• #61
Mein Erzeuger hat auch Freundinnen gehabt und sich einen Kehrricht um seine Kinder geschert. Töchter = Frauen = Minderwertig

Ich möchte keinen Mann haben, der sein Kind ablehnt und auch keinen Mann, der zwar in der Lage ist GV zu haben aber nicht in der Lage ist zu verhüten. 🤗

Ich ging als Zehnjährige verzweifelt zum Jugendamt, weil ich den psych. und teilw. phys. Terror des narzisstischen Mannes meiner Mutter nicht mehr aushielt. Ich flehte sie an mich ins Kinderheim aufzunehmen. Sie taten es natürlich nicht und kamen nicht mal vorbei. Ob es wirklich besser gewesen wäre? Wer weiß... 🤗
 
  • #62
Warum sollten die Eltern das für sich und ihr Adoptivkind wollen? Klarheit hilft ungemein - allen
Ich kenne zwei, die erst im Alter erfahren haben, dass die Schwester eigentlich die Mutter ist...
Ist nicht so gut angekommen...
Aber nochmal, es geht nur um Hintergründe die mir fehlen.
Nicht um meine "Bewertung"..

Ich selbst könnte es gar nicht mal sagen.
Nachvollziehen und eben nicht verurteilen, könnte ich einiges wenn es zum Wohl des Kindes ist.
Und trotzdem könnte es sein, dass es in mir zu einer Abwehr kommt und ich mich nicht verliebe.
 
  • #63
Mein Erzeuger hat auch Freundinnen gehabt und sich einen Kehrricht um seine Kinder geschert. Töchter = Frauen = Minderwertig

Ich möchte keinen Mann haben, der sein Kind ablehnt und auch keinen Mann, der zwar in der Lage ist GV zu haben aber nicht in der Lage ist zu verhüten. 🤗

Ich ging als Zehnjährige verzweifelt zum Jugendamt, weil ich den psych. und teilw. phys. Terror des narzisstischen Mannes meiner Mutter nicht mehr aushielt. Ich flehte sie an mich ins Kinderheim aufzunehmen. Sie taten es natürlich nicht und kamen nicht mal vorbei. Ob es wirklich besser gewesen wäre? Wer weiß... 🤗
Ich habe genau das gemacht, und bei mir hat es geklappt. Und ich hatte von da an ein wunderschönes Leben.
 
  • #64
Die FS schreibt nicht mit, ich vermute, wie @Ehrenrunde, sie ist selbst die Frau, die in jungen Jahren ihr Kind ihrer Mutter gegeben hat und nun hier die Reaktionen testet, entweder für einen potentiellen neuen Partner, oder einem Partner, der die Geschichte nicht kennt.
Sicher wird sie zum Schluss gekommen sein, weiterhin besser zu schweigen.
 
  • #65
Vielleicht hätte ich es noch nachvollziehen können, wenn er mir nicht die ganze Zeit noch erzählt hätte, wie toll seine Kinder sind und wie sehr er sie liebt und dass er alles für sie tun würde ... das erzählte er
Wieder so ein Beispiel, bei dem Gesagtes und Getanes weit auseinander driftet. Mittlerweile glaube ich dass solche Menschen sich tatsächlich so sehen, also als die super Väter, und wenn sie's nur oft genug wiederholen dann wird's auch wahr, so in etwa. Hatte auch schon mal so ein Gespräch vom Tischnachbarn einer Hochzeit. Plauderte aus seinem Leben, wie sehr er seine Kinder liebt, aber die böse Ex, die Kranke, die ihm alles so schwer macht. Das erzählte er mit so mitleidserregender Miene dass ich ihm echt glaubte. Dann fragte ich aber, wenn die Ex die Kinder doch so gar nicht liebt wie er sagt, diese schlecht behandelt und sowieso nicht will, warum er die Kinder dann nicht zu sich holt? Daraufhin schaute er fast noch trauriger, die Augenbrauen hingen richtig runter und er sagte, als wärs das Schlimmste auf der Welt, dass er dann ja seine Arbeitsstelle reduzieren müsste und dann auch weniger Geld zur Verfügung hätte. Ihn schmerzte wohl der potentielle Verlust auf seinem Konto mehr als der Verlust und das Leid seiner Kinder. Ich stand dann auf, holte mir noch ein Stück Torte und setzte mich danach woanders hin. Nicht zum Aushalten solche Typen.

