Ich fange leider manchmal auch an, sie finanziell zu bevormunden und zu hinterfragen, warum sie gewisse unnütze Dinge kauft. Natürlich kriege ich dann zu hören, dass ich ja auch Dinge kaufe. Ich kaufe aber Sachen, die den Wert behalten. Ich würde mich als geldfixiert einschätzen und das nicht nur im positiven Sinne. Ich weiß, dass es ihre Sache ist, was sie mit Ihrem Geld macht, dennoch fällt es mir sehr schwer dies zu akzeptieren. Ich versuche ihr mein Verhalten aufzudrängen, da eine Familiengründung für mich schwer in Frage kommt, wenn die Person nicht mit Geld umgehen kann. Ich habe das Gefühl mein Vermögen irgendwie schützen zu müssen. Ich frage mich, ob das auf lange Sicht gutgehen kann?

Mich würde interessieren wie es ähnlichen Männern geht und was Frauen darüber denken?

Freue mich auf eure Antworten!
 
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  • #2
Hallo,
das finde ich schon anstrengend zu lesen und es gibt einen Eindruck, dass du, wie du selbst schreibst, wirklich "geldfixiert" bist. Lass sie damit in Ruhe. Wenn du sie nicht einladen willst, sag nein, lass es, besser, als wenn du sie einlädst, obwohl du es gar nicht willst.
Schrecklich, wenn so etwas in der Partnerschaft Dauerthema ist.
Vermutlich ist das ein Nebenschauplatz und es geht um andere Probleme, die ihr gemeinsam habt und euch nicht eingesteht.
Oder du bist wirklich knauserig und geizig, das wäre natürlich nicht schön für deine Freundin und auch nicht für dich. Wer sich selbst und anderen nichts gönnen kann, ist oft ein unglücklicher, meistens für seine Mitmenschen ein schwieriger Mensch.
 
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  • #3
Ich glaube, der Umgang mit Geld, überhaupt die Einstellung zu materiellen Dingen, zum Sparen oder nicht, gehört zu den fest in uns verankerten Grundwerten, die wir im Laufe unseres Erwachsenwerdens erlernen und entwickeln, und die ganz teif in uns verankert sind.
Deshalb geht es bei euch ja auch gar nicht um das einzelne Essen gehen oder nicht, sondern um einen Wertekonflikt: Du bist eher sparsam, planst, teilst ein, erfüllst dir nicht jeden Wunsch usw. Deine Freundin dagegen lebt im Hier und Jetzt, was sie hat, gibt sie aus, lebt nach dem Motto "unser" Geld.
Diese Einstellung ist tief in uns verwurzelt und kaum zu verändern. Sie wird sich genauso wenig zu einem sparsamen Menschen verwandeln wie du dich zu einem "Was-kostet-die-Welt"-Typen. Ihr müsst da wahrscheinlich immer wieder nach Kompromissen suchen, denn Wertekonflikte sind existentielle Konflikte in einer Beziehung. Da hilft auch noch so viel Liebe nicht weiter.

Je nachdem, wie diese Einstellung bei den Lesern hier ausgebildet ist, wirst du Antworten in die eine oder andere Richtung bekommen. Das Richtig oder Falsch hängt entscheidend von der eigenen Sichtweise ab.
 
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  • #4
Das mit der Familiengründung solltet ihr lassen.
Zwei Menschen, die mit Geld so unterschiedlich umgehen wie ihr, können nie friedlich in einem Haushalt zusammenleben.
Du würdest ihr gern deinen Umgang mit Geld anerziehen, "aufdrängen", sagst du selber.
Es wird nicht funktionieren.

Ich bin eher wie deine Freundin, mein Mann ist es auch.
Vorher war ich 10 Jahre lang zusammen mit einem Mann, der deine Ansicht und deine Verhaltensweisen hat. Wir haben niemals zusammengewohnt, das wäre auch keine 3 Tage lang gut gegangen.
 
