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  • #1

Möchten sich Männer bei einer Frau geborgen fühlen?

Liebe Singles

Wenn ich (w/39) bei EP die Profile der Männer ansehe, geht es häufig um den Wunsch, auf "Augenhöhe" in einer Partnerschaft zu sein. Gehört dazu auch, dass der Mann sich bei der Frau "geborgen" fühlt?

Für mich wäre das unter anderem ein Kriterium für "auf Augenhöhe". Oder heisst auf Augenhöhe nur, intellektuell auf der gleichen Stufe zu sein.

Danke im Voraus für eure Antworten.
 
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  • #2
Aus meiner Sich unbedingt. Emotionale Nähe, eine Gefühl der Geborgenheit ist mir wichtig. Bei meiner letzten Partnerin sehr vermisst. Es geht jedoch nicht um sog. mütterliche Geborgenheit. m, 44
 
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Gast

  • #3
Auf Augenhöhe heißt für mich, dass man...
1. sich über allgemeine Gesprächsthemen auf dem selben Niveau austauschen kann,
2. sich mit einander auseinandersetzt.
3. ein Ohr für einander hat & sich gegenseitig Rat geben kann.
4. sich vertraut.
5. nicht das Gefühl hat, dass der andere sein Leben ohne dauerhafte Unterstützung nicht organisiert bekommt.
6. sich miteinander wohl fühlt & beieinander ablehnen kann.
7. sich geborgen in der Beziehung fühlt!

So würde ich das sehen.
Für manche Menschen mag zu Punkt 5. noch der finanzielle Aspekt gehören. Bei mir nicht!
 
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  • #4
Geborgen in dem Sinne, daß ich nicht alles hinterfragen und rechtfertigen muß. Daß sie spürt, ich möchte hier einen Augenblick verweilen und schauen oder zuhören, sich dazustellt und meine Hand nimmt, statt ungeduldig ‘rumzunörgeln.
 
  • #5
Für mich als Frau (53) würde es zu "auf Augenhöhe" eindeutig dazu gehören, dass sich ein Mann auch bei mir geborgen fühlen möchte und nicht nur ich bei ihm - von Zeit zu Zeit. Etwas paradox ausgedrückt, ich möchte mit einem menschlichen Mann und nicht mit einem männlichen Menschen zusammen durch ein gemeinsames Leben gehen.

Leider bin ich noch auf kein Profil von Männern gestoßen, die eine Partnerschaft "auf Augenhöhe" wünschen. Ich habe in meinem Profil genau dies als meinen Wunsch formuliert. Doch da ich in der Persönlichkeitsanalyse gleichzeitig als "dominant" eingestuft wurde, scheint mein Profil abzuschrecken. Nur weil ich mir nicht die "Wurst vom Brot nehmen lassen möchte", würde ich mich nicht so "klassifizieren". Ein dominanter Mann - toll. Eine angeblich dominante Frau - grauenhaft!
 
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  • #6
Ja. Wenn eine Frau auch stark sein kann, so dass der Mann nicht immer der Macher sein muss, verschönt das das Leben ungemein. Ich meine damit auch nicht das Mütterchen zu Hause, das kann nämlich keine Geborgenheit geben, sondern eine Frau, die weiß, wie das Leben "da draußen" aussieht und Rat geben kann.
 
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  • #7
Am besten hat es Dirk Busch in seinem Lied "Sie beißt und kratzt" besungen. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.
 
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  • #8
Ich finde es niedlich, wenn Männer bei einer leichten Krankheit so wehleidig sind und wollen von seiner Frau umsorgt werden. :)
w
 
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  • #9
Liebe ist Geben und Nehmen....
Ich "nehme" Geborgenheit und schenke sie auch. Ich lass mich führen und führe...
Es gibt Momente, da bin ich schwach, brauche eine starke Schulter zum Anlehnen, es gibt aber auch sehr oft welche, wo Er meine Stärke bracht, wünscht, genießt..., wo ich ihn auffangen kann, beraten, stark für ihn sein kann.
Das ist für mich Partnerschaft. Ich glaube wohl, dass manchmal unterschiedliche Geborgenheit von Frauen und Männern gewünscht wird. Die Kunst ist es zu erkennen,sie zu schenken und auch annehmen zu wollen/können.
 
