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  • #1

Muss schneller Sex die Weiche zur Affäre oder Beziehung sein?

Ich lese hier immer, dass frau sich beim Daten Zeit lassen soll. Dass sie sich Zeit lassen soll und der Mann sowieso das Interesse verliert, wenn er bekommen hat, was er wollte.
Versteh ich aber nicht.
1. Wieso soll der Mann das Interesse verlieren, wenn der Sex toll war? Dann will er doch mehr, oder?
Ist bei mir als Frau wenigstens so!
2. Wieso sagen alle, dass nur Frauen nach dem Sex Verliebtheitsgefühle entwickeln?? Dass das noch keine tiefe Liebe ist nach einigen Treffen ist ja klar, aber in meinem Bekanntenkreis sagen mir auch die Männer, dass sie sich verknallt haben, wenn sie mit einer Frau im Bett waren und es gut war.
3. Zählt es denn gar nichts, wenn man sich zusätzlich zu den Dates täglich mailt, SMSt, whats-appt oder was auch immer??

Also ich als Frau muss sagen, dass ich eher das Interesse an einem Mann verliere, wenn der nicht zur Sache käme.
Und Frauen wollen zwar gerne meist ne Beziehung, Männer oft ja auch, aber anfangs weiß man doch gar nicht, ob das nur eine Affäre ist oder etwas Festeres wird. Schließlich muss man sich ja erst einmal kennen lernen. Für mich gehört aber dazu auch Sex, Küssen, Flirten.
Für mich gehört dazu nicht, dass ich lauter Spaziergänge machen muss und Tee dazu trinken und über die Zukunft von mir und ihm im Detail reden muss.
Das will ich gar nicht so genau wissen.
Ich finde, so etwas entwickelt sich doch so nach und nach.

Wieso wird denn immer gleich vorverurteilt mit : "Der Mann will nur Sex?"
Ich würde eher sagen, er will AUCH Sex!
Aber was ist daran so schlimm? Meine Freundinnen sind alle Ende 30 bis Anfang 40, getrennt, geschieden, Single, verheiratet, in einer Affäre - alles dabei.
Aber da ist keine so, dass sie erst 10 Dates bräuchte, um mit einem Mann auf Tuchfühlung zu gehen, bei vielen war es erst eine Affäre und ich dachte bei meinem langjährigen Freund am Anfang auch, wir hätten nen ONS gehabt - der ging dann aber mehrere Jahre!

Sind denn Männer NACH dem Sex nicht auch unsicher, wie es weitergeht?
Sind Männer über 40 denn wirklich immer noch an ONS und unverbindlichen Affären interessiert??
Also mir ist eine Affäre lieber als gar nichts, aber ich finde, das entwickelt sich doch immer erst so nach und nach zu einer Affäre oder einer Beziehung!?
 
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  • #2
Wenn du eine Beziehung auf körperliche Kompatibilität beschränkst, magst du richtig liegen. Eine Partnerschaft aber ist viel, viel mehr. Sie basiert auf gemeinsamen Werten, Lebenskonzepten, Überinstimmungen, seeleischer Wellenläge usw. Die zu erfühlen und zu erkunden braucht eben viele Spaziergänge und Tassen Tee....Nicht jeder, der einmal spazierengeht hat gleich das gesamte Wesen der Natur erfasst, da braucht es schon sehr viel Achtsamkeit, Wachheit, Einfühlungsvermögen, Liebe zum Detail usw. Nicht von ungefähr gehen soviele Beziehungen kaputt, weil eben auf die partnerschaftliche Übereinstimmung weniger Wert gelegt wird
 
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  • #3
Ich stimme Dir voll und ganz zu! Ich wollte einen Mann viel zu früh festnageln, nur weil wir miteinander im Bett waren. Das ist sowas von schief gegangen! Bedauere ich jetzt noch! Man kann wirklich anfangs nicht wissen, was wird. Nur eines ist sicher: Wenn Frau drängt, wird es jedenfalls nichts.
 
