• #32
Sorry aber deine Wertungen kann ich null nachvollziehen. Antun? Es ist verantwortungslos, sein Kind zu jemandem zu geben, wo es gut betreut wird und ein besseres Leben hat. Um genau zu sein, das Gegenteil ist der Fall. Deine unreflektiert, Schuld zuweisende Haltung wäre für mich viel eher der Punkt. Abstand zu halten. Das ist ein ganz trauriges Niveau.
Soweit ich weiß, ist "antun" bei @Joggerin schon der richtige Begriff. Es gibt Ausnahmen, wo eine Pflegefamilie besser ist als die leiblichen Eltern. @Joggerin bezog sich allerdings auf Männer, die sich selbst aus dem Staub machen und nur Unterhalt zahlen. Wenn der leibliche Vater einen nicht will, hinterlässt das m.E. in einem Großteil der Fälle Selbstzweifel und schlimme Gefühle beim Kind. In einigen Fällen kann das durch Resilienz kompensiert werden, aber grundsätzlich schafft das "aus dem Staub machen" erstmal ein großes Hindernis im Leben, das ich auch moralisch nicht ok finde. Daher würde ich wie @Joggerin auch erst mal nachfragen, warum der/diejenige ein Kind hat und sich nicht selbst kümmert, und wenn es derjenige sich leicht gemacht hat (z.B. Sex gehabt ohne Schutz, und dann nicht für die Konsequenzen einstehen), dann schließe ich so jemanden aus meiner Partnerwahl aus.

W u40
 
  • #33
Ich bin kein Mann. Aber ich nehme an, es käme auf die Einzelheiten an. Hier kann es ja so sein, dass die Frau völlig verantwortungslos ist und auch so blieb später; oder, dass sie sich das sehr lange überlegt hat und es für das Kind das beste war, dann ist das ja verantwortungsvoll, das Kind in eine sichere und langfristige Umgebung zu geben, wenn man selbst überfordert ist. Man weiß ja eben vorher nicht, wie es mit Kind dann ist, und als Jugendliche schon gar nicht.
Ich selbst fand es zwar immer gut, wenn ich einen Mann kennengelernt habe und der hat sich um sein Kind auch nach einer Trennung wirklich gekümmert. Aber Situationen können doch so verschieden sein, Menschen können in der Jugend Fehler machen - da kann ich nicht pauschal sagen, den Menschen schließe ich aus. Ich kenne einen Kumpel eines Ex-Freundes, der war wegen Körperverletzung im Knast in jungen Jahren. Er hat sich komplett geändert, Therapie gemacht, ist ein ganz anderer Mensch. Er käme für mich aus anderen Gründen nicht als Partner infrage, aber er ist auf jeden Fall nicht mehr der gleiche wie mit 19 und hat sehr an sich gearbeitet. Viele würden ihn sicher auch ausschließen aufgrund der damaligen Entscheidungen und damit aber einen jetzt sehr guten Menschen verpassen. Und das ist nochmal was ganz anderes, als sein Kind zur Oma zu geben, wenn man weiß, dass es ihm dort gut geht.
w, 38
 
  • #34
Dass sie es bei Überforderung zur Mutter gibt ist ok - aber warum adoptiert die Oma das Kind?
Das wäre doch gar nicht nötig gewesen.
Warum interessiert sich diese Frau so überhaupt nicht für ihr Kind?
Ich finde das sehr traurig.
Ja und vor allem hat sie ja nichtmal das Recht das Kind zu sehen. Ist zwar hart. Die Mutter könnte auf gut Deutsch gesagt einfach sagen. Pech gehabt du wirst dein Kind nicht sehen. Das wird sie natürlich höchstwahrscheinlich nicht machen.
 
  • #35
Aber der Weg zur Adoption verläuft auch nicht über Nacht und ist ein längerer Prozess, bei dem das Jugendamt erstmal die Vormundschaft übernimmt. Schließlich müssen die Adoptiveltern auf Eignung hin geprüft werden. So easy ist das in Deutschland nicht…

Bei einer sog. "Großelternadoption" sind die Kriterien komplett andere! Z.B. ist der normalerweise gewünschte maximale Altersabstand ausgehebelt und die anderen Kriterien sind bei weitem nicht so hart. Es geht auch i.d.R. viel schneller! (habe ich selber erlebt bei dem Kind und den Eltern einer Mitpatientin meiner Frau)

Dennoch ist die Großelternadoption in Deutschland ein vergleichsweise ungewöhnlicher Vorgang! Meist reicht eine Pflegschaft mit Vormundschaft und den selben Familiennamen tragen Großeltern und Enkel, bei geordneten Familienverhältnissen, ja sowieso!

