• #61
Das heisst, Minimalismus muss man sich leisten können.
Arme Menschen können daher nicht minimalistisch leben.
Irgendwie lese ich hier die Aroganz der Besserverdienenden raus
Nein, es heißt, dass man Minimalismus als Lebensphilosophie nicht daran erkennen kann, wieviel Geld einer ausgeben kann und wieviel Gegenstände er besitzt.

Bei einem reichen Menschen, im Überfluss lebend, sieht man natürlich, dass er nicht minimalistisch lebt. Aber wenn der sich karg einrichtet, kann es auch Geiz sein oder Einfallslosigkeit. Und ein armer Mensch hat nicht automatisch eine minimalistische Lebenseinstellung, er wird ja durch die Umstände dazu gebracht und würde vielleicht mit mehr Geld auch im Überfluss leben. Damit kann er auch kein Minimalist sein.
 
  • #62
Also man muss erstmal genau definieren, was Minimalismus sein soll, würde ich sagen. Mit schwammigen "Definitionen" kann man viel Diskussionsschaum fabrizieren.
Minimalismus hat, so wie ich das verstanden habe, gar nichts mit ökologischer, umweltbewusster Lebensweise zu tun. Kann es haben, aber nicht per se.

Jemand, der eine*n Raumpfleger*in beschäftigt, ist auch kein*e Minimalist*in, oder doch?

Nach Definition im Netz geht es nur um Materielles. Also ist einer mit zehn Angestellten, die ihn rund um die Uhr bedienen, ein Minimalist, solange er nichts Unnötiges kauft, unternimmt oder seine Bude vollgestellt hat mit Möbeln, Deko usw..

Von daher finde ich, dass der Begriff "Minimalist" nicht automatisch mit "kein Luxus" in den Topf geworfen werden kann.

Irgendwie finde ich das ganze überflüssig, also das Einteilen in "ich bin Minimalist, du nicht".
Deko ist Geschmackssache, Fliegerei, Fahrerei, Kreuzfahrten sind ein Umweltthema, Dinge kaufen, die man nicht braucht, passiert und wird beim nächsten mal klüger gehandhabt, oder auch nicht, wenn man meint, man könne sich mit dem Gekauften irgendwas im Leben verschaffen, das man in sich selbst finden muss (Selbstwertgefühl z.B.). Schöne Dinge besitzen zu wollen, ist Sammellust. Platz beim Wohnen haben zu wollen, ist eine Bedürfnis- und Interessenfrage.
Wer mit Zeug wohnt, das ihn unglücklich macht, und das dann aussortiert, ist doch kein Minimalist. Der ist einfach lebensklug. Egal, ob er danach immer noch die Bude mit Deko voll hat oder auf einmal viele leere Fächer und die schön findet.

Gut, es scheint ja ein Bedürfnis gegeben zu haben, sich zu labeln mit dem Wort. Sonst gäbe es ja nicht so viele Menschen, die auf einmal entdecken, dass sie zu viel konsumieren. Bewusst leben, finde ich wichtig und gut. Überflüssiges nicht zu kaufen oder sich die Bude damit zuzustellen, auch.
Aber ich denke, die, die sich das nur als Mode auf die Fahnen tackern, die übertackern es vielleicht morgen wieder mit "nun wieder Luxus" und leben dann BEWUSST ihren Konsumrausch. Gerade nach der Corona-Stille haben doch viele das Bedürfnis, was nachzuholen.

Ich finde, jemanden "Minimalist" zu nennen, der bewusst lebt, ist eigentlich ... ein doofer Stempel für die bewusstlebenden Menschen.
 
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  • #63
Sollte in einer bestehenden Beziehung einer der Partner minimaler leben wollen und der zweite Part nicht, dann wird das einige Probleme aufwerfen und zum Großteil wohl zur Trennung führen
Das wäre ja dann wichtig, beim Zusammenleben.
Beim Kennenlernen hätte ich ein Problem, wenn jemand direkt von Minimalismus spricht und detailliert erklärt etc.
Im Gegensatz zu Gesprächen die man eben so über sein Leben, wie man wohnt, nach und nach erfährt.
Oder auch sieht wenn man sich näher kennenlernt.

