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Gast

  • #1

Mit 50 ein fünfjähriges Kind

Ich habe einen Witwer kennen gelernt, der so alt ist wie ich (bin 50 Jahre alt). Er hat noch zwei Kinder im Haushalt, wovon eines erst fünf Jahre alt ist. Ich mag diesen Mann sehr und bin gern mit dieser kleinen Familie zusammen. Dennoch habe ich Angst, dass ich für ein fünfjähriges Kind schon zu alt bin. Meine eigenen Kinder sind längst erwachsen. Was soll ich nur machen mit dieser verdammten Angst.
 
  • #2
Warum genau hast Du Angst? Wird irgendetwas von Dir erwartet?

Oder hast Du nur keine Lust, nochmal kleine Kinder zu betreuen?
 
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Gast

  • #3
Machst nur du dir Druck oder auch der Mann? Bei fremden Kinder muss man die Annäherung doch abwarten, das kann muss aber nicht. Was macht dich konkret unsicher? Ist das Kind schwierig?
 
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Gast

  • #4
Ein kluger Mensch hat mal gesagt: Angst tritt häufig an die Stelle von Wissen...
Somit ist eine gewisse Angst ganz normal, solange Du diese kleine Familie nicht besser kennst. Und das ist viel besser, als würdest Du überschwenglich an die Sache herangehen und "mit der Tür ins Haus fallen". Lerne einfach alle noch ein bisschen besser kennen...auch das Kind, und lass Dich auf Deine Gefühle (auch auf die Angst) ein.
 
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Gast

  • #5
Mit 50 fühlst du dich zu alt? Und dass, obwohl du durch deine eigenen Kinder schon genug Erfahrung hast? Kann doch wohl nicht sein.Dann wundert es mich nicht, wenn Männer immer wieder sagen, dass Frauen ab 50 so langsam "träge" werden. Ich bin 50 und muss gegen genau dieses Vorurteil angehen - und jetzt setzt du selbst so eins.... Nein, ich glaube der wahre Grund scheint eher zu sein, dass du, da du deine Kinder groß hast, nicht nochmal von vorne anfangen möchtest... Denn kleine Kinder bedeuten auch Einschränkung z.B. Schulpflicht-Urlaubsplanung usw. Für mich wäre es eher eine positive Herausforderung, einen jungen Menschen ins Leben begleiten zu dürfen...(vorausgesetzt die Beziehung klappt)
 
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Gast

  • #6
@#4: ausserdem glaube ich, dass "die Weisheit des Alters" hier durchaus von Vorteil ist!
Meine älteste Schwester hat ihren kleinen Sohn auch erst mit 42 bekommen und sie war aufgrund ihrer menschlichen Reife bestens in der Lage, ihn zu erziehen und eine hervoragende Entwicklung (geistig) zukommen zu lassen. Er dürfte meiner Einschätzung nach wesentlich reifer als seine Altersgenossen von jüngeren Eltern sein. Auch gesundheitlich gibt es keine Probleme...
Ich glaube, Du traust Dir vielleicht doch weniger zu, als Du eigentlich könntest...
 
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Gast

  • #7
Hallo Ihr, danke für eure Antworten (ich hatte die Frage gestellt). Kann leider nur abends schreiben. Nun, träge bin ich nicht, denn ich bin sportlich sehr aktiv und habe auch als Trainerin mit Kindern noch viel zu tun. Meine eigenen Kinder habe ich mehr oder weniger allein groß gezogen und selbst heute empfinde ich diese Zeit noch als eine 'nicht so einfache' Zeit. Ehrlich gesagt, war ich froh, dass ich es geschafft hatte und aus meinen beiden Kindern etwas geworden ist. Kann man das nochmal? Werde ich noch mal so viel Kraft aufwenden können? Der Vater der Kinder verlangt nichts und macht inzwischen auch keinen Druck. Er weiss, dass ich etwas Zeit brauche. Er möchte nur geordnete Verhältnisse - evtl. heiraten. Familie ist für ihn wichtig. Die Kinder sind sehr anhänglich. Die kleine sagt zu fast jedem weiblichen Wesen "Mama". Sie fehlt eben, die Mama. Vielleicht sollte ich mich nicht drücken, mir einfach einen Ruck geben und mich der Verantwortung stellen.
 
