• #1

Muss man anstatt eines Partners einen neuen Lebensinhalt suchen?

Ein guter Freund sagte mir einst, dass man sich zuerst für ein Leben entscheiden muss und dann kommt automatisch der passende Partner.

Tatsächlich war es bei mir jedes Mal so, dass ich in eine neue Richtung im Leben ging und fast postwendend jemand Besonderes auftauchte. Auch dieses Mal lief ich kurz nach Änderung meiner Lebenseinstellung genau in die Arme der richtigen Frau.

Mich würde es interessieren, ob bei anderen Leuten auch eine solche Veränderung stattfinden musste, ehe es mit der Liebe klappte. Denn wenn man einfach nur auf partnerlose Leute zugeht, scheint nicht wirklich viel Neues zu passieren.
 
  • #2
Interessante Frage! Nun, ich musste mein Leben mehrfach ändern, mal freiwillig, mal unfreiwillig. Aber deshalb habe ich keine guten Erfahrungen mit Frauen machen können. Ich war recht lange verheiratet, die Liebe meines Lebens, wofür ich viel änderte im Leben. Sie betrog und verließ mich, ich ging unter und seither, trotz vieler Änderungen und unterschiedlichster Versuche, klappte es nie mehr mit einer Frau, eine Beziehung einzugehen. Sie können mir heute nur sexuell gefallen, als Beziehungspartnerin haben sie versagt und ausgedient. Da halfen auch keine Lebensänderungen, egal ob gewollt oder unfreiwillig. Ich sage daher: Es ist gut, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen, ABER: Oft sind es äußere Einflüsse, die dieses stark beeinflussen und es gibt keine Garantie, dass es immer die richtigen Entscheidungen sind. In Beziehungsangelegenheiten jedenfalls war es in meinem Leben niemals eine positive Entscheidung.
 
  • #3
Was mich betrifft, so kann ich das nicht bestätigen. Als ich in eine andere Stadt zog war es weiter genauso schwierig. Nach 3 Jahren traf ich dann meinen Mann.
 
  • #4
Für mich persönlich ist der Lebensinhalt nicht alleine abhängig von einer Partnerin. Und ich bin da bei Deinem guten Freund, dass man sich dann einen Partner suchen muss, der zu diesem Lebenskonzept passt.
Wer keine Vorstellung hat, wie er sein Leben verbringen möchte, beschwert sich dann irgendwann, dass er sich dem Partner anpassen muss und nicht wirklich dass tut, was er selbst möchte. Liest man hier immer wieder.
Einen persönlichen Sinn im Leben, eine Vorstellung davon, wie man es verbringen möchte, welche Ziele man erreichen möchte und wie man das umsetzt, sollte jeder haben, finde ich. Und erst dann kann sich überhaupt auch ein wirklich passender Partner finden.
 
  • #5
Hm, ich habe nun innerhalb der letzten 8 Jahre meine Lebenseinstellung um 180 Grad geändert (nicht, um einen Mann zu finden, sondern weil ich immer auf der Suche bin nach Sinn und Grund) und bisher kam leider nicht der Richtige, Eine... Nein, ich denke, da gehören noch mehr Dinge dazu, Schicksal, Glück usw... Seitdem bin ich leider mehr oder weniger alleine...Obwohl ich mich stets weiter entwickle, und das in eine gute Richtung, wie ich meine, da ich immer mehr bei mir selbst ankomme, verstehe usw
 
  • #6
Du musst Dein Leben für Dich stimmig ausrichten. Frauen treten als Ergänzung hinzu. Partnerschaft als Lebensinhalt ist ein weibliLches Konzept also in einer bipolaren Welt für den Mann kein Erfolgsrezept. Was die Frau selbst schon ist, braucht nicht noch bei ihm.

Allein durch Änderung der Lebensinhalts ergeben sich per se aber keine erfolgversprechenden Kontakte zu Frauen. Dafür muss man schon etwas dediziert tun. Eher schon führt die richtige Lebenseinstellung weiter; die richtige Mischung aus Autarkie und Interesse am anderen Geschlecht.

