• #61
Ich muss sagen ich verstehe Deine Bedenken. Ich verstehe auch dass Du beim Kennenlernen darauf achtest was für ein Sozialleben der Mann hat. Schließlich muss das auch zusammenpassen. Und das was Du da über ihn schilderst kommt mir auch etwas arg wenig vor.

Du hast geschrieben Du bist in einem Verein. Hat er in dieser Richtung gar nichts? Bei solchen Leuten die sich nicht in einem Verein, in einer Organisation, in einer Kirche, in der Kommunalpolitik oder wo auch immer engagieren bin ich per se schon mal vorsichtig. Denn für mich ist es wichtig dass der- oder diejenige auch außerhalb seiner Arbeit etwas hat wofür er oder sie sich begeistert, wofür er brennt. Ich kann Leute nicht verstehen die sich hauptsächlich für ihre Arbeit begeistern können - es sei ihnen gegönnt, aber bei mir ist das nicht so. Meine Arbeit ist für mich ein notwendiges Übel zum Geldverdienen, aber begeistern tue ich mich für andere Dinge mit denen ich mich in meiner Freizeit beschäftige. Von daher würde eine reine Workaholikerin auch zu mir nicht passen.

Ich bin auch ein geselliger Mensch. Klar brauche ich es auch mal allein zu sein, aber grundsätzlich fehlt mir Ausgehen und sich mit Freunden treffen im Lockdown mit am meisten. Das scheint bei Dir ähnlich zu sein, und wenn er dem dann nichts abgewinnen kann wird das wahrscheinlich für Meinungsverschiedenheiten sorgen.

Das mit den weiblichen Freunden...es kommt drauf an, aber nach meiner Erfahrung funktioniert so etwas nur sehr selten.
Es sei mir gestattet, hier einen kleinen Scherz anzubringen. 10 Selbstständige wurden gefragt, was sie in ihrer Freizeit machen. 8 verstanden die Frage nicht und zwei sind sofort eingeschlafen.
 
  • #62
Hm. Ich habe in meinem Leben die Erfahrung gemacht, dass Intros und Extros durchaus gut zusammen passen können.
Aber das bedeutet eben auch Akzeptanz des jeweils anderen.
Ich bin auch sehr gesellig und habe einen großen Freundeskreis, in dem ständig viele Zusammenkünfte stattfinden (unter normalen Umständen). Wir gehen auch oft tanzen, oder in die Kneipe, sitzen am Lagerfeuer im Garten oder unternehmen andere Dinge.
Ich hatte schon immer eher introvertierte Partner. Irgendwie brauche ich das als Gegenpol, mir tut das gut. Manchmal ist das nicht ganz so schön für mich, dass mein Mann sich dann häufig sehr zeitig zurückzieht, oder erst gar nicht mitkommt oder so, aber letztendlich ist es doch auch egal. Ich klebe auf einem Treffen mit anderen eh nicht die ganze Zeit an seinem Hintern, so dass es mir nichts ausmacht, dass wir uns dann erst am nächsten Morgen wiedersehen. Er kann mich so gut sein lassen wie ich bin, und ich ihn. Er hat auch kaum Freunde, ist auch in keinem Verein. Aber mir ist das auch nicht so wichtig. Er muss ja damit zurechtkommen und wenn er sich so wohlfühlt, so what? Wir unternehmen manchmal zu zweit etwas, das reicht uns beiden. In den Urlaub fahren wir auch gemeinsam. Wie er sonst seine verbleibende Freizeit füllt, muss er ja selber entscheiden. Es KANN also funktionieren.
 
  • #63
Denn für mich ist es wichtig dass der- oder diejenige auch außerhalb seiner Arbeit etwas hat wofür er oder sie sich begeistert, wofür er brennt.
Nun, eigentlich sollte man einen Beruf wählen, zu dem man sich berufen fühlt...
Ziemlich viel vergeudete Lebenszeit, wenn man so redet. Ich bin bei solchen Dates immer hellhörig geworden - denn wenn einem der Beruf nur zum notwendigen Übel geworden ist, könnte man ihn auch wechseln? Ich gehe da von eher trägen, passiven Menschen aus.

Tja, und brennen kann man für viel, es muss kein Engagement sein, und unbedingt als Teil einer Gruppe.

Bei Menschen, die ständig Außen,, Gruppe brauchen, werde ich vorsichtig - ich finde es wichtig, dass man auch für mit sich alleine sein kann - und auch Ruhe, Muße und Innehalten genießen...

So hat jede*r Prioritäten.

W, 51
 
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  • #64
Volle Zustimmung Anna. Ich will nicht wissen wieviele Probleme nicht zuletzt im Bereich Partnerschaft aus dieser Denke (Job als notwendiges Übel) entstehen. Vielleicht hilft es sich, in einer Zeit in der nur noch von Jobs die Rede ist, den Begriff „Beruf“ mal genauer anzusehen :)
Eben, Beruf kommt von Berufung :)
Und wenn man für seine Sache brennt, dann muss man eben aufpassen, dass man nicht irgendwann ausbrennt.

