• #1

Meinung versus Behauptung

Da mich hier öfter auftauchende Platitüden, Allgemeinplätze und Behauptungen meist derselben User zugegebenermaßen nerven und auch manchmal zu ironischen oder sarkastischen Äußerungen veranlassen, kommt hier mal die Frage an euch:
Was ist für euch eine Meinung und was eine Behauptung/Pauschalisierung? Es gibt ja durchaus "offizielle" Definitionen dazu, aber mich interessieren eure Darstellungen.

Ich frage mich auch, weshalb mich das teilweise so aufregt. Eine mögliche Erklärung wäre, dass ich nicht leiden kann, von anderen bei Sachen mit in einen Topf geworfen zu werden, mit denen ich mich überhaupt nicht identifizieren kann: z.B. WIR Frauen wollen doch ALLE gerne heiraten oder Männer brauchen eine Ansage, wenn man was will, das weiß man doch. Das sind nur einfache Beispiele, gibt's aber in allen Lebensbereichen.

Man kann sich damit auch so leicht ein einfaches Weltbild schaffen und Feindbilder generieren, das finde ich teilweise schon auch gefährlich (sicher nicht bei meinen genannten Beispielen), aber damit fängt es irgendwie schon an.

Deshalb nerve ich auch häufiger Mal mit Nachfragen, worauf sich denn die Behauptungen stützen, leider bekomme ich meist keine oder eine Antwort, die dann einen Nebenkriegsschauplatz aufmacht.

Jetzt ihr 😊
 
  • #2
Für mich ist eine Behauptung alles was nicht begründet wird.

Auf deine Beispiele bezogen etwa alle Frauen wollen heiraten, weil das in meinem Umfeld so ist oder Männer brauchen klare Ansagen weil ich das bisher in all meinen Beziehungen so erlebt habe. (Ich vertrete diese Ansichten nicht!) Alles ohne eine Begründung wird behauptet da nicht belegt.
 

Laleila

Cilia
  • #3
Ich denke es gibt Verallgemeinerungen, welche die Kommunikation erleichtern.
Gerade wenn man in der Anzahl der Zeichen begrenzt ist.
Dabei finde ich ein: "Meistens wollen Frauen oder meistens wollen Männer.." absolut akzeptabel, weil man vom Groß der Gruppe über welche man spricht, ausgeht. Es gibt einfach solche plakativen Unterschiede in einigen Bereichen, die zum allgemeinen Erfahrungsgut zählen und es gehört selbstverständlich dazu, dass man weiss, es wird über den Normfall und nicht die Ausnahme gesprochen.
Schwieriger finde ich es bei Schlagwörtern wie z.B. Liebe, Freiheit u.s.w., wo die Definitionen auf dem subjektiven Erleben von persönlichen Gefühlen oder Erwartungen basieren und mit Forderungen oder Unterstellungen verbunden sind.
Das geht, m.A.n., gar nicht ohne eine relativierende Einlassung wie:, ich meine/denke/glaube/vermute oder meiner Erfahrung/Meinung/Ansicht nach.

Oft kann man nur durch eine solche Ergänzung Meinung von Behauptung trennen.... behaupte ich jetzt mal. ;-)
 
  • #4
Ich denke, eine Meinung wird zur Behauptung, wenn eine Person z. B. nicht mehr sagt: Ich habe die Erfahrung gemacht, daß viele kleinen Manner Probleme mit ihrer Größe haben, sondern unumstößlich behauptet: Alle kleinen Männer haben Minderwertigkeitskomplexe. Behauptungen fordern leichter zum Widerspruch heraus als persönliche Meinungen und machen die "behauptende" Person unsympathisch und intolerant. Geschieht dies öfter, kann es passieren, daß man sich von solch unflexiblen Personen zurückzieht, weil man mit ihnen auch kaum diskutieren kann. Menschen, die stur immer wieder das Gleiche behaupten, ohne Bereitschaft, darüber zu reflektieren, werden von mir aussortiert, ausgenommen nahe Verwandte und 90jährige.
 