Die allermeisten Fälle der Großelternadoption kommen durch Tod der Kindseltern (hinreichen die Mutter des Kindes) zustande. Daneben gibt es noch krasse Fälle, bei denen die Due Diligence des Gerichtes z.B. den Kindesmissbrauch feststellte, oder z.B. eine Junkie-Mutter, die ihr Kind fast verhungern lies, etc.

Wenn ich also so eine Frau kennenlernen sollte (*), dann wäre meine erste Frage weniger, warum das Kind bei den Großeltern lebt, sondern wie normal das Verhältnis der Frau zu ihren Eltern ist und warum das Gericht einer Adoption zugestimmt hat?

V.m52

(*) eher unwahrscheinlich, den es ist wohl eher nicht die Studienrätin, oder Architektin, etc. die so eine Vita hat...
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #36
Was ist denn hier Dein moralischer Anspruch? Rigorismus? Moralismus? Utiliarismus? (Abgesehen davon, dass ich lieber eine Partnerin habe, die einen moralischen Kompass für sich selbst hat) Gerade im Bewusstsein der für einen selbst zu großen Verantwortung kann es doch moralisch richtig sein, für eine gute Versorgung der Kinder zu sorgen.
Mein moralischer Anspruch ist - den ich an mich selbst wie auch andere habe- dass man alles zu geben hat, um sich um seine Kinder zu kümmern.

Eine "Nichtklarkommen" einer Mitte 20jährigen, die keinen Bock auf ein Kind hat und die lieber dem Stundentenleben frönen will, während sie das Kind an die eigene Mutter abschiebt und auch diese damit belastet, hat für mich nichts mit Verantwortungsbewusstsein zu tun.

Ebensowenig der mir bekannte Fall, wo die Mutter bereits psychisch krank war und der Vater seinen Job nicht aufgeben wollte und lieber die Kinder ins Heim gibt.

Kann man ja machen. So eine Person kommt für mich als Partner nicht in Betracht, weil klar ist, dass er bei Problemen sofort abhaut und den Weg des geringsten Widerstands geht.
 
  • #37
Tja, stell dir vor, das ist ganz normaler Alltag und passiert jeden Tag tausende Male in Deutschland. Frau wird ungeplant schwanger, Mann verpi** sich und das Kind ist ihm egal.
Wird von der Gesellschaft akzeptiert, nur Frau muss sich rechtfertigen.
Das sehe ich genauso. Unabhängig vom Geschlecht finde ich es fragwürdig, wenn sich Eltern nicht um ihre Kinder kümmern. Ich würde deshalb immer erst die Umstände erfragen, wie das Ganze zustande kam.

@TE: Ich würde hinterfragen, warum sie das getan hat. Das kann ja viele Gründe haben. Einige würden bei mir dazu führen, auf Distanz zu gehen, andere nicht.

W36
Dem schließe ich mich an.
 
  • #38
Mal eben adoptieren ist ja auch sehr endgültig...Ich würde einer Tochter zb nicht die Chance komplette nehmen, ihr Kind zurück zu bekommen (schrittweise).
Weil die Endgültigkeit gewünscht ist. Hier erfolgte die Adoption zwar in der Kernfamilie, aber wenn es aus der Familie rausgeht, dann macht Adoptivkind/Pflegekind einen sehr großen Unterschied.
Sehr viele Pflegekinder haben unerfreuliche Lebensumstände, sind nur Geldeinnahmequelle und werden in wenigen Jahren über diverse Stationen rumgereicht, entwickeln immer größere Anpassungsprobleme, die ihr ganzes Leben bestimmen und ihre Chancen reduzieren.

Es geht eben nicht nur um die Bedürfnissse der Mutter, die als junge Erwachsene entschieden hat das unerwünschte Ergebnis eines sexuellen Abenteuers dauerhaft wegzugeben, vorrangig sind die Bedürfnisse und Rechte des Kindes.

