• #1

Möchte man hier auch positive Beiträge lesen?

Durch den Thread https://www.elitepartner.at/forum/frage/macht-paare-die-heutige-rollenverteilung-zufriedener.62662/ und der Meinung von Herakles, dass man hier nur negative Beispiele liest und keine Positiven, frage ich mich ob man die positiven Beispiele überhaupt hier haben möchte. Es wäre ja kein Problem eine positive Kategorie von EP noch einzupflegen.

Ich schätze zwar, dass dies doch ein Großteil der User hier nicht interessiert und wenn man dann glücklich liiert ist, dann interessiert sich nur noch eine Handvoll für das Forum. Im Prinzip lebt ja das Forum von den Problemen und nicht von positiven Rückmeldungen und glücklichen Paaren.
Immer noch denn Motto: "Only bad news are good news."

Wie würden also die anderen User zu so einer positiven Rückmeldungskategorie stehen oder sehe ich dies zu negativ.
Ich bin schon gespannt auf eure Antworten.
 
  • #2
Ich bin froh über die wenigen positiven Posts der wenigen nicht-verbitterten Teilnehmer hier.
Einige hier sind dermaßen gemein und mies drauf oder wiederholen immer wieder das immer gleiche Lamento oder auch das aggressive Umsichschlagen, so dass ich diesen Leuten grundsätzlich nicht mehr antworte.

Positive Rückmeldungen geben tun nur Leute, die glücklich sind oder wenigstens souverän mit ihrem Unglücklichsein umgehen können und davon gibt es hier offenbar nicht so sehr viele.

w 48
 
  • #3
:) ich bin ganz neu hier im Forum angemeldet. Finde persönlich Mut machenden, positiven Fokus sehr begrüßenswert und schenke auch gerne von meiner Zeit, um das mit zu "füttern".
 
  • #4
Nennen doch mal ein Beispiel für eine Frage, die man diskutieren kann.

Auf ein "Wir sind so glücklich" kann man schlecht antworten. Sollen die anderen dann zwanzig Mal "Herzlichen Glückwunsch, das freut mich für euch" schreiben?
 
  • #5
Ich finde deine Frage gar nicht mal so abwegig.
Warum sollte man nicht berichten können, warum man gerade oder auch schon länger glücklich liiert ist?
Was hat dazu geführt, das man nach langer Zeit des Alleinseins wieder jemanden gefunden hat?! Wie haben Paare Probleme gelöst?
Welche Erfahrungen hat man in der Zeit davor gemacht?
Hier werden meistens Fragen gestellt, wenn es oft schon zu spät ist.
Vielleicht sind positive Berichte eine Bereicherung.
 
  • #6
Wie würden also die anderen User zu so einer positiven Rückmeldungskategorie stehen
Es wäre schon interessant zu lesen, wenn z.B. mittels Forum zu einem positiven Ergebnis geführt hat. Das würde die Schreiber noch mehr motivieren.
dass man hier nur negative Beispiele liest und keine Positiven,
Diese Leute ohne Probleme - brauchen kein Forum.

Ansonsten: Ich habe mehr schlechte, als gute Erfahrungen mit Partnersuche und Zweisamkeit gemacht. Die Statistiken zeigen Ähnliches, z.B. 3:1. Das ist also gar nicht ungewöhnlich.
(m,53)
 
  • #7
Ja das würde ich auch Klasse finden. Hier sind so viele Menschen, die ein Problem haben, welches für den ein oder anderen hier gar keines zu sein scheint. Sie sind verwirrt. Haben Denkfehler. Oder suchen einfach Rat, weil sie es selbst nicht besser Wissen. Und jeder Kommentar ob garstig oder freundlich, bringt etwas. Zumindestens das der Fragesteller ans Denken gerät. Und wenn dann auch noch die Positiven Feedback kommen würden, in Form von" habe mir den Rat von xy zu Herzen genommen und mit meiner Frau das Problem besprochen auch wenn es mich überwindung gekostet hat. Es hat uns beiden sehr geholfen und wir sehen wieder große Hoffnung in unserer Ehe. So etwas zum Bespiel. Diese Forum ist voll von Schuldzuweisungen und Aufregern. Inkl. mir, klar. Hier und da mal ein Rückmeldung, wie es gelaufen ist, finde ich Klasse.
m44
 