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  • #4
Sehr geehrte FS,

ich stehe vermutlich auf relativ einsamen Posten wenn ich mir hier so andere Postings ansehe aber ich hatte eigentlich wenn ich eine Beziehung hatte beim zweiten Daten schon Sex (spätestens) und danach trotzdem eine mehrjährige Beziehung. Und ich hatte den Sex weil ich begeistert von der Frau war. Die Begegnungen waren intensiv und wie es so schön heißt kam dann eins zum anderen.
Ich weiß aber auch von einer guten Bekannten das sie regelmäßig nur fürs Bett benutzt wurde also kann man mich kaum zu Regel zählen.
Meine Einstellung ist einfach, wir sind alle erwachsen und mündig oder behaupten es zumindest bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Wer Sex will soll ihn haben, dazu stehen das man seinen Anteil daran hatte ohne die "ich wurde Verführt" Nummer auszupacken und sich darüber im klaren sein das die Person evtl. nicht mehr wollte oder wenn es der Richtige ist, sich gern an den intensiven Anfang der Beziehung erinnern wird.

Herzlichst M/30
 
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  • #5
m, 40

Genau diese Bandbreite zwischen deiner Einstellung und den Frauen, welche erstmal 10 Dates brauchen damit man überhaupt mal zu einem Kuss kommt macht es den Männern so schwer, das richtige Verhalten an den Tag zu legen. Nicht immer sendet die Frau eindeutige Signale, damit man weiss wie schnell man vorgehen soll. Wenn es halt ziemlich schnell funkt, kann man auch schonmal beim 2ten Date Sex haben. Aus der Sicht eines Mannes stellt sich das immer so da,
geht man zu schnell ran, sucht die Frau das Weite. Wartet man zu lange, verliert die Frau das Interesse, ich würde mir mal wünschen, dass die Frauen dann klare Signale aussenden, wenn sie einen schnelleren Fortschritt haben will. Männer könnenn nunmal nicht Gedanken lesen.
 
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  • #6
und der Mann sowieso das Interesse verliert, wenn er bekommen hat, was er wollte.
Weil der Mann das Interesse verliert, wenn er bekommen hat, was er wollte. Es hängt halt vom Mann ab, was er wollte. Wenn sein Interesse „die Frau flach legen” hieß, dann ist er zufrieden und wendet sich der nächsten zu. Wenn der Sex so toll war daß er ihn wiederholen will, hat er noch nicht bekommen was er wollte, und kommt wieder. Und wenn er eine ganzheitliche Antwort auf die Frage nach einer dauerhaften Beziehungsperspektive sucht, bevor er sich auf Sex einlassen will (auch das gibt es), hat er erst dann bekommen, was er wollte, wenn dereinst sein letztes Stündlein schlägt.
 
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  • #7
Nur eine kurze Antwort von mir: viele Punkte die du aufzählst stimmen.

Aber: es gibt hier einfach gehäuft Männer, die wirklich ausschließlich affären oder ONS suchen und auch mit dem Gedanken da rangehen. Ihre Meinung wirst du nie ändern, auch nicht durch guten Sex. Sie wollen einfach keine Beziehung, halten diese für zu stressig, und was weiss ich.
Solche Männer verlieren also nach schnellem Sex nicht das Interesse, sondern hatten nie welches. Sie würden die Bettgeschichte auch sicherlich gern länger aufrecht erhalten, aber verabschieden sich, sobald die Frau zu kompliziert wird und Ansprüche stellt. Sie haben am Anfang Süßholz geraspelt und sind dann schnell verschwunden: nicht weil man zu schnell im Bett war, sondern weil sie nie was anderes wollten.
 
  • #8
Liebe FS,

ich finde schon, dass es Unterschiede gibt.

Wenn ich auf Teufel komm raus mit einem äußerst coolen Typen flirte, der diverse Jahre jünger ist als ich, dann tippe ich darauf, dass das eher eine Affaire werden und bleiben wird.

Wenn ich einen Mann in meinem Alter kennen lerne, mit dem sehr vielfältige, interessante Gespräche möglich sind, bei dem Hintergrund etc stimmt und es so langsam zu prickeln beginnt... das könnte eine Beziehung werden.
Ich warte dennoch nicht zwei Monate und 15 Dates ab, bevor ich mir Intimitäten wünsche- ich habe äußerst hohe Ansprüche an die Erotik in einer Beziehung, und wenn sich das nach einigen Versuchen immer noch katastrophal anfühlen würde, verabschiede ich mich lieber früher als später- den armen Kerl hat es dann wahrscheinlich eh schon erwischt...

Liebe FS, selbstverständlich verlieben sich auch die Männer nach tollem Sex, das ist mir mehrfach passiert und ich hatte dann die Aufgabe, mich zartfühlend und ohne eine Äußerung wie "Sorry, aber Deine Liebhaberqualitäten passen leider überhaupt nicht zu mir" zu verabschieden.

