• #1

Miete zahlen im abbezahlten Eigenheim des Lebenspartners?

Dieses Thema wurde vor ca. 2 Monaten heiß diskutiert und lässt mich seitdem nicht mehr los.

Vor einem halben Jahr bin ich zu meinem Partner gezogen, der ein abbezahltes Reihenhaus besitzt. Ich zahle € 500,00 Miete (inkl. Nebenkosten) und € 200,00 für das Essen. So weit so gut. Bevor ich zu ihm zog, hatte ich eine schöne Mietswohnung, die ich mit meinem studierenden Sohn bewohnte. Es ergab sich, dass mein Sohn im gleichen Haus eine kleine Einzimmerwohnung bekommen konnte und wir (mein Partner und ich) zusammenziehen konnten. Mein Arbeitsweg hat sich drastisch erhöht. Hatte ich vorher einen Arbeitsweg von 9 km (eine Tour), so habe ich nun 55 km (eine Tour). Obwohl ich gut verdiene und auch der Vater meines Sohnes Unterhalt für ihn bezahlt, komme ich einfach nicht mehr klar mit meinem Geld, da mein Sohn keinerlei Einnahmen hat und ich ihn selbstverständlich unterstütze. Mir bleiben ca. € 120,00 im Monat für Kosmetik, Friseur etc. Leider habe ich bevor ich bei meinem Lebensgefährten einzog es vermieden (oder auch nicht daran gedacht) mit ihm die Frage der Miete zu klären. Als er mir den Betrag sagte, musste ich ganz schön schlucken, denn mit einem so hohen Betrag hatte ich nicht gerechnet.

Nun, mein Partner und ich verdienen etwa gleich viel, ich habe aber wesentlich mehr Kosten im Monat. Zugute halten muss ich ihm, dass er, wenn wir ausgehen etc. bezahlt. Mein Partner kennt meine finanzielle Situation, ist davon aber unbeeindruckt. Ich habe einfach nicht den Mut, ihn darum zu bitten, die monatliche Miete etwas zu reduzieren.

Mein Partner und ich sind sehr glücklich und ich bereue auch nicht, zu ihm gezogen zu sein, denn ich liebe ihn sehr. Er hilft im Haushalt, kann also putzen, waschen, bügeln, kochen etc. Wenn nur das liebe Geld nicht wäre ...
 
G

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  • #2
Das ist ja eine ähnliche Situation wie in dem anderen Thread, das gerade heiß diskutiert wurde. Schwer zu sagen, es gibt eben 2 Seiten.
wichtig wäre zu wissen: Wieviel hat deine frühere Wohnung gekostet und wie groß war sie?
Vielleicht wäre es klüger gewesen mit deinem Sohn zu wohnen. So hast du dich natürlich gewaltig verschlechtert. Bei 55 km Fahrt kommen ja leicht 500 pro Monat fürs Auto zusammen, das hatte ich auch mal, das ist nicht zu unterschätzen. Außerdem geht die Zeit verloren, die ja auch irgendwie ins Gewicht fällt.
Natürlich musst du in irgendeiner Weise Wohnkosten zahlen.
Als ich noch studiert habe, habe ich im Mehrfamilienhaus meiner Oma wohnen dürfen. Als dann mein Freund bei mir eingezogen ist, haben wir überlegt, wie wir das machen, ich wollte auf keinen Fall Miete von ihm, denn ich habe ja auch keine gezahlt. Aber ich wollte auch nicht, dass er nichts zahlt. Wir haben uns dann so geeinigt: Ich stelle den Wohnraum zur Verfügung, er den Strom, die Heizung und das Telefon. Das hat prima geklappt, jeder hatte etwas davon und keiner hatte das Gefühl, ausgenutzt zu sein.
SSprich doch einfahc nochmal mit deinem Freund - wenn ihr ein Paar seid, dann müsst ihr doch über so etwas reden können.
 
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  • #3
Liebe FS,

das war ein schwerer Fehler, das nicht von Anfang an auszudiskutieren. Im Nachhinein kommt sowas meistens blöd. Kommuniziert ihr auch sonst so wenig? Denn ehrlich gesagt, würde mein Freund meinetwegen täglich 92 (!!!)km mehr zurücklegen müssen, würde ich ihn sogar von mir aus darauf ansprechen, ob das in Ordnung ist und würde für finanziellen Ausgleich sorgen wollen. Also er zieht zieht dich da - ob bewußt oder unbewußt - gehörig über den Tisch. Wie du ihm das sagen sollst? "Schatz, wir müssen reden". Dass er dir, wenn ihr weggeht, alles zahlt, sagt gar nichts. 1. Wird das längst nicht die 500€ Miete ausmachen und 2. tut er das vielleicht ja auch nur, weil sich das für sich so gehört. Es gibt einige Männer, die in der Öffentlichkeit alles zahlen WOLLEN, um als "ganzer Mann" dazustehen.

