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  • #61
Die Situation ist keinesfalls klar …

Zunächst mal spielt es natürlich eine Rolle, wie sich die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Partner darstellen. Derjenige, der signifikant mehr verdient (oder hat), sollte m.E. auch einen größeren Anteil an den Wohn- und sonstigen Kosten übernehmen.

Wenn wir im Folgenden mal davon ausgehen, dass beide ungefähr gleiche Einkommens- und Vermögensverhältnisse haben, kann man sich etwas über die Betrachtung der Extrempunkte an die Sache herantasten (die variablen Kosten, wie Energie-, Wasser- und Kosten für Lebensmittel sollte eh geteilt werden):

(1) Hälftige Zahlung der ortsüblichen Miete

Diese Zahlung wäre nach meinem Empfinden zu hoch, da man in der Wohnung des Partners zwangsläufig weniger Rechte hat. Im Falle der Trennung darf man gehen und sich eine neue Wohnung suchen (mit all den damit verbundenen Kosten). Man darf diesen Punkt nicht ganz unterschätzen: Sofern man sich nach einem Jahr wieder trennt, hat man die Miete gezahlt und muss dann noch die nicht unerheblichen Umzugskosten zahlen sowie gewisse Einrichtungsgegenstände (wieder) kaufen. Demnach kommt auf den Hinzugezogenen in dem Fall eine nicht unerhebliche Belastung zu (finanziell und zeitlich), während sich für den Hauseigentümer fast nichts ändert und er noch Mietzahlungen vereinnahmt hatte, die er ohne Partner gar nicht bekommen hätte. Zudem hat man bei Zuzug in eine bestehende Wohnung, die einem nicht gehört, auch stets etwas weniger Rechte in Bezug auf die Gestaltung der Wohnung nach dem eigenen Geschmack.

(2) Keine Mietzahlung

Das wäre wiederum das andere Extrem, da dann der Hinzugezogene seine bisherige Miete komplett spart, während derjenige, dem das Haus gehört, keinerlei finanzielle Beteiligung für seinen Wohnraum erhält. Besonders komisch wird es, wenn der Eigentümer das Haus noch finanziert. In diesem Fall sind die Zinskosten, die einen nicht unerheblichen Teil ausmachen, letztlich die Erträge der Bank und keine Vermögensmehrung des Eigentümers. Eine Beteiligung an den Zinskosten wäre m.E. das Minimum.

Das mag man alles noch intensiver diskutieren und es gibt natürlich noch weitere Argumente, die hier noch gar nicht gebracht wurden. Klar ist zumindest, dass DIE Lösung, die nach allgemeinen Gerechtigkeitsempfinden alle überzeugt, nicht existent ist.

Umso mehr sollte man sich in diesem Kontext nach meiner Auffassung davor hüten, die eigenen Ideen zur Lösung als absolut anzusehen und womöglich gar noch andersartige Meinungen damit tot reden zu wollen, indem man hierbei einfach mal pauschal unterstellt, dass dann keine Liebe im Spiel sei. Die Liebe sollte einer finanziell ausbalancierten Lösung nun wirklich nicht im Wege stehen.
 
  • #62
Wenn man sich so sicher ist, dass der andere der Richtige ist, man nicht nur das Bett miteinander teilt, sondern die Zukunft gemeinsam gestalten möchte fände ich eine finanzielle Beteiligung nur fair...

Wenn du das Haus erst gerade gebaut hast, sicher mit einer Finanzierung die dich nicht in finanzielle Schwierigkeiten bringt. Somit wäre die Hälfte der monatlich Kosten zu hoch.... Aber einen Anteil der einer üblichen Singlewohnungs-Miete entspricht fände ich gerecht...
 
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  • #63
Also ich habe auch ein Haus, das ist aber nicht von den Eltern, sondern den Großeltern und ist damit schon seit Längerem abbezahlt - Gott sei Dank!
Wenn mein Partner eines Tages zu mir ziehen würde, würde ich ihn natürlich mit offenen Armen empfangen und auch keine Miete abverlangen. Letztendlich ist es doch mein Haus, ob der Partner da ist oder nicht, ich müsste ja trotzdem zahlen! Ich würde also vom Partner nie Geld verlangen in dem Punkt.... Letztendlich stelle ich mir die Belastung und das Opfer, die er bringen muss, groß genug vor, wenn man in ein vorgefertigtes Haus eines anderen zieht, und wenig eigene Gestaltungsmöglichkeiten/Freiheiten hat, vielleicht sogar mit den Möbeln und Räumlichkeiten leben muss, die nicht nach dem eigenen Geschmack sind. Nicht jeder Mensch macht sowas mit - wenn überhaupt irgendjemand. Es ist schwer genug, jemanden zu finden, der sich so ein Leben überhaupt vorstellen mag. Ganz ehrlich, stünde ich vor der Wahl, ich wüsste auch nicht, ob ich überhaupt Lust hätte, in das Haus des Partners zu ziehen. Das müsste ich mir erstmal angucken, ob das nach meinem Geschmack wäre!

