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Gast

  • #1

Meine Eltern (um die 70) leiden unter meinem Single-Dasein

Meine Eltern (um die 70) leiden unter meinem Single-Dasein.
Jetzt sorgen sich meine Eltern um mein Alleinsein, (bin kinderlos) und machen sich viele Gedanken, was mit mir wohl zukuenftig werden wuerde, wenn sie mal nicht mehr leben.

Insbesondere mein Vater hinterfragt, was mit mir (seiner Tochter) los sein könnte, da ich seit meiner Scheidung mit 39 Jahren, mit keinem neuen Partner vorstellig wurde..??

Dann fallen von meinem Vater solche Sätze wie: *Also er hätte mich geheiratet und dafuer gesorgt, dass ich Kinder bekäme!*
Oder es fallen solche TrostWarnungen von ihm: *Bleib ruhig alleine, die Männer heutzutage taugen nichts mehr. Dann hast du wenigstens deine Ruhe.*

Natuerlich lernte ich in den vergangenen zehn Jahren Männer kennen... die sich jedoch beziehungstechnisch -alle- als Affären entpuppten. Unnötig, solche als ernsthafte Partner vorzustellen!

Wie geht ihr mit dem Thema um?
w49
 
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Gast

  • #2
Bist du mit dir und deinem Singledasein glücklich? Ja? Wo ist dann das Problem?
Rede doch mal Klartext mit deinen Eltern: Es ist DEIN Leben. DU musst damit klarkommen. Du kannst doch ruhig sagen, dass du hin und wieder Männer kennenlernst, aber bisher keiner dabei war, der es wert gewesen wäre, den Eltern als ernsthafter Partner vorgestellt zu werden.
Und ansonsten: Abtropfen lassen...
 
  • #3
Meine Mutter ist auch über 70 - aber sie erkennt die aktuelle Lage.

Früher hoffte sie auf Enkelkinder - heute ist sie froh, daß sie Keine hat.
Weil ihre zwei Söhne dann nicht deren Mütter am Hals haben.
Oder deren Unterhaltsforderungen.

Sie wünscht ihren Söhnen: Lieber keine Frau, als die Falsche am Hals.
Ansonsten mischt sie sich gar nicht ein.
Tja, und so handeln ihre Söhne - aber aus eigenem Entschluss.

Selbst mein Bruder (46) ist seit kurzem wieder Single. (Nach frei Jahren feste Beziehung)
Sein Leben scheint ohne (diese) Frauen leichter und erfüllter.
Weil seine bisherigen Frauen entweder zuviele Probleme mitbrachten, oder zu sehr "klammerten"
Er ist halt kein häuslicher Typ.

Ich kenne eine Frau (53, ein Kind), die mir kürzlich ihre letzten zwölf Dates und diese Männer schilderte.
Mich wundert nicht mehr, warum sie seit 15 Jahren Single ist.
Lieber Keinen - als den Falschen.

Meine letzten 12 Dates ? - *oje*
Ich bin sehr geduldig und tolerant. Und lehne meistens nicht nach dem ersten Date ab.
Trotzdem Single.

Wir haben aus den vorherigen Generationen gelernt. Lieber Keine/n - als den Falschen.
Die richtigen Singles sind aber schwerer zu finden, als früher.

(m,53)
 
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Gast

  • #4
Liebe Frau

es ist aber dein Leben. So sehr ich den Druck kenne dass die Enkel sehen wollen oder hoffen dass du auch jemanden findest damit du nicht ganz allein durch das ganze Leben kommen musst.

Meine Mutter ist 69, Witwe. Sie ist nicht weltfremd und kennt Leute unterschiedlicher Altersklassen. Wenn sie sagt dass nur wenige Männer früher Playboys sein wollten und heute fast alle dann hat sie eine signifikante Veränderung in der Soziologie der Partnerschaft festgestellt.
Und welche Mutter wünscht sich schon dass ihre Tochter nur das Naschwerk für Playboys ist ? So wie es jetzt ist läuft das Leben fröhlicher ab. Warum soll ich mir soviel Herzschmerz antun ? Wofür ? Hauptsache mein Job macht Spass und ich habe viele Freundschaften.
 
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Gast

  • #5
Meine Eltern (74+75) machten sich auch Gedanken über meine (m41) langwährende Single-Zeit. Jetzt bin ich in Beziehung, aber mit meiner Partnerin (seit sechs Jahren) können sie auch nichts anfangen. Meine Mutter sagte einmal, sie könne nicht verstehen, wieso Menschen heutzutage Beziehungen unter widrigen Umständen eingehen.