Und zur Frage: bin zwar kein Mann, aber so oft habe ich mich im Leben schon darüber gewundert was manche Menschen so abziehen, was ganz klar auf schlechten Charakter schließlich lässt und die finden trotzdem immer wieder einen Partner, der einfach nicht so weit und tiefgründig denkt und diese unhinterfragt datet. Siehe Sarah Lombardi, jeder konnte sehen wie sie ihren Exmann betrogen hat und erst ein schlechtes Gewissen zeigte, als das Ganze aufflog. In meiner Logik sollte jeder Mann bei ihr stark aufpassen, trotzdem ist sie wieder verheiratet.
 
E

Eliye

Gast
  • #66
Ich kenne drei ähnliche Fälle, bei denen ein Kind bei den Großeltern aufgewachsen ist. Allen gemeinsam ist, dass die leibliche Mutter als Teenager (zwischen 14 und 16) schwanger wurde und ihre Eltern das Kind versorgten, damit die Tochter die Schule und Ausbildung zu Ende bringen konnte. Nur in einem Fall war dem Kind von Anfang an bewusst, dass die "große Schwester" eigentlich die Mutter ist. Die beiden anderen Kinder haben es erst als junge Erwachsene erfahren. Die jungen Mütter haben später geheiratet und neue Familien gründet. Das erste Kind blieb bei den Großeltern. Eine Adoption gab es meines Wissens in keinem der drei Fälle.
Ich gehen davon aus, dass es solche Konstellationen häufiger gibt, als gemeinhin angenommen.
 
  • #67
Die jungen Mütter haben später geheiratet und neue Familien gründet. Das erste Kind blieb bei den Großeltern

Das widerum empfinde ich als ganz schlimm. Man kann doch trotzdem Mutter sein, auch wenn man aufgrund des Alters Unterstützung der eigenen Mutter braucht. Gerade wenn man in einem gemeinsamen Haushalt lebt, sollte man doch einen Bezug zum Kind entwickeln? Wenn dann das Kind bei den Großeltern zurückgelassen wird, ist das als würden sie sich endgültig jeglicher Verantwortung entledigen. Aus den Augen, aus dem Sinn. Ich habe es zwar geboren, aber ist ja nicht mein Kind, sondern das meiner Eltern.

W36
 
E

Eliye

Gast
  • #68

Ich habe mir das auch immer ganz schlimm vorgestellt.
Aber in den von mir erwähnten drei Fällen habe ich eine der Familien genauer kennengelernt, weil sie in der Nachbarschaft wohnte und meine Tochter dort oft zum Spielen war. Es war eine junge Familie mit drei Kindern (1 Kleinkind, 2 Grundschulkinder). Ich war eingeladen, als die Eltern der Frau für eine Woche zu Besuch waren, in Begleitung des ersten Sohnes der Frau (im Teenager-Alter). Der wusste, dass er bei seiner leiblichen Mutter und seinen Halbgeschwistern zu Besuch war. Da ich zugegebenermaßen neugierig war, habe ich ihn gefragt, ob das für ihn nicht seltsam sei, bei der eigenen Mutter nur wenige Wochen im Jahr zu Besuch zu sein. Er hat gelacht. Er kannte es nicht nicht anders und er wollte es auch nicht anders. Für ihn waren eben die Großeltern die wichtigsten Bezugspersonen. Das war seine Kernfamilie. Und seine Großmutter, übrigens noch eine sehr junge Oma, hatte meine Frage auch gehört und lachend gesagt: Er ist unser Baby. Den geben wir nicht mehr her.
Ob es für den Jungen besser gewesen wäre, zu seiner Mutter zu ziehen, als sie geheiratet hat, bezweifle ich. Schließlich hing er wirklich sehr an seinen Großeltern. Er wäre dann ja auch aus seinem gewohnten Umfeld gerissen worden.
 