  • #8
Ubnd noch etwas. Es trägt dazu bei, wonach wir alle suchen. Nämlich den Menschen zu verstehen. Nicht mehr und nicht weniger.
m44
 
A

Ares

  • #9
Ich habe mehr schlechte, als gute Erfahrungen mit Partnersuche und Zweisamkeit gemacht.
Meine Beziehungserfahrungen sind durchweg positiv, bis auf meine Ehe. Deshalb bin ich in Bezug auf Ehe eher negativ eingestellt.
Das Problem hier im Forum ist, dass die FS mit zum Teil haarsträubenden Fragen kommen, zum Teil aber auch bei neutralen Fragen vom jeweils anderen Geschlecht auf den Fragesteller eingedroschen wird. Sachlich ist da wenig.
Die Erwartung "positiver" Beiträge ist wahrscheinlich hier einfach fehl am Platze. Wer schreibt in einem Forum? Wer glücklich vergeben ist, hat dafür keine Zeit. In der Regel schreiben Menschen mit Problemen, die eben nicht positiv sind.
 
  • #10
Ich habe mal im Mai herum eine Frage gestellt und ein Teil der Antworten, z.B. von Gästen wie frei, hat mir damals geholfen von meinem anfänglichen übermäßigen Kopfzerbrechen herunterzukommen. Die Analyse und Prophezeiung eines bekannten Forum-Trolls war witzigerweise eine völlige Fehldiagnose.
Ich bin bis heute mit dem damaligen Mann zusammen.
Einen eigenen "Positiv-Sektor" fände ich aber überflüssig, weil ein Forum mehr vom Aneinanderreiben lebt und ständiges gegenseitiges Schulterklatschen für mich ermüdend wäre.
Ein bisschen wird das Alles hier ja auch durch den Tratsch-Aspekt genährt und da freu' ich mich - aus niederträchtig weiblicher Gossip-Diskussions-Sicht - eher über negative Ausreißer nach unten, weil man positive Erfolgsgeschichten beim aufmerksamen Mitverfolgen ja sowieso mitbekommt.
Auf den Mikrokosmos des Freundinnen-Treffen herumtergebrochen haben wir meisten (Frauen) ja tendenziell auch mehr Interesse an neuen, kniffligen Konstellationen als an der glücklich Vergebenen, einfach weil es da nicht so viel zu erzählen gibt.
 
  • #11
Bernd50,
ja, das geht mir auch so mit den Erfahrungen. Gerade deshalb finde ich es umso wichtiger, sich immer wieder selbst zu ermutigen :) bzw. ermutigen zu lassen. Ich lese beispielsweise immer wieder gerne Erfolgsgeschichten (hier und anderswo - Werbeaspekte sind mir dabei egal). Und dann freu ich mich mit denen, die einen liebevollen Menschen gefunden haben. Okay, in meiner Altersgruppe 50+ sind die auch eher dünn gesät, die Erfolgspaare... aber dennoch. Lasst Eure Energie auf mich sprühen ^^

Könnte inzwischen verbittert oder resigniert sein, bei dem was ich als altersehrliche Frau so "erlebt" habe. Meist werde ich ja unsichtbar (gemacht) oder nur als fast food angesprochen/gesehen.

Und auch wenn ich mich jünger "schummeln" (lügen!) könnte. Ist und bleibt für mich ein No-go. Also füttere ich weiterhin den Teil in mir, der an das Wunder glaubt, auch mit 52 noch einen liebevollen Partner mit Humor finden zu dürfen, können, wollen mit dem Beziehung funktioniert... Dazu brauchts tonnenweise Resilienz. Wenn es in einem Forum dafür einen Futtertrog gibt - her damit.
:)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #13
Ahhhh, ich bin offensichtlich schwer von Begriff.
Ich habe erst jetzt nach den anderen Antworten ( bis jetzt 5 ) verstanden, dass du nicht die positiven, z.B. tröstenden oder mutmachenden Antworten auf Fragen meinst, sondern Threads, die mit einer positiven Berichterstattung beginnen.

Hm, ich denke, das macht man ( also ich ) nicht so gerne, weil das prahlerisch rüberkommt und weil man nicht über die Leute, die hier von ihren Problemen berichten triumphieren will.