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  • #5
Tip für sofort:
wenn sie sagt, 'laß uns essengehen', sag: 'oh, klasse, danke für die Einladung' und lasse sie bezahlen. Sag das mit der Einladung gleich, sofort wenn sie weggehen will. Noch zuhause.
Vielleicht will sie dann ja doch zuhause bleiben.

Wenn sie alles ausgibt und du am Ende des Monats noch etwas hast, ist das ihr Problem, nicht deins.
Gib ihr dann kein Geld.


Tip für eure gemeinsame Zukunft:
ich denke, die gibt es nicht, denn so unterschiedliche Arten, mit Geld umzugehen, werden sich nicht vertragen, wenn ihr gemeinsam wirtschaftet.
Und du wirst sie nie ändern.
Warum auch ?
Denn nicht ihr Verhalten ist falsch und deins richtig, sondern ihr seid eben verschieden.
Ändere du dich doch dahingehend, dass du mit Geld so umgehst wie sie.

Willst du nicht ? Siehst du ? ;-)

w 47
 
  • #6
Es steht Dir natürlich nicht zu ihre Einkäufe zu diskreditieren. Es ist Deine Wahrnehmung, dass Deine Sachen wertvoll und sinnvolle Investitionen sind ihre nur Schund. Mit dieser Entwertung solltest Du aufhören.

Was allerdings den Punkt des Essengehens anbetrifft, gebe ich Dir Recht. Als Student mal eben so mehrmals im Monat Essen gehen verschlingt gut und gerne 80€ aufwärts. Das ist erheblich. Davon kann man zwei Wochen Lebensmittel für eine Person bezahlen (wenn man kochen kann und sich aus Kartoffeln, Karotten, saisonalem Gemüse, Brot, Nudeln, Reis, Hackfleisch etc. schöne Dinge zubereiten kann- das geht nämlich! Wenn Ihr das nicht könnt, es gibt einen Haufen Bücher oder Blogs zum Thema!). Das würde ich mal mit ihr thematisieren. Allerdings solltet Ihr dann beim gemeinsamen Kochen auch die Kosten fair teilen. Du sagst selbst, Du seist geizig. Kann es sein, dass Dich Deine Freundin häufiger bekocht und sich dann das „Essen gehen“ als Ausgleich wünscht? Geizige Menschen sind auch häufig emotional sehr sparsam. Vielleicht fühlt sie sich emotional unterversorgt und genießt dann Deine Anerkennung, wenn Du ihr dein Bestes (= Dein Geld) gibst bzw. für sie ausgibst. Das wäre natürlich keine Entschuldigung, aber womöglich eine Erklärung?

Den Bogen, den Du bis zur Familiengründung spannst, finde ich zu weit gehend. Ihr seid jung, Ihr lernt noch. Wenn die Frau bis zum Abitur zu Hause mit Taschengeld gelebt hat, ist jetzt ihre Lebensphase in der sie solche Dinge wie Hauswirtschaften (wozu ja auch der Umgang mit Geld gehört!) lernt. Vielleicht könnt Ihr Euch da gemeinsam weiterbringen: Sie Dich im Genießen und Du sie im Sparen. Viel Glück! Noch ein konkreter Tipp: ich habe eine Zeitlang eine App in der ich meine Ausgaben dokumentiert habe (man kann dort nach Art der Ausgaben gliedern; ich hatte „Lebensmittel“ und „Essen gehen“ bspw. getrennt) am Ende des Monats habe ich gesehen, dass da doch einiges unnötiger Luxus war! Vielleicht hilft Euch sowas ja auch)
 
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  • #7
ich bin mir gegenüber ein relativ geiziger Mensch. Ich kaufe zwar hochwertige Sachen, dann jedoch gebraucht oder im Sonderangebot.

Das ist Deine persönliche Eigentschaft. Würde ich von anderen nicht verlangen und mir auch nicht vorschreiben lassen.