Es gibt immer Neues zu entdecken und kennenzulernen, Dinge die man angenehm und schön empfindet, ohne darüber so explizit vorher nachgedacht zu haben.
Also eine neue Lebensweise erfahren/erleben...
Da kann man sich auch drucklos annähern.

Wenn ich allerdings sofort alles zu Minimalismus, beim ersten Date erfahre, im direkten Zusammenhang mit Bezeichnungserklärung und Ideologie...
Ich würde mich so eingeengt und ggf belehrt bis fast gemassregelt fühlen...das ich flott weg wäre
 
  • #64
Mich hat gewundert, dass sich so viele Leute nie Gedanken drüber gemacht haben, dass sie zu viel Zeug haben, das sie nicht glücklich oder sogar unglücklich macht, und erst eine Marie Kondo brauchten, um mal ihre Schränke zu sortieren und alles wegzuschmeißen, was sie nicht mehr wollen. Das war für mich wie eine Anleitung zum Butterbrotschmieren.

Anscheinend brauchen viele für die einfachsten Dinge im Leben einen Coach. Das ist kein Vorwurf, das passt einfach zu Leuten, die funktionieren (müssen) und eingetrichtert bekommen haben, dass Konsum Glücksseligkeit bedeutet, und es nie hinterfragten, ob er das tut.
Es es bleibt ja auch damit in dieser Ideologie: Der Coach wird ja auch konsumiert. Würde man ihn nicht bezahlen müssen, wäre er mit seinen Weisheiten nichts wert, denn nur was was kostet, hat einen Wert.

Das ist keine Erfindung von mir, ich habe in meinem Bekanntenkreis Frauen, die unbedingt was zahlen wollen für vermitteltes Wissen, sonst kann es nicht brauchbar sein. Damit verbunden ist auch das Konsumlebensgefühl: Ich kann es mir LEISTEN, einen dafür zu engagieren.

Geändert hat sich damit gar nichts und wenn man genug vom Minimalismus hat und feststellt, dass das keineswegs dauerhaft glücklich macht, gibt es dann den Coach, der die Anleitung gibt zu "Kaufrausch - wie man es richtig macht". Für teuer Geld.

Kondo hat übrigens danach ein Geschäft mit Dekoartikeln aufgezogen ... 😁
 
  • #65
Nein, es heißt, dass man Minimalismus als Lebensphilosophie nicht daran erkennen kann, wieviel Geld einer ausgeben kann und wieviel Gegenstände er besitzt.
Also ist er nur durch seine eigene Aussage Minimalist?

Ehrlich gesagt ist es einfach auch nur irgendeine Worthülse.
Fast so bescheuert, wie Fasten. Frühjahr 21:
Alle in meiner Arbeit fasten. Auf meinem verwunderten Blick bei der Torte am Nachmittag: " ich faste Medien"
Nu denn. Geht das überhaupt?

Nun sind alle Minimalisten, die weniger als 100 Gegenstände besitzen, oder Frauen,vdie wenigstens nur 33 Kleidungsstücke benutzen. Oder es sein wollen und nicht alles kaufen.
Sämtliche Leute im Altenheim sind dann wohl Minimalisten.
Was für ein Blödsinn.
Ehrlich mal.
Auch meine Eltern, selbst meine Großeltern haben nicht alles wild gekauft, sondern ihre Prioritäten gesetzt. Ist das nicht immer so so gewesen?
Wer kauft denn schon alles?

Meine Oma war früher arm, dann sparsam und nun ist sie eine Minimalistin.
Muss ich ihr mal erzählen, da hat sie was zu lachen.
 
  • #66
Mich hat gewundert, dass sich so viele Leute nie Gedanken drüber gemacht haben, dass sie zu viel Zeug haben, das sie nicht glücklich oder sogar unglücklich macht, und erst eine Marie Kondo brauchten, um mal ihre Schränke zu sortieren und alles wegzuschmeißen, was sie nicht mehr wollen. Das war für mich wie eine Anleitung zum Butterbrotschmieren.

