• #31
Abends hätte er einfach keine Lust auf noch mehr Small Talk, sondern sucht einfach die tiefgründigen Gespräche mit jemanden, den er kennt und vertraut und gemeinsame Aktivitäten zum abschalten.
Die Erklärung ist doch einwandfrei und nachvollziehbar.
Vielleicht ist seine Arbeit etwas anstrengender als deine. Ihm fehlt die Energie für Verein und Kaffeekranz. Die verwendet er für den anstrengenden Arbeitsalltag.
weil die anderen Familie bekommen haben und deswegen keine größeren treffen möglich sind
Weshalb sollte er eine "Ausrede" benötigen?
Er sagte, die Freundschaften haben sich auseinandergelebt. Das kann passieren wenn sich Menschen an unterschiedlichen Orten der Erde aufhalten, oder man feststellt, dass man doch nicht so auf einer Ebene schwingt.

Mir hat @Andreas1965 Antwort gefallen. Ja ich denke auch, dieser Mann ist intelligent und ist von daher am Stammtisch womöglich unterfordert. Die Gespräche könnten ihn einfach langweilen.

Ja er ist womöglich einzelgängerisch und du bist geselliger.
Beides ist in Ordnung.
Er liebt Individualreisen, die er auch gerne alleine unternimmt. Dich trifft man vermutlich auf der Pauschalreise im Hotelbunker oder auf der Kreuzfahrt mit viel Animation, Musicals usw.
Er meidet den übrigen Tourismus wie der Teufel das Weihwasser, du fühlst dich womöglich erst recht wohl in der Hoteldisco und an der Hotelbar, um Leute kennenzulernen.

Wo hast du diesen Mann denn getroffen?
Ein Date, eine Zufallsbegegnung? Zeigt er Interesse an dir?
Wenn du ihn irgendwo getroffen hast, dann war er auch unterwegs, am selben Ort an dem du dich aufgehalten hast.
Ich bin mir auch sicher, dass wenn er eine Partnerin hat auch mit dieser verreist, oder auf ein Konzert geht.
Das ist ja nicht ausgeschlossen, nur weil man keine 100 Freunde hat.
 
  • #32
Ich denke, das Vorurteil "einer hat keine Freunde, also ist er komisch", ist genau das gleiche Ding wie mit den Vorurteilen mancher Leute Singles gegenüber. Niemand will sie, sie müssen irgendwie komisch sein, sonst hätten sie ja einen Partner ...

Liebe @Syb34233
jetzt hast Du hier auch reichlich Gegenwind bekommen. Deine Frage in der Überschrift lautet ja "...oder habe ich falsche Ansichten". Was Menschen angeht, finde ich schon, dass Du offener in Deinen Ansichten werden solltest, insbesondere, weil Du ja als Lehrperson auch Vorbild bist und sicher Deine Fans hast bei den Schülern, die dann Deine Ansichten übernehmen könnten. Und Du könntest auch introvertierte Schüler haben, die nicht im Pulk sind mit den Tonangebern, sondern abseits stehen. Denen zu vermitteln, es sei was falsch mit ihnen, und sie dann in eine Gruppe integrieren zu wollen "zu ihrer Freude und zu ihrem Besten", in die sie gar nicht gehören wollen und können, wird denen auch schaden (Es sei denn, Deine Schüler sind schon erwachsen und wissen, was sie wollen und was nicht). Viel eher sollten die Gruppenfreudigen von Dir lernen, dass jeder so, wie er ist, richtig ist und Respekt und Akzeptanz verdient, solange er sich nicht WIRKLICH unsozial verhält.

Aber was die Partnerwahl angeht, hast Du genauso Dein Recht auf Deine Liste, was für Dich NoGos sind, wie alle anderen.
Du bist eine gesellige Person, also würde ich auch drauf achten, dass ich einen Partner finde, der ebenfalls Spaß an Geselligkeit hat. Es muss nun nicht immer stimmen, aber ich könnte mir vorstellen, dass bei einer Normalbehausung ohne West- und Ostflügel schwer wird, sich Freunde einzuladen, wenn ein Partner lieber seine Ruhe haben will. Oder wenn Du noch ausgehen willst mit ihm und Deinen Leuten und er lieber joggt.
Also von daher würde ich den Kontakt nicht weiter vertiefen.
 