"Die Männer, die mit Frauen am besten auskommen, sind die selben, die
wissen, wie man ohne sie auskommt."
(Baudelaire)
 
  • #7
Wenn man einen ( neuen) Lebensinhalt hat, der einen ausfüllt und glücklich macht, dann strahlt man diese Zufriedenheit auch aus.
Und ja, dann kommt der neue ( und auch passende) Partner quasi wie von selber
 
  • #8
Müssen tut man schon mal gar nIx!
Die Eingangsfrage ist für mich so nicht richtig gestellt, denn mein Lebensinhalt kann nicht in Abhängigkeit oder anstelle eines Partners umgesetzt werden, es ist explizit genau umgekehrt, der Partner steht in Abhängigkeit meines Lebensinhalt, meiner Einstellung und deren Umsetzung.
Alles, wirklich ALLES, fängt ausschließlich bei einem Selbst und mit einrm Selbst an, damit ist schon alles gesagt!
Jede Veränderung beginnt immer zuallererst bei uns selbst! Das, was wir ausstrahlen, bekommen wir letztendlich zurück, nicht mehr und nicht weniger. Wir können nicht Krankheit denken und Gesundheit anziehen. Wir können nicht Mangel denken und Reichtum anziehen. Wir können nur das ausstrahlen, was wir in Wirklichkeit innerlich sind. Deshalb gilt: Wie innen, so außen. Es spielt keine Rolle, ob wir nach außen hin lächeln und freundlich sind, ob wir uns draußen für eine gute Sache einsetzen, zugleich aber innerlich ein verbitterter Mensch sind - entscheidend ist einzig und allein, ob die nach außen hin gezeigten Gesten, Worte und Handlungen mit unserem Inneren übereinstimmen und nicht nur geschauspielert sind.
Wir müssen immer zuerst selbst die Veränderung wollen und auch sein, die wir draußen in der Welt sehen wollen.
 
  • #9
dass man sich zuerst für ein Leben entscheiden muss und dann kommt automatisch der passende Partner.
Naja im weitesten Sinne hat es doch damit zu tun, dass man sich in seinem Leben wohl fühlt. Du hat Perspektiven, Ziele, arbeitest auf etwas hin, fühlst dich wohl und strahlst das aus.
Dann zieht man natürlich auch die Leute an, die dazu und in das eigene Leben passen.
 
  • #10
Also automatisch kommt der passende Partner nicht immer. Sonst gäbe es ja nicht so viele unglückliche Singles auf der Welt, die trotz neuer Hobbies usw. niemanden kennenlernen.
Aber generell stimme ich bei zwei Punkten zu:
1. Wenn man sein Leben so lebt, dass man glücklich ist, Dinge für sich entdeckt, die man mag usw., dann strahlt man das auch aus und ich denke, dass das viel ausmacht beim Kennenlernen. Denn normalerweise ziehen einen Leute an, die zufrieden wirken, nicht Leute, die depressiv daheim sind und sich bemitleiden, um es überspitzt zu sagen.
2. Wenn man Neues ausprobiert, neue Hobbies beginnt, lernt man ja automatisch auch die Leute aus diesem Bereich kennen, also generell viel mehr neue Leute, als wenn man seit 20 Jahren im gleichen Heimatverein ist, so man eben alle schon kennt. Dazu sind dann dort auch Gleichgesinnte unterwegs, die die Freude am Singen, Tanzen, Wandern, was auch immer, teilen. Die Chance, so einen Partner zu finden, sind daher natürlich höher, als wenn man das nicht macht.