Ich lese auch nicht, dass die Mutter das Kind zurückwill, sondern dass sie ihr Leben gut ohne dieses Kind führt - beendete Ausbildung, neuer Partner.
Warum (von außen) ändern wollen was für alle gut ist?

Würdet Ihr den Mann in diesem Beispiel als Partner haben wollen - also einen Typen der sich -wie die Mutter- völlig von der Verantwortung lossagt, gemeinsam mit der Mutter sein Studium beendet und dann völlig unbeeindruckt sein Leben (ohne Kind) weiterlebt?
Ich lese nicht, dass die Frau noch mit dem gleichen Typen zusammen ist und sie fröhlich vor sich hinleben ohne ihr gemeinsames Kind.

Die FS schreibt, nichts über ihn, außer dass er sich genau wie die Mutter nicht kümmern wollte und dann nur noch über sie: Studum beendet, eigene Wohnung Freunde (wechselnde?). Warum ist es ok, dass ein Mann sich nicht kümmert und fröhlich vor sich hinlebt, aber die Frau soll es?

Ich finde, dass es für alle besser so ist, klare Verhältnisse, gerade was ihre wechselnden Beziehungen angeht und dann das Kind mittendrin ist, als wenn alle am Kind rumzerren (schrittweise) und das Kind destabilisieren.

Hinsichtlich Partnerwahl: beide (m+w) haben bereits im jungen Erwachsenenalter wenig Hang zur Übernahme von Verantwortung/Einschränkung ihres gewünschten Lifestyles gezeigt. Das ist in dem Alter ein Charakterzug der bleibt in mehr oder weniger heftiger Ausprägung. Das muss man wissen bei der Partnerwahl - bekommt hier aber kein zukünftiger Partner mit.

Dem Mann sieht man nicht an, dass er das Gleiche getan hat wie die Frau, durch Adoption ist er befreit von Unterhalltspflichten, Erbrechten des Kindes usw. und die Frau hat ihren Start ins Leben genauso auf Null gesetzt wie er.
Warum sollte für die Frau falsch sein, was für ihn ok ist?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #39
Mein moralischer Anspruch ist - den ich an mich selbst wie auch andere habe- dass man alles zu geben hat, um sich um seine Kinder zu kümmern.
Das hat mit allgemeiner Moral wenig zu tun. Was soll denn „alles geben“ sein? Und ist das irgendwie sinnvoll?
Eine "Nichtklarkommen" einer Mitte 20jährigen, die keinen Bock auf ein Kind hat und die lieber dem Stundentenleben frönen will, während sie das Kind an die eigene Mutter abschiebt und auch diese damit belastet, hat für mich nichts mit Verantwortungsbewusstsein zu tun.
Wir kennen hier den Sachverhalt nicht. Für mich ist ein möglicher Ansatz der größtmögliche Nutzen für alle Beteiligten, Utiliarismus. Im geschilderten Fall könnte der Nutzen für alle so höher sein.
Ebensowenig der mir bekannte Fall, wo die Mutter bereits psychisch krank war und der Vater seinen Job nicht aufgeben wollte und lieber die Kinder ins Heim gibt.
Ich hatte mal ein paar Jahre Kontakt zu einer teuflischen Sekte. Nicht wirklich, aber Familienkräche können mit solchen abstrusen Behauptungen enden. Seitdem bin ich vorsichtig mit dem, was ich über andere Menschen behaupte. Und weiß, dass die im Außen gerne irgendwas beurteilen, was sie nicht beurteilen können.
Kann man ja machen. So eine Person kommt für mich als Partner nicht in Betracht, weil klar ist, dass er bei Problemen sofort abhaut und den Weg des geringsten Widerstands geht.
Dann ist das für Dich sicher die richtige Entscheidung. Wahrscheinlich würde ich für mich auch so handeln. Ich würde aber ausschließlich auf Grund der (dürftigen) Aussagen der FS niemandem so raten. Dafür sind mir die Informationen zu dürftig.
 
  • #40
Weil die Endgültigkeit gewünscht ist. Hier erfolgte die Adoption zwar in der Kernfamilie, aber wenn es aus der Familie rausgeht, dann macht Adoptivkind/Pflegekind einen sehr großen Unterschied.
Ich hatte das nur als Beispiel gegeben, warum ich mehr Infos bräuchte;-)
Weil es ungewöhnlich ist, dass die Großeltern komplett adoptieren, da sie die Pflege und das Sorgerecht bekommen können.
Was ich wohl machen würde, hätte ich eine Tochter die zb 14 ist.
Damit es möglich wäre etc etc...