  • #8
@#6: Danke für Dein Feedback.

Nun, Du mußt aus eigenen, freien Stücken entscheiden, wie Du die kommenden Jahre verleben möchtest. Ich kann mir gut vorstellen, dass man endlich mal wieder die Freiheit genießen will, Urlaub, Freizeit ohne Einschränkungen. Das Geld ist da, die Gesundheit paßt noch, das Leben will endlich wieder in vollen Zügen genossen werden. Da kann es hinderlich sein, noch einmal für ein (fremdes) Kind zu sorgen, an Schulferien gebunden zu sein, bzgl. der Reiseziele und -arten Einschränkungen zu akzeptieren,

Mein Rat: Sei einfach so ehrlich zu Dir selbst, wie es nur geht. Lasse Deine Wünsche wahr werden. Du hast nur ein Leben.

Werde Dir außerdem klar, ob dieser Mann wirklich der Mann Deines Lebens ist. Liebst Du ihn?

Dieser oder keiner? Oder nur besser dieser als keiner?
 
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Gast

  • #9
Wenn ich mein Kind groß hätte, dann würde ich nicht nochmal in diese Rolle rein wollen. Selbst jetzt kommt für mich zwar ein Mann mit Kind/Kindern, jedoch bitte älter als mein Kind in Frage. Jünger? - nein danke! Das mag egoistisch klingen, doch ich möchte in meinem Leben nicht nur Kinder großziehen, sondern mein Leben auch ohne Kids, nur mit Partner, mit Urlaub, mit Job genießen.

Liebe Fragestellerin, das ist eine schwerwiegende Frage, die nicht so knapp mit ja oder nein zu beantworten sein wird. Wenn das Kind schon jetzt so klammert, was ist, wenn die Liebe zum Mann stirbt? Alltag kann grausam sein. Wünsche dir ein glückliches Händchen bei deiner Entscheidung. Und denke nicht nur daran, was die Leute sagen, sondern entscheide du für dich. Und jede Entscheidung ist dabei die Richtige.
 
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Gast

  • #10
Ich war gerade auch mit Witwer 6 Monate lang liiert, er hat 2 Kinder 9 und 7 Jahre alt, meine Tochter ist 5. Nichts gutes, er war zu egoistisch, hat überhaupt nicht geschätzt, dass ich mich für ihn entschieden habe, Kinder haben nicht rücksicht auf meine Tochter genommen, die jünger war als sie beiden. Ich habe das Gefühl, der Mann war so verletzt durch den Tod seiner Frau vor 3 Jahren, dass er niemandem sich öffnen kann, ein seelischer Invalid. Ich möchte nicht mein Leben von ihm negativ beeinflüssen...
 
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Gast

  • #11
an die Fragestellerin:

ich habe - bewusst - nicht gelesen, was meine vorredner hier geschrieben haben. wenn du ihn magst, liebst, dir eine zukunft mit ihm vorstellen könntest...ein kind ist 5, es ist nicht dein kind, aber du musst auch nicht die perfekte mutterrolle übernehmen.

ich habe auch ein kind, das mittlerweile aus dem "gröbsten raus ist", worüber ich auch sehr froh bin. falls ich mich verlieben sollte und der mann hätte ein kleines kind, wäre das für mich kein problem, ich liebe den menschen und er hat eine vergangenheit, wie ich, wie du...wenn man sich liebt, dann kann man gemeinsam gut damit leben. ok, du bist etwas älter, als ich, aber durch dein kind auch noch jünger geblieben, als manch andere frau in deinem alter ohne kind. nimm es an und versuch es, du weisst wie es ist mit kindern, mach dir keinen kopf.

genau das ist das problem, das frauen mit kindern hier und anderswo erleben, mann stellt sich auch nicht gerne auf ein kind ein, ab anfang 40 wollen sie kinder, aber wenn die frau vorher schon eines bekommen hat, aber vielleicht ist das bei "frau" ja doch anders - bei mir wäre es so. lerne ihn kennen, schau wie's dir geht und der rest geht von alleine, v. a. da du einen bezug zu kindern hast.

ich wünsche dir alles gute und mit 50 bist du doch jung genug
 
G

Gast

  • #12
Hallo, liebe Fragestellerin!

