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  • #1

Meine Ehemann möchte beide - Ehefrau und Geliebte.

Grüß Euch !

Brauche dringend einen Rat:

mein Mann hat sich in eine Andere verliebt. Ausserdem wären sie Seelenverwandte usw. Sie ist liiert mit einem Nachbarn.
Und findet ihn sympathisch.

Er versucht eine Zweitbeziehung mit ihr aufzubauen. Gab er auch zu.Ich soll mich mit ihr abfinden.
Werde ich niemals tun.

Es ist schon allerhand vorgefallen. Ich möchte mir das so nicht mehr gefallen lassen.

Was kann ich tun ?

fünfzigerin
 
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  • #2

Reflektieren, was in Eurer Beziehung nicht funktioniert. Kein Vertrauen, keine Kommunikation, fehlende Anziehung ? Es ist ein eindeutiges Zeichen, das nach Handeln verlangt. Wollt ihr beide die Beziehung noch ? Ist noch Liebe vorhanden ? Dann setzt Euch zusammen, redet miteinander und bringt wieder Schwung in Eure Ehe.. bevor es zu spät ist. Teile ihm aber auch mit, dass Du das Verhalten jetzt nicht tolerierst.

Alles Liebe !

w, 32
 
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  • #3
FS Dein Mann will nicht euch beide, er will die Scheidung nicht, vor allem wenn Du Hausfrau und Mutter warst oder nur Teilzeit gearbeitet hast.

Er möchte die andere v*****, mit ihr schön ausgehen, Urlaub machen u.s.w. und Du darfst für ihn weiter kochen, Wäsche waschen.

Hat die andere Frau schon ja gesagt. Weil sie ist ja noch mit einem Mann zusammen.

FS reich die Scheidung ein und sag Deinem Mann; wenn er mit dem Unsinn nicht aufhört, dann ziehst Du die Scheidung durch und er kann zusehen wo er bleibt.
 
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  • #4
frag ihn mal, ob es ihm egal ist, wenn ein anderer es Dir besorgt.

Wenn nein: dann liegt ihm noch was an Dir und du sagst dann einfach "warum darf eine andere es dir besorgen"

wenn ja - dann geh zum Anwalt.

Betteln bringt nix und das hast auch nicht nötig. Aber lieber du machst den Schritt gleich als irgendwann.
 
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  • #5
mein Mann hat sich in eine Andere verliebt. .... Er versucht eine Zweitbeziehung mit ihr aufzubauen. Gab er auch zu.Ich soll mich mit ihr abfinden.

Werde ich niemals tun. Was kann ich tun ? fünfzigerin

Liebe FS,
keine Ahnung, was Du tun kannst, Du hast über Deine Lebenssituation (Berufstätigkeit, Anzahl Kinder, Alter Kinder) nichts mitgeteilt.

Für mich ist klar, was ich in einer langjährigen Ehe tun würde:
1. mir Kopien sämtlicher Konten ziehen und der letzten Steuererklärungen
2. Kopien aller Vermögenswerte (Sparverträge, Lebensversicherungen, Wertpapierdepot, betriebliche Altersversorgung) machen
3a. bei eigener voller Berufstätigkeit: ihm erklären, dass ich mich keinesfalls mit der Situation abfinden werde, sondern ihn in seine Freiheit zu entlassen gedenke - keine weitere Diskussion
3b. Hausfrau oder Teilzeitjob: zum Anwalt gehen, die o.g. Unterlagen mitnehmen und Dir den Trennungsunterhalt ausrechnen lassen, ggfs. sofort anfangen einen Job zu suchen/Stundenzahl erhöhen, wenn Du davon nicht leben kannst
4. eigene Wohnung suchen und umziehen - keine weitere Diskussion
5. Scheidung einreichen, bevorzugt in der friedlichen Variante: notarielle Scheidungsfolgenvereinbarung exakt auf den gesetzlichen Grundlagen (Versorgungsausgleich, Vermögenssplitting, Unterhaltszahlungen) - es braucht einige Zeit bis die Scheidungsfolgenvereinbarung rechtlich wirksam ist, passt hervorragend in das laufende Trennungjahr. Wenn es zuviele Kränkungen gegeben hat funktioniert das meistens nicht mehr.

