• #1

Mutterfreuden mit 40 – Pro und Contra?

Frauen werden durch Karriere, Selbstverwirklichung oder mangels eines passenden Partners immer später schwanger. So hat zum Beispiel die Fernsehmoderatorin Barbara Eligmann mit 43, Frauke Ludowig mit Ende 30 oder Madonna mit 40 Jahren noch Nachwuchs bekommen. Um nur hier einige auf der langen Liste prominenter Beispiele zu nennen.

Laut Gender Datenreport des Bundesfamilienministeriums steigt der Anteil von Erstgeburten bei Frauen ab 35 Jahren seit Beginn der 90er Jahre kontinuierlich an:

In zwölf Jahren hat er sich beinahe verdreifacht und lag 2003 bei 16,9 Prozent.

Was spricht für das Kinder-Kriegen ab 40. Welche Chancen aber auch Risiken birgt die späte Schwangerschaft?
 
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Gast

  • #2
Wenn eine Frau selbst fest im Leben und im Beruf steht, wird sie eine zufriedenere und kompetentere Mutter und kann dem Kind auch mehr mitgeben. Ich glaube nicht, dass das Lebensalter entscheidend ist, sondern der eigene Stand im Leben, das heißt die Reife und natürlich auch der richtige Mann für ein gemeinsames Kind. Aus lauter unberechtigter Panik hat meine Frau mit Mitte dreißig schnell geheiratet und ein Kind in die Welt gesetzt. Das Kind ist ein Traum, der Mann war es nicht. Als unser gemeinsames Kind geboren wurde, war meine Frau gerade 48 und ich 50. Für uns war es der richtige Zeitpunkt. Wenn wir zwanzig Jahre früher zusammen gewesen wären, wäre das der richtige Zeitpunkt gewesen. Nur keine Panik. Ich finde nichts schlimmer als die jungen Frauen, die nichts anderes im Kopf haben, als einen gut verdienenden Mann einzufangen, ein bis zwei Kinder in die Welt zu setzen und es sich für den Rest ihres Lebens bequem zu machen. Die Kinder sind dann nur Staffage.
 
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Gast

  • #3
Ich finde, hier sollten nicht die Älteren, sondern vor allem die betroffenen Kinder zu Wort kommen, denn die betrifft es letztendlich am Meisten! Ich bin nämlich so ein Kind einer "älteren" Mutter gewesen! Und ich fand das ganz schlimm!

Ich habe selbst eine Mutter, die mehr als doppelt so alt ist wie ich. Fazit: da liegen soviele Generationen dazwischen. Sie sagt zwar immer, sie fühlt sich ganz jung, aber man sieht doch, dass sie ganz andere Einstellungen im Leben hat und vieles gar nicht mehr checkt, was junge Leute heutzutage wollen und machen. Ich muss mich dann immer für alles rechtfertigen, weil sie sowas gar nicht kennt und versucht mich davon immer abzubringen, und sowas ist in für die Entwicklung der Persönlichkeit furchtbar hinderlich.

Das Problem ist ja, je älter Frauen werden, desto strenger werden sie in ihrem Charakter, eine 40 jährige ist nicht mehr so hipp und locker wie eine 20 jährige, auch wenn sie sich so fühlt. Man hat einen ganz anderen Ernst im Leben und dieser Ernst wird auch gleichermaßen an die Kinder weitergegeben.

Ich finde es z.B. auch furchtbar, wenn Kinder von Großeltern aufgezogen werden (kam bei mir auch hinzu). Großmütter sind dann meist noch strenger kalktkühler in ihrer Erziehung. Ich wurde praktisch von zwei "alten Damen" aufgezogen, die mir ziemlich veraltete Werte mitgegeben haben, die mir heute nichts mehr bringen, wenn ich mich in dieser Welt durchsetzen will.
Ich habe mich daher praktisch ab 18 selbst "erzogen" und mir eigene zeitgemäße Werte beigebracht und mich schnellstens von diesen Verhältnisse abgenabelt, weil das nicht mehr feierlich war. Als Kind durfte ich z.B. jeden Tag nur Dosenessen essen, das gabs nicht anderes - aus Prinzip, weil man das halt "früher in der Kriegszeit so gemacht hat" laut Oma/Mama. Das war mir echt zu schräg. Und solche freakigen Sachen war Standardprogramm jeden Tag.

