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star66

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Meine Ex wohnt weiter bei mir (Untermiete) - darf ich neuem Freund Hausverbot geben?

Meine Ex hatte was mit nem anderen und hat sich darum von mir getrennt. Sie möchte aber weiterhin bei mir wohnen. Für mich ist das ok, da wir uns nicht verstritten haben und jeder sein Zimmer hat (unsere Beziehung war schon länger eher nur noch freundschaftlich). Nun möchte sie aber, dass ihr neuer Freund sie besuchen kommt und bei uns übernachtet. Das will ich ganz bestimmt nicht (was sie nicht verstehen kann). Kann ich ihm Hausverbot erteilen? Wie mache ich und gilt das?

Und: Wenn ich nicht mehr will, dass sie bei mir zur Untermiete wohnt: Wie funktioniert da die Kündigungsfrist von 3 Monaten? Wenn ich ihr heute die Wohnung kündige, muss sie in 3 Monaten gehen? Darf sie auch schon früher gehen - und muss sie in diesem Fall die Miete dennoch für die ganzen 3 Monate bezahlen?
 
Am besten sperrst Du die Frau in den Keller, damit das Wort „Untermiete” die Bedeutung gewinnt, die Du ihm eh schon beimißt.

Wenn Du untervermietest, hat Deine Untermieterin natürlich Rechte, die Du ihr nicht verwehren kannst. Dazu gehört der Herrenbesuch.

Du nutzt doch nicht etwa die finanzielle Lage Deiner Ex-Freundin aus, um ihr Steine in den Weg zu werfen? Das könnte, wenn ihr neuer Freund Anwalt ist, ganz schnell ganz übel ausgehen.
 
Der Vermieter kann einem Besucher seines Mieters nur dann Hausverbot erteilen, wenn der Besucher einen Grund liefert. Solange der Neue deiner Ex also nicht deine Wohnung kurz und klein schlägt, kannst du nichts tun.

Deine Ex darf jederzeit ausziehen, sie ist ja nicht deine Gefangene. Die Kündigungsfrist vorn drei Monaten besagt, dass du ihr drei Monate Zeit gewähren musst, damit sie sich eine neue Wohnung suchen kann und dass du das Recht hast in diesen drei Monaten von ihr Miete zu kassieren. Im gegenseitigen Einverständnis kann diese Zeit auch abgekürzt (oder verlängert) werden.
 
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Gast

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Untermietsverträge unterliegen lediglich einer Kündigungsfrist von 4 Wochen, auch zur Monatsmitte möglich.
Musste auch mal auf diese Weise eine Beziehung beenden. Und das würde ich Dir in Deinem Fall auch raten.
Sie muss dann die Miete noch für diesen 1 Monat zahlen und fristgerecht das Zimmer räumen und den Schlüssel abgeben.
Dann hast Du es hinter Dir.
 
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Gast

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Wieso fragst du das denn nicht beim Anwalt?

Abgesehen von der rechtlichen Seite gibt es in WGs aber auch zu bedenken, dass ganz egal, was das Gesetz sagt, es keinen Spaß macht mit jemandem zu wohnen, der nicht mehr erwünscht ist, weder für dich noch für den anderen ist das besonders angenehm. Insofern würde ich da in einem Gespräch klar machen, dass sie sich etwas neues suchen soll und fertig.

Gib ihr drei Monate dafür, notfalls kannst du dann noch einen Monat verlängern, aber das würde ich nicht von vornerein dazu sagen.
 
Sie bezahlt also Miete.
Damit ist sie die Besitzerin des Zimmers und ihrer Anteile an den Gemeinschaftsflächen und damit darf sie frei über sie verfügen.
Sie kann Besuch empfangen, von wem sie will.
Ich glaube, es gibt da nur enge Ausnahmen, z.B. wenn der Neue dich schlägt.
Warum willst du denn nicht, dass der Mann sie besucht ?
Doch nicht alles so easy ? Dann sollte sie besser ausziehen.

Das möchtest du auch, nicht ? Deswegen fragst du ja nach den Kündigungsmodalitäten, richtig ?
Hat sie einen Mietvertrag ? Wenn nicht, hat sie nichts und du kannst sie heute raussetzen, ihre Sachen ins Treppenhaus werfen und das Schloss austauschen ( Hinweis: ich scherze ).
Falls ihr einen Vertrag habt, sieh hinein, welche Kündigungsfrist vereinbart ist. Wenn nichts drinsteht, gilt der Standard, den findest du leicht im I-net, ist von Fall zu Fall verschieden ( z.B. ist relevant, wie lange der Vertrag schon läuft ).
Die Kündigungsfrist ist dann beiderseits einzuhalten. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass sie früher aus dem Vertrag rauskommt, wenn sie einen Nachmieter präsentiert. Du musst den nicht akzeptieren.
Die Miete muß sie natürlich weiterzahlen, die Frage ist nur, wie du sie einfordern kannst, wenn sie nicht bezahlt. Klagen wirst du sicher nicht wegen so einer Kleinigkeit. Hast du eine Kaution ?