  • #69
Ob es für den Jungen besser gewesen wäre, zu seiner Mutter zu ziehen, als sie geheiratet hat, bezweifle ich. Schließlich hing er wirklich sehr an seinen Großeltern. Er wäre dann ja auch aus seinem gewohnten Umfeld gerissen worden.
Klar, wenn er einmal dort ist... ich frage mich warum man diesen Schritt überhaupt geht. Es ist doch super, wenn man Unterstützung durch eine Oma hat. Warum muss man es dann dauerhaft zur Oma geben oder es die Oma adoptieren lassen, nur weil man noch in der Ausbildung ist?

Ich habe na 2 J. Elternzeit seinerzeit das Kind früh in die Kita gebracht und konnte - gerade weil ich damals noch die Ausbildung gemacht habe - es nachmittags bei Zeiten abholen.
Als ich später Vollzeit gearbeitet habe war das nicht so einfach, aber da haben mich dann eben die Omas unterstützt. Meine Tochter war auch oft am Wochenende mal bei einer Oma zum Übernachten. Sie fand das toll und ich hatte so etwas Freizeit für mich. Meine Tochter hat es nicht geschadet, sie ist wesentlich extrovertierter geworden als mein Ex oder ich es sind.

Ich denke es ist auch einfach eine grundsätzliche Frage, wie man mit Problemen umgeht. Wenn man Mist baut zB ungewollt schwanger wird, sollte man eben auch die Verantwortung tragen und das Beste draus machen.

Das ist für mich eine grundsätzliche Lebenseinstellung, so gehe ich auch mit Problemen auf Arbeit um und fahre damit gut. Ich schätze auch diese Lebenseinstellung bei Freunden.

Deswegen käme einen Partner, der sich vor Problemen wegduckt oder die Lösung anderen zuschiebt für mich nicht in Betracht.
 
  • #70
Man kann doch trotzdem Mutter sein, auch wenn man aufgrund des Alters Unterstützung der eigenen Mutter braucht. Gerade wenn man in einem gemeinsamen Haushalt lebt, sollte man doch einen Bezug zum Kind entwickeln?
Ja kann man und vermutlich wäre das oft eine gute Lösung. Details der Umstände kennen wir aber immer noch nicht. Wichtig für ein kleines Kind ist eine verlässliche Bezugsperson. Das muss nicht die Mutter sein.
 
  • #71
Ich finde den Threat mittlerweile ziemlich bigott. Schämt euch. Jemand, der sein kind zur Adoptiveltern gibt, wird einen triftigen Grund dafür haben. Wenn man nicht in den Schuhen der Menschen gegangen ist, kann man sich überhaupt kein Urteil erlauben. Das ist mit Sicherheit keine leichte Entscheidung. Also haltet den Ball flach!
 
  • #72
So wie ich einige Männer kenne, wäre das für diese kein Problem. Aber nur, wenn es dadurch keinen Stress und Ärger gibt. Solange die Beziehung und der Sex passen, würden es sicher viele Männer akzeptieren bzw froh sein, dass sie mit der Frau ihre Ruhe haben. LG w32
 
  • #73
Ich finde den Threat mittlerweile ziemlich bigott. Schämt euch. Jemand, der sein kind zur Adoptiveltern gibt, wird einen triftigen Grund dafür haben. Wenn man nicht in den Schuhen der Menschen gegangen ist, kann man sich überhaupt kein Urteil erlauben. Das ist mit Sicherheit keine leichte Entscheidung. Also haltet den Ball flach!
Das selbe gilt aber auch für dich. Schäm dich, dass du dich moralisch über diejenigen stellst, die anderer Meinung sind.
Gerade bei so einem Thema schießt meiner Meinung nach niemand unreflektiert aus der Hüfte - jeder hat eine Meinung, die auf eigener glücklicher oder unglücklicher Kindheit, dem Umfeld, eigenen Wünschen etc. beruht. Wieso sollen deine Erfahrungen da mehr wert sein, als zb meine? Also halte auch du den Ball flach.
 