Folge einfach Deinem Bauchgefühl, diese verkopften Regeln passen zu manchen Menschen und zu manchen nicht.
 
  • #9
Ich würde das ebenfalls nicht pauschalisieren. Ein Mann kann sich auch nach einem Vierteljahr auf Sex warten noch rausziehen und beim Sex beim zweiten Date können nach einiger Zeit die Hochzeitsglocken läuten.
Die Taktik "ich belohne den demonstrierten Beziehungswillen eines Mannes mit Sex" funktioniert meiner Meinung nach genauso wenig wie "wenn wir Sex haben, sind wir hinterher zusammen". Es muß eine Menge passen, die Chemie, Zukunftsvorstellungen, Attraktion, Soziales und Sex. Und wenn es paßt, klickt sich das alles ein wie ein Reißverschluß, mal mehr mal weniger früh, aber passend.
Ich könnte keinen Sex beim zweiten Date haben, weil ich für so etwas zu distanziert bin, ich taue erst langsam auf. (das betrifft alle meine Sozialkontakte) Extrovertiertere Menschen als ich können das schon.
Nichts ist schlimmer als Spielchen spielen, ob die nun heißen "ich erzähle ihr, was sie hören will und lege sie flach" oder "den halte ich hin, bis er sabbert und dann habe ich ihn sicher".
 
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  • #10
... wenn es nach dem 3. oder 4. Treffen nicht zur Sache geht, weil BEIDE das wollen, dann ist die erotische Spannung eher gering. Wer darauf verzichten kann, kann gerne weitermachen, wer nicht darauf verzichten möchte, wird wohl besser aufhören. Ob wirklich eine langfristige Beziehung entsteht, klärt sich ohnehin erst nach mehreren Monaten. Alles andere scheint mir naives Wunschdenken.
 
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  • #11
Eine Partnerschaft aber ist viel, viel mehr. Sie basiert auf gemeinsamen Werten, Lebenskonzepten, Überinstimmungen, seeleischer Wellenläge usw. Die zu erfühlen und zu erkunden braucht eben viele Spaziergänge und Tassen Tee....
Hier die FS!
Also ich bestreite also wirklich gar nicht, dass man sich durch den Sex alleine nicht kennen lernt.
Aber eben auch! Und wenn man nur spazieren geht, fehlt ein wichtiger Teil für eine Beziehung!
Ein Paar wird dadurch zum Paar, dass es eben Sex hat und nicht nur eine tiefe Freundschaft pflegt.
Und der "Morgen danach" ist ja auch eine ganz sensible Phase, in der sich entscheiden kann, ob daraus etwas Ernsteres wird. Denn erst am nächsten Tag - wenn man denn mal so lange bleibt - ist man erst richtig nackt - ohne gedimmtes Licht, ohne Alkohol intus, verstrubbelt und zerknautscht nicht mehr in sexy Klamotten, sondern in ein fremdes Handtuch gehüllt oder schnell ein T-shirt übergeworfen, ungeschminkt und eigentlich nur noch bedingt sexy im hellen Licht.
Wenn man diese Nähe dann ertragen kann, das Fremde und ein Frühstück auch noch schön ist, dann ist der erste Schritt zur Beziehung meines Erachtens getan!
 
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  • #12
Das kann auch funktionieren, wie du es schreibst. Aber wenn ich Geld setzen müsste auf die Langlebigkeit einer Beziehung - und das ist meiner Meinung nach das einzig wahre Ziel - dann wähle ich den anderen Weg mit der langen Kennenlernphase.
 
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  • #13
... (manche) Männer verlieren ... nach schnellem Sex nicht das Interesse, sondern hatten nie welches.
Richtig. Wer wirklich Interesse am anderen Menschen hat, verliert es ganz bestimmt nicht deshalb, weil man beim ersten, zweiten oder dritten Mal Sex miteinander hatte. Das eine hat mit dem anderen nämlich schlichtweg überhaupt NICHTS zu tun, es gibt hier keinerlei Ursache-Wirkungs-Zusammenhang. Und das gilt im Übrigen auch für BEIDE Geschlechter. Ach, es wäre einfach zu schön und würde den Umgang miteinander sehr erleichtern, wenn das doch endlich mal allgemein zur Kenntnis genommen würde.
 