  • #33
Arbeite lieber an dir und such dir einen anderen Mann. Der hat dich nicht verdient.
Umgekehrt - SIE hat diesen Mann nicht verdient.

Ein Mann, beruflich erfolgreich, als Manager kann er nicht sozial völlig inkompetent sein.
2 gute solide Freunde - neutral - er pflegt diese Freundschaften, sehr sozial kompetent.
Er legt keinen Wert auf banale Stammtischkontakte - nachvollziehbar, und achtet auf seine persönlichen Ressourcen.
Ebenso ein Zeichen für Kompetenz - dass er gut mit sich, seinen Ressourcen umgeht und auf Balance achtet.

Und - er kann mit sich alleine sein, sich beschäftigen, hat genug Interessen.

Doch, so ein Mann ist ein Traum.

Allerdings, dass Du für ihn passt, große Zweifel.

Tja, und Klischee Lehrerin, musst Du ihm gleich beibringen, wie er sein Leben richtig gestalten soll?

Ich hätte an seiner Stelle das Kennenlernen beendet - Da hat er tatsächlich ein kleines Defizit beim Stopp sagen und Grenzen setzen.

Lass es, es passt nicht.

W, 51
 
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  • #34
Hallo Syb34233,
also nach deiner Beschreibung halte ich ihn weder für sozial inkompetent, noch für einen merkwürdigen Einzelgänger. Im Gegenteil, für mich klingt deine Beschreibung von ihm eher positiv.
Von daher halte ich ihn sicherlich für einen Blick wert. Nur passt er eben nicht zu deinem Blick.
LG w/53
 
  • #35
Da du bist wirklich die klassische Pädagogin. Wertend, übergriffig, verurteilend und belehrend.
Witzig, irgendwie hatte ich im ersten Moment denselben Gedanken. Ich habe sehr viele Grundschullehrer*innen kennengelernt, die nicht über ihren eigenen Tellerrand herausschauen können, und sich (ihr Leben) für den Nabel der Welt halten. in dem Sinne bin ich immer froh, keine Kinder in solche Hände geben zu müssen.
Er verreist sehr oft alleine, geht ins Fitnessstudio oder joggt alleine und sein Freundeskreis scheint sich auf 2 Mädchen zu beschränken, die eine ist eine lange Schulfreundin aus der Grundschule (verbandelt auch über die Eltern usw.), die andere wohnt mit dieser in einer WG.
Das könnte ich sein als Frau. ich trainiere und reise sehr viel alleine, und habe wenige, wirklich gute Freunde, u.a.:
eil die anderen Familie bekommen haben und deswegen keine größeren treffen möglich sind. Keine Ahnung, treffe mich regelmäßig mit verheirateten Freundinnen... Ausrede?!
Verheiratet und mit Kindern (insbesondere kleinen) sind zwei komplett unterschiedliche Dinge. Ausserdem, vielleicht will er wirklich einfach seine Ruhe und hat keine Interesse an Babybrei Unterhaltungen mit denen. Ich jedenfalls nicht.
Ich habe gesagt, er könnte doch mal neue Leute bei einem Stammtisch in seiner Stadt kennen lernen. Er sagt, sein Beruf, Produktmanager in einem Pharmakonzern, spannt ihn sozial sehr ein (kenne diesen Beruf nicht und kann mir es nicht vorstellen, dass es sozialer als eine Lehrerin ist).
Boah, sowas kann ich gar nicht ab, Leute die ungebeten Ratschläge geben....und du sagst selbst, du kennst diesen Beruf gar nicht, dann werte auch nicht drüber. Ich kann ihn gut verstehen, ich arbeite wie die beiden "Mädchen" im Consulting und bin froh meine Ruhe am Abend oder Wochenende zu haben. Ständig 100% geben zu müssen, es geht gerade in der Pharma häufig um viel Geld, und viel Reisen, da will man am Ende des Tages abschalten.
W35 (verheiratet, bald 2 Kinder und nur noch wenig Kontakt zu kinderlosen Freundinnen)
Hey Hanna, nichts für ungut, aber dein Text liest sich auch sehr wertend. Du wirfst ihr vor, sich nicht "altersgerecht" zu verhalten...Schön für dich, wenn du Mann und Kinder hast, andere haben dieses Glück mit 33 eben noch nicht, und vielleicht machen deine Bekannten das ja auch alles,weil sie gerne jemanden kennen lernen würden....(Tellerrand...)
 