Zeit mit sich selbst zu verbringen, ohne Input von außen, stärkt die Beziehung zu sich selbst enorm.

zumindest habe ich die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die den Job als notwendiges Übel ansehen, dazu neigen, dann entsprechend viel aus ihren Beziehungen beziehen zu wollen.
Bei Menschen, die ständig Außen,, Gruppe brauchen, werde ich vorsichtig
Ging mir immer genauso...
Es sei mir gestattet, hier einen kleinen Scherz anzubringen. 10 Selbstständige wurden gefragt, was sie in ihrer Freizeit machen. 8 verstanden die Frage nicht und zwei sind sofort eingeschlafen.
haha 😂👍🏻
 
  • #65
Du hast geschrieben Du bist in einem Verein. Hat er in dieser Richtung gar nichts? Bei solchen Leuten die sich nicht in einem Verein, in einer Organisation, in einer Kirche, in der Kommunalpolitik oder wo auch immer engagieren bin ich per se schon mal vorsichtig. Denn für mich ist es wichtig dass der- oder diejenige auch außerhalb seiner Arbeit etwas hat wofür er oder sie sich begeistert, wofür er brennt. Ich kann Leute nicht verstehen die sich hauptsächlich für ihre Arbeit begeistern können - es sei ihnen gegönnt, aber bei mir ist das nicht so. Meine Arbeit ist für mich ein notwendiges Übel zum Geldverdienen, aber begeistern tue ich mich für andere Dinge mit denen ich mich in meiner Freizeit beschäftige. Von daher würde eine reine Workaholikerin auch zu mir nicht passen

@mightyMatze: Ich finde es viel schlimmer, wenn der Partner die Arbeit als übel ansieht und abends in den Kirchenkreis geht. Jemand der begeistert an der Arbeit ist, davon abwechslungsreich erzählen kann und nicht jeden Montagmorgen eine fresse zieht ist nach meiner Erfahrung der entspanntere Partner. Wer seine Interessen im Arbeitsalltag einsetzen kann, hat meiner Meinung nach vieles richtig gemacht.

Ich vermute du kennst den Job des Product Managers (genauso wie die Erstellerin) nicht, dafür muss man brennen und eine hohe Sozialkompetenz und Empathie besitze, sonst wird das nichts. Es gibt in einem Konzern kaum eine Position, die mit mehr unterschiedlichen Persönlichkeiten auskommen und sie für sich und seine Strategie gewinnen muss, ohne Ihnen weisungsberechtig zusein (ein großer Gegensatz zur Lehrerin). Da ist der egoistische Vertriebler, der Problem-Kunde, der detailverliebte Entwickler, kreative Marketing Abteilung bis zum Vorstand alles dabei.
Dazu bei deinem Partner in Pharma und international, wahrscheinlich auch eine große fachliche und interkulturelle Kompetenz.
Er muss runterkommen und macht Sport als Ausgleich, finde ich ganz normal. Hast du den schon mal vorgeschlagen gemeinsam joggen zu gehen? Er fährt alleine oder mit Freundinnen in den Urlaub, das zeigt er kann sich alleine Beschäftigen, aber sich auch anderen anpassen und ist wahrscheinlich kein Einzelgänger.
Er braucht jemanden auf Augenhöhe, der Ihn versteht. Da du in deiner Eröffnung schon quasi deinen Beruf über seinen stellst (“sozialer als Lehrerin?”), wirst du das wohl nicht sein. Hast du ihm schon mal zugehört und ein intensives Gespräch, wie er es sich wünscht, geführt? Du bist in meinen Augen die typische Lehrerin, die nur Schule-Uni-Schule kennt, aber wohl nie aus der Bubble rausgekommen ist und er klingt nach einem weltoffenen, emphatischen und introvertierten Mensch, der aufgrund seines Berufes kaum neue enge Freunde finden kann. Was ich nicht schlimm finde, da er wohl welche -egal welchem Geschlecht sie angehören- hat. Kurz, es passt nicht und mich würde nicht wundern, wenn er es nicht schon vor dir erkannt hat.
 
  • #66
Nun, eigentlich sollte man einen Beruf wählen, zu dem man sich berufen fühlt...
Ziemlich viel vergeudete Lebenszeit, wenn man so redet. Ich bin bei solchen Dates immer hellhörig geworden - denn wenn einem der Beruf nur zum notwendigen Übel geworden ist, könnte man ihn auch wechseln? Ich gehe da von eher trägen, passiven Menschen aus.

Ich möchte da jetzt nicht ins Detail gehen, es geht ja hier nicht um mich. Aber wenn Du schon fragst: Ja, bei mir war es definitiv die falsche Berufswahl, die damals unter Zeitdruck und auf Druck der Eltern passiert ist.
Aber es ist jetzt so und ich kann es auch nicht mehr ändern (glaub mir, ich habe mich informiert). Ich habe Unterhaltsverpflichtungen zu erfüllen und dafür muss das Geld halt reinkommen, abgesehen davon darf ich deswegen gar nicht aufhören Vollzeit zu arbeiten.
 
