• #1

Meinungen zur Marktwert-Theorie bei der Partnersuche

Schon oft diskutiert hier, habe ich das Gefühl, dass viele die Theorie um den "Marktwert" einer Person falsch verstehen. Mein Ansatz:

- Jeder hat bestimmte Kriterien, die einen anderen als besonders geeignet erscheinen lassen ("Attraktivität"). Es gibt bewusste, messbare Kriterien (Körper, Bildung, Geld, andere Statusmerkmale, sitzt nicht nur zuhause) und unbewusste Kriterien (unerklärbare Anziehung, die sehr sehr biologische Ursachen hat). Ein Android-Handy mag technisch besser sein, aber die Leute kaufen trotzdem iPhones wie blöde.
- Diese Kriterien können sich mit der Zeit (sogar stündlich) oder steigendem Hormon-/Alkoholpegel ändern.
- Es gibt eine bestimmte Zahl von Menschen, die diese Kriterien erfüllen, und eine Zahl, die sie nicht erfüllen. Manchmal dauert es aber seine Zeit und ist auch nicht einfach, herauszubekommen, wer zu welcher Gruppe gehört. Der Markt ist nur wenig transparent, Fehleinschätzungen sind an der Tagesordnung.
- Der Marktwert bestimmt sich aus der Zahl Personen, deren Kriterien ich erfülle. Mein möglicher Datingerfolg aus dem Marktwert mal der Zahl der Personen, die meine Kriterien erfüllen. Entweder ich nehme alles was kommt, oder ich sorge dafür, dass ich für mehr "hochwertige" Personen in Frage komme.
- Es komm dazu der (geschätzte) Aufwand, um die jeweilige Person zu erobern. Ein Ferrari ist toll, aber wenn ich nicht das Geld dazu habe, dann kaufe ich ihn mir nicht. Aber vielleicht gibt es doch mal ein Schnäppchen. Ein Supermodel wird nicht angesprochen, weil Männern der erwartete Ertrag (ein fieser Korb) ein keinem Verhältnis zum Aufwand steht, also ist ihr möglicher Datingerfolg sogar geringer!
- All diese Mechanismen sind einem Markt in der Wirtschaft so ähnlich, dass es einfach schade wäre, würde man die Erkenntnisse daraus ignorieren.
- Ob man den Begriff "Marktwert" auf Menschen angewandt für schlimm hält oder nicht, ändert nichts daran, ob die Theorie so richtig ist oder nicht. Sie wertet nicht, sondern beschreibt. Man kann die Annahmen und Folgerungen in Frage stellen, aber wird nicht bestreiten können, dass es Mechanismen hinter der ganzen Geschichte gibt. Man kann das alles eklig finden, aber es wird trotzdem so ähnlich funktionieren.

Wir sehen also, Marktwert ist keine absolute und auch keine individuelle Größe. Und er wird sicher weder von mir selbst noch meinen Freunden bestimmt. Genauso wenig, wie eine Aktie einen festgelegten Marktwert hat; A ist bereit, 1200 EUR dafür auszugeben, B ist nicht bereit. Aber im Zusammenspiel aller Marktakteure findet sich ein Preis. Im Zusammenspiel aller möglichen Individuen einer Gesellschaft wird dann eben schnell klar, wer statistisch gesehen besonders beliebt ist. Die Ursachen dafür, sind oft nicht klar.

Was sind eure Meinungen, wer hat sich diese Fragen auch gestellt? Und wer hat aus den Schlüssen, die sich daraus ziehen lassen, bewusst gehandelt? Marktwerterhöhung durch Fitnessstudio, zum Beispiel. Durch einen anständigen Beruf. Kleidung. Und so weiter....
 
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  • #2
Marktwert bestimmt sich aus Angebot und Nachfrage.

Stösst das eigene Angebot auf wenig oder keine Nachfrage, ist dessen Marktwert gering.
Das Angebot kann trotzdem gut oder sehr gut sein. Aber das nützt nichts, wenn es Keiner haben will.

So manche Frau stöhnt, wenn die Männer nur Sex mit ihr haben wollen - aber mehr nicht.
Auch wenn die Frau sehr intelligent, gebildet, kultiviert und vielfältig bewandert und interessiert ist.
Und auch EQ, soziale Kompetenzen, und Bindungsfähigkeit besitzt.
Ihr Marktwert ist trotzdem ... nur für Sex.

Umgekehrt: Die Frau sieht nicht attraktiv aus, aber hat auch alle anderen o.g. Qualitäten.
d.h. ihr Marktwert für Sex ist null. Aber ansonsten ?

Der Mann fragt sich dann, ob er sich auf diese Frau exklusiv einlassen soll ?
Weil er dann auf Sex verzichten müßte. Mit ihr ist es ihm nicht möglich - und mit anderen Frauen nicht erlaubt.
d.h. ihr ansonsten gutes Angebot hat einen gravierenden Nachteil. Und der kann das ganze Angebot in seinem Marktwert extrem senken.

Ausnahmen: Wem der Marktwert egal ist, wei für ihn persönlich das Angebot mehr wert ist.

Ein Mann wurde ohne Arme und Beine geboren. (Nick Vujicic)
Als Teenager dachte er an Selbstmord, weil er annahm, daß ihn keine Frau lieben wird = Marktwert null.
Er kann sie ja noch nicht mal in seine Arme nehmen, weil keine Arme da sind.
Und er scheint hilfsbedürftig wie ein kleines Kind.

Er kann zwar gehen, aber sein Gang ähnelt der eines Pinguins.
Und die viel zitierte Körpergröße beim Mann - hat er überhaupt nicht. Sondern die eines Kindes.

Dann lernte er eine bildhübsche Frau kennen - die lernte ihn auch schätzen - sie heirateten und haben das erste gemeinsame Kind.

Diese Frau hat m.E. einen sehr hohen Marktwert, wegen ihrem guten Aussehen.
Und könnte aus vielen anderen Männerm auswählen. Trotzdem nahm sie diesen Mann.
Weil er für sie der beste Mann = das beste Angebot ist.