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  • #36
Ja du bist wirklich die klassische Pädagogin. Wertend, übergriffig, verurteilend und belehrend.
Lehrkräfte sind im engeren Sinne keine Pädagogen für mich! 😅

Und ich habe schon großartige Lehrkräfte kennengelernt, die meinen Töchtern auch menschlich sehr viel mitgegeben haben. Allerdings findet man die eher seltener in öffentlichen Schulen....

Liebe FS, Menschen sind unterschiedlich und man selbst nicht der Maßstab aller Dinge.

Eine gut funktionierende Gemeinschaft besteht aus verschiedene Charakteren, die ihre ganz individuellen Stärken zum Wohle aller einbringen.

Ohne den introvertierten Tüftler, der sich wochenlang zurückziehen kann, um seinen Ideen Leben einzuhauchen, würden wir auch viele technische Errungenschaften verzichten müssen, die das Leben vieler angenehmer gemacht haben.

Vielleicht öffnest du dich etwas dafür, dass anders nicht gleich schlecht ist.
 
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  • #37
Er verreist sehr oft alleine, geht ins Fitnessstudio oder joggt alleine
Das mit dem Verreisen ist für Männer nicht ungewöhnlich. Ins Fitnessstudio gehe ich zb auch alleine und joggen auch. Aber er scheint einfach weniger soziale Interaktion zu brauchen als du.

Mit den beiden trifft er sich hin und wieder und fährt mit beiden in den Urlaub. Ich kenne so eine gute Mann/Frau Beziehung nicht. Oft läuft doch da mehr, oder?
Nicht unbedingt. Wahrscheinlich fährt er eher mit denen in den Urlaub, weil er nicht immer alleine gehen will und sonst (fehlende Partnerin, Freunde haben Kinder) niemand mitkommt. Meistens fährt man in dem Alter ja mit dem Partner weg.

Er sagt, er hat ein paar gute Bekannte, mit denen trifft er sich unter normalen Umständen mal, aber die enge Freundschaft zu ihnen hat sich auseinander gelebt, weil die anderen Familie bekommen haben
Also ich habe das auch häufig so mitbekommen, dass sich die Leute mit kleinen Kindern dann eher auch Freunde mit kleinen Kindern gesucht haben. Die haben eben keine Lust mehr, abends in die Stadt zu ziehen!

Die Männer, die ich in dem Alter kenne, sind mehrheitlich ähnlich: die haben 2 bis 4 gute Freunde und das wars! Es ist eine Minderheit an Männern, die in zig Vereinen aktiv sind und dadurch megaviele Kontakte haben.

Er hat berufsbegleitend studiert, daher keine richtigen Studienfreunde
Nach dem Studium sind bei mir alle in unterschiedliche Stödte gezogen, das hat sich bei den meisten dann über die Jahre verlaufen.

Er hat den ganzen Tag viel Small Talk, Meetings, hält Vorträge und ist 10 Stunden lang in totaler Interaktion. Abends hätte er einfach keine Lust auf noch mehr Small Talk
Männer sind zu ca 90% so! Die wollen nach einem stressigen Arbeitstag einfach ihre Ruhe haben und entspannen und nicht noch weiter nerviges Gelaber anhören müssen.

ist er sozial inkompetent oder einen Blick wert?
Ich denke er ist ein ziemlicher Normalo. Er hat ja auch viel weniger Freizeit wie du als Lehrerin.

Fazit: Wünschst du dir einen Mann mit großem Freundeskreis, vielen Vereinen, Ehrenamt oder Gemeinderat, der ständig unter Leuten sein muss, zig Kontakte hat und dich in seinen großen Freundeskreis integriert? Falls ja, ist er vom Charakter der Falsche! Ich finde, Frauen legen generell mehr Wert auf sozialen Austausch usw als Männer.

Aber: Bietest du das genauso? So einen Mann wie beschrieben wünschen sich nämlich viele Frauen. Und wenn der dann auch noch gut aussieht, dann hat er eine enorm große Auswahl. Warum suchst du dir keinen Lehrer? Lg w31
 
  • #38
Hey Hanna, nichts für ungut, aber dein Text liest sich auch sehr wertend. Du wirfst ihr vor, sich nicht "altersgerecht" zu verhalten...Schön für dich, wenn du Mann und Kinder hast, andere haben dieses Glück mit 33 eben noch nicht, und vielleicht machen deine Bekannten das ja auch alles,weil sie gerne jemanden kennen lernen würden....(Tellerrand...)