Anscheinend brauchen viele für die einfachsten Dinge im Leben einen Coach. Das ist kein Vorwurf, das passt einfach zu Leuten, die funktionieren (müssen) und eingetrichtert bekommen haben, dass Konsum Glücksseligkeit bedeutet, und es nie hinterfragten, ob er das tut.
Es es bleibt ja auch damit in dieser Ideologie: Der Coach wird ja auch konsumiert. Würde man ihn nicht bezahlen müssen, wäre er mit seinen Weisheiten nichts wert, denn nur was was kostet, hat einen Wert.

Das ist keine Erfindung von mir, ich habe in meinem Bekanntenkreis Frauen, die unbedingt was zahlen wollen für vermitteltes Wissen, sonst kann es nicht brauchbar sein. Damit verbunden ist auch das Konsumlebensgefühl: Ich kann es mir LEISTEN, einen dafür zu engagieren.

Geändert hat sich damit gar nichts und wenn man genug vom Minimalismus hat und feststellt, dass das keineswegs dauerhaft glücklich macht, gibt es dann den Coach, der die Anleitung gibt zu "Kaufrausch - wie man es richtig macht". Für teuer Geld.

Kondo hat übrigens danach ein Geschäft mit Dekoartikeln aufgezogen ... 😁
Dieser Hype mit Frau Kondo ging völlig an mir vorbei. Ich möchte nicht genannyt werden, egal in welche Richtung. Aufräumen, naja, wenn´s sein muss, aber keiner erzählt mir hier wie ich was zu mögen habe und was weg kann. Normalerweise kann der Aufdringling weg. Wie gesagt, ich mag meine Sachen, die Wohnung könnte größer sein, man schränkt sich ein. Ich halte das lediglich für ein neues Tier, das durchs Dorf getragen wird und das Volk schreit hurra. Danach kommt das die Wonne sich neu einrichten zu können. So schwingt das Pendel nach jeder Seite einmal aus.
 
  • #67
Kondo hat übrigens danach ein Geschäft mit Dekoartikeln aufgezogen ... 😁
Gibts ja gar nicht! Das ist ja so krass. Wie lustig! Das nennt sich Kreislaufwirtschaft.😁
Ist zwar so nicht gemeint, passt aber wohl im Fall von Misses K.
Da kann man sich dann seine Sachen wieder zurück kaufen, falls man merkt, dass Minimalismus doch nicht so recht zum Glück passt.

Allerdings sage ich für mich: Ich kann sehr viel damit anfangen. Mit dem Weniger. Trotzdem sozial und wirtschaftlich abgesichert sein, aber nicht gestresst und beladen.
Jedem das Seine. Schön, wenn sich zwei finden.
Muss ja keiner in Sack und Asche gehen.
Es geht für mich eher um - Luft bekommen und sich fokussierter fühlen. Weniger abgelenkt.
w46
 
  • #68
dass Konsum Glücksseligkeit bedeutet, und es nie hinterfragten, ob er das tut.
Tut er nicht.
Wenn man nichts hat um großartig zu konsumieren, so hat man jedoch oft aber das verlangen, den Wunsch danach.
Ändert sich die Gegebenheit, also so das man sich diese Wünsche entweder erfüllt oder es nur könnte, ändert sich irgendwann die Sichtweise.
Ich kann nur mich als Beispiel nennen, bei anderen mag es anders sein.
Ich hatte früher viele oberflächliche Konsumwünsche, die ich mir zum Teil erfüllte.
Doch die letzen etwa zehn Jahre, hat sich der Wunsch sehr verändert.
Zeit, Gesundheit und innere Ruhe sind in den Vordergrund gerückt.
Dagegen teure Autos, ich hatte teilweise 5 davon allein privat in meiner Halle stehen , der günstigste 150 K.
Jetzt sind es noch zwei.
Eins für große Einkäufe, eins für meine Ohren 👂.
Der Rest, alles Sonderserien, gute Anlagen mit großem Gewinn verkauft und in meine Projekte gesteckt.
Die Prioritäten ändern sich.
Ich lebe bewusster ausschließlich für mich.
Mein Reichtum ist heute Zeit, die Ruhe und die Freiheit nichts und niemandem mich erklären zu müssen.
Interessen die ich aus Zeitmangel nie verfolgte, heute mit Genuss nachholen darf.
Die Menschen die mich im Leben begleiten, heute viel bewusster wahrnehmen kann.
Wo ich sonst sprach, höre ich heute interessiert zu.
Wie soll ich es anders ausdrücken.
Die Welt wird für mich größer und bunter als je zuvor, ohne ständig zu reisen oder den Ort zu wechseln.
Konsum ist für mich heute nur eine Oberfläche für notwendige Dinge die ich persönlich haben möchte oder eben nicht.
M50
 