Wäre diese Mutter aus meinem Jahrgang, ggf vom Dorf oder aus anderen Regimen, würde es wahrscheinlich wieder andere Gründe geben.

Und genau von dem Warum, würde wohl mein Gefühl für eine Person abhängen.
 
  • #41
Ich selbst habe meine Ausbildung schon lange mit Steuern bezahlt
Jetzt, klar....aber ohne unser bestehendes System, wäre es dir mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht möglich gewesen - so wie den meisten Menschen auch.

habe deswegen keine moralischen Ansprüche erhoben.
Es geht nicht um moralische Ansprüche, sondern ob man sich mit dem Wertesystem des Anderen identifizieren kann.
Ich kenne genug Familienverhältnisse, in denen die Wunde sicher größer ist als in einer liebevollen Pflegefamilie. Die ist in der Regel ausgewählt…

Ich habe einige Familienverhältnisse mitbekommen, da entstehen tiefere Verletzungen als sie durch eine gut ausgesuchte Pflegefamilie entstehen.
Hier ist es die Oma, immerhin leiblich.
Und ihr beide würdet also Menschen daten, die aufgrund ihres Wesens eine potenzielle Kindsgefährdung darstellen? :D interessant ….
 
  • #42
Wer liebt muß auch mal loslassen. Wer sich so zu Gunsten des Kindes entscheidet , muß viel Liebe in sich haben.
 
  • #43
Jetzt, klar....aber ohne unser bestehendes System, wäre es dir mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht möglich gewesen - so wie den meisten Menschen auch.
Ja. Und? Wir arbeiten alle in diesem System mit, damit es uns allen gut geht. Irgendwas zu kritisieren?
Es geht nicht um moralische Ansprüche, sondern ob man sich mit dem Wertesystem des Anderen identifizieren kann.
Darüber denke ich nach, wenn es mich betrifft und wenn ich das System ausreichend kenne, um es beurteilen zu können. Sonst hat das auch mit Moral wenig zu tun. Und doch, es geht um moralische Ansprüche. Das steht nämlich oben. Ich strebe gar nicht an, mich mit dem Wertesystem anderer Menschen zu identifizieren. Das ist mir viel zu banal.
Und ihr beide würdet also Menschen daten, die aufgrund ihres Wesens eine potenzielle Kindsgefährdung darstellen? :D interessant ….
Habe ich nicht geschrieben. Aber Du liest, was Du lesen möchtest, fügst Deine eigenen Gedanken hinzu und urteilst dann. @Joggerin hat ja ausdrücklich von moralischen Ansprüchen geschrieben, darauf habe ich mich bezogen und hatte dazu eine Frage. Mit den wenigen Informationen, die es hier gibt, traue ich mir kein moralisches Urteil zu.

Ich date auch nicht völlig wahllos jede. Wie kommst Du darauf? Zu mir habe ich überhaupt nichts geschrieben. Hat ein Beitrag im Forum zwangsläufig irgendwas mit meinem eigenen Handeln zu tun?
 
  • #44
Es gibt Ausnahmen, wo eine Pflegefamilie besser ist als die leiblichen Eltern.
Wenn es so weit kommt, dann hat das Jugendamt sich die Eltern angeschaut. Die Pflegeeltern genauso. Es wäre entsetzlich, wenn das Jugendamt Eltern ein Kind nimmt uns es in Verhältnisse gibt, die noch schlechter sind. Wie kommst Du darauf, dass dies der Regelfall ist?
@Joggerin bezog sich allerdings auf Männer, die sich selbst aus dem Staub machen und nur Unterhalt zahlen.
Wo schreibt @Joggerin das? Hier geht die Frage doch erstmal nebulös um eine Frau.
 
  • #45
Aber Du liest, was Du lesen möchtest, fügst Deine eigenen Gedanken hinzu und urteilst dann
Das ist die Crux mit der Moralbande. Der Einzelfall ist egal, die "Moral" zählt.
Lösungen haben sie immer - entweder Verbote oder Regeln. Und weitergehende Informationen ? Benötigen sie nicht - das verwirrt nur.
Die Joggerin hat ja eine klare Sicht auf die Dinge - und gibt auch zu erkennen, dass diese Sicht auf eigenem Erleben basiert.

