• #31
Ich frage mich, warum du sowas mit deinen Eltern besprichst ?
Weil sie zu dem Zeitpunkt, die Eltern noch als Vertrauenspersonen sah, was auch positiv war!
Die eigenen Eltern sehen einen selbst doch auch in keinem realistischen Licht.
Daher würde ich Beziehungsprobleme mit guten Freunden besprechen und nicht mit den eigenen Eltern.
Klagt man da sein Leid, springt ganz schnell der Beschützerinstinkt an und der Partner ist „der Böse“. Sie sind halt nicht objektiv genug ...
Stimme dem nicht zu! Die Eltern sagen einem eher die Wahrheit, als Freunde!
Allerdings ist es schon etwas verwunderlich, dass sie dich auffordern dich zu trennen. Das geht ja etwas weit ...
Nicht verwunderlich für mich, sie werden schon wissen, warum sie das sagen, FS wird uns ja nicht alles sagen, was sie ihren Eltern schon alles negativ über ihren Partner gesagt hat!
Ich habe das Gefühl, meine Familie wünscht mir einen unrealistischen Traummann ohne Fehler, den es nicht gibt!
Die 110 Prozent! Ein Brad Pitt, am besten Arzt, spricht 8 Sprachen und ist mir dann natürlich treu, obwohl
Unsinn, deine Familie möchte nur eines, dass du in deiner Beziehung glücklich bist, was du nicht bist, wenn du ehrlich zu dir bist, wenn du das nicht kapierst, dann musst auch du wie so viele Frauen, auf diese harte Nuss beißen!
Wenn er, sagen wir mal, "Müllrausbringer" sein soll und sich pflichtbewusst drum kümmert, und sie "Postholerin" ist und es vielleicht sogar ein kleinerer Briefkasten ist, bei dem ganz früh morgens und auch noch mal nachmittags ungefragt fette Werbung und Stadtzeitungen reingestopft werden. wird das ganze noch mal problematischer.
Sorry, das ist doch Kinderkram pur!
 
  • #32
Die FSin ist nicht seine Therapeutin, sondern seine Partnerin!!
Wenn der Mann seine Kindheit mit Ü30 noch nicht verarbeitet hat, dann läuft irgendwas gehörig schief bei ihm und er sollte sich professionelle Hilfe holen!
Muss ich auch sagen. Wenn jemand so ein Verhalten an den Tag legt, ist es seine eigene Aufgabe, das zu ändern, wenn es jedes Mal so eskaliert und der Partner sich daran stört. Man kann sicher zu zweit darüber reden, was der tiefergehende Grund ist, aber lösen muss es der, der laut wird.
Und „laut werden“ ist jetzt ein sehr subjektiv behaftete Aussage. Manche haben nie gelernt mit Gefühlen wie Wut, Frustration und Ärger umzugehen und diese vertraglich auszudrücken. Die empfinden dann verärgerte Menschen schnell als aufbrausend.
Also, der Freund der FS wird ja laut/pampig und entschuldigt sich danach. Scheint also nicht so zu sein, dass er das selbst als total normales und verbreitetes Verhalten empfindet. Ich bin der Meinung, man sollte seine Gefühle mitteilen und ich zeige Frust und Ärger, aber ich schreie dabei nicht, also werde nicht laut und motze nicht meinen Partner an. Weil ich weiß, wie sehr mich das an meiner Mutter gestört hat, die auch so Ausraster hatte, was ich als Kind als extrem beängstigend empfand, dass jemand sich nicht mehr unter Kontrolle hat in dem Moment (auch wenn sie null gewalttätig war). Ich empfinde das nicht als normales oder irgendwie positives Verhalten bei Streit in der Beziehung. Und hatte auch nie so einen Partner, selbst bei wirklichen Problemen in der Beziehung, und schon gar nicht, weil der andere durch irgendwas getriggert wird, was ich ja überhaupt nicht wegen ihm gemacht habe, wie irgendwas vergessen. Für mich ist schreien, den anderen beschimpfen, aggressive Gestik und Mimik einfach was, was auf der Sachebene überhaupt nicht weiterbringt und auch die Emotionen nicht löst, sondern erst so richtig anfacht.
 
  • #33
Für mich ist schreien, den anderen beschimpfen, aggressive Gestik und Mimik einfach was, was auf der Sachebene überhaupt nicht weiterbringt und auch die Emotionen nicht löst, sondern erst so richtig anfacht.
Sehe ich genauso! Für mich gehört laut werden/ anschreien zur häuslichen Gewalt! In einer Liebesbeziehung löst man seine Probleme anders.

