• #91
Wäre jetzt in meinen Augen der Kaktusstachel aus diesem Thread.
Liebe void, das mit dem Kaktusstachel finde ich eine tolle Metapher. Es wäre doch eine schöne Tradition, wenn im Forum, der/diejenige die den 50. Beitrag schreibt aus allen vorherigen Threads den Kaktusstachel herausarbeitet. Dann hat jeder Post einen schönen eigenen Stachel :)

Ich muss mightyMatze an dieser Stelle Recht geben: im Erwachsenenalter ist es extrem schwierig, nochmal den Job zu wechseln. Außer man geht als Reinigungskraft oder Küchenhilfe oder so.
Ich denke man muss erst mal unterscheiden ob Job oder Beruf. Den Job wechseln bedeutet ich suche mir einen anderen Arbeitgeber bei dem ich inhaltlich ungefähr das Gleiche mache wie bisher. Das ist vielen Fällen heute kein großes Problem. In manchen Bereichen hat man das sogar ohne den Arbeitgeber zu wechseln, z.B. in der Unternehmensberatung wenn man regelmäßig neue Projekte bei neuen Kunden mit neuen Kunden und an neuen Orten macht.
Den Beruf zu wechseln bedeutet, man macht inhaltlich etwas anderes als bisher, man nutzt also seine Kompetenzen und Fertigkeiten in einem anderen Kontext oder lernt durch Weiterbildung noch was neues. Beides erfordert den wirklichen Willen es zu tun aber dann ist auch das möglich und nicht extrem schwierig. Ich habe das schon ein paar mal gemacht und extrem schwierig war es nicht und es ging auch nicht um den Wechsel in Berufe mit prekärer Beschäftigung. Man muss sich natürlich vorher überlegen ob der neue Beruf zu einem passt, man bereit ist Zeit und vielleicht auch Geld zu investieren und vor allem den Sprung ins kalte Wasser zu wagen. Ob man damit dann erfolgreich war sieht man hinterher und hängt davon ab wie man für sich den Erfolg definiert. Meine Wechsel waren auch nicht alle erfolgreich aber ich habe immer eine Menge gelernt (auch über mich selbst) und es ging auch immer weiter, und es geht auch wenn man nicht so sehr mit den vielbeschworenen S gesegnet ist.
 
  • #92
Ich habe mir den Thread der FS noch einmal durchgelesen und den Text mal ein bisschen dekonstruiert.
Die FS gibt in ihrem Text viele Anknüpfungspunkte und Ideen die eine Partnerschaft durchaus möglich machen würden aber sie scheint sie selbst nicht zu erkennen. Kritischer finde ich aber, dass Ihre Wortwahl, was den Mann angeht, ziemlich unsensibel und unempathisch ist. Überhaupt bleibt ihre Gefühlswelt und die des Mannes komplett außen vor. Der Text wirkt mehr als eine Frage an das Forum ob die schöne Ware, die die FS im Schaufenster gesehen hat, nicht doch eine Macke hat und sie besser nicht kaufen sollte.

Wortwahl in Bezug aus den Mann und seine Art
suspekt, Exemplar, Einzelgängerhaft, sozial inkompetent.
In dieser Ballung sagt das mehr über die FS als den Mann aus, insbesondere das Wort Exemplar finde ich heftig, denn macht den Mann zu einem 'austauschbaren Objekt' in Sinne eines konsumierens. Ich finde das Schuhmodell toll aber das Exemplar hat doch hier eine kleine Macke, haben sie nicht noch ein anderes im Lager?

Nicht erkannte Anknüpfungspunkte
FS: Volleyballverein, verplante Wochenenden, Festivals und Konzerte
Mann: Fitnessstudio oder joggt alleine, sucht einfach die tiefgründigen Gespräche mit jemanden, den er kennt und vertraut und gemeinsame Aktivitäten zum abschalten
Der Mann mag gemeinsame Aktivitäten zum Abschalten, das ist doch ein guter Anknüpfungspunkt für die FS um Gemeinsamkeiten herauszufinden und zu schauen ob er vielleicht auch mal mit zu einem Konzert kommt, da redet man ja auch nicht dauernd. Er geht ins Fitnessstudio, da ist er wohl auch nicht allein. Vielleicht würde er auch mal mit zum Volleyball kommen und es mal ausprobieren, auch da muss man ja dann nicht dauernd reden sondern konzentriert sich auf Spiel. Der Vorschlag Stammtisch war wirklich der unproduktivste, da bindet sie den Mann nicht mal in eine gemeinsame Aktivität ein.
Das der Mann zwischen Freunden, gute Bekannten und losen Kontakten unterscheidet spricht für ihn und soziale Kompetenz denn sonst würde gar nicht so differenzieren.
Die FS scheint ein sehr genaues und fest gefügtes Bild von Partnerschaft und Beziehung zu haben und alles was nicht kennt ist ihr suspekt (z.B. 'Ich kenne so eine gute Mann/Frau Beziehung nicht.').

