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  • #31
Frage: Schafft es hier jemand 25 Jahre lang Tag ein Tag aus den gleichen Jogurt zu essen oder sich nur noch von Nudeln zu ernähren? Also ich nicht und irgendwann wird mir schlecht dabei. So geht es "mir" zumindest auch bei "Beziehungen". m27

Hm...wie wäre es mit ganz vielen verschiedenen Speisen mit der selben Frau? ;)
nur als Vorschlag. Jemand mit Erfahrungen?

w26
 
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  • #32
Im Klartext: Ein Mensch muss seine Gefühle verdrängen und sich zu etwas zwingen, also bei einer Person zu bleiben, auch wenn es ihm nicht gefällt.

In so einen Fall kann man sich doch aber trennen! Dann stimmt doch mehr nicht als nur der Sex und eine Trennung lässt sich nicht unter "Untreue" fassen. Für mich war eigentlich das Thema, dass es eben Menschen gibt, die ihren Partner lieben und trotzdem ohne Gefühle fremdgehen.
 
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  • #33
In der Regel ist Monogamie das Richtige. Die meissten Menschen können damit umgehen.
Nur sind die Fremdgänger einfach lauter und versuchen die Andern zu überzeugen, dass sie eigentlich unschuldig sind.

Aber, zugegeben, Monogamie ist nicht einfach gegeben. Da müssen Beide Partner an ihrer Beziehung arbeiten.
Sicher ist es Vorstellbar mit einem anderen Partner Sex zu praktizieren, jedoch dass der Partner das macht ist zu belastend. Desshalb verzichtet man darauf.
 
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  • #34
Ob Monogamie funktioniert, liegt an jedem selbst. Wenn man jedoch davon ausginge, dass es nicht funktioniert sollte manw die nicht den Kindern vorleben. Die jungen Männer die hier nach Polyfamie schreien, sollten bei den Frauen mit offenen Karten spielen, keine verbindlichen Beziehungen eingehen, nicht heiraten und vorallem dürfen sie keine empfindsamen Töchter bekommen, die im Erwachsenenleben keine dauerhafte Beziehung finden, nur umtriebige Männer haben und eben eure Kindeskinder am Existenzminimum selber ernähren.
 
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  • #35
Monogamie ist Lebbar.
Die meissten Menschen funktionieren in der Monogamie.
Nur melden sich diese Menschen nicht zu Wort, da sie mit der Situation glücklich sind. Im Gegenteil, sie lernen dieses Glück für sich zu behalten, um Andere nicht zu provozieren.
 
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  • #36
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  • #37
Die meisten Menschen funktionieren in der Monogamie.
Nur melden sich diese Menschen nicht zu Wort, ..., sie lernen dieses Glück für sich zu behalten, um Andere nicht zu provozieren.

Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen:

Im Zeichen all der "political correctness" sind wir soweit gekommen, dass der Normal- und vor allem Idealzustand einer (lebenslangen) treuen Partnerschaft als Provokation empfunden werden kann. Das alles erinnert an Noelle-Neumanns Schweigespirale - die (große?) Mehrheit "tickt" eben doch anders, als manche vorlaute Beiträge in Foren wie diesem über Sexualität nahelegen könnten.

m,49
 
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  • #38
Monogamie = eine Partnerin nach der anderen.

Falls eine da ist, die besser ist als alle anderen (und damit meine ich vor allem im Kopf):

Monogamie = eine Partnerin ist alles was Du brauchst!

Denn wenn Du mehrere brauchst, ist Deine Partnerschaft sowieso kaputt.
 
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  • #39
Ich vermute, der FS meint, dass Monogomie bedeuten würde, dass man freiwillig treu einer Person ganzes Leben lang ist. Und hier ist die Frage, ob es lebbar ist? Man bricht ja aus dieser Situation aus, sobald man den Partner wechselt, auch wenn man in der Beziehung treu war. Kann man monogam nur eine begrenzte Zeit lang sein? Bleibt man in der Beziehung treu, weil man entweder keine Möglichkeiten oder Angst vor den Konsequenzen hat? Handelt man somit gegen seine Bedürfnisse und ist durch die Zivilisation gezähmt?
 
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  • #40
Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen:

Im Zeichen all der "political correctness" sind wir soweit gekommen, dass der Normal- und vor allem Idealzustand einer (lebenslangen) treuen Partnerschaft als Provokation empfunden werden kann. Das alles erinnert an Noelle-Neumanns Schweigespirale - die (große?) Mehrheit "tickt" eben doch anders, als manche vorlaute Beiträge in Foren wie diesem über Sexualität nahelegen könnten.

m,49

Hallo m,49!

Vielleicht ist ja gerade das "Normale" und das Verstecken hinter einer angeblichen Mehrheit das "Kranke"? Das angstvolle und verbissene Festhaltenwollen an starren Zuständen, obwohl alles in Fluss, in Veränderung begriffen ist.

Brauchen wir nicht sogar den Mut, uns zu verändern, verkrustete Strukturen aufzubrechen, gesellschaftliche oder erzieherische Zwänge abzulegen?

Hier wird sehr viel gewertet (z.B. "vorlaut"). Ist nicht die dauernde Wertung und Bewertung die größte Selbstbeschneidung?