Stell dir doch mal vor, du hast in ein paar Jahren ein kleines Kind und er wird dann öfters laut. Das kleine Kind wird es nicht einordnen können und Angst bekommen. Das kann massive Auswirkungen auf die Entwicklung haben. Möchtest du, dass dein Kind mit so einem Vater aufwächst?
 
  • #34
Nicht, wenn Deine Post dann halb raushängt, so dass jeder auf der Straße nur zugreifen müsste. Wenn ich was bestelle, das in einem Umschlag kommt, hängt das aus dem Kasten schon mal raus, wenn die Stadtzeitung und noch ein Katalog, mit dem keiner rechnete, schon drin ist. Deswegen ist es wichtig, das vorher rauszunehmen, bevor der/die Brieftragende kommt.

Anstatt sich über Postmüll zu streiten, oder? :)
So isses.
Ich denke, das macht irgendwann das Alter. Du hast ja Dein methusalemsches nun nach unten korrigiert, aber ich glaube, auch mit jungspundhaften 50 ist man schon so weit, dass man keinen Bock mehr hat, sich um Pillepalle zu streiten. Das ist durchaus eine Einstellungsfrage.

Aber wenn es echte Probleme gibt deswegen, also wenn die Postsituation so ist, wie oben geschrieben, weil sich der Raum im Briefkastenuniversum ja nicht ausdehnt mit der Zeit, dann wäre ich auch frustriert, wenn das nicht läuft, obwohl Notwendigkeit sichtbar ist. Ich denke aber, ich würde mich um eine Lösung bemühen, die mich unabhängig davon macht, ob einer mir vorher die Post rausholt oder nicht, statt rumzustreiten.
 
  • #35
Aber zum Glück sagten sein Vater letztens selbst zu mir: " Ich verstehe, dass du zu XY nichts mehr sagst, ist auch gut so, sonst hängt der hier wieder rum und nervt".
Finde ich aber auch respektlos. Der Vater fällt seinem Sohn in den Rücken und macht ihn vor Dir zum Deppen. Ihr nehmt den Sohn ja hier nicht ernst - ok, sein Verhalten ist anscheinend nicht so, aber hinter dem Rücken die Augen verdrehen, macht es ja nicht anders.
Ich finde es richtig, dass sie das richtig einschätzen und jetzt nicht zu Dir blöd sind, aber seinen Sohn sollte man mE auch nicht vor der Partnerin abwerten. Der Vater könnte ja mal IHM eine Lebensweisheit weitergeben, dass er das ganze mal von einer anderen Seite betrachten könnte.

Wenn man das jetzt noch weiter auswalzt: Wie wird ein Kind zur Diva? Vielleicht haben die Eltern ihn NIE ernstgenommen und immer lächerlich gefunden mit seinen Befindlichkeiten und das hat ihn immer empfindlicher gemacht? (Musst Du nicht drauf antworten, ich musste nur gerade an einen Jungen denken, der sehr empfindsam war und schnell gekränkt, worüber seine Verwandtschaft immer die Augen verdrehte und ihn abblockte. Die Mutter konnte ihn als Kind nicht annehmen und er fühlte sich dadurch vielleicht immer unverstanden und ungeliebt und reagierte daher sehr emotional, wenn irgendwas nicht "sicher" lief für ihn.)
 
  • #36
Meine Eltern haben ja auch erst ihre Meinung gezeigt, als es wirklich von außen nicht okay war, wie die Beziehung lief.
Das ist ja auch völlig legitim, seine Meinung zu äußern. Was sie damit anstellt, ist aber ihr überlassen. Man kann seine Kinder nicht vor allen scheinbaren Fehlern bewahren. Irgendwo müssen die ja auch ihre Lebenserfahrung hernehmen und zu unmündigen Erwachsenen, die immer nur auf die Meinung anderer setzen, würde ich meine Kinder nicht erziehen wollen.