War in diesem Punkt nicht so (ab)wertend gemeint, wie du es liest. Mich ärgert nur der Beitrag der FS in vielerlei Hinsicht und das war ein Nebenaspekt. Der gesamte Beitrag zeugt von sehr wenig Weitsicht, wenig Lebenserfahrung und ich bin wirklich schockiert, dass ein studierter Mensch so ein eingeschränktes Blickfeld hat. Ich hatte bisher nämlich ein positives Bild von Lehrern.
Für mich wäre dieser Mann top, was sicher wohl auch damit zusammenhängt, dass ich in der Consulting Branche arbeite und der beschriebene Arbeitsalltag zwar zum Glück nicht meiner, mir jedoch von früher oder von anderen Personen aus meinem Umfeld bekannt ist.

Selbst wenn da nichts läuft, würde einer der Consulting-Freundinnen besser zu dem Mann passen als die FS.
Ja, liebe FS lass ihn ziehen. Das wird nicht funktionieren zwischen euch.
 
  • #39
Der Gedanke, der mir beim Lesen kam:
Er liest sich sympathisch, fähig und interessant. Ich würde mich freuen, einer seiner wenigen engeren Kontakte sein zu dürfen. Kann seine Sichtweise nachvollziehen ich liebe und brauche den tiefen Austausch auch. Kann den Wunsch verstehen, eher wenige, dafür aber wirklich vertrauensvolle Freundschaften zu pflegen. Solche Gesprächspartner sind Perlen, die man nicht allzu oft findet.

Ich sehe nichts Verwerfliches, eher jemanden, der es geschafft hat, seinen Traum zu leben. Die Auslandserfahrungen! Viele können davon nur träumen. Klingt nach einem noch jungen, aber doch schon sehr erfahrenen Leben.
 
  • #40
aber die enge Freundschaft zu ihnen hat sich auseinander gelebt, weil die anderen Familie bekommen haben und deswegen keine größeren treffen möglich sind.
Stell dir mal vor, in den nächsten Jahren bekommen deine Freundinnen alle Kinder. Dann haben sie nicht mehr so viel Zeit und Lust, kinderlose Freunde zu treffen. Was machst du dann? Klar kann man sich neue suchen, aber ü30 ist das nicht mehr so einfach wie mit Anfang 20. Dann wird sich dein aktiver Freundeskreis auch verkleinern.

Zum Thema soziale Lehrer: Ich finde aus meiner Erfahrung nicht, dass LehrerInnen soziale Wesen sind! Ich finde diese Berufsgruppe oft nervig!
 
  • #41
Ich verstehe nicht was dagegen spricht wenn jemand keine Freunde hat. Ich finde es natürlich schade wenn jemand keine hat. Das macht sie doch nicht zu schlechten Menschen.
Dann stellt sich aber die Frage, warum er keine Freunde hat. Was ist mit ihm, dass er keine hat. Das scheint sich die FS zu fragen. Ich kann ihn allerdings vollkommen verstehen.Er wäre mir sympatisch. Beruflich ist er eingespannt und ständig von Menschen umgeben. Ihm scheint das zu genügen. Mir geht es ähnlich. Wenn ich abends zu Hause bin, möchte ich erstmal keinen sehen. Auch kann ich sowieso gut alleine sein, mir fehlt nichts. Aber so einige wenige liebe und enge Freundinnen habe ich schon. Darunter gehört auch eine Arbeitskollegin.

Ich würde sagen, zwischen den beiden passt es diesbezüglich nicht. Sie wird ihn nicht umkrempeln, warum auch?
 
  • #42
Wahrscheinlich ist er hochintelligent und hat eine große seelische Energie und Tiefe. Das gesellt sich nicht gut mit Erika und Max Mustermann 08/15. Solche Menschen wählen ihren Umgang mit Bedacht, ergo bleibt nur wenige Kontakte, die sie intensivieren. Die pflegen sie aber über einen langen Zeitraum intensiv.
Da bin ich mit @Andreas 100 % konform. Mir gefällt, was Du über Deinen Bekannten schreibst, sehr gut. Wenn Du ihn nicht willst, würde ich ihn gerne kennenlernen ;)
Mir gefällt weniger, wie Du ihn bewertest. Der Arme hat unter Deiner Lupe ja kaum eine Chance, er selbst zu sein. Atmet er noch? PM Pharma ist ein Höllenjob, und wenn er mit den beiden Mädels Sorte "Trockengemüse" glücklich befreundet ist, dann darf er das auch sein und bleiben.
Kann es sein, Ihr paßt nicht zusammen? Dann laß´ es an dieser Stelle und laß´ ihn ziehen, um jemanden zu finden, der ihn mag und so akzeptiert, wie er ist, und nicht mit einer Frau Zeit vergeudet, die ihm ihre Wunschvorstellungen und Werte am Anfang bereits überstülpt und in einem Forum zweifelt.