Soviel dazu - gerade in höherem Alter projizieren Menschen ihre Lebensentwürfe verstärkt auf andere, unabhängig davon, ob diese noch zeitgemäß sind, sowohl in ihrer Umsetzbarkeit als auch mit heutiger Mentalität.

Allerdings ist das das Problem (wenn es überhaupt ein Problem ist) meiner Eltern und nicht meins. Ich nehme diese Bemerkungen meiner Eltern nicht übel, da ich weiß, dass sie es aus ihrer Sicht nur gut mit mir meinem. Und sobald sie meine Grenzen überschreiten, erkläre ich ihnen, wo meine Lebensinhalte liegen.

Vielleicht hilft Dir das weiter. Grenze Dich ab.
 
  • #6
Auch meine Mutter (84) macht sich Sorgen, das Ihre Töchter (3) im Alter allein sind.
Kann Ihre Sorge sogar verstehen.
Nachdem ich sie aber auch meine letzten 2 Beziehungsversuche mitbekommen hat, hat sie auch Verständnis dafür, das ich mir das nicht mehr antun will sondern ermuntert mich mir ein Leben mit Freunden und Hobbies auf zu bauen, wenn mein Sohn (13) nun immer "flügger" wird.

Ich denke, man sollte den "alten" Herrschaften ruhig vor Augen führen, was eine 50jährige Frau auf dem Beziehungversuchsmarkt so erwartet, dann kommt da ganz schnell Ernüchterung auf :)
 
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Gast

  • #7
Diese ganzen besorgten Eltern sollten sich mal alle zusammen setzen. Meine Eltern denken genauso. Aber es scheint doch heute sehr normal zu sein und ich denke, man muss sich um Einsamkeit im Alter auch keine Sorgen mehr machen. Heute gibt es soviel Alleinunterhaltung (allein durchs Internet: Blogs schreiben, Webseiten basteln, Netzwerken anschließen, Digitalfotos machen, Facebook, Smartphone, Pc, Pc-Spiele, etc.), das reicht für 100 Jahre Beschäftigung, wie man bei den meisten Leuten auch sieht, dass sie ganz zufrieden sind so wie es ist, und sie wollen aus ihrer Welt da auch nicht mehr rausgerissen werden! Mir geht es da ähnlich. Ich doch bittesehr, dass es mir selber überlassen wird, was mir gut tut und was ich brauche.

Soziale Netzwerke werden dagegen heute immer wichtiger und baut sich fast jeder auf, also auch wieder genug Beschäftigung und praktisch genug virtuelle Kontakte, um sich beizeiten bei Problemen und Sorgen auszutauschen.

Eine Ehe oder Partnerschaft bringt keine neue Offenbarung. Auch da wäre man beizeiten alleine auf sich gestellt, wenn der Partner sich von einem abwendet. Eventuell wäre so ein Leben sogar noch viel komplizierter. Man verlässt sich höchstens auf die schöne Hoffnung, dass der Partner es einem schon richtet die gemütliche Zukunft und Sicherheit. Das kann aber auch nach hinten los gehen, wie man häufig sieht.

w32
 
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Gast

  • #8
Meine 78-jährige Mutter meinte nach meiner Trennung vor einem halben Jahr, bei den Frauen heute (mit zunehmender Ehedauer hat sie meine Exfrau immer weniger verstanden) könnte sie verstehen, dass man als Mann bei Bedarf lieber gleich zu einer Prostituierten gehen. Ich bin bald vom Stuhl gefallen...

Eltern sollten irgendwann lernen, das mit den Sorgen um das Leben ihrer Kinder einfach bleiben zu lassen.

m, 46
 
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Gast

  • #9
Bei meinen Eltern war das ähnlich, die hatten damals auch nicht verstanden, dass ich einfach keine feste Beziehung wollte. Mein Vater, damals mitte 80, meinte mal zu mir: "Musst Du wirklich mit jeder Frau ins Bett steigen?" - Ja zu der Zeit musste ich das, er hat es in seinen jungen Jahren selbst ziemlich krachen lassen. Er hat dann Gott sei Dank (ist sehr, sehr alt geworden) noch zu Lebzeiten mitbekommen, dass ich ganz brav geheiratet habe, eine Frau, die er sehr mochte.