  • #5
Ich frage mich auch, weshalb mich das teilweise so aufregt. Eine mögliche Erklärung wäre, dass ich nicht leiden kann, von anderen bei Sachen mit in einen Topf geworfen zu werden, mit denen ich mich überhaupt nicht identifizieren kann: z.B. WIR Frauen wollen doch ALLE gerne heiraten oder Männer brauchen eine Ansage, wenn man was will, das weiß man doch. Das sind nur einfache Beispiele, gibt's aber in allen Lebensbereichen.

Meine Antwort ist die, die du sicherlich am allerwenigsten hören möchtest, weil sie genau demjenigen entspricht, der dich aufregt. Trotzdem:

Dir fehlt es an den S-Werten.

Mit genügend Selbstvertrauen und Selbstsicherheit weißt du ganz genau, wer du bist, was du bist, was du willst und dann ist es Dir völlig Wurst, ob du von irgendjemanden pauschal mit in einen Topf geworfen wirst. Es würde dich kalt lassen, weil du weißt, dass es dich nicht betrifft, das es nur eine Pauschalierung ist. Du hättest nicht den Wunsch dich zu rechtfertigen, weil du nicht mehr den Wunsch hast, gefallen zu wollen.

Wie wäre es, wenn du dem anderen seine Meinung/Behauptung/ Pauschalierung einfach zugestehst ? Lass sie doch denken, was sie wollen.
Du denkst doch auch, was du willst und wirst sicher irgendwelche Vorurteile haben.

Wenn einer denkt, dass du ihn unbedingt heiraten willst, dann lass ihn das doch denken... er wird schon merken, wenn du dann nein sagst.

Ist doch auch viel lustiger, wenn sie live merken, dass man nicht so ist, wie in ihrem Schubladendenken 😉
 
  • #6
Meine Antwort ist die, die du sicherlich am allerwenigsten hören möchtest, weil sie genau demjenigen entspricht, der dich aufregt. Trotzdem:

Dir fehlt es an den S-Werten.
Das mag sein, ich würde auch nie behaupten, dass ich die alle zu 100% hätte, sind wohl auch wenige, auf die das zutrifft.
Mit genügend Selbstvertrauen und Selbstsicherheit weißt du ganz genau, wer du bist, was du bist, was du willst und dann ist es Dir völlig Wurst, ob du von irgendjemanden pauschal mit in einen Topf geworfen wirst.
okay, an dieser Stelle habe ich wirklich blöde Beispiele gewählt für das, was ich eigentlich sagen wollte, mein Fehler.
Es würde dich kalt lassen, weil du weißt, dass es dich nicht betrifft, das es nur eine Pauschalierung ist.
Daran arbeite ich noch, zumindest, wenn es um solch triviale Beispiele geht wie die oben genannten, da ist es die Aufregung nicht wirklich wert. Bei anderen Sachen aber schon, also nicht aufregen, aber nach Fakten bohren.
Du hättest nicht den Wunsch dich zu rechtfertigen, weil du nicht mehr den Wunsch hast, gefallen zu wollen.

Wie wäre es, wenn du dem anderen seine Meinung/Behauptung/ Pauschalierung einfach zugestehst ?
Lass sie doch denken, was sie wollen.
Du denkst doch auch, was du willst und wirst sicher irgendwelche Vorurteile haben.
Ja, zumindest solange anderen damit nicht geschadet wird. Und Vorurteile: klar, Anzugträger und stark geschminkte Frauen wollen irgendwas kaschieren 😜. Aber im Ernst, trifft sicher auf einige zu, aber eben nicht alle. Vorurteile sind ja der Definition erstmal nichts Schlechtes, so sortiert das Hirn vor, damit es nicht permanent neu entscheiden muss. Aber, wenn man nicht in der Lage ist, bei neuer Faktenlage, diese auch u.U. zu revidieren, finde ich das kritisch.
Wenn einer denkt, dass du ihn unbedingt heiraten willst, dann lass ihn das doch denken... er wird schon merken, wenn du dann nein sagst.
Hat noch keiner gedacht, glaube ich ;-), mir gings da eher um die Behauptung einiger Frauen hier.
Ist doch auch viel lustiger, wenn sie live merken, dass man nicht so ist, wie in ihrem Schubladendenken 😉
 
  • #7
Ich selbst schreibe zu meinen Beiträgen meistens so was wie "Ich glaube", "Ich denke", "Ich finde", "Ich meine", "Mir scheint es so", "Ich habe den Eindruck", "Anscheinend", "Wahrscheinlich", "Bestimmt", "Es könnte sein", "Oft", "Meistens", "Viele ...".