.Diese Leute ohne Probleme - brauchen kein Forum.
Und das spielt ganz sicher auch eine Rolle.
Ich bin da wahrscheinlich eine Ausnahme.
Ich mache halt kaum etwas so gerne wie reden ( bzw. schreiben ) und mache das hier deswegen andauernd, immer kurz zwischendurch, um mich zu entspannen, obwohl ich keine nennenswerten Probleme habe.

Achtung, hier mein Versuch eines positiven Eingangsposts:
'Ich bin 48, finde mich aber voll ok und habe kein Problem mit meinem Alter.
Meine Tochter ist gut gelungen und wir lieben uns.
Ich habe einen Partner, mit dem ich glücklich bin und er mit mir.
Mit meinem beruflichen Werdegang sowie meinem Einkommen bin ich zufrieden.
Ich habe Freunde und eine Familie, in der es ganz gut läuft.
Also: Mein Leben ist bunt und schön.'

Wie findest du das ? Kommt saublöd, oder ?
Wer will sowas schon lesen ?

w 48
 
  • #14
Ich gebe zu, dass ich es in meinen Beiträgen meist unterdrücke von den positiven und glücklichen Seiten meines (Ehe)-Lebens zu schreiben. Ich möchte niemanden provozieren und auch keine hämischen Reaktionen lesen, in den man mir Illusionismus und Naivität vorwirft. Das ist hier aber häufig der Fall, wenn mal jemand berichtet, dass er glücklich verheiratet ist. Das ruft sofort alle Heiratshasser und überzeugte Singles auf den Plan. Sie wollen einem dann aufzeigen, dass der eigene Ehemann sicherlich fremdgeht, sich "irgendwann" ohnehin eine jüngere sucht, man nur psychisch oder wirtschaftlich abhängig sei oder romantisch verblendet...
Das gilt selbstverständlich nicht für alle, die hier schreiben! Es gibt durchaus noch Menschen, die sich am Glück anderer freuen können.

Aber genauso, wie ich nicht automatisch jedem Single unterstelle kreuzunglücklich zu sein (was wirklich totaler Schwachsinn wäre! Ich war selbst jahrelang Single und weiß, dass das Lebensglück nicht von einer Beziehung abhängt!), möchte ich nicht permanent hören, dass mein Eheglück nur eine vorübergehende Illusion ist und ich zu dumm, das zu erkennen. Leider ist dies aber häufig der Grundtenor des Forums.
 
  • #15
Die Frage kann ja ein Problem beinhalten. Es kommt eben darauf an, was man daraus macht / wie die Antwort ausfällt. Und viele Antworten enthalten leider nur Frust und sind kein positiver Vorschlag, wie man aus der Nummer rauskommen kann. Teilweise wird sogar ziemlich beleidigt. Jeder hat in seinem Leben schon Positives erfahren und kann das auch wiedergeben. Jeder hat schon mal eine Strategie angewendet, die zum Erfolg führte und kann die mitteilen. Jeder, auch die, die gerade verlassen worden sind. (Positives Denken macht positiv, oder nicht?)

Es gibt einige Fragen hier, die tatsächlich den Horizont erweitern lassen und bei denen ich auch Freude am Lesen habe. Schlimm wird es, wenn es um Schönheit, Alter, Sex und Fremdgehen geht. Da brauche ich gar nicht reinschauen: ich habe das Gefühl, dass nicht versucht wird, sich in die Situation zu versetzen, sondern sofort drauflos gehauen wird, teilweise so, dass mir kurzfristig die Lebensfreude genommen wird.

Ich denke, man bräuchte nicht unbedingt eine positive Kategorie, wohl aber eine "Anregung" / Erinnerung / Merkzettel, dass andere Menschen hier mitlesen und es denen eventuell als Anregung oder Lebenshilfe dienen soll.

Ich finde gut, dass du das ansprichst.
 
  • #16
In einem Single-Forum zu posten, dass man schon seit zig Jahren eine so tolle Beziehung hat, ist natürlich Gift :D
Aber wenn man z.B. in einen Mann verliebt ist, der sich gerade getrennt hat, und dann kommen nur Beiträge wie "du bist die Übergangsfrau, lass es", wäre ein positiver Beitrag wirklich mal schön.
Also eher in den Antworten als in den Themen fänd ich positive Beiträge gut, aber wenn sie nicht kommen, dann gibt es wohl keine positiven Erfahrungen damit. In den Themen, naja, wozu? Wenn alles super läuft, was sollen die anderen runterschreiben außer "toll, dass es dir so geht"?