Ich selber gehe davon aus, dass ein Kind, das behütet aufwächst, ein glückliches Kind ist. Und gehe davon aus, dass eine Mutter, die im Grunde kein Kind haben möchte, lieber studieren würde und auch finanziell nicht gesichert ist nicht deshalb die bessere Lösung ist, weil es eben die leibliche Mutter ist. Schaue ich mir die Süsse an - die ja viel Kritik einstecken muss - denke ich mir, dass sie sich wesentlich liebevoller um ein Kind kümmern würde als eine desinteressierte Mutter, die das Kind nur als Störfaktor sieht.

Pragmatisches, lösungsorientiertes Denken - hier am Kindswohl ausgerichtet - kollidiert halt öfters mal mit Moral.

Und nein, ich gehe nicht davon aus, dass die leibliche Mutter diesen Weg leichtfertig gegangen ist.
 
  • #46
Dein vorangegangenes Argument, ja. ;)
Das steht nämlich oben. Ich strebe gar nicht an, mich mit dem Wertesystem anderer Menschen zu identifizieren. Das ist mir viel zu banal.
Wäre schon gut, wenn deine Partnerin und du ähnliche Werte besitzt. Sonst wird ein gemeinsames Leben eher schwierig.
Habe ich nicht geschrieben. Aber Du liest, was Du lesen möchtest, fügst Deine eigenen Gedanken hinzu und urteilst dann.
Ne, ich denke nur einen Gedanken konsequent zu Ende.

Hat ein Beitrag im Forum zwangsläufig irgendwas mit meinem eigenen Handeln zu tun?
Alles was ein Mensch von sich gibt, beinhaltet einen Selbstoffenbarungsaspekt.
 
  • #47
Nicht wirklich, aber Familienkräche können mit solchen abstrusen Behauptungen enden. Seitdem bin ich vorsichtig mit dem, was ich über andere Menschen behaupte
Ich habe nur weitergegeben, was der Mann mir damals erzählte. Ob die Kindesmutter tatsächlich psychisch krank war, weiß nicht. Ich kann nur annehmen was er mir erzählt. Es spielt doch letztlich keine Rolle, für mich war seine Aussage, sich nicht um die Kinder zu kümmern und diese ins Heim zu geben entscheidend, das Kennenlernen mit ihm abzubrechen.

Vielleicht hätte ich es noch nachvollziehen können, wenn er mir nicht die ganze Zeit noch erzählt hätte, wie toll seine Kinder sind und wie sehr er sie liebt und dass er alles für sie tun würde ... das erzählte er mir zu jedem unseren Dates.

Die Fragestellung war ja hier, ob man eine solche Person, die ihr Kind weggab, daten würde. Für MICH eben ein klares Nein aus besagten Gründen.
Andere können das ja anders handhaben.
 
  • #49
Ich habe nicht argumentiert.
Wäre schon gut, wenn deine Partnerin und du ähnliche Werte besitzt. Sonst wird ein gemeinsames Leben eher schwierig.
Wieder am Thema vorbei. Bei welcher Temperatur backt man eigentlich Brot ?
Ne, ich denke nur einen Gedanken konsequent zu Ende.
Ja, uns das so schnell es geht.
Alles was ein Mensch von sich gibt, beinhaltet einen Selbstoffenbarungsaspekt.
Schön. Von Thun? Ich merke schon, wir beide kommunizieren wieder mal komplett aneinander vorbei🤔
 