Ich finde auch nicht - anders als mein Vorredner - dass die Situation im anderen Thread auch nur irgendwie vergleichbar ist. Dort halte ich definitv zum Mann, denn er muss eine sehr hohe Kreditbelastung alleine tragen und das Grundproblem ist ja, dass die Frau ihm nur ja keinen finanziellen Vorteil zukommen lassen will. Hier aber hat der Mann definitv einen finanzielle Vorteil, während die FS massive finanzielle und zeitliche Nachteile trägt und nicht mehr mit dem Geld auskommt!!! Liebe FS, bist du dir sicher, dass dein Mann so edel ist, wenn es ihm egal ist, dass du in deinem Alter sparen musst wie eine Studentin???
 
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  • #4
Das ist eine üble Situation ! Er hat keine Miekosten und zahlt auch keinen Kredit mehr ab.
Trotzdem nimmt er 500 Euro von Dir. Er bereichert sich an Eurem Zusammenleben und Du verschlechterst Dich finanziell. Den weiten Weg zur Arbeit nimmst Du auch noch auf Dich.
Er sieht sich das ungerührt mit an.....das finde ich unmöglich von ihm !

Ich weiss keinen Rat für Dich, aber so wie es sich liest, hast Du im Moment die Ar...karte in dieser Partnerschaft.
w50
 
  • #5
Liebe FS,

weshalb kannst Du nicht mit Deinem Partner reden? Das ist mir vollkommen schleierhaft!

Aber ok, wenn es einfach nicht geht, dann würde ich nicht jammern, sondern klare und deutlich merkbare Sparmassnahmen einleiten.

- Du führst vor ihm ein Telefonat mit deinem Sohn, in dem Du ihm ankündigst, dass Du die monatlichen Zuwendungen kürzen musst (und sei es nur um € 50, es geht um das Symbol)

- Du fängst an, den Benzinverbrauch Deines Autos auszurechnen und schaust im Internet nach einem sparsameren Auto

- Du gehst viel seltener zum Friseur, auch wenn man das schon ein bisschen sieht

- Du telefonierst mit einer Freundin über einen Mädelsabend und lehnst es ab Essen zu gehen- das sei zu teuer.

- Wenn ihr ausgehen wollt, könntest Du auch mal zögern- es sei so teuer, sich hübsch zu Recht zu machen (dünne Strümpfe, Nagellack etc)- natürlich nur, wenn Du das benutzt und es passt.

Du musst sparen ohne zu jammern und zwar so, dass es wirklich spürbar ist. Wenn er Dich dann nach einigen Wochen nicht darauf anspricht, solltest Du ihm sagen, dass die Bezinkosten Dich auffressen und dass Du Dir wieder eine Wohnung in der Nähe Deines Arbeitsplatzes suchen musst. Es sei ja nun schade, aber er könne ja dann am Wochenende auch einmal kommen.

Sorry, aber ein liebevoller Partner verhält sich nicht so.
 
G

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  • #6
Schlage ihm vor, das jeder von euch beiden 50:50 zahlt und zwar von:

- der Grundsteuer
- den Nebenkosten
- den sonstigen Lebensunterhaltskosten (Essen, Urlaub, etc.)

das ist in meinen Augen fair. Alles andere ist von Seiten Deines Partners, reine Berechnung und Ausnützung.

Wenn er darauf nicht eingeht, würde ich wieder ausziehen.

Partnerschaft heißt zusammen sein und nicht über den Tisch ziehen!
 
  • #7
Auf die passive Art, wie saepe_inscia es vorschlägt, würde ich es nur klären, wenn du es wirklich garnicht anders kannst. Wahrscheinlich ist die Miete-zahlen-Geschichte nicht nur eine Sache, die so läuft, wenn die anderen vielleicht auch nicht so tiefgreifend sind. Und wahrscheinlich ist es auch nicht der erste Partner, bei dem dir das passiert. Mit dem Lerning rauszugehen: Wenn ich nur vernehmbar genug jammere, dann lösen sich eine Probeme irgendwie, das fände ich nicht gut.
Es ist gut, wenn du anhand dieser existenziellen Geschichte lernen kannst, deine Interessen in der Partnerschaft zu vertreten, ohne Angst vor dem Verstoßenwerden zu haben. (Oder sehe ich das falsch?)
Nachkarten ist immer blöde, in diesem Fall mußt du es tun, weil der Zustand unhaltbar ist.
Setz dich mit ihm zusammen, notiere dir deine Rechnung vorher auf einem Kärtchen. Rechne ihm vor, was du hinterher noch zum Leben hast, mach ihm einen Vorschlag, wie du es dir in Zukunft vorstellst.
Wie du das berechnest, mußt du schauen. Miete und Nebenkosten finde ich sehr unpartnerschaftlich (mal abgesehen davon, daß du wahrscheinlich keinen Mieterschutz genießt, weil du keinen Vertrag hast). Beteiligung an den Nebenkosten plus einen Obolus für erhaltende, kleine Reparaturen etc. fände ich ok. Grundsteuer ist seine Sache, er ist der Immobilienbesitzer, ebenso wie die Kosten für langlebige Bestandteile des Hauses, wie Heizung, Dach etc.
Die Beteiligung an den Haushaltskosten finde ich normal, wenn ihr denn zu zweit 400 € im Monat ausgebt. Führt einfach mal ein Haushaltsbuch.

