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  • #1

Meine Freundin ist (zu ) verwöhnt und ich bin neidisch

Ich habe seit einer Weile eine Freundin, die aus einem sehr reichen Elternhaus stammt, ihr Vater ist plastischer Chirurg in München. Wir haben uns beruflich kennen gelernt, sie trägt natürlich teure Designerklamotten, ist ansonsten aber sehr sympathisch und nicht arrogant oder überheblich, obwohl sie reich ist. Deshalb sind wir dann auch zusammen gekommen und obwohl ich selber aus keinem armen Elternhaus stamme, merke ich immer wieder, dass ich mit ihrem Lebensstil nicht mithalten kann. Das fängt schon damit an, dass sie von ihrem Vater jeden Monat viel Geld überwiesen bekommt, obwohl sie selbst arbeitet. Ich verdiene zwar auch gut, muss dafür aber jede Woche mindestens 40 Stunden arbeiten, während sie "eigentlich nur zum Spaß" arbeitet, weil schließlich jeden Monat ein Scheck von Papa kommt. Oder ihr Vater schenkt ihr einfach so zum Geburtstag ein nagelneues Audi-Cabrio, während ich für mein Auto bis heute die Raten abzahle.
Ich merke immer mehr, dass ich deswegen neidisch bin und mich frage, warum ihr alles in den Schoß fällt, während ich für mein Geld viel arbeiten muss und trotzdem nie so viel haben werde wie sie. Es ist nicht so, dass sie es mir unter die Nase reibt und wenn wir ausgehen, dann lässt sie auch mich öfters bezahlen, im Grunde ist unsere Beziehung bis auf diesen Aspekt sehr harmonisch, aber trotzdem verspüre ich mehr und mehr einen unterschwelligen Neid, weil sie so privilegiert ist.
 
  • #2
Mein altes Reden:

Einkommen ist unwichtig, Ausgaben sind entscheidend! Der Lebenstil und die Einstellung zu Lebensqualität, Luxus, Bescheidenheit müssen einfach harmonieren.

Außerdem ist so ein krasser Unterschied der gesellschaftlichen Herkunft faktisch leider oft ein Problem, ganz unabhängig davon, dass es keine echten Schichten mehr gibt. In der Praxis ist soziales Umfeld und Herkunft eben doch spürbar.
 
  • #3
Wenn man auf den Wohlstand und Lebenssstand des Partners neidisch ist, wie soll das eine tragfähige Beziehung werden. Kann nicht klappen
 
  • #4
@SusanneHH: Du hast recht, das kann nicht klappen.

Zumal er sich entweder irgendwann aushalten lässt, damit sie zusammen auf ihrem Standard leben können, oder aber sie sich auf seinen Standard herablassen müsste. Letzteres ist unwahrscheinlich und ersteres mit dem männlichen Selbstverständnis zu recht nicht vereinbar.
 
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  • #5
Erstens finde ich Neid schrecklich, ich bin niemlas neidisch - auch nicht auf meine extrem vermögenden Freunde, die für nix mehr arbeiten müssten und zweitens, mal ganz ehrlich: 40 h in der Woche arbeiten?! Davon träume ich! Wenn Dir Dein Einkommen zu wenig ist und Du unter anderem auch deshalb neidisch bist, dann fange an, richtig zu arbeiten. Ich bspw verdiene niedrig sechsstellig, arbeite aber auch 60 h min. in der Woche. Was ich in diesem Zusammenhang auch überhaupt nicht verstehen kann: Sie liebt Dich offensichtlich, lässt Ihren Reichtum nicht "raushängen" und benimmt sich auch ansonsten normal - was soll sie denn Deines Erachtens nach tun? Das Geld ablehnen, damit Du Dich besser fühlst? Wäre ja nun auch behämmert. Arbeite Du erstmal an Deinem Selbstwertgefühl, denn ansonsten wird sie relativ schnell merken, was sie da für einen Waschlappen an der Seite hat. Sorry für die harten Worte, aber wenn Du damit nicht umgehen kannst, dann passt ihr nicht zusammen - mal abgesehen davon, daß das äusserst unmännlich ist. Du kannst ja hoffentlich mit anderen Dingen als mit Geld punkten - also wo ist Dein Probelm?
 