w 48 ( keine Juristin, aber deine Fragen sind leicht, das gehört zur Allgemeinbildung. Hoffentlich blamiere ich mich jetzt nicht, weil ich was falsches geraten habe ;-) )
 
G

Gast

Gast
Die Kündigung sollte vertraglich geregelt sein... Und in dem Vertrag muss was drin stehn. Hast du den selbst aufgesetzt oder gar mündlich gemacht? Dann gratuliere ich schon mal recht herzlich...
Meine Güte, das war doch klar, dass sie irgendwann nen neuen Kerl anschleppt... Lebst du denn seit der Trennung im Zölibat?
Wenn du nicht damit leben kannst, dass du so viel von ihrem Leben mitbekommst, hättest du keine WG mit ihr gründen sollen... für mich wäre das auch keine Lösung, aber mir wäre es zumindest vorher schon klar gewesen...
 
Erstmal müsstest du das rechtliche klären - ist sie wirklich deine Untermieterin mit separatem Untermietvertrag? Dann ist die Kündigungsfrist schlicht 4 Wochen zum Monatsende. Oder steht ihr gemeinsam im Mietvertrag - dann kannst du ihr gar nicht kündigen! Das könnte dann bestenfalls der Vermieter - aber dann bist du wohl mit draussen. Und Besuch verbieten kannst du in keinem Fall, es sei denn, der Besucher macht sich strafbar, stört den Hausfrieden (durch Lärm etc) oder ähnliches - es sei denn, es wäre kein Besucher, sondern würde tatsächlich einziehen... Dass sie deine Ex ist, dürfte rechtlich gesehen gar keine Rolle spielen.
 
S

star66

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Vielen Dank für eure Antworten! Hat mir schon mal weitergeholfen.

Die Wohnung schlägt er bestimmt nicht kurz und klein - aber was wäre sonst ein deutlicher Grund? Reicht dafür persönliche (schriftlich oder mündlich) Erpressung oder Androhung von ziemlich übler Gewalt? ZB gegenüber der Wohnung oder gegenüber mir?
 
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Ars_Vivendi

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Nun möchte sie aber, dass ihr neuer Freund sie besuchen kommt und bei uns übernachtet. Das will ich ganz bestimmt nicht (was sie nicht verstehen kann).

Verstehe ich auch nicht. Warum sollte ihr neuer Freund nicht zu Besuch kommen in ihre Wohnung, warum sollte er nicht bei ihr übernachten? "Bei uns" gibt es ja offensichtlich nicht mehr, wenn sie sich von Dir getrennt hat. Würdest Du akzeptieren, dass Sie Deine neue Freundin nicht in der Wohnung haben möchte? Wenn Du sie nicht mehr in Deiner Wohnung haben möchtest, solltest Du den Mietvertrag kündigen. Wie Du auf die Idee kommst, dass sie dann gleich gehen sollte, Du aber noch monatelang Miete bekommst, ist mir schleierhaft. Bei der Denkweise ist nachvollziehbar, dass sie sich getrennt hat.
 
G

Gast

Gast
Die Wohnung schlägt er bestimmt nicht kurz und klein - aber was wäre sonst ein deutlicher Grund? Reicht dafür persönliche (schriftlich oder mündlich) Erpressung oder Androhung von ziemlich übler Gewalt? ZB gegenüber der Wohnung oder gegenüber mir?
Auf weller Welle schwimmst Du denn eigentlich? Wieso sollte irgendwer Deine Wohnung kaputtschlagen?
Ich versteh Dich auch überhaupt nicht:
Deine Ex wohnt bei Dir zu Untermiete, darf aber nicht ihren neuen Freund mitbringen? Natürlich darf sie das !
Sie wohnt ja nicht bei Dir, sondern in ihrem Zimmer, ober was Du ihr eben gerade untervermietet hast.
Du kannst ihr kündigen, vermutlich darf Du (da nichts vereinbart war) die Kündigungszeit auf zwei Wochen verkürzen, sonst vier Wochen.
 
Reicht dafür persönliche (schriftlich oder mündlich) Erpressung oder Androhung von ziemlich übler Gewalt? ZB gegenüber der Wohnung oder gegenüber mir?

Schriftlich geäußerte Drohungen sollten definitiv ein ausreichender Grund sein, jemandem Hausverbot zu erteilen. Mündliche eigentlich auch, es kann ja nicht sein, daß der Hausherr jeden in die Wohnung lassen muß, nur weil der bisher (noch) nicht handgreiflich geworden ist.