  • #67
Du hast geschrieben Du bist in einem Verein. Hat er in dieser Richtung gar nichts? Bei solchen Leuten die sich nicht in einem Verein, in einer Organisation, in einer Kirche, in der Kommunalpolitik oder wo auch immer engagieren bin ich per se schon mal vorsichtig. Denn für mich ist es wichtig dass der- oder diejenige auch außerhalb seiner Arbeit etwas hat wofür er oder sie sich begeistert, wofür er brennt. Ich kann Leute nicht verstehen die sich hauptsächlich für ihre Arbeit begeistern können - es sei ihnen gegönnt, aber bei mir ist das nicht so. Meine Arbeit ist für mich ein notwendiges Übel zum Geldverdienen, aber begeistern tue ich mich für andere Dinge mit denen ich mich in meiner Freizeit beschäftige. Von daher würde eine reine Workaholikerin auch zu mir nicht passen.
Ich war noch nie ein Fan von Strukturen mit Gruppen; Vereine Organisation, Kirche (..) oder Kommunalpolitik wären für mich dann eben eher Sachen, die ich wirklich nicht sehr mag. Das hat doch nichts damit zu tun, dass man kein Hobby hat, für das man brennt? Ganz viele Dinge übt man doch auch ohne Verein ein; ich fotografiere, ich lerne Japanisch, ich lese, in denen ich mich teilweise weiterbilde oder auch schon Erfolge hatte - das sind alles Dinge, die ich sehr mag, aber nichts mit Verein? Ich finde deine Vorstellung etwas phantasielos.
Davon abgesehen haben hier schon viele Leute gesagt, dass es doch schön ist, wenn man seine Arbeit wirklich mag. Das muss doch nicht mit Workoholic einhergehen? Du schmeißt da immer mehrere Sachen in einen Topf. Ich mag meine Arbeit sehr gern, will aber weder Karriere machen noch ständig Überstunden. Eigentlich geht das den meisten Leuten so, die ich kenne. Selbst eine Verkäuferin kann doch ihren Job sehr gern machen, oder ein Müllarbeiter. Da schließt du auch von dir selbst zu sehr auf andere; du wurdest in deinen Job gedrängt und magst ihn nicht, aber ich kenne kaum Leute, denen es so geht und die ihr Leben lang nichts daran ändern. Und ich fände es bei einem Partner auch eher schlecht, wenn er seinen Job nicht mag und einen Großteil der Woche etwas tut, was er blöd findet. Das schlägt bei vielen, die mal in der Situation waren bei meinen Freunden (und gewechselt haben!) sehr auf Laune, Schlafqualität, Gesundheit usw.
 
  • #68
Aber es ist jetzt so und ich kann es auch nicht mehr ändern (glaub mir, ich habe mich informiert). Ich habe Unterhaltsverpflichtungen zu erfüllen und dafür muss das Geld halt reinkommen, abgesehen davon darf ich deswegen gar nicht aufhören Vollzeit zu arbeiten.
Ich muss mightyMatze an dieser Stelle Recht geben: im Erwachsenenalter ist es extrem schwierig, nochmal den Job zu wechseln. Außer man geht als Reinigungskraft oder Küchenhilfe oder so.

Denn: Man muss Wohnung, Nebenkosten, Essen, Versicherungen, Auto, evtl Geld für Kinder oder Unterhalt usw alles stemmen können. Ein 20 jähriger Student, der bei Mama wohnt, für den ist das einfach, er bekommt ja alles bezahlt! Aber ab 30 wird das immer schwieriger.

Ich kenne einige, die würden den Job sofort wechseln oder nochmals studieren, wenn es finanziell gehen würde. Aber wer zahlt dann alles? Nebenberuflich studieren ist ein Kraftakt, das schafft man oft nicht mit einem Vollzeit Job.

Nicht umsonst haben Umfragen ergeben: 70% der Deutschen sind mit ihrem Job unzufrieden oder er macht sie sogar immer öfter krank. Das Märchen vom Traumjob trifft auf die Mehrheit einfach nicht zu! Klar, ein Teilzeit Flugkapitän einer A380 auf Langstrecke mag vll zufrieden sein, aber die Mehrheit der Leute hat nicht so einen Job. Und Teilzeit können sich gerade Leute mit Kindern in Deutschland oft gar nicht leisten, von wegen Zweitstudium!
 
  • #69
Nicht umsonst haben Umfragen ergeben: 70% der Deutschen sind mit ihrem Job unzufrieden oder er macht sie sogar immer öfter krank. Das Märchen vom Traumjob trifft auf die Mehrheit einfach nicht zu! Klar, ein Teilzeit Flugkapitän einer A380 auf Langstrecke mag vll zufrieden sein, aber die Mehrheit der Leute hat nicht so einen Job. Und Teilzeit können sich gerade Leute mit Kindern in Deutschland oft gar nicht leisten, von wegen Zweitstudium!

Wir wissen doch gar nicht, ob der Mann jetzt seinen Job so unglaublich toll findet, dass er nichts anderes nebenbei braucht.

Ich gehe nach wie vor - laut der Beschreibung der FS - einfach davon aus, dass er nach den vielen Kontakten auf der Arbeit Zeit und Ruhe für sich braucht und nicht noch mehr Menschen und Bespaßung. So wie es für Introvertierte normal ist.

Ich habe auch einen Job, in dem ich täglich viel menschlichen Kontakt habe. Ich mag ihn sehr, aber je nach Verfassung finde ich es sehr anstrengend und brauche dann in meiner Freizeit meinen Partner, ab und an meine Kinder und noch seltener Freunde als Gesprächspartner. Und dieses Forum. Da kann ich nämlich den Laptop einfach zuklappen, wenn ich genug habe.

Ganz sicher finden mich manche Menschen langweilig. Ich sie vermutlich auch. Diejenigen, die sich freiwillig näher mit mir beschäftigen, allerdings nicht. Und das ist doch das wichtigste. Wenn er der FS nicht passt wie er ist, soll sie es lassen.
 
  • #70
Ich muss mightyMatze an dieser Stelle Recht geben: im Erwachsenenalter ist es extrem schwierig, nochmal den Job zu wechseln. Außer man geht als Reinigungskraft oder Küchenhilfe oder so.