Damit markiere ich, wie ich finde(!), recht eindeutig, dass es meine Meinung ist und man aber darüber diskutieren kann.

Mir fällt genau wie dir auf, dass oft plakativ z.B. geschrieben wird "Sie hat kein Interesse!" oder "Er will nur Sex!" oder "Du bist ..." oder "Er ist ...", das sind für mich(!) Behauptungen oder -- negativ formuliert -- Unterstellungen. Ich selbst würde immer eher so formulieren: "Auf mich wirkt es hier so, dass sie kein Interesse hat" oder "Vermutlich ging es ihm vor allem um Sex" oder "Du kommst etwas ... rüber", "Ich finde so ein Verhalten ...".

Also ich meine(!), dass ich selbst meine Meinung als Meinung markiere. Gleichzeitig weiß ich, dass bestimmte Behauptungen hier nur Pauschalisierungen und Verallgemeinerungen und Vorurteile sind, ich nehme die dann nicht so ernst und wörtlich, sondern schüttle höchstens innerlich belustigt den Kopf.

Und dem hier stimme ich auch zu:
Ich denke es gibt Verallgemeinerungen, welche die Kommunikation erleichtern.
Manchmal lässt sich etwas prägnanter und pointierter formulieren, wenn man nicht noch alle Einschränkungen und Ausnahmen immer mitanführt.
w27
 
  • #8
Ich selbst schreibe zu meinen Beiträgen meistens so was wie "Ich glaube", "Ich denke", "Ich finde", "Ich meine", "Mir scheint es so", "Ich habe den Eindruck", "Anscheinend", "Wahrscheinlich", "Bestimmt", "Es könnte sein", "Oft", "Meistens", "Viele ...".

Damit markiere ich, wie ich finde(!), recht eindeutig, dass es meine Meinung ist und man aber darüber diskutieren kann.
Yep, das tust du.
Mir fällt genau wie dir auf, dass oft plakativ z.B. geschrieben wird "Sie hat kein Interesse!" oder "Er will nur Sex!" oder "Du bist ..." oder "Er ist ...", das sind für mich(!) Behauptungen oder -- negativ formuliert -- Unterstellungen. Ich selbst würde immer eher so formulieren: "Auf mich wirkt es hier so, dass sie kein Interesse hat" oder "Vermutlich ging es ihm vor allem um Sex" oder "Du kommst etwas ... rüber", "Ich finde so ein Verhalten ...".

Also ich meine(!), dass ich selbst meine Meinung als Meinung markiere. Gleichzeitig weiß ich, dass bestimmte Behauptungen hier nur Pauschalisierungen und Verallgemeinerungen und Vorurteile sind, ich nehme die dann nicht so ernst und wörtlich, sondern schüttle höchstens innerlich belustigt den Kopf.

Und dem hier stimme ich auch zu:

Manchmal lässt sich etwas prägnanter und pointierter formulieren, wenn man nicht noch alle Einschränkungen und Ausnahmen immer mitanführt.
Ja klar, ich wollte jetzt auch nicht rüberbringen, dass alles immer 100% korrekt formuliert sein muss, wenn ich so bin oder dahingehend mutiere, holt mich bitte zurück 😳🙂.

Es ist nur schon öfter passiert, dass beim Fragen nach der Grundlage einer pauschalen Behauptung zurückkam, "ich kann ja wohl meine Meinung sagen.." - es war aber keine Meinung, sondern eine pauschale Behauptung.
 
  • #9
Was ist für euch eine Meinung und was eine Behauptung/Pauschalisierung?

Meinung ist das, was die meisten hier kundtun.

Behauptung ist es, wenn ich sage, dass es so und wirklich nur so sein kann, eine unumstössliche Tatsache und ich vergesse bei dieser Äußerung bewusst, dass nur ich es so sehe.