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  • #6
Lieber FS, ich verstehe sehr gut was in dir vorgeht. Neid ist ein vernichtendes Gefühl in Partnerschaften. Vermutlich hätte dieses Gefühl noch unterschwellig Bestand, wenn du mit ihr verheiratet wärest und du gleichzeitig wüsstest, dass du den Wohlstand nur ihr bzw. ihrem Elternhaus zu verdanken hättest. Gleichzeitig kann sie nichts dafür, dass sie den Puderzucker in den A.... geblasen bekommt! Sie ist das Produkt ihrer Erziehung.
Für eure Beziehung wäre es gut wenn sie "freiwillig" auf den elterlichen Scheck verzichten und beweisen würde, mit ihrer Hände Arbeit sich selbst zu ernähren. Ich vermute, die wenigsten "Kinder" aus reichem Haus wären bereit auf diesen Luxus zu verzichten!
Ich würde mich darauf einstellen, dass diese Verbindung keinen Bestand haben wird. Die Voraussetzungen und deine Emotionen sind einfach nicht kompatibel.
 
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  • #7
Momentan siehst du nur das Materielle. Mach mal geistigen Kassensturz und schau, was übrigbleibt. Damit meine ich: Liebe, Freunde, Familie, Zufriedenheit, Harmonie, Gesundheit, Lebensfreude, Zeit, Freizeit, Glück... Du solltest dich nicht vom Reichtum deiner Freundin blenden lassen, sondern dich aufs Wesentliche rückbesinnen. Anscheinend passt ihr gut zusammen, verbau es nicht durch das Thema Geld. Sie ist nun mal privilegiert und wird es sicher immer bleiben. Erst, wenn das Thema Geld für dich nicht mehr im Vordergrund steht, hat eure Beziehung eine Chance. Leider ist das eine Zeiterscheinung und Wirtschaft u. Medien tun alles, um Otto Normalo einzureden, dass es sich nur mit modernem Schnickschnack gut leben lässt. Die glücklichsten Menschen leben übrigens in Bangladesh, hab ich irgendwo gelesen. Und die haben wirklich NIX! Also: Wieso solltest du neidisch auf ein neues Auto sein, das sowieso niemand braucht und das nach ein paar Wochen schon wieder seinen Reiz verloren hat?
 
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  • #8
Also 4 - wieso hackst Du so auf dem FS rum? Nicht für jeden ist eine 60-h-Woche erstrebenswert - neidisch auf die 40-h-Woche?

Ich kann den FS teilweise schon verstehen - allerdings sehe ich langfristig auf keine Zukunft für Euch. Sie kann ja nun auch nichts dafür, dass sie von Papa so verwöhnt wird. Ich bekam von meinem Vater auch mal ein Auto geschenkt und mein damaliger Freund hat da gleich eine spitzige und dumme Bemerkung fallen lassen. Kurz danach war auch die Beziehung beendet.

w
 
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  • #9
Wer, der gut verdient, ist lauscht denn nicht neidisch wenn das Wort 40-Stunden-Woche fällt.
Wenn man gut verdienen will, muss man auch mehr dafür tun, oder ein ein Ausnahmegenie und überaus effizient sein.

Ich würde dem FS raten, an seinem Neid zu Arbeiten. Hört sich nach einer tollen Frau an, halte sie doch. Du bist ja das Problem, nicht sie. Wie ich das herauslese, macht sie eigentlich alles richtig.

Ich finde es seltsam, dass wenn Du auch aus einem reichen Elternhaus stammst, und gut Verdienst, Du dann noch neidisch bist. Ich wäre stolz so eine Freundin an meiner Seite zu haben, selbst wenn ihr Vater ihr einen R8 Cabrio schenkt und ich "nur" ein A3 Cabrio fahren würde. Manchen geht es glaube ich wirklich noch sehr gut und sie sehen es nicht.
 
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  • #10
Lieber Fragesteller,

Es geht wohl eher darum, dass Du mir ihrem Vermögen/Reichtum nie mithalten wirst können. Die Frage ist doch, warum ist das so ein Problem für Dich? Dir geht es gut und Eure Beziehung läuft gut. Möglicherweise hast Du insgeheim die Einstellung der Mann sollte mehr verdienen oder der "Ernährer" der Familie sein. Du wirst Dich damit abfinden müssen, dass Deine Freundin eben mehr Geld hat als Du. Hier sind die Geschlechter wohl verschieden - kaum eine Frau hätte ein Problem damit, dass der Mann mehr Geld hat als sie. Und warum meinst Du Deine Freundin arbeitet nur zum Spaß? Arbeitest Du nur des Geldes wegen? Möglicherweise liebt sie ihren Beruf bzw. möchten nicht nur von Beruf "Tochter" sein. Also gebührt ihr wohl Respekt, dass sie sich nicht einfach zurücklehnt und von Papas Geld lebt. Versuch doch die vielen positiven Seiten Deiner Freundin zu sehen und schätze was Du hast!
 