Daher schlägt sie auch häufiger mal vor essen zu gehen, jedoch ohne besonderen Anlasse. Ich sehe mich dann gezwungen zu bezahlen, obwohl mir persönlich das Ganze zu teuer ist, da wir auch zu Hause essen könnten. Das ganze endet dann häufiger im Streit, wir gehen trotzdem essen und ich bezahle.

Würde ich an Deiner Stelle nicht einsehen. Wenn sie sich vergnügen will und Essen gehen will, sollte SIE Dich einladen. Wenn ihr beide wollt, kannst Du ja bezahlen, aber wenn sie Dich dazu drängt, finde ich das nicht richtig.

Wir sind beide Studenten, verfügen daher nicht über größere Einkommen. Ich habe gelernt mit Geld umzugehen, sie eher nicht.

Du hast es auch nicht gelernt, wenn Du Dir selber über so geizig bist. Dann hat das Geld einen höheren Stellenwert als die Lebensfreude. Und "nein" sagen lernen, wäre auch wichtig.

Ich fange leider manchmal auch an, sie finanziell zu bevormunden und zu hinterfragen, warum sie gewisse unnütze Dinge kauft. Natürlich kriege ich dann zu hören, dass ich ja auch Dinge kaufe. Ich kaufe aber Sachen, die den Wert behalten.

Lerne, Dich zurückzuhalten mit sowas und überlege, wie Du es in den Griff kriegst, dass Du ihr vermittelst, dass sie nicht so locker mit DEINEM Geld umgeht, wie bei dem Essengehen, meine ich.
Vielleicht ist sie auch ein Mensch, der mehr genießen kann als Du. Dann könntest Du ja auch mal lernen, Dir was zu gönnen, wenn das Geld da ist.

Ich weiß, dass es ihre Sache ist, was sie mit Ihrem Geld macht,

Genau, solange Du nicht rangezogen wirst. Mit dem Sparen ist das so eine Sache. Weil wenn ihr zusammenbleibt und sie später in einen Engpass gerät, musst Du es ja dann zahlen. Hoffentlich ist ihr dann bewusst, dass sie diese Schulden auch zurückzahlen muss.

Ich versuche ihr mein Verhalten aufzudrängen, da eine Familiengründung für mich schwer in Frage kommt, wenn die Person nicht mit Geld umgehen kann.

Mit einem geldfixierten Menschen ist Familiengründung auch schwer vorzustellen. Das gibt ja dauernd Streit.

Ich habe das Gefühl mein Vermögen irgendwie schützen zu müssen.

Leg Dir doch eine Summe fest zurück für die Sicherheit, mach eine Rechnung auf, wieviel von Deinem Geld im Monat für Amüsement zur Verfügung steht und plane diese Unternehmungen dann mit ihr. Wenn die Kasse leer ist, muss man halt warten bis zum nächsten Monat.
 
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  • #8
Daher schlägt sie auch häufiger mal vor essen zu gehen, jedoch ohne besonderen Anlasse. Ich sehe mich dann gezwungen zu bezahlen, obwohl mir persönlich das Ganze zu teuer ist, da wir auch zu Hause essen könnten. Das ganze endet dann häufiger im Streit, wir gehen trotzdem essen und ich bezahle.

Also ich gehe auch gerne essen, dafür brauche ich keinen besonderen Anlass.
Allerdings würde es mir im Traum nicht einfallen es vorzuschlagen mit der Erwartungshaltung ich werde eingeladen. Wie dreist ist das denn??
Entweder ich schlage es vor, dann zahlt jeder selber, oder ich lade ein.
Aber sich selber einladen - sowas geht doch gar nicht!

Wenn du bisher immer gezahlt hast ist sie ja wohl dran die nächsten Male.
Schlägt sie also das nächste Mal essen gehen vor, dann antworte ihr einfach, dass du gerne mitkommst, wenn sie unbedingt will, dein Portemonaie aber zuhause lassen wirst, weil sie jetzt mal dran ist mit zahlen.
DU siehst schließlich keine notwendikeit ein Restaurant zu besuchen, wenn der Kühlschrank voll ist, und wenn sie das unbedingt will muss sie eben auch die Kosten tragen.