Die gleiche Empfehlung an Dich. Wenn Du jemanden an Deiner Seite haben möchtest, der sozial umtriebiger ist, wird dieser introvertierte Charakter Dich früher oder später, zu jedem Zeitpunkt entbehrliche, innere Konflikte bringen. Und ich ahne, Du könntest Dir den Kopf an seiner Wand ganz schön einrennen.
 
  • #43
Stell dir vor, es gibt Menschen die glücklich sind, wie sie leben. Und nicht jeder muss so ticken wie Du. Ihm soziale Imkompetenz zu unterstellen finde ich übergriffig von dir.
Ihr seit 2 verschiedene Menschen und passt rein gar nicht zusammen. Mach ihm bitte keine Vorschläge, wie er sein Leben bereichern soll.
 
  • #44
Ich habe auch nur zwei Brieffreundinnen.
Liegt einerseits daran, das ich jahrelang meine Eltern gepflegt habe und dann der Freundeskreis zerbrochen ist mit der Zeit.
Andererseits daran, das ich nicht jede Bekanntschaft als Freund sehe. Das trifft auch auf langjæhrige Bekanntschaften zu.

Lass ihn bitte in Ruhe.Das Letzte, was er braucht, ist eine eifersüchtige Hobby-Therapeutin, die ihm seine Freizeitgestaltung und bestehende Freundschaften madig machen wird.
Das ist reines Konfliktpotential.
 
  • #45
Welche Frau-Mann-Beziehung(en) hattest Du denn bisher? Wie lange hat/ haben Deine Beziehung(en) gedauert? Hast Du schon Kinder?

Welche Beziehung(en) hatte er schon? Hat er schon Kinder?

Dies würde mich an Deiner Stelle mehr interessieren als sein Freundes- und entfernter Bekanntenkreis.

By the way:
sein Freundeskreis scheint sich auf 2 Mädchen zu beschränken, die eine ist eine lange Schulfreundin aus der Grundschule
Weshalb bezeichnest Du die beiden Frauen, die ja wohl Mitte 30 (!!) sind, als "Mädchen"?! Hier kommst Du SEHR herablassend und übergriffig rüber! Sorry, wie das nicht so tolle Klischee einer OberLehrerin.
 
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  • #46
Ich frage mich ja, wie du mit introvertierten SchülerInnen und KollegInnen umgehst... die gibt es sicher auch: Erlebst du zurückhaltende Menschen nie als Bereicherung? Gerade du in deinem sozialen Beruf solltest doch Vielfalt der Meinungen und Persönlichkeiten besonders gut kennen und schätzen...
Was, wenn du ein introvertiertes Kind bekommst? Schleppst du es dann auch durch sämtliche Vereine, egal, was es will? Jeder Mensch, egal ob Kind, SchülerIn oder PartnerIn, hat m.E. das Recht, dass man seine Persönlichkeit so akzeptiert, wie sie ist.
DIESE Augenhöhe ist unabhängig vom Alter oder der Hierarchie (finde ich).
Doch deine Fragestellung impliziert, dass du die Besonderheiten und Eigenarten deines Freundes (?) nicht schätzt oder auch nur respektierst. Ich selber bin zwar extrovertiert (wobei ich auch das Alleinsein brauche), liebe an meinem Partner genau das Gegenteil... das Ruhige, Introvertierte etc. Dass er wenig redet, aber dafür die Dinge auf den Punkt bringt, dass er ein sehr loyaler und charakterlich feiner Mensch ist... und zudem attraktiv ;-). Ich wollte gar nicht jemanden wie mich selbst um mich haben, sondern bevorzuge den Gegenpol (außer eben bei Werten). Aber Hobbies, Vorlieben, Temperament darf gern anders sein.
Du hast auch nur Äußerlichkeiten von ihm geschrieben. Gibt es auch etwas eher... Persönliches, was dich an ihm anzieht?
Dein Schreiben macht einen sehr distanzierten, wertenden Eindruck. Begegnest du so Menschen, und begegnest du ihnen wirklich? Auf Augenhöhe? Deine Vorschläge, die du genannt hast, würde ich meinem Partner nicht mal jetzt nach zehn Jahren Beziehung unterbreiten. Das fände ich übergriffig und unangemessen. So take it or leave it.
 