Ich bin der Meinung, man sollte seine Gefühle mitteilen und ich zeige Frust und Ärger, aber ich schreie dabei nicht, also werde nicht laut und motze nicht meinen Partner an. Weil ich weiß, wie sehr mich das an meiner Mutter gestört hat, die auch so Ausraster hatte, was ich als Kind als extrem beängstigend empfand
Und da hast du für dich die Erklärung, warum du dich davon so getriggert fühlst, wenn jemand laut wird. Du rutscht in dein Kind Ich und machst deinen Partner zum imaginären Elternteil. Schlecht, weil man sich dann so hilflos und unmündig anfängt zu verhalten, als ob man noch 5 Jahre alt wäre. Man kann aber auch Triggerpunkte bearbeiten, so dass sie noch kaum Einfluss auf einen nehmen können. Finde ich persönlich die besser Variante, als immer nur „wegzulaufen“. Das schränkt das eigene Leben ja auch arg ein.

Daher sollten sich die beiden mal hinsetzen und das besprechen. Sofern die beiden das überhaupt ausreichend tangiert.
 
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  • #37
Aber ich beschimpfe nicht und schlage nicht. Und er auch nicht.

Von daher ist es für mich okay.
Wenn wirklich alles okay wäre, würdest du keine Sekunde über die Worte deiner Eltern nachdenken und hier einen Thread erstellen, sondern deine Eltern zurechtweisen. Du tust es aber nicht, weil du spürst, dass sie nicht unrecht haben!!
Du möchtest bestimmt vom Forum hören, dass deine Eltern übertreiben und deine Beziehung ganz toll ist, damit du beruhigt die Hochzeit angehen kannst. Sehe ich aber anders, daher die harten Worte!

Du sagst, dass er sich nach Streitereien immer entschuldigt.
Ich kenne es so, dass man sich entschuldigt, wenn man in der Beziehung wirklich Mist gebaut hat. So harmlos sind eure Streitereien anscheinend nicht!
 
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  • #38
Was ist deine Frage? Ob deine Familie recht hat? Oder wie du die Geister, die du riefst, wieder loswirst?
Zu diesem Patzigsein wegen der Post- ist das ein genervtes, Mensch jetzt hast du die Post wieder vergessen- oder ein Herrschaftszeiten...!!!
Für mich komnt das sehr auf Ton und Wortwahl an. Genervt ist glaub ich jeder mal...
Hier fehlt Kontext für mich.
Führt es dazu, dass du dich zusammengestaucht fühlst? Dass du Angst hast einen Fehler zu machen?
 
  • #39
und da hast du für dich die Erklärung, warum du dich davon so getriggert fühlst, wenn jemand laut wird. Du rutscht in dein Kind Ich und machst deinen Partner zum imaginären Elternteil. Schlecht, weil man sich dann so hilflos und unmündig anfängt zu verhalten, als ob man noch 5 Jahre alt wäre. Man kann aber auch Triggerpunkte bearbeiten, so dass sie noch kaum Einfluss auf einen nehmen können. Finde ich persönlich die besser Variante, als immer nur „wegzulaufen“. Das schränkt das eigene Leben ja auch arg ein.
Ich bin mir sicher, dass viele Menschen es nicht mögen, wegen einer Lappalie wie Post holen (jaja, ich weiß, wir kennen die Umstände nicht) angeschrien zu werden. Wenn dir das nichts ausmacht und du ruhig und emotional unbeteiligt wartest, bis sich dein Partner ausgeschrien hat, ist das ja schön. Ich halte es aber für übertrieben, den anderen zu unterstellen, sie hätten nur nicht intensiv genug ihre Triggerpunkte bearbeitet. Ich muss es auch dann nicht mögen, wenn ich weiß, WARUM ich mich dann unsicher und klein fühle. Fest steht aber, dass er dann der falsche Partner für mich ist und ich mir das nicht in regelmäßigen Abständen antun muss.
 
  • #40
Die Fs läuft zur Familie, die erfährt nur die Meckerei und nicht ihre Seite und wie es dazu kam.
Hier liegt der Hase im Pfeffer, das haben dir, liebe Melina, nicht wenige hier schon bestätigt.

Klar darfst du im geschützten Familien-Raum ablästern - doch solltest du nicht vergessen, auch die positiven Seiten deines Partners zu erwähnen. Kennt deine Familie diese nicht, bzw. hört sie viel öfters von den Problemen auf deiner Seite, wird sie dich verteidigen und in Schutz nehmen. Es wird schwer, ihr das auszureden.

Mein Sohn lässt bei mir auch hin und wieder ein Problem aus seiner Ehe fallen. Da ich aber sehr viel öfters von ihm erfahre, wie gut es ihm in seiner Beziehung geht, höre ich ihm zwar zu, diskutiere auch mit ihm, finde dabei aber meistens (mit ihm zusammen!) den Fehler im System.
Ich greife nie ein, will nichts verändern, weiß aber, dass er selbst öfters mal den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Dann holze ich halt ein bisschen ab ... und es wird gleich heller.
 