Es liegt in der Natur der Sache, dass man über Gutes meist nicht diskutieren muss, außer es sind unpersönliche Themen unter "Liebe im Gesellschaftsspiegel" oder bei "Familie".
Darunter könnte auch mal ein Thread fallen mit "ich habe meine große Liebe gefunden auf diese oder jene Weise".
 
  • #17
In einem Single-Forum zu posten, dass man schon seit zig Jahren eine so tolle Beziehung hat,
Liebe void, schau mal, es gibt hier die Rubriken "Single", "Beziehung", "Liebe im Gesellschaftsspiegel", "Trennung", "Sexualität" und "Familie". Wenn Du die Startseite des Forums aufrufst, dann steht da als Selbstbeschreibung: "Herzlich willkommen im größten Forum zu den Themen Dating, Partnerschaft und Sexualität." Jeder darf hier mitschreiben, die Gebundenen wie die Ungebundenen, ja und auch die Glücklichen wie die Unglücklichen. Mir geht es nämlich ähnlich wie Teilnehmerin frei: ich unterhalte mich gerne über Menschliches und allzu Menschliches :)
 
  • #18
Nennen doch mal ein Beispiel für eine Frage, die man diskutieren kann.
Da wüsste halt die Frage nur anders formuliert werden und das dies dann eher ein Überblick der eigenen Erfahrungswerte ist und keine Diskussion ist eher selbstredend. "Wie habt Ihr wieder euren Seelenfrieden erlangt?" - Da kann man ja seine positiven Erlebnisse aufführen und dann sieht man ja, wie die anderen zu ihren Seelenfrieden und Glück gekommen sind. Anderseits sind hier ja auch genügend Threads wo auch weniger diskutiert wird, sondern es ähnelt eher einem verbalen Kriegsschauplatz.

Es liegt in der Natur der Sache, dass man über Gutes meist nicht diskutieren muss
Ich würde dies eher anders sagen. Es liegt an der Natur der Menschen, dass man nichts über Gutes lesen will. Gerade bei div. Printmedien kann man dies ja schon feststellen. Je schlimmer die Nachricht umso höher die Auflage.

Hm, ich denke, das macht man ( also ich ) nicht so gerne, weil das prahlerisch rüberkommt und weil man nicht über die Leute, die hier von ihren Problemen berichten triumphieren will.
Naja, wenn man es als prahlerisch sehen möchte, dann kann man alles irgendwie als prahlerisch sehen. Nehme ich mal die ganzen Post, wo angeblich der/die User(in) min. 10 J. jünger aussieht.:)
Eventuell sehe ich auch dies nicht so verbissen, da meine Scheidung zu den 85% gehörte, die einvernehmlich geschieden wurden. Also Liebe "Frau Frei", wenn man dies jetzt prahlerisch auffassen möchte, dann ist es halt prahlerisch. Mea culpa!


Danke für die ganzen Antworten und es zeigt mir doch, dass nicht alle so verbissen und kein Miesepeter hier sind. Also bin ich doch nicht alleine so mit meiner Einstellung.:)
 
  • #19
Jeder darf hier mitschreiben, die Gebundenen wie die Ungebundenen, ja und auch die Glücklichen wie die Unglücklichen. Mir geht es nämlich ähnlich wie Teilnehmerin frei: ich unterhalte mich gerne über Menschliches und allzu Menschliches
Ich mich auch. Ich weiß gar nicht, warum Du mir das schreibst :) Ich habe nie geschrieben, dass hier so jemand nicht schreiben darf. Mein erster Satz war auch mehr als Spaß gemeint.

Ich meine nur, einen Thread aufzumachen mit der Überschrift "ich bin so glücklich in meiner Partnerschaft, freut euch mit mir" in einem Forum mit Singles oder Menschen in Beziehungen, die gerade Probleme haben, bringt Neid und "willst du provozieren"-Fragen. Da würde ich wetten. Das steht doch schon manchmal unter Beiträgen in Threads mit anderer Überschrift, in der es um Probleme geht.
Und Diskussionen um was, was perfekt ist - was sollte das bringen?

Außerdem, wie ich schon schrieb, in den ganzen Antworten lese ich durchaus Positives und ich wüsste auch nicht, warum sich jemand zurückhalten sollte, was Positives zu posten, wenn es zum Thema passt und nicht ein "Ätsch!" ist.
Ich finde es gut, wenn positive Beiträge kommen. Das habe ich doch auch geschrieben in meinem Post. Also wundere ich mich, dass das nicht angekommen ist.
 