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  • #14
Wahre Schönheit ist auch ungeschminkt und verstrubbelt sexy und das mit ü40. Leider gibt es von denen nicht so viele und die Wellenlänge sollte dann auch noch stimmen. Lieber mache ich bei der Optik Abstriche als bei der Wellenlänge. Über meine Liebhaberqualitäten mache ich mir die geringsten Sorgen, da ich nicht besonders Prüde bin und mir es Spaß macht, wenn die Frau möchte dass ich aufhöre, weil sie nicht mehr kann. Ich selber brauche aber eine längere Anlaufzeit, da es mir doch schwer fällt fremde Menschen in mein Leben einzubeziehen. Wenn das einer Frau zu lange dauert, dann passt es einfach nicht.

Aber warum soll Deine Strategie nicht funktionieren? Jeder Mensch tickt nun mal anders.

Viel Glück
 
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  • #15
Ich stimme dir zu, FS. Es kommt allerdings darauf an, ich warte auch gerne manchmal etwas mit dem ersten Sex, um das Interesse zu steigern. Und zwar mein eigenes Interesse FÜR IHN, nicht umgekehrt seines für mich! Jeder muss selbst mit den eigenen Gefühlen klarkommen und trägt die Verantwortung dafür, ob das eigene Gefühl mit dem vorgelegten Tempo einverstanden ist. Ich sehe es jedoch nicht als meine Aufgabe, einen willigen Mann von etwas abzuhalten, weil er dann vielleicht irgendwie anders für mich empfinden würde. Das muss er selbst steuern, hab ich keine Lust zu.

Ich finde, oft ist es so, dass man, sofern man sich erst einmal kennenlernt, sexuell etwas aufgetauter ist und den anderen besser genießen kann. Man hat sich an sein Aussehen gewöhnt, an seinen Geruch, an seine Art! Sex ist immer eine Sache des sich aufeinander einstellens und ich warte lieber etwas, wenn der Sex dann besser ist. Aber es kommt immer darauf an. Auf den Mann und welche Anziehung er auslöst, auf mich und die Stärke meiner Lust, auf die Situation usw.
 
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Gast

  • #16
Bei mir waren es immer dir Frauen die auf Sex gedrängt haben. Nicht, dass ich nein gesagt hätte, aber ich hätte auch noch warten können. Bei meiner jetzigen Beziehung war alles ganz anders. Bereits beim ersten Date leuchteten die Augen. Es passte einach alles. Sex hat sich beim dritten Date ergeben. Es hätte auch das zweite sein können. Wir hätten beide nichts dagegen gehabt. Viel wichtiger ist jedoch, dieses Mal stimmt die Chemie richtig. Mit Kribbeln und Schmetterlingen usw. Da ist der Sex, so schön und wichtig er auch ist und wir genießen ihn, plötzlich nicht mehr das Wichtigste.

m43
 
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  • #17
Jedes Gespräch, jedes Date und jeder Spaziergang, sogar jedes Gesims VOR dem Sex verrät dir Details über den Mann. Klar raspelt ein Mann eher viel Süssholz, wenn er gerade auf mehr hofft, aber er kann sich auch verraten. Ich bereue es dass ich und meine letzte Romanze zwei statt drei Spaziergänge hatten bevor es zur Sache ging, weil er beim zweiten Spaziergang das erste Stückchen Information darüber fallen liess, dass es noch eine andere gibt (das ich zu dem Zeitpunkt nicht entschlüsseln konnte). Gerade wenn Frau dazu neigt, gehäuft auf Gebundene oder Spinner zu treffen oder alles schnell rosarot sieht und in jedes Gesims hineininterpretiert, sollte schon aus Gründen der Vorsicht nichts überstürzt werden.

Man kann diese sexfreie Kennenlernphase also dazu nutzen, genauer hinzuschauen nach Anzeichen dass der Mann vorrangig sexuelles Interesse hat, sich dann überlegen wie man sich weiter verhält, will man der "er hat bekommen was er wollte"-Situation vorbeugen. Sich Klarheit darüber verschaffen, was man eigentlich von dem Mann möchte, ob die Spaziergangphase den Namen Beziehungsanbahnung noch verdient. Nichts für ungut ich spreche lediglich aus Erfahrung!
 