M

MelinaMelina

Gast
  • #41
Wenn wirklich alles okay wäre, würdest du keine Sekunde über die Worte deiner Eltern nachdenken und hier einen Thread erstellen, sondern deine Eltern zurechtweisen. Du tust es aber nicht, weil du spürst, dass sie nicht unrecht haben!!
Du möchtest bestimmt vom Forum hören, dass deine Eltern übertreiben und deine Beziehung ganz toll ist, damit du beruhigt die Hochzeit angehen kannst. Sehe ich aber anders, daher die harten Worte!

Du sagst, dass er sich nach Streitereien immer entschuldigt.
Ich kenne es so, dass man sich entschuldigt, wenn man in der Beziehung wirklich Mist gebaut hat. So harmlos sind eure Streitereien anscheinend nicht!
Hi,
so ist es nicht, ich schreibe hier gerade, nicht weil mein Verlobter mich verletzt, sondern viel mehr meine Eltern, die paradoxerweise, ebenso wie mein Verlobter, Kleinigkeiten aufbauschen und meinen, keiner ist gut genug, so in etwa.

Du klingst ziemlich negativ in deinen Beiträgen. Kann es sein, dass du selber viel Negatives mit Männern erlebt hast und getrennt bist?

Ich habe ja geschrieben, dass mein Verlobter ansonsten ein Traum ist (für mich). Verbiegen musste ich mich nicht, geht auch schlecht bei jahrelangem Zusammenleben, und er kennt mich sehr gut.

Mich verletzt nur, wenn man eine Person, die ich liebe, derart niedermacht.

Lg
Melina
 
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  • #43
Das ist ja auch völlig legitim, seine Meinung zu äußern. Was sie damit anstellt, ist aber ihr überlassen. Man kann seine Kinder nicht vor allen scheinbaren Fehlern bewahren.
Klar. Sie müsste ihren Eltern einfach ganz klar, sagen, dass sie aufhören sollen, ihr die Trennung einzureden und das dann auch durchsetzen.
und da hast du für dich die Erklärung, warum du dich davon so getriggert fühlst, wenn jemand laut wird. Du rutscht in dein Kind
Ähm, nein. Ich kenne eigentlich auch nur andere Leute, die der Meinung sind, Schreien ist bei einem Streit nicht gut. Sogar Psychologen. Auch Leute, die diese Erfahrung nicht in der Kindheit gemacht haben. Würde das auch für Leute gelten, die Gewalt in einer Beziehung ablehnen, und diese selbst als Kind erlebt haben? Die müssen dann auch in sich gehen und rausfinden, warum sie das stört? :D
Ja aber die FS hat ja geschrieben, dass sie auch laut wird. Natürlich ist es nicht gut wenn man laut wird.
Das stimmt natürlich.
Mich verletzt nur, wenn man eine Person, die ich liebe, derart niedermacht.
Aber die Sache ist ja, dass sie ihn nicht grundlos niedermachen, was es ja auch gibt - sondern, weil DU was erzählt hast. Also, ich weiß ja nicht, ob du das total aufgebauscht hattest. Vielleicht nehmt ihr euch alle nicht so viel, das kann ja auch sein.
Wenn sich dein Verlobter und deine Eltern da ähnlich sind, hast du ihn vielleicht auch unbewusst gewählt, weil er ihnen ähnlich ist. Wo es hier grad um Kindheit und Prägung ging. Das kann ja auch sein?
 
  • #44
Mich verletzt nur, wenn man eine Person, die ich liebe, derart niedermacht.
Warum setzt DU dann nicht die Grenzen, und sagst STOPP zu Deinen Eltern?

Von jedem Mann wird es erwartet, dass er sich ggf. vor die Partnerin stellt...

Also, dann sage Deinen Eltern, Du bist glücklich, Du willst DIESEN Mann heiraten. Und Du verbittest Dir weitere Kommentare.
Allerdings solltest Du dann auch evtl. Probleme nicht zu den Eltern tragen.

Deine Eltern mischen sich soweit ein, wie Du sie dazu einlädst und es zulässt.

W, 51
 
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  • #45
Ich finde gerade das Thema Eltern ist nie pauschal.