Bitte tut euren Kindern sowas nicht an! Mit 40 sollte man das Leben genießen und nicht nochmal Kinder in die Welt setzen! Erst recht nicht, wenn man mit der heutigen Jugend nicht mithalten kann/will und sich auch nicht dafür interessiert, was in heutiger Welt so los ist bei den jungen Leuten. Weil kein Kind will eine Mutter mit verstaubtem Denken!

w33
 
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Gast

  • #4
Ich bin 50 w und total froh, dass meine Tochter "schon" 16 Jahre alt ist - ich war mit 34 Spätgebärende. Noch später Kinder? Nein. Der Altersunterschied ist dann einfach viel zu weit auseinander. Man hat auch nicht mehr die gleichen Nerven wie in jüngeren Jahren. Kinder von älteren Eltern haben nicht mehr so lange "junge" Eltern wie eben die normal- bzw. früher Gebärende. Das finde ich traurig und auch schade. Ich mit meinen 50 könnte eigentlich schon locker Enkelkinder zumindest im Babyalter haben. Damit hätten Enkel auch noch agile und doch ganz erwachsene Großeltern.
Ich finde das zu späte Kinder bekommen für ganz schlecht - passt einfach auch nicht zusammen. Frauen kommen mit Mitte 40 langsam aber sicher in die Wechseljahre, da ändert sich bei den meisten etwas, nicht unbedingt zum Negativen, aber eben in eine andere Richtung und da passen einfach keine kleinen eigenen Kinder mehr dazu, es passt einfach nicht und wer da was anderes sagt, lügt sich selbst an und redet schön.

Es ist schön, wenn Frauen auch Karriere machen, aber es ist nunmal so, dass Frauen eben die Menschen sind, die die Kinder bekommen und am vitalsten und besten geeignet sind das eben Frauen im gebärfreudigsten Alter und das ist eben nicht bis 40 sondern bis vielleicht 35, von daher können Frauen, die auch Kinder wollen, im Grunde gar nicht so viel Karriere machen, weil sie eine tierische Unterbrechung haben mit Kinder bekommen und Schwangerschaft und dann wäre es ja für die Kinder schön, wenn die Mutter vielleicht das erste Jahr zumindest voll da ist!

Das ist meine Sicht und ich finde es einfach nur bescheuert, dass es viele Frauen gibt, die meinen noch mehr leisten zu können wie Männer - also Kinder kriegen, ne gute Mutter sein, daneben noch locker ne Karriere machen etc. Ich frage mich, haben wir Frauen so viel Geltungsbedürfnis? Ist es denn nicht auch etwas wunderbares Mutter zu sein? Für ein oder zwei Jahre komplett?
Mich nerven diese ganzen Karrieretussen - meeting hier, meeting da, alles ganz wichtig und busy.
 
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Gast

  • #5
Ehrlich gesagt kann ich es auch nicht nachvollziehen, warum man mit 40 - 50 Jahren unbedingt noch Vater oder Mutter werden muß. Speziell bei einigen Frauen ist dies ein großes Bedürfnis.

Ich habe in meiner Kindheit bei einem Freund miterlebt, wenn die Eltern so alt sind. Wenn man mit 40 Vater/Mutter wird, ist man Mitte 50, wenn die Kinder in die Pubertät kommen. Und der Abstand ist dann riesig zwischen Kind und Eltern. Bei meinen Freund waren die Eltern in eben diesen Alter und haben gar nicht mehr verstanden, um was es im einzelnen ging. Das fängt schon in der Schule an, geht über die Technik und auch, was heute so angesagt ist. Die Differenzen waren einfach riesengroß und er hat mir schon manchmal leid getan. Besonders glücklich war er auch nicht mit dieser Situation und hat dies sogar gesagt. Das heißt sicher nicht, dass es bei jedem so sein muß, aber die Gefahr ist schon nicht unerheblich.

Auch das häufig gehörte Argument "Man fühlt sich jünger als man ist" lasse ich nicht wirklich gelten. Das stimmt so in den allermeisten Fällen nicht, auch wenn es nicht wahrgenommen wird oder die Menschen das gerne ignorieren. In dem Alter haben wir meistens schon unsere festen Gewohnheiten und sind in der Masse von unserem Denken längst nicht mehr so flexibel.

