• #31
@#29: So jetzt reicht es langsam! Lies Dir doch einfach noch einmal meine Beiträge #2, #12, #16, #17 durch. Da steht nichts von Deinen Vorwürfen drin. Ganz im Gegenteil möchte ich meinen. Dir gefällt einfach nur meine Meinung nicht. Damit kann ich leben.

Deine Beleidigungen gehen auf keine Kuhhaut mehr. Schreib doch bitte einfach Deine Meinung zum Thema und fertig. Mann, mußt Du verbittert sein vom Leben, wenn Du so einen Hass auf Frauen hast, die Deine Fehler nicht gemacht haben.

Die Schar von Alleinerziehenden ist auf jeden Fall keine gute gesellschaftliche Tendenz. Oder willst Du etwa abstreiten, dass ein gesundes Elternhaus das beste für Kinder wäre?
 
G

Gast

  • #32
Frederika, warum fühlst Du Dich so angegriffen? Sind Alleinerziehende Aussätzige? Sie haben doch keinerlei negativen Touch. Für Dich anscheinend schon. Hier ist also die Wurzel allen Übels.

Und nein, Du hast nicht bloß eine Meinung, Du verurteilst sehrwohl! Lies selbst Deine Worte, bevor ich es für Dich tue.

Du kommst anscheinend nicht klar damit, dass es hier so viele geschiedene Männer mit Kindern gibt. Wenn sie für Dich als Partner nicht in Frage kommen, dann gut so. Aber bezeichne sie nicht als Menschen, die alles schnell aufgeben. Das ist wirklich ungerecht und falsch.

Scheidungsrate höher als früher? Dann weißt Du sicher auch, dass über 90% der Scheidungen von Frauen eingereicht werden. Und jetzt? Sind wir Frauen hier alle böse und leichtfertige Personen? Auch ich bin gegen Scheidungen, auch mir wäre lieber gewesen, der eine wäre es gewesen. Doch es war nicht so. Und da braucht keine wie Du kommen und darüber urteilen.
Beide wollen wir anscheinend mit dem einen Richtigen glücklich werden. Nun denn, wie schön. Belassen wir es dabei.
 
H

Holly Golightly

  • #33
Ich glaube die groessere Zahl der Alleinerziehenden haengt auch damit zusammen, dass Frauen heutzutage die Moeglichkeit haben, besser fuer ihren eigenen Broterwerb zu sorgen und sich damit vom Mann unabhaengig machen koennen und aus einer Ehe ausbrechen koennen, in der sie nicht mehr gluecklich sind. Die Zahl hat m.E. nichts damit zu tun, dass frueher die Paare gluecklicher waren oder dass sie mehr gekaempft haben.

Interessant finde ich in dem Zusammenhang den Thread "Wer hat schon mal eine Paartherapie gemacht" oder so aehnlich. Da wird einem schon einiges klar, warum viele Ehen auseinandergehen.

Ich bin der festen Ueberzeugung, dass eine Scheidung, vernuenftig und *erwachsen* ausgetragen, fuer ein Kind immer noch gesuender ist als in einer Atmosphaere aufzuwachsen, in der Mami und Papi nur noch so tun als ob sie sich gaaaaaaanz doll liebhaben. Die Kinder kriegen das mit. Natuerlich ist es am aller- allerbesten wenn sich die Eltern ein Leben lang lieben und sich nie scheiden lassen, da gibt es keinen Zweifel. Leider aber werden viele Scheidungen immer noch auf dem Ruecken der Kinder ausgetragen und DAS ist die eigentliche Verantwortungslosigkeit.
 
G

Gast

  • #34
Liebe Frederika: hier Deine Kommentare:
Nr. 1:
" Wenn es aber einfach nur langweilig geworden ist, die Liebe fast erloschen, sich zu oft über Kleinigkeiten gestritten wird, einer zu lange arbeitet, der andere unzufrieden ist und so weiter, dann kann man, so finde ich, schon erwarten, dass man sich der Kinder wegen zusammenrauft": Glaube mir Schätzchen, deswegen lässt sich niemand scheiden.
Nr. 2: "Man muss durch manche Sachen im Leben auch mal durch und nicht so schnell aufgeben."
Vollkommen meine Meinung, bin aber trotzdem geschieden. Es waren nämlich Dinge, Du die es kein "durch" mehr gab. Wie in fast allen Fällen übrigens.
Nr. 3: "Ich glaube, der Wille, ausgiebig zu kämpfen und auch mal schlechte Zeiten zu ertragen, ist einfach viel zu gering geworden." Woher nimmst Du bloß an, dass das so ist. Woher nimmst Du an, jeder rennt gleich zum Scheidungsrichter. Ehrlich gesagt schätze ich Dich fast so ein, da Du ja eine Prinzipienreiterin zu sein scheinst. Gar keine guten Voraussetzungen für eine Ehe, ui.
Nr. 4: "Viele hätten vielleicht mehr Sex, wenn sie sich mit ihrem Partner wieder vertragen würden!"
Nein, darauf gehe ich lieber nicht ein, das ist mir zu tief. So kannst Du unmöglich wirklich denken. Das ist die Aussage einer Pubertierenden.
 