Wenn ich in einem anderen Thread lese: Mutter sagt, dass der Junge Bahn und nicht Auto fahren soll...dann ist es doch sein Thema wenn er mit 40 darauf hört.
In einem anderen war eine junge Frau, die vor versammelten Mannschaft fertig gemacht wird und wo Eltern darauf bestehen, dass alle Sonntags kommen.
Da muss der Sohn Grenzen setzten weil das auf keine Kuhhaut geht.

Dann das Ding mit der Hochzeit, wenn es jahrelang keinen Stress gab, auch keine Ablehnung der zukünftigen und auf einmal knallt es...da überlege ich warum jetzt auf einmal, ggf sind da dicke Missverständnisse gelaufen.

Und hier...sorry auch wenn ich jetzt geschlagen werde aber lest Euch die anderen Post der FS durch.
Wenn Ihre Eltern nur so etwas hören und sind jetzt die "Bösen", muss ich sagen: sehe ich nicht so!
Denn das Bild, welches die FS von ihrem Partner macht, ist kein gutes.
Entweder neigt die FS zum riesen Drama und bauscht alles auf oder sie weint zu recht verzweifelt, verzeiht aber sofort, wenn er auch nur einen netten Satz los lässt.
Dann wäre der Partner nicht nett und die Eltern hätten Recht.

Man kann nicht jedem seine Meinung als übergriffig auslegen, nur weil es zufällig die Eltern sind.
 
  • #46
Du klingst ziemlich negativ in deinen Beiträgen. Kann es sein, dass du selber viel Negatives mit Männern erlebt hast und getrennt bist?
Du schilderst hier dein Problem und ich erzähle dir, was mein Eindruck ist. Ob ich selbst negative Erfahrungen mit Männern gemacht habe, ist doch völlig egal.

Ich wollte dich mit meinen Beiträgen auch nur sensibilisieren, was häusliche Gewalt betrifft. Wenn bei euch alles in Ordnung ist, freut mich das! Dann solltest du deine Eltern von deinem Partner überzeugen und Streitereien nicht erwähnen!
 
  • #47
In Deutschland wird es als negativ bewertet wenn man sich laut streitet. In anderen Ländern ist das nicht so, da gehört es zum guten Ton auch mal aus sich raus zu gehen. Man muss ja nicht gleich mit Sachen werfen , aber mal seinen Frust raus zu lassen, und das auch durchaus mit mehr Phon, ist völlig in Ordnung. Das halten die zarten Seelchen der Erwachsenen schon aus.
 
  • #48
Ich finde es hier sehr schwierig, sich als Aussenstende ein Bild zu machen.
Vielleicht ist es so, wie pixie sagt, vielleicht auch anders.
Insgesamt stehst du sehr unter Druck, die Eltern machen Druck, dein Freund auch irgendwie?
Hast du Angst, ihn zu verlieren?
Dich mit deinen Eltern zu überwerfen?
Insgesamt hätte ich in deiner Situation das Bedürfnis, mir Platz znd Raum zu verschaffen. Wo bleibst du in dem ganzen?
 
  • #49
Liebe Melina

Jeder hat das Recht zu denken was er möchte. Auch Deine Familie darf den Partner nicht zu hundert Prozent mögen.
Akzeptiert es gegenseitig.
Lerne unabhängig sein von Meinungen Anderer. So wie sie auch Deinen Willen hinnehmen müssen. Deine Familie muss lernen Dich loszulassen und Freiheit geben. Du dasselbe.

Das nächste Mal sage einfach:" Ja, wir haben bei diesem Thema nicht die gleiche Meinung, und am Besten statt zu zerreden oder gar Streit zu bekommen akzeptieren wir alle die Situation so wie es ist.
 
  • #50
In Deutschland wird es als negativ bewertet wenn man sich laut streitet. In anderen Ländern ist das nicht so, da gehört es zum guten Ton auch mal aus sich raus zu gehen. Man muss ja nicht gleich mit Sachen werfen , aber mal seinen Frust raus zu lassen, und das auch durchaus mit mehr Phon, ist völlig in Ordnung. Das halten die zarten Seelchen der Erwachsenen schon aus.
Ich finde, jeder wie er mag. Wenn man sich gern anschreien lässt, go for it. Ich finde nur immer dieses Argument „in anderen Ländern“ ist keins. In anderen Ländern ist teilweise Gewalt in Beziehungen oder bei der Erziehung Alltag (schadet den zarten Seelen doch nicht), Bestrafung von Homosexualität oder dass die Familie die Braut aussucht oder man immer auf die Eltern hören muss, was da zum guten Ton gehört, will die FS aber auch nicht. Es gibt Studien dazu, dass Geschrei bei Streit zu mehr Stress führt und nicht hilft. Ob das irgendwo noch normal ist, wie früher hier bei uns auch so einiges, ist nicht relevant dafür, ob es gut ist.