@Lucky Duke Du klingst wirklich immer sehr verbittert und frauenfeindlich. Viele Leute erleben schlimme Dinge mit Partnern, auch ich selbst habe schon unangenehme Erfahrungen gemacht, aber dann zu sagen "alle Frauen" (oder "alle Männer") sind bei mir untendurch, finde ich völlig übertrieben. Es gibt nicht "die Frauen", die sind alle unterschiedlich. Manche betrügen, manche nicht. Es ist schade, dass du jetzt andere Leute so verletzt und selbst so einsam bleibst, weil du schlechte Erfahrungen gemacht hast. Im Übrigen ist so eine verbitterte Einstellung der Garant dafür, niemanden mehr kennenzulernen, sowas kann man quasi riechen.


w, 36
 
  • #11
dass man sich zuerst für ein Leben entscheiden muss und dann kommt automatisch der passende Partner.
Ich denke nicht, dass es diesen Automatismus gibt. Wenn Du Dein Leben so gestaltest, dass es Dir sehr gut damit geht, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Du diese Zufriedenheit nach außen ausstrahlst, d.h. Du kommst besser an bei anderen Menschen - positiver.
Das erleichtert Dir die Kontaktaufnahme bzw. das Eingehen auf Kontaktversuche, nimmt Dir aber nicht alles ab, auch nicht die Auswahl eines passenden Partners.
Ich glaube aber, dass eine Partnerschaft leichter zu finden und zu führen ist, wenn beide nicht mit Unmengen Problemen belastet sind sondern zufrieden mit sich und dem drumherum.
 
  • #12
Tatsächlich war es bei mir jedes Mal so, dass ich in eine neue Richtung im Leben ging und fast postwendend jemand Besonderes auftauchte. Auch dieses Mal lief ich kurz nach Änderung meiner Lebenseinstellung genau in die Arme der richtigen Frau.
Bei mir war es auch so. Aenderungen, die mir Spass gemacht haben und meine Aufmerksamkeit brauchten. Aber auch im Sinne, jetzt ist es mir grad wohl ohne Partner.
 
  • #13
MIr nutzt eine Partnerschaft nichts, ein Mann nutzt mir einfach nichts.
Ich brauche keinen Mann in meiner Wohnung und will auch keinen Stress und Ärger mit oder wegen einem Mann.
Ich bringe gutaussehende Männer nur mit Sex in Beziehung.

Sobald einer optisch schon negative Karten hat, ist er uninteressant.
Hauptsache ich habe keinen Ballast an der Backe und die haben ihre eigenen Unterkünfte.
Dann kann man sich ab und zu mal treffen für Stelldichein und Spaziergänge.
Allein das Übernachten bei mir ruft schon Stress hervor, ich brauche mein 2 mal 2 Meter Bett wirklich für mich allein, ich brauche die Ruhe.

Auch Treffen an jedem WE sind utopisch. Das ist mir zuviel Stress.
Es ist schwierig Single-Männer zu finden, die infrage kommen...

Der Markt hat für ab 40 nur noch dumme daddelnde versoffene und verschuldete Typen übrig, meist mit Halbglatze, oft mit leidiger Kinderschar.

Ach nö......
 
  • #14
Ein guter Freund sagte mir einst, dass man sich zuerst für ein Leben entscheiden muss und dann kommt automatisch der passende Partner.

Tatsächlich war es bei mir jedes Mal so, dass ich in eine neue Richtung im Leben ging und fast postwendend jemand Besonderes auftauchte. Auch dieses Mal lief ich kurz nach Änderung meiner Lebenseinstellung genau in die Arme der richtigen Frau.
Wie alt bist Du denn?

Diese Fragen, sich für ein Leben zu entscheiden oder dem Leben mehrmals eine neue Richtung zu geben, hören sich für mich nach riesigen Baustellen oder sehr jungem Alter an.

Um was geht es bei Dir?

Ich will keinen Partner, der seinem Leben immer wieder eine neue Richtung gibt. Ich will einen Partner, der gesettled und sozial eingebunden ist.

Beruflich gesehen wird ein Gehirnchirurg nicht danach ein Astronaut und schließlich Stargeiger. Um gut zu werden, ist es eben notwenig, sich längere Zeit auf einen Bereich zu konzentrieren.
Ohne Not wird eine sozial eng eingebundene Person nicht ständig den Wohnort wechseln.

Für mich wäre es also nichts, wenn Du ständig Deine Berufe und Wohnorte wechselst. Andere Frauen sehen das aber vielleicht anders.

Wahrscheinlich musst Du selbst wissen, was Du willst und dann an der passenden Stelle nach einer geeigneten Kandidatin suchen
 
  • #15
Ein guter Freund sagte mir einst, dass man sich zuerst für ein Leben entscheiden muss und dann kommt automatisch der passende Partner.