  • #35
@#31: Du mußt ein echtes Problem haben. Lies dir meine Beiträge durch und fertig. Warum sollten Alleinerziehende für mich Aussätzige sein? Wie kommst Du auf solche Vokabeln? Du biegst Dir wirklich Dein Bild zurecht, wie Du es gerne hättest. Wieviele Alleinerziehende können nichts dafür? Ich rede doch gar nicht von Schuld oder Moral, sondenr davon, dass ein gesundes Elternhaus immer noch das Beste für ein Kind ist. Da wirst Du ja wohl zustimmen. Und nochmal: Ich urteile nicht über DICH persönlich. Du dagegen wirst schon wieder persönlich. Reiß Dich jetzt einfach zusammen und gut ist.
 
  • #36
@#34:

1) Ach ne? Warum liest man dann so oft solche Begründungen für Scheidungen? "Auseinandergelebt" ist eine der häufigsten Begründungen überhaupt.

2) Wir sind uns einig. Warum zitierst Du diesen Satz?

3) Es ist meine MEINUNG. Punkt. "Ich glaube, dass" -- nicht mehr und nicht weniger wird hier im Forum erwartet. Begreife das bitte endlich. Du sagst, was Du meinst; ich sage, was ich meine. Ist eigentlich ganz einfach das Prinzip.

4) Du bist auch nicht auf meine Frage eingegangen, ob Du wirklich meinst, dass die Mehrheit der Alleinerziehenden ein ausgeglichenes Sexualleben hat. Grandios. Einfach ignorieren. Das bringt die Diskussion weiter.

So, jetzt also meine Frage: Wo habe ich Übles unterstellt? Du hast Dich an mir festgebissen, das ist alles. Kein einziges Zitat war irgendwie schlimm oder bösartig. Nicht einmal Du hast etwas Schlechtes gefunden. Ich nehme das als Lob.
 
G

Gast

  • #37
#33 Frederika: Stimmt, für Kinder ist ein gesundes Elternhaus das beste. Doch wenn es nicht klappt, heißt das nicht, dass es leichtfertig aufgegeben wurde. Nimm das doch zurück, wenn es Dein Stolz erlaubt. Was hat man Dir bloß angetan mit Deiner eigenartig verbohrten Einstellung.
 
  • #38
@#36: Ich habe nie behaupptet, dass ALLE ihre Ehe leichtfertig aufgeben. Ich finde nur, dass man der Kinder wegen durchaus länger auch mit suboptimalen Zuständen leben könnte.

Lass uns doch mal auf sichereres Terrain wechseln: Worauf führst Du denn die hohen Scheidungsquoten zurück? Warum sind sie so stark gestiegen?
 
G

Gast

  • #39
#37

Antwort findest du in #32.
So etwas Ähnliches hatte auch ich mal in einem anderen Thread geschrieben, habe damals von Heinrich VIII. gefaselt....
Wiederholungen sind mühsam

Ulrike
 
G

Gast

  • #40
Fredi Nr. 35: "Auseinandergelebt" ist ein Sammelbegriff. Oder erwartest Du, dass hier Gerichtsakten geöffnet werden??!
Du hast den Punkt 2 angeführt als Angriff, wie zum Beispiel jemand wie Du das hochhält. Sieh aber an, auch die Geschiedenen teilen diese Meinung. Was nun?
Sehr gut, Du glaubst dass... hier wurde Dir aufgezeigt, dass Du irrst. Du scheinst es aber nicht zu glauben, das lässt Dich uneinsichtig und überheblich wirken.
Was hat das Sexleben mit Scheidung und Trennung zu tun? Du beziehst Dich sicherlich auf die Schreiberin mit dem eingeschlafenen Sexualleben. Ich denke mal, sie hat Dir nicht alles ausgebreitet und ausserdem möchte ich nicht für die Probleme anderer gerade stehen. Du greifst doch sonst auch keine Einzelschicksale auf. Ausser, sie kommen Dir recht.