  • #74
In einer welchen Welt leben wir eigentlich, dass man Menschen einfach so verurteilt, ohne auch nur einen Hauch von ihren Problemen erfahren zu können? Gerade beim Thema Adoption sollte es doch klar sein, dass das niemand einfach so macht ,wie wenn man ein Auto an einen anderen Besitzer gibt. Der Angriff gegen mich, zeigt in einem weiteren Maße, wo manche Menschen hier schon stehen. Ich finde das nicht in Ordnung und verstehe auch nicht warum die Modertion das freigeschaltet hat. Und jetzt bin ich die Böse? Nur weil du mich nicht leiden kannst? Das finde ich ziemlich traurig. Du hast Dich gerade moralischen eine Ecke gestellt, da möchte ich gar nicht hinschauen. Ich habe mit Adoption keine Erfahrung, nicht mehr als aus der Presse, aber wenn ich das nur in mein Herz lasse, weiß ich, dass das keiner einfach so macht. Genauso wenig wie ein Baby in eine Babyklappe legen oder schlimmeres. Und darüber gibt es mit Sicherheit auch Untersuchungen.
 
  • #75
In einer welchen Welt leben wir eigentlich, dass man Menschen einfach so verurteilt, ohne auch nur einen Hauch von ihren Problemen erfahren zu können?
Das Forum spiegelt die Realität. Hier wie dort wird heute umgehend geurteilt. Man hat ja schließlich seine Erfahrung uns weiß genau, wie *die* sind. Sichten, die nicht der eigenen Erfahrung entsprechen werden von manchen sofort abgebügelt.

Wir leben in einer zunehmend besserwissenden Gesellschaft, in der jeder dem anderen Vorgaben machen möchte. Weil das tu quoque-Argument jetzt sowieso kommt: Ich bin natürlich Teil dieser Gesellschaft, merke es aber manchmal noch😊 Aber ich merke zunehmend, dass ich mich mit mehr Menschen als früher in Gemeinschaft nicht mehr wohl fühle. Extremismus nimmt zu.

Soziales Miteinander (jetzt mal über Freunde hinaus gesellschaftlich betrachtet) macht immer weniger Spaß. Es bleibt an vielen Stellen nur noch der Rückzug. Das ist aus meiner Sicht offensichtlich, nicht nur bei dem gefürchteten Aufheben von Coronaregeln. Die Zukunft ist individuell und weniger sozial. Auch das beschleunigt durch Corona.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die FS hier ihre eigene Situation geschildert hat. Das, was sie hier an Vorwürfen bekommen hat, bekommt sie auch in der Realität. Und mehr Nachfragen wird sie da auch nicht bekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #76
. Schäm dich, dass du dich moralisch über diejenigen stellst, die anderer Meinung sind
Es ist völlig daneben, jemanden zu verurteilen, wenn man die Fakten und Hintergründe nicht kennt, in keinem Strafverfahren wird das mit gutem Grund gemacht.
Nur hier wird eine junge Frau verbal hingerichtet, und das einzige, was man weiß ist, sie war sehr jung, studierte und gab das Kind ihrer Mutter.
Wenn man hinterfragen möchte, dann vielleicht den Erzeuger, vielleicht hätte es geklappt wenn BEIDE sich die Aufgabe geteilt hätten?
Ein kleines Kind zu haben ist kein Spaziergang, es gibt genug Mütter, die es an die Grenzen bringt und darüber, gerade wenn man alleine ist.
Es kann die Dynamik gegeben haben, es klappte nicht mit Studium UND Baby, die Eltern zu weit weg, die Oma nimmt das Baby gerne, und es kam der Punkt, wo man sich entschied, dem Kind zuliebe, das Ganze rechtlich abzusichern auf die Hauptbezugsperson, die Oma.
Wie viele junge Frauen als AE brechen ihre Ausbildungen ab, und wurschteln sich dann mit Aushilfsjobs und HartzVI durchs Leben? Ist das besser, ist das der sozial korrekte Rahmen?
Oder hätte die leibliche Mutter nach ein paar Jahren das Kind aus dem liebevollen Umfeld, in dem es aufwuchs, reißen sollen, wenn alles für das Kind stabil war?
Verantwortung, Mutterliebe kann Verzicht bedeuten.
Niemand kennt den Hintergrund, diese massive Verurteilung steht einem nicht zu.
 