Tatsächlich war es bei mir jedes Mal so, dass ich in eine neue Richtung im Leben ging und fast postwendend jemand Besonderes auftauchte. Auch dieses Mal lief ich kurz nach Änderung meiner Lebenseinstellung genau in die Arme der richtigen Frau.
Mhhh... also ab einem gewissen Alter weiß man doch wo man stehen möchte, was man erreichen möchte und wie ein, für sich persönlich, erfülltes Leben aussehen soll.

Zb. Statussymbole (Auto, Haus, guter Job)
Zb. Familie ( x Kinder, Eigenheim etc.)
Nur Beispiele.

Natürlich kann sich das im Laufe des Lebens noch ändern, Schicksalsschläge, Sinneswandel etc. aber man ist doch nicht ständig auf der Suche nach einer neuen Bestimmung.

Ich finde viel mehr, dass man sich den passenden Partner sucht um sich gerade bei seinem Tun/ Handeln unterstützen zu lassen bzw. Halt zu bekommen und man hat automatisch ähnliche Lebensinhalte/ Ziele, vielleicht auch mal gebremst zu werden.
Man geht doch auch keine Beziehung mit einen Mann ein, wenn man zb. einen Kinderwunsch hat aber dieser partout keine Kinder möchte. Das ist doch paradox.

Mein Mann und ich wir sind früh zusammen gekommen, da war ich 16, er 24. Wir haben uns immer unterstützt bei unserem Tun.

Es ist egal ob Mann oder Frau beide wollen doch einen Partner der weiß was er möchte und wie er/sie glücklich sein kann und sich gegenseitig glücklich machen!

Wenn man ähnliche Lebensziele/ Vorstellungen hat ist es doch viel einfacher das gemeinsam zu erreichen und erleben.

Interessant fand ich die Reaktion meines Mannes vor ca. 2 Jahren, ich habe ihn allgemein gefragt wie es irgendwann mit Kindern aussieht, wann ein möglicher Zeitpunkt in unserem Zukunftsplan wäre.
Er sagte zu mir, dräng mich nicht so!

Ein Jahr später bin ich ungeplant schwanger geworden und ich wollte irgendwann Kinder aber plötzlich war es so nahbar und real, es war ein großer Schock. Mein Mann hat sich hingegen so sehr gefreut, als hätte er sich das gewünscht. Er hat einen Kurs besucht „Papa werden.“ war bei jeder Vorsorge-Untersuchung dabei, mega stolz: „Den habe ich gemacht.“ Hat den kleinen noch im Bauch Geschichten vorgelesen, mit den Bauch eingecremt etc.
Er ist total glücklich über unser Baby, er liebt ihn sehr und wünscht sich sogar ein zweites Kind.

Was ich damit sagen möchte, du musst wissen was dich glücklich macht, was du im Leben erreichen möchtest, du hast nur eine einzige Chance. Dazu wünscht man sich natürlich die passende Frau an seiner Seite, den passenden Deckel, die Frau die alles abrundet!

Man kann doch nicht so vor sich her leben ohne Plan und Ziel.
 
  • #16
MIr nutzt eine Partnerschaft nichts, ein Mann nutzt mir einfach nichts.
Ich brauche keinen Mann in meiner Wohnung und will auch keinen Stress und Ärger mit oder wegen einem Mann.
Ich bringe gutaussehende Männer nur mit Sex in Beziehung.

Sobald einer optisch schon negative Karten hat, ist er uninteressant.
Hauptsache ich habe keinen Ballast an der Backe und die haben ihre eigenen Unterkünfte.
Dann kann man sich ab und zu mal treffen für Stelldichein und Spaziergänge.
Allein das Übernachten bei mir ruft schon Stress hervor, ich brauche mein 2 mal 2 Meter Bett wirklich für mich allein, ich brauche die Ruhe.

Auch Treffen an jedem WE sind utopisch. Das ist mir zuviel Stress.
Es ist schwierig Single-Männer zu finden, die infrage kommen...