  • #48
Ich bin auch Lehrerin, auch extrovertiert und bewundere Menschen , die in sich ruhen und sich selbst genügen . Ich würde nicht werten, welcher Lebensentwurf besser ist, mich stört aber massiv dein Bewerten . Wer lange im Ausland war beruflich und viel umgezogen ist hat kein stabiles soziales Netz aufbauen können . Ich sehe gar nicht wo das Problem ist , da er ja zufrieden ist . Überlege dir ob du zufrieden bist in einer Beziehung viel mit deinem Partner alleine zu sein und nicht immer im großen Pulk unterwegs . Mir war bei Männern immer wichtig dass sie ein interessantes Innenleben hatten , so dass ich mich bei ganz banalen Alltagstäglichkeiten mit ihnen wohl fühlte und immer Gesprächsstoff fand . Ich brauche diese ganzen Bespaßungen von außen nicht um mit einem Mann glücklich zu sein. Aber jeder ist anders . Also definiere deine Bedürfnisse und werte ihn nicht ab , wenn er andere hat .
 
  • #49
Manager haben in der Tat oft wenig Zeit.
Der Mann antwortet authentisch und ehrlich, versuche nicht ihm was in die Schuhe zu schieben wo nichts ist. Das ist Gift für eine Beziehung, egal welcher Art. Auch nicht Deine Masstäbe. Er übernimmt selber die Verantwortung für sein Leben- was willst Du mehr?
 
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  • #50
Wenn ich täglich "10 Stunden lang in totaler Interaktion" wäre, hätte ich auch keine Lust mehr auf Kontakte. Euer Konflikt ist für mich folgender: Er ist introvertierter als du (nach deiner Selbstbeschreibung kein Kunststück). Ich finde aber nicht, dass er ein "merkwürdiger Einzelgänger" ist, sondern eher ein Mann, dem seine Arbeit sehr wichtig zu sein scheint, sonst würde er sich die 10 Stunden in totaler Interaktion nicht antun. Ich finde es seltsam, dass du denkst, er sei sozial inkompetent. Wie sollte er dann erfolgreich sein in seinem Job?
Ob eine Beziehung zwischen euch funktioniert, hängt meiner Meinung nach davon ab, ob du erwartest, dass er sich in seiner Freizeit oft mit deinen Freunden trifft bzw. gesellig ist oder du es akzeptieren würdest, wenn er sich meistens regeneriert indem er nur Zeit allein oder mit dir verbringt. w, 34
 
  • #51
Ich kenne so eine gute Mann/Frau Beziehung nicht. Oft läuft doch da mehr, oder?
Kann sein, kann nicht sein. Letztlich sollte klar sein, dass das mit einer Beziehung endet.
Ich habe ihn mal angesprochen, warum er keine männlichen Freunde hat.
...
Ich habe gesagt, er könnte doch mal neue Leute bei einem Stammtisch in seiner Stadt kennen lernen.
Ich finde, man sucht sich eher jemanden, der zu einem passt, als dass man gleich Änderungsvorschläge einbringt...

Er sagt, sein Beruf, Produktmanager in einem Pharmakonzern, spannt ihn sozial sehr ein (kenne diesen Beruf nicht und kann mir es nicht vorstellen, dass es sozialer als eine Lehrerin ist).
Muss ja nicht sozialer sein als bei Dir. Ich kann nachvollziehen, dass jemand, der Produktmanager ist und den ganzen Tag mit Leuten zu tun hat, dann abends eher nicht mehr viele Menschen braucht. Und wenn
Abends hätte er einfach keine Lust auf noch mehr Small Talk, sondern sucht einfach die tiefgründigen Gespräche mit jemanden, den er kennt und vertraut und gemeinsame Aktivitäten zum abschalten.
...dann finde ich das ok.