Ich frage mich auch, weshalb mich das teilweise so aufregt.

Weil ein anderer Dir seine "Meinung" als nicht diskutierbar aufdrückt.

Jemand, der sein Weltbild basierend auf den vorliegenden daten, fakten und Zahlen nicht mehr vorurteilsfrei aktualisieren kann und will, weil er damit befürchtet sich selbst in Frage zu stellen und damit erkennt, dass es mit den eigenen S-Werten doch nicht so weit her ist.

Jemand, der nur noch nach Bestätigung seiner limitierten, nicht diskutierbaren "Meinung" sucht und einen Tunnelblick entwickelt hat. Jemand, der nicht mehr lernen kann, weil nichts mehr zu lernen ist. Wie Schade.
 
  • #10
Ja klar, ich wollte jetzt auch nicht rüberbringen, dass alles immer 100% korrekt formuliert sein muss, wenn ich so bin oder dahingehend mutiere, holt mich bitte zurück 😳🙂.

Es ist nur schon öfter passiert, dass beim Fragen nach der Grundlage einer pauschalen Behauptung zurückkam, "ich kann ja wohl meine Meinung sagen.." - es war aber keine Meinung, sondern eine pauschale Behauptung.
Ich finde(!) schon (oh man, jetzt bin ich gerade getriggert und es fällt mir überall auf, kennt ihr das, wenn man auf etwas aufmerksam wird und es einen dann überall anspringt? 😂), also ich finde schon, dass in deiner Frage gut rüberkam, was du meinst.

Wahrscheinlich gehört so ein gewisser Hang zum Polarisieren und Streiten aber einfach zum Forum dazu, manchmal werden halt einfach irgendwelche provokanten Statements rausgehauen und dann kann sich die Horde draufstürzen und sich gegenseitig zerfleischen. Ich könnte wetten, der eine oder die andere drückt sich im echten Leben wesentlich höflicher und zurückhaltender und differenzierter und politisch korrekter aus als hier. Vielleicht wäre dieses Forum auch viel langweiliger, wenn alle sich immer ganz höflich und reflektiert äußern würden. Der derbe Umgangston wird zwar immer mal wieder kritisiert, aber wer weiß, vielleicht gefällt er uns insgeheim ja auch und sorgt für die rechte Würze? Es hat schon manchmal durchaus einen gewissen Unterhaltungswert und ist wie eine Serie mit ihren speziellen Charakteren und sozialen Dynamiken. ;)
w27
 
  • #11
Ich denke, eine Meinung wird zur Behauptung, wenn eine Person z. B. nicht mehr sagt: Ich habe die Erfahrung gemacht, daß viele kleinen Manner Probleme mit ihrer Größe haben, sondern unumstößlich behauptet: Alle kleinen Männer haben Minderwertigkeitskomplexe. Behauptungen fordern leichter zum Widerspruch heraus als persönliche Meinungen und machen die "behauptende" Person unsympathisch und intolerant. Geschieht dies öfter, kann es passieren, daß man sich von solch unflexiblen Personen zurückzieht, weil man mit ihnen auch kaum diskutieren kann.
Ja, genau das meine ich auch. Es geht nicht um MAL eine Behauptung, sondern dass es bei einigen die Regel ist, egal welche Gegenargumente kommen - es wird stur weiterbehauptet und jedesmal wieder - egal, ob es passt oder nicht. Permanente Allgemeinplätze sozusagen.

Menschen, die stur immer wieder das Gleiche behaupten, ohne Bereitschaft, darüber zu reflektieren, werden von mir aussortiert, ausgenommen nahe Verwandte und 90jährige.
 
  • #12
Wie wäre es, wenn du dem anderen seine Meinung/Behauptung/ Pauschalierung einfach zugestehst ? Lass sie doch denken, was sie wollen
Ich denke, dies ist ein sehr guter Ratschlag.
Der Sinn eines Forums besteht u.a. darin, dass sich Menschen mit unterschiedlichen Meinungen, Behauptungen, Erlebnissen u.ä. austauschen. Dies soll auch durchaus bisweilen der Horizonterweiterung dienen. Wenn man unterschiedliche Meinungen nicht ertragen kann, sollte man es einfach lassen. Meine Meinung.