  • #69
Daher soll jetzt der Achtzylinder weg. V hasst neuerdings Autos. Sie will NUR noch laufen und Rad fahren.
Mit Tom. Der soll auch.
Sie dreht ihr Leben und die Oldtimer sollen verkauft werden. Statt dessen Fastenwandern in der Eifel.
Et Voilà! Beziehungsstress!!!
Boah, diese Ikigai ... kaum ist ihre Mähne gerettet wird sie richtig frech.
Das ist nicht nur fies und ungerecht, sondern auch gemein !
Gar nicht brav, ich werde das Pixi melden müssen.

Zum Glück betrachten V und ich die Dinge unter 2 Aspekten:
- sind Dinge für einen von uns oder beide nützlich ?
- bereiten Dinge uns beiden oder einem von uns Freude ?

Das hilft, wenn es darum geht, zu vermeiden, den anderen mit Forderungen und Ansprüchen zu überfordern. V weiss also - Minimalismus müsste sie für sich betreiben, weder ich noch ihr Töchterle wären dabei.

Tja, fies und gemein kann ich natürlich auch. Darum bekommst auch du deine Story
Kaum hat Ikigai ihre Mähne gerettet und die minimalen Fältchen erfolgreich bekämpft, wird ihr Mann Minimalist und schmeisst all die umweltsündigenden Kosmetika weg und verpasst der Ikigai einen "chicen" Stoppelschnitt um Shampoo und Wasser zu sparen ......
Welcome to my Nightmare ..... höre nach bei Alice Cooper.
(keine Sorge, das passiert nicht, der Kerl mag sein eitles Mädle)
 
  • #70
Hmm, solche Minimalisten kenne ich:

"Ich brauche kein Auto in der Stadt"
>>> " du kannst mich ja abholen, wenn du sowieso mit dem Auto kommst..."

"Mir reicht ein kleines Auto"
>>>"Fahren wir mit deinem Auto in den Urlaub/zum Ausflug? Das ist bequemer, mehr Platz drin, fährt schneller auf der Autobahn "

>>>"Kann ich mal dein Auto haben, um YX zu transportieren? Ich habe ja kein Auto/passt bei mir nicht rein.. "

"Mir reicht ja die kleine DG-Wohnung"

>>> hier ist es so heiß, lass uns zu dir ins Haus fahren, da ist es kühler und wir können im Pool baden und im Garten grillen"

Also: nein danke.. das hat nichts mit Minimalismus zu tun, sondern eher mit Egoismus und dem Wunsch, andere auszunutzen.

Ich mag lieber Männer, die sich auch selbst was schönes gönnen, wo man gern hinkommt.

Minimalismus iSv Marie Kondo schätze ich allerdings. Aber da gibt es immer noch zu vieles, was mir viel Freude bereitet.
 
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  • #71
Marie Kondo brauchten, um mal ihre Schränke zu sortieren und alles wegzuschmeißen, was sie nicht mehr wollen. Das war für mich wie eine Anleitung zum Butterbrotschmieren.
Haha, ja die kenne ich auch.