  • #20
Ich gebe zu, dass ich es in meinen Beiträgen meist unterdrücke von den positiven und glücklichen Seiten meines (Ehe)-Lebens zu schreiben. Ich möchte niemanden provozieren und auch keine hämischen Reaktionen lesen, in den man mir Illusionismus und Naivität vorwirft.
Stimmt, das kommt hier öfter vor.
Ich überlege gerade, warum man mir so etwas nicht unterstellt, obwohl ich schon gelegentlich von meiner guten Beziehung berichtet habe.
Vielleicht, weil ich auch schon erzählt habe, dass ich lange keinen Partner, davor einen doofen Kindesvater hatte und danach nur kurze unbedeutende Beziehungen.
Vielleicht gönnen mir sogar die Trolls mein spätes Glück.

Allerdings stelle ich mir gerade vor, ich würde behaupten, sehr dick zu sein oder mein Partner sei 10 Jahre jünger als ich ( beides nicht der Fall ). Dann würden sie ganz sicher wissen, dass es nicht lange halten wird und er ohnehin nur mit mir zusammen ist, weil er eine Mutti sucht oder an meinen Zaster ran will.

w 48
 
  • #21
Naja, wenn man es als prahlerisch sehen möchte, dann kann man alles irgendwie als prahlerisch sehen. Nehme ich mal die ganzen Post, wo angeblich der/die User(in) min. 10 J. jünger aussieht.:)
Nunja, diese Posts findest du doch sicher auch ätzend, oder ?
Eventuell sehe ich auch dies nicht so verbissen, da meine Scheidung zu den 85% gehörte, die einvernehmlich geschieden wurden. Also Liebe "Frau Frei", wenn man dies jetzt prahlerisch auffassen möchte, dann ist es halt prahlerisch. Mea culpa!
Bitte nicht falsch verstehen.
Ich finde positive Äußerungen super.
Und ich finde es super, dass du mit deiner Frau friedlich auseinander gegangen bist.
Und richtig toll, dass du darauf hinweist, dass der Rosenkrieg eine eher seltene Erscheinung ist.

Hey, und von Schuld möchte ich erst recht nicht reden.
Ich freue mich, wenn es dir gut geht und wenn du darüber reden willst.
Ich mache jetzt gleich mal einen entsprechenden Thread auf, keine Ahnung, ob das den Allmächtigen unterhaltsam genug erscheint.
A propos: ich habe mal 'Thread' falsch geschrieben, mit t am Ende. Jemand hier machte mich aufmerksam und ich wollte mich bedanken. Das haben sie nicht abgedruckt. War wahrscheinlich zu langweilig.

Ich bleibe aber trotzdem dabei: zu sehr vom eigenen Glück und den eigenen Erfolgen, der eigenen Schönheit und den eigenen Wunderkindern zu berichten, stößt ab.
Ich kenne Leute, die so sind und denen möchte ich nicht zuhören.
Wenn es aber in den Kontext paßt und sehr dezent formuliert ist, höre ich gute Berichte sehr gerne.

Ich selbst halte ich mich aber trotzdem stark zurück, denn die Natur hat es gut mit mir gemeint und wenn ich es beschreibe, wie es wirklich ist, werden hier alle genervt die Augen verdrehen. Und das mit Recht.

w 48
 
  • #22
Also, ich hab nach ca. fünf Jahren Suche und einigen "Experimenten" über eine Onlineplattform meine Traumfrau gefunden und wir sind jetzt seit 1.5 Jahren sehr happy und alles läuft reibungslos und ich hätte früher niemals gedacht, dass es so harmonisch sein kann. Zumindest ich von meiner Seite werde alles tun, damit es so bleibt.
Warum schreibt man hier nicht über sein Glück? Na, weil dann gleich die Unkenrufe kommen, warum man sich denn in einem solchen Forum herumtreibt!
 