Es wird auch gerne argumentiert, dass die Mama dann Karriere gemacht hat und fest im Beruf steht. Das stimmt schon, aber Kinder sind in den meisten Fällen Karrierekiller, ausser man gibt sie recht schnell in Krippen. Trotzdem hat man eine immens hohe Belastung, wenn man das tut und man merkt durchaus, dass man keine 20 oder 30 mehr ist. Ein Kind schlaucht speziell in der Anfangsphase und es braucht auch Zeit und Zuwendung.

Ich will es nicht absolut als negativ verurteilen, da es durchaus Konstellationen gibt, wo alles ganz gut klappt. Es ist schließlich ein privater Lebensentwurf, den jeder für sich selber entscheiden soll und darf. Trotzdem finde ich es in dem Ausmaße sehr schwierig.
 
  • #6
Wann sich ein Kinderwunsch einstellt, ist aus meiner Sicht sehr individuell. Im Idealfall treffen Kinderwunsch und "risikoarmes" Gebäralter (20-34) zusammen. Wenn sich eine Frau erst Ende 30 / Anfang 40 für eine Schwangerschaft entscheidet, oder aus welchen Gründen auch immer (berufliche, körperliche, kein Partner etc.) dann ist das ganz allein ihre Entscheidung und das ist auch gut so.

Gegen eine späte Schwangerschaft Ende 30 / Anfang 40 spricht aus meiner Sicht:
. die Gefahr einer Fehl-, Früh-, oder Totgeburt
- die erhöhte Wahrschheinlichkeit, dass das Kind einen genetischen Defekt hat
. das Schlafdefizit wird nicht mehr so leicht weggesteckt wie mit Mitte 20 oder 30
. man kann Gefahr laufen, im Sandwich zu hocken: die eigenen kleiner Kinder zu betreuen und gleichzeitig die betagten Eltern, die allenfalls pflegebedürftig sind = keine Unterstützung durch Grosseltern

Für eine Schwangerschaft Ende 30 / Anfang 40 spricht aus meiner Sicht:
. diese Kinder sind absolute Wunschkinder
. die Mutter / Vater haben beruflich schon was erreicht, sind finanzielle abgesichert
. Mutter / Vater sind in der Regel gelassener als mit Mitte 20
. Mit 40/50 kann man noch näher am Zeitgeist sein als manche Mitte 20-jährige
. In diesem Alter kann man seinem Kind viel mitgeben (an Wissen)
. Es gibt heute so viele "ältere" Eltern, dass es kein Stigma mehr ist und Kinder sich nicht mehr schämen müssen

Das ist meine ganz persönliche Einschätzung. Solang man gesund ist und der Frauenarzt / die Frauenärztin das ok gibt, warum nicht erst mit Ende 30 / Anfang 40? Ich finde, dass das andere einfach nichts angeht.
 
  • #7
Tja, der deutsche Lebensentwurf, kann man schön in den Nachbarthreads sehen wird durch die Arbeit diktiert.. Schule, Studium, Beruf, Karriere und dann "darf" man Kinder bekommen.. ansonsten stören sie nur.. und wenn Frauen noch später Kinder kriegen könnten, würden sie das auch tun

Sie haben nunmal ohne Veränderungen den männlichen Werdegang kopiert...theoretisch ist der beste Zeitpunkt das Studium für junge Akademikerinnen, da kann man ohne Probleme mal ein Jahr aussetzen und dann wieder einsteigen... Einziges Problem dabei: durch die Versingelung und die frühe Abspaltung von den Eltern gibt's keine Auffangfamilie mehr, die sich um das Kleine kümmern kann und die Frau oder idealerweise das Paar kann sich eine Ganztagsbetreuung nur schwer leisten.. Also wird der Kinderwunsch nach hinten geschoben.. und manchmal fällt er eben vom Tisch.. ich gebe zu ich habe mit 25 jede menge zu tun gehabt, aber Sesshaft werden oder Kinder bekommen stand nicht oben auf der Liste.. und ich wäre auch sicherlich nicht da wo ich heute bin wenn ich es gemacht hätte.. Ich habe das Glück eine junge Freundin zu haben die gerne Kinder haben möchte und genau das werde ich nun auch angehen.. =)
 
  • #8
Meine Mutter war 22 J. alt als sie mich bekam. Und war damals definitiv zu jung und überfordert damit.