Früher hat man seine Klamotten wieder zusammen genäht wenn sie kaputt gegangen sind (ich weiss noch meine Oma hat das auch bei Opas Sachen gemacht zb. auch bei Socken) und heute landet das Kleidungsstück im Müll und wird durch ein neues ersetzt.
ich mag meine Sachen, die Wohnung könnte größer sein, man schränkt sich ein.
Ich mag meine Sachen auch :) unser Esszimmer hätte bisschen größer (breiter) sein können und das Gästebad kleiner, ich finde das auch schwierig sich alles vorzustellen wenn man nur ein Blatt Papier hat auf dem das Haus eingezeichnet ist.
Wir haben nicht viele Möbel im Haus, im Wohnzimmer nur eine Couch, TV und TV-Schrank an der Wand (Couchtisch kommt noch wenn Kind größer, der hätte ständig Unfälle mit dem Tisch) und bisschen Deko (ein Bild, ein Dekoring mit Trockenblumen). Im Esszimmer genauso nur einen Esstisch mit Stühlen/Hochstuhl fürs Kind und bisschen Deko. Wir haben gar keine Schränke oder Regale im Wohnbereich-Esszimmer, ich finds ziemlich gut so „leer“.

Manchmal lernt man die Sachen erst zu schätzen wenn man sie nicht mehr hat, heute bin ich unser „Baustellenauto“ gefahren und das ist wirklich nur praktisch (Anhängerkupplung, Platz) da wünscht man sich glatt sein Auto ohne MMI zurück. Wobei ich das Auto schon irgendwie interessant finde, richtig bequeme Sitze, ökel ökel-Geräusche... ist eben schon ein älteres Model (14 Jahre oder so) welches wir für paar 1000€ extra für den Hausbau angeschafft hatten um unsere Autos nicht so strapazieren zu müssen bzw. auch wegen der Anhängerkupplung.

Ich glaube man gewöhnt sich sehr schnell an gewisse Dinge oder gewissen persönlichen Luxus und dieser ist irgendwann einfach normal, keine Steigerung also auch nichts besonderes für einen selber mehr.

Hab ich schon einmal geschrieben, ich finde die Zeit eines Menschen ist viel wertvoller als ein Gegenstand, schöne Erlebnisse und Erinnerungen bleiben schön. Ein paar Sachen sind gut zu haben und erleichtern einem das Leben :)
 
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  • #72
Hab ich schon einmal geschrieben, ich finde die Zeit eines Menschen ist viel wertvoller als ein Gegenstand, schöne Erlebnisse und Erinnerungen bleiben schön. Ein paar Sachen sind gut zu haben und erleichtern einem das Leben :)
Hast Du schön geschrieben, wollte ich noch loswerden, liebe Blume. Wäre mir auch viel lieber, das ist sowieso das Kostbarste, was ein Mensch eigentlich hat, Lebenszeit. Die glücklich verbracht wird.
Kaum hat Ikigai ihre Mähne gerettet und die minimalen Fältchen erfolgreich bekämpft, wird ihr Mann Minimalist und schmeisst all die umweltsündigenden Kosmetika weg und verpasst der Ikigai einen "chicen" Stoppelschnitt um Shampoo und Wasser zu sparen ......
Welcome to my Nightmare ..... höre nach bei Alice Cooper.
(keine Sorge, das passiert nicht, der Kerl mag sein eitles Mädle)
Also Stoppelmähne, es gibt so einige denen das steht. Sinéad O'Connor, an die erinnerst Du Dich sicher noch. Die brauchte wohl nur einen Seifenlappen - schwupp, alles frisch!
Es gibt auch viel Männer, denen das steht. Ich mag ja alles, lang, kurz, super kurz, mit Zopf, mit Yogaknoten, mit Glatze, mit Glatze und Bart, mit Bart und Zopf, oder schöner Herrenfassonschnitt. Kommt ja immer auf den Menschen an.
Wenn das Kollagen nicht wirkt, könnte ich es wohl notgedrungen mal mit der polierten Platte versuchen. Allerdings sieht das bei Frauen ja eigentlich nur mit 20-30 Jahren wirklich lässig aus, (finde ich persönlich).