Das kann sie sich dann ja überlegen.

w, 45
 
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  • #9
Ich bin alles andere als geizig, aber an deiner Stelle würde ich im Restaurant nicht jedes Mal für beide bezahlen. Wahrscheinlich erwartet sie das gar nicht, ich vermute eher du hast dich da in etwas verrannt. Ansonsten muss ich mich meinen Vorpostern anschließen. Zwei Menschen mit dermaßen unterschiedlichen Einstellungen zu Geld passen auf die Dauer nicht zusammen.
 
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  • #10
Lieber FS,
hast Du zufällig auch einen Thread in der Rubrik Single gestartet?
Ihr wirtschaftliches Verhalten geht Dich nichts an, genauso wie Deines sie nichts angeht. Wenn Du eher nicht ausgehen willst, sie aber doch, dann gewöhn' Dich daran, sie ihre Rechnungen selber bezahlen zu lassen - dann kann sie auch nicht mehr so viel Zeug kaufen. Geld kann man nur einmal ausgeben.
Ihr habt einen sehr inkompatiblen Lebensstil und daher sehe ich keine gemeinsame Zukunft. Vermutlich hat es einen Grund, warum Deine Familie wohlhabend ist und ihre nicht. Du hast wirtschaften gelernt, ein Vermögen zu entwickeln und nicht zu verprassen und sie kennt das nicht, will es auch nicht. Du hast sogar Angst und Dein Vermögen, willst es vor ihr retten - klingt ein bisschen nach einer Angststoerung. Du musst erwachsen werden und "Nein" sagen lernen. Sonst wird das nichts.
An Deiner Einstellung ist sicherlich vieles richtig, aber ich möchte Dir auch sagen "mach Dich mal ein bißchen locker und lebe einfach mal". Nur rumgeizen ist auch kein schönes Leben, Genuss gehört dazu. Es gibt immer einen Mittelweg. Vermutlich findest Du ihn leichter als sie. Verschwender, die immer den letzten Cent vor dem 30. des Monats ausgegeben haben, können sich schlechter umstellen. Da fehlen Grunddisziplin und Zukunftsorientierung. Sie leben und genießen den Tag und wenn kein finanzkraeftiger Partner da ist, dann haben sie echte Probleme.

Ich bin ein bisschen wie Du mein Exmann war sicherlich schlimmer als Deine Freundin. Ich hatte ein hohes Einkommen, er ein durchschnittliches. Das gemeinsame Konto war immer geplündert. Ruecklagen bilden war für ihn ein Fremdwort. Obwohl ich ihn bei der Scheidung königlich abgefunden habe, inkl. Haus, war er 3 Jahre später pleite und ich hatte endlich mal eine hohe 5-stellige Ruecklage und konnte ruhiger schlafen.
Heute würde ich mit so einem Mann getrennte Kontofuehrung machen, zwar anteilig mehr zu den Haushaltskosten zahlen, aber wenn er sich wegen Prasserei keinen Urlaub leisten kann allein fahren.
w, 50
 
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  • #11
Mein erster Freund, hat mich durch diese Art vertrieben, in der mich maßregeln wollte, wofür ich mein eigenes erstes Gehalt auszugeben habe. Also bitte unterlasse es! Zahlt in Zukunft 50/50 und die Sache ist geritzt.

Es ist auch ein Lernprozess, dass sie selber lernt, mit ihrem Geld umzugehen.
Sparen ist auch eine Sache, die jedem selber überlassen sein sollte. Niemand lässt sich gerne einschränken! Und du machst hier den Fehler, den Eltern auch gerne machen: die Kinder um ihre Erfahrungen berauben. Lass sie Schulden machen, damit sie lernt, sich selbst zu helfen. Du bist nicht ihr Vater, sie ist nicht dein Eigentum. Ihr seid zwei getrennte Menschen voneinander, die ihr Leben alleine auf die Reihe kriegen müssen.