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  • #11
Zu 7, hier nochmals 4:
Ich Hacke nicht auf dem FS rum, sondern ich drücke mein Unverständis ggü seiner Geisteshaltung aus. Zudem finde ich das rumgejammere, dass er ja für sein Geld 40 h die Woche arbeiten muesse wirklich peinlich. Wer muss denn - außer einigen Priviligierten - nicht fuer seinen Lebensunterhalt arbeiten? Und Neid auf Geld finde ich eh vollkommen daneben. In diesem Fall ist seine Freundin ja offensichtlich eine charakterlich gefestigte, angenehme Person und er jammert trotzdem, statt sich zu freuen, dass er so eine Frau gefunden hat.
Und nein, ich bin mitnichten neidisch auf die 40 h Woche, denn was bei einem Job mit diesen Arbeitszeiten übrig bliebe wuerde mir niemals zum Leben reichen und außerdem macht mir meine Arbeit einfach Spass! Nicht immer, aber meistens. Und wenn Du Liebe 7 gerne der Anwalt des FS sein willst, bitte ;-)
 
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  • #12
Kann ich verstehen den Neid, hätte ich auch. Aber ist das Geld der Wert der über allem steht? Magst du deine Arbeit, kannst du Karriere machen? Dann tue es. Bau dir was an Werten auf, die nichts mit geerbtem Geld zu tun haben.
Oder lerne es zu schätzen, dass du eine so leichtlebige Frau an der Seite hast. Wenn sonst bei euch alles stimmt, willst du es deswegen wegwerfen?
Sie hat dich als Freund genommen, sie hätte auch in Papas Kreisen einen suchen können.
 
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  • #13
im Grunde ist unsere Beziehung bis auf diesen Aspekt sehr harmonisch, aber trotzdem verspüre ich mehr und mehr einen unterschwelligen Neid, weil sie so privilegiert ist.

Lieber FS,

kann es sein, dass du auch ansonsten ein neidischer Mensch bist? Dir geht es ja letztendlich nicht darum, dass sie mehr Geld hat, sondern das sie einfach previligiert ist, was du nicht bist.

Definierst du dich so sehr über Geld etc.? Ich meine, dass diese Frau sich für dich, einen "Armen" Menschen interessiert, spricht doch eher für ihren Charakter. Ihr Vater würde ihr schon Dampf machen, wenn du wirklich so ein unterpreviligierter Mann wärst.

Kann es vielleicht sein, dass deine Neid-Gefühle an sich gar nichts mit deiner Freundin zu haben, sondern dass du bei jedem Menschen, der dir so nah stehen würde, auch Familienangehörige, Kollegen etc. so reagieren würdest?

Kann es sein, dass du Angst hast, dass dich diese charakterlich tolle Frau verlässt, wenn sie einen Mann kennenlernt, der genauso viel Geld hat wie sie?

w 48
 
  • #14
Nochmal:

Wenn der Lebensstil so unterschiedlich so und sie soviel mehr Geld dafür braucht, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder er lässt sich aushalten oder sie geht auf sein Niveau herunter.

Aushalten lassen sich Männer zu recht nur ungerne. Ihre Lebensqualität wird sie dagegen nur ungerne senken.

Ich sehe hier keine Perspektive, wenn er nicht zum Schoßhund und Teil ihrer Lebensqualität werden will.
 
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  • #15
Es ist schon mutig von Dir zu schreiben, dass Du auf die Freiheit Deiner Freundin aufgrund ihrer materiellen Grundlage, neidisch bist. Allerdings stellt sich mir tatsächlich die Frage warum das so ist. Sie scheint Dich mit ihrer Freiheit weder einzuschränken noch zu demütigen. Es liegt also allein in Dir, dass diese Gefühle auftreten. Neidisch ist man nur, wenn man an sich selbst einen Mangel verspürt. Daran solltest Du arbeiten. Deiner Freundin würde ich allerdings raten, sich zu trennen, da ich an ihrer Stelle keine Freude daran hätte, einen Partner zu haben, der seinen Mangel auf mich projeziert.
 