Allerdings habe ich nicht soviel Geld, dass ich zwei Personen auf Dauer aushalten kann, er müsste also zum eigenen Essen/Leben/Haushalt auch was beisteuern, aber das ist ja selbstverständlich, dass man sich eigene Sachen mitunter auch mal selber kauft.

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  • #64
"Partnersuche im Alter: Möbel, Haus, wer zahlt was, Absicherung....alles wichtiger als der Partner. Man hängt an seinem Besitz. Aber macht das auch glücklich?"


So sieht es aus. Mit 29 habe ich mir eine Immobilie gekauft, meine damalige Partnerin sollte mit einziehen. Wir bekamen kalte Füße, ich beendete die Beziehung und hatte nun das Haus an der Backe.

Nach einigen Jahren habe ich das Haus verkauft. Ich lebe nun in einer kleinen Stadtwohnung, meine jetzige Frau ebenso ca. 20 Gehminuten entfernt und alles ist schick. Ich denke gar nicht daran, mir jeweils wieder die Bürde einer Immobilie aufzuhalsen.
 
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  • #65
Ich danke euch, für die vielen Kommentare. Das hat mir wirklich sehr geholfen. Wir hatten gestern ein Gespräch und er wird sich ab dem neuen Jahr an den Wohnkosten beteiligen.

Bin jetzt froh, dass das geklärt ist und es geht mir jetzt schon viel besser und eine Last ist wirklich von mir abgefallen.

Also nochmal, vielen, vielen Dank!!!!!
 
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  • #66
Wenn Du es so handhabst, dann ist aber Dein Partner Deine Kapitalanlage und zwar eine ziemlich gute. Es.........einer fiktiven Miete zu beteiligen oder er hat es abgezahlt, dann steckt auch sein Geld darin, auf dessen Verzinsung er verzichtet, um Dir und sich ein Heim zu bieten. Er könnte das Haus schließlich auch verkaufen und das Geld anlegen.

Das Argument, "er trennt sich und ich habe anteilig das Haus bezahlt", greift nicht. Man beteiligt sich als Partner nich an ...........genüber der Bank.

Stimmt! Allerdings habe ich nach z.B. 20 Jahren Miete 9 Monate Kündigungsfrist und auch einen ordentlichen Mietvertrag (der in einem solchen Fall meistens nicht gemacht wird) - und selbst wenn: Wer möchte nach einer Trennung noch 9 Monate mit dem Partner zusammenleben. Das ist zwar im Falle einer gemeinsamen Mietwohnung auch so, aber da ist nicht von Anfang an klar, wer die Zeche zahlt. Was sucht er denn?? Eine Mieterin, oder eine Partnerin?? Sie gibt ihr Leben auf für die Beziehung, Ihre Heimat - er nicht, er bleibt wo er ist und die Häschen wechseln?? Ich seh das so wie der offenen direkte Herr weiter oben: Keine Ehe und keine Beteiligung? Dann auch kein Zusammenziehen - es gibt bessere Angebote auf dem Markt...;-)))


@#3 "Es ist für mich schon unangenehm genug, in seinen Möbeln, die er zum Teil mit seiner Frau ausgesucht hat, zu leben. [...] Er hat sich sogar geweigert, ein neues Schlafzimmer zu kaufen [...]. Da konnte ich mich mit Mühe und Not durchsetzen."

Warum hast Du nicht einfach ein neues Schlafzimmer oder neue Möbel gekauft und bezahlt? Du hast doch das Problem mit den Möbeln, nicht er. Diese Anspruchshaltung hinsichtlich des Geldes des Partners, geht m........... nicht zu beteiligen, ist es nicht verwunderlich, daß er Dich auf die Eigentumsverhältnisse im Garten hinweist. Recht hat er!

Und wer hört sich ein Gejammer über die Firma an, wer sorgt für ihn, wenn er erkältet ist, obwohl im Gegenzug für sie niemand da ist? Wer fährt ihn zum Arzt, obwohl sie noch nie von ihm gefahren worden ist??? Na??? Dämmerst - eine gute Beziehung stellt solche Fragen nicht, denn Liebe ist die Entscheidung zu schenken, was die meisten von Euch hier beschreiben ist ein gegenseitiges Geschäft, bei dem sie ihn finanziell ausnutzt und er sie (meist weniger sichtbar) emotional...manchmal auch umgekehrt....
 