Statt sie zu maßregeln, fange doch lieber an, dich zu maßregeln! Das Problem bist du! Warum kannst du kein "Nein" sagen, wenn sie mit dir essen gehen will? Warum kannst du nicht sagen: "Nein, ich will nicht essen gehen!", "Nein, ich bleibe daheim", "Wir zahlen getrennt" oder "gehe alleine essen ohne mich"? Du wälzt dein Problem deiner eigenen Unfähigkeit auf sie ab, nicht fähig mit Geld zu sein.

Das gänzlich schlimmste ist, anderen Leuten etwas zu befehlen, wozu du kein Recht hast. Wenn du nicht stark sein kannst in der Beziehung, und dich durchsetzen kannst, dann ist diese Beziehung leider nichts für dich.

Du kaufst Dinge "die den Wert behalten". Sie kauft eben Dinge, die für sie ihren Wert haben. Hör auf ein Tyrann zu sein! Das wäre mir zu dumm und ist reinster Kindergarten wie zwischen 12 jährigen bei euch. Zahlt getrennt 50/50 in Zukunft. Lerne dich im Streit durchzusetzen. Strenge Linie und Klarheit ist hier angesagt und zwar für dein eigenes Leben. Notfalls Trennung.

Vielleicht in Zukunft auch besser wieder getrennte Wohnung, so dass jeder von euch lernt, bei seinem eigenen Kram zu bleiben.
Lerne Akzeptanz, das ist die Basis aller Zwischenmenschlichkeiten. Geh in einen seperaten Raum und ertrage mal demütig ein paar Stunden das negative Gefühl. Wenn du dich beim Geld schon so aufregst, was ist dann erst bei ersten Problemen...
 
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  • #12
Was sie mit ihrem Geld macht, bleibt prinzipiell erstmal völlig ihr selbst überlassen, solange sie ihren Anteil an gemeinsamen Ausgaben (zb Miete, Betreibskosten, usw) übernimmt. Ich halte es aber schon für ziemlich unverschämt, "sein eigenes Geld" nur für sich selbst zu verwenden und sich dann wenn das Geld nicht mehr reicht, vom Partner aushalten zu lassen, weil "der ja so viel mehr verdient".
 
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  • #13
Ich bins nochmal:

Es ist nicht so, dass Sie fordert, dass ich sie einladen muss, sie stellt das auch nicht als Bedingung voraus und würde auf die Idee kommen dies zu fordern. Allerdings hat sie nicht so viel Geld und wenn ich unsere beiden Einkommen vergleiche (Noch Student, aber eben am oberen Ende, sie eher am unteren) kriege ich ein schlechtes Gewissen, wenn sie bezahlen müsste, sogar für ihr eigenes Essen. Ich weiß, dass hört sich irgendwie komisch an, aber sie gibt eben das aus, was sie zur Verfügung hat und ich spare lieber und versuche ihr zu helfen, dass sie auch sparen könnte. Im Haushalt machen wir beide gleich viel, auch was das Kochen angeht. Es ist vielmehr ihre Lebensart das hier und jetzt zu genießen und nicht soweit in die Zukunft zu planen.
Ihr habt vermutlich Recht, dass es eine persönliche Eigenschaft ist und es dürfte mir schwer fallen dieses Gegensätzliche Verhalten auf Dauer in den Griff zu bekommen. Ändern wird sich das vermutlich nicht mehr.

Zu 6:
Vielen Dank für deine Idee, ich finde sie gut. Ein Konto für Freizeitaktivität würde bestimmt etwas helfen und sowohl ich als auch meine Freundin dürften dabei was lernen.

Zu Antwort 9:
Nein, dies ist mein einzige Thread, mit dem in Single habe ich nichts zu tun.
Mit dem Nein sagen hast du recht, ich bin wohl noch zu jung um die Erfahrung gemacht zu haben und ein Nein mal auszusprechen.

Ich werde auf alle Fälle mal versuchen mir etwas mehr zu können.