Teilweise kann ich Deine "Angst" (ich würde eher sagen: Zweifel)nachvollziehen. Doch andererseits: wenn Eure Beziehung stimmig ist und Du den Mann liebst, dann gehört auch das Kind dazu. Du könntest es als Chance sehen, eine neue Lebensphase mit den beiden lebendig zu leben.
Bei mir war es "umgekehrt" wie bei Dir: Als ich 28 war, trat mit seinem Vater eine damals 4jährige Halbwaise in mein Leben, und wir haben ein inniges Verhältnis aufgebaut. Das brach schmerzlich auseinander, nachdem der Partner, als ich mich einer Gebärmutter-OP unterziehen musste, flugs eine Parallelbeziehung anfing, an der er festhielt,obwohl unser Hochzeitstermin fast schon feststand.Die Trennung tat sehr weh.
Als ich später, eben durch die Folgen dieser OP, kaum noch mit einem Kind rechnete, bekam ich mit 41 meinen Sohn (inzwischen fast 17). Leben ist das, was passiert, indem du eifrig dabei bist, Pläne zu machen...(Lennon).
Dir alles Gute, mit dem Wunsch, dass Du Dich auf den Weg einlassen kannst! Ulrike
 
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Gast

  • #13
Hallochen,
ich (51 J.) bin Mutter von 4 Kindern, 26 u. 24, 12 u. 10.
Ich sage immer, die zwei Großen waren zum Lernen, was alles so bei der Kindererziehung
passieren kann, die zwei " Kleinen" genieße ich (bis jetzt noch...).Ich wünsche viel Mut, Geduld
und Gelassenheit, vielleicht kannst du die Kleine ja ein Stück auf ihrem Weg begleiten.
Kiki
 
G

Gast

  • #14
Hallo! Ich kann Deine Angst nur zu gut verstehen ... Ich selber bin 53 Jahre und habe spät meine Kinder bekommen, sie sind 14 und 12. Bei mir ist's allerdings so, dass ich das Gefühl habe, Männer können sich schwer für mich entscheiden, eben weil meine Kinder noch so jung sind ...
Ich wünsche Dir ebenfalls eine glückliche Hand bei Deiner Entscheidung und alles Gute!
 
G

Gast

  • #15
Hallo, kann den vorherigen Beitag nur unterstützen. Ich bin 55 und Mutter einer 25-jährigen Tochter und eines 13-jährigen Sohns. Aus meiner Erfahrung fäll es Männern sehr schwer , sich auf eine Familie mit einem heranwachsenden Kind wirklich einzulassen. Viele Männerin meinem Alter, die bereits erwachsene oder keine Kinder haben, denken lieber an Weltreisen oder
ausgefallene Hobbies ......Dir wünsche ich viel Mut bei Deiner Entscheidung und denk daran, dass du von den "Kleinen" auch ganz viel zurückbekommen wirst.
 
G

Gast

  • #16
Hallo, ganz sicher spielt eine Rolle, wie frau die Zeit mit ihren Kindern erlebt hat - empfand sie es eher als Pflicht oder mühsam und dies Gefühl hat überwogen und sie hat das Gefühl, viel verpaßt zu haben .....oder war die Zeit auch mit Pflichten wunderschön .....

Oft fällt das Argument 'Einschränkung' im Zusammenhang mit kleinen Kindern. Auch hier kommt es drauf an, welcher Art der Betrachtung man zuneigt - statt zu sagen 'Einschränkung' kann man auch einfach sagen 'anders'. Das Leben mit (kleinen) Kindern ist nicht einschränkend, sondern anders - bereichernd auf andere Art und Weise und es hält jung.

Alles in allem ist es wohl eine Frage der Prioritäten, die Mann/Frau sich persönlich setzt.
 