Denn: Man muss Wohnung, Nebenkosten, Essen, Versicherungen, Auto, evtl Geld für Kinder oder Unterhalt usw alles stemmen können. Ein 20 jähriger Student, der bei Mama wohnt, für den ist das einfach, er bekommt ja alles bezahlt! Aber ab 30 wird das immer schwieriger.
Naja, aber darum ging es nicht. MightyMatze fand es schräg, dass Leute ihren Job mögen, dass sie gern und viel arbeiten; so kam das rüber. Es gibt genug Leute, die ihren Job mögen, selbst nach deiner Statistik dann ja noch ein Drittel der Menschen - glücklicherweise.
Bei mir im Umkreis mögen wirklich fast alle ihren Job, auch die meisten in meiner Firma (ist auch ne tolle Firma :) ), und ich hab Freunde, die mit über 30 und sogar Kindern nochmal was ganz anderes studiert haben (von Friseurin, von den Eltern aufgezwungen, dann auf Chemikerin). Ein anderer Freund, auch über 20, hat zweimal die Stelle gewechselt wegen furchtbaren Betriebsklimas, jetzt beim dritten Mal hat es sich gelohnt. Das geht mit Kindern nur, wenn der Partner da mitzieht, klar, aber unmöglich ist das auch in Deutschland nicht. Ich hab manchmal eher das Gefühl, viele Leute richten sich schon im Jammern ein, gerade in Deutschland. Ich hatte mal eine Kollegin, die immer gejammert hat und schlechte Stimmung verbreitete, neu bewerben tat sie sich aber trotzdem nicht; und bei ihrem Studienabschluss hätte sie durchaus was anderes machen können. Sie hatte nicht mal Kinder. Ich sag nicht, dass alle 70% das machen können, aber sicher sind nicht alle von ihnen unschuldig daran, dass sich die Situation nicht ändert.
 
  • #71
Liebe FS, es wäre schön, wenn du dich noch mal melden und uns erzählen würdest, ob ein brauchbarer Anstoß für dich dabei war...
Arbeit und Hobby ist für mich oft fließend, ich könnte mir keine vorstellen, die ich nicht absolut liebe.
 
  • #72
Denn: Man muss Wohnung, Nebenkosten, Essen, Versicherungen, Auto, evtl Geld für Kinder oder Unterhalt usw alles stemmen können.
Alles eine Frage der Ansprüche. Es gibt Förderung in alle möglichen Richtungen, es gibt Ausbildungskredite.
Ich kenne einige, die würden den Job sofort wechseln oder nochmals studieren, wenn es finanziell gehen würde. Aber wer zahlt dann alles? Nebenberuflich studieren ist ein Kraftakt, das schafft man oft nicht mit einem Vollzeit Job.
Ja, es gibt Fälle, in denen geht es wirklich nicht. Ich denke aber, das ist teilweise auch eine Frage der Grundhaltung. Ich kenne Menschen, die jammern in einem fort, aber ändern nichts. Ich denke, in vielen Fällen ist es auch nicht der Beruf, sondern der konkrete Job. Man kann die Firma wechseln und man kann Bereiche wechseln. Und ja, nebenberuflich studieren ist ein Kraftakt.

Aber egal, welche Begründung dafür herhalten muss: letztlich ist das Leben dann so wie es ist, doch noch bequem und angenehme genug, um es nicht zu ändern. Das ist wie bei denen, die ewig in Beziehungen bleiben, über die sie den ganzen Tag schimpfen.
 
  • #73
Naja, aber darum ging es nicht. MightyMatze fand es schräg, dass Leute ihren Job mögen, dass sie gern und viel arbeiten; so kam das rüber.
Nein, so war es nicht gemeint. Ich finde es nicht schräg wenn Leute ihren Job mögen, wie gesagt es ist schön für jeden der das von sich sagen kann.
Was ich tatsächlich schräg finde ist wenn der Beruf der einzige oder fast ausschließliche Lebensinhalt ist und man in seiner Freizeit nicht auch noch ein anderweitiges Interesse, ein Hobby oder ein Ehrenamt hat. Insbesondere finde ich es wie gesagt schön und wichtig wenn sich Menschen in Vereinen oder ähnlichen Organisationen engagieren, weil diese auch eine wichtige Funktion in unserer Gesellschaft haben. Und es ist ja allgemein bekannt dass so viele Vereine und Organisationen Probleme haben ihre Leitungsämter zu besetzen. Von daher wäre es für mich eindeutig ein Pluspunkt wenn sich jemand dahingehend engagiert und ein Minuspunkt wenn jemand (wie der Kandidat hier) diesbezüglich so gar nichts macht. Deshalb kann ich den Gedankengang der FS nachvollziehen.
 
  • #74
wie der Kandidat hier) diesbezüglich so gar nichts macht
Nur ist das ja nicht wahr.

Er hat seinen Beruf, der ihm Spaß macht, und Zeit beansprucht, sicher.
Aber er pflegt seine Freundschaften, echte Freunde hat man nie viele.
Er hat Interessen, er reist, er macht Sport, er geht fort.
Und er kann dies auch alleine.

OK, man kann es so sehen, dass Menschen auch noch der Gemeinschaft etwas schuldig seien und deswegen sich in Vereinen, etc. organisieren müssten.
Ob ich aber der Gemeinschaft wirklich etwas Gutes tue, wenn ich in den hiesigen Schützenverein oder Kegelklub gehe?
Oder erstellst Du eine Liste, welches Ehrenamt, welches Engagement wirklich Beitrag ist - Achtung, Sarkasmus.

Ich war/bin ehrenamtlich engagiert, mein Partner war /ist es auch - aber ich finde es anmaßend, es quasi als Verpflichtung zu sehen.

Möchte ich als Verein interessierte und engagierte Mitglieder, dann muss ich attraktiv genug sein, damit andere Lust bekommen, da mit zumachen. Und ich muss als Verein in Nachwuchs investieren.