Ich denke allerdings, daß andererseits die Untermieterin ein solches Hausverbot zum Anlaß für eine außerordentliche Kündigung nehmen könnte, d.h. sie kann die Wohnung ohne Beachtung einer Kündigungsfrist sofort räumen und muß auch für den Restmonat keine Miete mehr bezahlen bzw. könnte die im voraus geleistete Zahlung zurückfordern.
 
G

Gast

Gast
Das Ganze ist so absurd, dass ich eigentlich darauf gar nicht antworten wollte.
Nein, du kannst ihm kein Hausverbot erteilen und deine Ex, die jetzt aus für mich nicht mal ansatzweise nachvollziehbaren Gründen deine Untermieterin ist, kann tun und lassen, was sie will.
Vor allem sollte sie schleunigst eins tun (das würde ich ihr raten, wenn sie meine Freundin wäre): sich eine eigene Wohnung suchen und ein unabhängiges Leben führen.
Ich kann gar nicht fassen, was es für schräge Konstellationen gibt.
 
Bei der ganzen Diskussion über rechtliche Dinge - das kann doch nicht euer Ernst sein. Soviel Flexibilität ist mir nicht ganz grün. Wenn es hier rein um finanzielle Dinge geht - sie zahlt bei Dir weniger, als sich eine eigene Wohnung zu suchen, Du bekommst eine Nebeneinnahme, die Dir sonst fehlen würde - macht 'nen Haken dran! Das kann doch niemand schön finden, dass die Ex mit dem Neuen bei dem Ex zur Untermiete wohnt!
 
Die Wohnung schlägt er bestimmt nicht kurz und klein - aber was wäre sonst ein deutlicher Grund? Reicht dafür persönliche (schriftlich oder mündlich) Erpressung oder Androhung von ziemlich übler Gewalt? ZB gegenüber der Wohnung oder gegenüber mir?
ja was denn jetzt? ist er bestimmt nicht gewalttätig oder hat er dir gedroht?

Oder willst du lügen und behaupten er hätte dir gedroht, obwohl es nicht so war?
 
G

Gast

Gast
Die Wohnung schlägt er bestimmt nicht kurz und klein - aber was wäre sonst ein deutlicher Grund? Reicht dafür persönliche (schriftlich oder mündlich) Erpressung oder Androhung von ziemlich übler Gewalt? ZB gegenüber der Wohnung oder gegenüber mir?

@FS:
Du suchst offenbar dringend Gründe deiner Exfreundin ins Leben zu pfuschen. Warum hast du dich von ihr getrennt, wenn du es nicht aushalten kannst, dass sie einen neuen Partner hat? Warum hast du sie als Untermieterin aufgenommen, wenn du nicht damit zurechtkommst zu sehen, das sie auch ohne dich glücklich sein kann?
Oder spielt ihr hier nur ein perfides Machtspiel? Worum genau geht es nun wirklich?
 
@FS:
Du suchst offenbar dringend Gründe deiner Exfreundin ins Leben zu pfuschen. Warum hast du dich von ihr getrennt, wenn du es nicht aushalten kannst, dass sie einen neuen Partner hat? Warum hast du sie als Untermieterin aufgenommen, wenn du nicht damit zurechtkommst zu sehen, das sie auch ohne dich glücklich sein kann?
Oder spielt ihr hier nur ein perfides Machtspiel? Worum genau geht es nun wirklich?

Wer lesen kann ist klar im Vorteil. SIE hatte einen anderen, SIE hat sich getrennt, und so wie ich das lese haben sie auch vorher schon gemeinsam gewohnt und sie ist (aus welchen Gründen auch immer) da wohnen geblieben.

@FS: Dass du nicht glücklich bist, sie mit ihrem neuen zu sehen, und das sogar in deiner Wohnung, kann ich auch verstehen. Aber ein wenig bist du auch selbst schuld daran, ich hätte das von Anfang an nicht akzeptiert, dass sie bleibt. Ich rate dir, sie sobald als möglich zu kündigen. Bis zum Ablauf der Frist hat sie aber das recht, die Wohnung entsprechend des Vertrages zu nutzen, und muss dafür aber auch zahlen. Ausziehen kann sie wenn sie will morgen, aber wenn du darauf bestehst, muss sie die Miete bis zum Ende der Frist zahlen. Im gegenseitigen Einverständnis könnt ihr euch aber natürlich auch auf eine kürzere Frist einigen.

Besuche ihres neuen Freundes wirst du wohl oder übel ertragen müssen, solange er sich nichts zu Schulden kommen lässt. Eine schriftliche Gewaltandrohung dir oder deinem Eigentum gegenüber wäre aber sicher ein Grund für ein Hausverbot.

Aber: du schreibst, ihr hättet noch ein freundschaftliches Verhältnis. Um des Friedens willen würde ich versuchen eine einvernehmliche Lösung zu finden bei der sie so schell als möglich auszieht und in der Zwischenzeit die Zähne zusammen beißen. Das spart Geld und Nerven.
 
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