Das ist es, was die Mänenr meistens nicht wollen, die wollen die alte Ehefrau nicht mehr, sondern die neue Geliebte, aber nicht die wirtschaftlichen Konsequenzen der Trennung einer langjährigen Ehe tragen. Letzteres wäre mir sowas von egal - ich würde es aus Selbstwertgründen trotzdem machen. Ich habe es nicht nötig einen Mann zu halten, dem ich nicht mehr genüge. Soll er sich doch mit der Neuen vergnügen.

Lieben könnte ich ihn nach sowas ohnehin nicht mehr, ihm vertrauen auch nicht. Also gibt es keinen Grund, ihn vor irgendwas zu schonen, aber eine Menge Gründe mich von so einer Ehe zu befreien - habe ich übrigens auch gemacht, mit Notarvertrag, denn ich bin eine Geschäftsfrau, die weiß wie es geht.
w, 55+
 
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  • #6
Grüß Euch !

Er versucht eine Zweitbeziehung mit ihr aufzubauen. Gab er auch zu.Ich soll mich mit ihr abfinden.
Werde ich niemals tun.

Es ist schon allerhand vorgefallen. Ich möchte mir das so nicht mehr gefallen lassen.

..gehts noch? Du sollst tolerieren, dass er sich eine "Zweitfrau" nimmt, habe ich das richtig verstanden? Mach ihm klar, dass du das keinesfalls akzeptieren willst, aber gern bereit bist, an eurer Bezeihung zu arbeiten (Eheberatung, Paartherapie...) - wenn er das nicht will, ziehe die Konsequenzen und werf ihm raus!

w,50
 
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  • #7
Ich würde es mir auch nicht gefallen lassen und mich TRENNEN!
 
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  • #8
Dass dein Mann beide "möchte", kann ich (fast) verstehen. Ich "möchte" auch viel.

Prüfe genau, wo deine persönliche Unzumutbarkeitsgrenze verläuft und lass nicht zu, dass dein Mann diese Grenze überschreitet.

Ich wünsche dir viel Kraft, einen klaren Blick, professionellen Rat und gute FreundInnen.
 
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  • #9
Hier Nr. 3 - ich denk Nr. 4 hat recht: Sichere so viele Beweise wie möglich. Das schadet nie - und auch eine anwaltliche Erstberatung auch nicht. Dann bringst die Dokumente außer Haus in Sicherheit und weißt, wie der weitere Weg Scheidung aussieht.
 
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  • #10
frag ihn mal, ob es ihm egal ist, wenn ein anderer es Dir besorgt.
Wenn nein: dann liegt ihm noch was an Dir und du sagst dann einfach "warum darf eine andere es dir besorgen"

Weil er ein Mann ist. Das ist doch ganz etwas anderes als wenn die FS einen anderen Mann hätte. Männer brauchen das halt mal. Das sollten die Frauen nicht so eng sehen.
 
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  • #11
Nix mehr kannst du tun! Er hat dir gesagt, was er möchte. Finde dich damit ab oder gehe! So sieht es leider so. Bei dir ist er ja sowieso bloß, weil ihn die Abhängigkeit dazu treibt. Sex hat er mit einer anderen. Wenn du eine kluge, vernünftige, tolle, eigenständige Frau bist, dann rate ich dir nur, ihn zu verlassen und nochmal nach einem besseren Glück zu suchen. Wie kann man sich als gescheite Frau so etwas gefallen lassen, nur weil ER das so will? Setze doch mal durch, was DU willst! Etwas weniger Rücksicht auf solche Männer, und mehr Bedacht auf sich selber, dann kommt man gar nicht erst in so eine Lage.
 
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  • #12
Was sagt eigentlich der Mann dieser anderen Frau dazu? Er ist schließlich in einer ähnlichen Situation wie du, nur gehe ich davon aus, dass er davon nichts weiß.
Schlag doch deinem Mann eine "ménage à quattre" vor. Damit wäre die Fairness wieder hergestellt. Natürlich nicht ernst gemeint (oder doch?), aber davon muss ja dein Mann nichts wissen. An seiner Reaktion darauf (empört/ablehnend/gleichgültig/zustimmend) kannst du dann ablesen, wie du weiter vorgehen musst.

Zweitbeziehung, ts...wo leben wir denn?

m,32
 
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  • #14
FS - warum bleibst du die treudoofe Ehefrau? Wollen kann dein legaler Mann viel. Ob er es bekommt, ob du den Preis dafür bezahlst das ist die Frage.

Also - was willst du ? Das sind nur Dinge, die du erreichen kannst. Die Treue deines legalen Mannes kannst du dir wünschen - aber sie zu wollen steht nicht in deiner Macht. Fakten musst du akzeptieren.