Lob oder nicht Lob? Ich habe nichts gegen Dich, aber pauschaliere nicht und unterstelle bitte nichts. Dein Urteil über die Einrichtung Scheidung ist eines, Dein Urteil über Menschen, die sich scheiden lassen ein anderes. Nur wenn man geschlagen wird oder einer Alkoholiker ist, ist eine Scheidung ala Frederika ok. Der Rest ist pfui. Also echt, das ist tief.
 
  • #41
Ich denke, die Diskussion ist hiermit jetzt an einem toten Punkt angelangt. Wir haben einfach unterschiedliche Meinungen zum Thema und damit müssen beide Seiten leben. Wenn wir uns darauf beschränken würden, einfach unsere Meinungen zu sagen und zu begründen, dann würden solche Streitigkeiten vermieden werden können. Schließlich sind wir alle freiwillig und aus Spaß hier, oder? Also laßt uns friedlich und erwachsen einfach unsere Ansichten tauschen.
 
G

Gast

  • #42
Frederika #37: "In guten wie in schlechten Zeiten" ist nicht umsonst ein wichtiger Spruch bei einer Heirat. Daran denken die Leute heute zu wenig." = ZITAT FREDERIKA.
Ergebnis: unwahr, denn Pauschalverurteilung
 
  • #43
@#40: Nein, diejenigen, die sich für eine Scheidung entschieden haben, glauben, sie wären nicht leichtfertig gewesen. Das soll zeigen, dass ich mich irre? Da macht man ja den Bock zum Gärtner. Also wirklich.

Noch einmal: Ich behaupte überhaupt nicht, dass ich unbedingt recht habe. Ich GLAUBE, dass viele sich heutzutage schneller trennen als den Umständen nach sinnvoll wäre. Dazu stehe ich. Ihr wißt es nicht besser, sondern geht einfach von Euren eigenen Fällen aus und das noch im Selbstbild -- auch keine sehr objektive Betrachtungsweise, oder?

Ich habe in #2 nur zwei Beispiele genannt, in welchen ich es absolut verstehen könnte, wenn man sich trennt. Einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt so ein kurzer Satz ja wohl nicht. Zähle Du doch einfach weitere Gründe auf, das wäre konstruktiv.

Bringe Du doch endlich mal Informationen, anstatt nur an den Aussagen anderer zu mäkeln. Warum hast Du Dich zum Beispiel getrennt? Ihr seid doch mehrere, laßt uns teilhaben an Euren Geschichten, offenbart die guten und stichhaltigen Gründe, das würde mich und andere interessieren! Aber einfach nur meckern... Wenn ich jetzt so gemein wäre wie Ihr... aber ich möchte mich nicht in Retourkutschen versteigen.
 
  • #44
@#42: Das ist eine ganz normale, forumsübliche Aussage und keineswegs eine Pauschalverurteilung. Wer nicht mal mehr in der Lage ist, Meinungen und Ansichten in kurzen Sätzen zu erkennen, der tut mir wirklich leid.

Man kann doch beim besten Willen nicht in jedem Halbsatz "finde ich, glaube ich, meine ich, meiner Meinung nach" ergänzen. So viel Verstand traue ich Euch einfach zu. Habt außerdem den Anstand, nicht falsch verstehen zu wollen, und schon paßt das alles. Für so eine Aussage schäme ich mich nicht!

Ich habe jetzt den Nachsatz "wie ich finde" ergänzt, damit das Mißverständnis aus der Welt ist.
 
G

Gast

  • #45
@#37:
zum Beispiel auch darauf, dass Frauen heute selbstständig sind, ihren eigen Beruf haben und deshalb nicht verheiratet bleiben müssen, nur um abgesichert zu sein. Und darauf, dass es heute zum Glück kein Makel ist, geschieden zu sein, auch wenn das hier mal wieder so klingt. Frühere Generationen hätten vielleicht auch gerne diese Möglichkeit gehabt.

@#24: na klar, aber die Singles, die nicht mal eine langjährige Beziehung zustande bringen, die wissen natürlich Bescheid.

Und zu deinem Beitrag in #30 Frederika, da bist du aber selbst persönlich geworden, vielleicht bist du ja nur selbst verbittert, weil dich offenbar noch nie der Richtige heiraten wollte.

Und klar, du wirst natürlich all diese Fehler niemals machen, aber leben, und zwar wirklich leben, impliziert auch Fehler zu machen, aber immerhin hat man gelebt...