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  • #16
Nein, ich bin generell kein neidischer Mensch, ich gönne es allen Menschen, die sich ihren Wohlstand selbst erarbeitet haben, was bei ihr aber nicht der Fall ist. Ich würde es auch besser finden, wenn sie auf den monatlichen Scheck von Papa verzichtet, aber das steht bei ihr gar nicht zur Debatte, sie ist das schon immer so gewohnt. Man merkt einfach, dass sie sich über Geld noch nie in ihrem Leben Gedanken machen musste, es war einfach immer da.
Ich glaube übrigens, dass fast alle Männer früher oder später Komplexe bekommen, wenn sie finanziell mit ihrer Freundin nicht mithalten können. Und natürlich hatte sie schon Partner aus "Papas Kreisen", sie sagt jedoch selber, dass sie von denen die Nase voll hat. Klar ist das schmeichelhaft für mich, aber ich glaube, auf Dauer fühle ich mich ihr gegenüber einfach als totaler Versager.
 
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  • #17
Vermutlich hast Du Dir Deine Freundin unbewusst / unterbewusst danach ausgesucht, was Dir fehlt.

Wenn Du wissen möchtest, was wahrer Reichtum ist, reise nach Indien und besuche die Slums.
Das meine ich ernst

Was sollen die Kronprinzessin und ihr Fittness-Trainer dazu sagen?
Auch ernst gemeint.

Ich meine: LIEBST Du sie ?

Schau' Dir all' die Reichen an und deren Neid auf die noch Reicheren (die längere Yacht, die dickere Uhr, der protzigere Wagen) und erkenne- vielleicht - , wie armselig das ist.

Was ist in Dir, dass Du so fühlen musst.

Wenn Du wenigstens EHRLICH bist, dann redest Du mit Deiner Freundin darüber, was Dich quält.
 
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  • #18
Aber wie kannst du ein Versager sein, wenn du kein Geld von Papa bekommst? Dann wäre ja eher dein Vater der Versager.
Ihre Freiheiten machen dir Druck, weiss sie das? Nicht jede Frau sieht einen Partner als Geldgeber. Die Beziehung zum Vater ist etwas anderes. Sie ist immer noch Papas Prinzessin, diese Rolle hat sie behalten. Die hat mit dir nichts zu tun.
Wenn sie die Männer aus Papas Kreisen nicht schätzt, weisst du was sie an dir schätzt?
 
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  • #19
Lieber FS,
Du verurteilst es offensichtlich moralisch, dass Deine Freundin den Scheck und die anderen Annehmlichkeiten von Paps annimmt, ohne dafür etwas tun zu müssen und ohne zu reflektieren, ob das so in Ordnung ist. - Es ist halt schon immer so...
Es spricht vielleicht gegen Deine Vorstellung des Leistungsprinzips (Geld auszugeben, das man nicht selbst verdient hat) und von Bescheidenheit? Oder möchtest Du etwa sein, wie sie?
Möglicherweise bist Du auch deswegen gekränkt und in sogar Deiner männlichen Ehre verletzt, weil Du Dir ein Zusammenleben mit diesem Lebensstil nicht nicht leisten kannst.
Wie Frederika das richtig bemerkt hat - entscheidend ist nicht die Höhe des Einkommens, sondern die Höhe der Ausgaben.

Wichtig ist aber letztlich nur, ob Du selbst zufrieden und glücklich mit Dir und Deinen Lebensumständen bist. Der Blick auf finanziell wirklich schlecht gestellte Menschen schärft möglicherweise wieder Deinen Blick für das Wesentliche im Leben.

Wenn Du also auch so zufrieden und glücklich bist, gibt es auch keinen Grund neidisch zu sein. Dann würde ich konkret die für euer Zusammenleben wichtigen Punkte, bei denen materielle Voraussetzungen bzw. Bedingungen bestimmend sind, besprechen.
Dann wirst Du ja sehen, ob ihr der Scheck vom Papa oder Du wichtiger bist.
Wenn ihr dabei keinen gemeinsamen Nenner findet, wirst Du immer wieder in die von Dir benannt Konfliktsituation kommen, und ich sehe ich keine gute Zukunft für Euch als Paar.
 
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