Der Markt hat für ab 40 nur noch dumme daddelnde versoffene und verschuldete Typen übrig, meist mit Halbglatze, oft mit leidiger Kinderschar.

Ach nö......
Mir gehst ähnlich. Mir hätte mal vor Jahren jemand sagen sollen, dass man ohne Männer im Leben eine so gute Lebensqualität als Frau haben kann. Sofern man finanziell auf eigenen Beinen steht.

Ich hätte mir viel Herzeleid und Stress erspart. Heute erst wieder so eine Geschichte erzählt bekommen.

Gerade in den derzeitigen Coroana-Zeiten bin ich absolut dankbar und demütig, wie gut es mir geht.

Warum es sich schwer im Leben machen, wenn es durch Verzicht in vielerleit Hinsicht, viel leichter und stressfreier leben lässt, mit! hohem Lebensnivau.

W Ü55
 
  • #17
Das Lächeln der Sieger .....
Ja, Manny, klingt trivial, aber ist so. Hast du erfolgreich eine Klippe umschifft, dann fühlst du dich gut. Und strahlst das auch aus. Das bemerken Frauen. Suchen deine Nähe .... und du bist dann erfolgsverwöhnt und machst was aus deinen Chancen.
 
  • #18
Ich bin der Ansicht nein, das lässt sich nicht verallgemeinern. Das hat mit dir selbst zu tun und Deinen Lernaufgaben die Du in diesem Leben hast.
Bei den meisten Menschen geht es darum, die Selbstliebe zu entdecken , genau so wie Inspirationmaster es beschrieb.
Da gibt es ganz unterschiedliche Wege.
 
  • #19
Man sollte eine Partnerschaft nicht zum Lebensinhalt machen.

Es braucht die eigenen Vorstellungen, Ziele, Interessen, Hobbies, soziale Netzwerke. Man sollte auch als Single ein vollwertiges Leben führen - hier kommen immer wieder solche Anmerkungen und Fragen.
Es ist viel zu viel Erwartung/Belastung für eine Partnerschaft, wenn die Partnerschaft als Sinn des Lebens bzw. Lebensinhalt gesehen wird.

Und ich finde durchaus, dass wenn man mit seinem Leben zufrieden ist, es durchaus leichter ist, den passenden(!) Partner zu finden.
Man hat die Ausstrahlung, zieht die entsprechenden Menschen an.

Allerdings finde ich Partnerfindung nie wirklich leicht. Auch wenn man leicht Menschen kennen lernt, ein potentieller Partner ist etwas anderes.

Da glaube ich an Fügung, es kommt wie es kommen soll zum richtigen Zeitpunkt.

W,50
 
  • #20
Die Eingangsfrage ist für mich so nicht richtig gestellt, denn mein Lebensinhalt kann nicht in Abhängigkeit oder anstelle eines Partners umgesetzt werden, es ist explizit genau umgekehrt, der Partner steht in Abhängigkeit meines Lebensinhalt, meiner Einstellung und deren Umsetzung.
Vielleicht erzählst Du zur Abwechslung von Deinem Lebensinhalt oder Erfahrungen. Hast Du überhaupt eine Partnerin oder hatten sich Deine Weisheiten in der Praxis noch gar nicht bewährt?
 
  • #21
Oft sind es äußere Einflüsse, die dieses stark beeinflussen und es gibt keine Garantie, dass es immer die richtigen Entscheidungen sind. In Beziehungsangelegenheiten jedenfalls war es in meinem Leben niemals eine positive Entscheidung.
Versuch nicht richtig zu entscheiden, sondern Deine eigene Entscheidung zu treffen. So weisst Du wohin die führen und oft kommt es ganz anders als man es erwartet.

Ich hatte für mich entschieden, dass mit der elenden Daterei ein für alle mal Schluss sein muss und mir einerlei ist, was mir entgeht. Hauptsache ich lebe mein Leben so wie es mir passt.

Diese Entscheidung hatte mich zur richtigen Person geführt, während die Partnersuche selber nur zur Strafe des Sisyfoss ausartete.
 