Gut ist der Rat mit Anwaltsbesuch und Beweissicherung !

Frage - würdest du deinen Mann "zurücknehmen" wenn er erkennt, wie viele Euro ihn die Scheidung kostet ? W 55
 
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  • #15
Oh man... trenn dich mir zu liebe... und wenn du von ihm finanziell abhängig bist, würde ich lieber verhungern...
 
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  • #16
Den Tipps hier ist nichts hinzuzufügen. Außer, dass ich das alles umsetzen würde und vorher dafür sorgen dass mal ganz schnell dauerhaft aus mit der Affäre ist. Wenn du lange genug sicher bist, das der Spaß vorbei ist würde ich erst das Feld räumen. Vorher nicht. Bis dahin würde ich getrennt kochen und waschen, etc.Vielleicht räumt das in seinem desorientierten Midlifecrisis Hirn wieder was auf. w47
 
  • #17
Er versucht eine Zweitbeziehung mit ihr aufzubauen. Gab er auch zu.Ich soll mich mit ihr abfinden.
Werde ich niemals tun.

Es ist schon allerhand vorgefallen. Ich möchte mir das so nicht mehr gefallen lassen.

Was kann ich tun ?

Na was schon? Schmeiss Ihn raus, völlig wurst ob ihn die andere nimmt oder nicht. Er nimmt keinerlei Rücksicht auf Deine Wünsche also musst Du das schon selbst tun. Seine Wünsche sind in dieser Konstellation völlig irrelevant, sie sind mit den deinen in keinster Weise vereinbar. Du sagst selbst dass Du Dir einen Menagerie a trois nicht vorstellen kannst und willst also reich die Scheidung ein. JETZT!

Alles andere Raubt Dir Lebenszeit und Qualität. Es wird nicht mehr, scheitert er mit dieser Dame isses halt die nächste. DICH liebt er nicht mehr.
 
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  • #18
Was du tun kannst?
BEENDEN und Punkt! m/52
 
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  • #19
Mach es so, wie #4 es vorgeschlagen hat. (übrigens eine sehr schöne To Do Liste für Frauen, die sich mit so etwas etwas schwer tun)

Meine Mutter hat das nach vielen Jahren Ehe und in einer ganz ähnlichen Situation auch mit erstaunlicher Konsequenz und sehr gut durchdacht innerhalb relativ kurzer Zeit durchgezogen. Zwar war sie danach erst mal total am Boden, musste eine psychosomatische Kur machen und zum ersten Mal in ihrem Leben Psychopharmaka nehmen, aber sie hat es überlebt und inzwischen auch wirklich überstanden. Was ihr noch heute zu schaffen macht, ist gar nicht mal die Trennung (Die bereut sie nicht.), sondern die Tatsache, dass sie sich das alles viel zu lange hat gefallen lassen.

Als Tochter bin ich sehr glücklich, dass meine Mutter das nach all den Demütigungen und dem Betrug endlich geschafft hat. Ich bin richtig stolz auf sie und habe sie dabei emotional sehr unterstützt. Mein Vater wollte auch zweigleisig fahren. Da meine Mutter in den Jahren zuvor immer mehr die Realität verdrängte und verleugnete und ihm immer mehr durchgehen ließ, glaubte er wohl, er sei sich ihrer sicher und könne sich jetzt alles erlauben. Bis zuletzt stritt er die Beziehung mit der anderen Frau ab, obwohl meiner Mutter eindeutige Beweise vorlagen. Er schlief noch regelmäßig mit meiner Mutter und beteuerte ihr, er wolle sich niemals von ihr trennen. Sie ertappte ihn einmal dabei, wie er bereits kurz nach seinen Beteuerungen heimlich im Keller per Handy mit seiner Geliebten telefonierte. Unter anderem kam der Spruch: "Der merkt ja sowieso nichts!" Damit war der Ehemann der Affaire gemeint. Sicher redeten sie über meine Mutter nicht anders.

Glaub mir, du wirst aufleben, wenn du erst einmal realisiert hast, dass du so was nicht aushalten musst. Meine Mutter befand sich zum damaligen Zeitpunkt bereits in einem Stadium der Abhängigkeit und Verleugnung, dass auch ich schon jeglichen Respekt vor ihr verloren hatte. Dadurch wirkte sie so dumm und tussig, obwohl sie eigentlich immer eine kluge und emanzipierte Frau gewesen war. Heute ist sie wieder sie selbst und ich entdecke Seiten an ihr, die ich ihr niemals zugetraut hätte. Sie liest viel, spielt viel Klavier und hat eine Menge neue Bekannte, mit denen sie viel unternimmt. Auch wenn es ein paar finanzielle Einbußen gab, für sie ging die Sache am Ende sehr positiv aus.