W,56
 
  • #13
Ich denke, dies ist ein sehr guter Ratschlag.
Der Sinn eines Forums besteht u.a. darin, dass sich Menschen mit unterschiedlichen Meinungen, Behauptungen, Erlebnissen u.ä. austauschen. Dies soll auch durchaus bisweilen der Horizonterweiterung dienen. Wenn man unterschiedliche Meinungen nicht ertragen kann, sollte man es einfach lassen. Meine Meinung.

W,56
Du sprichst genau das an, was ich meine. Ich lasse unterschiedliche Meinungen gelten, hatte ich auch @Süße65 schon erläutert. Eine Behauptung ist aber keine Meinung und wenn man eine solche aufstellt, sollte man diese wenigstens begründen können, sonst wird man unglaubwürdig, wenn man dies als alleiniges Kommukationsmittel benutzt.

Ich lasse gerne meinen Horizont erweitern, dazu muss ich aber die Fakten, auf die sich eine Behauptung gründet, kennen. Oder siehst du das anders.

Wenn du schreibst, du findest mich arrogant oder rechthaberisch, kann ich das als Meinung durchaus akzeptieren. Schreibst du dagegen: ALLE wissen, dass Ina arrogant ist - wäre ein Beweis deiner Behauptung schon irgendwie nett, ansonsten bliebe es eine bloße Behauptung, aus der ich nichts lernen könnte.

P.S. auch bei einer Meinung wäre eine Begründung manchmal hilfreich, fordern kann man die natürlich nicht.
 
  • #14
Meinung ist das, was die meisten hier kundtun.

Behauptung ist es, wenn ich sage, dass es so und wirklich nur so sein kann, eine unumstössliche Tatsache und ich vergesse bei dieser Äußerung bewusst, dass nur ich es so sehe.



Weil ein anderer Dir seine "Meinung" als nicht diskutierbar aufdrückt.
Ja, da ist was dran. Manchmal gibt es einfach das Gefühl, das etwas falsch ist, ich kann es aber nicht immer genau ausdrücken und dann kommt einer von euch und spricht genau das aus - besser gesagt, schreibt - was ich gefühlt habe. Passiert mir öfter mal hier und auch deshalb macht es Spaß zu lesen und zu schreiben.

Passiert mir aber auch bei guten Gefühlen, dass jemand das überzeugend ausdrücken konnte ;-).

Jemand, der sein Weltbild basierend auf den vorliegenden daten, fakten und Zahlen nicht mehr vorurteilsfrei aktualisieren kann und will, weil er damit befürchtet sich selbst in Frage zu stellen und damit erkennt, dass es mit den eigenen S-Werten doch nicht so weit her ist.
Jemand, der nur noch nach Bestätigung seiner limitierten, nicht diskutierbaren "Meinung" sucht und einen Tunnelblick entwickelt hat. Jemand, der nicht mehr lernen kann, weil nichts mehr zu lernen ist. Wie Schade.
Das stimmt, da gibt es aber nicht nur den EINEN.
 
  • #15
Ich denke, dies ist ein sehr guter Ratschlag.
Der Sinn eines Forums besteht u.a. darin, dass sich Menschen mit unterschiedlichen Meinungen, Behauptungen, Erlebnissen u.ä. austauschen.
Dies soll auch durchaus bisweilen der Horizonterweiterung dienen. Wenn man unterschiedliche Meinungen nicht ertragen kann, sollte man es einfach lassen.
Dann könntest du ja meine Nachfragen und Meinungen an/über @Süße65 und den IM auch einfach ertragen, ohne dich darüber aufzuregen 🙂.
Habe ich zur Kenntnis genommen 😊
 

Laleila

Cilia
  • #17
Von mir aus können Menschen meinen was sie wollen, dies trifft auch auf Behauptungen zu, deren Definition dritte nicht unreflektiert mit einbezieht.