Mir fällt etwas anderes auf: Du schreibst, du verdienst gut und du unterstützt deinen studierenden Sohn. Und dann werfen dich 700€ fixe Kosten plus Fahrt zur Arbeit aus der Bahn und du hast nur noch 120 € für dich.
Was zahlst du denn dann an deinen Sohn? Das scheint sehr viel zu sein. Er kann jobben gehen (das macht meine Tochter auch, obwohl sie ein hartes Studium hat) und er spart wahrscheinlich Geld, wenn er in eine WG zieht.
Ich habe den Eindruck, dein Sohn ist der nächste dir nahestehende Mann, bei dem du dich nicht traust, zu formulieren, daß auch du finanzielle Ansprüche hast.
 
  • #8
Liebe Forenmitglieder,

vielen Dank für Eure Antworten und Euren Rat. Es scheint wirklich ein heikles Thema zu sein.

Bevor ich zu meinem Partner zog, hatte ich eine 85 qm² große, sehr schöne Wohnung, die ca. € 1.000,00 warm im Monat gekostet hat (inkl. Garage). Die Wohnung meines Sohnes kostet € 500,00 warm, aber er muss natürlich auch essen etc.

Mein Partner und ich können eigentlich über alles reden und trotzdem habe ich angst, von ihm weniger geliebt zu werden, vielleicht bin ich auch zu stolz...

Auf jeden Fall weiß ich, dass ich mit ihm reden MUSS. Es kann wirklich nicht sein, dass mir so wenig bleibt, ich arbeite, bin fleißig, aber leisten kann ich mir gar nichts.

Übrigens, mein Auto ist sparsam. Ich habe es mir vor ca. 3 Jahren gekauft, als meine beste Freundin starb. Ich hänge sehr an meinem kleinen Cabrio und es ist das letzte, was ich hergebe ...

Viele Grüße
 
G

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  • #9
Ein abbezahltes Eigenheim und dann Miete zahlen? Was macht er mit dem Geld? Das käme für mich garnicht infrage!! Ich sehe es so, dass eine Beziehung ein Geben und Nehmen ist da gibt es kein Deins und Meins! Ich besitze durch Erbschaft selbst Immobilien und wenn wir dort einziehen würden, würde ich niemals von meinem Partner Miete verlangen! Ich würde vielleicht erwarten, dass er mehr Essen/Lebensunterhalt zahlt, aber sonst!? Nein! Zu m Glück haben wir die selbe Meinung: Es gibt einen großen Topf, da kommt alles rein und wir schauen gemeinsam was wir uns leisten können, aber dein Partner bereichert sich an dir.

<- mod Bitte verzichten Sie darauf, per Großschreibung zu schreien. Wenn Sie sich registrieren, haben Sie Formatierungsmöglichkeiten.>
 
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  • #10
Bevor ich zu meinem Partner zog, hatte ich eine 85 qm² große, sehr schöne Wohnung, die ca. € 1.000,00 warm im Monat gekostet hat (inkl. Garage). Die Wohnung meines Sohnes kostet € 500,00 warm, aber er muss natürlich auch essen etc.

Mein Partner und ich können eigentlich über alles reden und trotzdem habe ich angst, von ihm weniger geliebt zu werden, vielleicht bin ich auch zu stolz...

Stopp mal, du zahltetst bisher 1000,00 Euro Warmmiete plus 500,00 Euro von deinem Sohn und sollst jetzt nur noch 500,00 Euro für dich und leider weiterhin die 500,00 für deinen Sohn zahlen. Rechne ich falsch, denn du zahlt bei deinem Freund doch weniger, nämlich genau 500,00 Euro?