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  • #18
Man kann diese sexfreie Kennenlernphase also dazu nutzen, genauer hinzuschauen nach Anzeichen dass der Mann vorrangig sexuelles Interesse hat, sich dann überlegen wie man sich weiter verhält, will man der "er hat bekommen was er wollte"-Situation vorbeugen.
Und wenn er vorrangig sexuelles Interesse hat? Dann taugt er doch sowieso nicht für eine Beziehung. Aber wenn er der Frau gefällt, will sie doch wenigstens den Sex genießen, oder ist das nur bei mir so?
 
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  • #19
Hier die FS!
Und der "Morgen danach" ist ja auch eine ganz sensible Phase, in der sich entscheiden kann, ob daraus etwas Ernsteres wird. Denn erst am nächsten Tag - wenn man denn mal so lange bleibt - ist man erst richtig nackt - ohne gedimmtes Licht, ohne Alkohol intus, verstrubbelt und zerknautscht nicht mehr in sexy Klamotten, sondern in ein fremdes Handtuch gehüllt oder schnell ein T-shirt übergeworfen, ungeschminkt und eigentlich nur noch bedingt sexy im hellen Licht.
Wenn man diese Nähe dann ertragen kann, das Fremde und ein Frühstück auch noch schön ist, dann ist der erste Schritt zur Beziehung meines Erachtens getan!
Tolle Auswahlkriterien, das sind dann diejenigen Beziehungen, in denen die einzige Gemeinsamkeit und das einzige Verbindende guter Sex ist. Die Reduzierung einer Beziehung auf das Begehren einer Person, das nach einer sexu*ellen Vereinigung drängt, ist ein ziemlich egoistisches Bedürfnis nach Nähe und Lust. Mir ist das zu wenig. Die perfekte Liebesbeziehung besteht aus sexuellem Begehren, emo*tionaler Zuneigung, tiefem Vertrauen und uneingeschränkter Verantwortung. Fehlt eine dieser Strömungen, geht eine Beziehung gerade noch, fehlen jedoch zwei, ist die Beziehung im Prinzip am Ende.
 
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  • #20
Die Frage ist doch nicht "wann haben wir zum ersten Mal Sex", sondern "wann sind wir ein Paar?". Wobei ich den Fall, daß man Sex hat ohne sich danach als Paar zu fühlen, für mich ausdrücklich ausschließen kann - wenn ich mir keine feste Beziehung mit der Frau vorstellen kann, will ich auch keinen Sex mit ihr. Ob das schon beim zweiten oder erst beim zwanzigsten Date der Fall ist, spielt für mich eigentlich keine Rolle, und ich würde auch keine Frau schief ansehen, weder für das eine noch für das andere.

Diese Entscheidung kann auch in der letzten Minute noch fallen. Den Sex dann noch mitzunehmen und ihr erst danach meine Entscheidung zu verkünden empfände ich aber als schäbig. Andererseits ist eine Frau wahrscheinlich noch viel mehr verletzt, wenn sie sich bereits aufgeknöpft hat und ich sie aus dem besagten Grund wieder zuknöpfe.
 
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  • #21
Ich hatte Sex spontan genauso wie mit mehreren Anläufen und habe die Erfahrung gemacht,daß es keinerlei Einfluß auf den beziehungstechnischen Ausgang hat.Sex ist für die meisten Menschen(Männer sind auch Menschen;-) gepaart mit Chemie,Zuneigung,Begehren,Gefühl und etwas menschlichem Vertrauen,wobei die Liebe und das partnerschaftliche Vertrauen erst viel später und langsam wachsen.Sex hat man,weil beide es wollen und nicht wie Frauen es immer darlegen,auf Drängen des Mannes.
Entweder man ist von dem Mensch optisch und körperlich angezogen oder man kommt sowieso nicht zusammen egal wann Sex stattfindet.
Da die meisten Frauen berechnender als Männer sind,wird versucht möglichst erst das Gesamtpaket zu schnüren bevor sie auf Sex eingehen.Ist der Mann gefangen,bewegt er sich in einem unsichtbaren "Gehege" ,abgesteckt von Frau und hat Mühe ohne Anschuldigungen wieder raus zu kommen wenn es nicht so paßt.
Warum soll ich jemanden laufen lassen,der gewollt und eventuell gepasst hätte um mich hinterher zu Ärgern und zu Jammern.
Meine schnellen Sexpartnerinnen sind zu langjährigen Beziehungen oder Ehepartnerin geworden und die Frauen wo man zum Bittsteller werden sollte,waren dann oft sogar noch sexuelle Nieten.
Frauen und Männer mögen das anfängliche Knistern und die Spannung,wer aber den Bogen überspannt,muß sich nicht wundern wenn der Schuß woanders einschlägt!