Was ist das Besondere an diesem Mann ?
Seine Ausstrahlung. Und sein unendlich erscheinender Optimismus, trotz seiner Handicaps.
Er arbeitet als christlicher Prediger, aber gibt auch Vorträge, Bücher etc. in Motivation und Lebensberatung. Wenn man ihn reden hört, vergisst man sein Aussehen und Behinderung.

Er lässt sich von seinen Besuchern der Vorträge sogar umarmen. Und diese Leute tun das gerne.
Obwohl er keine Arme hat. Trotzdem scheinen die Leute was zu spüren, wenn sie ihn umarmen.
Was spürt dann erst seine Ehefrau mit ihm, wenn sie ihn umarmt ?

Ich schätze, das Viele z.B. von diesem Mann lernen können, wie man seinen Marktwert erhöhen kann.
Dieser Marktwert muß nicht bei Allen so hoch ankommen. Aber bei dem, der dies zu schätzen weiss. Wie es Nick V. selber passiert ist. Obwohl er vorher sowas nie für möglich hielt.

Schauen Sie auf ihre Arme und Beine. Ihre Person kann auch einen Marktwert haben.
Auch wenn sie es (noch) nicht glauben können.
 
G

Gast

  • #3
Hier hat aber die "Ware" auch eine eigene Meinung. Es nützt mir gar nichts, wenn 1111 Volltrottel auf mich stehen, aber kein guter Mann. Umgekehrt kann ich sehr glücklich werden, wenn nur 1 Mann auf mich steht, der aber der richtige ist.

Außerdem: Was bringt mir das jetzt?
 
G

Gast

  • #4
Ich denke, dass sich diese Ansätze nur für Partnerbörsen etc. anwenden lassen, wo die Auswahlkriterien zu Beginn rein rational sind (es wird gefiltert nach dem, was man sich idealerweise = in der Theorie wünscht). Nur wenn bei einem persönlichen Treffen die Biologie ebenfalls greift, kommt es zu einer Paarbildung.

In der Realität kommt ZUERST die Biologie zum Tragen - man fühlt sich angezogen vom Aussehen und der Persönlichkeit, unterschwellig wirken die Hormone über den Körpergeruch. Man verliebt sich und verschwendet keinen Gedanken an Beruf, Status, Geld usw.
Dieser Mechanismus funktioniert vor allem in jungen Jahren noch sehr gut, und wird erst mit zunehmender Lebenserfahrung (sprich Enttäuschungen) durch rationales Denken etwas gebremst - wenn man mal schlechte Erfahrungen gemacht hat, wird man sich vielleicht in Zukunft trotz Verliebtheit eine Beziehung versagen, weil der Verstand Alarm schlägt.

Zurück zum Marktwert.
Ich kann nur für Frauen sprechen. Der Marktwert wird in erster Linie noch immer vom Aussehen bestimmt, und die meisten Frauen tun ja täglich so einiges dafür, um das zu optimieren. Das ist gar nichts besonderes, immerhin wird es uns von Kindheit an anerzogen, dass unser Aussehen unseren Wert bestimmt. Eine hübsche Frau, die einigermaßen erträglich ist, wird immer Kandidaten haben.
 
G

Gast

  • #5
Wenn man davon ausgeht, dass der MW einfach allgemeine Kriterien sind für Attraktivität in allen Bereichen, dann könnte man es direkt so bezeichnen. Dazu gehören sportlich jugendliches Aussehen, Selbstvertrauen, emotionale Intelligenz usw.

Aber da der Mensch ja nun nie hundertprozentig passen kann und man selber seinen MW nicht einschätzen kann bzw. die Einschätzung von uninteressanten Leuten einem herzlich egal sein kann, sollte man genau gucken, wie man die MW-Sache einzuschätzen hat.

Eine Frau, die von sich meint, sie hätte ein schönes Gesicht, denkt vielleicht, dass das Jahreseinkommen des Mannes, der sie verdient, bei einer bestimmten Summe liegen sollte. Aber ist das nicht furchtbar albern und dämlich gedacht? Das KANN doch nicht funktionieren, weil Schönheit im Auge des Betrachters liegt und der Mann sich kein Frauengesicht kaufen will, es sei denn, er ist so ein Mensch. Dann haben die sich gefunden, wenn sie beide ihren MW richtig eingeschätzt haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Liebe bei manchen Menschen wirklich am Geld und Repräsentationszweck liegt.

Die meisten suchen doch ne Partnerschaft mit jemandem, der sie liebt um ihrer selbst willen. Warum die mit MW-Denken unterwegs sind, erschließt sich mir nicht. Oder ich sage lieber: Mit pervertiertem MW-Denken, denn es ist ja was dran, dass man wenn man z.B. sportlich ist, attraktiver auf den auserwählten Menschen wirkt.

Im Zusammenspiel aller möglichen Individuen einer Gesellschaft wird dann eben schnell klar, wer statistisch gesehen besonders beliebt ist.

Ich stimme Dir zu, das funktioniert schon im Kindergarten. Das sind aber die Menschen mit viel Lebensfreude, Selbstvertrauen und Charme. Die sehen aber nicht schöner aus als andere.

Eigentlich geht es doch nicht darum, möglichst VIELEN zu gefallen, sondern genau dem, den man sich aussucht. Mit einer guten Figur und Selbstvertrauen usw. erhöht man die Chancen, das seh ich auch so. Und sich mit seinem Kleidungsstil und einem gewinnenden Wesen zu befassen, kann nie verkehrt sein. Aber das sind andere Kriterien als "von Natur aus zu hässlich/schön" oder "zu arm/zu reich" für irgendwen, den man auf ner Skala einschätzt und das auch noch falsch, da man seinen eigenen MW auch nicht einschätzen kann. (und das Selbstbild aus Selbstschutz meist ein besseres ist als andere einen einschätzen :D)

Irgendwie löst sich durch das pervertierte MW-Denken die Partnersuche ab vom passenden Partner zu dem, der statistisch zu allen passen würde, aber nicht unbedingt zu mir, weil ich vergessen habe, worauf es ankommt.
 