Etwas mehr Offenheit und Neugier sowie Tiefgang würden der FS sicherlich gut tun. So wie sie sich hier präsentiert kann man dem Mann nur wünschen, dass aus dieser Anbahnung nichts wird.
 
  • #93
Es wäre doch eine schöne Tradition, wenn im Forum, der/diejenige die den 50. Beitrag schreibt aus allen vorherigen Threads den Kaktusstachel herausarbeitet. Dann hat jeder Post einen schönen eigenen Stachel :)
Und Frau Kaktus hätte einer Tradition ihren Namen gegeben. :D
Aber das kann ja nur der oder die FS selbst benennen. Und wenn es stachelig wird, sind ja viele erstmal weg, oder für immer.
Das hatte damals echt fies gestochen, weil das so gar nicht in mein Bild über mich passte. Es war auch gar nicht gemein formuliert, nur eine Aussage.

Was das Threadthema angeht: Ich würde sagen, selbst wenn sie nicht so viele Vorurteile hätte gegenüber Menschen wie dem kennengelernten Mann, wäre sie doch glücklicher mit einem, der gesellig ist wie sie. Ich kannte mal ne Frau, die mit einem Schriftsteller zusammen war. Der war immer gerade dann schreiberisch inspiriert, wenn sie irgendwo zusammen hin wollten zu Freunden. Oder er wollte von vornherein nicht mit. Ist jetzt schon was anderes, aber da man sich ja nur in der von Arbeit freien Zeit sieht und gemeinsames machen kann, ist es doch schon gut, wenn entweder BEIDE gern allein was machen oder BEIDE gern Geselligkeiten wahrnehmen. Einem wirklich geselligen Menschen, so wie ich die FS einschätze, reicht ja nicht, zusammen mit dem Partner was zu machen. Denke ich jedenfalls, dass der gern mehrere lustige Leute um sich rum hat.
 
  • #94
Und eigentlich war es auch gut, dass nicht vorher schon so viel Negatives im Thread geschrieben worden war. Sowas kann auch bewirken, dass ein/e FS nur noch mit durch die Brille "ich werde hier fertiggemacht" liest.

Ein/e FS muss natürlich auch nicht schreiben, was er/sie mitgenommen hat. Da sie den Thread ja gelesen haben wird, kann es gut was sein.
Ich hätte mir auch gewünscht, dass sie noch was schreibt. Aber sie wird vielleicht Vorurteile gegenüber Lehrern auch schon kennen und vielleicht gleich dichtgemacht haben, obwohl manches davon auch auf sie zutrifft.
Ich fürchte, dass das der Grund ist. Möglicherweise ist nur das von dir gewählte Wort "Vorurteile" nicht zutreffend, es sieht doch eher nach Verachtung oder gar Hass aus. Das würde ich mir dann z.B. auch nicht antun.
 
  • #95
Ihr beiden passt nicht zusammen. Warum schaust du dich nicht unter den Volley-Ballern oder unter deinen Lehrerkollegen um, die wie du das Bedürfnis nach Action haben?
So, wie du ihn beschreibst, ist er der ideale Heirats-Kandidat. Er sucht Vertrautheit und Beständigkeit. Wenn er eine patente Frau trifft, ist er weg. Und die wird sich bestimmt nicht an den Mädels stören.
 
  • #96
Hm. Ich habe in meinem Leben die Erfahrung gemacht, dass Intros und Extros durchaus gut zusammen passen können.
Aber das bedeutet eben auch Akzeptanz des jeweils anderen.
Ich bin auch sehr gesellig und habe einen großen Freundeskreis, in dem ständig viele Zusammenkünfte stattfinden (unter normalen Umständen). Wir gehen auch oft tanzen, oder in die Kneipe, sitzen am Lagerfeuer im Garten oder unternehmen andere Dinge.
Ich hatte schon immer eher introvertierte Partner. Irgendwie brauche ich das als Gegenpol, mir tut das gut. Manchmal ist das nicht ganz so schön für mich, dass mein Mann sich dann häufig sehr zeitig zurückzieht, oder erst gar nicht mitkommt oder so, aber letztendlich ist es doch auch egal. Ich klebe auf einem Treffen mit anderen eh nicht die ganze Zeit an seinem Hintern, so dass es mir nichts ausmacht, dass wir uns dann erst am nächsten Morgen wiedersehen. Er kann mich so gut sein lassen wie ich bin, und ich ihn. Er hat auch kaum Freunde, ist auch in keinem Verein. Aber mir ist das auch nicht so wichtig. Er muss ja damit zurechtkommen und wenn er sich so wohlfühlt, so what? Wir unternehmen manchmal zu zweit etwas, das reicht uns beiden. In den Urlaub fahren wir auch gemeinsam. Wie er sonst seine verbleibende Freizeit füllt, muss er ja selber entscheiden. Es KANN also funktionieren.
Bestimmt kann es das.
Jedoch nur, wenn man wie ihr den anderen "Pol" in seinem sosein respektiert! oder ihn sogar genau dafür Wertschätzung, dass er so Ruhe bzw Lebendigkeit in mein Leben bringt...