Deinem Mann würde ich wünschen, dass du dich von ihm trennst, er aber dann auf einmal mit Erschrecken feststellen muss, dass er gar nicht der tolle Typ ist und die begehrte Frau überhaupt nichts von ihm will. Das wäre für mich ein (zugegeben etwas schadenfrohes) Happy End!
 
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  • #20
Oh man... trenn dich mir zu liebe... und wenn du von ihm finanziell abhängig bist, würde ich lieber verhungern...

Na dafür gibt es ja Gesetze - Zugewinnausgleich, Versorgungsausgleich, Trennungsunterhalt, nachehelicher Unterhalt usw. So schnell verhungert in D niemand. Zunächst müsste sichergestellt sein, dass die Ehefrau den Standard hat, den sie innerhalb der Ehe hatte. Sofern dein Mann gut verdient.
Lass dich da mal beraten.
Du bist im Kopf noch nicht so weit, dass DU an Trennung denkst, während dein mann im Kopf schon längst von Dir getrennt ist.
Was Du tun kannst?
Dein Selbstwertgefühl wiederfinden.

w,40
 
  • #21
nachehelicher Unterhalt usw. So schnell verhungert in D niemand. Zunächst müsste sichergestellt sein, dass die Ehefrau den Standard hat, den sie innerhalb der Ehe hatte. Sofern dein Mann gut verdient.

Äh. neee. Mit dem neuen Scheidungsrecht (immerhin auch schon 5 Jahre) ist das nicht mehr! Wenn keine kleinen Kinder zu versorgen sind ist NACH der Scheidung jeder für SEINEN Lebensstil verantwortlich, muss ihn selbst finanzieren. Der rest ist eh klar, Zugewinnausgleich (sofern Gütergemeinschaft gilt, bei Gütertrennung gibts auch nix), Versorungsausgleich gilt nur für die Rente, nicht das was dazwischen liegt.

Aber ist eh wurst, ich würd auch lieber von H4 Leben als mir so etwas anzutun.

Liebe FS: zuerstmal ist Deine Seele wichtig- und die nimmt Schaden mit jedem Tag länger in dieser Situation.
 
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  • #22
er ist immerhin ehrlich und geht somit mehr Risiko ein als viele andere, die so etwas feige und heimlich anfangen! Liebt er dich denn noch? Und/oder: habt ihr denn noch Sex? Ich denke nämlich, wer Sex nicht mehr will mit dem Partner, der darf diesem nicht verbieten, sich das Fehlende woanders zu holen. Und ggf. auch noch mehr, auf seelisch-geistiger Ebene! Denn m. M. nach sind wir so komplex in unserem Seelen- u. Gefühlsleben, dass wir alle in der Lage sind, mehrere Lebewesen zu lieben (einige lieben ja sogar ihr Auto). Wir lieben (wenn es gut gelaufen ist) unsere Eltern, unsere Geschwister, Freundinnen, Freunde, ggf Haustiere, die materialistischen unter uns auch Gegenstände!
Da wir Menschen alle sehr verschieden sind, sowohl was die Optik betrifft als auch das gesamte Innenleben(!), sind wir ja nun mal nicht austauschbar! Daher verstehe ich auch Jede/n, der sagt: Ja, ich liebe X, aber ich liebe seit einiger Zeit auch Y, natürlich auf andere Weise.
Mal angenommen, ihr habt schon seit langem kaum noch gute Gespräche. Und/ oder schon lange keinen Sex mehr. Das alles ohne Hoffnung auf Besserung. Aber andererseits habt ihr andere Dinge, die Euch beiden noch weiterhin stark verbinden. Was soll denn dann der Ausweg sein?
Man kann jemanden lieben und gleichzeitg massive Mängel verspüren. Man kann jemand anderen treffen, irgendwann, und sich neu verlieben. Was daraus wird, für alle Beteiligten, das ist immer ungewiss.
Ich finde die Frage entscheidend, ob ihr beiden euch noch liebt oder nicht. Warum befürchtest du denn, er könnte dich einfach gegen die andere Frau austauschen? Du bist nicht wie sie, sie ist nicht wie du - niemand ist ersetzbar. Wenn ihr euch noch liebt, dann redet über alles und lass ihn doch erstmal gewähren, steh da drüber. Falls es später doch auseinander geht, dann ist das zu dem Zeitpunkt dann eben das Beste! - So etwas kann jedem Paar passieren. Wäre es besser, für immer alleine zu bleiben?
Nimm die Sache ernst, aber auch nicht ZU ernst. Wir leben alle nur einmal und der Tod ist das einzige was mit Sicherheit kommen wird. Einem Todeskandidaten schlägt man keine Wünsche ab, um es einmal VÖLLIG überspitzt auszudrücken.
w
 