  • #23
Positive Rückmeldungen geben tun nur Leute, die glücklich sind oder wenigstens souverän mit ihrem Unglücklichsein umgehen können und davon gibt es hier offenbar nicht so sehr viele.
Bin da vollkommen anderer Meinung! Es gibt eine Vielzahl von Menschen, die der Wahrheit und den aktuellen Tatsachen nicht ins Gesicht sehen wollen, mit konstruktiver Kritik nichts gewinnen können und viel lieber alles in naiver Form unter den Teppich kehren, oder aber auch schön herbei reden wollen, die Realität jedoch um 180° anders ist. Ich denke dass das mit dem Stand der Bewusstseinsebene zusammenhängt, welche erlebten Erfahrungen bislang gemacht wurden!
 
N

nachdenkliche

  • #24
ch bleibe aber trotzdem dabei: zu sehr vom eigenen Glück und den eigenen Erfolgen, der eigenen Schönheit und den eigenen Wunderkindern zu berichten, stößt ab.
Geht mir genauso. Denn das suggeriert mir " Ätsch, ich bin schlank, langhaarig, habe null Probleme mit meinen Kids..das ist das Ergebnis MEINES Könnens (in allen Lebenslagen) ". Das ist ein Geschenk und kein "Verdienst"..Mich drückt das etwas nieder. Ich finde, das ist kontraproduktiv...:) Kann aber sein, dass das an mir selber liegt.
 
N

nachdenkliche

  • #25
  • #26
Ich bleibe aber trotzdem dabei: zu sehr vom eigenen Glück und den eigenen Erfolgen, der eigenen Schönheit und den eigenen Wunderkindern zu berichten, stößt ab.
Ich kenne Leute, die so sind und denen möchte ich nicht zuhören.
Wenn es aber in den Kontext paßt und sehr dezent formuliert ist, höre ich gute Berichte sehr gerne.
Da hast Du absolut Recht. Ich würde auch immer nur positive Beispiele (z.B. aus meinem Leben) bringen, um damit etwas zu verdeutlichen, einen grundsätzlichen Punkt klarer zu machen. Und was mir auch immer wichtig ist: Kontingenzbewusstsein zeigen! Es ist nicht mein Verdienst in einem Land des Friedens und des Wohlstands geboren zu sein; Es ist schieres Glück, dass so manche Kletterei in der Kindheit oder Raserei auf dem Fahrrad nur mit einem blauen Fleck endete und nicht viel schlimmer.
Ich mag keine eitlen Frauen, die stolz sind auf Dinge, die ihnen in die Wiege gelegt wurden. Erst Recht mag ich keine Menschen, die sich mit "Herkunft" brüsten. Dennoch sollte es hier nicht verboten sein, auch mal was Gutes zu erwähnen, wenn es der Verdeutlichung dient. Aber selbst dann erntet man oft Mißgunst und Häme. Ich hatte vor meiner glücklichen Beziehung auch ein paar Elendsjahre und miese Erfahrungen und lasse dies auch nicht aus. Und: ich vergesse es nicht. Es gibt glückliche Menschen, die anderen damit auf die Nerven fallen, weil sie scheinbar gar nicht mehr wissen, dass es Ihnen im Leben mal anders ergangen ist.
 
  • #27
Ich habe in einem Thread einmal versucht meine positiven Erfahrungen mit einer bestimmten Situation vorzustellen.
Die Reaktion?
Ich durfte erfahren, dass es das nicht gibt! Ich wäre naiv, ich werde schon sehen....uvm.
Andere wussten über mein Leben besser Bescheid als ich selbst. Fand ich spannend und ziemlich anmaßend. Tja, dann glaubt mir eben nicht. :D
 
F

Fiona72

  • #28
Die Reaktion?
Ich durfte erfahren, dass es das nicht gibt!
Das es dies gibt, aber es passt einfach manchen nicht. Je schlechter die Lage ist, umso höher wird die Anzahl der Antworten. Ich habe auch so eine normale Scheidung hinter mir und darüber wollen viele auch nichts hören. Es passt einfach nicht in das Weltbild, dass sich manche schon zu Recht gelegt haben. Alle Männer oder Frauen sind schlimm und dies soll auch so bleiben.:)

Alles andere würde ja das Konstrukt, was man selber erstellt hat, zum Einsturz bringen.

Eventuell erfreuen sich ja manche über das Elend anderer und sehen dann, dass es einen nicht alleine so ergeht. Diese Art und Weise des Denkens sieht man ja auch regelmäßig im TV. Bei einer in Not geratener Familie sind die Einschaltquote hoch und bei einer Familie, die glücklich ist, wird überhaupt kein Fernsehteam vorbei kommen. Keine Quote und demzufolge auch keine Werbeeinnahmen.
 
