• #31
wenn man nicht glücklich ist, ein Single zu sein, dann sollte man dies einfach ändern. Gerade als Frau hat man da bessere Möglichkeiten, wie ein Mann...
Ich hätte locker 2 oder 3 Männer pro Monat...

Ja, wer so viel vermisst als Single, sollte und könnte das ändern. Viele Singles warten jedoch auf einen Traumpartner oder eine Traumbeziehung, anstatt den Tatsachen bzw. der Realität ins Auge zu sehen. Frauen wollen einen interessanten, attraktiven und gleichzeitig netten, aufmerksamen, zuverlässigen Partner. Kommt dann ein interessanter Kerl daher, ist er nicht nett genug und kommt ein wirklich netter vorbei, ist er zu uninteressant. Bei den Dauersingle- Männern ist es ähnlich. Beiden geht partiell oder dauerhaft die Fähigkeit verloren, sich auf einen realen Menschen mit seinen Ecken einzulassen bzw. langfristig gemeinsam einen liebevollen Alltag zu leben. Manche sind mit ihrem Singleleben zufrieden, gestehen sich ein, dass sie keine Kompromisse machen können oder wollen. Muss ja heute in Deutschland auch keiner mehr- Zum Glück.

Was mir nicht gefällt ist dieses direkte oder indirekte sich Beklagen über das andere Geschlecht bzw. darüber, dass es keine "guten" Männer oder Frauen mehr gibt.

Manchmal ist es auch nur Blindheit sich selbst gegenüber, denn wer nicht gerade ein schwerwiegendes Handicap hat, könnte nach ein paar Monaten entspannter, realitätsnaher, reflektierter Suche bzw. max. drei Jahren mit zwei oder drei "Fehlversuchen" einen pasenden Partner finden.
 
  • #32
Ja, wer so viel vermisst als Single, sollte und könnte das ändern. Viele Singles warten jedoch auf einen Traumpartner oder eine Traumbeziehung, anstatt den Tatsachen bzw. der Realität ins Auge zu sehen.

Dazu passt der aktuelle Thread zu Typen der Liebe.

Alle Menschen rennen mit Filtern vor ihren Sinnen durchs Leben. Einige bemerken diese überhaupt nicht und erklären diese Filter auch noch zum Dogma.

Sie können sich daher überhaupt nicht in verlässlichere Personen verlieben, weil sie diese aus ihrer Sicht vorab ausblenden. Statt aber die Verantwortung für ihren Filter zu übernehmen, suchen sie eine Art Schuld beim Gegengeschlecht und beharren darauf, dass sie den richtigen Filter einsetzen.
 
  • #33
Zunächst eimmal finde ich, dass der Begriff "Glück" bzw. "glücklich sein" inflationär benutzt wird: Man ist glücklich, wenn man ein Projekt erfolgreich abgeschlossen hat, einen Orgasmus hat oder im Lotto gewonnen hat, überglücklich, wenn man die ersten Schritte seines Kindes miterlebt. Ich hatte zb extreme Glücksgefühle, als ich das erste mal mit meinem Kind unter dem Gipfelkreuz den 3.000er-Gipfelsieg feierte...Minuten davor hatte ich panische Angst, dass mein Kind abstürzen könnte. Für mich ist also Glück kein Dauerzustand, sondern ein Gemüts-Extremwert, der nur wenige Augenblicke anhält und sich dann verflüchtigt. Und natürlich kann man auch ohne Partner diese Momente des Glücks haben. Eine Partnerschaft aber, an die der Anspruch eines dauerhaften Zustandes des Glücklichseins gestellt wird, wird natürlich zur Frustration führen.

Ich finde deshalb, dass (das wurde auch schon in der Diskussion geschrieben) es in der Beziehung darum geht, "zufrieden" zu sein. Seit ich zb meine Partnerin habe, befinde ich mich in einem nachgerade beängstigenden Zustand der "zutiefsten Zufriedenheit".

Meine Zeit als Single, die vor allem aus Arbeiten, Kind, exzessivem Sport und viel Sex bestand, habe ich für genau 4 Monate genossen, wirkte dabei vielleicht nach außen ausgeglichen, war aber nicht annähernd zufrieden. Glücksgefühle hatte ich jede Menge, zb beim Legospielen. Für die Zufriedenheit hat mir allerdings -genau wie der TE- die mentale und körperliche Nähe einer Partnerin, sie lieben und von ihr geliebt werden gefehlt. Danach habe ich mich gesehnt. Insofern kann ich die Gedanken der TE gut nachvollziehen.

Jeder Single hat die Wahl, ich glaube aber, dass es für Ausstrahlung und Partnersuche hilfreicher ist, sich den Unterschied zwischen Glück und Zufriedenheit verinnerlich zu machen und ab dann das bewusste Genießen der Glücksmomente des Alltags in den Vordergrund zu stellen, anstatt seine Unzufriedenheit mit dem Beziehungsstatus vor sich herzutragen.
 
  • #34
Meine Zeit als Single, die vor allem aus Arbeiten, Kind, exzessivem Sport und viel Sex bestand, habe ich für genau 4 Monate genossen, wirkte dabei vielleicht nach außen ausgeglichen, war aber nicht annähernd zufrieden.

ich habe neulich auch einige Studien zum Thema Glücksforschung gelesen und das was du hier beschreibst ist kein Glück und macht nur kurzfristig zufrieden, so z.B einkaufen/Shoppen, Sex, Schokolade und Beziehung. Beziehung hat auch negative Seitend und es ist nicht alles sehr schön. Es gibt Streit/Frust usw. aber auch natürlich Zufriedenheit, wenn man miteinander lacht und sich sehr gut versteht.

Ich habe für mich erkannt, dass Glück bereits aus kleinen Dingen besteht. Wie du schreibst: einen Berg besteigen und die Aussicht genießen, Freunde-die für einen da sind, Familie, und Tiere beobachten oder in die Natur gehen.

Ich genieße die Natur so sehr, dass ich in diesem Moment nichts anderes brauche- einfach sein und nicht tun. Z.B frisch gemähtes Gras, ein schöner Bergsee, die frische und klare Luft im Gebirge, die ersten Sonnenstrahlen im Frühling...
 
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