Kann dein Sohn nicht Bafög usw. beantragen? Kann er nicht arbeiten gehen? Warum musst du ihm seinen ganzes Studium bzw. Lebensunterhalt bezahlen? Haben meine Eltern gar nicht wollen bzw. können und ich kenne genug Studenten, die auch alle nebenbei arbeiten gehen.

Sorry, deine Zeilen lesen sich nicht, als ob du stolz wärst, sondern als ob du eine sehr verunsicherte Frau bist, die von Liebe und Zuwendung eines Mannes abhängig ist und nicht genug Mumm hat, weder beim eigenen Sohn noch beim neuen Freund Klartext zu reden.

w
 
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  • #11
Du schreibst, dein Partner kennt deine finanzielle Situation? Bedeutet das, er weiß, was du verdienst? Ich schätze mal, er ist hier - bitte verzeiht mir Männerwelt - so wie ganz viele Männer: er macht sich einfach keine Gedanken darüber, was das letztendlich für dich bedeutet. Von daher kennt er deine finanzielle Situation eben doch nicht, weil es ihm damit ganz anders geht. Also heißt es: reden - und zwar miteinander. Setze ihm das auseinander und frage ihn doch auch einmal, was er mit den 500 Euro an Miete macht. Legt er von sich für den Hausunterhalt auch so viel zur Seite?
Ich bin zu meinem Freund in das schuldenfreie Eigenheim gezogen, hatte finanziell noch einen Umzug zu schultern und von daher habe ich tatsächlich erst einmal ein paar Monate komplett mietfrei bei ihm gewohnt. Mittlerweile ist es so, dass wir beide auf ein gemeinsames Konto einen Teil unseres Gehaltes einzahlen (prozentual gleich, da er wesentlich mehr verdient als ich), von dem dann die Unterhaltskosten Haus sowie die Lebenshaltungskosten etc. gezahlt werden. Somit hat auch jeder noch einen Teil ganz für sich für private Altersvorsorge etc.
Im übrigen verstehe ich weder, warum du Angst hast, weniger von ihm geliebt zu werden noch, was das mit Stolz zu tun hat.
w/46
 
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  • #12
Im übrigen verstehe ich weder, warum du Angst hast, weniger von ihm geliebt zu werden noch, was das mit Stolz zu tun hat.
w/46

Ich verstehe nicht, dass die FS anscheinend die Liebe des Sohnes mit Geld erkaufen will bzw. erkauft und vom neuen Mann erwartet, dass er aus Liebe sie finanziell voll unterstütz, so wie sie es mit dem Sohn macht. Für mich sehr kindliche Gedanken, die nur nach hinten los gehen können.

FS, was meinst du dazu?

w
 
  • #13
Ich zahle € 500,00 Miete, € 400,00 fürs Essen, € 180 Taschengeld + Mietgliedschaften im Fitness- und Fußballverein, Handy, Sky usw. Meine Eltern zahlen die Studiengebühren und die Kleidung. Bafög bekommt mein Sohn nicht, da ich zu viel verdiene. Außerdem hat mein Sohn noch ein Auto, was hälftig von meinen Eltern und mir getragen wird.
Mit meinem Sohn habe ich ein Deal: Er zieht sein Studium bis zu seinem 25. Lebensjahr durch, kann sich ausschließlich um sein Studium kümmern.
]Ja, vielleicht fehlt mir der Mumm, obwohl ich ziemlich erfolgreich bin im Berufsleben, fällt es mir privat schwer, Menschen, die mir etwas bedeuten, um etwas zu bitten oder mich durchzusetzen.

<- mod Bitte schreiben Sie den Kommentar nicht im Textverarbeitungsprogramm, wir mußten Formatierungen löschen. Danke! >
 
  • #14
Mein Sohn und ich haben ein sehr gutes Verhältnis. Ich bin seit seinem 1. Lebensjahr alleinerziehend. Obwohl ich dem Vater, der in Singapur lebt, ein uneingeschränktes Umgangsrecht eingeräumt habe, hat er keinen Gebrauch davon gemacht.

Außerdem, ich erwarte nicht von meinem Partner, dass er mich voll finanziell unterstützt, ich erwarte eigentlich nur, dass er mir etwas entgegenkommt ...
 
  • #15
@FS
Entschuldige, aber dein Junge lebt ja wie die Made im Speck. Drei Personen füttern einen jungen Mann durch. Jetzt kommen wir an das eigentliche Problem heran. 400€ für Essen? Genauso viel, wie ihr beide im Monat verbraucht? Pay TV? Fitnessstudio-Abo? Auto? Der Junge ist Student.
Der braucht einen guten Breitbandanschluß, denn Fernsehen kann man übers Netz. Fitness geht preisgünstig über den Unisport, Studenten fahren Fahrrad und haben die ÖNV-Monatskarte meinst inkludiert in den Semestergebühren. Daß man heutzutage mit 25 fertig ist mit dem Studium, liegt schon in der Struktur der Ausbildung, sonst wird es teuer.
Als ich noch sehr viel Geld verdient habe, habe ich meiner studierenden Tochter die Wohnung, Handy, Internet, Strom, die Hausratversicherung und die Semestergebühr gezahlt. Das Kindergeld war ihr Taschengeld und sie bekam noch 100€ Unterhalt vom Vater. Das wars.
Laß dich nicht von den Männern um dich herum ausnutzen.
 