Und, nur zur Vollständigkeit, ich bin NICHT geschieden, kann aber von meinen Erfahrungen aus Sicht eines Kindes berichten: Nein, meine Eltern sind auch nicht geschieden, aber ich habe mir rund 10 Jahre lang gewünscht, sie würden es endlich tun, bevor ich mit 18 Jahren ausgezogen bin. So viel zur eigentlichen Frage, ob man um der Kinder willen zusammen bleiben sollte.
 
G

Gast

  • #46
Ich glaube mitlerweile geht es gar nicht mehr um das eigentliche Thema, sondern nur noch darum wer recht hat und wer unrecht hat!! Diskussionen sind primär eine feine Sache aber ich denke man (hier Frau :) ) kann auch was tot dikutieren!

Dagmar
 
G

Gast

  • #47
zu#41: Na gehts noch gut, ich soll Dir meine und die anderen Geschichten erzählen? Auf was hinauf. Um es jetzt endlich auf einen Punkt zu bringen: Niemand lässt sich l e i c h t f e r t i g scheiden, nicht jetzt und nicht vor 100 Jahren, mit oder ohne Kinder. Das ist Dein Glaube, und das ist eben ein Irrglaube. Sehr viele Leute haben Dir jetzt gesagt, dass es so viele Gründe gibt, sich auseinanderzuleben, dass es hier den Rahmen sprengen würde.
Warum bist Du Single? Weil Du getrennt bist. Und warum bitteschön? Na weil es nicht mehr gepasst hat. Erspare mir Einzelheiten, es werden schon für Dich richtige Entscheidungen gewesen sein, da bin ich mir sicher.

zu #43: Erklärungen hast Du genug parat. Aber es ist falsch, zu finden, dass geschiedene Leute leichtfertige Personen sind. Die Kröte kannst Du anscheinend nicht schlucken.
 
G

Gast

  • #48
Bei Scheidungs- und Beziehungsneurotikern besteht beidseitig eher die Gefahr der zur "leichtsinnigen Last" was ebenso die Sorge um die Eltern am Ende ihres Lebens besteht, für sich bewußte liebende Paare wohl kaum, denn sie lieben ihre Kinder und Eltern gleich von wem bestehend. Wo ist man hier bloß gelandet? Die Ergebnisse werden zur Veröffentlichung verkauft?
 
G

Gast

  • #49
Leider ist einer der wichtigsten Trennungsgründe das " Recht haben" und " Besser wissen".
Das habe ich zeitweise auch getan.
Damit stellt man sich über den Partner und läßt seine Meinung als die einzig Richtige
gelten. Dass eine abweichende Meinung nicht auch gleichzeitig eine " Schlechtere" oder " Falsche" ist, müssen hier im Forum noch einige verstehen lernen. Mit dieser Haltung bekommt man dann früher oder später jede Liebe, egal wie groß sie ist, kaputt.
Hier noch ein kleiner Buchtip: von Michael Lukas Möller: Die Wahrheit beginnt zu zweit.( Rowohlt)
 
G

Gast

  • #50
Sehr schön!!! Dieses Buch (Die Wahrheit beginnt zu zweit) hätte meine Ehe retten können, wenn auch mein Mann sich darauf eingelassen hätte. Ja, das ist ein wirklich gutes Buch... Die sogenannten Zwiegespräche geben Liebenden die Chance, zu wachsen (und das "Recht haben wollen" und ähnlich unreife - wenngleich allzu menschliche - Motive / Bedürfnisse abzulegen zugunsten einer von Respekt und Achtung getragenen Lebenshaltung!) ! Das Leben ist so vielschichtig. Gründe zum Zusammenbleiben gibt es wohl oft ebenso viele wie zum Sich-trennen... Niemand kann uns die Entscheidung abnehmen. Klar ist nur: Für unsere Kinder sollten wir immer das Beste wollen - und das kann eben auch heißen: Trennung, damit es MAMA und vielleicht auch PAPA wieder besser geht.
 