Schade, dass sich der Fragesteller der Diskussion enthalten hat. Finde ich ja ganz gut, sich nach der Frage auch noch mit ein zubringen.
Was die Teilnahme an der Diskussion hier angeht, war @SvenBln doch recht minimal aktiv.;)
 
  • #73
Das hängt doch viel mehr damit zusammen, in welcher Lebensphase der andere Partner sich gerade befindet.

Minimalismus habe ich in einer Phase zwischen 25 und 29 betrieben. Erste Wohnung, geerbten Schrott weggeschmissen. Später fing ich an, mir eigene Sachen zu kaufen und mich darüber zu identifizieren. Für mich gehört auch zum Erwachsensein dazu, einen gewissen Luxus sich gönnen können (teure Hobbys), den man in seinen 20ern nicht kann. Ich bin reif geworden, denke heute bewusster, das Leben ist kurz, ich will heute möglichst viel von der Welt erfahren. Ein Minimalist bekommt zu heutigem Zeitpunkt mit mir in Konflikt. Er hat den Einstieg verpasst, wo ich mich dafür interessiert habe.
 
  • #74
Minimalismus habe ich in einer Phase zwischen 25 und 29 betrieben... Für mich gehört auch zum Erwachsensein dazu, einen gewissen Luxus sich gönnen können (teure Hobbys), den man in seinen 20ern nicht kann.
Aber Erwachsensein kann man doch luxuriös-minmalistisch betreiben.
Ich habe z.B. nur ein Segelboot - nicht 5, auch kein Surfbrett, kein Standup-Bord - brauche ich nicht, weil ich es neben segeln nur selten machen kann.
Statt mir den Keller vollzustellen und solche wenig genutzen Gerätschaften durch die Gegend zu fahren, leihe ich mir sowas bei Bedarf und zwar an dem Ort, wo sich sie brauche.
Da fahre ich dann meistens superminimalistisch mit dem Rad hin oder gehe zu Fuss (Urlaub).

Ich bin reif geworden, denke heute bewusster, das Leben ist kurz, ich will heute möglichst viel von der Welt erfahren.
Ich bin anders reif geworden, renne nicht dem Maximum hinterher, um dann festzustellen, dass ich das garnicht brauche, sondern gucke genauer, was überhaupt für mich interessant ist und das mache ich dann richtig.
Also nicht 5 mal 14 Tage Fernreisen im Jahr und immer nur an der Oberfläche kratzen, eher alle 3 Jahre und dann für Minimum 2-3 Monate in einer Region, die ich dann wirklich erkunden kann.
 
  • #75
Für mich wirken solche Menschen immer sehr strange, die so manches demonstrativ in Schaufenster stellen müssen.
Nein, ich hab seit Jahren keinen Fernseher mehr, ich beschäftige mich nur hochgeistig mit Literatur und Kunst. Smartphone? Nein, so eine Geißel kommt mir nicht ins Haus, das ist unter meinem Niveau.

Ich hab immer das Gefühl diese Leute trauen sich selber nicht über den Weg und könnten im Fälle des zulassens nicht damit umgehen und liefen Gefahr da dauernd damit rumzudaddeln.
Oder es ist eine Art intellektueller Masturbation und sie müssen etwas kompensieren. Nein, mit sowas trivialem gebe ich mich nicht an. Das ist was für Dumme. Ich bin soo intelligent ich brauche immer hochtrabendes Futter für meinen riesigen Geist. Würg.

Ich hab Fernseher, Smartphone und all den "Blödsinn". Aber wenn man nicht ganz Banane ist, kann man durchaus vernünftig damit umgehen und nicht zu deren Geisel werden.
Ich habe dennoch Zeit für Bücher, Musik und Gespräche mit meiner Frau.

So eine grundsätzliche und rigorose Ablehnung macht mich eher skeptisch.
Und mit Menschen die ihre immer nur intellektuelle Freizeitbeschäftigung vor sich hertragen müssen sind nicht mein Geschmack. Wer nicht einfach mal Zeit sinnlos vor dem Fernseher oder sonstwie verdödeln kann, ist nichts für mich.
 