m50
 
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  • #22
Die Reduzierung einer Beziehung auf das Begehren einer Person, das nach einer sexuellen Vereinigung drängt, ist ein ziemlich egoistisches Bedürfnis nach Nähe und Lust. Mir ist das zu wenig.
Das habe ich damit nicht gemeint - ich meinte nur, dass eben der erste Morgen danach eine sensible Phase einer eventuellen Beziehungsanbahnung ist, weil man sich dann eben mit all seine Macken sieht, weil man sehen kann, wie der andere das Frühstück arrangiert, was im Kühlschrank ist, wie sich eben beide am Morgen danach verhalten und ob man dann auch noch gut miteinander reden kann.
Dass das noch lange lange nicht ausreich für eine Beziehung oder gar Liebe ist mir auch klar.
Ich habe eine Ehe hinter mir!
Natürlich braucht es Gemeinsamkeiten, ähnlichen Humor, Vertrauen, Liebe, ähnliche Vorlieben und Interessen und ähnlicher Lebensstil sind auch nicht von Nachteil, wobei das auch zusammenwachsen kann.

Ich meine ja nur, dass es mich wundert, wie viele Frauen immer erst einen Mann zigmal nur auf Spaziergängen und im Restaurant daten und und es für sie komplett ausgeschlossen ist, einen Mann nach dem 3. oder 3. Date zu küssen oder gar Sex mit ihm zu haben. Ich finde eben das Argument, dass man es damit den Männern zu leicht macht, nicht auf alle Beziehungen anwendbar. Und mich hat noch nie ein Mann als Schlampe betrachtet, auch wenn wir schnell im Bett gelandet sind, weil ich mich trotz diesem Punkt insgesamt nicht wie eine verhalte. Das war immer respektvoll.
Natürlich ist das dann auch noch nicht Liebe, aber es fördert doch die Verliebtheit.
Ob daraus etwas Festes wird oder nicht liegt doch dann an anderen Faktoren.


FS
 
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Gast

  • #23
Ich meine ja nur, dass es mich wundert, wie viele Frauen immer erst einen Mann zigmal nur auf Spaziergängen und im Restaurant daten und und es für sie komplett ausgeschlossen ist, einen Mann nach dem 3. oder 3. Date zu küssen oder gar Sex mit ihm zu haben.
Bei mir hat das eher den Grund, dass ich keinen beinahe noch wildfremden Mann (den ich irgendwo im Club, auf der Straße, Fitnessstudio, etc kennengelernt habe) zu mir in die Wohnung lassen will, oder zu ihm mit nach Hause gehen will. (Auch nicht gemeinsam in ein Hotel.) Da habe ich noch viel zu wenig Vertrauen und bin mir in den allermeisten Fällen auch noch viel zu unsicher, ob ich wirklich definitiv Sex haben wollen werde, an diesem Tag/Abend. Habe dann Angst, womöglich bedrängt zu werden, wenn ich eben zu wem mit nach Hause gehe oder mit nach Hause nehme.
(Natürlich kann sich jemand auch erst nach viel längerer Zeit als Psychopat entpuppen, aber dem kann man schwer vorbeugen.)

Wenn mir aber jemand aus irgendeinem Grund eher als vertrauenswürdig erscheint (zb weil es ein guter Freund von einem meiner Freunde ist, etc - was natürlich auch keine Garantie ist, aber es vermittelt mir jedenfalls Sicherheit), bin ich weniger misstrauisch und fühle mich sicherer, da kann dann schon schneller mehr passieren.
 
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Gast

  • #24
sexuellem Begehren, emo*tionaler Zuneigung, tiefem Vertrauen und uneingeschränkter Verantwortung. Fehlt eine dieser Strömungen, geht eine Beziehung gerade noch, fehlen jedoch zwei, ist die Beziehung im Prinzip am Ende.
Zumindest die ersten drei Strömungen haben sehr viel mit gutem Sex zu tun. Wenn ich guten, vertrauten Sex mit tiefer Zuneigung erlebe, ist der besser als Sex mit jemandem, der nur gut aussieht. Ich brauche also nicht verkopft über eine zukünftige Beziehung nachzudenken. Die sexuelle Lust wählt automatisch das passende Gegenstück aus, deshalb halte ich den Sex für sehr wichtig. Zumindest für Menschen, bei denen Bauchgefühl und Intuition die Grundlage guter Entscheidungen bilden.