  • #22
Man sollte eine Partnerschaft nicht zum Lebensinhalt machen.
Ich dachte eigentlich eher, dass es einfacher ist, auf einen Lebensinhalt zuzugehen, weil man das für sich alleine entscheiden kann. Ob man eine Partnerschaft eingeht, liegt hingegen nicht mehr nur in der eigenen Hand. Die Probleme beim Daten fangen ja schon im Terminkalender an und man stellt fest, dass manche Leute nicht mal selber wissen, wann sie Zeit haben.
 
  • #23
Ich dachte eigentlich eher, dass es einfacher ist, auf einen Lebensinhalt zuzugehen, weil man das für sich alleine entscheiden kann. Ob man eine Partnerschaft eingeht, liegt hingegen nicht mehr nur in der eigenen Hand.
Ich wundere mich immer, dass offenbar viele Menschen erstmal mit einem Vakuum an Lebensinhalt durch die Welt laufen. Und dann davon ausgehen, dass eine Partnerin dieses Vakuum füllt?

Ist die Enttäuschung nicht vorprogrammiert, wenn man nicht so richtig weiß, was man will im Leben und dann meint, eine Partnerin müsste dazu die Ideen liefern? Wenn das dann beide so machen und merken, dass eine Partnerschaft nicht automatisch das Leben mit Sinn und Inhalt füllt, dann bleibt nur die "Idee" heiraten, Haus bauen, 3 Kinder. Um dann 10 Jahre später festzustellen, dass einem irgendwas fehlt und das ganze Konstrukt einstürzen zu lassen, wie hier oft zu lesen ist?

Ich finde "Familie und Kinder" als ausschließliche Lösung ein langweiliges und für mich nicht ausreichendes Konstrukt. Mir wäre eine Partnerin, die keine eigenen Ideen hat, zu langweilig und ich hätte dann das Gefühl, dass sie mir die Verantwortung zuschieben möchte, wenn sie dann mit 80 enttäuscht vom Leben auf der Parkbank sitzt. Natürlich passt man sich an eine Partnerin oder einen Partner an, aber das bedingt für mich ein eigenes Lebenskonzept.

Daher finde ich eigentlich Deine Ausgangsfrage schon eigenartig. "Für ein Leben entscheiden" klingt schon so, als könnte man das im Katalog aussuchen. "Lebenseinstellung ändern" klingt nach einem beliebig anpassbaren Ziel. Ich ändere alle drei Monate und schaue mal, ob dann bei EP eine passende Partnerin aufploppt. Wenn nicht, ändere ich drei Monate später in eine andere Richtung.

Wie "ändert" man eigentlich seine Lebenseinstellung? Zu welchem Zweck und mit welchem Ziel? Gehe ich wirklich in einen Yogakurs, stelle meine Ernährung auf vegan um, lerne reiten, schaffe mir einen Hund an, arbeite 60 Stunden die Woche und mache Urlaub im Ashram in Indien, weil ich mir erhoffe, dadurch eine "passende" Frau anzuziehen? Ist die dann überhaupt passend oder habe ich mich nur so weit verbogen, dass ich "passend" bin?

Aus meiner Sicht bin ich dann lieber authentisch, kann die sich bietenden Chancen im Leben bewerten und ergreifen, wenn sie passen. Ich hatte auch immer die Idee von der glücklichen Familie mit Kindern und Haus um Grünen. Es ist nicht die Hochglanzversion vom Traumbild geworden. Mit meinem Leben bin ich trotzdem sehr zufrieden, weil das kein festgeklopfter Inhalt war.
 
  • #24
Muss man sich anstatt eines Partners einen neuen Lebensinhalt suchen?
Ein Partner kann und sollte kein Lebensinhalt sein.
Lebensinhalte schafft man sich selber und zwar auf eine Weise, dass man ein glückliches und zufriedenes Leben führt. Ein Partner kann eine Bereicherung oder das Tüpfelchen auf dem i sein. Wenn sich das ergeben sollte - wunderbar. Passiert es nicht, kann man trotzdem ein schönes, erfülltes Leben haben. Ich denke, das hat auch mit der Lebenseinstellung zu tun.