  • #50
Ich habe nur weitergegeben, was der Mann mir damals erzählte. Ob die Kindesmutter tatsächlich psychisch krank war, weiß nicht.
Ja, das meine ich. Deswegen bin ich hier immer vorsichtig bei den ganzen Narzissten.
Ich kann nur annehmen was er mir erzählt. Es spielt doch letztlich keine Rolle, für mich war seine Aussage, sich nicht um die Kinder zu kümmern und diese ins Heim zu geben entscheidend, das Kennenlernen mit ihm abzubrechen.
Ist als Deine Entscheidung völlig ok. Ich würde das auch so machen. Ich würde aber auch das nicht pauschal nach ein paar unvollständigen Details raten.
Das ist die Crux mit der Moralbande. Der Einzelfall ist egal, die "Moral" zählt.
Schade, oder. Ein mächtiges Gedankenmodell als Keule. Stellen wir uns ein Buch über Moral als Wurfgeschoss vor.
Lösungen haben sie immer - entweder Verbote oder Regeln.
Ja, ihre eigenen Lösungen uns Gesetze als Vorgabe für andere. Am Thema Moral völlig vorbei. Da ist RTL2 dann „Kultur“.
Die Joggerin hat ja eine klare Sicht auf die Dinge - und gibt auch zu erkennen, dass diese Sicht auf eigenem Erleben basiert.
Sehe ich auch so.
Schaue ich mir die Süsse an - die ja viel Kritik einstecken muss - denke ich mir, dass sie sich wesentlich liebevoller um ein Kind kümmern würde als eine desinteressierte Mutter, die das Kind nur als Störfaktor sieht.
Ganz sicher wäre sie besser als viele Mütter. Und warum sollte man nicht für sein Kind das beste wollen, wenn man selbst realisiert hat, dass man das nicht bieten kann?
Pragmatisches, lösungsorientiertes Denken - hier am Kindswohl ausgerichtet - kollidiert halt öfters mal mit Moral.
Utiliaritisch betrachtet nicht mal. Aber mit Moral argumentiert hier ja niemand. Nur mit Meinung…
Und nein, ich gehe nicht davon aus, dass die leibliche Mutter diesen Weg leichtfertig gegangen ist.
Glaube ich auch nicht. Du siehst wieder mal, das Urteil ist sofort da. Zum Glück sind das keine Juristen😊
 
  • #51
Und ihr beide würdet also Menschen daten, die aufgrund ihres Wesens eine potenzielle Kindsgefährdung darstellen?
So habe ich es nicht geschrieben, bitte nicht immer alles verdrehen. Ich würde mir anhören, was, warum und mir dann meine Gedanken machen.
Außerdem geht es nicht um mich persönlich, ich date nicht, ich bin seit Jahrzehnten verheiratet, ich wollte immer Familie und lernte den Mann kennen, mit dem Familie ging.
Abtreibung wäre für mich nur ein hypothetischer Gedanke, ich bin aber dankbar, dass ich nie in eine Entscheidungssituation kam, Adoption ebenso wenig, eher wären/würden wir ggf. als Großeltern parat stehen. Ich finde aber, das muss jeder für sich entscheiden dürfen.
Konkret würde ich, falls ich daten würde, nie einen Mann daten, der Familie nicht mag, Eifersüchteleien und Prioritätsgefasel von sich gibt bzgl Kinder, und/oder der sich selbstverschuldet nicht um seine Kinder kümmert, das ist eine andere zu mir nicht kompatibler Wertewelt.
Eine mir heute sympathischen Frau würde ich allerdings nicht eine Freundschaft verweigern, nur weil sie vor 25-30 Jahren ihr Kind zur Adoption freigegeben hat, da würde ich die Geschichte dahinter hören wollen, und nach soviel Zeit haben sich Menschen auch verändert.
 
  • #52
Wieder am Thema vorbei. Bei welcher Temperatur backt man eigentlich Brot ?
Nur weil DU den Zusammenhang nicht erkennen kannst, bedeutet das nicht, dass es den nicht gibt. ;)

Schön. Von Thun? Ich merke schon, wir beide kommunizieren wieder mal komplett aneinander vorbei
Wie immer eben …du kannst ja auch nicht zuhören^^
 
  • #53
Hallo!
Angenommen eine junge Frau wird ungewollt schwanger, behält das Kind, merkt anschließend aber dass sie für das Kind nicht sorgen kann und will. Der Vater kümmert sich ebenfalls nicht um das Kind.
Nun nimmt die Oma das Kind zu sich und adoptiert es. Die Mutter führt daraufhin ein normales Leben. Sie beendet ihr Studium, geht arbeiten, hat Freunde, eine eigene Wohnung etc. Das Kind holt sie nicht wieder zu sich. Würdet ihr so eine Frau als Partnerin ausschließen?
Als ich meinen Freund kennenlernte habe ich meine Kinder fast die ganze Woche bei meinem Ex gelassen. Ich ging sie gerade noch 1 mal pro Woche besuchen und holte sie am Wochenende eine Nacht. Ich war irgendwie an einem ziemlichen Tiefunkt und der Überzeugung dass die es dort besser haben und das ging fast 1 Jahr. Mein Ex prahlte auch ziemlich damit herum wie toll er sich um die Kinder kümmere und ich nicht und nutzte das ganze auch um sich zu profilieren was auch zunehmende Wut bei den Kindern hervorgerufen hat.
Jedenfalls hat mein Freund ganz gut gemerkt dass das ganze so nicht richtig passt und mich ziemlich schnell gefragt ob ich nicht die Kinder wieder ganz zu uns holen will und mich vorsichtig dahingestuppst ..