Behauptet jemand, Liebe schmeckt immer nach Schokolade mit Haselnüssen, alle Männer stinken oder blonde Frauen lispeln, werde ich dieser Behauptung, denn das ist es und eben keine Meinung, widersprechen. Behauptet er seine Füße Düften nach Teerosen, lass ich dies so stehen. Es sei denn er hält sie mir unter die Nase und ich kann diese Meinung nicht teilen.

Tatsächlich bin ich der Meinung, das jene auch als solche gekennzeichnet werden sollten.
 
  • #19
Von mir aus können Menschen meinen was sie wollen, dies trifft auch auf Behauptungen zu, deren Definition dritte nicht unreflektiert mit einbezieht.

Behauptet jemand, Liebe schmeckt immer nach Schokolade mit Haselnüssen, alle Männer stinken oder blonde Frauen lispeln, werde ich dieser Behauptung, denn das ist es und eben keine Meinung, widersprechen. Behauptet er seine Füße Düften nach Teerosen, lass ich dies so stehen. Es sei denn er hält sie mir unter die Nase und ich kann diese Meinung nicht teilen.

Tatsächlich bin ich der Meinung, das jene auch als solche gekennzeichnet werden sollten.
Genau so, stehen lassen, wenn es niemandem schadet, ansprechen, wenn es schadet.oder jemanden einbezieht.
 
  • #20
Insbesondere jahrelange Forumserfahrung. Das prägt.
W,56
 
  • #21
Ich finde es kommt sehr auf den Inhalt der Meinung und Behauptung an. Bei rassistischen, diskriminierenden und menschenverachtenden Aussagen, egal ob Meinung oder Behauptung, ist eine klare Gegenatwort zwingend. Ansonsten soll jeder seine Meinung haben und kundtun, schadet aber nichts sie auch als Meinung zu kennzeichnen. Bei Behauptungen die mich aufgrund eines Attributs miteinschliessen und denen ich nicht zustimme, widerspreche ich. Denn ich will verhindern das die gleiche Person an anderer Stelle behauptet, bisher habe ihm niemand widersprochen, alle würden seine Behauptung teilen. Damit unterstütze ich dann implizit seine Behauptung, mus nicht sein.
Behauptungen, die wissenschaftlich falsch sind, widerspreche ich schon aus genau diesem Grund und zeige den Fehler auf. Da gibt es dann auch selten Widerspruch, denn damit würde man sich ja als Ignorant outen.
 
  • #22
Ob ein Forist eine Behauptung raushaut oder eine Meinung vertritt, sagt schon viel über die Diskutierfähigkeiten des Schreibers aus. Da kann ich dann meine Antwort anpassen.
Bei Behauptungs-Schreiberlinge werde ich gerne polemisch. Mit Meinungsmenschen kann ich (habe absichtlich nicht 'man' geschrieben) diskutieren.
Eine mögliche Erklärung wäre, dass ich nicht leiden kann, von anderen bei Sachen mit in einen Topf geworfen zu werden, mit denen ich mich überhaupt nicht identifizieren kann: z.B. WIR Frauen wollen doch ALLE gerne heiraten
Mein spezieller trigger ist 'alter weisser Mann'.
Ich bin ein alter weisser Mann. Dann gibt es den Stereotyp 'alter weisser Mann'. Ich möchte, dass das unterschieden wird. Zumal wir (oder doch besser ich) mitbekommen haben, dass man weder alt noch ein Mann sein muss, um den Stereotyp des alten weissen Mannes zu erfüllen. Christian Lindner, Elke Heidenreich.
 
  • #23
ch selbst schreibe zu meinen Beiträgen meistens so was wie "Ich glaube", "Ich denke", "Ich finde", "Ich meine", "Mir scheint es so", "Ich habe den Eindruck", "Anscheinend", "Wahrscheinlich", "Bestimmt", "Es könnte sein", "Oft", "Meistens", "Viele ...".
Ja, versuche ich auch immer so.

Manchmal verallgemeiner ich auch, ohne speziell noch zu diofferenzieren, aber dann ist die für mich wahrnehmenbare klare Mehrheit einer Gruppe von Menschen gemeint.
 