Das mag nicht bei jedem so sein, aber es gibt genügend Menschen, die eine "gute Nase" für solche Dinge haben. Das darf man bei solchen Diskussionen nicht vergessen. Nicht jeder zieht aus der gleichen Situation die gleichen Informationen. Manche Menschen treffen einen anderen Menschen 20 mal und bemerken erst dann etwas, was andere schon beim ersten Mal bemerkten.

w
 
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  • #25
Ich finde eben das Argument, dass man es damit den Männern zu leicht macht, nicht auf alle Beziehungen anwendbar. Und mich hat noch nie ein Mann als Schlampe betrachtet, auch wenn wir schnell im Bett gelandet sind, weil ich mich trotz diesem Punkt insgesamt nicht wie eine verhalte. Das war immer respektvoll.
FS
Das ist sicher richtig, dass es auch langjährige Beziehungen gibt, die damit begonnen haben, dass man gleich beim ersten Date im Bett gelandet ist.

Aber in der Regel ist es so, dass Frauen nicht punkten, wenn sie sich zu früh auf Intimitäten mit einem Mann einlassen, ohne ihn überhaupt kennen gelernt zu haben. Zwar sind Männer möglichst schnellem und vor allem unverbindlichen Sex mit einer Frau nicht abgeneigt, andererseits aber verliert genau diese Frau ihren "Wert", wenn sie ihm diesen von seinen Hormonen gesteuerten Wunsch zu früh erfüllt. Ein Mann, der wirklich an einer Frau interessiert ist und nicht nur an schnellem Sex, hat noch nie aufgehört, sie zu treffen, nur weil sie mit ihm nicht bereits beim ersten oder zweiten Date ins Bett gegangen ist.

Sucht man also nach einem geeigneten Verhaltensmuster, um eine langjährige glückliche Beziehung aufbauen zu können, orientiert man sich deshalb besser an den erfolgsversprechenden Verhalten und nicht an den Ausnahmen.
 
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  • #26
Zwar sind Männer möglichst schnellem und vor allem unverbindlichen Sex mit einer Frau nicht abgeneigt, andererseits aber verliert genau diese Frau ihren "Wert", wenn sie ihm diesen von seinen Hormonen gesteuerten Wunsch zu früh erfüllt.
Na die Männer hier im Forum haben das aber gerade vorhin widerlegt.
Wohl bemerkt kenne ich ja auch "The Rules" des amerikanischen Datingsystems "Die Kunst, den Mann fürs Leben zu finden" und ich glaube auch, dass da einiges Wahres drinsteckt.
Aber wenn ich mit einem Mann schneller ins Bett gegangen bin, lag das Scheitern der Affäre oder Beziehung nie daran, sondern, dass es eben in anderer Hinsicht nicht passte.
Dann ist es ja auch ok.
Dass ich irgendwann aber an "Wert" verloren haben soll nach dem Sex kam bei mir eben nie vor.
Und ich bin wirklich nicht unbedingt für unverbindlichen Sex und es dauert lange, bis ich überhaupt mal einen Mann gut finde. Aber wenn er dann als Mann der Tat das Zepter in die Hand nimmt und etwas fordernder ist, dann renn ich auch nicht gleich weg.
Übrigens hab ich meine Affären immer beendet - die Männer waren danach alle ziemlich traurig, einige sicher auch verliebt.
w
 
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  • #27
Sucht man also nach einem geeigneten Verhaltensmuster, um eine langjährige glückliche Beziehung aufbauen zu können, orientiert man sich deshalb besser an den erfolgsversprechenden Verhalten und nicht an den Ausnahmen.
Nach meiner Erfahrung sind das keine Ausnahmen, sondern ich habe noch nie einen Mann kennengelernt, der nach dem von dir vorgestellten Muster funktioniert. Die Auswahl der passenden läuft wohl schon eine Stufe früher ab.

Abgesehen davon kann es sein, dass man sich bei Berücksichtigung entsprechenden "Verhaltensmusters" selbst nicht verlieben könnte. Wenn ich während des Kennenlernens darüber nachdenken würde, wie ich mich verhalten muss, um beim Mann das Richtige hervorzurufen, wären meine eigenen Gefühle wie weggeblasen. Und mir sind meine Gefühle wichtig, zu einer langjährigen, glücklichen Beziehung gehören nunmal die Gefühle zweier Menschen, und auch die eigenen Gefühle.