Gruß, m (47)
 
  • #41
Der Begriff Monogamie entstammt der Biologie und bezeichnet im Ursprung die lebenslange exklusive Fortpflanzungsgemeinschaft zwischen zwei Individuen einer Art. Manche neuere anthropologische Untersuchungen zeigen Verhaltensmuster wie Fremdgehen und den Wechsel von Partnern als in allen Epochen bis zur Frühgeschichte wiederkehrende Merkmale des menschlichem Paarungsverhaltens auf.
Die mittlerweile etwas liberalere sexuelle Praxis in der Kultur der westlichen Neuzeit sowie die verhältnismäßige Einfachheit von Scheidung und Wiederverheiratung innerhalb des gleichen nationalen Rechtssystems haben zu einem Anstieg der sogenannten seriellen Monogamie geführt . Bei der seriellen Monogamie haben Personen mehrere aufeinanderfolgende monogame Beziehungen, die sie nach einer gewissen Zeit wieder auflösen bzw. Phasen der Bindung lösen sich mit Phasen als Single ab, bis es dann (vielleicht) wieder zu einer Eheschließung kommt.
 
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  • #42
In so einen Fall kann man sich doch aber trennen! Dann stimmt doch mehr nicht als nur der Sex und eine Trennung lässt sich nicht unter "Untreue" fassen. Für mich war eigentlich das Thema, dass es eben Menschen gibt, die ihren Partner lieben und trotzdem ohne Gefühle fremdgehen.

Aber ist nicht jede Trennung ein Beweis dafür, dass lebenslange Bindung an ein unddenselben Partner eben NICHT funktioniert?
Mich würde mal die Statistik interessieren, wieviele glückliche (!) Ehen, die ins 50. oder 60. Jahr gehen (denn genau DAS bedeutet lebenslang) gibt es und wieviele gescheiterte Ehen, Beziehungen gibt es? Ich glaube, wir alle wissen die Antwort.
Mit einem Menschen hält man es eben nur im Ausnahmefall ein Leben lang aus. Treue, die Spaß macht - ja aber wieder nur ein paar Jährchen - wenn überhaupt.
Und: Ohne Gefühle geht wohl kaum einer "fremd!" (Manchmal erscheint einem der langjährige Ehepartner fremder als die Affäre.)
 
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  • #43
Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen:

Im Zeichen all der "political correctness" sind wir soweit gekommen, dass der Normal- und vor allem Idealzustand einer (lebenslangen) treuen Partnerschaft als Provokation empfunden werden kann. Das alles erinnert an Noelle-Neumanns Schweigespirale - die (große?) Mehrheit "tickt" eben doch anders, als manche vorlaute Beiträge in Foren wie diesem über Sexualität nahelegen könnten.

m,49



Es hat sich ja noch nicht einmal jemand auch nur ansatzweise Gedanken darüber gemacht, ob soetwas (Treues, Lebenslanges) der Idealzustand ist, es überhaupt sein kann! Nur, weil die große Schafherde zufrieden blökt in all ihrer Bequemlichkeit (m.a.W.- weil sie schlicht zu doof ist, aus ihrem Stall auszubrechen) , heisst das noch lange nicht, dass das der Idealzustand des Menschen ist, mein Lieber. Der Mensch ist weder Graugans noch Pinguin noch Schleiereule. Sie (die Tiere) mögen es schaffen, ein Leben in diesem monogamen Gefängnis zu leben, sie werden allerdings auch nicht so alt. Betrüge meine Lebenserwartung nur 25 Jahre, würde ich wohl auch froh sein, meinen Partner nicht (mehr) wechseln zu müssen.
Dies aber auf den Menschen übertragen zu wollen, der weitaus komplizierter, irrationaler, gefühlsgesteuerter ist als ein Tier, ist vollkommen daneben.
Von der "großen Mehrheit" angesichts einer Scheidungsrate von 50% zu sprechen, finde ich nicht sehr glaubwürdig. Es reicht eben, wie man an Deinem Beitrag sehen kann, nicht aus, den Zeigefinger zu erheben und von "political correctness" zu reden, da muss schon ein bisschen mehr Substanz her. Gute Nacht & nix für ungut.

w 35
 
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  • #44
Ich habe in meinem ganzen Leben nur ein einziges Paar kennen gelernt, welches ein Leben lang GLÜCKLICH miteinander verheiratet war.
Auch mit über 70 haben sie sich immer noch wie zwei jung Verliebte angeschaut.
Ein Paar aus meinem Heimatdorf.

Die beiden sind für mich der Beweis, dass es sehr wohl geht.
Die Tatsache, dass ich nie ein zweites Paar getroffen habe, welches wie die Beiden war/ist zeigt mir jedoch auch, dass so etwas eine sehr, sehr seltene Ausnahme ist.

Lebenslange Monogamie mit einem einzigen Partner sollten Paare dann leben, wenn es ihr beider freiwilliger Wunsch ist und sie damit BEIDE glücklich sind.
Nicht, weil es irgendwann mal von den Kirchen zur Normalität erklärt wurde.

Hätte die Natur es so gewollt, dass wir uns nur EINEN Sexualpartner suchen im Leben, dann hätte sie unseren Hormonhaushalt so eingerichtet, dass wir nie wieder sexuelles Interesse an einem anderen Menschen empfinden sobald wir uns einmal an jemanden fest gebunden haben.
Dann würde die anfängliche Verliebtheit in den Partner ein Leben lang anhalten.
Tut sie das?
Nein - in der Regel nicht. Also hat die Natur für unsere Fortpflanzung andere Regeln festgelegt.

Demnach ist die Monogamie wohl tatsächlich gegen unsere Natur.
Was jedoch niemandem verbietet zu versuchen sie für sich trotzdem zu leben, wenn das denn sein Wunsch ist.
 
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