G

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  • #16
Nochmal Nr. 2:
@10: Ja, du rechnest falsch, denn früher hat die Wohnung 1000 gekostet und der Sohn hat in dieser Wohnung gelebt. Das Zusammenleben mit ihm war bestimmt auch noch einmal billiger. Jetzt zahlt sie 500 an den Sohn, 500 an den Freund und zweimal Zusatzkosten PLUS die wirklich erheblichen Fahrtkosten.

Liebe FS, ich rate dir hier nicht, den Sparhebel beim Sohn anzusetzen: das kannst du zwar aus anderen Gründen immer noch machen, aber sicher nicht, um deinem Freund dann bequmer Geld geben zu können. Ich finde es richtig, den Kindern das Studium zu finanzieren, wenn man das kann. Ein Studium ist auf eine 40h/Woche ausgelegt und ich hätte keine Freude daran, meinen Kindern diese Zeit zur schwierigsten, anstatt zur schönsten zu machen. Das heißt nicht, dass du jeden Luxus finanzierst, den kann man sich mit Nachhilfe, 2 Abende kellnern, etc. tatsächlich selbst verdienen, aber spar nicht an der falschen Stelle. Das einzige, wo ich noch einen Ansatz sehe: Warum kostet eine 1-Zimmer-Wohnung 500€? Könnte man da nicht was billigeres finden?

Ansonsten: Ein Gespräch mit deinem Freund ist unumgänglich! Ich kenne zu viele Freundinnen, die wichtige Themen ständig aufschieben, aus Angst, weniger geliebt zu werden (ja, sogar Dinge wie Kinderwunsch!!!). Letztlich muss man sich dem aber ohnehin stellen.
 
  • #17
Hallo Nr. 2,
genauso ist es. Die Einzimmerwohnung meines Sohnes kostet € 350,00 + € 150,00 Nebenkosten. In HH bekommt man kaum eine preiswertere Wohnung und wenn, dann bewerben sich 50 Leute darum. Es fiel mir schwer, meinen Sohn loszulassen, waren wir doch 21 Jahre unzertrennlich. Er meinte aber: Mama, es ist Zeit. Natürlich wollte ich ihm nicht nehmen, was er hatte, als ich zu meinem Partner zog. Zu ihm hat mein Sohn ein tolles Verhältnis. Mein Partner hat selbst 2 erwachsene Kinder und ist genau wie mein Sohn fußballbegeistert!

Ja, ich werde mit meinem Partner reden und hoffe, ich schaffen es am Wochenende. Vielleicht ist es wirklich so, dass er es gar nicht so sieht oder vielleicht darauf wartet, dass ich ihn ansprechen ...
 
  • #18
Meine Mutter hätte mir den Marsch gepfiffen, wenn ich nicht das Studium teilweise selbst finanziert hätte und meinen damals schon vorhandenen teuren selbst bezahlten Klassiker soundso ganz alleine.

Mir hat mein Großvater gerne mal nen Tank bezahlt, da ich die Großeltern oft besuchte, und er steckte mir auch mal nen Fuffi (Mark) so zu, aber das wars.

Mein Studium, da Doppelstudium, war auch sehr anspruchsvoll, und ich schaffte trotzdem, da richtig Geld nebenbei ranzuschaffen, und zwar nicht durch anschaffen gehen.

Dem jungen Herrn 200.- abziehen im Monat (die kann er locker selbst verdienen, so anspruchsvoll ist kein mir bekannter Studiengang) und dem älteren Herrn, mit dem Du zusammen bist, auch entsprechend, damit Deine Fahrtkosten ausgeglichen sind.
 
  • #19
Auch ich empfehle dringend, dem Sohn einen Job neben dem Studium zuzumuten. Das trägt ungemein zur Persönlichkeitsbildung bei - sowohl die Arbeit als solche als auch die Erkenntnis, dass Geld nicht vom Himmel fällt.
 
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  • #20
Naja, die eigentliche Frage ging ja um die Mietzahlung an den Partner.

Meiner Meinung nach solltest du dich an den Nebenkosten beteiligen und den Einkauf teilt ihr euch. Das du 500 Euro Miete zahlst find ich arg übertrieben, da es ja bereits abbezahlt ist.