Ich gewinne hier den Eindruck, eine Frau sei sich ihrer Gefühle immer sicher und müsse nur den Mann "rumkriegen"? Oder sind manchen Frauen die eigenen Gefühle nicht so wichtig, und sie wählen eher rational den "geeigneten Partner" aus? Wie soll man sich denn in einen Mann verlieben, dem man den "hormongesteuerten Wunsch" nicht zu schnell erfüllt? Das ist doch, als würde man ein Kind erziehen. Jedem das Seine...
 
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  • #28
... in der Regel ist es so, dass Frauen nicht punkten, wenn sie sich zu früh auf Intimitäten mit einem Mann einlassen, ohne ihn überhaupt kennen gelernt zu haben. .... Ein Mann, der wirklich an einer Frau interessiert ist ... hat noch nie aufgehört, sie zu treffen, nur weil sie mit ihm nicht bereits beim ersten oder zweiten Date ins Bett gegangen ist.
Wenn ich nur mal erfahren könnte, wer diese "REGEL" aufgestellt hat, wie sie inhaltlich begründet ist und wo sie empirisch überprüft wurde. Leider verrät das hier ja nie jemand. Wie oben schon mal gesagt wurde, "es gibt keinerlei Ursache-Wirkungs-Zusammenhang" zwischen frühem Sex und fehlender Beziehungsbereitschaft. Aber wenn sich jemand in sexueller Hinsicht sehr zurückhaltend verhält, dann signalisiert er dem anderen damit automatisch, dass er mit Sexualität eben nicht offen und freizügig umgeht. So eine Botschaft hat in jedem Fall auch Auswirkungen darauf, wie jemand wahrgenommen wird, und kann selbstverständlich auch zu einer Distanzierung führen, wenn jemand dadurch den Eindruck gewinnt, dass Vorstellungen und Erwartungen nicht passen.
 
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  • #29
Wenn ich nur mal erfahren könnte, wer diese "REGEL" aufgestellt hat, wie sie inhaltlich begründet ist und wo sie empirisch überprüft wurde.
Es gibt keine "REGELN" in dem Sinne, an die sich Frauen und Männer beim Kennenlernprozess halten müssten. So einfach und langweilig ist das Leben zum Glück nicht, dass man zwischenmenschliche Beziehungen einfach nach einer Checkliste abarbeiten könnte. Und auch die viel zitierten Ratgeber in Bezug auf das ideale Verhalten bei der Partnersuche werden allzu oft viel zu starr interpretiert. Es geht nicht darum, Spielchen zu spielen und nutzlose Strategien zu entwickeln. Authentizität kommt immer besser an, als irgendwelche Maskeraden. Dennoch gibt es Verhalten, die nun einmal erfolgversprechender sind als andere, das ist bei der Partnersuche nicht anders als im Job oder bei einer Freizeitaktivität.
 
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  • #30
Dennoch gibt es Verhalten, die nun einmal erfolgversprechender sind als andere, das ist bei der Partnersuche nicht anders als im Job oder bei einer Freizeitaktivität.
Ja. Aber welches Verhalten erfolgreich ist, hängt immer vom Menschen ab, mit dem man zu tun hat. Am erfolgreichsten ist jemand, der sein Verhalten am Gegenüber ausrichten kann, bzw. bei der Partnersuche jemand, der sich am besten gleich mit so einem Menschen befasst, der zum eigenen Verhalten passt. Wer verallgemeinernd alle Männer in eine Schublade steckt, wird seine Wunder erleben.

Nicht alle Männer/Frauen sind gleich und nicht jeder will den gleichen Mann/Frau. Diese Erkenntnis löst vielleicht das Problem bei der Diskussion. Manche Frauen wollen einen Mann, der sie nicht für eine Schlampe hält, weil sie genauso viel Lust hat wie er. Sie erreicht ihr Glück am ehesten, wenn sie einfach sie selbst ist. Bei anderen mag das anders sein. Eine Frau, die z.B. einen bestimmten Mann alleine aufgrund seines Aussehens oder Geldes will, braucht sich nicht daran zu stören, dass er eine seltsame Einstellung gegenüber Frauen hat, sondern kann ihr Verhalten der Einstellung nach Belieben anpassen.