  • #24
Schauen wir uns die heutigen Realitäten an

Jemand stellt eine Behauptung auf. Stimmen ihm genug zu, meint er oder sie, diese Behauptung wäre somit zum Fakt geworden. Um das zu untermauern wird flugs eine Studie in Auftrag gegeben, die genau diese Behauptung stützen soll. Das Ergebnis steht also schon fest, bevor die Studie überhaupt in Auftrag gegeben wurde. Lächerlich - aber so ist es. Du musst dir nur anschauen, wer die Studie bezahlt hat.

Und der alte weisse Mann - ich find das witzig. Weil es doch genau nur eines zeigt: Wer ach so laut schreit, diskriminiert zu werden möchte doch nur selbst diskriminieren.
 
  • #25
Und der alte weisse Mann - ich find das witzig. Weil es doch genau nur eines zeigt: Wer ach so laut schreit, diskriminiert zu werden möchte doch nur selbst diskriminieren.
Whataboutism ist eine sehr beliebte Strategie der 'alten weissen Männer'. Und es ist so billig. Sich bloss nicht mit der Kritik auseindersetzen sondern sofort zurückschlagen und ablenken. Natürlich gepaart mit einem allwissenden überheblichen gönnerhaften Gesichtsausdruck.
 
  • #26
Da kann ich dir nur einen Tipp geben. Reg dich darüber nicht auf. Sicher gibt es da den einen oder anderen der einfach so Behauptungen aufstellt. Du musst ja nicht darauf eingehen und kannst ihn doch einfach links liegen lassen. Es macht ja keinen Sinn mit so jemandem zu diskutieren. Diejenigen behaupten doch, nur ihre Meinung zählt und alles andere ist falsch. Da macht es ja keinen Sinn zu diskutieren. Sie werden nie ihre Meinung ändern.
 
  • #27
Da kann ich dir nur einen Tipp geben. Reg dich darüber nicht auf. Sicher gibt es da den einen oder anderen der einfach so Behauptungen aufstellt. Du musst ja nicht darauf eingehen und kannst ihn doch einfach links liegen lassen. Es macht ja keinen Sinn mit so jemandem zu diskutieren. Diejenigen behaupten doch, nur ihre Meinung zählt und alles andere ist falsch. Da macht es ja keinen Sinn zu diskutieren. Sie werden nie ihre Meinung ändern.
Da ist auf jeden Fall was dran, nur ab und an, wenn dann auch falsche oder beleidigende/gehässige Kommentare/Behauptungen kommen, kann ich mich (noch) nicht zurückhalten.
 
  • #28
Was ist für euch eine Meinung und was eine Behauptung/Pauschalisierung?
Na, alles ist eine Meinung, was von einem Blickwinkel kommt, auch wenn es eine ungünstige Pauschalisierung ist.
Man kann sich damit auch so leicht ein einfaches Weltbild schaffen und Feindbilder generieren, das finde ich teilweise schon auch gefährlich (sicher nicht bei meinen genannten Beispielen), aber damit fängt es irgendwie schon an.
Dann halte Dich von den Menschen fern.
Deshalb nerve ich auch häufiger Mal mit Nachfragen, worauf sich denn die Behauptungen stützen, leider bekomme ich meist keine oder eine Antwort,
Ich würde keinen Moment meines Lebens damit verschwinden, im Internet mit Leuten zu diskutieren. Das mache ich bei Freunden, auf entsprechenden Stammtischen oder im Familienkreis.

Wenn man eine persönliche Beratung möchte, dann sollte man zum Psychologen gehen. Wir können hier nur Allgemeinratschläge erteilen, alles andere wäre auch fahrlässig.

Wer Lebenserfahrung hat, der kann durchaus die Frauen und Männer überschauen und weiß, dass es da einen Haufen Sch.... gibt, weil er irgendwann einen Querschnitt hat.

Ich habe auch was gegen Leute, die sagen "Alle Frauen/alle Männer".
Das nennt man in meinen Augen "Vorurteile", aber leider funktioniert die Welt häufig auf Vor-Urteile. Häufig resultierend aus gemachten negativen Erfahrungen. Auch die haben ihre Daseinsberechtigung. Deswegen aufregen muss man sich nicht. Man kann lernen, sowas lockerer zu nehmen und drüber zu stehen.
 