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  • #67
Wenn der Mann will, dass du bei ihm einziehst, behalt doch deine Mietwohnung ca. 6 Monate. Damit du ein back-up hast.
Ich würde bei einem Mann niemals Miete zahlen. Er bei mir ja, aber ich bin die Frau. Wenn der mann sich das nicht leisten kann, wäre er für mich einfach nicht der richtige. Und meine Möbel müssten einfach integriert werden. Da muss er auch 50% seiner Möbel weg tun und Platz für mich machen. Oder er kauft mit meiner Beratung ganz neue Möbel, die beiden gefallen.! Mach dich nicht soooo klein!
W 47
 
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  • #68
Ich würde bei einem Mann niemals Miete zahlen. Er bei mir ja, aber ich bin die Frau. Wenn der mann sich das nicht leisten kann, wäre er für mich einfach nicht der richtige.

Na ja, wenn man gerne die "Ware" ist, die sich ein Mann leistet...
Ich bin auch eine Frau, aber ich lasse mich eben nicht kaufen. Ich arbeite, verdiene mein Geld und gebe mein Geld aus. Dazu gehören auch Wohnkosten. Warum sollte ich keine Miete zahlen?
Bei mir ist es so, dass ich eine ETW habe und mein Freund wohnt bei mir. Er zahlt die Nebenkosten komplett, weil ich ja die Wohnung besitze. Andersrum würde ich es genauso machen.
Man lebt zusammen und zahlt zusammen.
[/QUOTE]

Mach dich nicht soooo klein!
W 47[/QUOTE]

Klein und billig finde ich es eher, wenn man sich vom Mann aushalten lässt.
 
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  • #69
Hallo,

das Thema taucht hier ja öfter auf. Ich bin eine Frau mit ETW , und mein Mann, der damals bei mir einzog, sagte: Ach es ist ja Deine Wohnung,es kostet ja nichts. Warum sollte ich dann Miete oder einen Betrag bezahlen? Soll ich Deine Wohnung bezahlen.

Ich zahlte dann meinen Bankkredit, der noch auf meiner Wohnung lag, in aller Stille ab.
Da er auch Verbrauchskosten nicht bezahlte, und das hatte ich selbst gesagt,

- dem Licht ist es ja egal, ob es für ein oder zwei brennt.
- der Heizung ist es ja egal, ob sie für ein oder zwei heizt.

- soviel Wasser ist es auch nicht

So ist das Fazit nach 18 Jahren, daß ich meine Wohnung noch als meine alleine bezeichne.

Ich spreche stets von "meiner Wohnung" und nicht von "unserer".

Denn er hat ja nichts bezahlt,. jedoch stets Reparaturen durchgeführt.

Doch er hatte hier ja stets kostenfreies Logis und Mahlzeit.

Ein schwieriges Thema. Besonders, wenn man Geld benötigt, Geld, keine Sachleistungen.

W
 
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  • #70
Ich bin eine Frau mit ETW , und mein Mann, der damals bei mir einzog, sagte: Ach es ist ja Deine Wohnung,es kostet ja nichts. Warum sollte ich dann Miete oder einen Betrag bezahlen? Soll ich Deine Wohnung bezahlen.

Als Frau finde ich es selbstverständlich, dass ich dem Partner eine angemessene Miete zahle, wenn ich in seiner Immobilie lebe. Ich zahle keine ortsübliche Miete für 250qm in einer Großstadt, wenn er so überdimensionierten Wohnraum hat, aber das, was ich sonst für eine Mietwohnung zahlen würde, inkl. Nbenkosten. Allerdings lasse ich mich nicht irgednwo an den Stadtrand verlagern - ich wohne in der Stadt udn wenn er da seine Immobilie nicht hat, dann wohne ich nicht bei ihm.

Ich bin kein Milchmädchen, sondern weiß wie man mit Geld umgeht, lege meins anders an, als in einer selbstgenutzten ETW. Daher finde ich eine angemessene Kostenbeteiligung am Wohnraum (Zinsen für das Eigenkapital, Zinsen für Hypotheken, Bldung von Rücklagen...) auch in Ordung, ist vergleichbar mit einer Miete - ich tilge ja nicht siene Schulden. Das muss er selber machen, denn es ist seine Wohnung.
Alles was hier angeführt wird, man hat Umzugskosten wenn es scheitert - habe ich doch auch in einer gemeinsamen Mietwohnung, man wird mal eben schn ell auf die Straße gesetzt - hängt doch davon ab, wie die sozialen fähigkeiten der beiden sind. Mit einem Menschen, von dem ich so ein Verhalten erwarte, ziehe ich doch nicht zusammen, auch nicht, wenn ich keinen Mietanteil zahlen muss.