G

Gast

  • #6
Hallo!
Marktwert: ich kenne meinen. Er ist zu gut, da haben die männer Angst.
Zu hoch (superhübsch, tolle Figur, Hirn + Busen, eigenes großes bezahltes Anwesen, Fuhrpark)
bei einer Frau, schreckt die Männer ab.
Sie wissen, dass sie nicht mithalten können.
Und da suchen sie sich lieber eine, die weniger toll ist.

Erst heute habe ich nach meiner Bildfreigabe wieder 4 unverschämte Fragen von eigentlich viel zu alten und erfolglosen Männern gelesen/lesen müssen:
Wieso ist so eine hübsche Frau Single?

Ich als Frau, auch mit 48, kann es nicht mehr hören. Ich sende dann gleichmal eine Absage.
Marktwert ist also immer relativ.

Mich schreiben die 10 bis 20 Jahr älteren Männer an. = viel zu alt.
Die nicht besonders aussehen und auch keinen tollem Job haben. Weil: die schon soviele Körbe bekommen haben, dass einer mehr oder weniger auch egal ist. Sie sind es ja gewohnt!

Tolle Männer in meinem Alter nehmen sich lieber die 10-20 Jahre jüngere Friseuse oder sonstwie nciht studierte Frau, hauptsache jünger. Aussehen und Bildung+ Geld sind da egal. Weil: siese Frau sie anhimmelt.
Ob ich sie anhimmel, das werden sie nie erfahren, weil sie davon ausgehen, dass ich ihnen "gleich in Geld, Bildung usw... " bin.

Sie wollen keine, die im sTreit sagt: mein AHus ist 4x so groß wie dein langweiliges Reihenhaus mit Handtuchgarten/ meine Sportwagen (Plural!!!) fahren schneller als dein Mittelklassewagen...............
So bin ich zufrieden alleine, bevor ich mir einen Pfau ins gemachte Nest setze!
W48
reich, hübsch, studiert, zufrieden mit sich und der Welt!
 
G

Gast

  • #7
Mein Marktwert bei Sbs war immer katastrophal. Fast alle Frauen auf die ich ohne Ende stand, antworteten nicht oder gaben mir einen direkten Korb.

Im rl habe ich oft gehört "Du bist so mega selbstbewusst," oder "mich hat noch kein Mann so direkt angesprochen," oder aber "wieso sind nicht mehr Männer so wie du."

Natürlich habe ich auch im rl öfters Körbe bekommen, viele sogar, aber die Resonanz war dort einfach 1000 Mal besser. Ich war mit sehr hübschen Frauen zusammen, obwohl ich ganz durchschnittlich aussehe; 1,80, 74kg, trainiert aber kein Modelgesicht.

Ich habe auch einige Male von anderen Männern gehört "Wie hast du so eine Frau gekriegt."

Als ich sehr viel jünger war, verliebte ich mich offensichtlich ständig in die 'falschen' Frauen. Damalige Mitschüler, oder sogar Freunde haha!, sagten mir häufiger "Bei der hast du keine Chance, Mann. Wach auf...."

Dieses "Wissen," diesen Glauben, dass mein Marktwert nicht hoch genug ist, um Frauen die ich wirklich attraktiv finde zu erobern, war der Grund dafür, warum ich das lange Jahre gar nicht versucht hatte. Mir war das alles peinlich und ich konnte sowieso nicht auf Frauen zugehen und sie ansprechen. Dann ging ich auf eine Sb, weil ich dachte "Ok, wenigstens mache ich mich hier nicht lächerlich und keiner sieht, wen ich anspreche (bzw. anschreibe.) Und da meine Erfolgsquote da grausam war, verstärkte all das sogar noch mein Selbstbild.

Ich hatte mich auch schon damit abgefunden und dachte bis vor ca. 7 Jahren, ich sähe einfach nicht gut genug aus und Frauen die mein Herz schneller schlagen lassen, sind einfach nicht an mir interessiert.

Aber dann verliebte sich vor 7 Jahren eine absolut umwerfend schöne Frau in mich. Ich machte ihr ein einfaches Kompliment, wurde glaube ich auch rot und wollte eigentlich einfach nur weglaufen (sie saß in einem Kiosk), aber konnte mich irgendwie überwinden und fragte sie nach ihrer Nummer. Dass sie lächelte und sie mir gab und mich auch treffen wollte, war so surreal wie ein Alien, das vor meiner Hastür landet und aus seinem Raumschiff aussteigt und mir zuwinkt.

Eine ganze Weile dachte ich sogar, dass das irgendwie nicht sein kann, dass sie mich verarscht, dass irgendwas nicht mit ihr stimmen könne. So krass waren meine Komplexe und meine Meinung über mich.

Und seitdem hat sich meine Einstellung und mein Selbstbild radikal geändert. Ich glaube jeder Mann hat eine Chance, solche Frauen zu daten, die er begehrt. Überlegungen bezüglich des eigenen Markwerts sind krasse Zeitverschwendung und dienen meist nur dazu die eigenen Ängste, Hemmungen und Glaubenssetze zu rechtfertigen.

Hätte ich auf das Feedback der Leute um mich herum gehört und meinen 'Marktwert' akzeptiert, hätte ich meine letzten Freundinnen nie kennengelernt, da ich mir niemals Chancen ausgerechnet hätte. Der Marktwert ist die Meinung, die irgendjmd. (euch selbst eingeschlossen) von euch hat. Diese Meinungen sind bedeutungslos.
 
G

Gast

  • #8
Wer sich einem Marktwertdenken unterwirft, versucht zu optimieren. Niemand kann gut genug sein, denn die 100% sind immer besser als die 90%, 95% oder auch die 99%.

Auf der Strecke bleiben Liebe und Leben

M 38
 
  • #9
Premium und Durchschnitt trifft es auf den Punkt.

Christian Thiel, ein Beziehungscoach sagte einmal, es gibt nunmal mehr optischer Durchschnitt als optisches Highlight. Logischerweise haben somit die weniger attraktiven eine größere Auwahl einen geeigneten Partner zu finden als die optischen und charakterlichen Hingucker sprich Premium.

Logischerweise bleiben Premiummenschen länger oder auch mal Dauersingle, weil sie ihren Gegenpart im Dschungel der Durchschnittstypen nicht finden.