Lerne unabhängig sein von Meinungen Anderer. So wie sie auch Deinen Willen hinnehmen müssen. Deine Familie muss lernen Dich loszulassen und Freiheit geben. Du dasselbe.

Das nächste Mal sage einfach:" Ja, wir haben bei diesem Thema nicht die gleiche Meinung, und am Besten statt zu zerreden oder gar Streit zu bekommen akzeptieren wir alle die Situation so wie es ist.
Das find ich einen guten Tipp.
 
  • #51
Es geht nicht darum, dass sie das gutheißen oder gar mögen soll.

Also ich habe noch keinen Menschen kennengelernt, an dem ich alles mögen würde und der frei von Verhaltensweisen gewesen wäre, wo ich mich nicht regelmäßig gefragt hätte: wie kann man darauf nur so reagieren ?

Und wie sie selbst erläutert, wird er nicht verbal gewalttätig, indem er sie runtermacht oder gar beschimpft, sondern er reagiert emotional über.

Manche können damit umgehen, andere wiederum nicht ... Aber das entscheiden nun mal nicht andere für sie.
 
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  • #52
Wenn Du Deiner Familie über Details der Beziehung berichtest, prägst Du deren Meinung. Und natürlich unterstützt die Familie Dich dann, im Zweifel auch mehr als Du möchtest.

Einen Verlobten kennst Du sicher schon länger. Erzählst Du dann regelmäßig auch positive Dinge? Gibt es ein ausgewogenes, aber insgesamt positives Bild?
Worüber hast Du denn erzählt? Ist es etwas, das für eine Beziehung wirklich relevant ist? War die Ehe Deiner Eltern in der Hinsicht schlecht, so dass Du irgendetwas triggerst?

Aus meiner Sicht solltest Du mit Deiner Familie reden, das Bild geraderücken und im Zweifel auch ganz klar sagen, dass Du ihn besser kennst und anders siehst. Für die gesunde Grenze zu Deiner Familie bist Du zuständig. Ob Du Dich in Deiner Beziehung gut fühlst, ist Deine Beurteilung.

Über reine Lautstärke in einer Beziehung muss man sich erstmal nicht beklagen, gerade, wenn sie von beiden Seiten kommt. Du liest aber gerade hier im Thread, wie Du zu
Er wird weder gewalttätig noch beschimpft er mich mit Schimpfwörtern im Streit.
Aber er wird eben laut.

...auch ich werde leider laut,

Aber ich beschimpfe nicht und schlage nicht. Und er auch nicht.

Von daher ist es für mich okay.
Antworten bis hin zu vermuteter häuslicher Gewalt bekommst, weil Dir andere Menschen aus Ihrem Leben berichten möchten. Vielleicht ist das mit Deiner Familie auch so?
 
  • #53
Finde ich aber auch respektlos. Der Vater fällt seinem Sohn in den Rücken und macht ihn vor Dir zum Deppen. Ihr nehmt den Sohn ja hier nicht ernst - ok, sein Verhalten ist anscheinend nicht so, aber hinter dem Rücken die Augen verdrehen, macht es ja nicht anders.
Ich kann verstehen, dass das so auf dich wirkt, aber erstmal sind wir mittlerweile ein solcher Familienverbund, dass man sowas durchaus mal sagen kann. Er sagt es ja auch seinem Sohn. Seine Mutter packt ihn da arg in Watte und meldet sich bei vermeintlichen Defiziten dann bei mir mit Veränderungswünschen an ihrem Sohn. Da habe ich recht schnell den Riegel vorgeschoben. Ich habe nämlich nicht vor meinen Partner zu erziehen. Die Eltern haben in der Rückschau so einiges verbockt und zum Glück trotzdem 2 unglaublich selbstständige junge Männer hinbekommen.