Wenn es jetzt um diese junge Frau gegangen wäre in die er sich verliebt hätte, hätte er sich eben verliebt gehabt und dann wenn sie zusammen gewesen wären mit ihr gesprochen ob sie nicht eigentlich eh tief innerlich doch unglücklich wäre und sie motiviert auf das Kind zuzugehen. Also das wäre glaub ich auch normal. Weil man verliebt sich ja weil man etwas in dem Menschen sieht, etwas gutes. Außer man sucht irgendwie speziell nach einem harten Menschen in seinem Leben ...
 
  • #54
Wenn es so weit kommt, dann hat das Jugendamt sich die Eltern angeschaut. Die Pflegeeltern genauso. Es wäre entsetzlich, wenn das Jugendamt Eltern ein Kind nimmt uns es in Verhältnisse gibt, die noch schlechter sind. Wie kommst Du darauf, dass dies der Regelfall ist?
Missverständnis wegen meiner verkürzten Schreibweise. Umgekehrt gemeint:
Soweit ich weiß, ist "antun" bei @Joggerin schon der richtige Begriff. Es gibt Ausnahmen, wo eine Pflegefamilie besser ist als die leiblichen Eltern.
Wenn Eltern den Kindern Schlimmes antun (wie z.B. sich aus dem Staub machen), dann ist dies eine Ausnahme, und DANN ist eine Pflegefamilie besser als leibliche Eltern. Die Regel ist, dass leibliche Eltern besser sind als eine Pflegefamilie. Ist eine Binsenweisheit, daher vielleicht etwas unglücklich verkürzt...

Wo schreibt @Joggerin das? Hier geht die Frage doch erstmal nebulös um eine Frau.
Hier z.B.:
10:50 Uhr @Joggerin
"Kann man ja machen. So eine Person kommt für mich als Partner nicht in Betracht, weil klar ist, dass er bei Problemen sofort abhaut und den Weg des geringsten Widerstands geht."
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #56
Das ist die Crux mit der Moralbande. Der Einzelfall ist egal, die "Moral" zählt.
Lösungen haben sie immer - entweder Verbote oder Regeln. Und weitergehende Informationen ? Benötigen sie nicht - das verwirrt nur.
Sorry Tom, aber das ist ja nun wirklich Stammtischniveau. Weder hat hier meines Wissens nach irgendjemand ein Verbot von irgendetwas gefordert, noch verurteilt hier irgendwer Adoptionen per se.

Gefragt wurde, ob für das Forumsvolk eine Frau mit o.g. Vergangenheit als Partnerin in Frage käme und da ist es legitim zu sagen "ohne Ausnahme Nein". Die Mutter mag gute Gründe für eine solche Entscheidung haben - dass sich jemand so eine Entscheidung grundsätzlich leicht machen würde hat ebenfalls niemand hier behauptet. Für mich als Vater aber, der sein Kind gerne mehr als 50% der Zeit hätte, ist kein einziger Grund so plausibel, dass eine solche Frau irgendwie in mein Familienkonzept passen würde. Um diesen Umstand wissend müsste ich mir auch keine Erklärungen anhören. Das selbe gilt übrigens auch für Veganer, Strenggläubige oder Messies.
 
  • #57
Glaubst du, dieser Mann wird nie wieder eine Partnerin haben?
(So wie hier der Vater hier sich auch nicht um das Kind kümmert)

Und es gibt zahlreiche Männer, die nur Unterhalt zahlen aber mit dem Kind nichts zu tun haben wollen, die trotzdem Partnerschaften führen.
(Ja und es gibt auch die Fälle, wo die Mütter dazwischen funken um das gleich vorweg zu nehmen.)
Tja, stell dir vor, das ist ganz normaler Alltag und passiert jeden Tag tausende Male in Deutschland. Frau wird ungeplant schwanger, Mann verpi** sich und das Kind ist ihm egal.
Wird von der Gesellschaft akzeptiert, nur Frau muss sich rechtfertigen.
Ich lese nicht, dass die Frau noch mit dem gleichen Typen zusammen ist und sie fröhlich vor sich hinleben ohne ihr gemeinsames Kind.