  • #29
Na, alles ist eine Meinung, was von einem Blickwinkel kommt, auch wenn es eine ungünstige Pauschalisierung ist.

Dann halte Dich von den Menschen fern.
Ja, wäre eine mögliche Maßnahme. Geht nur leider nicht immer.
Ich würde keinen Moment meines Lebens damit verschwinden, im Internet mit Leuten zu diskutieren. Das mache ich bei Freunden, auf entsprechenden Stammtischen oder im Familienkreis.
Musst du ja auch nicht, allerdings stellt sich mir dann die Frage, weshalb du hier schreibst?
Wenn man eine persönliche Beratung möchte, dann sollte man zum Psychologen gehen. Wir können hier nur Allgemeinratschläge erteilen, alles andere wäre auch fahrlässig.
Das stimmt auch, trifft nur in dem Fall nicht auf mich zu, ich wollte bisher noch keine Beratung hier, nur mal eine These zur Diskussion stellen - womit wir wieder beim Thema Diskussion wären ;-).
Wer Lebenserfahrung hat, der kann durchaus die Frauen und Männer überschauen und weiß, dass es da einen Haufen Sch.... gibt, weil er irgendwann einen Querschnitt hat.

Ich habe auch was gegen Leute, die sagen "Alle Frauen/alle Männer".
Das nennt man in meinen Augen "Vorurteile", aber leider funktioniert die Welt häufig auf Vor-Urteile. Häufig resultierend aus gemachten negativen Erfahrungen. Auch die haben ihre Daseinsberechtigung.
Das ist mir schon klar, schrieb ich auch an einer Stelle. Das "Aufregen" setzt ja erst ein, wenn die Vorurteile gebetsmühlenartig wiederholt werden, auch wenn es neue Fakten oder Erkenntnisse gibt. Oder sich diese Vorurteile z.B. nur auf eine nicht änderbare Gruppenzugehörigkeit beziehen (Geschlecht, Hautfarbe, Abstammung etc.) und dann pauschalisiert werden, nur weil man selbst vielleicht zehn solcher Erfahrungen bei einer Gesamtanzahl von - sagen wir - hunderttausend bis eine Million hat.
Deswegen aufregen muss man sich nicht. Man kann lernen, sowas lockerer zu nehmen und drüber zu stehen.
Ja, kommt aber auch auf das Thema an. Solange niemandem geschadet wird, kann/sollte man wohl drüber stehen.
 
  • #30
Was ist für euch eine Meinung und was eine Behauptung/Pauschalisierung?
Es ist für eine gelingende Kommunikation absolut wichtig, diese Begriffe und das damit Bezeichnete sehr klar unterscheiden zu können. Dabei geht es auch nicht um persönliche „Darstellungen“.

Offenbar glaubst du selbst aber, es käme nicht auf Allgemeingültigkeit an, sondern man könne sich bei seinen Äußerungen ganz von seinen „Gefühlen“ treiben lassen.
Nein, das geht nicht - das würde man als „undiszipliniert“ bezeichnen, jede Diskussion zerstörend.
Es gibt ja durchaus "offizielle" Definitionen dazu, aber mich interessieren eure Darstellungen.

Ich frage mich auch, weshalb mich das teilweise so aufregt.
Antwort: genau deswegen.

1.) Eine Meinung ist alles, was eindeutig als solche gekennzeichnet ist. Eine Meinung kann sich nur auf Fragen beziehen, die nicht eindeutig zu beantworten sind.

2.) Alles, was nicht als Meinung gekennzeichnet ist, ist eine Behauptung. Diese muss entweder zutreffend oder unzutreffend bzw. beweisbar oder widerlegbar sein - sonst ist es eine „leere Behauptung“. Ein Grundübel.

3.) Eine Pauschalisierung bezieht sich auf eine Meinung (dann ist sie nicht „richtig“ oder „falsch“, sondern höchstens „extrem“) oder sie ist Teil einer Behauptung.

Die Art von Äußerungen, die du zitierst („Alle Männer…“) sind leere Pauschalbehauptungen. Typisch für Forentrolle.
 
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