Demnach zahlt er auch nicht alleine euer Ausgehen, denn das kann er ja von den 500 Euro bezahlen die du ihm monatlich gibst.

Rede mit ihm und sag ihm dass du es nicht einsiehst soviel Geld zu bezahlen, unabhängig von deiner finanziellen Situation.

Deinem Sohn geht es mehr als gut mit den finanziellen Zuwendungen von dir und deinen Eltern. Wow. Sehe im Grunde - wie einer meiner Vorschreiber - das Problem darin, dass du dich selber immer hinten anstellst weil du dich nicht traust deine Interessen zu vertreten.
 
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  • #21
Offenkundig gibt es viele Extreme. Auf der einen Seite Damen, die (offenkundig ohne Scham) verkünden, ein Mann habe eine Frau zu versorgen, was ja heißt, Geld gegen Sex oder Geld als Almosen, und andere Frauen, die sich regelrecht ausnehmen lassen. Ich hätte mich geschämt, von meiner Frau Geld für das Wohnen zu nehmen. Bei einem abbezahlten Haus ist es fair, wenn sich die Frau (sofern sie dazu finanziell in der Lage ist), an den anfallenden Kosten beteiligt. Dass der, der mehr hat, mehr gibt, halte ich für völlig normal. Ich habe manchmal den Eindruck, dass einige Männer von einer Frau in der Vergangenheit mal ausgenutzt worden sind (Scheidungsopfer) und sich davon seelisch nicht mehr erholt haben. Damit vergraulen sie sich aber die Frauen, die gerade nicht so sind.
 
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  • #22
Das Sponsering für Deinen Sohn summiert sich, sofern man zu den von 1.060 EUR Unterhalt und umgelegte Anschaffungskosten für's Auto plus Kleidung plus gelegentliche Geschenke addiert, auf 1.600 EUR (oder vermulich mehr) pro Monat. Ich finde das zuviel und ein falsches Signal an den jungen Herrn. Womöglich verdient er bei seinem ersten Arbeitgeber Netto nur unwesentlich mehr als jetzt. Und etwas selbst erarbeitetes Geld hat noch keinen Menschen unglücklich gemacht. Vielleicht hat sich während Eurer 21jährigen gemeinsamen Zeit ein zu symbiotisches Verhältnis zu Deinem Sohn entwickelt?

By the way: Wie hoch müsste man den Mietpreis des Hauses Deines Feundes taxieren?

Unabhängig von der Beantwortung der obigen Frage ist die finanzielle Beteiligung eines Partner bei Nutzung eines ABGEZAHLTEN Hauses extrem sensibel zu handhaben. Hier sind - wenn überhaupt - Mietpreise DEUTLICH unterhalb von Marktmietpreisen anzusetzen. Deine deutlich erhöhten Fahrtkosten sind ebenfalls mindernd zu berücksichtigen.

Insgesamt beanspruchen beide Kerle einen zu hohen Anteil Deines Einkommens.
 
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  • #23
Nochmal Nr. 2: Mir wird dein Problem jetzt erst richtig klar.

Wenn ich dir vorweg doch noch einen Spar-Tipp geben darf, jetzt wo ich die Aufstellung der Kosten gesehen habe: Ich würde deinen Sohn zwar außer für Luxus nicht arbeiten schicken, aber ehrlich: Er bekommt viel zu viel. 400€ für Essen geben ja schon dein Mann und du aus! Taschengeld ist für ein so großes Kind unangemessen und dass der Rest die Großeltern übernehmen, sowieso. Warum? Weil es ein Riesenunterschied ist, ob man sich einen bestimmten Betrag selber einteilen muß oder alles gezahlt bekommt wie ein kleines Kind. Und Pay-TV? Nicht wirklich, oder? Hör auf, jedem alle Wünsche zu erfüllen.Wenn du deinem Sohn die Miete plus 400€ alles inklusive gibst (zusammen mit den Großeltern) ist das mehr als ausreichend. Überleg mal, wie wäre es, wenn du zwei Kinder hättest? Wer kann es sich leisten, einem Kind 1300 € im Monat zu geben? Meine Eltern sind auch wohlhabend und waren immer großzügig, aber ich hatte einen Fixbetrag, von dem ich wenigstens lernen musste, wann ich was (auch Studiengebühren, Lehrbücher, also wirklich alles) wofür ausgebe.