Beide - mein Partner und sein Bruder- haben eher das Problem, dass sie zu sehr ernst genommen wurden. Ihnen wurde jeder Wunsch erfüllt und nie kontra gegeben. Es ist einfach nicht normal, daß den Kindern Auto, Eigentumswohnung und Putzfrau zum Studium geschenkt wird und wenn es mal etwas NICHT gab, dann konnte man das mit einer Woche ignorieren der Eltern lösen, die dann schwach wurden.

Nun ist es so gewesen; bei mir läuft das aber nicht so. Mein Partner musste wirklich lernen, dass man sich Zuwendung nicht kaufen und auch nicht emotional erpressen kann. Deswegen hat die Kennenlernphase bei uns auch ein gutes Jahr gedauert.

Jetzt legt er solche Verhaltensweisen nicht mehr an den Tag, kann aber eben manchmal immer noch nicht damit umgehen, wenn es mal nicht so läuft wie er will, da ich nun mal nicht in jedem Punkt die selben Bedürfnisse wie er habe. Da wird er eben manchmal zum Kind, arbeitet aber daran - mittlerweile sogar mit professioneller Hilfe. Denn es ist wichtig zu lernen, dass nur wenn einer mal "Nein" sagt, derjenige ihn trotzdem noch lieben kann.

Ich bin froh, dass sein Vater und mein Partner selbst das mittlerweile auch so sehen, denn wir erwarten ein Kind und teilen die selbe Ansicht, dass wir nicht vor habe einen kleinen Sultan 18 Jahre lang durchs Leben zu tragen.
 
  • #54
Seine Mutter packt ihn da arg in Watte und meldet sich bei vermeintlichen Defiziten dann bei mir mit Veränderungswünschen an ihrem Sohn. Da habe ich recht schnell den Riegel vorgeschoben.
Na das ist auch besser so. Ich finde sowas schrecklich, wenn die Mutter die Erziehungsarbeit auf die Partnerin übertragen will. Ich seh das bei manchen Paaren in meinem Umfeld, und die Ehefrauen denken auch noch so, dass jegliches Fehlverhalten des Mannes ihnen angelastet wird. Und wird es auch von den Müttern. Von BEIDEN auch noch, ihrer und seiner.

Ihnen wurde jeder Wunsch erfüllt und nie kontra gegeben.
Ok, dann ist es doch echte Verwöhnung, die die Diven erfahren haben :D Insbesondere die Schweigebestrafung, bis die Eltern wieder einlenken, ist krass.
Interessant, dass der Papa jetzt auch mal den Mund aufmacht. Die In-Watte-pack-Mama hat vermutlich früher total die Oberhand gehabt beim Verwöhnen, während der Vater dazu schwieg.

Hut ab, mit so einem Mann hattest Du das sicher nicht leicht.
 
  • #55
Hut ab, mit so einem Mann hattest Du das sicher nicht leicht
Also da weiß ich nicht, ob ich das "Hut ab" unterstreichen würde.

Schließlich sucht man sich seinen Partner auch aus?
Und sich ihm dann erst passend machen - oder ihn quasi "retten"?
Und dafür dann Beifall?

Ein Fehler, den zu viele gerade jüngere Frauen machen.

Eigentlich sollte man den /die Andere*n genau so akzeptieren und lieben wie er / sie ist.

Ich möchte weder von einem Partner therapiert werden noch "geholfen" bekommen.

W, 51
 
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  • #56
Das sehe ich nicht so, das ist erst der Anfang, der steigert sich!
Also da muss ich doch mal einhaken. Die FS lebt schon seit mehreren Jahren mit ihrem Partner zusammen und es ist grundsätzlich erstmal nichts Ungewöhnliches sich auch mal anzufrotzeln. Eine Partnerschaft ohne solche Momente existiert mE nicht.

Die Frage, die ich mir stelle @MelinaMelina , man geht ja im Prinzip mit solchen Geschichten erst dann zu Außenstehenden, wenn man da einen gewissen Leidensdruck verspürt. Ist das denn so bei dir? Dann solltest du dir womöglich doch Gedanken machen, ob eine Heirat mit ihm wirklich das Richtige ist.
Also: Wären die Frotzeleien zwischen meinem Mann und mir so belastend, dass ich mich an anderer Stelle darüber mitteilen muss, dann würde mich persönlich das schon etwas nachdenklich stimmen.
 