Sorry, aber das Gequake von....würde ich nur besser aussehen, schlanker, jünger oder sonstwas sein ist kontraproduktiv, denn gerade diejenigen sind verbandelt, die Masse findet sich

Somit müsste es hier öfter heißen, sehe top aus, bin gebildet, habe einen super Beruf, keine Altlasten und Schulden, bin aufmerksam und wirklich liebevoll - aber finde keinen Partner, gilt für Frauen und Männer gleichermaßen.

Den schlechten Marktwert haben also nicht die Durchschnittsleute, sondern der Premiumverschnitt.
Denn Durchschnitt ist Masse und das was wir auf der Straße oder im Umfel erleben und was ist das?
Eben meistens Paare.

Also schlechter Marktwert? Aha, ein Premiumtyp - grins.
 
G

Gast

  • #10
Was sind eure Meinungen, wer hat sich diese Fragen auch gestellt? Und wer hat aus den Schlüssen, die sich daraus ziehen lassen, bewusst gehandelt? Marktwerterhöhung durch Fitnessstudio, zum Beispiel. Durch einen anständigen Beruf. Kleidung. Und so weiter....

Ich finde die Diskussion über "Marktwert" sehr theoretisierend. Der "Marktwert" ist in der BWL der Preis, den jemand für etwas auf einem Markt mit Angebot und Nachfrage zu zahlen bereit ist. Was soll hier als "Preis" bezahlt werden?

Vielleicht wäre "Auswahlmöglichkeit" oder "Beliebtheit" oder etwas ähnliches besser. Letztlich hängt doch der "Marktwert" auch davon ab, wo man lebt, wie groß die Konkurrenz ist, wie arrogant man durch den hohen "Marktwert" wird und wie man die Kandidaten/-innen selbst einschränkt.

Eine attraktive 35jähige mit Kinderwunsch kann bei Männern um die 45 einen tollen Marktwert haben, sucht aber selbst vielleicht Männer bis 38 und die wiederum wollen keine Kinder. Das war's dann mit dem "Marktwert". Ich glaube nicht, dass sich daraus ein ernsthafter "Wert" ergibt. Haben George Clooney oder Jennifer Lawrence denn dann wirklich einen ernsthaft hohen Marktwert? Weil Jaqueline Müller und Kevin Meier ein Poster an der Wand hängen haben oder BH´s werfen?

Natürlich versuche ich durch Sport, Kleidung, Job attraktiv für Frauen zu sein, aber damit rücken wiederum "unattraktivere" Frauen aus meinem Wunschfeld und für die attraktiveren Frauen, die ich dann suche, gibt es vielleicht mehr Konkurrenz von anderen Männern. Ich denke einfach, die Chance auf ein gleich attraktives "Gegenüber" ist immer ähnlich und die Zahl der ernsthaft interessanten Partner/-innen bleibt nahezu gleich.

m, 46
 
G

Gast

  • #11
Ich beschränke mich jetzt mal auf den Einwurf des FS in welchem er meint, ein AndroidHandy wäre besser als ein iPhone. Und da haben wir schon den pragmatischen Unterschied und der kommt von mir jetzt wie folgt zur Geltung, in Form des Marktwerts: ein iPhone Besitzer hat für mich einfach mehr Geld zur Verfügung als ein AndroidHandyBesitzer mag Prestige und hat den besseren Geschmack und sieht bestimmt auch besser aus, ich meine damit das IPhone s 6, na klingelst bei dir?

Wenn der Typ allerdings ein Toupet trägt und mit seinen starken Ende 50iger als ewiger Dauersingle daherkommt, da nützt ihm weder Android noch IPhone, aber nur wenn er eine attraktive Frau will.
 
G

Gast

  • #13
Ich weiß nicht, aber meiner Erfahrung nach kommt es in Singlebörsen im Prinzip nur auf Marktwert an.
Bzw. im Prinzip geht es vor allem um das Aussehen.

Nur an meinem Beispiel:
Ich bin 42, bin mit mir selbst eigentlich vor allem für mein Alter ganz zufrieden (habe keine Glatze, graue Haare, keinen Bierbauch etc.), aber ich sehe offensichtlich auch nicht so aus, wie sich das die Mehrheit der Frauen vorstellt. Wobei ich jetzt nicht genau sagen könnte, wie sie sich das vorstellen und ich würde auch nicht versuchen, irgendeinem bestimmten Bild zu entsprechen.
Der Rest ist glaube ich eher nebensächlich - ich bin Akademiker, verdiene ganz gut, aber das alleine lockt schon lange keine Frau mehr hinter dem Ofen hervor. Ich meine, ich möchte das nur feststellen, das ist sowieso nicht mein Wunsch.

Es ist halt ein bißchen wie in der Realität. Ich glaube, daß kaum jemand, der mit rund 40 in einer Singlebörse sucht, zuvor Jahre in einer Höhle verbracht hat. Jeder hat wohl so seine Erfahrungen gemacht. Und die heißen unter dem Strich nüchtern betrachtet, daß er marktwerttechnisch abgelehnt wurde - vermutlich vor allem optisch.
Und umgekehrt ist es vermutlich ähnlich. Zum einen Frauen, die optisch nicht den Vorstellungen der Männer entsprechen. Und Frauen, die in der Realität keine Männer kennengelernt haben, die ihren optischen Ansprüchen genügen, werden in einer SB auch kaum erfolgreicher sein, weil dort sicher nicht jene Männer zu finden sind, denen die Frauen schon real die Tür einrennen. Aber noch häufiger anzutreffen sein als ihre männlichen Pendants, weil die sich real viel aktiver verhalten.

Was dann noch dazu kommt, sind die eigenen Vorstellungen. Ich habe zwar keine genauen optischem von einer Frau, aber es gibt auch welche, die auf mich interessant wirken und welche, die auf mich nicht interessant wirken und da spielen irgendwelche Normeckdaten nicht wirklich eine Rolle, sondern eher mein Bauchgefühl.
Ob jetzt eine Kinder hat oder schon 2x geschieden ist, darf ich mir schon gar nicht mehr überlegen, weil ich mich damit einschränke. Ob ich selbst noch welche haben will, erst recht nicht.
Und einige grundsätzliche Dinge lehne ich ab: Wenn jemand 2x soviel Gewicht hat wie ich, 5 oder 10 Jahre älter ist bzw. komplett ungepflegt ist.