Jetzt das Entscheidende: Du selbst hast nur 120€ und dein Sohn 180? Ist das dein Ernst? Ich befürchte, dein Problem mit dem Partner ist nur die Spitze des Eisbergs und steht gleichzeitig in engem Verhältnis zu deinen Ausgaben für deinen Sohn. 1. Weil du anscheinend nicht "Nein" sagen kannst und aus Angst, nicht mehr so geliebt zu werden, alles im vorauseilenden Gehorsam tust. 2. Und ich befürchte, dass das wirklich ein wichtiger Punkt sein könnte: Wenn dein Partner mitbekommt, wieviel Geld du deinem Sohn gibst, wird es ihm - ich möchte fast sagen: zurecht - egal sein, wieviel dir nun letztlich überbleibt. Ehrlich, als ich deinen Text zu Beginn gelesen hatte, dachte ich, du seist ein armes Hascherl. Jetzt stellt sich heraus, dass du überdurchschnittlich gut verdienst. Und dann bleibt dir nichts mehr? Liebe FS, bevor du deinem Sohn die Studienzeit abnormal versüßt (und merke: Ich war vor der genauen Aufstellung absolut der Meinung, dass das so ok sei, bin also nicht aus Prinzip für besondere Härte), kümmere dich doch bitte mal um deine Altersvorsorge. So hart das klingt, aber das kommt langfristig gesehen auch deinem Sohn zugute. Ehrlich, ich glaube, deinem Partner ist das alles deshalb egal, weil du ja dein Geld ohnehin zum Fenster rauswirfst. Da freut er sich halt dann, wenn ein paar Scheine davon auch bei ihm hineinflattern. Du musst unbedingt deine Ausgaben in den Griff bekommen, nicht nur deinen Freund!!

Dir alles Liebe!
 
G

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Gast
  • #24
Was macht denn Dein Partner mit dem Geld, dass Du ihm monatlich gibst? Er hat ein abbezahltes EH und nimmt noch 500 Euro von Dir, also ich finde das total berechnend und unfair von dem Mann.

Ich verstehe nur nicht, weshalb Du Dich vor einem Gespräch mit ihm fürchtest. FS, das hat nichts mit Stolz sondern mit Angst und Unsicherheit zutun. Mir scheint, als hättest Du angst, Entscheidungen zu treffen und Deine Bedürfnisse anzumelden und gerätst lieber ins Hintertreffen.

Du musst unbedingt mit Deinem Partner reden und ihm die Situation klar machen. Egal, was er dazu sagt.

Ich kann leider nicht nachvollziehen, weshalb man solche wichtigen Dinge wie Mietzahlungen nicht vor dem Umzug beredet.

w
 
G

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Gast
  • #25
Nina, ich verstehe dich nicht. Wärst du unabhängig von deinem Partner in eine Wohnung gezogen, wäre doch deine erste Frage die nach der Miete gewesen. Und gerade hier, wo die emotionale Abhängigkeit viel größer ist, sollten solche essentiellen Themen vorher besprochen werden. Aber es ist nur gut und richtig, dass du mit ihm reden wirst. Ich habe jedoch den Eindruck, das tust du nur, weil inzwischen deine finanzielle Schmerzgrenze erreicht ist. Sonst würde es wahrscheinlich weiterlaufen. Bitte behalte deinen Stolz und lass nicht zu, dass man auch in anderen Belangen so mit dir umgeht.
Ich finde es übrigens, auch wenn du gut verdienst, völlig unangemessen, dir 500 € abzuverlangen. Ein symbolischer Betrag von vielleicht 200 € wäre meines Erachtens okay. Und dass man sich die Lebenshaltungskosten teilt, ist sowieso klar. Ich habe auch viele Jahre im Haus meines Lebenspartners gewohnt. Obwohl er doch sparsam ist, wäre es ihm nicht eingefallen, Miete von mir zu verlangen. Wir teilten uns die Kosten für den täglichen Bedarf und natürlich die Nebenkosten. Hinzu kommt diese Fahrtstrecke, Zeit und Geld dass du aus Liebe zu ihm investierst. Ich wünsche dir gutes Gelingen. Versuche, konstruktiv mit ihm zu reden. Müsste doch zu machen sein. Das Resultat des Gesprächs lass uns bitte wissen. Toi, toi, toi.
w/45
 
  • #26
Ausser der neuen Fahrtkosten sind deine Ausgaben im Grunde nicht angestiegen. Mir ist auch nicht klar, was du unter einem guten Einkommen verstehst. Wenn ich das von dir aufgezählte so zusammen rechne, dann komme ich auf etwa 2000,- Euro die dir scheinbar zur Verfügung stehen, dass ist wohl nicht die Welt. So wird es dein Freund auch sehen, dass du die gleichen Ausgaben hast wie vorher. Wenn du mit ihm sprichst, kannst du im grunde nur die Fahrtkosten anbringen, die du jetzt neu hast und um diese Summer die Miete reduzieren wollen. Wenn die Beziehung ach so harmonisch und toll ist wie du behauptest, dann wird er nichts dagegen haben.
 