Die FS schreibt, nichts über ihn, außer dass er sich genau wie die Mutter nicht kümmern wollte und dann nur noch über sie: Studum beendet, eigene Wohnung Freunde (wechselnde?). Warum ist es ok, dass ein Mann sich nicht kümmert und fröhlich vor sich hinlebt, aber die Frau soll es?
Ich meinte mit meinem Beispiel NICHT, dass das Verhalten des Mannes völlig OK ist. Ganz im Gegenteil: Die Frau hier würde ich nicht als Partnerin haben wollen, einen Mann, der so handelt, nichtmal im Freundeskreis.

Deswegen nein, @Hanna_17 , das wird von "der Gesellschaft" nicht akzeptiert. Das Ablegen von Verantwortung, das sich verpissen wird in der Regel geächtet, weil es asozial ist.
 
  • #58
Außerdem geht es nicht um mich persönlich, ich date nicht, ich bin seit Jahrzehnten verheiratet, ich wollte immer Familie und lernte den Mann kennen, mit dem Familie ging.
Aber das war die Frage: würdet ihr eine Partnerschaft mit einem Menschen eingehen, der sein Kind weggeben hat ? Und zwar nicht aufgrund von psychischen oder physischen Problematiken, die eine Elternschaft unmöglich gemacht hätten. Sondern weil jemand einfach nicht Mutter/Vater sein wollte.

Studium und normales Leben mit allem drum und dran war ja möglich. Das klingt jetzt nicht nach einem hoch problematischen Leben.

Für mich würde sich da der Eindruck auftun, dass da jemand frei und ungebunden sein wollte und das wären für mich niedere Beweggründe.


Eine mir heute sympathischen Frau würde ich allerdings nicht eine Freundschaft verweigern, nur weil sie vor 25-30 Jahren ihr Kind zur Adoption freigegeben hat, da würde ich die Geschichte dahinter hören wollen, und nach soviel Zeit haben sich Menschen auch verändert
Ist doch auch ok...Das muss jeder für sich selbst wissen.
 
  • #59
Für mich als Vater aber, der sein Kind gerne mehr als 50% der Zeit hätte, ist kein einziger Grund so plausibel, dass eine solche Frau irgendwie in mein Familienkonzept passen würde.
Das ist deine Aussage und die geht in Richtung der von Joggerin. Als Aussage für dich persönlich ja auch ok. Für dich käme sie nicht in Betracht ......
Andere haben anders geantwortet.

Nun gibt es aber ein paar Leute, die sofort mit der allgemeinen Verurteilung dieser Frau beginnen. Und genau diese argumentieren auch mit "Moral". Was auch immer das in deren Köpfen sein soll.
 
  • #60
Weil es ungewöhnlich ist, dass die Großeltern komplett adoptieren, da sie die Pflege und das Sorgerecht bekommen können.
Ja, aber dann behält die wohl damals noch in ihrem Denken und Handeln recht wackelige Mutterr ihre Rechte und kann 18 Jahre das Leben des Kindes mit ihren Eltern empfindlich stören. Warum sollten die Eltern das für sich und ihr Adoptivkind wollen? Klarheit hilft ungemein - allen.

Darüber hinaus gibt es keinen Hinweis, dass die Mutter ihr Kind zurückwill. Wahrscheinlicher ist, dass sie so wie sie jetzt lebt vielleicht später einen Neustart mit Baby will, statt einen Teenager in ihre neue Familie zu integrieren.
Vielleicht will sie auch später nie Kind und Familie, man weiß es nciht.

Wer sich so zu Gunsten des Kindes entscheidet , muß viel Liebe in sich haben.
Oder viel Gleichgültigkeit und Egoismus.

Ich denke mal, dass Du als möglicher Partner von ihm oder ihr mit dem Thema garnicht in Kontakt kommen würdest, denn das Kind existiert als eigenen Kind offiziell im Leben von keinem von beiden mehr - bei ihr als kleine Schwester.
 
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