Ob das nun alles gut oder schlecht ist, braucht man eigentlich gar nicht beurteilen. Fakt ist nur, daß es so ist. Also wenn hier von Ausstrahlung und anderen Dingen die Rede ist - ich glaube, da belügen sich die Leute nur selbst - es sei denn Ausstrahlung bedeutet, daß jemand irgendeinem bestimmten optischen Bild entspricht.
 
G

Gast

  • #14
Ich denke, dass sich diese Ansätze nur für Partnerbörsen etc. anwenden lassen, wo die Auswahlkriterien zu Beginn rein rational sind (es wird gefiltert nach dem, was man sich idealerweise = in der Theorie wünscht). Nur wenn bei einem persönlichen Treffen die Biologie ebenfalls greift, kommt es zu einer Paarbildung.

In der Realität kommt ZUERST die Biologie zum Tragen - man fühlt sich angezogen vom Aussehen und der Persönlichkeit, unterschwellig wirken die Hormone über den Körpergeruch. Man verliebt sich und verschwendet keinen Gedanken an Beruf, Status, Geld usw.
Dieser Mechanismus funktioniert vor allem in jungen Jahren noch sehr gut, und wird erst mit zunehmender Lebenserfahrung (sprich Enttäuschungen) durch rationales Denken etwas gebremst - wenn man mal schlechte Erfahrungen gemacht hat, wird man sich vielleicht in Zukunft trotz Verliebtheit eine Beziehung versagen, weil der Verstand Alarm schlägt.

Zurück zum Marktwert.
Ich kann nur für Frauen sprechen. Der Marktwert wird in erster Linie noch immer vom Aussehen bestimmt, und die meisten Frauen tun ja täglich so einiges dafür, um das zu optimieren. Das ist gar nichts besonderes, immerhin wird es uns von Kindheit an anerzogen, dass unser Aussehen unseren Wert bestimmt. Eine hübsche Frau, die einigermaßen erträglich ist, wird immer Kandidaten haben.

Dem kann ich ziemlich zustimmen. Betreffend des Aussehens sehe ich aber da keinen Unterschied mehr zwischen Männern und Frauen. Das Aussehen ist heute bei einem Mann auch das wichtigste - besonders natürlich in SB. Wobei hier vermutlich noch der Nachteil besteht, daß man(n) hier weniger Optimierungsmöglichkeiten hat.
 
G

Gast

  • #15
Die Bestimmung des Marktwertes eines Menschen ist keine Theorie sondern Realität..

Nicht nur in Partnerbörsen...

Ich nehme dazu nur einen Beispielsatz der immer wieder und Hauptsächlich von Frauen kommt.

"Das was ich Biete möchte ich bekommen"

Das heisst nichts anderes wie "Für das was ich bezahle möchte ich auch den entsprechenden (Markt)- wert haben."

Gleichberechtigung an jeder Ecke, nur nicht mehr geben als nehmen , nur nicht unfair behandelt werden ..das ist die maxime..

Dabei schätzen Frauen Ihren Marktwert sehr hoch ein. Immer wieder liest man , ich bin Attraktaktiv, schlank , verdiene gut, keine Altlasten usw..

Ich bin Qualität und möchte den möglichst höchsten Preis dafür haben. Faule Kompromisse mache ich nicht. Er darf dies nicht sein und jedes nicht..so enstehen Nogos.

Dabei scheinen Frauen aber nicht zu verstehen das Ihre Quanditäten durchaus auch da sind, ihr Marktwert keineswegs so hoch ist wie sie von sich selber glauben nur sehen sie ihre "Problematiken nicht...


Sie sehen Ihre eigenen nicht weil Sie viel zu sehr damit beschäftigt sind die Probleme am anderen Geschlecht zu finden. Und wenn sie dann endlich etwas gefunden haben war es halt nicht der richtige.. So einfach ist das.

Aber unter diesen Vorrausetzungen weiss der Mann genau das er da nichts verpasst hat..

So schliesst sich der Kreis!
 
G

Gast

  • #16
Marktwert? Was bin ich? Ein Zuchtbulle, der auf einer Rinderauktion zur Versteigerung angeboten wird? Unglaublich.

Ich erhöhe keinen Marktwert, wenn ich mich körperlich betätige oder mich beruflich verbessere oder mir bessere Kleidung zulege. Das tue ich zuallererst und ausnahmslos für MICH, damit ich mich wohler in meiner Haut fühle.

Wer sich Gedanken über seinen oder ihren Marktwert macht, macht sein oder ihr Handeln und Denken von anderen abhängig und das wiederum macht reichlich unattraktiv.

Vielleicht habe ich als Langzeitsingle auch einfach schon zu lange nichts mehr mit diesem verrückten Markt der Eitelkeiten zu tun, um sowas noch zu verstehen.

Sprach's und widmete sich wieder seinem Roman, in der Hoffnung, dass der Kauf dieses Buches den Martkwert seines Buchhändlers erhöht hat ...

m, 35
 
  • #17
Zurück zum Marktwert.
Ich kann nur für Frauen sprechen. Der Marktwert wird in erster Linie noch immer vom Aussehen bestimmt, und die meisten Frauen tun ja täglich so einiges dafür, um das zu optimieren. Das ist gar nichts besonderes, immerhin wird es uns von Kindheit an anerzogen, dass unser Aussehen unseren Wert bestimmt. Eine hübsche Frau, die einigermaßen erträglich ist, wird immer Kandidaten haben.
Diesen Sätzen stimme ich zu.
Ergänzung: das gleiche gilt auch immer mehr für Männer - wir befinden uns in einer Entwicklung, bei der der Marktwert von Männern auch immer mehr von ihrem Aussehen beeinflusst wird, wenngleich Aspekte wie z.B. Beruf und Status insgesamt NOCH eine höhere Rolle spielen.
 