Wer aber wirklich einen Beruf hat, der intensiv fordert, wird selten die Kapazitäten auch noch für ehrenamtliche Leitungsaufgaben haben.. Das Zeitvolumen kann groß werden. Und man muss es mögen, ein Danke kommt selten.

Beim Daten war es durchaus ein Malus - denn man ist ja ggf. Abends regelmäßig nicht verfügbar, oder auch mal an einem Wochenende. Zeit, die der Partnerschaft "fehlt".

Aber hier schweigt die FS längst...

W, 51
 
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  • #75
Ich finde den Mann jetzt auch keinen Traummann, der sich ständig in seinem 10 Stunden Job auspowert. Aber ich sehe ihn auch nicht als defizitären Einzelgänger, er braucht halt nicht so viel Geselligkeit.
Aber die Kohle stimmt, das reizt die FS wiederum.
. Insbesondere finde ich es wie gesagt schön und wichtig wenn sich Menschen in Vereinen oder ähnlichen Organisationen engagieren, weil diese auch eine wichtige Funktion in unserer Gesellschaft haben. Und es ist ja allgemein bekannt dass so viele Vereine und Organisationen Probleme haben ihre Leitungsämter zu besetzen. Von daher wäre es für mich eindeutig ein Pluspunkt wenn sich jemand dahingehend engagiert und ein Minuspunkt wenn jemand (wie der Kandidat hier) diesbezüglich so gar nichts macht
Ja gut,besetzt die FS denn ehrenamtliche Positionen? Die ist halt viel unterwegs und gesellig.
 
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  • #76
Was ich tatsächlich schräg finde ist wenn der Beruf der einzige oder fast ausschließliche Lebensinhalt ist und man in seiner Freizeit nicht auch noch ein anderweitiges Interesse, ein Hobby oder ein Ehrenamt hat. Insbesondere finde ich es wie gesagt schön und wichtig wenn sich Menschen in Vereinen oder ähnlichen Organisationen engagieren, weil diese auch eine wichtige Funktion in unserer Gesellschaft haben
Kommt ja auch drauf an, was man für einen Beruf hat. Wenn man Krankenpfleger ist oder Sozialarbeiter, dann tut man mehr für die Gesellschaft, als wenn man ein Ehrenamt für was kleines besetzt. Und auch wenn man einen Job macht, der einfach viel Geld bringt, zahlt man dann viel Steuern damit - das Geld ist ja auch für die Gesellschaft da. Dagegen gibt es auch Leute, die ein Ehrenamt ausüben, weil sie sich dann wichtig fühlen und jeder sie kennt, was nicht unbedingt sympathisch ist; gerade in der Kommunalpolitik hab ich da einige Personen erlebt.. da war oft Geltungsdrang der Grund.
Ich mache einen Job im medizinischen Bereich, der auch wichtig ist für alle. Bei dir klingt es so, als würde die Gesellschaft vom Ehrenamt und Verein abhängen - die meisten normalen Berufe halten aber grundsätzlich alles am Laufen; dass Geld da ist für alles mögliche, dass die Wirtschaft funktioniert (mehr oder minder gut..).
Meine Mutter macht einiges ehrenamtlich. Ich finde das natürlich gut, aber ich selbst bin zu wenig optimistisch, um sowas machen zu können. Jeder mag oder will eben andere Sachen, aber deine Einstellung ist eben auch nicht die der FS. Sie hat nichts von Ehrenamt und Engagement bei sich gesprochen. Ihr ist der Mann nur zu ungesellig.
 
  • #77
Ich war/bin ehrenamtlich engagiert, mein Partner war /ist es auch - aber ich finde es anmaßend, es quasi als Verpflichtung zu sehen.
Nein, es soll natürlich keine Verpflichtung sein, ich wollte nur ausdrücken dass das für mich ein Pluspunkt wäre - für die FS wahrscheinlich auch.
Sie hat nichts von Ehrenamt und Engagement bei sich gesprochen. Ihr ist der Mann nur zu ungesellig.
Das hängt ja auch zusammen. Wer in einem Verein aktiv ist bei dem steigt die Wahrscheinlichkeit dass er einfach grundsätzlich ein geselliger Mensch ist.

Ich will jetzt hier auch nicht 24/7 Action das Wort reden. Wie gesagt auch ich bin gern mal allein und brauche Ruhe und Zeit für mich. Aber genauso brauche ich Geselligkeit und Unternehmungen mit anderen. Es sollte - wie so oft im Leben - halt einigermaßen ausgewogen sein.
 
  • #78
Ich muss mightyMatze an dieser Stelle Recht geben: im Erwachsenenalter ist es extrem schwierig, nochmal den Job zu wechseln. Außer man geht als Reinigungskraft oder Küchenhilfe oder so.

Denn: Man muss Wohnung, Nebenkosten, Essen, Versicherungen, Auto, evtl Geld für Kinder oder Unterhalt usw alles stemmen können. Ein 20 jähriger Student, der bei Mama wohnt, für den ist das einfach, er bekommt ja alles bezahlt! Aber ab 30 wird das immer schwieriger.

Ich kenne einige, die würden den Job sofort wechseln oder nochmals studieren, wenn es finanziell gehen würde. Aber wer zahlt dann alles? Nebenberuflich studieren ist ein Kraftakt, das schafft man oft nicht mit einem Vollzeit Job.