Ich denke, seine Lebenswelt passt nicht zu Deiner. Das liegt weniger an ihm, sondern eher daran, dass Du keine Vorstellung von einer „normalen“ Arbeitswelt außerhalb von Schule hast(?)
 
  • #52
Ich würde mit dir weniger klarkommen als mit ihm. Ich bin auch ein Mensch ohne Freundeskreis. Ich habe einen Mann, zwei Kinder und keine Energie mehr, Freundschaften zu pflegen. Ich habe Mutter, Schwester und Cousine zum Reden.

Und ich liebe es, zu Hause zu sein, auch ohne Corona. Es gibt für mich nichts schöneres als meine Couch und meine Ruhe. Mein Mann tickt zum Glück genauso und so gammeln wir zusammen rum.

Ihr passt vermutlich nicht zusammen.
So quirlige meinst, die immer Action brauchen, gehen mir auf die Nerven.
 
  • #53
Ich muss sagen ich verstehe Deine Bedenken. Ich verstehe auch dass Du beim Kennenlernen darauf achtest was für ein Sozialleben der Mann hat. Schließlich muss das auch zusammenpassen. Und das was Du da über ihn schilderst kommt mir auch etwas arg wenig vor.

Du hast geschrieben Du bist in einem Verein. Hat er in dieser Richtung gar nichts? Bei solchen Leuten die sich nicht in einem Verein, in einer Organisation, in einer Kirche, in der Kommunalpolitik oder wo auch immer engagieren bin ich per se schon mal vorsichtig. Denn für mich ist es wichtig dass der- oder diejenige auch außerhalb seiner Arbeit etwas hat wofür er oder sie sich begeistert, wofür er brennt. Ich kann Leute nicht verstehen die sich hauptsächlich für ihre Arbeit begeistern können - es sei ihnen gegönnt, aber bei mir ist das nicht so. Meine Arbeit ist für mich ein notwendiges Übel zum Geldverdienen, aber begeistern tue ich mich für andere Dinge mit denen ich mich in meiner Freizeit beschäftige. Von daher würde eine reine Workaholikerin auch zu mir nicht passen.

Ich bin auch ein geselliger Mensch. Klar brauche ich es auch mal allein zu sein, aber grundsätzlich fehlt mir Ausgehen und sich mit Freunden treffen im Lockdown mit am meisten. Das scheint bei Dir ähnlich zu sein, und wenn er dem dann nichts abgewinnen kann wird das wahrscheinlich für Meinungsverschiedenheiten sorgen.

Das mit den weiblichen Freunden...es kommt drauf an, aber nach meiner Erfahrung funktioniert so etwas nur sehr selten.
 
  • #54
Das hier
Denn für mich ist es wichtig dass der- oder diejenige auch außerhalb seiner Arbeit etwas hat wofür er oder sie sich begeistert, wofür er brennt.
beißt sich mit dem
Ich kann Leute nicht verstehen die sich hauptsächlich für ihre Arbeit begeistern können.
Auch wenn Du es nicht verstehen kannst, es gibt tatsächlich Menschen, die für ihre Arbeit brennen: Künstler und Wissenschafter, z.B.
Die können wiederum vielleicht nicht verstehen, warum Du eine Arbeit machst, für die Du nicht brennst.
Ich kann es verstehen: Nicht für jede Arbeit kann man brennen, dann braucht es Ausgleich in der Freizeit. Eine Abwertung der anderen Gruppe ist jedoch nicht nötig.
ErwinM, 51
 
  • #55
Ich muss sagen ich verstehe Deine Bedenken. Ich verstehe auch dass Du beim Kennenlernen darauf achtest was für ein Sozialleben der Mann hat. Schließlich muss das auch zusammenpassen. Und das was Du da über ihn schilderst kommt mir auch etwas arg wenig vor.
Dass sie darauf achtet, dass das zusammenpasst, ist völlig in Ordnung. Was die meisten - zu Recht - bemängelt haben: dass sie den Mann als "defizitär" betrachtet, weil er anders ist als sie es kennt und richtig findet. Für einen sehr introvertierten Menschen ist das übrigens nicht "arg wenig", sondern völlig normal.
Denn für mich ist es wichtig dass der- oder diejenige auch außerhalb seiner Arbeit etwas hat wofür er oder sie sich begeistert, wofür er brennt.
Man kann auch etwas haben,w ofür man brennt und dafür nicht aus dem Haus müssen.
Dass du deine Arbeit als notwendiges Übel betrachtest, ist schade für dich. War bei mir auch lange Zeit so, aber jetzt ist sie tatsächlich etwas, was richtig Spaß macht. Also hast du vielleicht die falsche Arbeit?