  • #18
Der sogenannte Marktwert ist im Zusammenhang mit Menschent eine rein theoretische Größe ohne realen Wert. Mich kann mich durchaus für eine Person interessieren, die aufgrund gängiger Kriterien einen relativ niedrigen Marktwert haben kann. Gleiches gibt umgekehrt.Wieviel mir eine Person "wert" ist, bestimme in erster Linie ich nach meinen subjektiven Kriterien.

Was nützt mir mein hoher Marjtwert, wenn mich die an mir interessierten Personen schlicht nicht interessieren? Für die Befriedigung meiner Eitelkeit benötige ich keinen "Marktwert".
 
G

Gast

  • #19
Marktwert? Was bin ich? Ein Zuchtbulle, der auf einer Rinderauktion zur Versteigerung angeboten wird? Unglaublich.

Ich erhöhe keinen Marktwert, wenn ich mich körperlich betätige oder mich beruflich verbessere oder mir bessere Kleidung zulege. Das tue ich zuallererst und ausnahmslos für MICH, damit ich mich wohler in meiner Haut fühle.

Wer sich Gedanken über seinen oder ihren Marktwert macht, macht sein oder ihr Handeln und Denken von anderen abhängig und das wiederum macht reichlich unattraktiv.

Vielleicht habe ich als Langzeitsingle auch einfach schon zu lange nichts mehr mit diesem verrückten Markt der Eitelkeiten zu tun, um sowas noch zu verstehen.

Sprach's und widmete sich wieder seinem Roman, in der Hoffnung, dass der Kauf dieses Buches den Martkwert seines Buchhändlers erhöht hat ...

m, 35

Grundsätzlich gebe ich Dir vollkommen recht.
Wenn man allerdings marktwerttechnisch abgelehnt wird, sollte man m.M. nach der Realität ins Auge blicken und sich nicht sozialverträglichen Worthülsen einlullen lassen, die das beschönigen. Weil so identifiziert man das Phänomen wenigstens.
Das heißt ja noch lange nicht, daß man das toll so findet oder sich anpasst. Ich jedenfalls nicht, weil marktwertgesteuert ist für mich keine Basis für eine Beziehung.
 
G

Gast

  • #20
Mit dem Marktwert ist das so eine Sache. Grundsätzlich lässt sich wohl kaum leugnen, dass gutes Aussehen, Reichtum und Bildung den Wert positiv beeinflussen bzw. die Anzahl an Interessenten erhöht. Auf der anderen Seite habe ich schon so viele bildhübsche, nette und gebildete Frauen kennengelernt, die überdies sogar noch interessiert waren, mich aber trotzdem vollkommen kalt gelassen haben. Demgegenüber steht die ein oder andere Durchschnittsschönheit, welche mir ungekannt schlaflose Nächte bescherte.

Mein Fazit: ich habe keine Lust mehr, mich in logisch nachvollziehbarer, grauer Partnerschafts-Theorie zu verlieren, wenn sich in der Praxis ohnehin alles wieder in Wohlgefallen auflöst. Wenn mir die Frau gefällt, gefällt sie mir eben und ihr oder mein "objektiver" Marktwert juckt mich dann nicht mehr die Bohne.
 
G

Gast

  • #21
Der Marktwert einer Frau wird in 1. Linie durch Alter (Fruchtbarkeit) bestimmt.
Das ist so.
Das Äußere sollte nicht aus der Norm fallen. Männer schmücken sich zwar gerne
mal vorübergehend mit Liebhaberstücken/Sammlermodellen - die große Blonde, die
rassige, kurvige Schwarze, die ätherische Rote.....ABER:
Mein Eindruck in den hochkarätigen Urlaubsdestinationen mit der entsprechend
zahlungsfähigen Klientel an Männern:
Die Ehefrauen sehen beinahe aus wie geklont. Durchschnittsgröße ca. 1'68 m,
Nicht dick, nicht dünn, normal proportioniert, unauffälliges blond im schlichte Bob.
Hochwertig aber nicht ausgefallen gekleidet.
Eigentlich langweilig - aber so ist es. Qualität ohne Schnickschnack und Blendwerk,
das mögen Männer dauerhaft. Pflegeleicht und unkompliziert.
Ich glaube, auf bling-bling bei Optik und Persönlichkeit stehen sie nicht wirklich,
aber die Frauen denken das.
w
 
G

Gast

  • #22
Marktwert? Was bin ich? Ein Zuchtbulle, der auf einer Rinderauktion zur Versteigerung angeboten wird? Unglaublich.

Ich erhöhe keinen Marktwert, wenn ich mich körperlich betätige oder mich beruflich verbessere oder mir bessere Kleidung zulege. Das tue ich zuallererst und ausnahmslos für MICH, damit ich mich wohler in meiner Haut fühle.

Das mit dem Zuchtbullen kommt der Sache schon sehr nahe. Der Marktwert gibt letztlich Auskunft über die Qualität deiner Spermien. Darum geht es ja am Ende.

Der Marktwert erhöht sich sehr wohl. Den legen nämlich die anderen fest. Und durch Sport und bessere Kleidung erhöhst du ihn. Ob du willst oder nicht.
 
G

Gast

  • #23
Hallo!
Marktwert: ich kenne meinen. Er ist zu gut, da haben die männer Angst.
Zu hoch (superhübsch, tolle Figur, Hirn + Busen, eigenes großes bezahltes Anwesen, Fuhrpark)
bei einer Frau, schreckt die Männer ab.
Sie wissen, dass sie nicht mithalten können.
Und da suchen sie sich lieber eine, die weniger toll ist.

Du hast das mit dem Marktwert leider nicht richtig verstanden. Dein Marktwert ist aus den von dir genannten Gründen eben nicht hoch, im Gegenteil.
 
G

Gast

  • #24
Natürlich versuche ich durch Sport, Kleidung, Job attraktiv für Frauen zu sein, aber damit rücken wiederum "unattraktivere" Frauen aus meinem Wunschfeld und für die attraktiveren Frauen, die ich dann suche, gibt es vielleicht mehr Konkurrenz von anderen Männern. Ich denke einfach, die Chance auf ein gleich attraktives "Gegenüber" ist immer ähnlich und die Zahl der ernsthaft interessanten Partner/-innen bleibt nahezu gleich.

Ich denke, hier wurde es gut und knapp zusammengefast.