Nicht umsonst haben Umfragen ergeben: 70% der Deutschen sind mit ihrem Job unzufrieden oder er macht sie sogar immer öfter krank. Das Märchen vom Traumjob trifft auf die Mehrheit einfach nicht zu! Klar, ein Teilzeit Flugkapitän einer A380 auf Langstrecke mag vll zufrieden sein, aber die Mehrheit der Leute hat nicht so einen Job. Und Teilzeit können sich gerade Leute mit Kindern in Deutschland oft gar nicht leisten, von wegen Zweitstudium!
Ähm, sorry, aber das ist eine ganz bequeme Antwort weil man den Bobbes nicht hoch kriegt und sich damit beruhigen will, dass man ja nix machen kann. Ich krieg da immer Bluthochdruck wenn ich sowas höre oder lese. Ich habe mich mit 29, alleinerziehend und chronisch pleite, selbständig gemacht. Wieder ins Labor gehen war keine Option, mir fehlt nämlich in meinem Sprachgebrauch der Satz: Ja, Herr Doktor. Man muss halt Prioritäten im Leben setzten. Wenn man das nicht will, ist das auch ok, ist ein freies Land. Aber bitte nicht pauschalieren, ok?
Nein, so war es nicht gemeint. Ich finde es nicht schräg wenn Leute ihren Job mögen, wie gesagt es ist schön für jeden der das von sich sagen kann.
Ich finde ehrlich gesagt, dieses Vereinsmeierei völlig abturnend, das ist ein echtes Ausschlußkriterium bei der Partnersuche (die ich ja nicht benötige, aber kurz mal drüber nachgedacht), dauernd rennt einer irgendwo hin, was hat man da vom Partner? Nix, bzw. zu wenig. Ist aber auch typabhängig.
 
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  • #79
Aber genauso brauche ich Geselligkeit und Unternehmungen mit anderen. Es sollte - wie so oft im Leben - halt einigermaßen ausgewogen sein.
Wer sagt, dass es das sollte? Für dich ja. Aber generell? Es gibt eine Bandbreite bei Leuten; meine Mutter kennt Hinz und Kunz und braucht das. Die schadet auch niemandem damit und es macht sie glücklich. Mein Vater und der Mann hier sind eben gern für sich, brauchen kaum Leute (aber ein paar wenige Freunde haben sie). Hier ist die Aussage, "es sollte ausgewogen sein" für jeden Menschen einfach falsch. Das hieße ja, dass alle sich diesem Durchschnitt annähern müssen. Darum geht es aber nicht. Nur zwischen den Partnern muss es passen. Und auch da ist es nicht zwingend so, dass gleich und gleich sein muss. Meine Patentante und ihr Mann sind die beiden extremen Enden des Spektrums, jeder bewundert den anderen für seine Herangehensweise und das ist eine der glücklichsten Ehen (über 50 Jahre), die ich kenne.
 
  • #80
Wer sagt, dass es das sollte? Für dich ja. Aber generell? Es gibt eine Bandbreite bei Leuten;
Natürlich. Ich wollte nur sagen dass ich - ähnlich wie die FS - auch auf das Sozialleben achte und ihre Bedenken deshalb nachvollziehen kann.

Meine Patentante und ihr Mann sind die beiden extremen Enden des Spektrums, jeder bewundert den anderen für seine Herangehensweise und das ist eine der glücklichsten Ehen (über 50 Jahre), die ich kenne.
Das ist schön, aber die FS macht mir jetzt nicht unbedingt den Eindruck als würde sie das bei ihrem Kandidaten über 50 Jahre lang bewundern können.
 
  • #81
Das ist schön, aber die FS macht mir jetzt nicht unbedingt den Eindruck als würde sie das bei ihrem Kandidaten über 50 Jahre lang bewundern können.
Genau, daher ist der Mann eher nichts für sie. Aber nicht, weil er ein "merkwürdiger Einzelgänger" ist. Wäre interessant zu wissen, was sie denn zu der ganzen Diskussion denkt.
Für mich selbst kommt auch niemand mehr aus dem absoluten Gegenteilspektrum infrage, das hatte ich einmal und hat nur zu Stress geführt, für beide. Ich finde aber generell ist es wirklich immer noch so, dass es als "normal" angesehen wird, wenn jemand sehr gesellig und extrovertiert unterwegs ist (jedenfalls im westlichen, besonders im amerikanisch geprägten Kulturkreis), aber als unnormal oder seltsam, wenn jemand viel Zeit allein verbringt, keinen Smalltalk mag u.ä. Dabei sind das angeborene Charaktereigenschaften und ich habe lange gebraucht, um das bei mir selbst nicht nur zu akzeptieren, sondern auch das positive daran zu sehen. Daher triggern mich solchen Fragen, das gebe ich gern zu. Mir hat das Buch "Quiet" von Susan Cain damals sehr geholfen und ich habe es schon etliche Male weitergegeben an introvertierte Leute, die sich mit ihrer Art unwohl fühlen, und auch an extrovertierte Leute, die über ihren introvertierten Partner meckerten, weil der nicht normal wäre. Alle waren immer sehr angetan.
 
  • #82
Wäre interessant zu wissen, was sie denn zu der ganzen Diskussion denkt.
Ich glaube, wenn jemand mit seinem Selbstbild hier ankommt und um Rat bittet, werden selbst berechtigte Kritik und zutreffende negative Aussagen über ihn/sie wirklich richtig reinhauen (es sei denn, man ist so felsenfest wie der IM). Das muss nicht mal Bashing sein, das es auch gibt oder sich zumindest so lesen lässt.

Genau das sind dann zwar die Punkte, die hängen bleiben und Änderung und Erkenntnisse bewirken können, aber sich dafür dann auch noch zu bedanken oder den Thread mit noch mehr Infos über sich zu füttern?