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  • #10
Hm. Also ich möchte eine Frau auf Augenhöhe. Und ich möchte mich bei ihr geborgen fühlen. Aber "geborgen fühlen" gehört für mich nicht zu "auf einer Augenhöhe sein". Speziell kann man sich bei jemandem geborgen fühlen, der nicht unbedingt auf Augenhöhe ist.

m28
 
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  • #11
Ich "nehme" Geborgenheit und schenke sie auch. Ich lass mich führen und führe...
Es gibt Momente, da bin ich schwach, brauche eine starke Schulter zum Anlehnen, es gibt aber auch sehr oft welche, wo Er meine Stärke braucht, wünscht, genießt..., wo ich ihn auffangen kann, beraten, stark für ihn sein kann.
Das ist für mich Partnerschaft.
Genau! Wenn beide Geborgenheit geben können und wollen, dann ist die Beziehung, was diesen Aspekt betrifft, auf Augenhöhe. Es gibt natürlich noch andere Aspekte die für eine Bez. auf Augenhöhe wichtig sind. Aber das ist schon mal ein ganz wichtiger Punkt.

Und ja, wie hier eine Frau schrieb: bei Männern lese ich den Wunsch nach Augenhöhe leider NIE in ihren Profilen. Deswegen dachte ich mir übrigens gleich als ich diese Frage gelesen habe, dass dahinter bestimmt in Wirklichkeit ein Mann steckt, der gerne mal wissen will, was Frauen meinen, wenn sie von "Augenhöhe" sprechen und ob "sich geborgen fühlen wollen" damit überhaupt vereinbar ist. Jaein: wenn es so ist, dass der Mann der sich geborgen fühlen will und dann ständig in eine "Kind-Rolle" schlüpft, und den kleinen Jungen rauskehrt, während die Parnerin ständig die Mutterrolle übernehmen muss (sie soll primär immer stark sein, die Schulter zum Anlehnen bieten, trösten und gut zusprechen, das Köpfchen kraulen und in den Schlaf wiegen während er jammert und getröstet und gestärkt werden will), dann geht die Augenhöhe natürlich flöten!! Die Bez. gerät aus dem Gleichgewicht und im Bett funktioniert es nicht mehr! Insofern ist es eine sehr interessante Frage...

LG,
w,41
 
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  • #13
... Jaein: wenn es so ist, dass der Mann der sich geborgen fühlen will und dann ständig in eine "Kind-Rolle" schlüpft, und den kleinen Jungen rauskehrt, während die Parnerin ständig die Mutterrolle übernehmen muss (sie soll primär immer stark sein, die Schulter zum Anlehnen bieten, trösten und gut zusprechen, das Köpfchen kraulen und in den Schlaf wiegen während er jammert und getröstet und gestärkt werden will), dann geht die Augenhöhe natürlich flöten!! ...

Interessanter Aspekt! Es ist wohl eine Gratwanderung nach Wunsch auf Geborgenheit und emotionaler Nähe versus Mann/ich in der Kind-Rolle. Wo seht ihr die Grenzen? Was ist für euch noch im grünen Bereich? m, 44
 
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  • #14
Definitiv nein. Dieses Umsorgen, obwohl rein körperlich gar nicht notwendig wäre, ist ein Ausdruck der Zuneigung. Die liebevolle Ansprache: “Liebes brauchst du noch etwas?“ ist vielmehr ein Geben der Geborgenheit und der Zärtlichkeit, die nur zwischen zwei Liebenden möglich ist. Ich will nicht damit sagen, dass mit dem Beispiel die Komplexität der Geborgenheit widergespiegelt ist, aber es ist ein der vielen Fallbeispielen, wo die Geborgenheit von einem geliebten Menschen konkret zu spüren ist. Liebevoller Umgang gehört dazu, auch wenn es sich für Außenstehende zunächst kitschig anhört.
Reine Fürsorge konzentriert sich dagegen aufs Wohlergehen des Körpers, ohne Gefühle. Und das meinte ich nicht.
w 45
 