Kaum ein Mensch, der z.B. Medizin studiert hat, das Studium auch abgeschlossen hat, wird Klo putzen gehen, weil er als Arzt nichts findet.

Was ich hier bei ein paar der Beiträge nicht verstehe - warum wird auf das andere Geschlecht eingehackt, weil es angeblich das falsche will oder die falschen Anforderungen hat ODER den eigenen "Marktwert" falsch einschätzt. Es wird versucht die andere Seite zu verändern, weil die eigenen Anforderung als optimal empfunden werden. Ein Mensch kann nur sich selber verändern, sich selber einer Situation anpassen.

Es gibt Bilder, die sind hübsch, die Mona Lisa ist eins der bekanntesten Bilder dieser Welt! Fast jede Kopie der Mona Lisa ist genauso schön aber ein Sammler würde nur für das Original so viel Geld hinlegen. Ist das Original wirklich so viel mehr wert als eine Kopie, die auch auf Leinwand gemalt wurde. Der Vorteil bei Kunst, die Mona Lisa kann und wird sich nicht weigern, dem Bild ist es egal, wem es gehört.

Bei Menschen ist es anders - die schönste Frau dieser Welt ist nicht dazu verpflichtet den Mann zu nähmen, der bereit ist das meiste Geld für sie zu bezahlen. Sie ist auch nicht dazu verpflichtet, den schönsten Mann zu nähmen, wenn der schönste Mann sie will. Es muss am Ende auch nicht der klügste Mann sein.

Der "Marktwert" bei Menschen ist nicht Eindimensional wie bei Sachen. Man ist auch nicht dazu verpflichtet die Anforderungen die man an das andere Geschlecht hat, selbst zu erfüllen.

Ich finde auch einen Lamborghini toll und ich bin der Meinung - er ist viel zu teuer, weil ich ihn mir mit meinem Gehalt nicht leisten kann. Lamborghini würde sicher gerne mehr Autos verkaufen aber ob die Hersteller von Lamborghini soweit mit dem Preis runtergehen, dass ich mir den Wagen leisten könnte. Sicher nicht! Da ich nicht bereit bin so viel Geld für eine Auto auszugeben und sie nicht bereit sind so weit mit dem Preis runter zugehen. Muss ich mich mit meiner alten Gurke abfinden und die mit einem Käufer weniger. Ich könnte auch sagen - dann fahre ich gar kein Auto, wenn ich mir keinen Lamborghini leisten kann. Es ist die Frage! Juckt es den Lamborghini. Nein.

Jeder Mensch entscheidet sich selber, wie wichtig ihm eine Beziehung ist und welche Einbusse er bereit ist zu akzeptieren, denn 100% gibt es sicher für keinen Menschen.
 
G

Gast

  • #25

Das verringert Deinen Marktwert, weil Du gebunden bist an Dein Anwesen und der Mann sich in Dein Leben integrieren soll.

Man sollte nicht von seinen eigenen Kriterien ausgehen, wenn man seinen Marktwert bestimmen will, sondern von dem der breiten Masse. Da hat eine anhängliche Frau einen viel höheren Marktwert als eine, die stolz ist auf ihren Besitz und damit Männer übertrifft.


Eben. Aussehen reicht nicht. Mit jedem Jahr sinkt auch der Marktwert, von Männer wie von Frauen. Ein Mann ab Mitte 30, bei Frau ab Mitte 20.

Tolle Männer in meinem Alter nehmen sich lieber die 10-20 Jahre jüngere Friseuse oder sonstwie nciht studierte Frau, hauptsache jünger. Aussehen und Bildung+ Geld sind da egal. Weil: siese Frau sie anhimmelt.

Genau. Oder ein bisschen nett ist und nicht mit ihnen konkurriert, egal, was die Frau schon erreicht hat. Sobald sie auf dieser Ebene angibt, fällt sie durchs Raster.
 
G

Gast

  • #26
Wer sich Gedanken über seinen oder ihren Marktwert macht, macht sein oder ihr Handeln und Denken von anderen abhängig und das wiederum macht reichlich unattraktiv.

Hahaha, unattraktiv - und schon haben wir ihn wieder: den Marktwert. Nichts anderes als attraktiv oder unattraktiv mit allen Abstufungen dazwischen bedeutet das Wort. Es kann gut sein, dass er sinkt, wenn man zu viel über ihn nachdenkt. Existieren tut er trotzdem - auch für dich, wie du gerade schön bewiesen hast.

Kann mir keiner sagen, dass er nie darüber nachdenkt, wie er auf andere wirkt. Noch dazu als Single auf Partnersuche. Das nehme ich keinem und keiner ab. Als Einsiedler, der mit dem Kapitel abgeschlossen hat, sieht das vielleicht anders aus. Dafür ist das aber das falsche Forum.
 
G

Gast

  • #27
#5 und 8

Die Ausführungen zum zu hohen Marktwert bezweifle ich. Wenn jemand sehr gut aussieht, Geld hat, dazu noch intelligent und nett (und nicht arrogant!) ist, besitzt dieser einen hohen Marktwert, denn er ist für viele Menschen attraktiv. Dass durchgehend positive Attribute abschreckend wirken, ist ein Ammenmärchen. Tatsächlich gibt es einen großen Pool von Interessenten, aus dem wirkliche "Premiums" wählen könnten.

Wenn es denn wirklich ein Problem gibt, dann entsteht dies nicht durch den eigenen hohen Marktwert, sondern durch die Einschätzung, dass der (fast) aller anderen Menschen niedriger ist als der eigene und diese damit als Partner nicht in Frage kommen.
Demzufolge haben Menschen, die sich selbst als relativ durchschnittlich einschätzen (nicht zu verwechseln mit "tatsächlich durchschnittlich sein"), auf dem Partnermarkt bessere Chancen, weil sie nicht so viele potentielle Kandidaten aussortieren.
 