Wer den anderen jedoch wie die FS gleich als "falsch" etikettiert, erziehen will oder gar als "sozial inkompetent" abwertet, wird diese Erfahrung kaum machen...
 
  • #97
Manche Menschen, wie auch die FS, kritisieren an potentiellen Partnern herum und merken nicht: es geht nicht ums Ändern oder darum, dass jemand „falsch“ ist. Der Mann ist schlicht nicht passend für sie und vielleicht würde sie ihn gerne passend machen...
 
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  • #98
Ich habe ihn mal angesprochen, warum er keine männlichen Freunde hat. Er sagt, er hat ein paar gute Bekannte, mit denen trifft er sich unter normalen Umständen mal, aber die enge Freundschaft zu ihnen hat sich auseinander gelebt, weil die anderen Familie bekommen haben und deswegen keine größeren treffen möglich sind. Keine Ahnung, treffe mich regelmäßig mit verheirateten Freundinnen... Ausrede?! Er hat berufsbegleitend studiert, daher keine richtigen Studienfreunde, von 25-30 war er weltweit als Projekt-Ingenieur unterwegs und jede Woche eine andere Stadt gesehen, da hat er viele flüchtige Bekannte, die seine Kollegen waren, aber keine Freunde.

Ich habe gesagt, er könnte doch mal neue Leute bei einem Stammtisch in seiner Stadt kennen lernen. Er sagt, sein Beruf, Produktmanager in einem Pharmakonzern, spannt ihn sozial sehr ein (kenne diesen Beruf nicht und kann mir es nicht vorstellen, dass es sozialer als eine Lehrerin ist). Er hat den ganzen Tag viel Small Talk, Meetings, hält Vorträge und ist 10 Stunden lang in totaler Interaktion. Abends hätte er einfach keine Lust auf noch mehr Small Talk, sondern sucht einfach die tiefgründigen Gespräche mit jemanden, den er kennt und vertraut und gemeinsame Aktivitäten zum abschalten. Daher die zwei Girls, denen es wohl genauso geht (Consultants sind die wohl und auch total gestresst).

Was denkt ihr darüber, ist er sozial inkompetent oder einen Blick wert?
Also ich komme selbst aus dem Bereich Markteting/Produktmanagement und das Tempo und der Termin- und Leistungsdruck mit dem da gearbeitet wird ist schon ein ganz anderer als in Deinem Beruf.

Eine abgesicherte Anstellung als Lehrer im Beamtenstatus ist etwas ganz anderes als ein Beruf in der Privatwirtschaft mit 10 oder mehr Stunden Tagen, hohem Konkurrenz- und Leistungsdruck. Auch hat man als Angestellter in der Privatwirtschaft nicht jedes Jahr ein paar Monate Urlaub, sondern nur 30 Tage. Der Stress und die geistige Beanspruchung sind da logischerweise höher.
Nach solchen langen Tagen hat man dann oft keine Lust mehr auf stundenlanges Geplapper, Stammtisch ist auch nicht jedermanns Sache. Da würde ich kaum jemanden finden mit dem ich etwas gemeinsam habe.

Man geht noch mehrmals die Woche, so kenne ich es von mir und vielen anderen in meinem Beruf, zum Sport, als Ausgleich zur sitzenden Tätigkeit und manchmal abends zu beruflichen Veranstaltungen.
Da entspannt man dann ab und an auch gerne in vollkommener Ruhe und auch mal alleine.