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  • #15
"Gleiche Augenhöhe"

Das abgedroschene Wort "gleiche Augenhöhe" meint nicht viel mehr, als dass der Partner ungefähr den gleichen optischen und bildungsmässigen Marktwert aufweisen soll. Erstaunlicherweise ist aber mit dem Begriff nicht die gleiche Körpergrösse gemeint, die meisten Männer wünschen sich weiterhin Frauen, die auch mit Stilettos an den Füssen etwas kleiner als sie selbst sind und die überwiegende Mehrheit der Frauen träumt von einem grösseren (und starken!) Mann.


Geborgenheit

Ich als Mann möchte mich - ganz im Sinne der Natur - nicht bei einer Frau "geborgen" fühlen, eher möchte ich meiner Partnerin selber Geborgenheit vermitteln. Dies schliesst allerdings das Bedürfnis nicht aus, von der geliebten Frau ebenfalls liebevoll behandelt zu werden, woraus sich ein gemeinsam empfundenes Gefühl von "Geborgenheit" ergibt.
 
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  • #16
Ich meine das sich besonders Frauen beim Mann geborgen fühlen wollen. Das sollte ein Partner nicht vergessen, wenn er selbstzufrieden sein Ego betrachtet.
 
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  • #17
Interessanter Aspekt! Es ist wohl eine Gratwanderung nach Wunsch auf Geborgenheit und emotionaler Nähe versus Mann/ich in der Kind-Rolle. Wo seht ihr die Grenzen? Was ist für euch noch im grünen Bereich? m, 44
Es gehört zu einer normalen liebevollen Beziehung dazu, dass man (Mann und Frau) auch mal schwach sein darf, dass man sich anlehnen will und darf und dass man Trost und Auferbauung sucht und auch bekommt. Und dass man sich ankuscheln kann und in den Arm genommen wird, wie ein Kind. Jeder starke Mann und jede starke Frau braucht das manchmal! Wenn wir diesbezüglich von "Augenhöhe bewaren" sprechen, geht es darum, WIE OFT das so ist, und ob immer nur einer in der Rolle des Anlehnungsbedürftigen ist, während der andere fast immer in der Rolle des Starken SEIN MUSS und selbst nie mit seinen Sorgen kommen kann (ja gar keine haben darf) und daher selbst kaum Geborgenheit durch den Partner erben kann. Auf Dauer machen solche Konstellationen eine Liebe kaputt: der Starke fühlt sich allein' gelassen und kann ausbrennen. Außerdem geht die Erotik kaputt - denn ein Mann, der ständig emotional aufgebaut werden muss, ist einfach weniger sexy. Und auch der Mann, der in dieser Position ist, fühlt sich bald nicht mehr richtig männlich und die dominanten Geborgenheitsgefühle (durch so eine sehr mütterliche Frau) unterdrucken die Lustgefühle auf Sex.... solche Männer werden bei solchen Frauen dann häufig impotent aber bei weniger bemutternden Frauen nicht.
w
 