Die Mutter eines Freundes war 45 J. alt bei seiner Geburt. Er hatte immer das Gefühl, eine Großmutter statt einer Mutter zu haben. (nannte er mir)

Meine Empfehlung für Mütter: Zwischen 30-40 J. Aber so pauschal kann man das nicht sagen.
Auch mit 43 J. wäre noch ein gutes Alter zum Kinder kriegen.

Man sollte auch die eigene Lebensplanung im Auge haben. Ein Kind bekommen heißt: Die nächsten 20 Jahre sind m.o.w. durch die Kind/er zum großen Teil vorbestimmt.

Und wer sich sagt: Ein Kind groß ziehen - das kann ich nicht auch noch wuppen = zuviel für mich - dann ist das auch ok.
 
  • #9
Mit 40 über Kinder nachzudenken, dann wäre bei mir der Zug abgefahren gewesen. Nachdem mir mein Körper schon 5 Jahre lang mit immer größer werdenden Myomen signalisierte, dass ich meine Fruchtbarkeit vertue, war die Gebärmutter mit 40 und 10 Monaten leider futsch.
Mal abgesehen davon, daß ich jetzt mit Ende 40 mein entspanntes, selbstbestimmtes Leben genieße und keinen Bock darauf hätte, Schulbrote zu schmieren und Hausaufgaben zu kontrollieren. Das mache ich gern in ein paar Jahren bei meinem Enkelkind.
Ich habe meine Tochter während des Studiums bekommen. Ich hatte zwei Nachteile: Ein Auslandssemester war nicht drin und ich konnte mir die Nächte nicht auf Raves um die Ohren schlagen.
Alle Frauen, die ich kenne (auch wenn 5 oder 6 nicht repräsentativ sind), die mit über 40 Kinder bekommen haben, sagten, sie hätten sich nicht noch einmal so entschieden, weil die Belastungen zu groß sind.
 
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Gast

  • #10
Mit 40 geht meines Erachtens gerade noch so...viel später aber nicht!
Erstens ist der Körper einfach nicht mehr so fit für eine Schwangerschaft und Geburt, zweitens find ichs fürs Kind schade, wenn das Kind 20 ist und die Mutter schin sagen wir mal 66.
Ich bin 40 und bin froh, dass meine Mutter erst 68 ist, denn ich brauche sie immer noch sehr.
Schlimm, wenn sie schon 80 wäre! Da ist man endlich einigermaßen selbständig und dann bekommt man vielleicht selber Kinder und anstatt eine agile Oma zu haben, hat man einen Pflegefall am Bein oder die Großeltern sind schon tot.
Ich finde es auch bei Männern eher kritisch, über 45 Vater zu werden, wenn es das Erstkind ist.
Zeugen können Männer evtl. dann noch - obwohl die Fruchtbarkeit auch bei Männern mit 40 abnimmt! Das wissen vielleicht wenige Männer.
Aber ein Mann über 40, vielleicht vorher ständig in Kurzzeitbeziehungen und sehr ich-bezogen gelebt ist in der regel heillos überfordert mit der plötzlichen Familie, der Verantwortung, den Einschränkungen.
Es mag Ausnahmen geben, aber die Männer, die ich so kenne und die 40+ sind, hatten in der Regel keine sehr langen Beziehungen, höchstens 2-3 Jahre mal und sind sehr egozentrisch und eingefahren. Ihr ganzes Denken dreht sich nur um sie selber.... habe ich übrigens bei meinen 38-42jährigen Singlefreundinnen auch so erlebt. Die wollen zwar alle ein Kind und den passenden Mann dazu, können aber weder richtig kochen, machen Party, Urlaub, shoppen ohne Ende und wissen glaube ich nicht, was da auf sie zukommt...!
Es mag Ausnahmen geben und ich würde keinem Menschen das Recht und den Wunsch auf ein eigenes Kind absprechen wollen. Es ist tragisch, wenn die Uhr tickt und es klappt nicht oder kein Partner/keine Partnerin ist in Sicht...
aber vielleicht sollte man - egal ob Mann oder Frau - so ab 42+ entweder in Richtung Patchworkfamilie umdenken oder eben die Vorteile des kinderlosen Paares genießen.
Ich habe 2 Kinder bekommen - mit 33 und 36. Und ich finde mich schon eher alt.
Meine Karriere als Ärztin hat sehr darunter gelitten, aber mit 40 kann man beruflich schon nochmal durchstarten, kindertechnisch weniger.
Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden ist ja ab 40 auch sehr sehr gering - trotz Kinderwunschzentrum.
 