G

Gast

  • #51
Ansprüche, gigantische Ansprüche. Selbstfindung und Selbstverwirklichung. Hier auf Kinder zu achten ist doch Verrat an sich selbst.
Wir leben die komplette Ich-Bezogenheit den Kindern vor. Dies werden sie uns dann nachmachen. Ich glaube besser sind:
Achtung
Wertschätzung
Toleranz
Verläßlichkeit.
Darauf würde ich gern eine Beziehung bauen. Ich erläuter noch etwas:
Achtung - keine Jogginghosen und Rotz hochziehen!
Wertschätzung - der Partner ist wunderbar, dies muß ich nur ab und zu ins Bewustsein bringen.
Toleranz - der Andere hat Fehler, andere Meinungen und andere Wünsche, die ich akzeptieren sollte.
Verläßlichkeit - auch wenns schwierig wird, oder wenn der "Traumpartner" kommt, nicht umkippen.
Ich glaube das sind wir unseren Kindern schuldig.
Mißachtung, Herabsetzung, phys und psy Gewalt sind für mich aber Trennungsgründe, ja, ich bin auch auf der Suche!
 
A

AnnaHH83

  • #52
Ich denke, das Weiterführen einer Ehe, nur weil Kinder im Spiel sind, ist definitiv nicht sinnvoll.

Natürlich sollte man, Kinder hin oder her, in meinen Augen immer alles dafür tun, eine Ehe / Beziehung zu retten. Allerdings merken Kinder ganz genau, häufig ohne das die Eltern es ahnen, dass in der Beziehung etwas nicht stimmt. Ich bin selber ein Scheidungskind. Meine Eltern haben sich getrennt, als ich 10 Jahre alt war. Klar, habe ich das damals nicht verstanden, war vor den Kopf geschlagen, als ich hörte, Mama und Papa haben sich einfach nicht mehr lieb... Ich habe allerdings auch vorher mitbekommen, dass meine Mutter schon lang nicht mehr im gemeinsamen Schlafzimmer geschlafen hat und das Papa immer später von der Arbeit kam. Das es kaum noch, und wenn irgendwie gezwungene, gemeinsame Unternehmungen gab und vor allem, dass meine 1. Bezugsperson, meine Mutter sehr unglücklich war. Und das ist für ein Kind auch nicht schön! Meine Eltern haben es damals jedoch geschafft, sich friedlich zu trennen und einen Weg für einen vernünftigen Umgang miteinander zu finden.

Ich habe mir lange gewünscht, dass meine Eltern noch zusammen wären, die heile Familie eben. Aber rückwirkend glaube ich nicht, dass ich damit eine glücklichere Kindheit gehabt hätte, da es bei den beiden einfach nicht mehr passte!

Und mit zunehmendem Alter konnte ich es immer mehr verstehen und nachvollziehen, warum es nicht mehr ging.
 
G

Gast

  • #53
Ja, ich finde auch, dass Eltern sich zusammenreißen sollten, aber es gibt Grenzen. Wo diese liegen, ist gaaanz schwer zu sagen.

Aber, wenn es einfach grundsätzlich nicht passt, glaube ich, dass die Kinder nicht nur merken, dass es etwas nicht stimmt. Eine Psychologin sagte uns einmal und ich denke es ist wahr: wir Menschen haben alle ein Bauchgefühl. Manche kriegen die Dinge aus dem Unterbewußtsein bis in den Verstand und können es in Worten beschreiben, aber nicht immer und viele schaffen es gar nicht. Trotzdem gibt es dieses Bauchgefühl und es funktioniert oft. Das Bauchgefühl wird genauso gelernt, wie sprechen und denken, aber es kann auch falsch angelernt werden. Die Kinder in einer kaputten Ehe entwickeln ein falsches Bauchgefühl bzgl. des Paarverhaltens! Das was vorgespielt wird und das was wirklich abläuft ist nicht stimmig. UND NOCH WICHTIGER: die Kinder lernen NICHT wie es RICHTIG geht. Wenn sie groß werden, könnte es ihnen sehr schwer fallen, es selbst richtig zu machen (in der eigenen Beziehung).

Wenn es einfach nicht passt und sich die Eltern trennen, lernen sie dabei hoffentlich, etwas besser zu "suchen" und einen neuen, passenderen Partner zu finden und können dem Kind dann u.a. hoffentlich "vorführen" wie es richtig gehen kann. Wenn die Kinder trotz der Trennung danach sogar von beiden Eltern noch etwas "haben", dann haben sie sogar eine doppelte "Chance". Selbst wenn der eine Elternteil "unmöglich" sein sollte, kann der andere Elternteil zeigen, wie es richtig geht und ich glaube, auch das spüren die Kinder instinktiv.

E.
 
V

VirginiaWoolf

  • #54
Auf die Frage - Nein,
wenn es wirklich nicht mehr geht, nein.
Ich habe gewartet (ca. 3,5 J.) bis meine Kinder volljährig sind, und das habe ich tief bereut, die Kinder und ich haben gelitten.