Diesem Menschen soziale Inkompetenz zu unterstellen finde ich eine Frechheit - nur weil er sich nicht so verhält wie es Deinen Vorstellungen entspricht. Bedient für mich das Klischee der typischen Lehrerin........Besserwisser.
Du solltest an Deiner sozialen Kompetez arbeiten.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #99
Hallo Syb34233,
ich glaube, als Frau kannst Du es dir schwer vorstellen, wie jemand vereinsamen kann, weil die Frauen in der Regel viel mehr soziale Kontakte haben, als ein Mann, der wirklich alleine ist und nach und nach vereinsamt. Mit zunehmendem Alter wird es auch nicht einfacher, jemanden kennenzulernen. Pärchen, die irgendwas miteinander unternehmen, wollen auch keine ledigen Männer, man wird immer seltener eingeladen. Zusätzlich kommen ja eigene Überzeugungen dazu, Gewohnheiten, auch rigide Sichtweisen. Ich bin z.B. Nichtraucher und Nichttrinker und schon ist es problematisch, in eine trinkende Clique "aufgenommen" zu werden, wobei das Problem nicht die Clique ist, sondern weil ich... nicht saufen will. Ich will da einfach nicht mitmachen. Wenn mich denn Pärchen einladen, freue ich mich natürlich, aber dann empfinde ich es als vertane Zeit, es ist langweilig mit Pärchen, sie haben andere Probleme.
Ich denke, wenn Du den Mann nicht nur kennenlernen willst, sondern auch mehr vorstellen kannst, dann tu es, wenn nicht, dann kommuniziere es entsprechend. Wenn er keine weiteren Schritte unternimmt, um mit dir eine Beziehung anzufangen, dann passt es ihm nicht und er weiß vermutlich nicht, wie er es dir sagen soll...
 
  • #100
Wie darf man sich denn einen "Stammtisch" in Corona Zeiten vorstellen 😁 Sitzt man in einer Zoom Konferenz mit den Anderen und zischt ein Bier?

Spaß beiseite, nachdem nun ordentlich auf der FS rumgedroschen wurde, meldet sie sich nicht mehr, ein Zeichen das die Foristen recht haben und sie wahrscheinlich schmollt.

Ich hege keine Vorurteile gegenüber Lehrern, daher weiss ich nicht, ob es leherertypisch ist was sie schrieb.

Ich stelle auch keine Berufsgruppe über eine andere, was ich bei der FS aber lese: was könnte schon SOZIALER sein als Lehrer???

Ich bitte dich, liebe FS, falls du noch mitliest... Nahezu jeder Beruf, der Menschen und Kommunikation beinhaltet ist sozial!

Natürlich gibt es den Sektor "soziale Berufe" was aber nicht garantiert, dass Arbeiter in dieser Branche tatsächlich sozial sind!

Ich war 14 Jahre in der Gastronomie tätig und glaub mir, nach 8 bis 12 Stunden Dauerlärm, klimpernen Besteck, Dauerbespaßung der Gäste usw. brauchte ich Ruhe. Klar, ein Glas Wein mit den Kollegen war manchmal drin, aber sonst ist Körper und Geist ausgelaugt.

Durch meine Arbeit litten meine sozialen Kontakte extrem, kaum einer musste jedes We, Feiertage oder bis 3 Uhr morgens arbeiten, daher war ich grad für Geburtstage, Grillen usw. nicht verfügbar und wurde Iwann auch nicht mehr eingeladen.

Nun stelle ich mir einen Lehrberuf vor: Arbeitszeit vorwiegend Mo bis Freitag, meist Nachmittags Feierabend, Ferien usw.

Hmmm.... Wahrscheinlich ist es besser, du suchst dir jmd der ebenso arbeitet und noch genug Energie hat nach der Arbeit. Du wirst kaum zurecht kommen mit jmd der so eine tolle und wichtige Position wie dein "Exemplar" hat, was Überstunden bedeuten kann, ebenso ausgelaugt um noch unwichtige Worte zu wechseln.

Ich halte es wie er, nicht mal eine handvoll Freunde zähle ich und die wenige freie Zeit, die ich habe, ist mit Bedacht gefüllt, ebenso hasse ich Smalltalk, wozu dieses dämliche Phrasen hin und her werfen?

Zur Zeit bin ich in einer Umschulung und natürlich durch Corona ausschließlich zuhause. Ich spüre auch nach Monaten noch wie ausgelaugt mein Körper ist und die unfreiwillige Ruhe zur Zeit einfach nur heilend ist.

Ich freue mich trotzdem unheimlich darauf iwann mal wieder mit einer richtig guten Freundin in Ruhe ein Glas Wein beim Italiener zu trinken :)

Ich wünsche der FS trotzdem alles Gute und würde mich freuen wenn Sie noch einmal was hören lässt.

Lg Leo
 
  • #101
Ein Einzelgänger ist mit Sicherheit nicht sozial inkompetent, womöglich sogar intellektueller als der Rest, die viele Freunde brauchen.

Ich würde dir raten, mich nicht mit ihm nicht zusammen zu tun. Was hätte er davon? Er müsste sich deine Vorwürfe anhören, warum es besser ist, Freunde zu haben.
 
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