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Gast

  • #11
Welchen Druck geben wir, Generation 80er, 90er an unsere zukünftigen Kinder weiter??? Nämlich den, ALLES erreichen zu KÖNNEN?!! Das ist doch alles großer Quatsch. Was tun wir unseren Nachkommen damit an? Wir setzen sie mit unserer abartigen Erwartungshaltung dermaßen unter Druck! Heut zählt es nichts mehr, für Nachwuchs voll und ganz dazusein, nein, da muss ! Karriere gemacht werden, da muss ! natürlich neben schönem Zuhause, guter Mutter sein natürlich noch die Topkarriere-Frau dastehen, am besten noch mit Top-Figur, logischerweise super sexy und älter werden gibts nicht, nein, mit 40, mit 50, nein, da ist Frau doch noch soooo jung. Meine Güte welch ein Stress lastet da auf uns Frauen?!!! Den Druck leben wir unseren Nachkommen vor und was soll dabei rauskommen?!? Wir erziehen Psychos, die nicht mehr wissen wo vorne und hinten ist, weil das Leben ja nur Sinn hat, nur interessant ist, nur dann erfüllt ist, wenn man ALLES auf die Reihe bekommt. Ich bin gerne Frau und ich war gerne Mutter und bin es immer noch, wenn die Kinder auch aus dem Haus sind, ich hatte bisher ein erfülltes Leben mit Kinder, Haus, Haushalt und einem kleinen Job - weil neben meiner Hauptberuflichkeit als Mutter und Hausfrau ging zeitlich einfach nicht mehr und muss ich mich entschuldigen, dass ich NUR eine gute Mutter und Hausfrau war? Unsere Kinder, vor allem unsere Mädchen sind so dermaßen im Druck mit Karrieregedanken, es den Männern gleich zu tun und dann noch ganz nebenbei Kindern gerecht zu werden. Frauen sind aber keine Männer sondern Frauen und Frauen sind eben die, die neue Menschen in die Welt setzen können und nicht die Männer und damit ist schon mal klar, dass Frauen eben von vornherein einen klaren Job erstmal haben. Punkt. Unsere Gesellschaft empfinde ich als krank und es tut mir leid, dass die Emanzipation so dermaßen aus dem Ruder läuft, dass eigentlich nur noch gestreßte Menschen um einen herum sind, anstatt Menschen, die den Wohlstand, den wir haben, genießen und einfach mal zufrieden sind. Ein Hund kann auch nicht miauen und wenn er es noch so wollte, also können Frauen auch nicht die gleiche Karriere hinlegen, wenn sie parallel noch Kinder und Familie wünschen. Frauen sollten bis 35 ihre Kinder haben, 10-jährige, dann ist man eher noch auf Augenhöhe und hat Nerven, die Bedürfnisse der Kinder besser zu verstehen und selbst hat man dann noch ein langes Leben, ein selbsterfülltes und freies Leben zu leben im jungen Alter und mit 35 oder 40 hat man noch schön lange zu leben.
 