P

Persona grata

  • #17
Ich melde mich mal als "kinderlose Karrierefrau" zu Wort und schildere meine Sicht der Dinge (anschließend dürft Ihr alle über mich herfallen.....): Als ich mich bei EP anmeldete, bin ich davon ausgegangen, wenn ich einen Partner finden würde, dass das jemand sei, der entweder ebenfalls keine Kinder hat oder dessen Kinder erwachsen und bereits aus dem Haus sind, er evtl. schon "Opa" ist. Bevor ich meinen jetzigen Partner kennen lernte (dessen Tochter verheiratet und er 3-facher Opa ist), hatte ich kurzzeitig einen netten Kontakt (keine Beziehung) zu einem 62-jährigen Mann, der in seinem Profil geschrieben hatte: 2 Kinder, zeitweise im Haushalt lebend. Es stellte sich dann heraus, dass die Kinder ausschliesslich bei ihm lebten (er und seine Frau hatten sich getrennt) und die Kinder lediglich vormittags in der Schule waren.....(daher: "zeitweise im Haushalt lebend"...!). In unseren Telefonaten und auch bei den Treffen wurde mir immer klarer, dass ich genau das nicht wollte, nämlich eine Beziehung eingehen mit einem Mann, der noch schulpflichtige Kinder (9 und 12 Jahre) hat. Als er aus dem Urlaub spät abends, wenn die Kinder im Bett waren, anrief, kam während des Telefonats mindestens 5 mal sein kleiner Sohn in sein Zimmer und unser Gespräch wurde unterbrochen. Mal hatte der Junge schlecht geträumt, mal hatte ihn eine Mücke gestochen und mal "juckten" seine Beine...) Ihr, die Ihr Mütter seid, empfindet das vermutlich als völlig normal, ich bin egoistisch genug, zuzugeben, dass mich das schon sehr gestört hat, obwohl mir der Junge leid tat. Nicht, dass hier der Eindruck entsteht, ich würde Kinder ablehnen. Das ist absolut nicht der Fall. Ich werde von den Kindern im Familien- und Freundeskreis regelrecht "vergöttert". Ich nehme sie auch gerne mit in den Urlaub, aber eine Beziehung mit einem Mann einzugehen und mich permanent um 2 kleine Kinder kümmern zu sollen, war einfach etwas, was ich mir beim besten Willen nicht vorstellen wollte und konnte. Heute bin ich froh, dass ich das Ganze sehr konsequent beendet und auch den Grund dafür genannt habe, sonst wäre mir mein jetziger Traumprinz ja nicht mehr über den Weg gelaufen. Jetzt passt eben alles! So, und jetzt könnt Ihr mich lieblos, egoistisch und was auch immer, nennen. Aber ich steh' dazu! Dennoch wünsche ich Dir, Fragestellerin, dass Du für Dich die richtige Entscheidung triffst und drücke Dir hierfür ganz fest die Daumen!!!
 
  • #18
@#16: Vielen Dank für diese persönliche Geschichte! Ich finde Dich überhaupt nicht egoistisch. Man lebt nur einmal und muss sein Leben so leben dürfen, wie man will. Deine Entscheidung hat sich als richtig herausgestellt und Du hast jetzt einen tollen, passenden Partner. Wie hätte es besser laufen sollen?

Manche Menschen mögen mit fremden Kindern in einer Familie leben, andere nicht. Man sollte aus solchen Fähigkeiten und Vorlieben nicht auf andere Charaktereigenschaften schließen, sondern jeden sein Leben gestalten lassen, wie er möchte.

Gerade bei der Partnersuche ist es nun wirklich erlaubt, seine Vorlieben auszuleben. Sehr gut, dass Du den Mut dazu hattest!
 
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Gast

  • #19
Hallo persona grata - ich w/39 kann deine Schilderungen voll und ganz nachvollziehen. Ich selbst habe ein Kind, 9 Jahre, würde aber mit keinem Mann zusammen kommen wollen, der viel jüngere Kinder als ich hat. Denn ich möchte keine fremden Kinder noch mit groß ziehen müssen, bin froh, dass mein Kind bereits so "alt" ist. Mein jetziger Partner hat selbst zwei Teenies, das ist für mich ok.

Hier kommt natürlich dazu, dass ich selbständig und sicherlich ein bißchen Karrierefrau bin, ebenso mein Leben und die Partnerschaft mit meinem Lebensgefährten sehr genieße. Die Super-Mutterrolle passt da nunmal nicht rein. Also, wir wären dann jetzt schon zu zweit, über die ihr herfallen könnt!!!