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  • #76
Aber Erwachsensein kann man doch luxuriös-minmalistisch betreiben.
Ich habe z.B. nur ein Segelboot - nicht 5, auch kein Surfbrett, kein Standup-Bord - brauche ich nicht, weil ich es neben segeln nur selten machen kann.
Kommt mir jetzt so vor wie: ich habe nur einen Porsche, was soll ich auch mit einem Ferrari und einem Lotus dazu :)

Wahrscheinlich empfindet "Minimalismus" auch jede anders. Frugalisten sparen knallhart mit dem Ziel, irgendwann mal irgendwas ohne Arbeit zu machen, wer viel verdient versteht darunter vielleicht eher, die Villa nicht komplett voll zu haben.

Für mich macht die Frugalistenaktion keinen Sinn, das ist mir zu extrem, und so langsam bin ich auch an dem Punkt, an dem sparen immer weniger bringt, weil ich ja nichts mitnehmen kann. Ich sortiere also aus, was ich nicht brauche, aber mache keinen Lebensinhalt daraus.
 
  • #78
Minimalismus - für mich nicht, danke. Aber sparsam habe ich schon immer gern gelebt. Während des Studiums und in der ersten Mietwohnung hatte ich nur gebrauchte Möbel und schränkte mich in vielem ein. Im Elternhaus musste ich, weil das Geld knapp war und ich für den Führerschein und für später was beiseitelegen musste. Später tat ich es, weil ich dachte, ich müsse für eine Immobilie sparen.

Als ich mit meinem Partner zusammenzog, kauften wir gemeinsam nur neue Möbel. Nachdem wir uns gegen eine eigene (praktisch unbezahlbare) Immobilie entschieden haben, war der Druck raus. Nun gönne ich mir unterwegs Snacks, statt zur geschmierten Stulle zu greifen. Coffee to go gehört oft dazu. Ich liebe Second Hand, gebe aber mehrere Hundert Euro im Jahr für Kleidung made in Europe aus. Taschen? Sehr, sehr selten. Schuhe? Nur, wenn die alten furchtbar aussehen. Deko ist nicht mein Ding, doch unserem Sohn und meinem Mann zuliebe schmücke ich die Wohnung zu bestimmten Anlässen.

In unserer Familie ist mein Partner der Konsument. Wir haben unzählige Elektrogeräte – nur den Eierkocher und Brotbackautomaten konnte ich ihm bisher ausreden, @Kimi 48. 😁
Vieles, was er bestellt, finde ich unnötig. Kauft er ein, schaut er nicht auf den Preis. Kaufe ich ein, vergleiche ich nach wie vor die Preise. Auto fahren wir nicht gern und brauchen es in der Großstadt nicht. Bus und Bahn tun’s auch.
 
  • #79
Minimalismus - für mich nicht, danke. Aber sparsam habe ich schon immer gern gelebt. Während des Studiums und in der ersten Mietwohnung hatte ich nur gebrauchte Möbel und schränkte mich in vielem ein. Im Elternhaus musste ich, weil das Geld knapp war und ich für den Führerschein und für später was beiseitelegen musste. Später tat ich es, weil ich dachte, ich müsse für eine Immobilie sparen.
Als Mann würde ich das nie offen zugeben. Es stünde sofort „Geiz“ im Raum😊
Kauft er ein, schaut er nicht auf den Preis. Kaufe ich ein, vergleiche ich nach wie vor die Preise.
Ist bei uns auch so. Das ist dann irgendwie genetisch verankert.
 
  • #80
Wir haben extrem gestrampelt um unseren aktuellen Status zu erreichen. Gemeinsam. In der Gewissheit, dass es das wert ist. Dass wir es uns wert sind.
 
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  • #81
Als Mann würde ich das nie offen zugeben. Es stünde sofort „Geiz“ im Raum😊
Ich war gern geizig zu mir selbst. Lieber Backwaren vom Discounter, als aus einer Bäckerei. Keine Getränke in der Disco, kein Snack unterwegs. Lieber eine Dreiviertelstunde auf die öffentlichen Verkehrsmittel warten, als abends oder nachts mit dem Taxi heim. Lieber die billige Schoko-Variante, die mir nicht so gut schmeckt, als das „Original“. Lieber ein Mal weniger mit Freunden ausgehen und dabei mindestens 20 € sparen.