  • #77
In einer welchen Welt leben wir eigentlich, dass man Menschen einfach so verurteilt, ohne auch nur einen Hauch von ihren Problemen erfahren zu können? Gerade beim Thema Adoption sollte es doch klar sein, dass das niemand einfach so macht ,wie wenn man ein Auto an einen anderen Besitzer gibt.
Da muss ich Dir ausnahmsweise mal komplett zustimmen!
Da das Forum hier mehr oder weniger einen Querschnitt der Bevölkerung darstellt, ist leider das Schlimme daran, dass sich diese Art der Vorverurteilung durch unsere gesamte Bevölkerung zieht. Pseudoliberal durch und durch....
Ich habe mit Adoption keine Erfahrung, nicht mehr als aus der Presse, aber wenn ich das nur in mein Herz lasse, weiß ich, dass das keiner einfach so macht. Genauso wenig wie ein Baby in eine Babyklappe legen oder schlimmeres. Und darüber gibt es mit Sicherheit auch Untersuchungen.
Von diesem Zitat kann sich unsere tolle Übermutter und Familienfrau hier im Forum mal eine Scheibe abschneiden!
 
  • #78
Hallo!
Angenommen eine junge Frau wird ungewollt schwanger, behält das Kind, merkt anschließend aber dass sie für das Kind nicht sorgen kann und will. Der Vater kümmert sich ebenfalls nicht um das Kind.
Nun nimmt die Oma das Kind zu sich und adoptiert es. Die Mutter führt daraufhin ein normales Leben. Sie beendet ihr Studium, geht arbeiten, hat Freunde, eine eigene Wohnung etc. Das Kind holt sie nicht wieder zu sich. Würdet ihr so eine Frau als Partnerin ausschließen?
Kommt auf die Umstände an. Warst du 13,14,15,16? Wusstest nicht, wie dir geschieht, als du die Schwangerschaft bemerkt hast? Hattest keinerlei familiäre Unterstützung? Ist sie aus einer Vergewaltigung oder Missbrauch entstanden? Als potenzieller Partner hätte ich viele Fragen?

W. 55
 
  • #79
Da das Forum hier mehr oder weniger einen Querschnitt der Bevölkerung darstellt, ist leider das Schlimme daran, dass sich diese Art der Vorverurteilung durch unsere gesamte Bevölkerung zieht. Pseudoliberal durch und durch....
Das denke ich eher nicht, dass sich hier ein Querschnitt der Bevölkerung widerspiegelt.
Das sieht man zb an den Diskussionen über die Niedriglohnberufe. ÜBER die wird gesprochen, aber die Betreffenden selber schreiben eher weniger mit.
Auch wird immer wieder der anspruchsvolle Medienkonsum, die Individualurlaube, alles was zu einem bestimmten Lebensstil/ Bildungsniveau gehört, betont.
Für mich heißt das eher, dass die selbsternannten Elite ebenso Vorurteile hat und nicht zwangsläufig objektiver sind als andere Schichten.
Die selbstbestätigende Blase ist ebenso da.
 
  • #80
Das denke ich eher nicht, dass sich hier ein Querschnitt der Bevölkerung widerspiegelt.
Das sieht man zb an den Diskussionen über die Niedriglohnberufe. ÜBER die wird gesprochen, aber die Betreffenden selber schreiben eher weniger mit.
Auch wird immer wieder der anspruchsvolle Medienkonsum, die Individualurlaube, alles was zu einem bestimmten Lebensstil/ Bildungsniveau gehört, betont.
Für mich heißt das eher, dass die selbsternannten Elite ebenso Vorurteile hat und nicht zwangsläufig objektiver sind als andere Schichten.
Die selbstbestätigende Blase ist ebenso da.
Danke für diesen Einlass!
Wobei ich ja denke, dass hier nicht Alle das sind, was sie vorgeben zu sein!
 