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Gast

  • #12
Als Mutter würde ich in erster Linie an das Kind denken. Mit Anfang 50 würde mein Kind erst die Grundschule verlassen. Zwischen meinem 50. und 60. Lebensjahr dürfte mein Kind seine Pubertätszeit überstehen. Im Rentenalter würde mein Kind (wenn geplant) das Studium beenden. Als „junggebliebene Oma" könnte ich vielleicht an seiner Hochzeit teilnehmen. Und wenn ich viel Glück habe, könnte ich vielleicht noch miterleben, wie seine Kinder (meine Enkelkinder) ihre Kindheit verbringen. Ich glaube nicht daran, dass ich mein Kind mit seinem Nachwuchs unterstützen könnte. Auch wenn man Anfang 40 viel gelassener ist, ist das noch lange keine Rechtfertigung ein Kind in so hohem Alter zu bekommen. Das gilt übrigens auch für Männer. M.E. ist es schlicht egoistisch gegenüber dem Kind, sowohl seitens der Frau als auch des Mannes, wenn die Planung eigenes Nachwuchs aufgrund eigennützlicher Karriere in's hohe Alter verschoben wird. Das Kind hat dadurch keinerlei Vorteile, also es geht ausschließlich um das Bedürfnis der Erwachsenen. Ist das noch vertretbar?
 
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Gast

  • #13
ich hatte sehr junge Eltern (beide Studenten). Sie waren extrem konservativ und wesentlich strenger als ältere Eltern meiner Freunde. Ich selbst bin eine "alte" Mutter und habe gerade mein Baby bekommen. Ich finde es bislang die schönste Zeit meines Lebens. Mag sein, dass ich die Nächte mit 20 körperlich besser weggesteckt hätte. Na und? Damals hatte ich nicht den richtigen Partner, jetzt schon. Eine meiner besten Freundinnen (ebenfalls eine Spätgebärende) hatte eine sehr alte Mutter. Sie war die Nachzüglerin und hatte schon zwei erwachsene Geschwister als sie kam. Sie hatte ein sehr enges Verhältnis zu ihrer Mutter. Obwohl wir gleichaltrig sind, waren ihre Eltern satte 20 Jahre älter als meine, aber trotzdem wesentlich "moderner" und eher am Puls der Zeit. Also pauschal kann man sicher nicht sagen, dass alte Eltern "von gestern" sind. Außerdem halten Kinder jung, da ist schon was dran.

Allerdings würde ich trotzdem immer versuchen, Kinder so früh wie möglich zu bekommen, wenn man denn die Wahl hat. Einfach deshalb, weil erstens die Wahrscheinlichkeit für gewisse Krankheiten und Komplikationen steigt und weil zweitens die Phase der weiblichen Fruchtbarkeit kurz ist und Ende 30/Anfang 40 ein Spiel mit dem Feuer ist. Bei einigen klappt es dann leider nicht mehr. Aber wenn es klappt, dann ist meines Erachtens überhaupt nichts falsch an einer späten Elternschaft. w 40
 
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Gast

  • #14
Jedes Alter hat Vor- und Nachteile um Kinder zu bekommen. Pauschal lässt sich das wahrscheinlich nicht beantworten.

Ich bin ein Kinder älterer Eltern. Ich wurde geboren, als meine Eltern 36 Jahre alt waren, danach habe ich noch zwei Geschwister bekommen, bei meinem jüngsten Bruder war meine Mutter 41. Meine ELtern sind wunderbar und ich hatte nie das Gefühl, dass es ein Nachteil ist, dass meine Eltern schon etwas älter sind, sondern ich empfinde es eher als Vorteil, bessere Eltern kann ich mir gar nicht vorstellen. Meine Eltern sagen immer, dass sie durch uns junggeblieben sind. Trotz ihres mittlerweile fortgeschrittenen Alters sind meine Eltern immer noch sehr aktiv und ein tolles Team. Sie haben sich eben schon 15 Jahre bevor die Kinder kamen und somit schon viel gemeinsam erlebt. Sie hatten nie das Gefühl, dass sie sich einschränken mussten oder etwas verpasst hätten. Natürlich waren meine Eltern auch materiell sehr gut gestellt und hatten beruflich schon viel erreicht. Ich glaube so war es für die beiden und uns perfekt. Also ich kann eigentlich nichts negatives an später Elternschaft finden. Ich werde es auch nicht anders machen....
 
G

Gast

  • #15
und ich wäre auch sicherlich nicht da wo ich heute bin wenn ich es gemacht hätte.. Ich habe das Glück eine junge Freundin zu haben die gerne Kinder haben möchte und genau das werde ich nun auch angehen.. =)
Es ist immer interessant zu sehen, wenn jemand mit Attributen (so jung, so blond, oder: ist ein Herr Doktor, mit Yacht etc) seines Partners angeben muss, obwohl niemand danach gefragt hat. Als ob die Person selbst nicht das Strahlenste wäre. Bester Weg sich ein Accessoire gesucht zu haben.