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  • #57
Die FS lebt schon seit mehreren Jahren mit ihrem Partner zusammen und es ist grundsätzlich erstmal nichts Ungewöhnliches sich auch mal anzufrotzeln. Eine Partnerschaft ohne solche Momente existiert mE nicht.
Dann solltest du dir womöglich doch Gedanken machen, ob eine Heirat mit ihm wirklich das Richtige ist.
Also: Wären die Frotzeleien zwischen meinem Mann und mir so belastend, dass ich mich an anderer Stelle darüber mitteilen muss, dann würde mich persönlich das schon etwas nachdenklich stimmen.
Die Länge der Beziehung, ist nicht der Gradmesser, dass die Beziehung stimmig ist!
Ich sehe langfristig keine Chance, dass die Beziehung hält, dann lieber gleich beenden! !
 
  • #58
Naja, nee, das stimmt schon, dass sie hier nun nicht das große Leiden gewählt hat und dafür bewundert werden müsste. Ich dachte nur beim Lesen "was für ein anstrengender Typ, ich weiß nicht, ob ich dauernd so achtsam sein könnte, ihm diese Grenzen zu setzen". Aber sie liebt ihn ja und ich stell mir das abstrakt vor. Ich denke, das ist das übliche "nee, diese Beziehung würde ich nicht wollen", das sie zu meiner wohl auch gesagt hätte, wenn sie die Macken gewusst hätte, mit denen ich mich auseinandergesetzt habe (was natürlich auch umgekehrt für meinen Ex gilt).
Ein Fehler, den zu viele gerade jüngere Frauen machen.
Sie kriegt es ja nun gut hin, damit umzugehen, und er ist bereit, sich zu ändern. Solange eine Beziehung Entwicklungspotenzial hat, also beide sich aufeinander zu bewegen und ihre mitgebrachten Probleme auflösen, finde ich die Beziehung gesund. Wenn einer mauert oder einer übergriffig wird, nicht. Das ist hier nicht der Fal.

Aber ich stimme Dir zu, dass sich auch viele in ihren Beziehungen abarbeiten, wo es hoffnungslos ist.

Eigentlich sollte man den /die Andere*n genau so akzeptieren und lieben wie er / sie ist.
Ich stimme Dir zu, was die Liebe angeht. Aber das "so wie er ist" passt manchmal eben nicht von den Verhaltensweisen in der Beziehung her, die auch echt nicht partnerschaftlich sind. Von daher ändert hier nicht einer den anderen, sondern derjenige selbst sieht ein, dass er in der Hinsicht was an sich ändern müsste.

Ich weiß nicht, ob es überhaupt statische Beziehungen geben kann, die lange überstehen. M.E. entwickeln sich Menschen ihr Leben lang und haben auch immer Leute, die sie dazu inspirieren.

Ich möchte weder von einem Partner therapiert werden noch "geholfen" bekommen.
Das war so von mir nicht gemeint.
Wenn man liebt ist man ja eher bereit, irgendeiner negativen Sache noch eine Chance zu geben und hat auch die Geduld dazu. Wenn man nicht gerade den perfekt passenden Partner gefunden hat, bei dem man gar nichts tolerieren muss, was einem nicht passt, und was eigentlich was Unreifes ist.

Naja, und wenn man selbst noch mit einer Sache zu tun hat und die "Macken" sich sozusagen bedingen, dann haben ja BEIDE was zu tun in der Beziehung. Das sehe ich so z.B. in Monikkas Thread.
 
  • #59
Ähm, nein. Ich kenne eigentlich auch nur andere Leute, die der Meinung sind, Schreien ist bei einem Streit nicht gut.
Also ich habe nicht gelesen, dass er sie brüllend und zähnefletschend ansprechen, sondern dass er „pampig“ darauf reagieren würde. Und das kann jetzt seeeehr viel bedeuten 😅

Die FS scheint kein ernsthaftes Problem mit seiner „Macke“ zu haben und ist lang genug mit ihm zusammen, um einschätzen zu können, ob hier jemand ein Aggressionensproblem hat, oder schlicht „seine 5 Minuten“.

Und zu der Streit Thematik allgemein: Aktive Aggressivität ist besser als passive. Sprich; je intensiver Paare miteinander diskutieren können und dabei die Grenzen des Respekts wahren, je länger bleiben sie zusammen. Paare hingegen, die aus Angst vor Disharmonie lieber einen Streit vermeiden möchten, verfallen oft in destruktives Verhalten, wie schmollen, mauern, Rückzug usw.

Aber bei den meisten herrscht der Irrglaube immer noch vor, dass eine besonders gute Beziehung, auch eine stets harmonische sein müsste.
 
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