G

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  • #27
Gutes Verhältnis zum Sohn ist ja schön und gut, aber mMn verziehst du deinen Sohn völlig! Der bekommt ja allein von dir und den Großeltern mit allem drum und dran weit über 1000,- Euro im Monat, wahrscheinlich nahe an die 2000,-! Oben schreibst du, dass der Kindesvater auch Unterhalt zahlt! Vermutlich zahlt er diesen auch noch direkt an den Sohn, da der ja volljährig ist! Also wieviel ist das, was da vom Vater auch noch oben draufkommt?
Liebe FS, sorry, aber merkst du noch was? Dein Sohn hat ein Einkommen von dem viele Erwachsene träumen, obwohl sie Vollzeit arbeiten gehen! Dein Sohn bekommt das fürs "Lernen", damit er sein Studium machen kann, was eigentlich selbstverständlich sein sollte!
Was ist denn, wenn er sein Studium bis 25 doch nicht geschafft hat? Du wirst doch die Letzte sein, die dann irgendwie konsequent sein wird und die finanzielle Zuwendung kürzen wird! Das hat dein Sohn doch längst begriffen! Der wäre ja schön blöd, wenn er mit 25 fertig ist und dann für wahrscheinlich weit weniger Geld 40 h/Woche malochen geht!
Also überlege mal bitte, welch eine realitätsfremde Anspruchshaltung du deinem Sohn da anerziehst! Ich finde sowas, ehrlich gesagt, unmöglich!

Möglicherweise denkt dein Partner insgeheim dasselbe wie ich und möchte über diesen Umweg nicht auch noch deinen Sohn mitfinanzieren!

w47
 
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  • #28
Der Mann hat aber Jahren und Jahrenlang viel, viel Geld in das Haus gesteckt - da kann Frau doch nicht erwarten das Sie keine "Miete" zahlt?? OK, Miete ist nicht das richtige Wort, aber ich finde das Sie einzahlen muss in die Gemeinschaftskasse - und damit verreisen Sie zusammen oder benutzen es um das Haus schöner zu machen. Oder es geht zum Umwelt, Tierschutz or so. Aber Sie muss wirklich beitragen, wenn nur um Respekt für sich selbst zu haben. 400 oder 500 finde ich ein schöne Zahl, sicher wenn Sie soviel verdient!
Ich spreche aus Erfahrung (HausbesitzerIn).
 
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  • #29
Sehr clever: Der Partner der FS wohnt selbst in seinem Eigentum, so dass er keine Mieteinnahmen hat, in diesem Fall hat er jedoch Mieteinnahmen, weil seine Partnerin gleichzeitig seine Mieterin ist. Nicht dumm! Würde die FS das Geld in eine ETW investieren hätte sie mehr davon.
 
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  • #30
Hier scheinen Viele davon auszugehen, dass ein abbezahltes Haus den Eigentümer quasi nichts kostet und er sich daher ungerechtfertigt bereichert, wenn er Miete für das Mitwohnen der Freundin nimmt. So können eigentlich nur Leute argumentieren, die keine Immobilien besitzen.

Eine abbezahlte Immobilie ist keineswegs kostenneutral. Das darin steckende Kapital würde, wäre es in Wertpapieren angelegt, Zinsen abwerfen. Für ein Darlehen von 200.000 € muss man selbst bei den heutigen, niedrigen Zinsen und 20 Jahren Tilgung etwa 360.000 € aufbringen! Früher wurde dieser Zinsverlust durch einen recht sicheren Wertzuwachs der Immobilie gedeckt, den man mit 3% p,a, annahm. Das ist heute nur noch an ganz wenigen Standorten zu erreichen. Die meisten Immobilien haben in den letzten Jahren sogar Wertverluste erlitten.

Um die Immobilie im Wert zu erhalten, muss ständig Geld für Reparaturen und Instandhaltung hineingesteckt werden. Ein neues Dach etwa alle 30 Jahre, Heizungsanlage alle 15-20 Jahre, Fassadenanstrich alle 10-15 Jahre, Fenster alle 20 Jahre, Bäder und Küche alle 20 Jahre... da fliessen über die Jahre zehntausende Euronen!

Dazu kommen neben den üblichen Nebenkosten, die ein Mieter zahlt, noch Versicherungen und Grundsteuer, die mancherorts sehr teuer ist.

Bei den Hamburger Preisen finde ich 500 € Miete, von denen ja 150 € Nebenkosten sind, alles andere als zu hoch.

Dass die FS ihr Einkommen sehr "ungünstig" aufteilt, wurde ja schon zu Genüge besprochen.
 
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