....Doch er hatte hier ja stets kostenfreies Logis und Mahlzeit.

Ein schwieriges Thema. Besonders, wenn man Geld benötigt, Geld, keine Sachleistungen. W

Naja - das hätte ich nicht mitgemacht, soviel kann er garnicht reparieren, es sei denn Du wohnst in einem Abbruchhaus und er kauft auch das Material. Ohne Beteiligung an den Nebenkosten sowie Lebenshaltungskosten hätte ich ihn bei mir nicht einziehen lassen. Das ist doch ganz einfach, denn diese Kosten hat er auch in einer eigenen Wohnung und zwar mehr, als wenn er sich in einer gemeinsam genutzten Wohnung hälftig beteiligt. Bei mir hätte der gute Mann auf Granit gebissen und wäre nicht ein, bzw. beim Erkennung siener Haltung, wäre er sofort wieder ausgezogen. Das hat was mit Respekt vor dem Gegegenüber zu tun, vor allen Dingen, wenn der-/diejenige das Geld braucht.
Allerdings würde ich mir eine so unzureichend finanzierte Immobilie niemals ans Bein binden.
w
 
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  • #71
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Ich würde bei einem Mann niemals Miete zahlen. Er bei mir ja, aber ich bin die Frau. Wenn der mann sich das nicht leisten kann, wäre er für mich einfach nicht der richtige. Und meine Möbel müssten einfach integriert werden. Da muss er auch 50% seiner Möbel weg tun und Platz für mich machen. Oder er kauft mit meiner Beratung ganz neue Möbel, die beiden gefallen.! Mach dich nicht soooo klein!
W 47

Würdest Du mal erläutern wieso Du bei IHM keine Miete zahlen solltest, aber er bei Dir schon. Ein wenig unfair, oder ?
 
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  • #72
Die Frage ist, wie viel Geld und Energie Du in die Beziehung einbringst. Putzt Du das Haus, wäscht seine Wäsche und befreist ihn von der Hausarbeit? Steuerst Du noch dazu bei den Rechnungen, die anfallen, wie zB Supermarkt und Restaurants, etwas bei, weil Ihr beide arbeitet? In diesem Falle wäre das mit der Miete zuviel.
Oder wohnst Du im Haus und lässt Dich von dem Mann rundum versorgen (Deine Wäsche waschen, etc)? In diesem Falle wäre sowohl eine Mietzahlung als auch ein "Gehalt" für ihn als Putzmann, Koch & co angebracht.
Zum Beispiel zahlt der Lebenspartner meiner Tante jeden Monat 1000 Euro dafür, dass er bei ihr lebt und sie alles (wirklich alles) im Haushalt macht. Sie fährt ihn auch überall hin, weil er selber nicht mehr Auto fahren kann. Er ist ein älterer Herr, der sich nicht alleine versorgen könnte, und im betreuten Wohnen noch mehr bezahlen müsste. Das Wohngeld (ohne Dienstleistungen wie Putzen &co) hatte ein Anwalt auf 250 Euro berechnet.

Ich denke, so etwas wie Wohngeld zu bezahlen, ist relativ normal. Schließlich verursacht ein Haus mehr Kosten als viele denken. Reparaturen fallen an, Elektro-, und Heizrechnungen wollen beglichen werden, und und und. Wohngeld ist allerdings etwas Anderes als Miete und fällt geringer aus.
Ich finde Frederikas Vorschlag dazu ganz gut.

Entfallen sollte das Wohngeld allerdings, wenn Du mehr Energie (Berufstätigkeit und den Haushalt schmeißen) in das Zusammenleben einbringst als er.
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  • #73
Hallo

habe ich Bedenken.

1. brauche ich mehr als ein Zimmerchen für meine Sachen.
2. selbst wenn ich anteilig Miete mittrage ist es nicht so schön als wenn ein Paar sich zusammen was Neues sucht.
3. die Bereitschaft mit dem neuen Partner auch eine neue Wohnung zu beziehen ist bei Männern über 50 schlecht ausgeprägt.
4. wenn du gar keine Miete zahlst und einfach so bei ihm wohnst kann dir Schlimmes zustossen denn eigentlich hast du keine Rechte an der Wohnung.
 
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