  • #29
Hallo Magnus, du hast diesen alten Thread ja gerade in einem anderen verlinkt, und ich hab ihn mir angesehen- bin noch nicht so lange hier aktiv.

Toller Thread mit tollen Antworten, ich weiß gar nicht, warum du findest, dass Positivnachrichten nicht ins Weltbild passen. Es steht hier doch eigentlich alles :
- Positive Beispiele werden hier sehr gerne gelesen, wenn dezent zur Verdeutlichung eingewoben, denn sie machen Mut
- Beziehungskünstler sind so sensibel, dass sie nicht prahlen und ihr Glück ausstellen
- Allgemein wünscht man sich mehr ermutigende Antworten auf die Fragen, die sich um Probleme drehen
- Man liest gerne, wie Leute in ähnlicher Lage ihr Problem gelöst haben
- und niemand mag missgünstige Menschen, Missgunst wird jedoch vielleicht manchmal zu Unrecht unterstellt
- Es schreibt hier eine Mischung von Menschen wie im realen Leben : manche sind glücklich und manche nicht, manche haben einfach Interesse an den Themen, manche sind vielleicht auch hier um sich durch das Unglück anderer aufzuwerten, manche um einfach was zu lernen, manche vertreiben sich die Zeit, mache Beiträger mag man richtig gerne und freut sich ihren Namen zu lesen, bei anderen stöhnt man schon, ohne den Beitrag zu kennen - aber es vereint alle das Interesse an Beziehungsfragen - und Beziehungen sind eben, wie der gute Fontane sagte, ein weites Feld.

Aber hier vielleicht noch ein neuer Punkt: Tragödien gelten schon seit der Antike als die gehobenere Form des Dramas. Komödien, die mit dem Happy End, wo sich das Paar am Ende kriegt, sieht man zu seiner Erheiterung auch gern. Aber wirkliches Mitgefühl entwickelt man an den Katastrophen der menschlichen Entscheidungen - so die antiken Dramentheoretiker. Sie sprachen von Katharsis - Reinigung durch das Miterleben der tragischen Handlung. Ich glaube, dass etwas daran ist. Natürlich freut man sich an der Freude anderer - aber man lernt wohl aus den Tragödien, die eine menschliche Fehlentscheidung voraussetzen, mehr und erkennt oder schärft seine eigene innere Haltung in der Auseinandersetzung mit tragischen Geschichten und den menschlichen Schicksalen darin.

Hey wie findet ihr diese positive Aufwertung des Forums? :)
 
  • #30
Hallo Magnus,

Schön, dass Du diesen Thread reaktiviert hast.

Ob man - weiß ich nicht, ich mag.
Es gibt hier durchaus Zeiten, da finde ich es sehr frustrierend die Aneinanderkettung von diversen zwischenmenschlichen Katastrophen zu lesen - mir kommt da das Lied der Ärzte in den Sinn, "Männer und Frauen"...

Mal einen positiven Ausgang, Hinweise, welche Lösungswege andere in ähnlichen Problemsituationen gefunden haben, oder alleine ein anderer, leichterer, optimistischer Blickwinkel. - Ich würde es begrüßen, wenn sich im Forum, wenn schon nicht bei den Fragestellungen, dann wenigstens im Threadverlauf positive Aspekte, Erfahrungen, Geschichten finden.

Ich habe nur selbst immer wieder Bedenken, dass es falsch ankommt, belehrend, besserwisserisch, prahlerisch, etc. auch wenn es überhaupt nicht so gemeint ist.
Oder meine Befürchtung ob einer positiven Haltung zerrissen zu werden. Das trifft mich persönlich durchaus, auch wenn das Fell als Oftschreiberin zwangsläufig dicker geworden ist.

Ich freue mich auf jeden Fall über jede positive Geschichte - oder manche wunderbar plakativen und sehr spitzen Pointen (danke @frei - Du hast mich schon öfters richtig zum Lachen gebracht).

Und es wäre schön, liebe Mods, auch wenn man nicht kommentieren soll, dass wenn man einen Threaderöffner, der seinen Abschluss berichtet / teilt, diesem dann ganz knapp alles Gute mitgeben darf. Ohne einen neuen Schmarrn aus den Fingern zu saugen, wenn man nur sagen möchte, toll, prima, alles Gute.