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  • #1

mit Ü 50 nochmal den Wohnort wechseln?

Alte Bäume soll man nicht verpflanzen, sollte eine Frau Mitte 50 nochmal umziehen, oder warten bis er pensioniert wird?
 
  • #2
Wie alt ist denn Dein Partner? Würde er mit Eintritt der Rente umziehen wollen?

Wenn Ihr jetzt getrennt wohnt und gerne zusammenwohnen würdet, müsste doch ohnehin EINER von beiden sowieso umziehen. Warum der andere, warum nicht Du? Klingt merkwürdig.

Wenn Ihr zusammenziehen wollt, muss einer in den sauren Apfel beißen und umziehen.

Was genau ist also die Frage?
 
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  • #3
Ich denke, die Zeiten haben sich doch geändert?
Wieviele Rentner ziehen sogar mit über 70 ins Ausland?
Das haben sogar meine Grosseltern in den 80ern hinter sich.

Warum nicht? Aber warum so lange warten?
Seid ihr beide örtlich so stark gebunden?

w/32
 
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  • #4
Wieso? Meines Wissens wird sie bis zur Pensionierung kaum jünger, oder?
 
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  • #5
Ich habe das getan und meine Wohnung in meinem mir ans Herz gewachsenen Umfeld aufgegeben mit dem Ergebnis, daß ich ein halbes Jahr später wieder ausgezogen bin, zwar wieder in dasselbe Umfeld, aber zu meinem großen Bedauern nicht ins selbe Haus. Das alles hat eine Stange Geld gekostet, von der Arbeit und Anstrengung neben dem ganzen Trennungsschmerz gar nicht zu reden. Er blieb schön in seinem Haus und brauchte sich nur erleichtert zurück zu lehnen, daß ich endlich weg war (wenn er's nachher auch sehr bereut hat).

Heute würde ich das nicht mehr tun. Also überlege es Dir gut. Vielleicht kannst Du ja Deine Wohnung behalten und immer mal wieder für ein paar Wochen bei ihm wohnen? Wenn Ihr dann wirklich auch dauerhaft miteinander super klar kommt, kannst Du ja immer noch sehen. Was das mit seiner Pensionierung zu tun hat, verstehe ich allerdings nicht wirklich.
w57
 
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  • #6
Tja, ich kann diese Frage gut verstehen - bin 48 und ca. alle 10 Jahre mal gesiedelt. Ehrlich gesagt - ganz fein würde ich es nicht finden, noch mal siedeln zu müssen - irgendwann wurzelt man sich gern auch mal wo ein und behält seinen Bekanntenkreis und die endlich vertraut gewordene Umgebung. Wenns nicht weit weg wär, würde dieses Argument allerdings wegfallen.
 
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  • #7
Warum sollte er im Alter der Pensionierung umziehen, wenn sie sich jetzt schon zu alt zum Umzug zu fühlen scheint?

Es hört sich nicht so an, als wenn die Liebe so groß ist, daß Ihr zusammenziehen wollt. Ich habe eher den Eindruck, daß Du das Alter (alten Baum verpflanzt man nicht) vorschiebst, weil Du keinen Wohnortwechsel möchtest.

7E2158CE
 
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  • #8
Also, liebe Fragestellerin, mit Ü50 würde ich mich und auch sonst niemanden als "alten Baum " bezeichnen :), das mit dem Verpflanzen lass ich erst gelten für den Umzug ins Altersheim mit ca. 85 oder so.

Ich bin 53, kann in diesem oder im kommenden Jahr nach 30 Jahren in Norddeutschland endlich in meine bayerische Heimat zurückziehen und freu mich sehr drauf. Mein Haus hier behalte ich allerdings (vorsichtshalber :)) erst mal.

Karola,53
 
  • #9
Liebe Fragestellerin, ich interpretiere deine Frage so:
Du hast noch über 10 Jahre Arbeitszeit vor dir, und er könnte durch seinen früheren Renteneintritt flexibler agieren.

Ich denke, so einfach ist das wirklich nicht. Ähnlich ist die Situation mit meinem Partner und mir (54/57).
Da wir nach fast 2 Jahren gemeinsame Zukunftspläne schmieden, wird uns knallhart bewusst,

- wie ungern wir die Nähe zu unseren erwachsenen Kindern aufgeben,
- wie sehr wir unseren jeweiligen Freundeskreis vermissen werden,
- wie wohlig vertraut wir mit unserer jeweiligen Heimatstadt sind,
- wie ungern jeder von uns die eigene Wohnung aufgeben wird.

Grundsätzlich denke ich dennoch, dass es eine große Chance ist, in reiferen Jahren nochmals frisch anfangen zu können, mit einer neuen Liebe. Leicht ist das allerdings nicht.