Aber abgesehen davon: Und wie hat es deine Freundin dann also mit Studium/Ausbildung gemacht dass sie jetzt jung für dich Mutter werden will? Übernehmen die Eltern Oder sponserst du sie ausreichend? (Und ich hoffe natürlich wie für jede Frau dass du ihr als tatkräftiger Daddy allzeit liebevoll zur Seite stehst. :)

Wobei ich mit Hellekeen absolut einer Meinung bin: Dass ohne Veränderungen der männliche Werdegang kopiert wird/werden muss, ist tatsächlich ein Übel für viele Frauen. (Und damit ist NICHT "zurück zum Herd" gemeint.)
w27.
 
  • #16
Auch wenn die Ursprungsfrage schon ein paar Jährchen her ist:
Ich bin relativ spät geboren, meine Schwester relativ früh (uns trennen 16 Jahre).
Teilweise hatte ich es besser als meine Schwester, da meine Eltern bei mir entspannter (weil älter) waren.
Allerdings leben beide leider nicht mehr - das ist der grosse Nachteil. Das spätgeborene Kind verliert relativ früh seine Eltern...

m/46
 
  • #17
Ich finde, hier sollten nicht die Älteren, sondern vor allem die betroffenen Kinder zu Wort kommen, denn die betrifft es letztendlich am Meisten!
Es geht am Ende nur um den eigenen Egoismus und nicht um das Wohl der Kinder.
Genau! Es geht um das Wohl der Kinder!

Was wäre wohl das Votum betroffener Kinder, wenn man fragen würde "Möchtest Du, bzw. wolltest Du gerne ein Scheidungswaise sein?"

Die Zahl der Eltern, die ihren Kinder das antun, ist viel viel größer, als die Zahl alter Eltern. Wir sollten also auf Elternabenden etc. den Alleinerziehden so deutlich sagen, was wir davon halten, wie wir es bei alten Eltern tun! Das hat viel mehr Wirkung!

V.m48
 
  • #18
Wir sollten also auf Elternabenden etc. den Alleinerziehden so deutlich sagen, was wir davon halten, wie wir es bei alten Eltern tun! Das hat viel mehr Wirkung!
Beim Elternabend ist es zu spät.

Wenn wir allen, die zu alt, zu jung, zu arm, zu blöd, geschieden oder ständig betrunken sind oder die zu wenig Zeit, Liebe oder Unterstützung für ihre Kinder aufbringen, mal richtig die Meinung sagen, dann wird das Problem mit der Überbevölkerung bald gelöst sein.
Wenn ich lese, wie viele Foristen und Foristinnen eine nicht beneidenswerte Kindheit hatten und wenn ich sehe, dass aus ihnen wertvolle Menschen geworden sind, die trotz aller widrigen Umstände ihren Mann oder ihre Frau im Leben stehen, dann erscheinen mir Eltern, die nach Meinung anderer Eltern 5 Jahre zu alt sind als das geringste Problem. Es kehre jeder vor seiner eigenen Tür...
 
  • #19
Ich (W50) gestehe, dass ich heute froh und dankbar bin, dass ich meine Kinder in jungen Jahren (damals 24 und 26) bekommen konnte. Und froh, dass ich jetzt in den Wechseljahren nicht noch Pubertisten bändigen muss. Auch meine Kinder schätzen es sehr, "junge" Eltern zu haben. In jungen Jahren hat man einfach mehr Power, heiße Phasen wie Familiengründung, Hausbau usw. zu stemmen. Oder wie in meinem Fall noch späteren Weiterbildungen - völlig unababhändig von der biologischen Uhr.

M.E. ist junge Elternschaft das Natürlichste schon allein wegen besagter biologischer Uhr. Offen hingegen ist der Eintritt der Menopause. Wenn frau Pech hat, kann diese bereits Ende 30 erfolgen. Hinzu kommen noch die höheren Schwangerschaftsrisiken und das erhöhte Risiko eines behinderten Kindes.

Egal ob frühe oder späte Mutterschaft, frau kann es karrieretechnisch nur verkehrt machen. Hier sind m.E. die Frauen ohne Kinderwunsch klar im Vorteil.