FS
 
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  • #14
Menschen wie Du kommen zu etwas im Leben und das meist schuldenfrei.
Menschen wie Deine Freundin lassen sich mitziehen, sie säen nicht, aber
sie ernten - wie die Vöglein auf dem Feld.
Wenn so ein "Vöglein" Freude ins Leben bringt und auch sonst angenehme
Eigenschaften hat, ist das meist eine gute Kombination.
Gibt ja nicht nur das Extrem Geiz und Verschwendungssucht. Wenn sie Dich
beim Essengehen gut unterhält und nicht schweigt oder Dich mit Problemen
zuschüttet, hast du doch einen Gegenwert.
w
 
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  • #15
Ich als Frau würde mich NIEMALS aushalten lassen wollen. Wenn mein Partner mehr (oder wesentlich mehr) Geld zur Verfügung hätte als ich, würde es mir schwer fallen mich ständig einladen zu lassen geschweige denn finanzielle Forderungen zu stellen. Das ist für mich einfach nur berechnendes und geldgieriges Verhalten, das mit Liebe nichts zu tun hat.

Solche Menschen sind mir zuwider. Ekelhaft.

50
 
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  • #16
Gast 6 nochmal

Ein bisschen erinnert mich das auch an meine Exbeziehung. Mein Freund hatte auch weniger Geld und hat es aber gern ausgegeben. Dazu hatte er noch einen Haufen Schulden und hatte dann wieder neue Kredite, die noch mal eine hübsche Stange Geld extra kosteten.
Bei dem hatte ich teilweise auch das Gefühl, das wird ne finanzielle Achterbahn. Aber ich habe gesehen, dass er eben sehr gern in einem Café sitzt und nen Kaffee trinkt, während ich immer dachte "nee, für des Preis des Getränks hier kriegst du ja im Supermarkt ne ganze Flasche". Ich hab mein Geld lieber für mein Hobby ausgegeben. Außerdem brauche ich wie Du ein finanzielles Polster, mein Exfreund dagegen war ja durch die Schulden sogar im Minus.
Wir haben nicht zusammengelebt, sonst hätte das vielleicht auch Probleme gegeben, weil ich mal was gesagt hätte.

Lebensfreude musste ich jetzt nicht direkt neu lernen, und ich kaufe immer noch kein Getränk, wenn ich mal mit jemandem für zehn Minuten in ner Cafeteria bin. Aber zu begreifen, dass es auch andere Typen gibt, die nicht so ein Augenmerk aufs Geld haben, das muss man irgendwie hinkriegen. Ich glaube, wenn Deine Freundin viel Geld hätte, würde sie es genauso einfach für Dich ausgeben. Mein Exfreund war jedenfalls auch zu mir unheimlich großzügig mit seinem bisschen Geld, wenn er denn mal welches hatte. Wenn er mir mal allein was einkaufen sollte, brachte er manchmal irgendwas mit, das ich nie gekauft hätte, von dem er aber wusste, dass ich es schon gern mal hätte. Heute hat er wieder eine Arbeit, die ist sogar recht sicher. Seine Kredite zahlt er noch ab. Wäre er wie ich gestrickt, hätte er jahrelang Panik geschoben und Angst gehabt, dass er nie wieder auf einen grünen Zweig kommt.

Vermutlich hat Deine Freundin auch so eine Einstellung, dass es schon "irgendwie wird", während Du und auch ich Angst haben vor materiellem Verlust. Das steckt so drin, man muss es erkennen und versuchen, gegen ein Ausufern der Angst zu steuern. Das heißt ja nicht, dass man leichtsinnig sein muss.

Wenn Du irgendwas Schönes siehst, was Du gern hättest, denk drüber nach, ob Du es wirklich willst, und dann kauf es einfach. Klar kann es passieren, dass es rumliegt. Ich hab auch einige Schrankleichen hier. Damit lernt man dann aber zu unterscheiden, was man wirklich will und braucht, was dann die Lebensfreude erhöht, und was man sich wirklich nicht gönnen muss, da es zwar schön ist, aber man eigentlich gut ohne leben kann.
 
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