Bei mir war es mal so, dass ein kurzer Beitrag von einer Schreiberin, die hier nicht mehr schreibt (@Kaktus), genau auf ihren Namen passte, so dass das ein echtes Umdenken bei mir erzeugte. Und der kratzte auch ziemlich an meinem damaligen Selbstbild.
Natürlich gab es noch ne Menge anderer Beiträge, die mich hier zum Nachdenken brachten, aber der hatte PERSÖNLICH richtig gestochen.
Und eigentlich war es auch gut, dass nicht vorher schon so viel Negatives im Thread geschrieben worden war. Sowas kann auch bewirken, dass ein/e FS nur noch mit durch die Brille "ich werde hier fertiggemacht" liest.

Ein/e FS muss natürlich auch nicht schreiben, was er/sie mitgenommen hat. Da sie den Thread ja gelesen haben wird, kann es gut was sein.
Ich hätte mir auch gewünscht, dass sie noch was schreibt. Aber sie wird vielleicht Vorurteile gegenüber Lehrern auch schon kennen und vielleicht gleich dichtgemacht haben, obwohl manches davon auch auf sie zutrifft.
Wobei ja viele Frauen Männer, in denen sie Potenzial sehen, ändern wollen und manche dann auch Überlegungen vor der Beziehungsanbahnung anstellen, ob das auch klappen könnte. (Andere gehen einfach in die Beziehung und versuchen es dann.)

Ja, ich sehe das auch so, dass der Vorschlag, er könnte doch zu einem Stammtisch gehen, genau in diese Lehrerschiene fällt. Das ist mir bei Profs auch aufgefallen, dass sie mit gleichberechtigten Menschen, die nicht aus ihrem Berufsstand sind, wie mit Studenten kommunizieren und das gar nicht merken. Was sie anziehen, sind dann eher auch "Schüler/innen", die eine Führungsperson für die Beziehung suchen. Leute, die sich so nicht sehen, werden von Lehrerbehandlung eher abgestoßen.
Und das Unverständnis für Leute mit wenigen Freunden oder auch keinen Freunden und die daraus resultierenden Vorurteile fand ich überdenkenswürdig. Zumal sie ja auch mit anderen Menschen zu tun hat, auf die sie Einfluss haben wird.
Wäre jetzt in meinen Augen der Kaktusstachel aus diesem Thread.
 
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  • #83
Das ist schön, aber die FS macht mir jetzt nicht unbedingt den Eindruck als würde sie das bei ihrem Kandidate

Da hast Du recht - so fängt dieser Thread ja an.
Der merkwürdige Einzelgänger.

Es passt nicht, sie hat ihre Art zu leben, er seine.
Beide ok, beide nicht seltsam - nur allerdings bedingt kompatibel, und in diesem Fall, wo sie ihn schon erziehen (heilen /retten) möchte, passt es gar nicht.

Auch hier schweigt die FS.

Und Matze, natürlich wäre es manchmal schön, es gäbe mehr, die sich engagieren. Mein Partner ist bei der freiwilligen Feuerwehr, die Nachwuchsprobleme sind bekannt. Es wird zwar ausgebildet, die meisten Jugendlichen gehen dann aber erst mal weg, und wenn sie wieder kommen, kehren sie selten zurück zur Feuerwehr.
Ohne Ausbildung geht es aber nicht...

W, 51
 
  • #84
extrovertierte Leute, die über ihren introvertierten Partner meckerten
Ich denke, dass man mit der falschen Person zusammen ist, wenn man ständig in der Öffentlichkeit über diese meckert. Damit meine ich nicht das gelegentliche, liebevolle Aufziehen ......

Ich halte das ganz einfach - halte ich eine Person für einen "merkwürdigen Einzelgänger" , dann werde ich etwas Abstand halten. Und ganz bestimmt diese Person nicht in meinen innersten Kreis holen. Aber ich bin ja auch kein Lehrer mit pädagogischer Ausbildung und wichtigtuerischem Sendungsbewusstsein.

Ja, ich bin da einfach gestrickt. Entweder finde ich jemand toll - oder jemand ist nicht mein Fall. Will ich ein extrovertiertes Partygirl an meiner Seite - dann werde ich nicht versuchen, eine introvertierte Persönlichkeit dazu zu zwingen. Sondern gleich ein Partygirl suchen ...... einfach, aber wirkungsvoll.
 
  • #85
Ja, ich bin da einfach gestrickt. Entweder finde ich jemand toll - oder jemand ist nicht mein Fall. Will ich ein extrovertiertes Partygirl an meiner Seite - dann werde ich nicht versuchen, eine introvertierte Persönlichkeit dazu zu zwingen. Sondern gleich ein Partygirl suchen ...... einfach, aber wirkungsvoll.
Sicher; man sollte eben am Anfang gleich überlegen, ob der andere so passt - oder ob man es lässt. Gleich Vorschläge, was der andere anders machen soll, wie die FS überlegt, geht eben nicht. Es sei denn, der andere ist „schwach“, wie beim Nebenthema, und lässt sich verbiegen ^^
 
  • #86
Meine Arbeit ist für mich ein notwendiges Übel zum Geldverdienen, aber begeistern tue ich mich für andere Dinge mit denen ich mich in meiner Freizeit beschäftige.
Man verbringt ja sehr viel Zeit im Beruf, deutlich mehr als man Freizeit hat - insbesondere wenn man noch in einer Partnerschaft ist.
Meine Erfahrung mit Leuten, die Deine Einstellung zum Beruf haben, ist dasss sie eigentlich dauerfrustriert sind durch ihre Lebensumstände und dass sie darum auch keine angenehmen Partner sind.