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  • #18
Hier #8 w, 44

Geborgenheit zu geben bedeutet:
Liebe , Fürsorge, Umsorgen, Zuneigung und auch eine "Starke Schulter" schenken zu wollen.., sich auch zurücknehmen zu können, für einen , oder mehrere Momente eigene Interessen und Bedürfnisse zur Seite zu stellen, die Aufmerksamkeit auf den Partner zu lenken und ihn "halten" und auch "aushalten" zu wollen. Die Balance muss stimmen und ich nenne es: der eigene Tank des Sich-Geliebt-Fühlen muss soweit wie möglich gefüllt sein, um aus dieser Liebesquelle Geborgenheit und Liebe an den Partner geben zu können. Wenn einer nur gibt, der andere nur nimmt, entsteht ein Ungleichgewicht...aus einem leeren Tank kann man auch nichts schöpfen...
Ich genieße es vollkommen, umsorgt, in Watte gepackt zu werden, in seinem Mittelpunkt zu stehen...Es gibt mir Kraft, ich fühle mich geliebt und geborgen, nicht mehr so alleine,,,mein Liebestank wird voll...Das macht mich stark und empathisch meinem Partner gegenüber und ich hab genug Liebe und Kraft in mir, bedingungslos ihn umsorgen und wenns nötig in Watte "packen" zu können. Ich brauche keinen Mann, der immer stark ist. Ich brauche einen, der sich fallen lassen kann, in meine Arme, in meine Liebe...Der annehmen kann, sich lieben lässt, der ach weich und sensibel sein darf, der durch meine Liebe stark und männlich auftreten kann, ohne, dass er zum Macho wird...
Und ja, ich "himmele" ihn auch immer wieder mal an und gebe ihm das Gefühl ( verbal und nonverbal), er sei mein Held, mein MANN, der mich stark macht. Und dann merke ich, wie geborgen und geliebt er sich bei mir fühlt...Das ist für mich Beziehung , die mich glücklich macht. Die ihn erfüllt und vor der er nicht genug bekommt...Aus einer Verliebtheit ist eine tiefe, Geborgenheit schenkende Liebe geworden...Ich bin dankbar für diese Beziehung auf "Augenhöhe"...
 
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  • #19
Was ist für euch noch im grünen Bereich? m, 44
Schwer zu sagen. Was die Häufigkeit betrifft würde ich es so empfinden: Wenn ein Mann überwiegend guter Dinge ist oder sich zumindest zusammenreisst und das Beste aus seiner Lebenssituation macht, und selbst nach Lösungen für Probleme sucht anstatt bestimmte Dinge nur zu beklagen, aber ca. 1x im Monat eine Krise hat und schlecht drauf ist und sich bei mir "ausweint", dann wäre das für mich ok.
Aber Geborgenheit ist ja mehr als Trost und Zuhören. Die Hand halten im Kino oder beim Spazierengehen, im Bett kuscheln (nicht "nur" Sex), sich gegenseitig eine Rückenmassage geben, Zärtlichkeit, sich in die Augen sehen, miteinander sprechen und zuhören und dabei aufeinander eingehen und vor allem: dem anderen ein Gefühl der Sicherheit vermitteln, d.h. das Gefühl vermitteln, dass er auch morgen und übermorgen noch "da" sein will - DAS kann jeden Tag stattfinden und würde ich mir als starke Frau auch sehr wünschen!

Augenhöhe hat, neben der emotionalen Stärke, auch viel mit Bildung zu tun: eine Professorin und ein LKW-Fahrer (der z.B. nicht einmal Abitur hat) können schwer auf Augenhöhe sein; ein Professor und seine Studentin ebenso wenig (da haben zwar beide ggf. ähnliche intellektuelle Voraussetzungen, aber er ist um Jahrzehnte voraus und hat es schon zu etwas gebracht, aber sie nicht: sie ist klein und er ganz groß, also keine Augenhöhe).
w,41
 
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  • #20
Wenn ich (w/39) bei EP die Profile der Männer ansehe, geht es häufig um den Wunsch, auf "Augenhöhe" in einer Partnerschaft zu sein. Gehört dazu auch, dass der Mann sich bei der Frau "geborgen" fühlt?
Auf jeden Fall! Ich finde nichts grausiger als Frauen, die einen psychischen (Ratschläge etc.) und physischen (Kuscheln etc.) Beschützer suchen, aber nicht bereit sind, für einen Mann da zu sein, wenn er auch genau das braucht.
 
  • #21
Auf jeden Fall!
Sich beim anderen geborgen zu fühlen, ist für mich einer DER Aspekte, die eine Partnerschaft ausmachen.

Das hat für mich aber wenig mit "Augenhöhe" zu tun, das ist tatsächlich eher ein intellektueller Punkt und hat dazu was mit "gleicher Wellenlänge" zu tun - was ebenfalls unerlässlich für mich ist.

Die Kunst ist also, eine Frau zu finden, die mit mir auf Augenhöhe ist UND bei der ich mich geborgen fühle - und die mich als Frau begeistert ;-)

Zu meinem großen Glück habe ich so jemanden gefunden!

m/34