Für Urlaub in einem 4-Sterne-Hotel gab ich jedoch gern Geld aus. Camping, „Glamping“ oder Jugendherbergen waren noch nie meins. Außerdem freute ich mich wahnsinnig, wenn ich vom Teil des Ersparten meinen Eltern oder meiner besten Freundin einen Herzenswunsch pro Jahr erfüllen konnte, nämlich Reisen. Für mich hat Reisen einfach einen sehr hohen Stellenwert, und wenn ich höre, dass ein mir nahestehender, sehr lieber Mensch vom Meer o. ä. träumt, dann nagt es so lange an mir, bis ich den Traum realisiert habe. Also übernahm ich u. a. die Unterkunftskosten und verschaffte ihnen eine gute Zeit.

Jetzt, da ich eine Familie habe, erfülle ich solche Wünsche nur noch meinem Partner und Sohn. Aber insgesamt bin ich auch zu mir selbst großzügiger geworden. Mein Partner hat mich gelehrt, dass ich keine Heldentat pro Tag vollbringen muss, um mich zu belohnen. 😉
Der Snack beim Fisch-Händler meines Vertrauens wird mitgenommen, egal, ob ich hungrig bin oder nicht. Wenn mir auch etwas Materielles sehr gefällt, zögere ich nicht mehr wie früher, sondern greife zu. Mir sind nämlich einst zwei tolle Dinge durch die Lappen gegangen, denen ich immer noch nachtrauere. Noch mal passiert es mir nicht. Doch: Wenn ich sehr viel Geld hätte, würde ich wahrscheinlich auch nie Taxi fahren oder gar einen Chauffeur beschäftigen. Für manches bin ich mir immer noch zu geizig.

Wer lange mit wenig ausgekommen ist, hat den Vorteil, dass für ihn keine Welt untergeht, wenn er eines Tages wieder wenig Geld zur Verfügung hat. Umgekehrt (von Reich zu Arm) ist es für die Menschen sicher schwerer. – Denke ich.
 
  • #82
Wer lange mit wenig ausgekommen ist, hat den Vorteil, dass für ihn keine Welt untergeht, wenn er eines Tages wieder wenig Geld zur Verfügung hat. Umgekehrt (von Reich zu Arm) ist es für die Menschen sicher schwerer. – Denke ich.
Vieles, was Du beschreibst, finde ich bei mir auch wieder. Man wird da sicher auch in der Jugend geprägt. Irgendwo zwischen Sparsamkeit und finanzieller Sorglosigkeit.
Natürlich gibt es geizige Menschen. Oft ist es wohl eher der Gegensatz, der die eine Seite geizig, die andere verschwenderisch erscheinen lässt, keine objektive Aussage.
 
  • #83
Minimalismus bedeutet ja nicht automatisch in einem leeren Raum zu leben. Aber mein Schuhschrank, mein Kleiderschrank und mein Schminkbeutel sind bestimmt minimalistisch. Natürlich besitze ich einen Fernseher, ich sehe auch gerne Nachrichten. Wenn sich die Schüssel bei Sturm verstellt hat kann es aber auch mal ein halbes Jahr dauern bis ich hochkrabbel und sie wieder ausrichte. Mit den Auszug der Kinder hat sich mein Hausstand verringert, die konnten mitnehmen was sie wollten. Schlimm finde ich Minimalismus wenn er Gemütlichkeit ausschließt. Und ich lebe gerne in meinem Haus mit 2500m² Garten. Das ist für mich keine Last sondern Spass.
Stattdessen sind mir wichtig: Kultur, Literatur, Philosophie, Besuche von Ausstellungen und Arbeitskreisen.
Leider sieht man gerade Männern diese Vorlieben auch rein körperlich an, sie sind nicht sonderlich fit und das finde ich eher abstossend. w60
 
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