Die FS schreibt nichts von einem ehrenamtlichen Engagement, sondern es liest sich nach einer konsumorietierten Freizeitgestaltung ala "Hans-Dampf-in-allen-Gassen", üblicherweise ein Phänomen von Menschen, die mit sich recht wenig anzufangen wissen und darum unentwegte Unternehmungen brauchen.

Mir sind Menschen am liebsten, die sehr zufrieden mit ihrem Berufsleben sind und so ziemlich jeden Tag gern dorthin gehen sowie wenige, aber tiefe Verbindungen im Privatleben pflegen.

Vereinsmeierei ist mir zutiefst zuwider, weil sich da genau die Leute sammeln und ausleben wollen, die im Job nichts zu sagen haben und ihren Drang danach dann im Verein, in der Kommunalpolitik usw. umsetzen.

Dass man beruflich nichts mehr ändern kann ist eine billige Ausrede für "ich will nicht, weil ich mich da richtig anstrengen müsste, um was zu erreichen".
Da palavert es sich substanzlos besser in der Freizeit im Verein.

zumindest habe ich die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die den Job als notwendiges Übel ansehen, dazu neigen, dann entsprechend viel aus ihren Beziehungen beziehen zu wollen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sie den Frust, der ihnen aus ihrem ungeliebten Berufsleben erwächst und in dem sie daher auch erfolglos sind in die Beziehung reintragen und somit dort ohne Ende Konflikte produzieren.

halte ich eine Person für einen "merkwürdigen Einzelgänger" , dann werde ich etwas Abstand halten...
Aber er ist wegen seines Status für die FS ausgesprochen attraktiv. Darum will sie ihn umpolen und zum Stammtisch senden, seine Freundschaften zerstören usw. - was ihr nicht passt, will sie passend machen.
 
  • #87
Gleich Vorschläge, was der andere anders machen soll, wie die FS überlegt, geht eben nicht. Es sei denn, der andere ist „schwach“
Hmmmm .... da würde zumindest mir dann etwas fehlen.

Es gibt ja den alten Spruch von Frauen, dass sie sich den richtigen Mann erst backen müssen. Sehen wir mal davon ab, dass die wenigsten noch backen können ....... da es kein Rezept gibt, würden da wohl Dinge dabei rauskommen, die einfach nicht zusammen passen. Schwarzwälder Kirschtorte mit Leberwurstfüllung oder so .....

Ernsthaft - ist es nicht extrem langweilig, eine Art Lakai mit Plus um sich zu haben ? Ich habe mich entschieden - lieber eine starke Persönlichkeit und damit auch ab und zu eine ganz andere Meinung als meine ......
 
  • #88
Merkwürdig ... da schreibt eine FS (@Syb34233), bezeichnet sich als kommunikativ, sozial gut vernetzt, interessiert - und stellt uns eine Frage: nämlich die nach unserer Einschätzung zu einem, wie sie findet, zurückgezogenen, stillen und nicht kommunikativen Mann.

Daraufhin wird hier heiß diskutiert, vorgeschlagen, verworfen, an der sozialen Kompetenz und der vorgegebenen Vernetzung der FS gezweifelt.

Und sie? Sie lehnt sich zurück, liest uns oder liest uns nicht - reagiert jedenfalls nicht einmal mit einem Wimperzucken. Eine Lehrerin, die ihren Schülern einen Brocken hinwirft: nun macht mal !?

Nein, liebe FS, so kann das nichts werden! Schon gar nicht mit einem »gut aussehenden, finanziell gut aufgestellten Mann«. Der vermutlich klug genug ist, deine nicht vorhandenen Kompetenzen rechtzeitig einzuordnen. Mit einem »ohne mich!«

Und DAS macht ihn sympathisch.
 
  • #89
Das Date der FS ist in der Tat ein absoluter Traummann. Es ist schade, dass ihr das nicht bewusst ist. Der Mann ist weltgewandt, vermutlich eloquent, zielstrebig, dabei durchaus sozial, siehe seine Freundinnen und ja auch Zeit für die FS!. Ich nehme auch an, dass die FS nicht auf seinem Level ist, wie viele hier schon schrieben. Sie hat ihr eher kleinstädtisches Lehrerinnenleben, gaaaanz viel Zeit für Freundinnen und Festivals. Während er beruflich in der Welt herumgekommen ist und bestimmt keine "Stammtische" in seinem Ort braucht, um mit interessanten Menschen zu sprechen. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es partnerschaftlich trotzdem ganz gut passen könnte, wenn die FS ihr Misstrauen ablegt. Nicht jeder Mann sucht schließlich sein genaues Pendant oder eine Partnerin auf Augenhöhe.
 
  • #90
Hi,

ich finde das was Du von ihm beschreibst, sympathisch!

Ich bin in meinem Job auch permanent in sozialer Interaktion und bin zudem recht sensibel.
Entsprechend mag ich auch nicht jeden Abend mit Hinz und Kunz abhängen.
Als Freunde würde ich nur 2-3 Leute bezeichnen. Da ist aber mein Herz beteiligt.
Mir sind echte vertrauensvolle Kontakte oder das Alleinsein am liebsten. Und meinen Hobbys Tanzen und Singen gehe ich nicht nach um nicht allein zu sein sondern um der Sache willen.

Ich denke auch, dass Du Dir überlegst ob er "sozial inkompetent" oder "einen zweiten Blick nicht wert" sei, sagt viel über Dich aus.
Lass ihn ziehen. Ihm und Dir zuliebe.
 
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