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  • #23
Ich soll mich mit ihr abfinden.
Werde ich niemals tun.

Und warum trennst du dich dann nicht?
In dem Moment wo du trotzdem bei ihm bleibst tust du doch genau das - du findest dich damit ab, dass er eine andere will/begehrt/liebt.

Wenn es sein Wille ist die Andere zu bekommen kannst du es nicht verbieten.
Genausowenig wie er dir verbieten kann dich zu trennen.

Auch nach einer Eheschließung bleiben Menschen eigenständige Individuen und werden nicht zum Eigentum des Ehepartners, der nun über das Leben des anderen entscheiden/bestimmen darf.
Sein Leben gehört dir nicht, seine Gefühle gehören dir nicht, und seine Sexualität gehört dir auch nicht. Alle diese Dinge gehören immer noch ganz alleine ihm. Er alleine darf darüber bestimmen.
Wenn damit für dich die Grundlage eurer Ehe verloren gegangen ist, dann hast du die Möglichkeit dich zu trennen.
Denn auch dein Leben und deine Gefühle gehören ganz alleine dir.

Genausowenig wie du ihm die neue Beziehung verwehren kannst, genausowenig kann er die eine Scheidung verwehren.

Du kannst andere Menschen nicht ändern, nur dich selber.
Dass er eine andere liebt kannst du nicht ändern. Das liegt nicht in deiner Macht.
Was aber in deiner Macht liegt ist wie du darauf reagierst.
Willst du dich nicht damit abfinden, dann mußt du dich eben trennen. Bleibst du dagegen trotz der Anderen bei ihm, dann akzeptierst du damit (freiwillig!) die veränderte Situation. Dann findest du dich eben doch damit ab, so wie er es gerne hätte.

w, 45
 
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  • #24
Wenn keine kleinen Kinder zu versorgen sind ist NACH der Scheidung jeder für SEINEN Lebensstil verantwortlich, muss ihn selbst finanzieren.

Bis zur Scheidung muß auch nach heutigem Recht Trennungsunterhalt gezahlt werden an den einkommensmäßig unterpriviligierten Partner. Denn solange sie nicht geschieden sind ist der Ehemann sehr wohl noch finanziell voll verantwortlich für seine Frau, sofern sie nicht selber ein annähernd gleiches Einkommen hat wie er.

Des Weiteren ist es auch heute nicht so, dass nach einer Scheidung jeder nacheheliche Unterhalt grundsätzlich ausgeschlossen wird. Gerade bei langjährigen Ehen, wenn die Frau gemeinsame Kinder großgezogen hat.
Auch Frauen, die sich aufgrund von Krankheiten nicht selber versorgen können, sollten aus Sicht des Staates dann doch lieber vom Ex-Mann weiter unterhalten werden als vom Steuerzahler.

Meine Nachbarin (54) hat 3 Kinder großgezogen, ist während der Ehe trotz guter Ausbildung nie arbeiten gegangen, weil ihr Mann (gutverdienend und wohlhabend) sie lieber als "Dame des Hauses" zuhause gesehen hat.
Sie ist seit letztem Jahr geschieden, er muß ihr sehr wohl nach Scheidungsurteil einen beträchtlichen Unterhalt zahlen (die Kinder sind erwachsen). Der Grund: Ehebedingter Nachteil auf ihrer Seite!

Eine ehemalige Arbeitskollegin (hat als ungelernte in meiner Branche eine einfache aber körperlich anstrengende Arbeit geleistet) ist inzwischen krankheitsbedingt arbeitsunfähig geworden, nach einer überstandenen Krebserkrankung mit leider schweren körperlichen Operationsfolgen. Auch hier wurde der Ehemann über 2 Jahre nach der Scheidung nachträglich nun doch noch zu nachehelichem Unterhalt verurteilt.
Sie hat auch 2 Kinder erzogen und ist dafür jahrelang zuhause geblieben - ebenfalls die Begründung des Richters: geringe berufliche Qualifikation als ehebedingter Nachteil. Denn in ihrem einst erlernten Beruf hat sie nach über 20 jahren Pause längst den Anschluß verloren und keine Chance mehr auf eine Anstellung.