Ich bin auch ein geselliger Mensch. Klar brauche ich es auch mal allein zu sein, aber grundsätzlich fehlt mir Ausgehen und sich mit Freunden treffen im Lockdown mit am meisten.
Und das ist einer der gravierenden Unterschiede zwischen intro- und extravertierten Menschen. Du bist gesellig, du brauchst das, um dich wohl und glücklich zu fühlen. Für einen Intro ist das im Übermaß anstrengend (wobei auch die menschliche Kontakte schätzen, nur brauchen sie dafür nur wenige und vertraute Menschen), der braucht Zeit zur Besinnung auf sich selbst, zum Nachdenken, die Seele "aushängen" zu lassen.

Aber hört doch einfach mal auf, Intros als irgendwie "falsch" hinzustellen, das nervt.
 
  • #56
Abends hätte er einfach keine Lust auf noch mehr Small Talk, sondern sucht einfach die tiefgründigen Gespräche mit jemanden, den er kennt und vertraut und gemeinsame Aktivitäten zum abschalten. Daher die zwei Girls, denen es wohl genauso geht (Consultants sind die wohl und auch total gestresst).

Was denkt ihr darüber, ist er sozial inkompetent oder einen Blick wert?
Er hat dir eine ehrliche Antwort gegeben.
Warum ein Mensch, der dir nicht ähnlich ist sozial inkompetent sein soll, erschließt sich mir nicht.

Glücklich werdet ihr zusammen vermutlich nicht.
Denn ein Mensch, der Kontakte liebt und braucht und einer der sich zurück zieht. Das wird fast immer ein Kompromissgemurkse.
 
  • #57
Doch, so ein Mann ist ein Traum.

Allerdings, dass Du für ihn passt, große Zweifel.

Tja, und Klischee Lehrerin, musst Du ihm gleich beibringen, wie er sein Leben richtig gestalten soll?
Lach ....... ja, in diesem Thread lernen wir, warum Lehrer fast immer untereinander bleiben. Und warum das gut so ist.

Ja, ernstgemeinter Tip für die FS - sie möge sich einen Lehrer suchen, der hat dann Abends noch Lust und Energie, um mit ihr um die Häuser zu ziehen. Und kennt den Ton schon aus dem Lehrerzimmer.
 
  • #58
Bitte nimm es ernst, dass Ihr nicht zueinander passt.
Ich bin heute echt einmal wieder begeistert von diesem Forum. Es wurde eigentlich schon alles gesagt.

Als selber Introvertierte in sehr ähnlichem Berufsumfeld wie er habe ich ein regelrechtes Schutzbedürfnis dem armen Mann gegenüber. Für mich klingt der tatsächlich auch nach einem „Traummann“, aber gerade wegen der Eigenschaften, die Du kritisierst. Sein Wesen nämlich, nicht die schöne Wohnung (wie oberflächlich ist das bitte?).

Ich war mit einem Extro verheiratet, der so tickt, wie Du. Es endete in einer Katastrophe mit viel Leid. Es ist völlig offenkundig, dass das mit Euch nicht hinhauen wird. Was mir an Extros wirklich am Unsympathischsten ist, ist diese häufig anzutreffende Haltung, man selber sei der „Normotyp“ und „richtig“ und Abweichungen davon „komisch“. Man kann als Introvertierter ihren Ansprüchen und Wünschen nie genügen.
Tu ihm das nicht an.

Wenn ich ihm nicht zu alt bin, kannst Du ihn gerne weiterreichen, wir hätten auch beruflich viel auszutauschen - gleiche Branche. 😉

w45
 
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  • #60
Nun wenn man bedenkt, wie viel Lebenszeit man im Job verbringt, ist es nicht zwingend das Schlechteste, wenn man den auch auch gerne macht :D
Volle Zustimmung Anna. Ich will nicht wissen wieviele Probleme nicht zuletzt im Bereich Partnerschaft aus dieser Denke (Job als notwendiges Übel) entstehen. Vielleicht hilft es sich, in einer Zeit in der nur noch von Jobs die Rede ist, den Begriff „Beruf“ mal genauer anzusehen :)
 
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