  • #28
Der FS:
Vielen Dank schon einmal für die zahlreichen Denkanstösse und Meinungen. Interessant auch, wie verschieden die Wahrnehmungen sind, wie beim Telefonbeispiel, wo die eine ein Zeichen von Status und Stil sieht, wo ich es mit Konformismus und ein paar von meinen oberflächlichen Bekannten verbinden, die ihre paar sauer verdienten Kröten lieber in Statussymbole stecken als in Hobbys oder die Altersvorsorge.
Besonders das Beispiel "Nick Vujicic" fand ich ausgezeichnet, zeigt es doch, wie sehr sich unsere Einschätzung und der Marktwert, der sich letzten Endes einpendelt, unterscheiden.
Auch ist das keine bewusste Entscheidung, und es funktioniert nicht auf eine bestimmte Person gemünzt, es ist eher ein statistischer Wert. Es passt also eher zu der Frage "Warum schreibt mich niemand an" als "Wie kann ich Person XY erobern". Letzten Endes suchen doch viele denjenigen Partner, der ihnen am besten gefällt. Das kann auch jemand sein, der sonst bei allen anderen durchfällt. Der spezielle Sportwagen oder Oldtimer mag für viele uninteressant sein, aber wer ihn unbedingt haben will, zahlt jeden Preis dafür, aus Leidenschaft.
Es gibt Schnäppchen und es gibt Käufer, die einen fast schon idiotischen Preis zahlen. Aber, gemittelt über eine größere Zahl von Interaktionen ergibt sich doch ein gutes Bild davon, was der Wagen wert ist.

Was bringt es? Eigenschaften so zu beschreiben, könnte wahrscheinlich die Hälfte der Fragen im Forum beantworten. Es würde helfen, die Energie nicht in Dinge zu stecken, die kaum etwas bringen (kaum ein Mann zum Beispiel weiß, ob das Kleid der aktuellen Mode oder der vom Vorjahr entspricht; kein Neukauf notwendig) und das zuerst zu tun, was mit wenig Aufwand viel bringt (gut sitzende Kleidung, mehr Mut beim Ansprechen, Hygiene, Kommunikationstraining? Oder was auch immer...). Vielleicht kann es auch Hinweise zur Werbung in eigener Sache geben (zum Beispiel "meine Kids sind jede zweite Woche beim Vater, so dass genug Zeit zur Zweisamkeit bleibt").

Und #15, mit deiner Haltung erhöhst du natürlich deinen Marktwert, ob du es willst oder nicht ;)

Es stößt uns natürlich ab, so über die Liebe zu reden, die uns verkauft wird als etwas, das vollkommen losgelöst von äußeren Umständen einfach so passiert. Aber ganz so einfach ist es eben nicht.
 
G

Gast

  • #29
Auch wenn es blöd klingt klingt es gibt einen Singlemarkt.

Der heisst nun mal so.. Und in jedem Markt gibt es auch einen Marktwert...Das hat mit Zuchtbulle und Versteigerung nichts zu tun.

Und das es einen Singlemarktwert gibt lässt sich ganz einfach durch Angebot und Nachfrage nachvollziehen.

Es ist wie Reich, Mittelarm , Arm..Gefragt ist der Regel wer etwas zu bieten hat. Ich spreche nicht nur von Geld..

m47
 
  • #30
Eine hübsche Frau mit Normalgewicht und ca. 1,65 m Körpergrösse kann als Polizistin oder Ingeneurin in ihrem Berufsumfeld einen sehr hohen Martkwert haben, weil sie dort eine Seltenheit ist. Was selten auf dem Markt ist, ist auch teuerer bzw. wird teuerer gehandelt. Hier würden die Männer untereinander mehr stärker im Wettbewerb treten, um die Frau zu beeindrucken und für sich zu gewinnen. Auch in einigen Hobbyarten, die mehr Männer ausüben.

Befindet sich dieselbe Frau an einer Modeveranstaltung/Show oder an Orten, wo auch sehr viele andere jüngere und hübschere Frauen anwesend sind, so ist ihr Martkwert tiefer, weil sie eine von vielen ist. Insgesamt haben die weniger Männer hier eine grössere Auswahl. Damit würde der Marktwert aller Frauen insgesamt leicht senken, aber derjenige der Männer aus der Sicht der Frauen höher werden.
Und die Stutenbissigkeit unter den Frauen kann beginnen ;-).

Oder will ein Mann mehr Frauen zur Auswahl haben, soll er einen Yoga-Kurs buchen! Sein Marktwert ist unter vielen Frauen höher und er kann auswählen.

Der Marktwert ein und derselben 25 jährigen Frau wird auch unterschiedlich beurteilt in Abhängigkeit davon, ob ein 50 oder 30-jähriger Mann, um sie wirbt. Der ältere Mann muss mehr finanzielle Mittel bieten, weil sie für ihn wertvoller erscheint als z.B. eine 45-jährige Frau

Es gibt aber auch eine andere Art, einen Mann oder eine Frau mehr für sich zu gewinnen, als die objektiv messbaren Kriterien, wie körperliche Attraktivität (Körpergrösse und Gewicht, symmetrisches Gesicht mit grossen Augen, vollen Lippen, kleiner Nase und Kinn) und ein erster Eindruck der Persöhnlichkeit und zwar indem man den Datekandidaten im Unklaren über ihr Interesse am Gegenüber lassen. Weiss die Frau z.B. nicht, ob der Kandidat beim ersten Date sie attraktiv fand oder weniger. Wenn sie im Unklaren gelassen wurden, so steigerte das ihr Interesse, weil sie ständig darüber grübelte, was er nun für sie empfand.

http://m.spiegel.de/gesundheit/sex/a-844028.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=
"Die Teilnehmerinnen tendierten grundsätzlich eher zu einem Treffen mit den Studenten, die sich positiv über sie geäußert hatten, und fanden diese reizvoller als Männer, von denen sie lediglich als mittelmäßig attraktiv eingestuft worden waren. Am stärksten steigerte jedoch die Ungewissheit die Anziehungskraft: Wenn sie nicht wussten, ob die Männer sie mochten oder nicht, waren die Frauen dem jeweiligen Studenten am meisten zugetan. Sie dachten auch am intensivsten an die Männer und grübelten darüber nach, ob diese sie mochten oder nicht."

Wir sehen ein und dieselbe Frau (und auch ein und derselbe Mann) kann in unterschiedlichen Konstellationen unterschiedlichen Marktwert haben.
 
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