Wahre Worte:
Unsere Gesellschaft empfinde ich als krank und es tut mir leid, dass die Emanzipation so dermaßen aus dem Ruder läuft, dass eigentlich nur noch gestreßte Menschen um einen herum sind, anstatt Menschen, die den Wohlstand, den wir haben, genießen und einfach mal zufrieden sind.
Zwar kursierte bereits Anfang der Neunziger schon das mantraartige Kampfemanzengeschwafel, frau könne beides haben, also Karriere und Kind(er). Als Landei konnte man damals nur darüber müde lächeln, da sich eine etwaige Karriere schon allein mangels KITAs mit adäquaten Betreuungszeiten von selbst verbot.

Heute sieht das natürlich anders aus, aber dennoch ist Riesenstress vorprogrammiert, wenn Kindergartenviren kursieren. Was ja in der Kleinkindphase oft ein Dauerzustand ist. Da nutzt die beste KITA nichts und in der Kollegenschaft herrscht Frust, wenn mal wieder jemand "kindkrank" ist. Oder in der KITA, wenn dort fiebernde Kinder abgegeben werden, weil man/frau "nicht schon wieder" im Job fehlen kann. Man kann nicht alles haben. Auch heutzutage nicht.
 
  • #20
Ich (W50) gestehe, dass ich heute froh und dankbar bin, dass ich meine Kinder in jungen Jahren (damals 24 und 26) bekommen konnte. Und froh, dass ich jetzt in den Wechseljahren nicht noch Pubertisten bändigen muss. Auch meine Kinder schätzen es sehr, "junge" Eltern zu haben.
Die Eltern von sehr guten Freunden von mir waren beide satt über 40 bei zwei Kindern, "dank" Kriegswirren. Ich habe selten eine Familie erlebt, in der alle derart herzlich miteinander umgehen und so einen guten Kontakt zueinander haben. Beide Eltern waren berufstätig, für die damalige Zeit sicher auch eher ungewöhnlich. Die "Kinder" hätten sich keine besseren Eltern wünschen können.
Ich bin überzeugt, das Alter spielt die geringste Rolle, wenn man verschiedene Kriterien vergelicht. Wichtiger ist wohl die grundsätzliche Einstellung und der Umgang mit Kindern. Die Fähigkeit, sie bereit für´s Leben zu machen, ihnen Werte zu vermitteln und sie zu selbstbewussten, "wertvollen" Menschen zu erziehen. Da sind ältere Eltern sicher nicht im Nachteil, weil reflektierter. Und mehr Geduld haben sie sicher manchmal auch. Das gleicht die größere Energie von jüngeren Eltern aus.
Warum hacken hier eigentlich manche immer auf dem Lebensmodell herum, das andere für sich wählen?
 
  • #21
Allerdings leben beide leider nicht mehr - das ist der grosse Nachteil. Das spätgeborene Kind verliert relativ früh seine Eltern...
Leider ist frühe Elternschaft kein Garant dafür, dass ein Kind die Eltern nicht früh verliert.
Ein Klassenkamerad meiner Tochter verlor im Grundschulalter seine Eltern durch einen Unfall. Die Eltern waren - geschätzt - knapp 10 Jahre jünger als ich.

Meine Kinder wurden im TeenagerAlter zu Halbwaisen, obwohl ihr Vater und ich etwa gleich alt waren.
Ich hingegen habe mit Ü50 noch beide Elternteil ...

Ob jemand mit 30 oder mit 40 ein Kind bekommt ist weit weniger relevanten dafür wie lange man seine Eltern hat als die Lebenserwartung, die die Eltern haben. Nur die kennt man ja erst am Ende des Lebens. ...

Die späte Elternschaft hat bzgl. der allgemeinen PflegeSituation ehr Vorteile. Meine Großtante wird dieses Jahr 100 ... hätte sie mit 20 Kinder bekommen, wären die heute 80 und vermutlich ehr selbst auf Unterstützung - von evtl. eigenen Kindern - angewiesen als das sie ihrer Mutter eine Hilfe wären. Hätte sie mit 40 Kinder bekommen, wären die heute 60 und vermutlich noch fit genug ihrer Mutter die eine oder andere körperliche Arbeit abzunehmen.