  • #81
diese Art der Vorverurteilung durch unsere gesamte Bevölkerung zieht.
..... und dann ist der Aufschrei gross, wenn eine völlig überforderte Mutter ihr Kind unabsichtlich tötet - von absichtlich ganz zu schweigen.
Oder eine Teeniemutter ihr Kind alleine zu Hause lässt etc ....

Ich brauche nicht viel Phantasie, um mir vorzustellen, dass es ein Kind bei liebevollen Grosseltern besser hat. Ob Adoption sein müsste ? Vielleicht nicht - aber warum auch nicht. Dem Kind schadet das nicht.

Pseudoliberal ? Doppelmoral !!
 
  • #84
Ich war erstaunt, wie viele dazu geschrieben haben, dass sie in genau den Berufen arbeiten.
Naja, ich denke, dass teilweise die Spanne des Alters der Protagonisten auch damit zu tun hat.
Es gab ja Zeiten, in denen Bürokaufleute durchaus aufsteigen konnten. Und über die Sachbearbeiterebene sogar bis in Führungspositionen gekommen sind. Handwerker generell im Niedriglohnsektor zu verorten ist in meinen Augen ebenso falsch.
Es gab und gibt immer noch Möglichkeiten, seinen Lehrberuf zusätzlich auszubauen. Man denke an die Fachwirte, Techniker etc ......
Um das "Meistersystem" wurde D lange Zeit beneidet.

Dafür kann in Österreich der Doktortitel erheiratet werden. Zumindest umgangssprachlich.

Und auch nicht ganz unwichtig im Falle der Adoption - auch im Erbrecht hat die Adoption Auswirkungen. Was manche Grosseltern wohl in der Frage auch beeinflusst.
 
  • #86
Ich nehme Österreich ja ungern in Schutz, es gibt bei weitem mehr Missstände als in Deutschland. Aber die angeheiratete Frau Doktor, die Frau Hofrat oder die Frau Schießmichtot sind alle über 80 und im realen Leben nicht mehr existent. Ebenso wie der vielgerühmte Handkuss.
Zumal das in Deutschland ebenfalls sehr lange Usus war. Ich erinnere mich da noch an TV-Werbungen, in welcher die "Zahnarztfrau" eine Zahncreme bewarb 🙄
 
  • #87
Ob Adoption sein müsste ? Vielleicht nicht - aber warum auch nicht. Dem Kind schadet das nicht.
Die Adoption hat einen Vorteil: klare Verhältnisse für alle. Dann kann die Mutter nämlich nicht mehr machen was sie will - Kind holen, Kind zurück und das Ganze mehrfach, bis das Kind ein psychisches Wrack ist, das nicht weiß wo es hingehört.

Die leibliche Mutter ist frei von Rechten und Pflichten. Sie entscheidet sich für die Adoption, weil sie genau das will. Und sie hat Gründe das so zu entscheiden.

Ich bewerte das nicht. Im Hinblick auf neue Partnerschaften steht sie ohne Altlasten da und muss auch niemandem sagen, dass da mal was war - genauso wie der leibliche Vater.
Das Risiko besteht, dass das erwachsene Kind irgendwann mal kommt und Fragen stellt.
Wer seinen Partner belogen hat, hat dann möglicherweise ein richtiges Problem.

Die beste Vorbeugung ist, das Kind früh über alles jeweils altersgerecht zu informieren und zu dem Thema über die Lebensphasen im Gespräch zu bleiben.
 
  • #90
Das kann ich mir bei dir lebhaft vorstellen.

Unverschämt bis geht nicht mehr...

Unfassbar was du über ältere Menschen denkst...
My dear, ich hab meinen an früher Demenz erkrankten, älteren Ex eineinhalb Jahrzehnte lang betreut, neben den Kids, neben dem Job, neben chronischem Asthma. Vielleicht erinnerst du dich. Respektiere und liebe alte Menschen, wenn sie Liebe und Respekt verdienen. Wenn aber nicht, dann nicht.
 
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