FS, lass dich unbedingt sofort von einem Anwalt beraten. Nur dieser kann deine Situation aufgrund aller Umstände richtig beurteilen, das Forum kann dir dabei nicht helfen.
Auch wenn Gesetze sich geändert haben - es sind immer Einzelfallentscheidungen.
 
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  • #25
was würdest du denn machen, wenn du dich in einen anderen verlieben würdest? Wolltest du denn deinen Mann dann sofort abservieren, könntest du das? Oder alternativ - denjenigen in den du dich verliebt hast, sofort wieder abschießen?
Wäre ja schön wenn das Leben so einfach wäre wie es die Moralisten gerne hätten - ist es aber nicht. Ich empfehle das Buch von Richard David Precht "Liebe, ein unordentliches Gefühl"

Mal etwas weiter denken, mal nicht so dogmatisch sein, nicht so viel Besitzdenken....nicht so viel Angst und Wut. Das alles bringt nichts. Entspann dich.

W44
 
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  • #26
Liebe FS

ich hätt auch gern einen Ehemann für täglich und einen Latinlover für gewisse Nächte.
Gebe ich zu. Goethe kannte das Problem. Er suchte selbst den Mischwert zweier Frauen für sein Wohlergehen. Geistig und leiblich.

Wenn du dumme Gespräche führst versuch klügere zu führen.
Wenn du unsinnlich rüber kommst versuch sinnlicher zu wirken.
Wenn das alles nichts wirkt verlässt ihn klüger, sinnlicher und attraktiver.
 
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  • #27
Wie reagiert denn seine angebetete Wunsch-Zweitfrau? Geht sie auf sein Ansinnen ein? Was sagt ihr liierter Partner dazu?

Immerhin sind das auch Faktoren die eine Rolle spielen. Leidet dein Mann an Realitätsverlust und bildet sich eine erotische Wunschtraumwelt? Oder sieht er sich jetzt als unkonventioneller Beglücker der nachbarschaftsdamen?

Erzähl doch bitte, wie es weiter geht. Stell dich aber darauf ein, dass dein Mann weiterhin solche Flausen im Kopf hat.
 
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  • #28
Indiskutabel . Sie sollten sofort klare Verhältnisse schaffen.

Trennung und fertig.

M/48
 
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  • #29
Das geht gar nicht!

Aus meiner Sicht nur Trennung. Siehe Antwort Gast 3.

Wenn Du noch etwas von dir hältst, dann solltest du gehen und dich nicht wie ein Stück Dreck behandeln lassen. Auf seine Gefühle Rücksicht nehmen hast du nicht mehr nötig. Er tut es auch nicht.
 
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  • #30
Das ist eine sehr schwierige Situation. Allerdings finde ich hier viele Antworten wirklich hart und vorschnell. Ich glaube kaum, daß sich die meisten in diese Situation wirklich reinversetzen können.

Was immer noch offen ist, geht es nur um Dich oder auch um Kinder? Das ist schonmal ein ganz wichtiger Aspekt, denn die Kinder können nicht mitreden, sind aber die am meisten Leidtragenden!

Ich bin selbst zum zweiten Mal verheiratet und habe aus erster Ehe zwei Kinder und jetzt noch ein Kind. Auch ich bin derzeit in der Situation, daß mein Mann sich in eine 18 Jahre jüngere verliebt hat. Er sagt, er liebt auch mich noch, aber nach 8 gemeinsamen Jahren ist halt der Alltag da und sind nicht mehr überall rosarote Herzchen.

Ich bin finanziell nicht von ihm abhängig, aber wir haben außer den Kindern auch ein Haus gekauft und so ganz leichtfertig schmeisst man das alles nicht weg. Außerdem haben meine beiden großen Kinder schon eine Scheidung miterlebt und ich möchte ihnen das nicht leichtfertig noch ein zweites Mal zumuten.

Ich versuche im Moment, daß es in unserer Ehe wieder besser läuft, dann sollte sich zeigen, ob er mich wirklich noch liebt und er mit mir auch wieder rosarote Herzchen haben kann und sie nicht mehr bei einer anderen sucht.

Es gehören immer zwei zu einer Beziehung.
 
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