Angela
 
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  • #10
Der Fragestellerin kann ich nachfühlen. Ich bin auch keine Frau, die gern auf gepackten Koffern sitzt. Doch irgendwann muss es sein. Mit 45 Jahren zog ich der Arbeit nach - ich besitze in Dortmund eine Eigentumswohnung, die immer noch vollständig möbiliert ist. Ich wollte immer zurück. Mein Lebenspartner musste aus Westfalen mit in den Harz. Er war in den ersten zwei Jahren unglücklich, in der Walddorf-Idylle vermisste er den Großstadtlärm. Später bedrängte er mich immer, die Wohnung in Dortmund aufzugeben. Ich habe es nicht getan. Im vorigen Jahr ist mein Mann gestorben, und ich hocke im "Rosenhof" mit 345 qm Wohnfläche. Meinen zeitintensiven Beruf übe ich auch aus. Käme heute jemand, der mir beide Immobilien abkauft, würde ich ihm diese mit Kußhand hingeben. Doch die Preise sind im Keller, und verschenken will ich noch nicht. Und in einem Haus sammeln sich Dinge an - oh je, wer soll die ausräumen. Ich hätte gern einen Partner, der mir dabei sowie beim Verkaufen behilflich ist. Vielleicht nimmt er mich dann mit meinem Einzug in Kauf. Dafür wird ihm ein sorgenfreies Leben versprochen. Versprochen. 7E1FB12 A
 
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  • #11
Du trägst das Risiko - und er auch - dass sich in den rund 10 Jahren der "Wochentags-Trennungszeit" neue Partnerschaften zu anderen ergeben. Bei alten Bäumen mag das selten vorkommen; bei Menschen in den Fünfzigern aber durchaus schon.
 
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  • #12
Da wird es noch andere, evtl. wichtigere Punkte als Ü50 geben.
Die Entfernung zwischen den Wohnorten. Mietwohnung ? Eigentumswohnung ? Eigenes Haus ?
Bei Eigentum würde ich versuchen erst mal öfter zusammen "probezuwohnen"
Mit einem tollen Partner zusammen zu leben kann doch sehr positiv sein. M 53J
 
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  • #13
Zuerst habe ich einen Schreck bekommen, als ich las - alte Bäume... - als ob man mit 50 schon alt wäre! Ich denke, das kommt ganz speziell auf die eigene Persönlichkeit an. Ist man offen, neugierig und bereit, auch mal Dinge anders zu machen - nur zu. Wer jedoch mit 40 bereits spießig und bieder zuhause sitzt, beim Glockenschlag in die Kirche rennt und auf die Rente wartet - na der wird nichts mehr verändern bis hin ins Grab.

Ich plane mit 50 genau diesen Schritt noch einmal zu tun - denn dann kann ich endlich meine derzeit noch notwendige Infrastruktur verlassen und mich neuen Dingen und Ideen widmen. Ok, ich bin selbständig, was die Sache immens erleichtert. Dennoch habe auch ich ein Haus, dass ich dann beabsichtige zu verkaufen oder je nach Lage zu vermieten.

Ob ich diesen Schritt jedoch NUR - AUS LIEBE für einen Mann tun würde, das kann ich nicht beurteilen. Ich lebe derzeit auch in einer aus Eurer Sicht "Fernbeziehung", wobei wir uns so nicht fühlen, weil wir uns auch unter der Woche sehen. Habe dieses aus Liebe wegziehen gerade bei einer Freundin erleben müssen - nun ist sie ihre Wohnung los, ihren Job und die vermeintliche große Liebe ist ebenfalls Geschichte. Deshalb will da sehr wohl überlegt sein!
 
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  • #14
genau diese alle Antworten sind der Grund für mich, dass ich auf keinen Fall eine Fernbeziehung haben will.
Ich weiss, Männer ziehen nicht so gerne zu einer Frau, und ich habe hier Firma und Haus, kann also mit 47 schon mal überhaupt nicht dauerhaft weg, und will das auch nicht. Ausserdem will ich nicht von der Nähe zu den Bergen weg, auf keinen Fall.
Ich könnte niemals in Norddeutschland glücklicher werden als ich es hier bin.

Soviel kann mir kein Mann wert sein, dass ich hier alles hinten lasse, nein.
Männer haben mich betrogen und verlassen, haben mich finanziell ausgenommen und ich habe das alles überstanden, hier und weil ich die richtigen Freunde habe und hier auch meine Familie ist. Daher würde ich NIEMALS eines Mannes wegen irgendwo anders hinziehen.

Wenn er mich will, dann muss er hierherkommen, oder eben von Anfang an so nahe sein, dass er auch nicht wegmuss von seinem angestammten Umfeld.
Das hört sich sehr hart an, aber wenn das nicht drin sein sollte, dann würde ich viel lieber alleine bleiben, als hier alles zu verlassen. DAS ist mir kein Mann wert, denn viel mehr Liebe und Zuwendung erfahre ich hier in meinem Kreis, auch ohne Partner, und unabhängig von ihm.
DAS alles ist - mir zumindest - viel mehr wert.

Ich denke da auch an all die, die hier schreiben, dass sie einsam sind, kein Freundesumfeld haben, in ihrer Freizeit nicht wissen, was sie tun sollen, keinen Anschluss haben.
All diese Probleme habe ich hier nicht, wo ich seit langem lebe. Ein weiterer Grund, nicht der Liebe wegen umzuziehen.
 
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  • #15
Ich bin 58 und habe mich räumlich noch einmal verändert. Und das ohne einen Mann im Hintergrund. Ich dachte einfach nur "ich brauche Tapetenwechsel".
Ich habe mir in einer anderen Stadt (ist aber auch günstiger zur Arbeit) eine Wohnung gekauft und vor wenigen Wochen dort eingezogen.
Es ist toll, nochmal einen Umzug, nochmal neue Möbel, nochmal die unbekannte Umgebung erkunden, wo ist der beste Bäcker, wo ist die Post, wo die Stadtbücherei. Das hält doch flexibel.
Und wenn es sein müsste, würde ich auch noch einmal umziehen, sogar ins Ausland.

Ich finde das Leben spannend und mich verpflanzt man erst dann nicht mehr, wenn ich in die Kiste komme.

w 56 7E1E0D60
 
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